Abhotten in den Nebeln von Norwegen: 12 – Die ESC Party in Hannover

Gibt es etwas Schöneres, um in den Tag der deutschen Einheit mit ESC-Musik hineinzufeiern? Nein, gibt es nicht – vor allem nicht in Hannover. Denn dort organisierte und feierte eine beschwingte Clique ortsansässiger ESC-Fans inzwischen zum vierten Mal „12 – Die ESC Party“. Einige PRINZ Blogger waren live dabei – einer hat sogar aufgelegt.

Kaum eine Stadt erfüllt mehr „Wir sind aber keine Provinz“ -Klischees als die Heimat-   „Metropole“ des frischgekürten Rosneft-Aufsichtsratschefs. Doch Hannover hat mehr als geldgierige Alphatiere mit exzellenten Südkorea-Kontakten (Hello K-Pop!) zu bieten; Hannover ist auch Gastgeberstadt einer der schönsten Off-Season-ESC-Tanzpartys, die in 2017 schon zum vierten Mal in einem Kulturzentrum in Uninähe mit dem an die späteren 70er Jahre erinnernden Namen „Schwule Sau“ stattfand.

Das Gastgeberteam Alex, Dominic, Sven und Manu mit DJ Douze Points (v.l.n.r.)

Und im zweiten Jahr in Folge verzauberte PRINZ Blogger DJ Douze Points die eingeschworene Hannoveraner ESC-Community an den Turntables.

Zur Einstimmung auf den eurovisionären Abend hatten wir das Vergnügen, mit dem sympathischen Orgateam im rustikalen „Kaiser“ leckere Hausmannskost zu verzehren. Unser Highlight: Den exzellenten Expresso (von Lavazza!) trinkt man dort auch heute noch aus EXPO2000-Tassen. Fast hätten wir dieses Steuermillionengrab verdrängt gehabt, von dem man vordringlich in Erinnerung hat, dass die Lokalgröße Ernst August dort an den türkischen Pavillion gepinkelt hat.

Wir wollen an dieser Stelle nicht vergessen, dass die Königin für ihren Tourauftakt in diesem Jahr die niedersächsische Landeshauptstadt ausgesucht hat (worüber wir hier berichteten), logo, sie konnte dort vorher ganz in Ruhe proben.

Nach jeweils zwei Glenmorangie (Special Edition Midwinter Night’s Dram) und zwei Expresso Macchiato im Kaiser gingen wir „rüber die in die Sau“ – wie man vor Ort formuliert. Dort gibt es die ideale ESC-Party-Infrastruktur auf zwei Etagen. Unten gibt es einen Dancefloor, dessen Licht- und Nebelmaschinen-Ausstattung gegenüber dem Vorjahr massiv aufgerüstet worden ist (genial!), oben eine Bar mit schmucker Lounge, wo sich die Fans in der Late Primetime step by step zum Einstimmungsdrink versammelten.

Manu (süß, siehe Foto) aus dem Orgateam lieferte von Minute One an oben an der Bar den richtigen mitreißenden ESC-Soundtrack mit vielen Old-School-Preziosen. PRINZ Blogger DJ Douze Points bespielte etwa ab Mitternacht den großen Dancefloor downstairs. Zuvor gab es nämlich noch ein ESC Quiz für alle – charmant moderiert von Alex and Sven.

Ebenfalls in Hannover: Das Team des Eurovision Weekend Berlin mit Blogger Salman

Auch mit jeweils einen halbem Punkt kann man glücklich sein, speziell wenn man als Preis u.a. das Standardwerk „Europe 12 Points“ von PRINZ Blogger Matthias gewinnt.

Hervorgehoben sympathisch fanden wir, dass am Ende auch diejenigen mit den wenigsten Punkten einen Preis bekamen (gestiftet von ECG-Präsident Michael, der extra angereist war). Um genau zu sein, hatten die beiden genau einen einzigen Punkt. Sie „wussten“ den Albumtitel des neuen Benny Andersson Albums oder genauer: sie haben die zutreffende Antwort „Piano“ aus drei Antwortmöglichkeiten (davon zwei absurd) richtig ausgesucht. Schafft nicht jeder.


Hervorzuheben wäre ferner die fantastische karnevaleske Deko mit eingestreuten Salvador-Dali-Zitaten (das war der Boyfriend von Amanda Lear), für die ebenfalls Alex und Sven (Foto) sowie Dominic verantwortlich zeichneten. Getoppt wurde dieses großartige Deko-Disco-Inferno nur noch dann, wenn DJ Douze Points im Paterre die Nebenmaschine bis zum Anschlag aufdrehte und vergaß, sie wieder auszuschalten, so dass man die Hand nicht mehr vor Augen sah, geschweige denn die Tanzpartner. Wir fühlten uns zuweilen – auf angenehmste Art und Weise – verloren wie in den Nebeln von Norwegen. Darkroom light sozusagen.


DJ Douze Points himself erfreute uns mit einer Niedersachsen-Adaption seines legendären Euroclub-Sets aus Kiew.

Hier die resonanzstärksten ESC Dancefloor Hits in der Schwulen Sau:

1. Sergej Lazarev: YOU ARE THE ONLY ONE
2. Joy Fleming: EIN LIED KANN EINE BRÜCKE SEIN
3. Wiktoria: AS I LAY ME DOWN
4. Mekado: WIR GEBEN ‚NE PARTY
5. Koit Toome and Laura: LOST IN VERONA (80’s Club Mix)
6. Blanche: CITY LIGHTS
7. Zlata Ognevich: GRAVITY
8. Gisela: CASANOVA
9. Axel Feige: WILDFIRE
10. Margaret: COOL ME DOWN

11. Eric Saade: POPULAR
12. Zoë: LOIN D’ICI
13. Corinna May: I CAN’T LIVE WITHOUT MUSIC
14. Mei Feingold: SAME HEART
15. Amir: J’AI CHERCHE
16. Eric Saade: STING
17. Poli Genova: IF LOVE WAS A CRIME
18. Bojana Stamenov: BEAUTY NEVER LIES
19. Francesco Gabbani: OCCIDENTALI’S KARMA
20. Koza Mostra & Agathonas Iakovidis: ALCOHOL IS FREE

Und einmal spielten Manu und Douze Points unabgestimmt auf beiden Ebenen zur gleichen Zeit denselben Song und das war (nicht gelogen, bin selbst Kronzeuge) Lenas SATELLITE. Hannover Forever. Thanxx Guys, Alex, Dominic, Manu, Sven. Your Disco Needs You.

CU in 2018, Guys.

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