Deutschland

Airplay-Check: „You Let Me Walk Alone“ schlägt sich wacker

Ein erster vielversprechender Erfolg für Michael Schulte und seinen Song „You Let Me Walk Alone“: drei Wochen nach dem Vorentscheid ist das Lied im deutschen Radio der erfolgreichste ESC-Beitrag seit Elaiza (ohne Jamie-Lees „Ghost“) – allerdings auf überschaubaren Niveau. Die genauen Zahlen und die Frage, ob sich voXXclub womöglich besser bei den Radiosendern schlagen, gibt es hier.

In den deutschen Single-Charts war für „You Let Me Walk Alone“ nach Platz 27 und einer Woche schon wieder Schluss. Im Radio hingegen entwickelt sich das Lied von Michael Schulte zum Dauerläufer und hat drei Wochen nach dem Vorentscheid auch mehr Radiopräsenz als Levina im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Konkret: In der Woche des deutschen Vorentscheids war der Song von Michael Schulte 31 Mal im Radio zu hören. Das ist ein Mittelwert im Vergleich zu den Vorjahren, wobei die Zahlen für Levina fehlen und Jamie-Lees „Ghost“ aufgrund der früheren Titel-Veröffentlichung nicht vergleichbar ist. In den beiden Folgewochen outperformte der Buxtehuder Ann Sophies „Black Smoke“, blieb aber knapp hinter Levina. Drei Wochen nach dem Vorentscheid dreht sich aber das Blatt: „You Let Me Walk Alone“ steigert sich noch einmal auf 295 Einsätze, während Levina im Vergleichszeitraum ein Drittel verlor. Im Vergleich zu Elaizas „Is It Right“ von 2014 ist das allerdings ein sehr verhaltener Erfolg.

Die Sender der RTL-Gruppe profilieren sich (wieder einmal) als stärkste Supporter des deutschen ESC-Beitrags. 74 Mal war „You Let Me Walk Alone“ seit dem Vorentscheid allein auf dem Sender 89.0 RTL aus Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen zu hören. Auch die 53 Einsätze beim Berliner 104.6 RTL sind nicht zu unterschätzen. Darüberhinaus setzten die Lokalsender der Gong-Gruppe stark auf den Titel: Bei Radio Gong 106,9 in Würzburg wurde er z. B. bereits 62 Mal gespielt.

Auch viele öffentlich-rechtlichen Sender lassen sich nicht lumpen. Vorne weg wieder einmal der NDR: 46 Einsätze auf der Jugendwelle N-Joy, 44 bei NDR 2 und 32 beim älteren Programm NDR 1 Niedersachsen. Auch MDR Jump und Bremen 4 sind mit 40 Airplays sehr engagiert.

Die Mühe von Michael Schulte beim WDR 4 (Aufmacherfoto) hat sich bisher nicht wirklich gelohnt: Ganze 8 Einsätze gibt es von dort zu vermelden. Auf WDR 2 waren es zumindest 15. Auf der „Jugend“welle Eins Live gab es mickrige 2. Nicht viel besser sieht es im Süden aus: 18 Mal bei SWR 3, bei Bayern 3 nur 3 Mal. Bayern 1 setzte den Song bisher zumindest 17 Mal ein. Lag’s daran, dass voXXclub nicht zum deutschen Vertreter gewählt wurden?

Michael Schulte bei Matthias Petermann von ESC Radio. Der Sender wird nicht für die Airplay-Charts ausgewertet. 

Eher nicht: voXXclub war im direkten Vergleich mit Michael Schulte zwar in der Vorentscheid-Woche mit einem Vorsprung gestartet (65 vs. 31), musste sich danach aber schnell geschlagen geben. Dazu kommt, dass vor allem Schlagersender „I mog di so“ spielen – und das kaum auf UKW.

Die meisten Einsätze hatten voXXclub bisher auf Radio Schlagerparadies (58 Airplays), einem Sender, der nur über DAB+ oder im Netz zu hören ist. Auf den Plätzen folgen das Internet-Radio VHR (55) und Radio Paloma (53), Deutschlands größter Schlagersender aus demselben Haus wie ESC Radio. Die Bayern unterstützen die voXXclub-Jungs kaum: nur der öffentlich-rechtliche Ableger Bayern Plus, der nur über DAB+ und das Internet zu hören ist, setzt es bisher ein. Lediglich der SWR setzt das Lied im UKW in großem Stil ein – auf der Schlagerwelle SWR 4 mit bisher 30 Einsätzen.

Aktuell, Charts & Rankings, ESC-News, ESC-Vorentscheid

45 Kommentare Kommentar schreiben

  1. sunny42

    21.03.2018 | 22:03

    Es ist schon ganz gut wenn man den deutschen Beitrag im Radio spielt, aber international bringt das nur wenig, wir dürfen nicht abstimmen.
    TV Aufritte bringen mehr da viele andere Länder deutsches Fernsehen empfangen können.

  2. Tobiz

    21.03.2018 | 23:38

    Ich habe es bisher einmal in dem Schlager-Sender von meiner Oma gehört. Der Sendet aber auch viele ESC-Gewinner/deutsche Beiträge von vor 2000.

  3. Andreas Bay

    21.03.2018 | 23:59

    Ich finde, dass „You let me walk alone“ ganz gut ins Radio passt und denke, dass der Song in Zukunft auch noch mehr gespielt werden wird. Anders, als „Black smoke“ oder „Perfect live“, zeigt sich ja jetzt, dass die Airplay-Zahlen steigen. Warum der Airplay-Einsatz trotzdem nur so schleppend anläuft könnte vielleicht daran liegen, dass die Bedeutung des ESC und des ESC Vorentscheides in Deutschland ziemlich zurückgegangen sind und sich die Radiosender nicht mehr wirklich dafür interessieren. Ähnlich dürfte es sich mit dem Chart-Erfolg verhalten. Ich kann mir aber vorstellen, dass es gerade zum ESC hin und in der Folgezeit noch einige Plätze in den Charts nach oben gehen kann.

  4. Ruhrpottler

    22.03.2018 | 01:32

    Ich muss sagen, dass ich ganz traurig bin, dass YLMWA kein erfolgreicher oder gehypter Hit geworden ist. Wettquotentechnisch sind wir bei Platz 18 – und da es diesmal keine Punkte aus Polen oder Ulraine gibt (höchstens aus Dänemark) werden wir auf Platz 20+ landen. Durch die ganzen Konkurrenz-Beiträge werden wir in keinem Land die Top10 knacken, was 0 Punkte bedeutet. Ab jetzt heißt es nur noch, dass wir die Daumen drücken, dass Michael Schulte in den Proben sehr gut ankommt und andere Länder z.B. gesanglich eventuell weniger gut ankommen. Vielleicht steigen wir bei den Wettquoten dann wieder nach oben. Und ich glaube, dass YLMWA die einzige Ballade in ihrer Art ist.

  5. Nullpointer

    22.03.2018 | 07:10

    Die größten verweigere sind ja die großen Sender swr u bayern. Die Moderatoren im swr haben in Vergangenheit sich sehr oft negativ geäußert und mit der Verweigerung nicht hinter dem Berg gehalten. Da ich aus dem Süden komme u Radio eigentlich in dauerschleife läuft frage ich mich schon wann die Einsätze im swr waren…nachts um zwei oder was?

  6. Jorge

    22.03.2018 | 08:07

    „Das erfolgreichste seit Elaiza (ohne Jamie-Lees „Ghost“)“ klingt wie ein „Kaufsignal, Talsohle durchschritten“ eines Aktienanalysten über einen Pennystock bei 17ct . Selbst die im Artikel genannte „Benchmark“ Elaiza war ja doch mäßig erfolgreich. Woher soll nach den letzten Jahren und einem auf Zielgruppe anlegten ULFL 2018 denn ein Hype kommen? Und nur mit den Fans aus dem Bauch der Alterspyramide geht sowas eben nicht.

  7. Rainer1

    22.03.2018 | 08:09

    Ich habe im radio noch keinen aktuellen esc-titel gehört. Und werde das wohl auch nicht. Aber das war in der schweiz auch noch nie der fall.
    Das einzige, das mir in den letzten tagen ab und zu über den weg gelaufen ist, ist…………I mog di so. Im tram, beim einkaufen und in irgend einer doku.
    Das verfallsdatum der esc-songs ist halt max. 3 monate. Ausnahme:Euphoria

  8. Jorge

    22.03.2018 | 08:09

    Man lernt hier ja immer neue Wortschöpfungen: :-) „Radio Schlagerparadies“ Der Name hat tragikomische Elemente. Gibt es dort Mediatoren statt Moderatoren? Darf dort für Apfelshampoo geworben werden?

  9. benne

    22.03.2018 | 08:33

    @Ruhrpottler
    Richtig, Michael Schulte sollte hoffen, dass die Balladenkonkurrenz im Finale möglichst gering ist.
    An Litauen und Armenien würde er einige Stimmen verlieren.
    Und an Portugal WIRD er die meisten Stimmen verlieren.
    Da ist ja selbst das Thema und Stimmung ähnlich, nur wird O Jardim bei der Masse besser ankommen.
    Und falls Michael Schulte noch Startplatz 2 bekommt (klassischer Slot für eine Ballade), wirds noch schwerer.

  10. GEF

    22.03.2018 | 09:46

    Es wird drauf ankommen, ob er die Jurys überzeugen kann. Warum auch nicht? Das hat bei anderen Balladen 2017 (z.B. Australien) auch geklappt. Bei den Televotes sehe ich dagegen eher schwarz, denn der Song ist dafür einfach zu unscheinbar.

  11. Meckie

    22.03.2018 | 09:47

    Naja. Schauen wir doch erst mal… hier werden ja schon wieder zig Begründungen an den Haaren herbeigezogen, warum Schulte im Mai dann 0 Punkte bekommt oder Letzter oder Vorletzter wird.
    Wettquoten zum jetzigen Zeitpunkt? Kannst in die Tonne kloppen. Wenn er am Samstag den 12.5. immer noch auf Platz 17/18 oder so steht… dann könnte man in „Panik“ verfallen… wenn es denn sein muss.
    AirPlay in D? Für den ESC total egal.
    Entscheidend wird sein Auftritt am 11.5. (Jury-Probe) und 12.5. sein. Alles andere ist total unmaßgeblich.
    Entweder schafft er es da 2 mal die Leute zu „berühren“ bzw. „einzufangen“ oder halt nicht.

  12. Rainer1

    22.03.2018 | 09:51

    @jorge, es gibt in den deutschsprachigen länder mehr menschen, die gerne schlager hören, als welche, die esc hören. Eindeutig. Und auch immer mehr junge. Komm mal an die schlagerparade nach chur.
    Warum du jetzt schlagerparadies mit tragisch-komisch und greenapple-shampoo in verbindung bringst, weiss ich nicht.
    Schlager entspricht auf alle fälle mehr unserer kultur, als jedes sinnlose radiogeduddel. Und für das brauchen wir uns weder zu schämen noch müssen wir es verstecken. (Nerv out)

  13. roxy

    22.03.2018 | 10:26

    Ich denke, dass der deutsche Beitrag mit dem österreichischen des Vorjahres vergleichbar ist, was das Potential betrifft.

  14. Paul

    22.03.2018 | 10:46

    Wer hat den Leuten den Schwachsinn ins Hirn gesetzt, dass Startplätze ein festes Ergebnisschema aufweisen (geschweige denn Radioeinsätze, egal ob IN- oder AUSLAND!) Gibt genügend Beispiele, dass von jedem Startplatz ein gutes aber auch weniger gutes Ergebnis erzielt werden kann. Fehlt nur noch, dass wir wegen nicht vorhandener Beliebtheit keine Punkte bekommen .. leut leute .. getreu nach dem motto „ich dreh mir die welt wie sie mir gefällt“.

  15. Bandido

    22.03.2018 | 11:00

    Für das Resultat beim ESC mag das Radio-Airplay vielleicht unerheblich sein, aber für das Interesse innerhalb Deutschlands ist es durchaus maßgeblich. Je öfter der Titel in den Radiowellen gespielt wird, desto eher kann man auch ein Interesse bei der (nicht-ESC-affinen) Öffentlichkeit wecken.
    .
    Mich haben in den letzten Tagen einige Freunde angesprochen mit „Wer fährt denn eigentlich jetzt für Deutschland zum ESC?“ – Kein gutes Zeichen, finde ich. Was bringt eine eventuelle (sagen wir mal) Top-10-Platzierung beim ESC, wenn sich keine Sau für den Titel interessiert und die Einschaltquoten niedrig sind? Das wird auf Dauer keine interessanten und/oder beliebten deutschen Künstler zum ESC locken. Von daher finde ich diese pathologische Fixierung auf die Platzierung wenig zielführend
    .
    Man kann ja mal hundert Leute auf der Straße fragen, ob sie noch „Wir geben ’ne Party“ und „Reise und Jerusalem“ (beide 3. Platz beim ESC) kennen – da kann man ja dann sehen, was für tolle Evergreens die mit ihrer Bronzemedaille geworden sind (Ironie aus).

  16. Meckie

    22.03.2018 | 11:07

    @Bandido
    Mir persönlich ist es auch lieber, ein Song wird in Deutschland ein großer Hit mit großer Bekanntheit (wie z.B. TL 2006) und geht beim ESC baden. Als ein Platz 3 wie 1999, den keine Sau interessiert.

  17. Jorge

    22.03.2018 | 11:15

    @rainer1: Du hast das Zauberwort Radiogedudel verwendet, das bringt dir hier sicher ganz viel Support ein. Ich finde es einfach nur schräg, den Sender mit „Paradies“ zu betiteln. Damit assoziiere ich nunmal ganz andere Dinge, nicht in der seichten Berieselung seinen Frieden zu finden.

    Die „Schlager ist cool“ Debatte ist mir echt schnuppe und in der kulturellen Kiste zu kramen, finde ich ziemlich bemüht. Beim Schlagermove in HH wird das Publikum übrigens mit jedem Jahr einfältiger, fing eigentlich mal als coole Sache an. Mir auch egal, ob der Altersschnitt von Schlagerfans gesunken ist. Warum man als jüngerer Mensch den Musikgeschmack der (Groß)Eltern spiegeln möchte? Muss das ja nicht nachvollziehen.

  18. benne

    22.03.2018 | 11:31

    @Paul
    Bezüglich Startplätze:
    Da genügt ein kurzer Vergleich zwischen Halbfinal- und Finalergebnissen, um die klare Korrelation zwischen Startplatz und Endplatzierung zu erkennen.
    Klar: Ein Halbfinalgewinner wird deswegen nicht plötzlich außerhalb der Top10 landen.
    Aber gerade bei unscheinbaren Songs ist es wichtig in Erinnerung zu bleiben, das gelingt eben von Startplatz 20 besser als von 2.

  19. Rob_ESC

    22.03.2018 | 12:13

    Natürlich sind Airplay-Charts nicht unbedingt relevant für den ESC.
    Aber wenn schon in Deutschland keine Sau den Song hören will, wie soll es dann in ganz Europa sein?

    Glaubt mir, ich habe mich mega gefreut, als Michael gewonnen hat. Gestern habe ich mir das offizielle Recap-Video angeschaut. Es sind viele gute Produktionen dabei. Und leider geht Michael in so einem Schnelldurchlauf dann doch unter.

    Kann man nur hoffen, dass er live mit einer guten (Bühnen-)Performance überzeugen kann…

  20. Meckie

    22.03.2018 | 12:25

    Es gibt halt so Auftritte, die funktionieren nur (und zwar wirklich nur) beim ESC. Siehe z.B. letztes Jahr Sorbal, vorletztes Jahr Jamala… beide Songs wurden weder Hits noch wurden sie im Radio gespielt… eigentlich nie.
    Das soll nicht heißen, dass das Schulte genauso gehen wird. Aber so Beispiele gibt es ja genügend.

  21. 4porcelli

    22.03.2018 | 13:23

    @Jorge – MODERAtoren – waren mal in einer casting show; MEDIAtoren – haben „Medienwissenschaften“ studiert. Ganz einfach.

  22. Jorge

    22.03.2018 | 13:37

    @4porcelli, kann schon sein. :-) Man blickt in der Berufswelt einfach nicht mehr durch. Eine Fachkraft für jenseitige Fragen und Paradiesmitteilungen waren klassischerweise: Medium & Mediator.

  23. manuel d.

    22.03.2018 | 14:47

    Danke Douze Points für die ausführliche Auswertung.
    Ehrlich gesagt hatte ich sogar schon mit schlimmeren Zahlen gerechnet, da es heute nicht einfach ist in Radio „Heavy Rotation“ zu gelangen: Die Radiosender spielen numal meist nur Songs, die eh schon ein Hit sind und nicht anecken (YLMWA ist da eventuell zu emotional um von den Sendern von selbst gepuscht zu werden). Das Hits durch Radioeinsätze geschaffen werden gibt es heute im Grunde nicht mehr – Quote und keine Risikobereitschaft der Entscheider sind auch hier die bösen Zauberworte.
    .
    Das YLMWA kein Hit in Deutschland geworden ist (weder verkaufstechnisch, noch durch Radioeinsätze), darüber müssen wir uns nun glaub ich nicht mehr die Köpfe heiß reden.
    Das mag kein gutes Vorzeichen sein, da wir aber einen Titel haben, der einerseits eigentlich massenkompatibel ist, andererseits sogar vereinzelt Menschen tief bewegt, fällt das für den ESC-Moment sehr viel weniger ins Gewicht, als die vorherige Erfolglosigkeit der letzten Jahre.
    .
    Für eine gute Platzierung beim ESC wird diesmal tatsächlich der Moment entscheiden. Der Startplatz wird gerade in diesem Jahr nicht unwichtig sein (ein Startplatz in der 2. Hälfte würde extremst helfen, grad wo Portugal den Startplatz 8 bekommen hat), das Staging wird sehr wichtig (hoffentlich weiß das der NDR und nimmt noch reduzierende Veränderungen wahr) und die wichtigen 3 Minuten (plus die 3 Minuten für die Jurys) werden diesmal extrem wichtig sein. Schafft es Michael in diesen beiden Momentenzu überzeugen und das die Jurys und die Zuschauer von seinem Text und der Stimmung eingefangen werden, ist alles möglich. Aber eben auch nur dann.

  24. 4porcelli

    22.03.2018 | 18:03

    @Jorge – mein Medium hat vorhergesagt, dass das Deine Antwort sein würde. Und dass Du anschließend ins Schlagerparadies gehen würdest.

  25. Gaby

    22.03.2018 | 18:25

    Also bei SWR1 RP habe ich Michael Schulte nur am Tag nach der VE gehört, sonst nie wieder. Dabei haben sie sich normalerweise nicht so albern, was die Radioeinsätze von ESC-Songs (speziell den VE-Gewinnern) betrifft. Selbst „Ghost“ haben sie in regelmässigen Abständen gespielt. Wundert mich übrigens ein bisschen, dass der Titel verhältnismässig schlecht bei der Heavy Rotation wegkommt. Immerhin bedient der Song doch genau die Singer-Songwrighter-Schiene, die sonst so auf den meisten Kanälen rauf- und untergedudelt wird.
    Na ja, wie dem auch sei: Es muss im Moment noch überhaupt nichts heissen, wie hier schon mehrfach richtig erwähnt. Denke trotzdem nicht, dass er auf dem letzten Platz landen wird. Und wenn es keine TOP-15-Platzierung wird, geht die Welt auch nicht unter, zumindest für mich nicht.

  26. biobanane (210)

    22.03.2018 | 20:10

    @Gaby In SWR3 war er im Studio und hat live gesungen,

  27. Alm-Öhi

    23.03.2018 | 03:09

    Der deutsche Beitrag 2018

    Der deutsche Beitrag 2018 ist endlich mal wieder weitaus besser, als das was in den Vorjahren ans ESC Beitragen aus Deutschland so zu hören und sehen war.

    Der Tiefpunkt war wohl 2016, Jamie-Lee, mit Ghost..sorry liebe deutsche Nachbarn, aber was hat euch da geritten so einen Beitrag auszuwählen und damals vor zwei Jahren zum ESC zu schicken ??

    Die Künstlerin selber kann nichts dafür, hat ganz sicher ihr bestes gegeben.

    Aber der deutsche ESC Beitrag 2016 war verdient auf dem letzten Platz.

    2018 wird es sicher besser.

    Ich verstehe ohnehin nicht das Deutschland die letzten paar Jahre beim ESC so abgestürzt ist. aber es ist wohl selbst verschuldet….ein Staat mit über achtzig Millionen Einwohnern, da ist doch auch sicher mehr als genug an Potenzial da, auch mal gute Künstler aus Deutschland und für Deutschland zum ESC zu schicken, die auch mal wieder weiter oben mitmischen könnten. ??

    Nicht immer nur die letzten Plätze beim ESC wie für Deutschland
    ( leider) in den vergangenen drei Jahren..

    Oder ?

  28. Meckie

    23.03.2018 | 08:18

    @Gaby
    Ja, das wundert mich auch. You let me walk alone ist doch wirklich genau die Singer/Songwriter-Jammer-Depri-Musik, die sonst auf WDR 2, 1Live und anderen rauf und runter gespielt wird.

    In den letzten Jahren verwunderte es mich nicht, dass die deutschen Beiträge kaum bis gar nicht gespielt wurden. Aber der diesjährige Beitrag passt doch in jede Radio-Playlist, wenn man das Radio einschaltet hört man so oft so eine Musik… auf Deutsch oder Englisch.

  29. Alm -Öhi

    24.03.2018 | 17:52

    Deutschland kommt beim ESC schön langsam wieder

    Aber braucht halt wohl seine Zeit.

    Das Deutschland dieses Jahr mit seinem Beitrag dieses Jahr endlich wieder mal ein passables Ergebnis beim ESC einfahren wird können, das ist sicher möglich.

    Im Mittelfeld – vielleicht auch im besseren Mittelfeld , das ist für Deutschland dieses Jahr durhaus wieder mal möglich .

    Nicht immer nur letzter oder vorletzter Platz wie die letzten Jahre.

    Wenn alles gut umgesetzt .und und und , alles was dann beim ESC eben alles was dazu gehört, passt , dann endlich mal ( nicht schon wieder ) die rote Laterne fürs Nachbarland.

    Zeit, die rote Laterne abzugeben ;)

    Würde ich Deutschland in Sachen ESC endlich wieder mal gönnen.

    Aber auch die Musik und der Künstler dazu muss passen – das auch wieder mal Punkte aus ganz Europa kommen, die letzten paar Jahre war da eben wenig los bei den deutschen Beiträgen.

    Und nach der mehrjährigen langen Durststrecke seit 2015 , ( 2015 Deutschland gemeinsam mit Österreich) letzter Platz, null Punkte, 2016 Deutschland wieder letzter Platz aber mit immerhin elf Trostpunkten aber wieder letzter , 2016 war Tschechien am vorletzten Platz hatte aber mit immer doch schon wenigstens 41 Punkte schon deutlich Abstand.

    2017 , Deutschland mal nicht letzter , aber wenigsten vorletzter, sechs Punkte gab es , immerhin doch einen Punkt Vorsprung vor dem letzten Platz der vergangenes Jahr dann an Spanien ging.

    Müsste sich Deutschland durch die Semifinales durchquälen ( und das muss Deutschland ja nun mal nicht als ein Big 5 Land) , aber wäre es so, Deutschland würde dann wohl schon eiige Jahre durchgehend in Folge nicht mehr im Finale eines ESC vertreten.

    Nach dem „Erfolg“ der deutschen Beiträge der letzten Jahre.

    Dieses Jahr hat es aber Deutschland ( endlich) wieder mal besser gemacht.

    Einen Platz im Mittelfeld halte ich dieses Jahr durchaus möglich für Deutschland und das wäre gegenüber den miserablen ESC Ergebnissen der letzten paar Jahre für Deutschlands Beiträge endlich mal wieder vielleicht eine Art von leichter „Trendwende“ ??

    Ich würds den „Lieblingsnachbarn“ ;) auf jeden Fall mal wieder gönnen.

    Freundliche Grüße.

  30. Mariposa

    25.03.2018 | 12:09

    @ Alm-Öhi

    Sorry, der absolute Tiefpunkt der Schreiberrepublik war eindeutig letztes Jahr mit diesem eingekauften „Produkt“ – für mich auf dem Niveau von Atlantis 2000 und Corinna May, noch schlimmer als die NoAngels oder die Rotlichtshow von 2009. Das grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung der Verantwortlichen. Hat denn wirklich jemand geglaubt, das „wir“ (ich zähle mich nicht dazu) damit den Hauch einer Chance haben werden ?
    In Lissabon ist wenigstens wieder „Deutschland“ vertreten mit einem akzeptablen Beitrag. Gut, aber keineswegs überragend. Dazu ist es musikalisch zu weit entfernt von den Sachen, die hierzulande angesagt sind (und ich meine damit gar nicht in erster Linie Schlager). Ein Achtungserfolg ist allemal drin.

  31. Mariposa

    25.03.2018 | 12:16

    Das Publikum (der „Deutsche Michel“) hat nunmal bis 2016 immer die falschen Entscheidungen getroffen, da kann sich der NDR noch irgendwie herausreden. Letztes Jahr ging es ausschließlich auf die eigene Kappe, Schreiber hätte zurücktreten müssen. Diesmal hatte ich den Eindruck, man wollte sich wegen diesem komischen Panel ein „internationales“ Flair schaffen (was leider nicht gelungen ist), dabei aber lieber auf „Nummer-Sicher-gehen“ setzen, also fast nur radiogerechte Acts plus einem eh chancenlosen Partyact. Warum nicht mal mehr Mut ?

  32. Mariposa

    25.03.2018 | 12:24

    @ Paul

    Es gibt ja tatsächlich jedesmal nach dem deutschen Desaster in diesem Forum hier allen Erstes Postings, die gebetsmühlenartig jammern – Deutschland wäre ja so unbeliebt in der Welt und Frau Merkel wäre daran schuld… Immer der gleiche Schwachsinn. Warum wird nicht so weit gedacht, daß an den lausigen Liedchen liegen könnte, die eine 80-Millionen-Nation vertreten haben. Manche lernen es anscheinend nie…..

  33. togravus

    25.03.2018 | 12:37

    @ Mariposa, Deutschland nach Raab ist an Absurdität kaum zu übertreffen. Da schicken wir zunächst einen Rohrkrepierer nach dem anderen, und dann sagt Herr Schreiber nach Salvadors Sieg, dass man das Ergebnis analysieren und entsprechende Konsequenzen ziehen werde. Bekanntermaßen ist dabei das Aufgebot für Unser Lied für Lissabon herausgekommen, das ungefähr so interessant und charakterreich wie Tütensuppe war. Na ja, ich denke, dass wir mit Herrn Schulte und viel Glück vielleicht wenigstens zwischen Platz 15 und 20 einkommen können. Danach werden wir erneut die immergleichen Worthülsen hören: „Damit konnte niemand rechnen“ etc. Vielleicht sollte der NDR sich mal auf den internationalen Fanseiten umhören. Dort sind die Reaktionen zwar positiver als in den letzten Jahren, bewegen sich aber hauptsächlich zwischen den Polen Respekt (Respekt bringt keine Punkte …) und „Ich mag es, glaube aber, dass es schlecht abschneiden wird.“

  34. 4porcelli

    25.03.2018 | 12:58

    @Mariposa – ich finde die Entschuldigung „keiner mag uns wegen Merkel und Schäuble“ (in UK analog „wegen Iraq/Brexit“) immer wieder amüsant. Stelle mir dabei vor, wie hunderttausende Teenager in ganz Europa denken „Das Lied ist gut aber wegen Merkel ruf ich jetzt lieber 20x für GRE an.“
    Und der Song letztes Jahr wirkte wie eine bewußte Paradie – Tochter aus gutem Hause im Vorstadt-Eleganz-Look liegt in grauem Kleid auf grauem Boden udn das ist dann „Perfect life“ – ich erwartete irgendwie, dass sich das in der Mitte des Songs als verkleideter Kerkeling o.ä. entpuppt.

  35. biobanane (210)

    25.03.2018 | 19:13

    Gestern wurde das Lied in SWR3 gespielt, immerhin ein Anfang, Und heute war Mr, Happy, happy, happy Land dort beim Interview.

  36. Mariposa

    26.03.2018 | 12:52

    @ 4porcelli

    Grins….. Wobei den guten Hape könnte man bei so manchen Auftritten vermuten. Der Prototyp des miesesten ESC-Beitrags aller Zeiten ist übrigens Türkei 1983. Ich weiß nicht, ob Du „Opera“ kennst….

  37. Mariposa

    26.03.2018 | 13:31

    Um es mal klarzustellen: Ich wünsche mir dieses Jahr ein halbwegs passables Ergebnis für den deutschen Beitrag, auch weil ich auf weitere „uns-hat-keiner-lieb“-Ergüsse hier und in der breiten Öffentlichkeit so gar keine Lust habe (und vor allem weil die eigentlichen Probleme nicht erkannt werden). Da muß ich auch in Kauf nehmen, daß Schreiber den Erfolg prompt für sich verbucht und erst recht im alten Trott weitermacht. Los werden wir ihn so und so nicht, dann lieber gute Miene zum bösen Spiel machen….

    Obwohl – wie heißt es so schön: Wunder gibt es immer wieder. Das hat letztes Jahr wunderbar mit Portugal geklappt…..

  38. 4porcelli

    26.03.2018 | 13:52

    @Mariposa – lach, Opera hat sich auch bei mir damals ins Gedächtnis eingefressen. Ich halte den gruseligen belgischen Ödipus-Komplex -Song von vor einigen Jahren allerdings für die ultimative Parodie ;-).

  39. Alm-Öhi

    26.03.2018 | 17:36

    Ein Mittelfeldplatz für Deutschland ist durchaus wieder drin dieses Jahr

    Gerade ist Deutschland bei den Buchmachern wieder einen Platz von der 18 auf die 17 hochgeklettert… hat nun mit Portugal die Plätze getauscht und findet sich aktuell auf einen passablen „Platz 17“ oder anders ausgedrückt – haben aktuell bei den Buchmachern derzeit „nur“ 16 weitere Länder bessere Siegesschancen. ;)

    Ok, zu diesem Zeitpunkt sind die Buchmacherqouoten ( ausser bei den Top Favoriten, die mal jetzt schon ausgenommen ) fürs Mittelfeld noch nicht sehr aussagekräftig, aber Deutschland hält sich weiterhin gut und hartnäckig im Mtittelfeld.

    Das schaute letztes Jahr Ende März zu dem Zeitpunkt schon viel schlechter aus – für Levina . ( und so ist es dann auch gekommen).

    Das gute Mittelfeld ist sicher dieses Jahr für Deutschland erreichbar.

    Und in Anbetracht der nicht so tollen Ergebnisse für Deutschlands Beiträge in den letzten drei Jahren und das noch in Folge bei dieser Veranstaltung wäre ein Platz 12 bis 18 als Endergebnis im Finale, endlich wieder mal ein passables Ergebnis.

    Mir selber gefällt der deutsche Beitrag dieses Jahr ehrlich ganz gut, ist ein schöner Song – vielleicht auch noch ein glücklicher Startplatz dazu und gutes Mittelfeld kann drin sein.

    Nette Grüße aus Österreich.

  40. melodifestivalenfan

    26.03.2018 | 17:54

    @Alm-Öhi
    Schön, dass du Deutschland so viel Erfolg wünscht, so wie ich Cesár viel Erfolg wünsche. Ich glaube, ihr habt da die besseren Karten. Beim Auftritt wird sich aber die Spreu vom Weizen trennen. Da haben beide noch Potenzial zu heben. Die Auftritte bei dem Silbereisen waren trotz Playback nicht gerade optimal, mal lieb ausgedrückt.

  41. Alm-Öhi

    26.03.2018 | 18:22

    Naja@melodifestivalenfan…

    Ich denke ja schon wieder daran, was direkt und die paar Tage nach dem Ende des ESC Finales eventuell wieder lossein wird, belegt der deutsche Beitrag wieder mal so einen schlechten Platz wie in den vergangenen drei Jahren.

    Alle möglichen Sündenböcke werden dann wieder gesucht werden ..in den offiziellen Medien – aber auch in Blogs wie diesem hier ..und auch eure Bundeskanzlerin ihre Politik und ihre Minister und Ministerinnen werden wohl wieder herhalten müssen.

    Stichwort „ganz Europa haßt Deutschland einfach grundsätzlich“ und kann Deutschland dafür dann wenigstens beim Song Contest absichtlich mal was „auswischen“ und tut sowas aus Bosheit dann gegen Deutschland.

    Ist natürlich alles Blödsinn, aber solche Kommentare sind in den letzten drei Jahren immer wieder gekommen ( aus Deutschland).

    Das es aber eher auch an schlechten Beitragen lag – wollte man nicht wahrhaben.

    Dieses Jahr ist der deutsche Beitrag aber kein schlechter Beitrag.

    Gewinnen wird er sicher nicht , aber gut abschneiden kann er schon – mit immer wieder Punkten aus ganz Europa , aus allen Ecken Europas sowohl beim Publikum wie auch bei den Jurys.

    Er berührt und ist einfach ein schöner Song- da bekommt dieses Jahr Deutschland im Finale sicher weit mehr Punkte als die vergangenen drei Jahre zusammen.

    Für Österreichs Beitrag ist erstmal nur wichtig , diese erste Semifinale mit so vielen Favoriten zu „überleben“ :). und überhaupt erst mal ins Finale zu kommen.

    Dann erst weiterschauen.

    FG

  42. Alm-Öhi

    26.03.2018 | 19:28

    Bei den Big 5 Ländern dieses Jahr

    Auch interessant…jetzt nur nach den Buchmachern aktuell und den aktuellen Wettqouten

    Alle Big Fünf liegen recht eng beisammen. und gut im Mittelfeld dieses Jahr.

    Frankreich „führt“ auf Platz 10, Spanien folgt auf der zwölf, Italien auf Platz 14 , Deutschland nun auf Platz 17.

    Aber alles eng beieinander im Bezug aif die grßen Fünf.

    Etwas weiter abgeschlagen ist dieses Jahr von den Big Five Ländern etwas auffälliger das Vereinigte Königreich,. sogar etwas .einiges abgeschlagen recht weit hinten auf Platz 26.

    Also mit anderen Worten auch der letzte Platz im Finale.

    Die anderen der Big 5 ESC Länder mischen gut mit nur wenigen Plätzen Abstand untereinander im Mittelfeld mit ( bzw.) kratzen gar an den Top Ten ( so wie Frankreich)..

    Ausnahme Großbritannien.

    ( nach den Buchmachern, aktuell natürlich)

  43. sunny42

    26.03.2018 | 20:40

    Spanien auf 12 ?
    Für mich der schlechteste Beitrag der Big 6
    Außer in Spanien nimmt kaum jemand Notiz über dieses Lied mir ist das zu schmalzig wie Island dieses Jahr

  44. Braudel

    29.03.2018 | 16:37

    @Rainer 1,
    wenn du hinsichtlich Ausnahmen vom 3-Monate-Verfallsdatums nur auf „Euphoria“ verweist, so bist du falsch informiert.
    „Satellite“ hat dieses Datum ebenfalls übersprungen und es ist vermutlich auch kein Zufall, dass dies – wenn ich mich richtig erinnere- die beiden einzigen Songs waren die es in diesem Jahrhundert auf Platz 1 der European Hot 100 schafften.

  45. SirLinus

    03.04.2018 | 20:31

    Auf WDR 2 lief eben auch wieder City Lights.. Einer der wenigen ESC Songs die überhaupt gespielt werden.

Kommentar schreiben