Österreich

Christian Ude und Zoë im PrinzBlog-Interview: Ein Blick hinter die Kulissen der österreichischen Jury

50% des ESC-Endergebnisses wird per Juryvoting ermittelt. Die EBU ist hier um Transparenz bemüht und veröffentlicht die genauen Abstimmungsergebnisse der einzelnen Länder und Juroren. Aber wie läuft das Voting hinter den Kulissen genau ab? Christian Ude und Zoë Straub aus der österreichischen Jury standen PrinzBlogger Marc im Interview Rede und Antwort.

PrinzBlog: Herzlichen Glückwünsch Christian. Wie wird man als Jurymitglied berufen? Ist es ein Ehrenamt oder wird es vom ORF oder der EBU bezahlt?

Christian Ude: Es gibt gewisse Richtlinien, nach denen der ORF die fünf Jurymitglieder aussucht, die dann ja noch von der EBU genehmigt werden müssen. Es ist ein Ehrenamt und zwar ein schönes Ehrenamt!

Du bist Redakteur bei der zweitgrößten Tageszeitung Österreichs. Was für eine Beziehung hast Du denn zum ESC?

Christian: Ich war zum ersten Mal 1991 als Reporter beim Song Contest tätig, damals mit Thomas Forstner in Rom. Der Song Contest begleitet mich beruflich und privat also schon sehr lange! Im Vorjahr muss der ORF mit mir als Jurysprecher für die österreichischen Journalisten beim Vorentscheid offenbar zufrieden gewesen sein, daher hat man mich wohl gefragt. Einer meiner schönsten ESC-Wochen war der ESC in Riga, wo uns Journalisten und selbst den ORF Alf Poier täglich aufs Neue überraschte. Ich hatte damals das Hotelzimmer neben ihm und behalte diese Zeit in wunderbarer Erinnerung.

Alf Poier

Hattest du nicht auch bei Conchita und „Rise like a Phoenix“ Deine Finger im Spiel?

Christian: Ja, denn es mündete darin, dass mich der Manager von Conchita (René Berto, vorher eben Manager von Alf Poier) ins ehrenamtliche Beratungsteam für das Projekt ESC 2014 holte, ich an die 80 vorgeschlagenen Lieder mitanhören und mitbewerten durfte (übrigens inklusive des von Ralph Siegel angebotenen „Maybe“ und auch Angebote von Topleuten aus Schweden und Großbritannien, ehe „Rise Like A Phoenix“ Anfang Januar 2014 über den Musikverlag von Universal Music eintraf). Mein Lieblingssong neben „Phoenix“ ist bis dato übrigens nach wie vor unveröffentlicht: „Supernova“, mitgeschrieben von Conchita. Das könnte noch ein Hit werden!

2017 bist Du nun in die ESC Jury berufen worden. Wie gefällt Dir denn die Zusammensetzung der österreichischen Jury?

Christian: Sehr gut, denn es wurde wirklich auf eine schöne Bandbreite geachtet. Beruflich und vom Alter her. Der Mix ist ganz im Sinne des ESC. Andy Zahradnik, unser Vorsitzender, ist ja nicht zum ersten Mal in der nationalen Jury. Ich kenne ihn schon sehr lange, noch aus seiner Zeit bei CBS. Mit Zoe und Elly V. haben wir zwei junge Damen dabei, die uns mit ihrer Wertung überraschen könnten. Mit Sasha Saedi als A&R-Manager von Universal Music einen anderen Gegenpol (Anmerkung: A & R = Artist & Repertoire). Er hat ja den ESC auch schon einmal hinter den Kulissen erlebt, mit Natalia Kelly damals in Malmö.

Warum hat Österreich bzw. der ORF ein Jurymitglied nachnominiert und warum ist Conchita nicht in der Jury?

Christian: Conchita hat am Abend des Juryvotings, also am 12.Mai, die Wiener Festwochen mit einem großartigen Konzert auf dem Wiener Rathausplatz eröffnet. Sie hätte also gar nicht Jurorin sein können. Die Nachnominierung hat auch gar nichts mit ihr zu tun. Es wurde ein Jurymitglied aus dem Hause Universal ausgetauscht, was aber nur Gründe der Staatsbürgerschaft hatte! Als eine völlig unaufregende Geschichte …

Hast Du Vorgaben erhalten, was Du als Jurymitglied zur Vorbereitung zu tun hast?

Christian: Nein, ob man beim ersten Voting die Lieder auch wirklich zum ersten Mal hört oder sie schon von youtube, eurovision.tv etc. kennt, ist jedem selbst überlassen. Wir wurden aber vorab gebrieft, welche Punkte in unsere Entscheidungen einfließen sollen – von der Gesangsleistung über die Komposition bzw. Originalität des Songs bis zum Gesamzteindruck. Exakt heißt es, dass unser Fokus liegen muss auf:
– vocal capacity,
– the composition and originality of the song
– the performance on stage
– the overall impression by the act

So steht es in den Verträgen, die jeder von uns unterzeichnen musste.
Mit dem wichtigen Zusatz:
I guarantee that my judgment will be fair and based only upon my professional experience and personal taste. I will not allow any other circumstance or pressure from someone else have impact upon my decision.

Wo findet denn das österreichische Jury-Voting statt? Seid ihr in Österreich oder kommt ihr vor Ort nach Kiew?

Christian: In einem Raum im ORF-Zentrum, also in Wien. Eine Notarin ist anwesend. Und auch ein Techniker, falls es Übertragungsprobleme aus Kiew gegeben hätte. Und zwei ORF-Redakteurinnen, die ebenfalls kontrollieren, ob alles den Regeln entspricht und sich um unser Wohl kümmern.

Bekommt ihr einheitliche Stimmzettel gestellt und wie sehen diese aus?

Christian: Ja, bekommen wir! Bis auf den Namen des Jurors und seiner Nummer sehen die Stimmzettel (offizieller Name: Jurors Form) identisch aus. Wir ranken beim Finale jeder von 1 bis 25, Österreich bewerten wir ja nicht. Beim Halbfinale musste jeder die Lieder von Platz 1 bis Platz 17 reihen. Eben auch, weil wir Nathan Trent nicht platzieren. Dieses Ranking machen wir sorgfältig nach dem Ende aller Darbietungen. Jeder gibt persönlich sein unterschriebenes Blatt der Notarin. Hätte es bei zwei Liedern einen Punktegleichstand gegeben, hätten wir über diese beiden mit Handzeichen abgestimmt, wer also einen Platz weiter vorne liegen soll.

War Dir dieser Modus so vorher bekannt?

Christian: Ich habe mich natürlich über den Modus informiert. Ich persönlich kannte allerdings einen anderen Vorgang. Einmal schon war ich nämlich Mitglied der  Österreich-Jury beim ESC (1997), damals waren wir (ich erinnere mich an meinem Tisch u. a. an „Live is Life“-Komponist Ewald Pfleger von Opus) vom ORF aber nur als Backup-Juroren engagiert, weil es das erste Jahr des Televotings war. Österreich gehörte zu den wenigen Ländern, die es als Erste mit dem Televoting versuchten. Und wir werteten für den Fall, dass etwas beim Televoting schief geht . . . dann wäre unsere Wertung herangezogen worden. Es blieb damals bei unserer „Fleißaufgabe“. 1997 mussten wir jeden Beitrag sofort nach der Präsentation bewerten.

Schaut Ihr euch die ganze Show gemeinsam an und redet ihr währenddessen miteinander?

Christian: Ja, wir sitzen an einem langen Tisch nebeneinander und schauen uns gemeinsam die Show an. Auf einem großen Screen. Es ist aber nicht wie in der Schulklasse, dass der eine vom anderen abschreibt (lacht). Es ist aber nicht verboten, sich zwischen den Darbeitungen, also bei den Postcards etwa, sich kurz über gewisse Dinge auszutauschen. Wir sind ja keine Roboter, sondern Menschen.

Apropos Menschen: Ist gewährleistet, dass ihr alle Auftritte mitbekommt? Was passiert bei menschlichen Bedürfnissen zwischendurch?

Christian (lacht): Also Toiletten gab es gleich um die Ecke. Die wurden in den Pausen genutzt. Ich kann für uns Ö-Jury sagen, dass bei allen Darbietungen auch alle fünf Juroren auf ihren Plätzen saßen.

Quelle: Eurovision.tv

Wie findest Du die Gewichtung 50% Juryvoting / 50 % Televoting?

Christian: Ich denke, dass sie sich bewährt hat. 2016 gab es freilich einige Aufschreie über die großen Unterschiede, etwa beim polnischen Beitrag und auch bei unserer Zoe. Auch ich habe mich in der Vergangenheit immer wieder über Wertungen gewundert. Aber das ist doch Teil des ESC, was ihn bei allen Prognosen, Wettquoten etc. so reizvoll macht. Ich hoffe freilich, dass jeder Juror seine Aufgabe ernst nimmt! 2016 geisterte auch ein seltsames Video der russischen Jury durchs Netz. Das bringt den ESC leider in Verruf.

Hast Du Optimierungsvorschläge?

Christian: Es wird angeblich ja darüber nachgedacht, die Jury künftig auf zehn Köpfe zu vergrößern. Ein wesentlicher Punkt, den man beim allfälligen Gemecker über die Wertungen nicht vergessen darf: Wir sind doch alle nur Menschen! Die Künstler und die Juroren. Daher muss man auch einem Mitglied der Expertenjury eingestehen, dass er an Tag X womöglich für einen Song empfänglicher ist als vielleicht zwei Tage zuvor. Nicht, dass sich dadurch eine Platzierung gravierend ändert. Musik bleibt aber stets auch eine emotionale Sache. Ob bei so genannten Experten, die sich eben durch ihren Beruf tagtäglich mit Musik und künstlerischen Performances auseinandersetzen, oder bei Fans.

So gibt es neben den immens wichtigen Kriterien wie der Gesangssicherheit oder der glaubwürdigen Umsetzung auf der Bühne einen Faktor, der fachlich nicht 100 % fassbar ist. Das macht doch auch den ESC aus. Durchaus vorstellbar also, dass ein Lied oder ein Text oder ein Ausdruck in der Stimme oder die Ausstrahlung (eben durch die Magie des Moments der Performance) ein oder zwei oder drei Plätze nach oben oder unten in Wertung eines Jurors rückt, auch wenn sich in den Augen oder Ohren von vielen, vielen anderen Zuschauern nichts zwischen Semifinale und Grand Final geändert hat.

Bei jeder Live-Performance werden die Karten eben neu gemischt. Wir lieben eben keinen Playback- oder Video-Contest, sondern den ESC! Ich kann abschließend sagen: Wir fünf haben uns die Aufgabe beim Juryvoting nicht leicht gemacht! Ein Ranking von 1 bis 25 brachte mich und auch Zoe, die neben mir saß, richtig in Stress, auch wenn uns die Notarin nicht drängte. Wir wollten eben unser Bestes geben!

Zoë, vielen Dank, dass Du Dir auch noch kurz Zeit für uns nimmst. Wie hast du Dich denn auf Deine Aufgabe als Jurymitglied vorbereitet?

Zoë Straub: Ich habe natürlich im vorhinein in alle Songs hineingehört, aber habe versucht, mich nicht zu intensiv mit einzelnen Liedern zu beschäftigen. Der Grund dafür war, dass ich relativ offen bleiben wollte und diese drei Minuten unvoreingenommen genießen und bewerten wollte.

Was ist Dir bei Deiner Bewertung besonders wichtig? 

Zoë (Foto oben: S.Tauber/M.Prammer): Ich achte besonders auf die stimmliche Leistung und die Stimme im Allgemeinen. Ich persönlich finde es am wichtigsten, wenn die Stimme und Musik eine Einheit sind. Der Sänger muss die Musik fühlen und in dem Song aufgehen. Ich als Zuhörerin möchte einfach mitgerissen werden und alles um mich herum vergessen. Das bedeutet natürlich, dass der Song ins Ohr geht und originell ist. Ich will vor allem aber sehen, dass der Künstler sich wohl auf der Bühne und mit der Musik fühlt, den Augenblick genießt und sich nicht verkrampft.

Womit beschäftigst Du Dich im Moment? Gibt es aktuelle Projekte? Und welche Pläne hast Du für die Zukunft?

Zoë: Ich arbeite seit Anfang der Jahres an Songs für ein neues Album. Meine neue Single „Dangerous Affair“, diesmal auf Englisch, wird am 19. Mai 2017 veröffentlicht.

YouTube Preview ImageZoë – Dangerous Affair (Snippet)

Anmerkung: Die Video-Präsentation „Dangerous Affair“ & Zoë live mit Band findet am Mittwoch, 31. Mai 2017 statt (Metropol, Hernalser Hauptstrasse 55, 1170 Wien, Beginn 20:00 Uhr).

Wie kam es dazu und singst Du künftig nur noch auf Englisch?

Zoë: Es ist, glaube ich, an der Zeit neues auszuprobieren. Ich bin ja auch gerade erst dabei mich in meinem Beruf weiter zu entwickeln. Auf Englisch zu schreiben und zu singen macht mir auch sehr viel Spaß, aber so ganz möchte ich das Französische nie aufgeben. Auf dem Album, was voraussichtlich im Spätherbst 2017 erscheinen wird, habe ich vor auf Englisch, Französisch und Deutsch zu singen. Celebrate diversity ;)

Liebe Zoë, lieber Christian. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass ihr uns einen Einblick in die Arbeit der österreichischen Jury gegeben habt.

Die österreichische Jury 2017: Zoë, Elly, Christian, Andreas und Sasha
Zur Information: Das Interview wurde bereits VOR dem Grand Final geführt.
Hier geht’s zur Detail-Ansicht des österreichischen Jury-Votings.

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38 Kommentare Kommentar schreiben

  1. EuroPaul

    16.05.2017 | 09:49

    Meiner Meinung nach sollten die Jurys (falls sie denn nicht endlich abgeschafft werden) die Lieder NUR in der CD-Fassung hören und sie so bewerten. Stimme, Präsentation etc. – darauf achten die Zuschauer ja auch und letztendlich wird den Jurys durch die Vorgaben vorgegeben wie die Zuschauer zu denken und demnach auch so (ähnlich) abzustimmen… Dann werden sie nur überflüssig…

  2. Inger Johanne

    16.05.2017 | 11:14

    Aber nur Studioversionen zu bewerten macht es doch unmöglich, die gesangliche Qualität zu beurteilen. Auf CD klingen schließlich alle Sänger gut.

    Ich fand das Interview sehr interessant. Vor allem, dass es offenbar diskutiert wird, die Jurys zu vergrößern. (Nur … von wem diskutiert? Tatsächlich von der EBU oder doch wieder nur von den Fans?) Das fordern viele ja schon länger, um den Einfluss einzelner Juroren zu verringern. Ich finde aber nach wie vor, dass die Juroren sich _nicht_ zwischendurch unterhalten sollten. Das ist sicher alles ganz harmlos und bestimmt wollen sich die österreichischen Juroren nicht abstimmen und gegenseitig beeinflussen (das ist sicher in vielen Jurys so), aber erstens passiert so was auch unbewusst, und zweitens sind vielleicht nicht alle Jurys gleich edel, was ihre Motive betrifft.

  3. GEF

    16.05.2017 | 12:03

    Leider hat man ja dieses Jahr gesehen, dass der originäre Auftrag der Jurys, Blockoting zu vermeiden, nicht erreicht wurde, wenn man bedenkt, dass Griechenland wieder 12 Punkte nach Zypern und vice versa gegeben haben, wenn man sieht das Rumänien 12 Punkte nach Moldau gab und vice versa. Wenn man sieht, dass Azerbaidschan und Armenien sich wieder auf die Letzten Plätze gesetzt haben und zumindest zwei Ukrainer den Mitfavoriten aus Bulgarien, vermutlich aufgrund seiner russischen Wurzeln, auf den lezten Platz gesetzt haben, dann fragt man sich, inwieweit die Jurys überhaupt ein Korrektiv darstellen…

    Wenn man dazu noch sieht, dass Beiträge, die nicht ganz dem Mainstream entsprechen, aber aus dem Rahmen fallen, exotisch, originell und zumindest zum Teil auch in Landessprache gesungen sind und damit auch der Idee der Diversity entsprechen wie Ungarn, Finnland, Belgien, Kroatien, Rumänien, Moldau, Italien, Frankreich von den Jurys deutlich weniger Punkte bekommen als beim Televoting und umgekehrt der mainstreamige Radiopop aus Holland, Dänemark, Österreich, Ausralien, UK oder Schweden bei den Jurys deutlich besser ankommt, fragt man sich zudem, wer denn eigentlich das Korrektiv braucht.

    Grundsätzlich sollte man sich eben schon fragen, wie denn ein optimaler ESC aussieht. Was man sich wünscht und was nicht. Ich habe jedenfalls keinen Bock mehr auf 42 Schwedensongs, die irgendwie der Reihe nach in Europa herumgereicht werden. Wenn der SIeg Portugals dazu etwas beigetragen hat, dann bin ich mit dem Siegen noch mal etwas mehr einverstanden, als ich es ohnehin schon bin.

    Noch eien Frage an euch Blogger:
    Werdet ihr auch dieses Jahr einen Beitrag allgemein zu den Jurywertungen und auch der politischen Dimension des ESC 2017 schreiben? Das war ja jetzt doch alles recht friedlich und recht harmonisch in Kiev. Allerdings zeigen die Votings ja eben doch mal wieder den geopolitischen Einfluss, was ich sehr schade finde.

  4. Little Imp

    16.05.2017 | 12:10

    @ GEF

    Das, was du zu den Jurys sagst, kann ich nur unterschreiben!

  5. Gumi

    16.05.2017 | 12:18

    Auch von mir volle Zustimmung dafür. Hab mich nie so über die Jurys aufgeregt wie dieses Jahr.
    Das reine Televoting-Ergebnis jedenfalls lag viel näher an meinen Präferenzen.

  6. Matty

    16.05.2017 | 12:26

    Danke für das Interview mit den beiden!

  7. togravus

    16.05.2017 | 12:32

    @ GEF, die rumänische Jury hat doch 12 Punte in die Niederlande vergeben …

  8. Mariposa

    16.05.2017 | 12:37

    Die größte Überraschung waren ja wohl die 12 Punkte für Österreich aus Bulgarien. Sicherlich, so manches Blockvoting läßt sich durch die Juries nicht abstellen. Aber insgesamt waren die Wertungen zumindest in den Top 10 doch recht gut verteilt.

  9. GEF

    16.05.2017 | 13:40

    @togravus

    du hast recht, es waren nur 8 Punkte, für mich ist das trotzdem auffällig.

    @Mariposa,

    sehe ich anders. Es gab auch sonst viele Auffälligkeiten, gerade bei den Skandinaviern. Klar kann man da auch immer von einem gleichen Musikgeschmack reden, aber es liegt dann doch auch daran, dass die nationalen Musikmärkte stark miteinander verflochten sind und die Leute sich unter einander kennen. Ein in der dänischen Jury sitzendes Popsternchen will es sich somit vermutlich nicht unbedingt mit den schwedischen Songwriter versauen oder schuldet ihm vermutlich noch einen Gefallen. Die schwedische Jury stimmt zudem oft überraschend gut für von Schweden komponierte Songs wie Aserbaidschan letztes Jahr. Auf den Geist geht man dann vor allem immer diese Bemerkung:

    „Our 12 points go to our friends and neighbours from Sweden, Norway or Denmark…“

  10. GEF

    16.05.2017 | 13:44

    Und bei Bulgarien wurde m.E. auch nicht ganz zu Unrecht der Verdacht des strategischen Votings geäußert, indem sie die Punkte vorrangig an Außenseiter verteilt haben.

    Alles in allem, muss man natürlich auch sagen, dass Portugal trotzdem souverän auch im Juryvoting gewonnen hat, und Bulgarien auch dort auf 2 war. Ebenso war Deutschland und Spanien auch dort ganz unten.

    Dazwischen war jedoch vieles aus meines Sicht unerklärlich, was ja auch die extremen Abweichungen zwischen Jurys und Televotes zeigen.

  11. merlin

    16.05.2017 | 14:16

    Herzlichen Dank an Christian Ude für eine der wenigen kompetenten und nachvollziehbaren Jury-Wertungen 2017!

  12. benne

    16.05.2017 | 15:37

    Ich kann mich GEF nur anschließen.
    .
    Das Blockvoting fand dieses Jahr durch die Jury statt, die Zuschauer voteten dagegen so offen wie noch nie.
    Die Berechtigung als ausgleichendes Korrektiv ist somit nicht mehr vorhanden.
    Zudem werden die Vorgaben nach Originalität und Gesangsleistung nicht eingehalten, wenn Beiträge wie Rumänien, Ungarn, Kroatien, Finnland, … deutlich schlechter bewertet werden als von den Zuschauern.
    Bezüglich Absprache zwischen den Jurymitgliedern gibt es anscheinend auch nur Konsequenzen, wenn die Reihenfolge 1:1 übereinstimmt.
    Denn von Unabhängigkeit kann absolut keine Rede sein.
    .
    Leider besteht im Falle einer Erhöhung auf 10 Jurymitglieder absolut keine Hoffnung auf Besserung dieser Kritkpunkte.

  13. ESC!aner

    16.05.2017 | 15:47

    @GEF wenn bei Bulgarien der Verdacht auf strategisches Voting geäußert wird, dann darf Portugal da aber auch nicht in der Auflistung fehlen ;)
    Keine Punkte für: Italien, Bulgarien und Belgien

  14. GEF

    16.05.2017 | 15:52

    @benne,

    ich sehe da auch keine wirkliche Verbesserung, wenn man die Jurymitgliederzahl einfach verdoppelt.. Einen Vorteil hätte es aber wohl. Ausreißer, wie bspw. der Typ der österreichischen Jury, der Blanche auf die 25 gesetzt hat, hätten eine nur halb so große Relavanz. Im aktuellen Prozedere kann praktisch ein Juror das ganze Ergebnis verhageln und zu Null Punkte führen, auch wenn alle anderen den Beitrag in den Top10 sehen. Die Gefahr wäre bei 10 Juroren etwas geringer.

    Man könnte aber auch analog zu Haltungspunkten beim Skispringen einfach von den 5 Wertungen die beste und die schlechteste herausschmeißen. Dann hätte man ein von Ausreißern unverzerrteres Ergebnis.

  15. GEF

    16.05.2017 | 15:53

    @ESC!aner

    da will ich nicht widersprechen.

  16. GEF

    16.05.2017 | 15:59

    Was mich auch nervt ist, dass man einerseits vollkommen zu Recht ein System mit vollkommener Transparenz geschaffen hat, gleichzeitig aber das Offensichtliche nicht einmal rügt. Wenn doch ganz offensichtlich Aserbaidschan und Armenien gegen die Votingregeln verstoßen, so sollte man es doch zumindest anprangern nach dem Motto „blame & shame“. Das passiert aber nicht. Es gibt keinen Bericht dazu, der Votingverstöße aufzählt oder zumindest Indizien dafür auflistet. Nichts. Es gibt von Seiten der EBU auch wirklich null Interesse daran, Missstände wenigstens anzusprechen.

  17. DerMoment1608

    16.05.2017 | 16:13

    Leider hat man ja dieses Jahr gesehen, dass der originäre Auftrag der Jurys, Blockoting zu vermeiden, nicht erreicht wurde, wenn man bedenkt, dass Griechenland wieder 12 Punkte nach Zypern und vice versa gegeben haben, wenn man sieht das Rumänien 12 Punkte nach Moldau gab und vice versa.
     
    Diese These anhand ein paar Einzelbeispielen, wo es passiert ist, belegen zu wollen, ist aber auch nicht zielführend. Abgesehen von den 12 P zwischen GRE und CYP und 12 P von Moldawien an Rumänien hört es mit den eindeutigen Beispielen für Blockvoting nämlich schon auf. Da gibt es im Televoting ganz andere Hausnummern. Dagegen sollte man mal aufzählen, wo typische Blockvotingstrukturen in der Jury nicht auftraten: z.B. wurde in keinem Balkanland Kroatien von der Jury unterstützt (bei fast allem nicht mal in der Nähe der Top 10). Auch bei dem Semis wurde da nicht auffällig Balkanpunkte ausgetauscht. Was die nordischen Länder angeht, Schweden hat vielleicht die 12 Punkte aus Dänemark und Finnland bekommen, aber bei allgemein hoher Bewertung Schwedens durch die Juries muss das nicht viel heißen. Norwegen schnitt dann bei beiden nicht so hoch ab, letztes Jahr gab es von Dänemark keine 12 Punkte an Schweden.
     
    Ja, in ein paar Einzelfällen hat die Jury versagt. Das finde ich auch ärgerlich. Aber im Großen und Ganzen kann man nicht sagen, dass Jury in ihrer Gesamtheit in der Aufgabe Block- und Diasporavoting zu verhindern versagt
     
    Was mich aber sehr an der Jury stört ist die Tendenz der Unterstützung von glatten, professionellen, contemporary Nummern (Bulgarien, Australien!, Schweden, Dänemark!) – alle bis auf Bulgarien zurecht im Televoting erfolglos(er) – und dem Abstrafen von Individualität und „Positivheit“ (Ungarn!, Moldawien, Italien, Rumänien). Wäre Salvador nicht passiert, in der Jury-Top-10 hätte sich fast nichts mehr mit Charakter gefunden.

  18. Manboy

    16.05.2017 | 16:26

    Ach…jedes Jahr das gleiche Gejammere über die Juries. Wie kann man denn ernsthaft jemand für seinen Geschmack verurteilen, an deren Maßstäbe keine wirkliche Skala vorhanden ist.
    Danke für den Artikel. Ist interessant mal hinter den Kulissen zu schauen!

  19. Rainer1

    16.05.2017 | 16:37

    Die armenier werden nächstes jahr mit gewalt dazu gezwungen, den aserischen beitrag 42 mal anzuhören. Umgekehrt ebenso. Die aserischen fernsehkommentatoren müssen beim armenischen jubeln für mindestens 90dezibel. Weil, der esc ist nicht politisch. Gem. ebu

  20. Inger Johanne

    16.05.2017 | 17:02

    Danke für den sachlichen und unaufgeregten Kommentar, DerMoment1608. Gerade dem letzten Abschnitt kann ich mich nur anschließend – und dabei gehört ja „originality of the song“ zu den Bewertungskriterien.

  21. GEF

    16.05.2017 | 17:06

    @DerMoment1608

    du hast da natürlich nicht ganz unrecht, dass es auch Gegenbeispiele gibt, wobei man ja auch sagen muss, dass bspw. Kroatien kulturell und auch politisch nicht mit Serbien oder Mazedonien verbandelt ist. Denken wir einfach mal an den Balkankrieg. Wohl aber gibt es sowohl in Serbien als auch in Kroatien eine Nähe zu Ungarn, was sich auch im Voting wiederfinden lässt.

    Ich will es ja gar nicht übertreiben, aber ich finde schon, dass man Blockvoting im großen und ganzen im Juryvoting wiederfinden kann (vielleicht nicht Diaspora-Voting). Das sollte man davon unterscheiden.

    Insofern bin ich ja auch gar nicht für die Abschaffung oder grundlegende Reform des Juryvotings, nur denke ich, dass man doch zumindest die eklatantesten Missstände (Aze und ARM) wenigstens auch mal benennen sollte und ggf. auch Verwarnungen aussprechen sollte.

  22. Kontrapunkt

    16.05.2017 | 17:54

    Interessant. Da fragt man sich schon, ob die Jurys vorher eigentlich genau durchlesen, was sie da unterschreiben. Zwar sind gerade die beiden letzten Kriterien höchst subjektiv. Aber zumindest die Stimme und Originalität der Komposition kann man halbwegs objektiv bewerten. Und wenn ich mir die Jury Tops und Flops anschaue, dann scheinen da einige ihren Auftrag nicht so ganz verstanden zu haben.

  23. Bonello

    16.05.2017 | 18:02

    Wenn es keine Jurypunkte geben würde, dann wäre Deutschland auch nicht die letzten Jahre Letzter geworden.
    Auffallend war dieses Jahr definitiv das durchaus starke Blockvoting und Abwerten der stärksten Konkurrenz bzw. „verfeindeter“ Staaten. Warum Australien so weit oben bei den Jurys lag bleibt ein Rätsel.
    Dennoch halte ich im Allgemeinen ein Jury- als auch Televotum für sinnvoll.

  24. Frau Nachbar

    16.05.2017 | 18:19

    Lustig, ich war 1997 auch in der österreichischen Backup-Jury. Kann mich aber nicht mehr an Christian Udo erinnern, ich glaube das waren damals ja etwa 15 Leute und ich war noch sehr jung, kannte kaum jemanden.
    1997 gab es aber noch einen weiteren gravierenden Unterschied: Jeweils nach den Liedern wurden nämlich Ton und Bild abgeschaltet und wir mussten unsere Wertung abgeben, eine Zahl von 1-10 laut sagen – was mir vor allem bei Pall Oskar ziemlich unangenehm war, denn der wurde von allen sehr schlecht bewertet, von mir bekam er aber 8 Punkte. :) Ton und Bild waren dann bis zum nächsten Lied abgeschaltet, wir bekamen also keine Postkarten zu sehen und unsere jeweilige Wertung konnte auch nicht von einem Kommentator beeinflusst werden. Weil es noch kein Internet gab, kannte man die Lieder wenn überhaupt nur von der Preview Sendung und hatte so gut wie gar keine Infos über die Interpreten, Katrina and the Waves ausgenommen. Ich denke, das ist ein wesentlicher Unterschied zu heute und bin mir sicher, das diesjährige Ergebnis hätte bei einer solchen Jury/Televoting-Wertung völlig anders ausgeschaut. Ich will nicht sagen, dass Portugal den Sieg nicht verdient hätte, auch nicht, dass sie vielleicht nicht gewonnen hätten. Andi Knolls Gerede über den herzkranken Studenten hat aber hierzulande wohl massiv zur guten Bewertung beigetragen. Gegen Infos über die Künstler habe ich ja auch nichts, aber schön wäre es, wenn die Kommentatoren es schaffen würden zumindest ihre persönliche Meinung zurückzuhalten. Aber für manche ist Selbstdarstellung wohl wichtiger als Objektivität. Im ORF hat man ja sogar jeweils vor den beiden Semifinalen Andi Knolls Top 10 präsentiert, und zwar wirklich nur seine 10 Favoriten (und dazu C-Promis nach ihrer Einschätzung befragt), welch sehenswerte, niveauvolle Sendung.
    Fairness gibt es beim ESC nicht, egal ob Jury oder Televoting. Allerdings kommt mir vor, als würde man sich auch immer weniger darum bemühen, Hauptsache die Show stimmt.

  25. Little Imp

    16.05.2017 | 18:25

    @ Bonello

    Da dieses Jahr zwei Länder im Televoting hinter uns lagen, die ohne Jury gar nicht erst ins Finale gekommen wären (Australien, Österreich), halte ich es doch für sehr wahrscheinlich, dass wir auch mit reinem Televoting letzter geworden wären. Im Moment haben wir doch nur eine Chance, nicht letzter im Televoting zu werden, wenn andere vorqualifizierte Länder noch schlechter ankommen als wir.

  26. Frau Nachbar

    16.05.2017 | 18:29

    Oh, Autokorrektur. Christian Ude natürlich… Entschuldigen Sie Herr Ude! :)

  27. benne

    16.05.2017 | 18:55

    @Frau Nachbar
    Bin mir gar nicht so sicher, wie hoch der Einfluss von Andi Knolls Kommentaren ist.
    Er hat ja einerseits zu OG3NE erzählt, dass „das Lied für die unheilbar kranke Mutter geschrieben wurde.“
    Und Punkte gab es keine von den Zuschauern (dafür 12 von der Jury)
    Aber andererseits ist es wirklich unnötig, dass man als Vorbericht seine persönlichen Top10 präsentiert.
    Natürlich bleiben einem dann jene Künstler mit mehr Sendezeit besser in Erinnerung.
    Auch die ständige Erwähnung, wie gut die Chancen bei den Wettanbietern stehen, sollte man sich als neutraler Kommentator verkneifen.
    Dann ruft ja auch keiner an, wenn er weiß, dass Spanien und Deutschland um den letzten Platz kämpfen.

  28. Bonello

    16.05.2017 | 18:57

    @ Little Imp
    Die Rede ist ja auch von den Jahren, in denen Deutschland auf dem letzten Platz gelandet ist, sprich 2015 und 2016.

    Auszuschließen ist das bestimmt nicht, allerdings ist das spekulativ, da die Zusammensetzung des Finals bei reinem Televoting anders wäre.

  29. Realest

    16.05.2017 | 19:16

    Ich muss die Juries an der Stelle in Schutz nehmen. Die letzten 9 Jahre seit Einführung der Juries hat gezeigt, dass die Juries weniger Nachbarschaftsanfällig sind als die Zuschauer in der Summe. Klar haben die Dänischen und Finnischen Jurys 12 Punkte nach Schweden gegeben. Aber nur weil deren Zuschauer das auch machen (zumindest im FallsDänemarks) ist es Lächerlich, den Juries zu verbieten 12 Punkte nach Schweden zu vergeben. Man kann von Ihnen ausgehen, dass sie das aus Musikalischen Präferenzen gemacht haben und Schweden ist da jedenfalls nicht umsonst die ESC-Nation überhaupt. Dasselbe gilt auch für Griechenland und Zypern. Demy ist nunmal ein Star in Zypern, warum sollen die Zyprier ihr nicht 12 Punkte geben dürfen? Diese Länder haben nunmal eine gemeinsame Musikkultur, deshalb muss man da auch irgendwo verständnis zeigen.

  30. Little Imp

    16.05.2017 | 20:27

    @ Realest

    Das Verständnis mit der Musikkultur habe ich bei den Televotern, aber die Jurys sollten doch etwas objektiver abstimmen als „xy ist auch bei uns bekannt“.

  31. Realest

    16.05.2017 | 20:32

    Ja klar, aber im Endeffekt ist es halt auch irgendwo Geschmackssache und zu sagen Zypern darf keine 12er nach Griechenland geben ist halt schon fragwürdig. Es ist halt auch deren Ansicht irgendwo.

  32. GEF

    17.05.2017 | 09:26

    @Realist

    also der zyprische Beitrag war ja jetzt nicht wirklich typisch zypriotisch, oder? Der kam doch aus Feder eines sehr bekannten schwediscen Songwriters und hätte auch von einem Interpreten aus Dänemark, Tschechien oder Moldawien gesungen werden können. Ich glaube kaum, dass er dann noch die 12 Punkte der griechischen Jury erhalten hätte.

  33. Klaus

    17.05.2017 | 17:00

    Herr Ude dann her damit mit den Song Supernova für nächstes Jahr

  34. Christian Ude

    18.05.2017 | 22:59

    Ude

    Ich möchte nur drei Anmerkungen zu den Kommentaren machen.
    1. Ja, ich würde gerne „Supernova“ ins Rennen für Österreich schicken. Aber diese Nummer lebt sehr von Conchita selbst, sie klingt in den Strophen wie Cher . . . und Conchita ist kein(e) Johnny Logan, die noch einmal antreten wird. Ihren Fans würde ich aber die Veröffentlichung des Songs wünschen, es gab neben „Supernova“ noch zwei weitere Nummern (darunter „ILY“), die sie mit den Echopiloten (das Producer-Duo stand auch hinter „That’s What I Am“) produziert und mitgeschrieben hat und die bislang unveröffentlicht sind. Es sind wohl rechtliche Gründe, warum diese drei Stücke nicht auf ihrem Debütalbum zu finden waren.
    2. Über das 12-Punkte-Voting Griechenland-Zypern vice versa ärgere ich mich als Mitglied einer so genannten Expertenjury auch! Selbst wenn aber Levina im österreichischen Radio mehr gespielt worden wäre, hätte ich nicht anders als zwischen Rang 10 und 15 gevotet. Im Gegensatz zu Juroren anderer Länder, die vielleicht nicht den deutschen Vorentscheid verfolgt haben (in Österreich schaut man eben ARD), kannte ich Levina besser. Aber es geht doch auch darum, ob ein Lied wie ein Kleid zu jemandem passt … und Levina hätte ich ein Stück gewünscht, in das sie sich wie in Kaschmir einwickeln kann. Als professionelle Interpretin ist sie top! Aber sie sang nur ein Lied, lebte es nicht! ch haderte minutenlang, ob ich sie nicht etwa einen oder zwei Plätze höher ranken soll als die britische Vertreterin,
    3. Der Unterhaltungschef der ARD gehört ausgetauscht. Die Überheblichkeit, die uns da vermittelt wird, ist schier unglaublich. Einer, der für seine Position viel Geld kassiert, engagiert teure Fachleute, um sich hinter ihnen zu verstecken. Vor allem stimmt die angegebene Summe für die ARD im „Bild“-Interview und anderen Statements ja nicht, er nennt stets bloß die Teilnahmegebühr (knapp 400.000 Euro an die EBU), nicht die wirklichen Kosten. Wer hat die bitte die beiden Lieder für den Vorentscheid ausgesucht? Aus sicher rund 300 Angeboten????

  35. Christian Ude

    18.05.2017 | 23:09

    Ude

    P.S.: Da ich „Supernova“ ja nicht einfach ins Netz stellen kann, werde ich Prinz-Blogger Marc bei unserem nächsten persönlichen Treffen den Titel vorspielen … und er kann Euch mitteilen, ob er die Nummer für einen tollen rot-weiß-roten Beitrag 2018 hält! Auch von einem anderen Interpreten/einer anderen Interpretin. So wäre Conchita zumindest beim Autorenteam vom ESC 2018 präsent ;-) siehe Emmelie de Forest

  36. Klaus

    19.05.2017 | 16:03

    Herr Ude
    Vielleicht gibt es ja tolle Interpreten die das Lied gut singen und es super rüber bringen wie conchita mal sehen
    Und danke für die Info von den Song klingt sehr interessant

  37. Jorge

    19.05.2017 | 17:35

    @Frau Nachbar: „was mir vor allem bei Pall Oskar ziemlich unangenehm war, denn der wurde von allen sehr schlecht bewertet, von mir bekam er aber 8 Punkte“
    Nur 8 Punkte? Nur 8 Punkte?! Das wäre mir auch unangenehm gewesen! :-) Die Frage wäre: Nachdem man als Backupjuror zur Benotung von Bianca Schomburg genötigt wurde, kann man überhaupt noch ein ungestörtes Verhältnis zum nördlichen Nachbarland aufbauen? :-)

  38. Frau Nachbar

    22.05.2017 | 21:46

    Ach Jorge. Wir befanden uns im Ralph Siegel Zeitalter und die Punkte wurden ins katholische Dublin geschickt. Angesichts dessen könntest Du mir für meine 8 Pall-Punkte zumindest eine Tapferkeitsmedaille umhängen. Dass ich Bianca Schomburg ohne bleibende Schäden überlebt habe, wundert mich selber auch. Allerdings war die gute Bianca ja nur eine von gleich mehreren Zumutungen, definitiv war es der Anfang meiner Russlandphobie. Eigentlich hätte das Schmerzensgeld, das uns der ORF damals zusteckte, um einiges höher ausfallen müssen.

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