Schweden hat überlegen gewonnen und Roman Lob ist auf Platz 8 gelandet. Alle Plätze und Punktzahlen bis hin zu dem bedauernswerten Tuntji auf dem letzten Rang auf einen Blick:
1. Schweden 372 Punkte (18 mal 12 Punkte)
2. Russland 259 Punkte
3. Serbien 214 Punkte
4. Aserbaidschan 150 Punkte
5. Albanien 146 Punkte (bestes albanisches Ergebnis)
6. Estland 120 Punkte
7. Türkei 112 Punkte
8. Deutschland 110 Punkte
9. Italien 101 Punkte
10. Spanien 97 Punkte (damit drei Big 5 in den Top 10)
11. Moldawien 81 Punkte
12. Rumänien 71 Punkte
13. Mazedonien 71 Punkte
14. Litauen 70 Punkte
15. Ukraine 65 Punkte
16. Zypern 65 Punkte
17. Griechenland 64 (schlechtestes Ergebnis seit fast 10 Jahren)
18. Bosnien-Herzegowina 55 Punkte
19. Irland 46 Punkte
20. Island 46 Punkte
21. Malta 41 Punkte
22. Frankreich 21 Punkte
23. Dänemark 21 Punkte
24. Ungarn 19 Punkte
25. Grossbritannien 12 Punkte
26. Norwegen 7 Punkte
Mehr Infos zu den Semifinal-Ergebnissen (Sieger Russland und Schweden) hier.
Die Punktetabellen gibt es in Kürze bei eurovision.tv hier.



























27.05.2012 | 01:29
Ich bedaure Tooji nicht. Wer Eric Saade so billig kopiert, hat den letzten Platz verdient.
Das Ergebnis ist insgesamt ein Witz. Damit meine ich aber nicht, dass Schwedens Sieg ein Witz ist. Wir können ja noch froh sein, dass Loreen gewonnen hat und nicht Rona Nishliu. Wenn sie 146 Punkte bekommt, dann hätte Roman 400 verdient. Das Ergebnis erinnert mich ein wenig an 2007. Die Punktemafia ist wieder da.
27.05.2012 | 01:47
Freuen wir uns, dass der ESC im nächsten Jahr in einem tollen Land stattfindet. Die Gewinnerin dieses Abends ist Anke Engelke. -> http://www.youtube.com/watch?v=Bzkg9VGPN4Y :)
27.05.2012 | 01:51
@deutscheland
da bin ich anderer meinung serbien bekommt aus sschweiz/österreich keine 12!
norwegen, island, dänemakr aus skandinavien auch kaum punkte
zypern 12 aus schweden
das sind nur einige bsp. und dann noch die 10-er an dland aus einigen ecken wo man es nich dachte :D also an schieberei is da mal nich viel zu denken .
27.05.2012 | 02:10
Scheiß Punktegeschiebe im Osten
Unter den ersten Sieben ist nur ein Land aus Westeuropa. Unter den letzten Acht dagegen gleich sieben. Das sagt doch alles! Schade um Soluna und Nina
27.05.2012 | 02:28
Warum immer das Punkte-Genööööle???
Oh No – ich kann nicht nachvollziehen, daß hier eine Punktemafia oder ein Punktegeschiebe am Werk war. Natürlich gab es die klassischen 12-Wertungen (CYP/GRE und zurück…..AZE/TUR und zurück…), aber auf das für mich überraschend gute Ergebnis der Gastgeber (why???) lagen alle meine Favorites in den Top 10. Über R. Nishliu kann man streiten, aber wenn solche Ausnahme-Darbietungen nicht mehr akzeptiert werden, ist der ESC tot…..für mich eine Bereicherung (im Gegensatz zum Einheitsbrei CYP-GRE-ROM)
27.05.2012 | 02:47
schieberei? westeuropa hat einfach schlechte songs! in osteuropa ist so viel gefuehl in den liedern. ich versteh zwar nichts aber die koennen singen.
27.05.2012 | 02:54
Bah. Ihr solltet euch schämen..
Wieso sollte Tooji Eric nachmachen oder andersrum? Kann doch sein, das beide den gleichen Stil haben? Das ihr hier auch noch Tooji runtermachen müsst, ist echt ekelhaft.
Als Tuntji oder wie auch immer. Bah. Lasst ihn so wie er ist. Tooji ist ein symphatischer, netter Mann, der zwar nicht singen kann, dafür aber total nett rüber kommt. Eric ist heiß und auch nett. Was wollt ihr jetzt? Das ihr hier in einem Blog manche Leute so runtermacht und bloßstellt, find ich unmöglich -.-
Schämt euch, verdammte scheiße.
27.05.2012 | 03:14
Immer diese temperamentvollen Frauen! Aber dafür liebe ich sie doch so! Jetzt muss ich aber wirklich ins Bett.
27.05.2012 | 03:17
Buranovskiye Babushki: die Gewinnerinnen der Herzen.
(Rybak bloggte vor der Show, daß er die ganze Nacht weinen wird, wenn sie nicht gewinnen.)
Ich danke auch meiner Favoritin Loreen, daß sie uns vor dem ESC in Moskau bewahrt hat. Zu dem Act ist genug gesagt. Sie brauchte meine Anrufe nicht.
Zeljko: Sei´s ihm gegönnt.
Ich habe für Rona und Otti angerufen und je dreimal für Island und Engelbert, aber bei den letzten beiden hab ich gefühlt, daß das nichts nützen wird.
Ich bin baff über Ronas 5. Platz und freue mich sehr für sie, besonders, weil sie eine ganz wundervolle Frau zu sein scheint. Anspruchsvolle Stücke schmieren sonst doch gerne ab.
Otti hat extra für mich davon abgesehen, sich wieder eine Entenhausenfrisur zu machen, danke. Auch ich finde die Originalversion von “Kuula” besser, aber Otti hat begriffen, daß er schon etwas mehr Krach machen muß, und wer hat, der hat. Stimme, meine ich. Sehr guter 6. Platz, hätte ich wirklich nicht gedacht.
Mein junger türkischer Seemann brauchte meine Unterstützung auch nicht, sein Schiff schwimmt oben.
Und Roman: da bin ich aber erleichtert! Guter Auftritt! Ich hatte keine Ahnung, wie der Song in Europa ankommen wird. Wenig Punkte aus Azerbaidschan, obwohl die in Baku doch begeistert von ihm waren, wenig aus dem UK…tja, so ist das manchmal.
Deutschland ist, wie man wieder sieht, auf dem richtigen Weg.
Ukraine, Malta, Griechenland und Frankreich (und Niederlande und Georgien) waren die Titel, die mich wirklich schwer genervt haben.
Clickzahlen sind auch nicht alles.
Dänemark: ? ? ?
Ich mag Engelberts Lied gerne!
Und zum Abschluß nochmal Rybak, als er im Interview gefragt wurde, wie er den norwegischen Titel findet: “Das war die falsche Frage.”
27.05.2012 | 03:23
@ Leela
Was ich von Tooji menschlich mitbekommen habe, finde ich großartig. Der Einzige, der bei der PK die Klappe aufgemacht hat. Großer Respekt!
Aber schau die beide Acts mal an, vielleicht merkst du dann was.
27.05.2012 | 09:38
scharde das Zypern nicht weiter vor kam
27.05.2012 | 10:36
Eigentlich teilen sich Island und Irland doch den 19. Platz. Ich verstehe gar nicht, warum Irland immer überall auf 19 und island auf 20 ist. Beide haben 46 Punkte!
27.05.2012 | 10:47
Ein ziemlich unangenehmer, ärgerlicher Grand Prix hat somit sein gutes Ende genommen. Die große Favoritin hat gerecht gewonnen. Für mich war die Sache eigentlich klar, als ich den Auftritt das erste mal gesehen habe, und ich bin kein genereller Schwedenfan. Der Erfolg von Schweden und Albanien zeigt, dass Beiträge, die kontrovers und mutig sind und nicht von allen gemocht werden, sich aus dem Mainstream hervorheben und damit punkten. Loreen war genau die richtige Siegerin am richtigen Platz ! In ihrer bescheidenen, unaufgeregten und etwas intellektuellen Art bildete sie den richtigen Kontrast für diese pathetisch künstlich aufgeblasene Dikaturlobhudelei. Beim Interval-Act bevor “First Schwiegersohn” als Supermann eingeschwoben kam, fühlte man sich schon an “Reichsparteitag 1938″ erinnert. Und was für ein sensationelles Ergebnis für Roman ! Hätte jemand zu hoffen gewagt, dass Deutschland vor Italien und Spanien landet und somit bestplatzierter Big 5 wird ? Er hat seine Sache aber auch super gemacht und war höchst sympatisch bester Laune ohne übertrieben aufgeklatzt zu wirken. Bravo !! Ich hoffe nur, dass dieser Erfolg nicht heißt, das wir nächstes Jahr “Unser Star für Stockholm” bekommen. Langsam ist die Zeit der Castingshows abgelaufen. Tim Bendzko und “der Graf” von Unheilig haben Interesse am ESC angemeldet, dass wäre doch Zeit, mal wieder eine gute Vorentscheidug auf die Beine zu stellen.
27.05.2012 | 10:56
Geo
Ein super Sieg für Schweden und Loreen. Ab sofort “Euphoria” international! Gänsehautfeeling pur, was will man mehr……..
27.05.2012 | 11:18
Toller Sieg für Schweden, und gut das es ein Land aus dem “alten Westen” gepackt hat!! Nächstes Jahr wieder feiern und mitmachen für alle!!
Roman Lob war perfekt, danke! Spanien und Estland total unterbewertet, Albanien mit Sicherheit dank Jury’s auf Platz 5, auch das gut.
Osteuropa wertet im Großen und Ganzen, ob mit oder ohne Jury’s, wieder nach Nationalität. Skandinavien hat gezeigt, dass es auch anders geht. Das Voting wird wieder zum Langweiler der Show…schade!!
…und der Schwiegerson des Präsidenten als Pausenact, also bitte…
27.05.2012 | 13:49
Raab goes Stockholm
Nächstes Jahr schicken wir wieder Stefan Raab nach Stockhom. Bei den schwachen Quoten im letzten Jahr wird es kaum mehr ein Unser Star für… geben. Am besten ein Stefan Raab Allstar Team mit Lena und Roman als Frontsänger, Stefan am Schlagzeug, Guildo Horn an der Gitarre, Max Mutzke und Jan Delay als Backgroundsänger. Diese Truppe würde Stockholm auch schon vor dem ESC ordentlich aufmischen.
27.05.2012 | 15:05
@Mirjam Was soll mir auffallen? :p
27.05.2012 | 16:32
Die Show gestern war einfach nur spitzenmäßig!! Noch vor einem Jahr konnte kaum einer hierzulande das Wort „Aserbaidschan“ richtig aussprechen! Das Land, seine Menschen, die Kultur, Traditionen, Volksinstrumente/-musik/-tänze/-kostüme – all das sahen Millionen von Menschen rund um den Globus zum 1.Mal! Das Land hat sich GROßARTIG präsentiert!!
Ja, das Land ist seit über zwei Jahrzehnten im Kriegszustand und klagt seitdem über sein Leid. Ja, über 1 Mio. Menschen haben Alles (auch ihre Heimat!!) verloren und heißen nun „Flüchtlinge“. Leiden wir da mit?? Die Antwort lautet: Nein! Und ich schäme mich, dass anstatt dessen unsere Punktevergabe-Dame dem Land eine „politische“ Botschaft sendet und die Wort-zum-Sonntag-Sprecherin kein einziges Wort über das Leiden der Flüchtlinge verliert… Klar doch, man muss das sagen, was man auf dem Zettel ausgehändigt bekommt… Sehr sehr schade!! Wir haben den Songwettbewerb selbst politisiert und sind darüber schockiert, dass da ein (für-unsere-Ohren-unangenehmes)-Thema wie „Karabach“ wieder auftaucht?!? Hirn einschalten und nicht blind handeln wäre hilfreicher gewesen! Israel bekundet seine Sympathie fürs Gastgeberland in der Landessprache! Das sollte einem zu denken geben, wer da Recht hat… Sollen wir uns als westliches Land tatsächlich zum Iran gesellen und Aserbaidschan gegenüber eine abweisende Haltung demonstrieren?? Einfach nur lächerlich, was sich da abspielt…
28.05.2012 | 13:38
Norwegen 26# ?? Zypern 16# ?? Slovenien 17# im 2. Semi ??
haha, ist das albern oder albern ?!?!
28.05.2012 | 16:25
einfach mal anders
- also ich freu mich zuerst mal, dass SCHWEDEN gewonnen hat. Für mich der originellste Titel und auch mit Ohrwurmqualität.
- Enttäuscht bin ich jedoch auch von ITALIEN – ich hätte mir echt mehr erwartet und finde es schade, dass Nina Zilli, nicht weiter vorne ist. :(
- Ganz schlimm finde ich die letzten Plätze, wie schon gesagt: Albanien bekommt 146 Punkte! WTF?!?!? Also Island, Dänemark und Norwegen gehören für mich alle unter die Top 12! Ich versteh das einfach nicht??? Was ist da dieses Jahr schief gegangen? :O
- auch die TÜRKEI ist eine Frechheit sondergleichen. Das kann doch nicht sein. Ich mein klar die Türkei ist immer gut, egal wie scheiße ihr Lied, wo wir auch schon bei der Schieberei sind. Einige Überraschungen waren mit Sicherheit dabei (Schweden 12 Punkte nach Zypern) aber ich denke, dass dieses Jahr echt viele Länder nach Qualität abgestimmt haben. Die üblichen Länder (Griechenland, Türkei und Aserbaidschan) haben sich die Punkte wieder mal zugeschoben. Leider :( aber sind wir doch einfach froh, dass nächstes Schweden dran ist, dann wird der ESC 2013 ein SICHERER ERFOLG und eine geile SHOW :D
29.05.2012 | 14:19
Ich habe Melodifestivalen im Youtube mitgeschaut und Loreen und Molly Sandén waren meine Favoriten. Da Loreen, den schwedischen Vorentscheid gewonnen hat, wusste ich auch sie, könnte das Ding schaffen. Dann kam dieser ganze Loreen-Hype( Europe we have a winner! Lorren wird gewinnen usw…) hier im Blog und dann hatte ich offiziel die Nase voll. Aber am Samstag Abend, als sie gewann, traute ich echt meine Augen nicht. Ihr hattet völlig Recht. Glückwunsch! Loreen hat gewonnen! Ich hatte meine Favoriten, wo sich irgendwo irgendwie Loreen auch befand. Ich muss gestehen, ich bin völlig zufrieden, dass Schweden und gewonnen hat. Grattis, Sverige! :)
29.05.2012 | 16:32
@ Nousetta
Mir ging es ähnlich. Nach ihrem Melodifestivalen-Sieg hielt ich sie auch noch für eine sichere ESC-Siegerin. Dann kam dieser Hype, mit dem ich nicht viel anfangen konnte (auch schon damals bei Rybak nicht) und den Song hatte ich mir auch schon übergehört.
29.05.2012 | 18:37
Danke für dein Verständnis, Little Imp :)
09.06.2012 | 15:15
@Leela
Schau dir die Acts an und sieh selber.
09.06.2012 | 15:20
Der Scheitel von Eldar sagte mir alles, eine steife und konventionelle Veranstaltung.
Die Postkarten habe ich ganz gerne gesehen, weil es schöne Bilder waren und mir das Land nicht vertraut war. Ansonsten schließe ich mich dem an, was hier dazu gesagt wurde.
Auch seh ich gerne landerstypische Folklore.
Aber der gewisse “Spirit” hat gefehlt, der einen ESc zu etwas Besonderem macht.
20.05.2013 | 11:39
transbrown
Ich bin in Deutschland geboren, lebe aber seit Mitte der 90er Jahre in den USA. Ich habe als Kind gerne den Grand Prix verfolgt (sprich: Nicole 1982). Dieses Jahr habe ich mir den Wettbewerb zum ersten Mal wieder angesehen, live per Internet.
Ich kannte die deutsche Interpretin bisher nicht, vernehme aber, dass sie in Europa sehr bekannt ist. Hier ist mein Résumé aus Dallas, Texas:
Fragen über Fragen…
1) Der Vorfilm wird gezeigt. Ich sehe eine Dame, die mir wie eine End-Dreißigerin vorkommt. Dann sofort gegoogelt: sie ist Anfang dreißig und kommt aus Bonn. Wieso sehe ich dann den Kölner Dom? Gibt es denn aus der ehemaligen Hauptstadt Bonn nichts Sehenswertes zu zeigen? Nicht nachvollziehbar, aber was soll’s. Dann sehe ich, dass die Interpretin einen Pulli trägt, der die amerikanische Flagge in allen Maschen zelebriert. Wirklich? Als ESC-Botschafterin für Deutschland? Verwirrend!
2) Die deutsche Darbietung beginnt. Angesichts der derzeitigen politisch-ökonomischen Resentiments in Teilen von Europa gegen Deutschland hätte ich mir eine Präsentation voller Understatement gewünscht. Aber Pustekuchen. Da steht Cascada auf erhobenem Glaspodest und fängt an, die Herrlichkeit (glorious = herrlich, ruhmreich) auf Englisch zu besingen. Der Schock setzt ein… aber Erleichterung ist nicht in Sicht. Was ist mit diesem “Möchte-gerne-ein-Cha-Cha-Cha-Kleid-sein” los? Ich gehe gerne in Dance Clubs (obwohl ich nicht mehr die Jüngste bin) und da kommen dann manchmal so Brautjungfern nach überstandener Hochzeit zu später Stunde an. Die tragen auch so unpassende Fummel, nur nicht so glitzernd (und die werden teilweise entsprechend abgerissen). Das Kleid war für mich nicht weniger schockierend als der Pulli aus dem Vorstellungsfilm. Naja, das kann man ja STIMMLICH übertünchen. Oder? Denkste! Die Stimme reicht vielleicht für so manche Doktorei im Tonstudio oder für Live-Konzerte vor biertrinkendem Publikum – aber doch bei Gott nicht für ein 125 Millionen Publikum. Lebe ich zu lange in Amerika? Erwarte ich zu viel, wenn ich meinen Maßstab an blutjungen American Idol Gewinnern festmache (sprich: die neu-gekrönte Candice Clover)? Und dann singt Cascada “we are young” (wir sind jung). Das mag ja stimmen, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Teilnehmern, steht Cascada eher wie eine alte Dame da. Was ist nur los mit diesem Lied? Als Diskodauersong sicherlich zu gebrauchen, aber bei diesem Wettbewerb unterirdisch schlecht.
3) Politisches: Sicherlich waren einige EU-Länder schon aus Prinzip nicht bereit, Punkte an Deutschland vergeben wollen. Aber aus dem nicht-europäischen Ausland kam ja auch kaum etwas. Vielleicht teilen sie einfach nur meinen Geschmack.
4) ESC-Regeln: Wenn man den Misserfolg irgendwie wegreden möchte, dann sollte man sich vielleicht auch auf die Big-5 Regel beziehen. Wenn die großen 5 Länder automatisch zum Finale qualifiziert werden, was kommerziell sicherlich nachvollziehbar ist, dann aber (bis auf Italien) reichlich scheußliche Beiträge abliefern, dann wäre ich als Jury eines Landes, das vorzeitig ausgeschieden ist, mit meinen Punkten für die Big 5 auch spärlich umgegangen. Nicht alle, die es nicht zum Finale geschafft haben, waren schlecht oder weniger final-tauglich als die Big 5!
5) Darbietung versus Vorjahr: Da kann ich nur sagen “schlecht gelaufen”. Das deutsche Lied ist zwar keine direkte Nachempfindung, aber vom Aufbau und von der Stimmung her scharf dran. Der Song letztes Jahr war komplexer und besser dargeboten. Aber der Gerechtigkeit wegen muss ich auch zugeben, dass die diesjährige Gewinnerin nie gewonnen hätte, wenn Shakiri mit “Hips don’t lie” oder ähnlichen Songs letztes Jahr für, sagen wir, Spanien angetreten wäre. Da wäre die Ähnlichkeit noch viel größer gewesen.
Also im Endresultat war die deutsche Darbietung ein “herrlich” absehbarer Schuss in den Ofen. Die Bewertung ist hart, aber nachvollziehbar.
Gibt es denn keine tollen deutschen Musiker, die sich zusammenraufen können und gemeinsam ein Lied zusammenbasteln können, dass Deutschland ein sentimentaleres oder unerwartetes Antlitz fern von ökonomischer, politischer und fußballerischer Macht per kontra-stereotypscher Darbietung (Text, Komposition und Interpretation) verleihen könnten?
PS: Ich bin immernoch deutsche Patriotin. Am 25. Juni werde ich, als gestandener Bayern Fan, feiern. Egal wer gewinnt!