Deutschland

Deutscher Vorentscheid: Das ist der Fragebogen für das Europa-Panel

Wer in Levinas Fußstapfen treten wird, entscheidet zu einem guten Teil die Europa-Panel Jury. Diese ist zwar nach dem heutigen Info-Abend des NDR in München zu einem Deutschland-Panel zusammengeschmolzen. Die Fragen, auf deren Basis die Auswahl der Mitglieder erfolgt, sind aber dieselben. Wir haben den Fragebogen gemacht und die einzelnen Fragen für Euch dokumentiert.

Das Prozedere zum deutschen Vorentscheid 2018 konkretisiert sich. Wie der NDR bei seinem Info-Termin in München noch einmal verdeutlichte, wird der Europa-Panel aus 100 Personen aus Deutschland zusammengestellt, die so ausgewählt sind, dass sie das europäische ESC Wahlverhalten gut reflektieren. Das deutsche Televoting-Verhalten würde die jeweilige ESC-Top-10 sehr gut widerspiegeln.*

Der Aufruf zur Teilnahme am Screening-Fragebogen, über den die passenden 100 Panelisten rekrutiert werden sollen, wird seit einigen Tagen auf Facebook ausgespielt. Das Feedback aus dem Fan-Universum (fast jeder hat diesen Aufruf schon einmal gesehen) spricht dafür, dass das hinterlegte Zielgruppen-Targeting nicht allzu spitz ist. Außerdem hätten mittlerweile 15.000 Menschen den Fragebogen ausgefüllt, so hieß es am Abend in München.

Folgt man dem Aufruf, kommt man zunächst auf die folgende Startseite, auf der Das Erste und das Beratungsunternehmen Simon Kuchen & Partners als Absender aufgeführt sind. Das Incentive, also der Anreiz zu Teilnahme, ist vergleichsweise überschaubar: zwei iPads. Für die meisten dürften aber ohnehin die Neugier und die Aussicht, Bestandteil des weiteren Auswahlprozesses zu sein, die wichtigeren Motive sein.

Es folgen zwei Einstiegsscreenings, die möglicherweise als Filterfragen dazu dienen, Personen mit völlig ESC-inkompatiblen Musikgeschmack und ausgeprägtem Desinteresse an Musikshows aus der Befragung zu nehmen.

Eine weitere Frage prüft die Aktivierung des Befragten in Abstimmungsprozessen von Musikwettbewerben – eine Frage, deren Relevanz sich nicht sofort erschließt.

Kern der Befragung ist die Bewertung von zweimal sechs Musikvideos, von denen sich die Befragten jeweils 30 Sekunden vollständig anschauen sollen.

Jedes Video wird für sich nach dem Anschauen bewertet und zwar nach Gesamturteil, Sympathie für Sänger/Sängerin/Gruppe, Gefallen des Liedes und der Bühnengestaltung. Da die beteiligten Unternehmen Simon Kucher und digame mobile vermutlich über keine Vergleichswerte verfügen, dient diese Differenzierung am ehesten der eigenen Erkenntnis, welchen Einfluss die drei Aspekte auf die Gesamtbewertung eines Auftritts haben.

Ein Bezug zu vorliegenden Daten kann wenn überhaupt nur durch digame mobile erfolgen, die ja in der Vergangenheit für die Abwicklung des Votings beim ESC verantwortlich waren. Auf Basis der von konkreten Mobilnummern abgegebenen Votings können sie z. B. auswerten, für welche verschiedenen Beiträge von denselben Zuschauern abgestimmt wurde.

Im ersten Block stehen ESC-Beiträge aus dem Jahr 2014 im Fokus, drei aus dem ersten und drei aus dem zweiten Semi. Alle sind kein klassischer Mainstream-Pop (wobei das nur bedingt für Sanna Nielsen gilt), und alle haben sich – unterschiedlich deutlich – fürs Finale qualifiziert.

  • Tinkara Kovač – Round and round (Slowenien)
    Platz 10 im zweiten Semi, Platz 25 im Finale (25. im Televoting, 24. bei Jury)
  • Carl Espen – Silent Storm (Norwegen)
    Platz 6 im zweiten Semi, Platz 8 im Finale (16. im Televoting, 9. bei Jury)
  • Donatan & Cleo – My Słowianie (We Are Slavic) (Polen)
    Platz 8 im zweiten Semi, Platz 14 im (5. im Televoting, 18. bei Jury)
  • Pollapönk – No Prejudice (Island)
    Platz 8 im ersten Semi, Platz 15 im Finale (12. im Televoting, 15. bei Jury)
  • Aram Mp3 – Not Alone (Armenien)
    Platz 4 im ersten Semi, Platz 4 im Finale (3. im Televoting, 5. bei Jury)
  • Sanna Nielsen – Undo (Schweden)
    Platz 2 im ersten Semi, Platz 3 im Finale (4. im Televoting, 2. bei Jury)

 

Nach der Einzelbewertung der sechs Beiträge werden die Befragten aufgefordert, die Lieder in eine Reihenfolge zu bringen.

Für den persönlichen Favoriten wird anschließend abgefragt, ob man sich diesen Titel kaufen, ihn streamen oder nichts von beidem machen würde – eine typische Abfrage zur Aktivierungsleistung eines Produkts bzw. hier eines Beitrags/Liedes.

Da ESC-Fans natürlich alle Beiträge und im Zweifel auch deren Platzierung kennen (und sie deshalb ggf. strategisch bewerten könnten), wird anschließend gefragt, wie viele Lieder der Befragte bereits vorher kannte. In den AGB der Befragung steht, dass erwartet wird, dass die Fragen „vollständig und ernsthaft“ beantwortet werden. Damit dürfte davon ausgegangen werden, dass Personen, die hier „Ich kannte keine“ anklicken, bevorzugt ins EuropaDeutschland-Panel kommen.

Im zweiten Block stehen ESC-Beiträge aus dem Jahr 2016 im Fokus. Diesmal kommen gleich fünf Songs aus dem ersten Semi. Wiederum sind viele von ihnen nicht Mainstream und alle schafften es ins Finale. Auffälliger jedoch: bei den meisten gehen Jury- und die Televoting-Platzierungen deutlich auseinander. Womöglich werden für das Panel Personen gesucht, die eher den Jury-Geschmack oder den Publikums-Geschmack repräsentieren?

  • Zoë – Loin d’ici (Österreich)
    Platz 7 im ersten Semi, Platz 13 im Finale (8. im Televoting, 24. bei Jury)
  • Douwe Bob – Slow Down (Niederlande)
    Platz 5 im ersten Semi, Platz 11 im Finale (17. im Televoting, 11. bei Jury)
  • Michał Szpak – Color Your Life (Polen)
    Platz 6 im zweiten Semi, Platz 8 im Finale (3. im Televoting, 25. bei Jury)
  • Sergej Lazarev – You Are the Only One (Russland)
    Platz 1 im ersten Semi, Platz 2 im Finale (1. im Televoting, 5. bei Jury)
  • Gabriela Gunčíková – I Stand (Tschechien)
    Platz 9 im ersten Semi, Platz 25 im Finale (26. im Televoting, 21. bei Jury)
  • Minus One – Alter Ego (Zypern)
    Platz 8 im ersten Semi, Platz 21 im Finale (15. im Televoting, 20. bei Jury)

 

Nachdem auch diese sechs Beiträge wieder gerankt wurden, geht es an die bekannte Soziodemografie.

Warum der Familienstand und die Anzahl der Kinder wichtig sein soll? Womöglich um tragisch veranlagte ESC-Fans herauszufiltern (nur für den Fall sei darauf hingewiesen, dass das eine das andere heute gar nicht mehr ausschließen muss). Ebenfalls denkbar: Kinder im Haushalt können das Abstimmungsverhalten beeinflussen. Das gilt allerdings eher bei einer Show selbst als bei einem Jury-Bewertungsverfahren…

Durchaus eine relevante Frage beim ESC ist die nach dem kulturellen Hintergrund der Eltern, da etliche Einwandererkinder selbst in der dritten Generation offenbar die Notwendigkeit verspüren, beim ESC für ihr vermeintliches Heimatland anzurufen. Das gilt auch für einen der Prinz-Blogger.

Die berufliche Situation dürfte höchstens für die Gewichtung der Fälle im Abgleich mit der Gesamtbevölkerung eine Rolle spielen.

Zum Abschluss die Frage der Fragen:

Die Auswahl der Panelisten scheint nun sehr zügig zu gehen: in zehn Tagen werden die Auserwählten informiert. Diese Geschwindigkeit ist nicht besonders ambitioniert, wenn es eine klare Datenauswertungsstategie gibt: die Daten aus der Befragung liegen elektronisch vor und müssen nur fix bereinigt werden. Systematische Falschausfüller und Fälle mit denselben E-Mail-Adressen sollten dabei eliminiert werden. Anschließend kann die Datenanalyse erfolgen. Bei der klaren Zielstellung ist das eine Frage von wenigen Stunden, im Zweifel zwei bis drei Tagen.

Allen, die auf die Erhebung in den ESC-Adelsstand in Form der Berufung in das Deutschland-Panel hoffen, viel Erfolg!

*Der erste Absatz nach dem Umbruch ist eine aktualisierte Version des Ursprungstextes  (vgl. dazu auch den Kommentar von Thomas Schreiber unten).

ESC-News

46 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Cedric (T0mb0)

    08.11.2017 | 06:39

    Da ich die Fragen tatsächlich „ernsthaft“ ausgefüllt habe, dürfte ich nicht die leiseste Chance haben, ins Panel zu kommen :D

  2. Jorge

    08.11.2017 | 08:27

    Hat sich bisher wohl schon jeder ausser mir beworben. Von den 90% Fans bleiben sicher 50 im Fan-Panel kleben. Es lebe der Klischeegeschmack!
    Ich habe den Link an ein paar Bekannte weitergeleitet, die NICHT aus der Bubble sind, aber den ESC grundsätzlich mögen & regelmäßig sehen.

  3. togravus

    08.11.2017 | 09:03

    Klingt nach pseudowissenschafltichem Humbug.

  4. Matty

    08.11.2017 | 09:10

    Habe auch mitgemacht und bin gespannt, ob es klappt.

  5. Jorge

    08.11.2017 | 09:26

    @togravus:
    Humbug eher nicht. Die Fragen zielen ja nicht unbedingt auf DEN speziellen Musikgeschmack des Bewerbers ab, sondern ob man ein „Song gefällt mir (nicht)“ auch plausibel & widerspruchsfrei aus den Komponenten Sänger/Lied/Inszenierung herleiten kann. Und wer sich bei angegebenem Musikgeschmack und den Vorlieben der einzelnen Songs zu stark widerspricht, ist wohl unabhängig von Gruppenzugehörigkeit schnell raus.

  6. eurohawk

    08.11.2017 | 09:58

    LOL

    Das „Euro-Panel“ wird also aus 100 deutschen „Fan-Wahnsinnigen“ bestehen?! ;) Dann sollte sich die ARD Aufwand und Kosten lieber sparen und Onkel Ralphie gleich das Freilos geben. Glückwunsch Herr Schreiber!

  7. togravus

    08.11.2017 | 09:59

    @ Jorge, ich bleibe trotzdem bei Humbug, weil, wenn man nur ein bisschen vom ESC versteht, der Unterschied zwischen dem persönlichen Geschmack und den Erfolgsaussichten wichtig ist. Ich mag z. B. die naiv-leicht süßliche Tinkaranummer, würde Vergleichbares aber niemals als deutschen ESC-Beitrag empfehlen.

    Und was soll ein Musikgeschmack sein, der sich widerspricht? Ich mag ‚Shady Lady‘, ‚Oro‘, ‚Deli‘, ‚The Fire in Your Eyes‘, ‚Pokušaj‘, ‚Senhora do Mar‘, ‚This Is My Life‘, ‚Zemrën e lamë peng‘, ‚Divine‘, ‚Let Me Love You‘ and ‚Complice‘, um nur Lieder eines einzigen Jahrgangs zu nennen. Das sind doch lauter Widersprüche in sich. Welcher Algorithmus soll denn damit zurechtkommen? Würde ich dann also aussortiert werden, weil sich mein Geschmack nicht so leicht kategorisieren lässt, obwohl ich seit 2003 alle Sieger außer 2008, 2013 und 2015 richtig vorausgesagt habe?

    Ist aber eh eine hypothetische Frage, weil ich mich nicht bewerben werde. :-)

  8. Bandido

    08.11.2017 | 10:39

    @togravus
    Ich bin da ganz bei dir. Ich find das alles auch völliger Murks.
    Mal wieder der Beweis, dass beim NDR keine Musikliebhaber, sondern studierte Marktforscher und Betriebswirtschaftler mit Empirie-Fetisch sitzen. Wir algorhythmieren uns einen ESC-Act.

  9. togravus

    08.11.2017 | 10:42

    @ Bandido

    Die hätten mal auf Salvador hören sollen: Music is feeling.

  10. togravus

    08.11.2017 | 10:43

    Ach ja, kann sein, dass ich heute spamme. Ich hatte früh morgens eine Wurzelbehandlung. Bin zuhause und zu nichts zu gebrauchen. Entschuldigung im Voraus. LOL

  11. Cal X

    08.11.2017 | 11:13

    @Jorge: Wie genau definierst du eigentlich „Klischeegeschmack“? Geht es um die immer etwas stutenbissigen Helene-Fans oder um die Spezialisten, die nach eigenem Bekunden „nur ESC-Musik“ hören und alle anderen Songs im Universum, über alle Genres hinweg, schlichtweg nicht ertragen können?

  12. Manboy

    08.11.2017 | 14:15

    Die Mitglieder des Europa-Panel müssen dann später nach Hamburg fahren und eine Vorauswahl treffen oder wie muss man sich das vorstellen?
    @togravus
    Du Armer. Alles Gute für dich und eine schnelle Genesung!!! Hatte dieses Jahr auch eine Zahn-OP (Entfernung eines Weisheitszahnes) ohne Narkose und bin froh, dass ich überhaupt noch lebe ;))

  13. christian_s

    08.11.2017 | 16:11

    Heute kam eine E-Mail, dass man eine Runde weiter ist.

    Wieder musste man 2×6 Titel bewerten.

    Diesmal aus dem Jahr 2017.

    Dann gab es auch eine Frage, ob man bereit ist, hinzufahren (2x).

    Die Reisekosten werden erstattet.

    Bekanntgabe der endgültigen Teilnehmer: innerhalb den nächsten 14 Tagen (glaube ich), oder waren es 10 Tage?

  14. Philip

    08.11.2017 | 16:16

    Mir als Teilnehmer wurde jetzt eine E-Mail geschickt. Ich muss jetzt nochmal 2 mal 6 Songs bewerten. Ging diese Email an jeden oder bin ich schon in einer Auswahl? :D

  15. Philip

    08.11.2017 | 16:16

    Ah gerade gelesen:
    Herzlichen Glückwunsch! Aus den vielen tausend Interessenten bist du in der engeren Auswahl für unser Europa-Panel!

    Du kennst das Verfahren: Wir bitten dich ein letztes Mal, 2 x 6 Video-Clips zu bewerten.

    Wenn du auch in dieser Runde weiterkommst, hast du das Ziel erreicht und wir laden dich zeitnah zu einem Vor-Ort-Termin ein.

  16. Cedric (T0mb0)

    08.11.2017 | 16:24

    „Da ich die Fragen tatsächlich „ernsthaft“ ausgefüllt habe, dürfte ich nicht die leiseste Chance haben, ins Panel zu kommen :D“

    Edit: Ich hab gerade dieselbe Mail wie @Philip bekommen ^^

  17. Phil

    08.11.2017 | 16:34

    Ich habe auch solch eine Mail eben erhalten :)

  18. Patsch

    08.11.2017 | 16:52

    Dito. Scheinbar hat die jeder bekommen :D

  19. Thomas Schreiber

    08.11.2017 | 17:02

    Faktencheck

    Sehr geehrter Herr Dr. Peters-

    schön, dass Sie über einen Termin schreiben können, bei dem Sie nicht anwesend waren.

    Sie schreiben: „Wie der NDR bei seinem Info-Termin in München erklärte, habe man sich entgegen ursprünglicher Äußerungen dafür entschieden, auf 100 Personen nur aus Deutschland und nicht in ganz Europa zurückzugreifen.“

    Daran ist folgendes falsch:

    1. Zu keinem Zeitpunkt hat der NDR erklärt, das Europa-Panel aus Europa zu besetzen. Vielmehr zeigen wir in unserer Präsentation, dass die Deutschen Fernsehzuschauer in den letzten Jahren mit ihrem Televoting dem internationalen Endergebnis am nächsten von allen Nationen lagen. Daraus schließen wir, dass wir das Europa-Panel aus Deutschland besetzen können – deshalb der Fragebogen auf Deutsch und nicht in anderen Sprachen.

    2. Sie kommentieren: „Das Prozedere zum Deutschen Vorentscheid 2018 bestätigt einmal mehr, dass es nicht bis ins letzte Detail durchgeplant ist.“ Zu keinem Zeitpunkt haben Sie mit mir oder einem meiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Team gesprochen, Sie beziehen sich auf einen Termin, bei dem Sie nicht waren – Hauptsache, Sie haben eine Meinung. Eine journalistische Grundregel verlangt mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen – haben Sie nicht. Das nenne ich unseriös.

    Ihre Aussage und Ihre Bewertung ist schlicht falsch. Wir haben über einen langen Zeitraum alles geplant und vorbereitet.

    Haben Sie einmal darüber nachgedacht, wie es den Menschen bei digame mobile und Simon-Kucher + Partners geht, wenn die jetzt solche Kommentare lesen? Fragen Sie sich, wie sich Kandidaten auf die Kommentare in den Blogs freuen, oder ob Musiker bei der Jury mitmachen möchten, wenn hier immer alles lustig niedergemacht wird?

    Konstruktive Kritik gerne. So wie oben nicht.

    Abendlicher Gruß aus Frankfurt

    TS

    PS Peter Rensmann hat inzwischen Ihren Text geändert, weil ich meine Kritik dort telefonisch vorgetragen habe.

  20. Andreas Bay

    08.11.2017 | 17:02

    Ja, ich habe auch so eine Mail bekommen! ;)

  21. Marco

    08.11.2017 | 17:06

    Anscheinend hat tatsächlich Jeder die „Glückwunsch-Mail“ erhalten.
    Vielleicht haben einfach so wenige mitgemacht, dass alle für die 2. Runde ausgewählt wurden ;D

  22. Cedric (T0mb0)

    08.11.2017 | 17:33

    @Marco

    Irgendwo habe ich gelesen, dass 15.000 Leute mitgemacht haben. Am Anfang der neuen Umfrage steht ja auch, dass man aus mehreren tausend Mitbewerbern in die engere Auswahl gekommen ist. Also entweder haben wir alle gute Antworten gegeben oder man belügt uns :D

  23. Chris

    08.11.2017 | 17:35

    Nein, es hat nicht jeder diese Mail bekommen. Ich bin wohl leider raus – schade drum!

  24. Saphira

    08.11.2017 | 17:43

    Ich hab die Mail nicht bekommen – jeder kann sie also nicht erhalten haben. ;-)

  25. cars10

    08.11.2017 | 17:52

    Ich kann Euch alle beruhigen: Ich habe keine email bekommen. Mutmaßungen über das Warum sind müßig, aber ich versuch‘s mal: Alter, Wohnort, Einschätzung der Lieder bzw des russischen Schrotts sowie Ablehnung von Sanna, Gefallen an Pollapönk sowie Tschechien und AramMP3, etc etc. So geht Marktforschung, wenn die Quoten voll sind und man den Durchschnitt (=Televoting) gut abdecken will, dann fallen die interessanten Ränder halt runter :-).

  26. togravus

    08.11.2017 | 18:11

    Hoher Besuch. *macht nen Hofknicks*

  27. Patsch

    08.11.2017 | 18:28

    Und ich dachte schon das ein Kreuz bei „Schlager“ als Musikgeschmack das Ausschlusskriterium ist :D Glücklicherweise nicht.

  28. alkibernd

    08.11.2017 | 18:41

    Herr Dr. Schreiber hat offenbar nicht nur viel zu viel Geld für das Entwickeln-Lassen von Nonsens-Fragebögen, das er besser in Musik oder eine spannende VE-Show stecken sollte, er hat offenbar auch noch zu viel Zeit, die er besser für die Vorbereitung seiner hier heiß ersehnten Demission nutzte.

  29. Usain

    08.11.2017 | 18:41

    Und ich hab die Mail auch bekommen. Glaube aber nicht ernsthaft an ein Weiterkommen für mich. Schließlich hab ich in dieser neuen Runde Il Volo und Polina Gagrina mies bewertet und für meine Lieblinge Gabriele Guncikova und Edurne viele Punkte vergeben… Und das sah ja bekanntlich das Publikum in der Bewertung komplett anders.

  30. alkibernd

    08.11.2017 | 18:47

    Und es ist unglaublich, dass Herr Dr. Schreiber sich – abseits von Richtigstellungen in der Sache – in diesem arroganten und belehrenden Ton hier äußert. Meint er denn, er habe mit den Prinz-Bloggern seine NDR-Hofberichterstatter vor sich?

    Endlich Rücktritt !

  31. Saphira

    08.11.2017 | 19:12

    Ich muss sagen, dass ich es unseriös finde, den Auswahlbestandteil Europa-Panel zu nennen, wenn es sich de facto um ein Deutschland-Panel handelt. Egal, was damit ausgesagt werden soll, es wird zunächst erst einmal falsch verstanden…und – das ist jetzt meine persönliche Wertung des Ganzen – ich denke, dass ist auch so gewollt seitens der Verantwortlichen. In der Werbung würde man eine solche Irreführung mit dem goldenen Windbeutel prämieren.
    Von daher finde ich es sehr schade, dass Douze Points den Absatz wegen der Kritik von Herrn Schreiber geändert hat. Er (also der ursprüngliche Absatz) hatte nämlich in meinen Augen durchaus seine Berechtigung.

  32. biobanane (210)

    08.11.2017 | 20:25

    Ja ich bin dann wohl auch drausen. Schade, habe mir eingebildet, dass ich bei den internationalen Vorentscheiden sehr häufig recht gut beurteilen konnte, wer Chancen hat ins Finale zu kommen und habe auch schon dreimal den späteren Sieger/Siegerin beim ersten Hören den möglichen Sieg vorausgesagt. Aber diesmal wird wohl wirklich der Normzuschauer gesucht, der sich nicht überlegt, ob ein Titel Chancen hat, sondern dessen Geschmack in der Mitte liegt. Kann natürlich auch schief gehen, wir ja hatten die letzten Jahre ja eher ausgefallenen Titel weit vorne

  33. biobanane (210)

    08.11.2017 | 20:38

    @Saphira Euro kann natürlich auch eine Abkürzung von Eurovison sein, wir sollten da nicht wortklauberisch sein. Der NDR darf machen was er will und das Ganze auch nennen wie er will. Wir sollten uns mit der Kritik einfach mal zurückhalten, bis die Sache gelaufen ist. Danach dürfen wir dann wieder schimpfen und das ist auch gut so. Es geht hier um den Teilnehmer einer Fernsehsendung und nicht um eine demokratische Wahl.

  34. Saphira

    08.11.2017 | 21:03

    Biobanane, ich schimpfe, wann ich will. *lach* Und ich hab ja mit dem Auswahlprozedere und der Besetzung nur mit „Deutschen“ (das umfasst jetzt alle, die der deutschen Sprache mächtig sind, unabhängig von Herkunft etc.) kein Problem. Ich finde es nur sehr schade, wie Herr Schreiber hier schimpft und dass die Blogger Einknicken, obwohl der NDR auch erstmal vor seiner eigenen Tür kehren könnte, da sie die spitze Kritik durch die Namensgebung des Panels selbst zu verantworten haben.

  35. Frederic

    08.11.2017 | 21:42

    Dass hier von offizieller Seite so genau mitgelesen und sogar auch kommentiert wird finde ich ja grundsätzlich schon erfreulich und auch die zunehmende Transparenz/Offenheit ist lobenswert. Aber die Art wie der Chef höchstselbst an mehreren Fronten mitmischt, erscheint in der augenscheinlichen Gereitzheit („assoziale Netzwerke“, „unseriös“) beinahe trumpesk.
    So rein aus Fanperspektive empfand ich obigen Bericht bei weitem nicht so abwertend, wie Schreiber es darstellt. Dass die Bezeichnung „Europa-Panel“ in ihrem Sachverhalt zumindest verwirrend ist, lässt sich m.E. kaum bestreiten und der scheinbare Vorwurf, dass der NDR „es nicht bis ins letzte Detail durchgeplant“ habe, meint in meinen Augen nur, dass noch nicht alles in Stein gemeisselt ist, oder wie es der OGAE Germany formulierte: „hier scheint sozusagen noch alles im Flow zu sein“.
    Insgesamt habe ich eigentlich den Eindruck, dass die Stimmung im Fanlager nach anfänglicher Skepsis überwiegend wohlwollend oder vorsichtig hoffnungsvoll ist.

  36. Tobiz

    08.11.2017 | 22:01

    Ich habe auch so eine E-Mail bekommen, jedoch habe ich die Sorge tatsächlich ausgewählt zu werden und dann im worst case schon vor dem Vorentscheid zu erfahren „Hey, Deutschland hat keine Chancen“.

  37. Faxe

    08.11.2017 | 23:00

    Applaus, DP!

    @togravus Pseudowissentschaftlicher Humbug trifft es eigentlich schon ganz gut, geht aber auch als Faxenkram durch. Tauchen nicht noch’n paar zugkräftige Namen auf wird’s wieder kein Schwein interessieren aber der dünnhäutige Herr Schreiber bleibt wie immer zuversichtlich. *gig* Ist eigentlich auch egal was wie kritisiert wird, der soll mal nicht so tun als hätte er jemals wirklich reagiert, wenn Jahr für Jahr der gleiche Bockmist ausgeteilt wird. Aber hoch zu Ross einen auf volksnah machen, solche Typen habe ich gefressen.

  38. Daniel

    09.11.2017 | 00:31

    Wird noch einmal aussortiert

    Es kommt noch ein letzter Fragebogen mit 2×6 Songs aus 2015 und 2017 !

    Darunter Videos von Slowenien , Israel, Russland, Italien ,Rumänien & Spanien aus 2015 , sowie Frankreich, Belgien, Bulgarien, Ukraine, Moldawien & Dänemark aus 2017.

    Dann wird unter den letzten paar Hunderten noch einmal ausgesiebt, bis dass die 100 am Ende feststehen (Zeitraum der entscheidenden Mail 14 Tage) . Dann wird man zu 2 Vorabmeetings eingeladen und natürlich auch zum TV-Vorentscheid . Kosten werden erstattet .

  39. sunny42

    09.11.2017 | 07:50

    Die nehmen sowieso nur Deutsche,viel Wirbel um nichts.

  40. Kay

    09.11.2017 | 08:26

    Wie war es bei euch? Am Ende der Befragung wurde Name und Nachname und Geburtsjahr erfragt, aber nicht mal die E-Mail Adresse?!
    Ist der Link aus der Mail an die vorherigen Daten geknüpft?

  41. Matty

    09.11.2017 | 09:00

    @Kay

    Ja, die E-Mail-Adresse aus der ersten Befragung ist bereits erfaßt worden.

  42. Douze Points

    09.11.2017 | 09:12

    Lieber Herr Schreiber,
    schade, dass Sie nicht gleich mit mir direkt gesprochen haben. Gern lasse ich Ihnen meine Kontaktdaten noch einmal zukommen.
    Richtig ist, dass ich vorgestern nicht beim München-Termin dabei war. Richtig ist aber auch, dass ich den Bericht von Georg Florian Sondermayer vom vorgestrigen Abend auf der OGAE-Facebook-Seite als Grundlage für meinen Artikel genommen habe. Diesen konnte ich als Quelle nicht verlinken, weswegen ich dann ganz darauf verzichtet habe. Mein journalistischer Fehler.
    Man kann es darüber hinaus als meinen Fehler ansehen, dass ich – wie offenbar auch viele andere – aus dem Begriff „Europa-Panel“ abgeleitet habe, dass hier Personen aus Europa zu Wort kommen sollen und nicht, dass damit ein Panel aus Deutschen gemeint ist, das eine Meinung hat wie Europa im Ganzen. Man kann aber auch der Meinung sein, dass hier der Absender einen missverständlichen Namen für das Panel gewählt hat.
    Zu Ihrem zweiten Punkt. Auch hier bezog ich mich auf den OGAE-Bericht. Dort heißt es: „Wie geht’s weiter? Gute Frage, hier scheint sozusagen noch alles im Flow zu sein. Ob es mehrere Shows geben wird? Wann die Show sein wird? Wie das Voting während der Show sein wird? Ob auch mal wieder deutsche Vertreter der vergangenen Jahre im Intervall-Act zu sehen sein werden?“
    Zu ihren letzten Fragen: Aufgrund meiner Erfahrung als und mit Unternehmensberatern weiß ich, dass das denen im Rahmen des beauftragten Projekts gezahlte Honorar ausreicht, um über solche Anmerkungen Dritter erhaben zu sein.
    Herzliche Grüße
    Ihr Douze Points

    PS: Ich werde an Ihrem Roadshow-Termin in Hamburg nicht teilnehmen können, da ich seit über einem halben Jahr ein verlängertes Wochenende in Schweden geplant habe und von diesem erst am Dienstag wiederkehre. Dort werde ich an einigen Veranstaltungen der dreitägigen öffentlichen Feierlichkeiten aus Anlass von Christer Björkmans 60. Geburtstag teilnehmen.

  43. Matty

    09.11.2017 | 10:46

    Tante Christer wird 60???

  44. Jorge

    09.11.2017 | 11:21

    @togravus, bandido: Finde das Verfahren selbst anfällig für Mehrfachbewerber und aus dem Dunstkreis der ESC-Fans hätte ich keine 10% Panelmitglieder besetzt. Wenn man so hört, wer aus der Community eine Einladung zur nächsten Runde erhalten hat, wäre ich total bei euch. Will aber ein Sortierverfahren per se nicht verteufeln. Die Zahl von 100 Panels ist schon sehr hoch (befürchte, dass dadurch schon Aussergewöhnliches nivelliert wird), aber wenn man so viele möchte, muss man natürlich erstmal die Gewinnspiel-Blindschleichen und hoffentlich allzu identische (gleichgerichtete) Typen aussortieren. Hatte gestern Zeit und habe mir den Spass einfach mal gegönnt – sicher ohne Chancen, da zu spät und da Sanna & Co mies wegkamen.

  45. Jorge

    09.11.2017 | 11:28

    @Cal X:
    An erster Stelle kommen die Fans mit dem ESC-Sonderstellungsmerkmal-Komplex, mit Hang zu getragenem, pompösen Drama und Divenkomplex (laut & schrill), teilweise auch mit Musicalattitüden. An zweiter kommt die Spaßtruppe mit Einreisestempel von Mellodistan im Pass, die euphemistisch von Schlagerpop reden (weil da ein kastrierter Beat unterlegt ist), welche meistens die aus meiner Sicht falschen Songs beim MF bevorzugen. Die dritte Gruppe sind die tragischen Staubfänger, für die moderner Pop nur Teufelszeug ist und wegen der g’d ol‘ days ihr Refugium beim ESC suchen. Und in allen findet sich nur ein geringes Interesse an Popkultur.

  46. micha

    09.11.2017 | 16:04

    Beim Lesen des Posts von Herrn Schreiber kam mir der Gedanke, ob ihm möglicherweise das 1:1 Reinsetzen des Fragebogens nicht gepasst hat. Wenn einem die einzelnen Fragen und Videos vorher bekannt sind, geht man ganz anders an die Abstimmung ran und könnte – wenn man will – den Fragebogen so ausfüllen, dass man in die zweite Runde reinrutscht …

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