Deutschland

Die eigentliche Welt von Axel Feige – Diazpora in Concert

Axel Feige

Samstag Abend, zwei Tage nach dem deutschen Vorentscheid: Während die eingefleischte ESC-Gemeinde sich vor den Laptops versammelt hat, um südwärts nach Spanien und Italien zu schauen, haben sich die Blogger Peter und Jan in den Hamburger Mojo-Club aufgemacht, um Axel Feige und seine Band Diazpora zu sehen. Die feierten nämlich an diesem Abend die Release-Party ihres neuen Albums “Islands” mit einem ausgedehnten Konzert und sich anschließender Tanznacht.

Geschätzte 300 Zuschauer hatten sich im fast ausverkauften Mojo-Club eingefunden, um mit den insgesamt acht Bandmitgliedern abzufeiern. Und die hatten wirklich einiges zu bieten – und zwar rund 100 Minuten Crossover aus Funk, Soul und Jazz, dass die Wände nur so wackelten! Dabei wurde eine kluge Mischung aus schnelleren und sehr gut tanzbaren Nummern und auch ein paar ruhigeren Stücken gefunden. Insbesondere wurde Wert darauf gelegt, dass jeder der Acht zwischendurch auch mal glänzen konnte. Die verschiedenen Soli von Saxophon, Trompete, Gitarre, Bass und Drums ernteten einen frenetischen Jubel des überaus begeisterten Publikums.

Axel Feige DiazporaAxel Feige Diazpora

Im bunt gemischten Publikum mit überproportionalen Hipster-Anteil fanden wir übrigens - neben Axel auf der Bühne – durch Zufall dann auch noch eine weitere Person mit ESC-Bezug: Keine Geringere als Jane Comerford, Leadsängerin von Texas Lightning wollte sich den rasanten Auftritt der Diazpora-Jungs auf keinen Fall entgehen lassen. So ergab sich die Gelegenheit, sich gemeinsam noch einmal kurz der Nostalgie hinzugeben und über den ESC 2006 in Athen zu schwärmen – in einem Jahr, in dem der deutsche Beitrag “No No Never” zwar auch nicht vorne landete, aber zwei Monate an der Spitze der deutschen Singlecharts stand.

Jane Comerford Jan Peter Texas Lightning

Aber zurück zum Konzert und vor allem zu Axel: Seit gut anderthalb Jahren ist er der Leadsänger von Diazpora und war an diesem Abend nicht wiederzuerkennen gegenüber dem Vorentscheid nur 48 Stunden zuvor. Ohne den sogenannten ”Man-Bun”, von Florian Silbereisen und Barbara Schöneberger in der Sendung “Unser Song 2017″ fälschlicherweise als “Pferdeschwanz” tituliert, trat Axel vor das Publikum und rockte zeitweise wie entfesselt mit fliegenden Haaren über die Bühne, so dass man sich verwundert die Augen reiben musste, wenn man seine ausgesprochen kontrollierten Auftritte vom  Donnerstag vor denselbigen hatte. Hier schien ganz offenbar jemand in seinem wirklichen Element zu sein und sich einfach sauwohl zu fühlen.

Axel Feige DiazporaAxel Feige Diazpora

Direkt im Anschluss an das Konzert konnten wir noch ein kurzes Interview mit ihm führen:

Hallo Axel, das war ja heute ein ganz anderer Axel als am Donnerstag – wie aus einer anderen Welt!

Stimmt, aber diese Welt gab es schon vor dem ESC für mich. Ich bin jetzt seit anderthalb Jahren mit den Jungs zusammen und immer wieder elektrisiert, wenn wir zusammen spielen. Dieser Soul schreit irgendwie immer aus mir heraus. Eine wirklich andere Welt als beim Vorentscheid – aber auch dort hat es mir richtig gut gefallen.

Was nimmst du für dich persönlich aus der Woche in Köln und aus der Live-Show mit?

Wahnsinnig viele neue Eindrücke und vor allem, dass die Fernsehwelt total anders funktioniert als die Konzertwelt. Man hat mich zum Beispiel darauf hingewiesen, dass ich mich nicht zu viel bewegen sollte, damit die Kamera mich gut einfangen kann. Dass gerade das dann hinterher kritisiert wurde, finde ich schade. Vielleicht hätte ich doch mehr mein eigenes Ding durchziehen sollen. Andererseits hätte das vielleicht nicht so zu den Songs gepasst.

Aber ich habe so viele positive Reaktionen auf meiner neuen Facebook-Seite erhalten, die ich extra für den Vorentscheid eingerichtet hatte. Darüber bin ich so glücklich, dass ich die Seite jetzt einfach behalte!

Hand auf´s Herz – wie gut haben dir die beiden Songs denn überhaupt gefallen?

Beide Songs sind natürlich etwas ganz anderes, als was ich sonst singe. Aber ich finde, beide hatten auch etwas, das die Seele anspricht. Zum Beispiel Levinas Version von “Wildfire” – eigentlich hätte ich sie damit lieber beim ESC gesehen. Und meine Version von “Perfect Life” hat mir auch richtig gut gefallen.

Axel Feige Jan Peter

Was sagst du zu der Jury und wie haben dir ihre Statements gefallen?

Am besten hat mir Florian Silbereisen gefallen. Der hat ganz klar erkannt, dass da ein “Mucker” auf der Bühne steht, der nicht so ausbrechen konnte, wie er gern gewollt hätte. Mit dem hab ich hinterher auch noch einen getrunken. Auch Lena fand ich super sympathisch.

Schade fand ich, dass man sich von Seiten der Moderation und von Tim Bendzko auf meine Kosten amüsiert hat, das fand ich irgendwie unpassend und fehl am Platz - so etwas gehört sich nicht!

Wirst du den ESC aus Kiew am 13. Mai am Fernseher verfolgen?

Natürlich! Ich will doch sehen, wie Levina sich dort schlägt. Ich muss sowieso sagen, dass wir uns alle in den Kölner Tagen total gut miteinander angefreundet haben. Konkurrenzgedanken gab es dort überhaupt nicht, wir sind alle völlig entspannt miteinander umgegangen. Und Helene hat mich erst gestern bei unserem Konzert in Kiel mit ihrem Freund besucht – das fand ich total süß von ihr!

Falls sich irgendwann noch einmal diese Frage stellen würde – würdest du dann noch einmal bei einem Vorentscheid antreten wollen?

Wenn es passen würde und ich dort mehr meinen eigenen Kram machen dürfte – dann auf jeden Fall!

Vielen Dank, dass du dir so kurz nach dem Gig die Zeit für uns genommen hast. Alles gute für dich und die Band und viel Erfolg mit Eurem neuen Album!

Wie gesagt: Das Album “Islands” sowie einen Konzertbesuch bei Diazpora können Peter und ich Euch allen nur wärmstens ans Herz legen - wir haben schon seit langem nicht mehr ein so leidenschaftliches und mitreißendes Konzert gesehen.

Axel Feige Diazpora

Hier deswegen zum Abschluss noch die nächsten Konzerttermine von Diazpora und Axel:

17. Februar – Köln (Klub Berlin)
18. Februar – Frankfurt/Main (Studio 294)
17. März – Paderborn (t.b.a.)
18. März – Nürnberg (t.b.a.)
29. April – Bremen (t.b.a.)

Ich kann mich nur nochmal wiederholen: Es lohnt sich! Weitere Infos findet Ihr auch auf der Homepage von Diazpora.

Axel Feige und MamaEin Kuss für die Mama!

Axel Feige Diazpora

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56 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Jorge

    14.02.2017 | 06:36

    Danke @Jan & Peter für Artikel & Interview. Finde echt super, dass ihr dran geblieben seid – Thumbs Up! Wenn ich gewusst hätte, dass ihr 2 Blogger da auftaucht … Ich hatte auch vorher mit dem Gedanken gespielt dort aufzuschlagen. OK, jetzt habt ihr zwei halt “Glück” gehabt. :-)
    -
    Ich fand den Subtext bei Florian Silbereisens Ansage (“mach Festivals & Konzerte”) eher unangenehm. Da schwang sowas Abgrenzendes mit, weil das auch suggeriert, “wir suchen hier aber was Anderes” (ähnlich bei Barbara). Aber geschenkt. Finde gut, dass Axel da keine Mauer baut. Schade, dass er beim VE mit leicht angezogener Handbremse performte und dass der Funke dann nicht auf’s Televoting überspringen konnte. Die Stimme hat er und wäre mal was Anderes gewesen.

  2. escfan05

    14.02.2017 | 06:41

    Was hat ihn daran gehindert beim ESC-Vorentscheid die Rampensau zu geben? Wenn man offensichtlich keine Lust hat, warum hat man sich beworben? Er wirkte auf mich total unsympathisch. Gesanglich war es okay, aber das wars aber auch schon. Mit dem wäre es in Kiew zu einem weiteren Debakel gekommen

  3. melodifestivalenfan

    14.02.2017 | 07:07

    Danke, Jan und Peter.
    Gut, dass ihr nachhakt. Da ist der Axel in seinem Element. Und schon gefällt er mir viel besser als beim VE. Wie kann man sich dermaßen verbiegen lassen, verstehe ich nicht. Das sagt aber auch viel über die Schnarchnasen beim NDR und Brainpool aus.

  4. escfan05

    14.02.2017 | 07:57

    Ja, ich frage mich auch, warum man ihn ausgewählt hat. Es sagt aber auch viel über diesen Herr Feige etwas aus. Die größere Aufmerksamkeit, der ihm sein Auftritt hat er gerne genommen, aber dann so lustlos auftreten. Die Regeln waren bekannt, wenn es nicht sein Ding ist, dann soll er sich nicht bewerben. So hat er anderen nur den Platz weggenommen. Der hat nur da gesungen und sonst war gar nix.

  5. Meckie

    14.02.2017 | 08:06

    Wieso soll er nicht zum ESC passen? Was nicht passte, waren die ausgesuchten Songs für ihn in diesem Arrangement. Mit einer vernünftig fetzigen Nummer hätte er den Laden gerockt.

  6. Amelia

    14.02.2017 | 09:31

    Eine Chance

    Axel hatte EINE Chance (Verzeihung, drei), und die hat er nicht genutzt. Warum, ist doch Wurst, das fragt beim ESC auch niemand. (Es freut mich, dass er anders kann, da hatte ausgerechnet Ralph Siegel Recht.)

    Levina hat sich sofort angeknipst und das Publikum geliebt. Weiterhin steht sie Axel an Schönheit und Stimmqualität nichts nach. Sie war toll, und sie kann zuverlässig liefern, auch unter ungünstigen Umständen. Ich freue mich, dass sie uns vertritt, wenn auch mit diesem komischen Eiscremesong.

  7. escfan05

    14.02.2017 | 09:50

    @meckie: Wer bei einer so fetzigen Nummer wie “you know my Name” so steif auf der Bühne steht wie eine Statue und in die Kamera glotzt als stünde er kurz vor der Enthauptung, der ist nicht geeignet. Auch in den Interviews wirkte alles aufgesetzt. Ich bin froh, das uns Levina vertritt und auch mit dem Song bin ich zufrieden. Auch wenn es gerade modern ist, alles niederzumachen.

  8. Jan

    14.02.2017 | 10:11

    @ escfan05

    ich glaube, es wäre gut, wenn du dich wieder ein bisschen entspannst und zukünftig auch mal über deine Wortwahl nachdenkst. Danke!

  9. Ansgar

    14.02.2017 | 10:18

    Auf dem Aufmacherbild dachte ich kurz, es sei Conchita ;-)
    Vielen Dank für den interessanten Bericht!
    Geht jemand am Freitag zum Konzert in Köln?

  10. Mareike Kaa

    14.02.2017 | 10:24

    Ja, mein Gott, da kommt man ganz ohne TV-Erfahrung zum Vorentscheid – natürlich glaubt man dann den Fernsehfritzen, wenn die sagen, dass man schön stillstehen soll, damit sie selbst nicht so viel Arbeit haben.
    Ich bezweifle auch, dass die Idee mit dem Barhocker auf Axels eigenem Mist gewachsen ist.

  11. Matty

    14.02.2017 | 10:34

    Florian Silbereisen hatte Recht: Axel kann sich bei seinen Konzerten mit der Band richtig austoben und ist für sowas auch eher gemacht als für die ESC-Bühne!

  12. Cupcake

    14.02.2017 | 10:45

    Und das ist das was ich meine. Anstatt Künstler und Bands aus Deutschland zu einer (oder mehrerer) Shows einzuladen und ihnen die Möglichkeit zu geben sich und IHRE Musik zu präsentieren, sucht man lediglich nach einer guten Stimme mit medientauglichem Gesicht und presst sie in einen Anzug, der ihnen nicht passt. Aber NDR und ADR wissen’s ja besser, als der Rest – inklusive der Künstler – in diesem Land.

  13. Rainer1

    14.02.2017 | 10:59

    Zeigt, wie absurd dieses ndr-konzept ist. Und ich habe noch immer nicht ganz mitbekommen, was jetzt zuerst da war. Die beiden songs oder die fünf sänger(innen)

  14. Rainer1

    14.02.2017 | 11:02

    @ansgar,
    Ich auch. Die neue, immer männlicher werdende conchita

  15. escfan05

    14.02.2017 | 11:14

    @Jan: Wieso? Nur weil ich was kritisches über euren Liebling gesagt habe? Oh Gott, oh Gott, quelle Malheure.

  16. Jan

    14.02.2017 | 11:19

    @ escfan05

    Nö, nicht deswegen. Mir völlig egal, was du inhaltlich von dir gibst. Es geht nur um die Wortwahl. “Glotzen wie vor einer Enthauptung” finde ich z.B. geschmacklos und unangemessen.

  17. biobanane

    14.02.2017 | 11:23

    @escfan05 Nein, weil du dich wiederholst und leider immer nur Negatives sagst. Man kann seine Kritik auch so schreiben, dass sie sachlich und nicht beleidigend ist, Aber das Thema hatten wir schon so oft.

    Sagen wir es mal so. Axel wäre für den ESC ein eher schwieriger Typ. Ich fand seinen ersten Song sehr gut, da hat seine ruhige Art wirklich gepasst. Aber als er die anderen beiden genauso präsentierte, da war auch mir klar, dass er nichts für den ESC ist. Und es ging nicht darum, dass er sich nicht bewegt hat, sondern, dass er nicht so aussah, als hätte er Spaß beim Singen und das hatten wir schon mal vor zwei Jahren und das Resultat kennen wir.

  18. Tamara

    14.02.2017 | 11:25

    So wirkt Axel gleich viel glaubwürdiger! (Überhaupt, diese Mode mit dem Dutt für Männer…*schauder*).
    Es war sicher toll für ihn, dass er sich bei der VE präsentieren konnte, aber noch besser wäre es gewesen, hätte er sich nicht so verbiegen müssen.

  19. Bandido

    14.02.2017 | 11:40

    Danke liebe Blogger für den interessanten Bericht! Wenn ich mir das so durchlese, dann frage ich mich, warum der NDR nicht Bands wie Diazpora einfach zum Vorentscheid einlädt und mit ihnen zusammen (!) einen Song erarbeitet, den sie dann auch wirklich authentisch und “als den Ihren” auf der Bühne verkaufen können. Ich glaube schon, dass das Publikum es merkt, wenn jemand selber Herzblut in die Komposition/Produktion gesteckt hat und dementsprechend hinter dem Titel steht. Das hat man bei Jamala gesehen, bei den Common Linnets, und auch bei Alexander Rybak. Da wurde nicht auf gut Glück in irgendeinem Songwriter-Pool rumgefischt (“Könnte ja zufällig passen!”).
    Gerade bei Axel war es doch offensichtlich, dass er zu Gunsten der Konsenstauglichkeit in ein ziemliches Korsett gepresst wurde und dementsprechend mit dem ganzen Konzept gefremdelt hat. (Das er trotzdem mitgemacht hat kann ich gut nachvollziehen – als Musiker wartet niemand auf dich, du musst jede Chance wahrnehmen, die sich bietet.) Aber das ist ja das Problem: das beim NDR in Sachen ESC keine Musikkenner/Liebhaber das Sagen haben, sondern Buchhalter, Marketing-Fuzzis und AC-Radiofritzen, die meinen, man könne mit irgendwelchen marktforschungsoptimierten Masterplänen automatisch einen Volltreffer landen.

  20. cars10

    14.02.2017 | 12:29

    Jetzt springe ich mal für escfan05 in die Bresche...

    Axel wirkte nicht nur stocksteif und desinteressiert auf der Bühne, er agierte stocksteif und war sich dessen bewusst, dass das da gerade nicht sein Ding ist. Ein gelangweilter, fast schon trauriger und hilfesuchender Blick, mit dem er ins Leere starrte war das Beste, was er von sich gegeben hat. Live auf der Bühne hatte ich den Eindruck, dass er sich verkriechen wollte, nur weg von hier. Kein Lächeln, kein Lachen, kein Garnichts. Herunterhängende Schultern, eine insgesamt schlacksige Körperhaltung und dann der nichtsitzende Anzug. Selbst wenn er fremdgesteuert durch die Fernsehleute gewesen sein sollte, so viel Mumm und Selbstbewusstsein kann ich von einem 28-jährigen verlangen, dass er laut und deutlich sagt, was er will und was nicht. Aber dort oben ängstlich und verloren herumzustehen war sicher nicht die gewünschte Reaktion, die wir Zuschauer in der zweiten Reihe sehen wollten. Sein Gesang war okay, aber nicht mehr. Bei “You know my Name” fehlten ihm die tiefen, rotzigen Töne, die den Song interessant machen, selbst bei “Wildfire” und “Perfect Life” sprang kein besonderer Funke über. Er war nicht schlecht, aber gehörte definitiv nicht auf die große ESC-Bühne. Und selbst die ESC-Bühne in Köln war ihm schon viel zu groß. Wenn er sich in Clubs wohler fühlt, so sei es ihm gegönnt. Mit Levina haben wir sicher die bessere Sängerin bei ESC, ob’s hilft werden wir am 13.5. erfahren.

  21. miramax09

    14.02.2017 | 12:32

    Konzept ist Konzept

    Ich möchte mich hier auch kurz mit einmischen.

    Ich bin einer der wenigen, der sowohl mit Levina, als auch mit Perfect Life, als auch mit dem Vorentscheid-Modus vollkommen zufrieden ist.

    Daher ist meine Meinung bestimmt auch ein bisschen subjektiv zu betrachten.

    Aber: Konzept ist nunmal Konzept.

    Es wurde von vorn herein klar und transparent kommuniziert, dass “Unser Song 2017″ Solo-Kandidaten suchen wird, die zu den vorab geschriebenen Songs passen.

    Selbstverständlich waren die Songs schon VOR der Kandidateneingrenzung vorhanden und die Kandidatenwahl war primär davon abhängig, ob diese zu den beiden Songs “irgendwie” passen, neben den ganzen Basics wie Gesangstalent, Aussehen und Performance-Affinität versteht sich.

    Alle Künstler, die sich beworben haben, waren sich darüber bewusst und spätestens zu der Convention mit den 33 Teilnehmern sollte das jedem klar gewesen sein, dass man NICHT mit seiner Musik antreten wird.

    Jetzt im Nachhinein zu sagen, das wäre blöd (was es ja auch sein “kann” – nicht muss) ist unfair und ganz bestimmt nicht die Schuld des NDR oder von Brainpool-TV.

    Ich persönlich finde es mutig von den Entscheidern, diesen Modus mal ausprobiert zu haben – mit der nötigen Transparenz und Konsequenz zu jedem Zeitpunkt.

    Für das nächste Jahr wünsche ich mir eine größere Songauswahl, die vorab auf Radiotauglichkeit überprüft wird; dass die Coversong-Runden gestrichen bzw. als Jokersong verwendet werden.

    Axel hat meiner Meinung nach nicht in das Format gepasst und war ja dann letztendlich “nur” ein Nachrücker und ich möchte fast schon wetten, dass es noch wesentlich mehr passende Frauen gegeben hätte – allerdings wollte der NDR sicherlich mindestens einen Mann zur Wahl stellen.

    Dass Axel nun mit seiner eigenen Musik auf der Bühne steht und sich wesentlich wohler dabei fühlt, freut mich sehr und ich hoffe, dass er durch die Sendung auch bekannter geworden ist und seine Musik unter ein breiteres Publikum mischen kann – als Interpret “fremder” Songs finde ich ihn allerdings nicht geeignet, was sowohl Coversongs, als auch ESC-Songs betrifft.

  22. escfa05

    14.02.2017 | 12:50

    @Jan: Oh pardon, es tut mir ja so leid das ich grober Cretin, deine zarte Seele beleidigt habe. Wenn du mal so wärst, gegenüber das was mir von manchen Leuten an den Kopf geworfen wird.

  23. Herbert

    14.02.2017 | 12:54

    @Jan: Du scheinst völlig humorlos zu sein :(
    Ich fand die Wortwahl von escfan05 sehr spritzig und humorvoll. Aber hier darf man anscheinend nur positive Kommentare schreiben und sollte liebe Helene Fischer und Schwedenfan sein. Lächerlich….

  24. escfan05

    14.02.2017 | 13:41

    @Herbert: Danke.

  25. Jan

    14.02.2017 | 13:50

    @ escfan05

    Sorry, dass ich hier nicht ALLES lese. Aber wenn ich finde, das sich jemand einer unpassenden Wortwahl bemächtigt, dann sage ich das auch in anderen Fällen. Aber da du auf Kritik offenbar extremst empfindlich reagierst und versuchst, das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, lasse ich es jetzt auf sich beruhen. Schönen Tag noch.

  26. ThisIsNotReal

    14.02.2017 | 16:10

    Was geht ab? Love is in the air, la la lala lalala. Calm down! :) Axel mit Perfect life wäre die beste Kombination gewesen, wenn man die Augen schließt, die Studioversion anhört und sich vorstellt, der Axel könne so einen Charm versprühen wie der Italiener ;)

  27. Gaby

    14.02.2017 | 16:28

    Also ich fand den Alex schon sympathisch. Leider konnte er sich bei diesen Songs nicht so entfalten. Schade. Ich verstehe auch nicht, wieso der NDR keine Bands zugelassen hat. Auch ist es mir immer noch unbegreiflich, dass sie nur zwei!!! Songs ausgewählt haben.
    Natürlich drücke ich der Levina die Daumen, aber ich fürchte, dass Schiffbruch erleiden wird, mit dem langweiligen Song. Das hat sie nicht verdient. Unglaublich,dass es den Verantwortlichen nicht gelungen ist, fetzigere Songs auszuwählen, wenn es denn nur 2 Songs sein dürfen. Sie sollten doch langsam soviel Erfahrung haben, um zu wissen, was auf keinen Fall ankommt. Ich meine, was ankommt, ist auch ein wenig Glückssache.
    Aber was wohl beim ESC gar nicht geht, ist das auserwählte seichte Gedudel.

  28. biobanane

    14.02.2017 | 17:26

    Immerhin sind wir uns einig, dass der NDR mal etwas mehr Mut in Richtung Bands zeigen könnte. Vielleicht braucht Herr Schreiber ja nächstes Jahr wieder ein neues Konzept und dann könnte man mal einen ganz offenen Vorentscheid versuchen. Immerhin haben die Anmeldungen zu den Wildcard-Konzerten gezeigt, dass es da genügend Interesse gibt. Hätte den Vorteil, dass die Künstler 100% hinter ihren Titeln stehen würden und das merkt man dann auch auf der ESC-Bühne. Man könnte das auch in mehreren Runden machen und es Melodien-Fest nennen, dann wäre wir doch alle glücklich, oder?

  29. Faxe

    14.02.2017 | 17:49

    Neben Mut und guten Einfällen brauchen wir vielleicht eher neue Köpfe, sonst gibts am Ende doch wieder nur alten Wein in neuen Schläuchen.

  30. Jorge

    14.02.2017 | 18:58

    @biobanane “in mehreren Runden machen und es Melodien-Fest nennen”
    Ich finde den Gedanken merkwürdig, werde dich dafür aber nicht mobben.
    -
    Ist zwar logisch, dass sich diese Diskussion (Ecken/Kanten/VE mit abgeschliffenen No-Risk-Paketen) gerade an Axel entzündet, aber irgendwie ist das auch müßig. Auch bei allen anderen VE-Varianten wird eine inhaltliche Vorauswahl getroffen (komischerweise meinen einige hier der Chef höchstpersönlich hebt und senkt seine Daumen). Dass man versucht eine bestimmte inhaltliche Vorstellung umzusetzen, finde ich für eine Castingshow eigentlich einen sinnvollen Gedanken. Die Frage ist eben nur, ob man solche Typen überhaupt ativ wollte und wieviel Inhalt & Charakter (unabhängig vom kaum wiedererkennbaren Genremix bei Levina/Perfect Life) bei VE-Präsentation von Song und Acts wirklich übrig blieb. Wenn beide Komponenten das alles nicht vermitteln, gibt es da draussen auch weniger, die für den Beitrag brennen. Alles irgendwie schade, aber ich habe jetzt auch keine Lust, mich während der ESC-Adventszeit mit diesem Thema zu lähmen.

  31. Paul

    14.02.2017 | 20:11

    Ich bin ja mal gespannt, wann Levinas Video zu sehen sein wird. Wann endet eigentlich die Einreichfrist für Songs dieses Jahr?

  32. escfan05

    14.02.2017 | 20:24

    @Jan: Ich bedanke mich für deine Herzensgüte damit, das ich ab jetzt jede Helene Fischer CD und DVD kaufen werde und in jedes Konzert gehen werde. Und ich werde bei jedem Beitrag der Königin der Welt und des Erdkreises huldigen. Amen.

  33. OLiver

    14.02.2017 | 20:31

    @Paul: EBU-Deadline ist der 13.März, dann treffen sich die Delegationschefs. Man kann offizielle Videos aber auch erst später veröffentlichen.

  34. uppläsare

    14.02.2017 | 21:16

    Von der Seite sieht er auf dem “Aufmacherfoto” aus wie Conchita. Für mich ist der Typ total uninteressant. Hat mich bei der VE kein bisschen überzeugt.

  35. Mustafa

    15.02.2017 | 00:35

    Die Clubkonzerte hatten immerhin die beste Platzierung seit Roman Lob geschaffen: Elaiza mit einem großartigen EIGENEN Song und Platz 18! Im Jahr danach hatte die 0-Punkte-Zicke KEINEN eigenen Song, sondern was aus den Restposten aus der Schublade. Das hat den Image des Clubkonzerts zerstört.
    Ich würde mir wünschen, dass an vier Terminen vier kleine Clubkonzerte statt finden, wo immer zwei Bands/Sänger(innen) weiter kommen. Und dann ein fünfter Termin mit 8 Teilnehmern. Aus den 40 Teilnehmern ist bestimmt ein EIGENER Song dabei, der Platz 15 erreichen würde.

  36. Jorge

    15.02.2017 | 01:03

    @Mustafa:
    Bereinige mal die Punkte von Elaiza um die aus den Herkunftsländern Polen/Ukraine und das dubiose armenische Juryresultat (hochgewertete chancenlose Beiträge, indirekter Aram-Support), ergibt dann Platz 23 und deine These (EIGENER Song) VERFLÜCHTIGT sich ratzfatz.
    Verstehe mich nicht falsch: Ich würde auch gerne echtes Nachwuchspotenzial in einer mehrteiligen Show aktivieren, die Wildcards hatten vielversprechende Bewerber. Aber dein Argument gibt das nicht her und die Diskussion ist an dieser Stelle doch total überflüssig. Erstens hängt das nicht nur vom NDR ab, zweitens will man nächstes Jahr wieder alles total anders machen? Erstmal sollte der Sender das kurze “Roberto-Bellarosa”-Zeitfenster nutzen. Der war anfangs auch angeblich total übel, landete nach Revamp auf Platz 12!

  37. Wenzel

    15.02.2017 | 01:39

    “…(komischerweise meinen einige hier der Chef höchstpersönlich hebt und senkt seine Daumen).
    @Jorge
    Bei einigen Menschen soll diese vage Meinung beglaubigt bereits zur Gewissheit geworden sein. Und in der Tat entbehrt es gerade eingedenk verblichener Portfolios (incl. 2017) nicht einer etwaigen Komik, wenn man mitansehen muss, was da so alles mit welchen abenteuerlichen Erklärungen abschätzig als Löwenfraß deklariert wird…

  38. Braudel

    15.02.2017 | 09:39

    Jorge,
    gerade wenn man sich acts wie MarieMarie und Laing ansieht, kann man nicht behaupten, dass nur weichgespültes Mainstreamzeugs angeboten wurde. Es waren die Televoter die sich für die Songs und Interpreten entschieden haben die dann am Ende des Tableaus landeten

    Ich finde es also manchmal ziemlich absurd wenn hier – in seiner Agressivität manchmal an den AFD-Sprech “Merkel muss weg” erinnernd – ständig der Kopf von Schreiber gefordert wird und man erwartet, dass nach seinem Abgang dann plötzlich das Himmelreich auf Erden beginnen und strukturelle Probleme wie die Höhe des ESC-Etats im Gesamtverbund der ARD nicht mehr existieren würden.

  39. Meckie

    15.02.2017 | 09:47

    Das stimmt schon… das ARD-Publikum ignoriert regelmäßig mal modernere bzw. ausgefallenere Sachen… da wird immer sehr konservativ gewählt.

  40. Little Imp

    15.02.2017 | 13:07

    Dennoch ist nicht nur das Publikum schuld. Die Vorauswahl trifft immer noch der Sender. Und das dieser auf den konservativen Musikgeschmack des Publikums Rücksicht nimmt, ist auch Quotensicht sicher verständlich, insgesamt aber sehr schade.

  41. ThisIsNotReal

    15.02.2017 | 13:16

    Breaking: Levina hat gezwitschert: Das Perfect life Video geht morgen online! Von Veränderungen keine Rede, aber auch kein Dementi…

  42. escfan05

    15.02.2017 | 13:22

    Manchmal ist das Publikum nicht ganz aus der Verantwortung zu nehmen. Nehmen wir doch mal 2015. Da hatte das Publikum die Wahl zwischen zwei sehr guten Deutschen Song (Alexa Feser, Laing) und 2 eher mittelprächtigen englischen Songs (Ann Sophie, Der Drückeberger) und was wählt man? Man wählt die eher mittelprächtigen englischen Songs ins Finale, obwohl die deutschen Songs deutlich besser waren.

  43. ESCNOW

    15.02.2017 | 13:41

    @ThisIsNotReal
    Endlich eine Ansage! Ich bin ja mal gespannt.

  44. ESCNOW

    15.02.2017 | 13:44

    … daneben ist so ein Foto mit Dreiecksleuchtröhren. Ob das schon ein Hinweis ist? Könnte cool werden.

  45. ESCNOW

    15.02.2017 | 13:45

    … Aber da liegen auch solche Goldschnipsel unten. :(

  46. Jorge

    15.02.2017 | 14:09

    @Wenzel: Es ist einfach symptomatisch, wie die blosse Nennung des Namens bei bestimmten Personen das Licht anknipst. Natürlich kann man das Problem personalisieren und Verantwortung beginnt immer auf der obersten Ebene. Aber man darf auch mal Brainpool thematisieren. Zu 2017:
    Was der Vorteil eines Castingformates gegenüber dem vorherigen sein soll, wenn die Vorgaben inhaltlich unbestimmt (, vorgeblich “ESC”kompatibel) oder beschränkt sind (das Kandidatenschema) und der VE Fehlanreize setzt (Bandbegleitung/kl. Orchester, Showpräsentation, Modus), bleibt mir rätselhaft, über was ich aber hinwegsehen würde, wenn das Ergebnis irgendwie stimmen würde (aus meiner Sicht nicht).
    -
    Sehe es wie @Braudel: Ich glaube nicht an diese monothematischen Gründe, daher die zitierte Aussage, hier gibt es mehr Fallstricke, (nur) deshalb steige ich nicht auf “Institutionen zerschlagen – auf den Trümmern wieder aufbauen” ein:
    Spätestens seit der Wahl von Elaiza bin ich der Ansicht, dass das deutsche TV-Publikum (aller Sender) genau so ein Angebot verlangt. Blitzkids Mvt. (international & von der Jury favorisiert) im Televoting hinten, MarieMarie (ich behaupte selbst der Fiddler & Unheilig – ja, sogar der) hätten mehr als Elaiza gerissen und wenn Kümmert so viele Votes wie alle anderen zusammen bekommt, ich über Laing zu hören bekomme, die Bühnenshow sei komisch – dann gute Nacht! Das Televoting war oft leicht neben der Spur, was es für “andere” Acts wie Axel eben schwer macht. Bevorzugtes Schema (trotz Kümmert): Weiblich, jung, hübsch, harmlos. Die Auswahl 2016 hatte für mich (nach dem NaidooFlop) Züge einer Kapitulation, wo Faninteressen blind bedient wurden. Mein Vorwurf wäre dann, wieso man die Show dann an dieses Publikum anbiedert und den Kontext der Show nicht verändert – aber kann man das einem Unterhaltungschef vorhalten? Mein Vorwurf wäre auch, Dinge nicht konsequent durchzudenken und durchzuziehen. Aber wie gesagt: Die Diskussion ist JETZT total sinnlos.

  47. Meckie

    15.02.2017 | 14:32

    Da Morgen das offizielle Video von “Perfect Life” raus kommt, kann ich mir nicht vorstellen, das am Song irgendwas verändert wurde.

  48. Paul

    15.02.2017 | 14:48

    Das gabe ich mir auch gedacht. Es waren mal wieder leere Phrasen von Herrn Schreiber

  49. biobanane

    15.02.2017 | 23:16

    @Jorge Ich würde ja auch sagen, dass die deutschen Zuschauer mehrheitlich zu dem Harmlosen und Mainstreamigen tendieren, aber so ganz stimmt das nicht. Lena hat beispielsweise teilweise schon schwerere Kost präsentiert, und wurde trotzdem gewählt. Auch Kümmert war weder optisch noch musikalisch der typische Radio/TV-Taugliche. Bei Cascadas Wahl haben wir hier gemotzt, dass nur die großen Namen gewäht werden um dann festzustellen, dass der Graf es nicht geschafft hat. Vielleicht sollte man das hier unpopuläre machen und doch wieder eine bestimmenden Jury einführen. Und dann nicht immer die gleichen Verdächtigen, sondern Menschen, die etwas mit der ESC zu tun haben und dadurch etwas Gespür haben, was dort ankommt. Notfalls kann man die Aufgabe auch der Kommentarspalte des Prinz-Blogs übertragen.

  50. Matty

    15.02.2017 | 23:44

    @biobanane
    -
    Meinst Du mit den Jurymitgliedern so etwas wie eine deutsche Version von Tante Christer?

  51. Mustafa

    16.02.2017 | 11:49

    @Jorge: Zum Thema Elaiza: Platz 4 in den deutschen Charts VOR dem ESC entstand aber nicht wegen Polen oder Ukraine oder der armenischen Jury :-) Daher denke ich, dass dieser EIGENE Song doch sehr gut war. Platz 4 haben Cascada, Ann-Sophie und Jamie-Lee nicht erreicht und Levina wird garantiert auch keine Top10 knacken in den deutschen Charts :-)

  52. Christo

    16.02.2017 | 20:11

    @Braudel Naja schlimmer kann es ohne Schreiber auch nicht mehr werden und bekanntlich kehren neue Besen gut. Angesichts der bisherigen Ausgaben für 16/17 würde ich mir weniger Gedanken um das Budget machen sondern vielmehr um das Kosten/Nutzenverhältnis.

  53. Jorge

    17.02.2017 | 00:18

    @biobanane: Ist eben die Frage, wieviel Gemeinsamkeit man mit dem aktuellen TV-Publikum oder den Mitklatschern in Köln vermutet. Man sollte mal überlegen, ob auf heutige Verhältnisse übertragen das damalige USFÖ/Lena-Voting-Klientel sich diese Art Unterhaltungsshows noch ansieht.
    Deshalb passt das Argument (für mich) auf 2017 nicht mehr und ich finde das Schöneberger-Show-Format wenig hilfreich.

  54. Jorge

    17.02.2017 | 00:55

    @Mustafa: Irgendwas verstehst du da falsch. Ich habe nur darauf verwiesen, dass schon Elaizas 18.Platz schmeichelhaft und auch kein Teilerfolg war.

  55. Jan

    17.02.2017 | 16:11

    ACHTUNG:

    Das Kölner Konzert heute Abend findet aus technischen Gründen NICHT in der Barinton statt, sondern im Klub Berlin!

  56. escfan05

    20.02.2017 | 17:06

    @jan: was hat übrigens der ganze Beitrag überhaupt mit dem ESC zu tun? Feige hat die VE nicht gewonnen. Punkt aus. Dann soll er halt wieder Konzerte in irgendwelchen kleinen Bars und Clubs machen, wenn ihn das mehr anspricht. Aber warum muß man ihn noch zusätzlich erwähnen?

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