Deutschland

Die Unser-Song-Kandidaten im Interview (5): Levina

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In den letzten Tagen haben wir die Kandidaten der deutschen Vorentscheidung “Unser Song 2017″ am 9. Februar in Köln vorgestellt. Den weitesten Weg hatten wir dabei zu der 25-jährigen Levina, mit der ich mich zu einem gemütlichen Plausch im “Tap Coffee” in London traf.

PRINZ-ESC-Blog: Hallo Levina. Es freut uns sehr, dass du dir die Zeit für uns nimmst. Wie kommt es denn dazu, dass ich dich hier in London treffe?

Levina: Ich bin schon 2010 zum Studieren nach London gekommen. Zuerst habe ich hier ein “Vocal Diploma” gemacht, danach einen Bachelor am Kings College in Geographie und aktuell mache ich meinen Masterstudiengang in “Music Industry Management & Artist Development”. London ist eine tolle Stadt und ich fühle mich hier sehr wohl.

Woher stammt denn der Künstlernamen “Levina”?

Es ist tatsächlich mein zweiter Vorname. Meine ältere Schwester hatte ein Kindermädchen, die mit Nachnamen Levin hieß. Sie fand den Namen toll und überredete meine Eltern dazu, mich mit Zweitnamen Levina zu nennen. Mir gefällt der Name auch sehr gut und mittlerweile hat er sich zu meinem Künstlernamen entwickelt. Privat nennen mich meine Familie und Freunde aber weiterhin Isabella.

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Was waren denn deine ersten Berührungspunkte mit der Musik?

Ich komme aus einer sehr kreativen Familie. Meine Eltern haben beide Instrumente gespielt. Bereits mit neun Jahren habe ich angefangen, Gesangs-und Klavierunterricht zu nehmen und hab damals auch schon meine ersten Songs geschrieben. Parallel habe ich damals im Kindermusical “3 Wünsche frei” in Chemnitz mitgespielt und hatte da auch meinen eigenen Solopart. Das größte Highlight in dieser Zeit war ein Auftritt von uns in der Semperoper in Dresden. Es war eine wunderschöne Erfahrung und mir wurde klar, dass meine Zukunft in der Musik liegt.

Hast Du deswegen hier in London auch gleich deine eigene Band gegründet?

Ich habe schon als Jugendliche jede Menge Songs geschrieben. Es war mein großer Wunsch, diese Songs mit einer richtigen Band auf die Bühne zu bringen. In der Abizeit hatte ich schon eine kleinere Band, aber als ich dann nach London kam habe ich an der Musikschule so viele hochtalentierte Künstler kennengelernt. Endlich konnte ich meinen Wunsch verwirklichen und habe die Band “Miss Terry Blue” gegründet, mit der wir auch ziemlich bald schon beim Wettbewerb “Uni Music League” einen Management Deal für 1 Jahr gewonnen haben. Unsere Musikrichtung war Pop, Funk, Soul; es war viel Uptempo und die Leute sind richtig dazu abgegangen. Wir sind sogar im 10oClub und im Kensington Roof Gardens aufgetreten. Leider lief der Release dann doch nicht so erfolgreich wie erhofft, aber es war trotzdem eine tolle Zeit und wir hatten viel Spaß zusammen.

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Wie kam es zu Deiner Bewerbung bei “Unser Song 2017″?

Ich habe den Tipp von einer Freundin aus Deutschland erhalten, dass man sich online für “Unser Song 2017″ bewerben kann. Also habe ich mir gedacht, ich versuche es einfach mal. Mir war es sehr wichtig, dass im Gegensatz zu anderen Castingshows bei “Unser Song 2017″ wirklich nur die Musik im Vordergrund steht und nicht irgendwelche persönlichen Geschichten etc. Als ich den Anruf erhielt, dass in der Vorauswahl bin war ich überglücklich.

Kannst du was über das Vorauswahl Treffen in Köln erzählen?

Ich war sehr aufgeregt, weil ich nicht genau wusste was mich erwartet. Ich durfte vor Experten vom NDR, Brainpool und Sony singen und habe mein Speeddating Video mit Bürger Lars Dietrich aufgenommen. Alle waren super nett und hochprofessionell.

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Was hast Du gesungen?

“Sunday morning” von Maroon 5, “Say you won’t let go” von James Arthur, “American Boy” von Estelle und meinen eigenen Song “How to dance”

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Hast du denn auch Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen getroffen?

Bisher noch nicht. Aber die treffe ich ja demnächst.

Hast du schon jemanden von den anderen Finalisten kennengelernt?

Mit Axel habe ich schon einen Tee getrunken. Die Mädels habe ich bisher nur kurz beim Vorbeigehen oder gemeinsamen Warten kennengelernt.

In der ersten Runde werdet ihr ja Coversongs singen. Wieviel Mitspracherecht habt ihr?

Wir durften ca. 15 Songs vorschlagen. Im zweiten Schritt wird dann mit dem musikalischen Team entschieden, was am Besten ins Konzept passt. Ich bin mit der Auswahl sehr zufrieden. Wie gesagt das Team ist hochprofessionell und ich lasse mich gerne beraten.

Und wie gefallen Dir die beiden ESC Kompositionen?

Mir gefallen beide Songs sehr gut. Sie sind “catchy” und die Melodie bleibt im Ohr. Ich glaube, das ist gerade für den ESC wichtig, wenn die Zuschauer über 20 Lieder hören und erst am Schluss abstimmen. Beide Songs haben einen Wiedererkennungswert und auch die Texte sind sehr schön. Ich kann mich mit den Songs identifizieren und das ist gerade als Künstler sehr wichtig. Da haben die Komponisten wirklich hervorragende Arbeit geleistet.

Würdest du sie dir also privat auch runterladen?

Ja. Ich mag Melodien, die man sich merken und bei denen man mitsingen kann und das ist bei beiden Songs der Fall. Das war ja auch 2010 das Erfolgsrezept bei Satellite.

Sind die Songs sich also sehr ähnlich?

Nein. Der eine ist mehr Up-Tempo und der andere eher ein langsamer Song. Ich bin schon sehr gespannt, was dem Publikum besser gefallen wird. Beide Songs sind auf englisch.

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Das ist keine Überraschung *lach* Wie stehst du denn zu deutscher Musik? Zum Beispiel zu Helene Fischer?

Für den ESC halte ich englisch schon für die richtige Wahl, weil es einfach die universelle Sprache ist. So können möglichst viele Zuschauer die schönen Texte verstehen. Privat höre ich sehr gerne deutsche Musik z.B. von Joy Denalane. Mit Helene Fischer kann ich musikalisch nicht viel anfangen, obwohl sie mit Sicherheit eine Ausnahmekünstlerin ist. Eine Freundin von mir war letztes Jahr bei einem Konzert von ihr und es ist unglaublich, wie sie es schafft die Stadien zu füllen.

Hattest Du vor Deiner Bewerbung schon Berührungspunkte mit dem ESC?

Klar! Meine erste Erinnerung ist als Stefan Raab 2000 mit “Wadde hadde dudde da” angetreten ist. Ich fand das damals lustig. Richtig mitgefiebert habe ich dann 2010 mit Lena und habe damals sogar etwas Geld gewonnen, weil ich auf ihren Sieg gewettet habe. Ansonsten kennt man natürlich die bekannten Karrieren, die aus dem ESC entstanden sind, wie z.B. ABBA, Celine Dion oder vor einigen Jahren auch Loreen.

Zum Schluss noch eine kleine Schnellfragerunde:

Katze oder Hund? Hund. Die sind so wie beste Freunde immer an der Seite.

Berge oder Meer? Ich liebe die Berge. Vor allem wenn da Schnee liegt.

Snowboard oder Skier? Ich fahre sehr gerne Snowboard.

Karneval oder Oktoberfest? Da ich in Bonn geboren wurde definitiv Karneval. Beim Oktoberfest war ich noch nie.

Was war Deine erste CD? “I’m with you” von Avril Lavigne.

Und das letztes Lied, das Du gekauft hast? “Be the one” von Dua Lipa.

Was war Dein erster Job? Ich habe als Kind in Chemnitz Radiowerbung für Sachsen gesprochen. Das war der erste und wahrscheinlich auch beste Job den ich bisher hatte ;)

Dein erster Kuss? Den gab es glaub ich im Kindergarten, zumindest auf die Wange.

Und wann hast Du das letzte Mal geknutscht? Das wird nicht verraten!

Wer begleitet Dich in Köln? Meine Familie und Freunde. Natürlich auch die Freundin, der ich überhaupt die Teilnahme zu verdanken habe.

Liebe Levina, wir drücken dir für Köln alle Daumen und wünschen dir ganz viel Spaß beim Proben und in der Live-Sendung!

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Levina im NDR-Speedinterview

Folgende andere Interviews sind bereits erschienen:

Felicia Lu Kürbiß
Yosefin Buohler
Axel Feige
Helene Nissen

Aktuell, ESC-News, ESC-Vorentscheid

21 Kommentare Kommentar schreiben

  1. MaxiKing

    01.02.2017 | 12:17

    Also einen Up-Tempo Song und einen langsameren.. Dann bin ich schon mal für den schnelleren :)

  2. Jorge

    01.02.2017 | 14:33

    Studium & Leben in London, dafür muss ein Strassenmusiker schon lange vor dem Apple-Store stehen .. oder eben nette Familienmitglieder mit Rücklagen haben. Mit ihrem Musikgeschmack connecte ich nicht wirklich, finde aber gut, dass sie schon in einer Wettbewerbssituation stand. Gibt ja in der jüngeren ESC-Historie Beispiele, wo das schonmal ein Problem war.
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    Achja, um die Bloggererwartung auf einen kritischen Kommentar nicht zu enttäuschen: Warum wundert es mich nicht, dass Salman auch Mitglied des tragischen Schlager-Fanclubs ist? Nach den fünf Interviews wird sicher noch ein Fazit mit Bloggereinschätzung zur Einstellung der Kandidaten zu HellFish kommen ?! ^^

  3. Braudel

    01.02.2017 | 16:20

    @Jorge,
    ich checks irgendwie nicht. Was treibt die Autoren eigentlich dazu im Kontext der Iinterviews für den NF die Kandidaten so penetrant nach HellFish abzufragen ? Was hat Madame mit dem ESC zu tun , wenn man einmal von den feuchten und wohl ad infinitum unerfüllten Wunschträumen einiger Fans absieht. Was erwarten sie sich für Antworten ? Die Offenbarung eines Faibles für die musikalischen Ergüsse der “Göttlichen”? Was sie bekommen ist gleichbleibend der – mehr oder weniger erpresste – Minikotau, dass die Dame höchst erfolgreich ist .So what. Es stellt doch niemand in Abrede, dass sie mit ihrer Mischung aus Musical, Tanzshow und Musikantenstadel große Stadien füllt und ich gönne ihr für die Musik die sie präsentiert sogar Millionen an Schmerzensgeld.
    Vielleicht wird beim Interview des Siegers ja noch nachgehakt ob – und wenn ja was – Flori noch etwas zu besagter Dame geäußert hat.

  4. biobanane

    01.02.2017 | 16:27

    Och Jorge, ich sehe das schon eher als Initiationsritual, wer in den prinz’chen Blog will, der muss sich durch eine Frage zur Unaussprechlichen quälen.
    Auf den Fotos sieht Levina eher etwas zu sehr introvertiert aus, aber vielleicht ist sie ja auf der Bühne ganz anders. Zumindest gibt sie – im Gegensatz zum letzten Interview (Helene?) – Antworten die auch Inhalt haben.

  5. Salman

    01.02.2017 | 16:55

    @ HellFish Frage: Es gibt da mit Sicherheit keine Vorgabe, sondern es ist eher ein Running Gag. Wäre doch traurig, wenn alles bitterernst wäre. Für mich war es eine schöne Herausforderung die Frage so unterzubringen, dass sie irgendwie in den Kontext passt…und das ist in diesem Fall doch eigentlich ganz gut gelungen :D

  6. Salman

    01.02.2017 | 17:08

    @ biobanane: Ich war auch darüber überrascht, wie selbstbewusst und professionell die Antworten von Levina waren. Man merkt, dass sie schon früh auf der Bühne war und bereits viel Erfahrung gesammelt hat. Der introvertierte Eindruck auf den Fotos täuscht.

  7. Jan

    01.02.2017 | 17:16

    @ All

    Richtig, es ist ein Running Gag – und wie man sieht, funktioniert er immer wieder! Und soooo abwegig finde ich es jetzt auch wieder nicht, einen Sänger nach seiner Meinung zur erfolgreichsten deutschen Sängerin der vergangenen Jahre zu befragen – vor allem, wenn die Musikrichtung komplett konträr ist zu dem, was der Inetrviewte verkörpert. Das ist schon irgendwie relevant, denke ich.

  8. Manboy

    01.02.2017 | 19:42

    Dann nehme ich auch das schnellere Lied ;))
    Und cool, dass sie mal in Chemnitz beruflich unterwegs war. Haben wir schon mal eine Gemeinsamkeit.

  9. Cali

    01.02.2017 | 20:46

    Ein mieser Running Gag! :D

  10. Simon

    01.02.2017 | 23:07

    Running? Vielleicht. Aber Gag? Nicht wirklich :-P

  11. Bandido

    01.02.2017 | 23:07

    Ich tipp mal drauf das “Wildfire” der Uptempo-Song und “Perfect Day” der langsame Titel ist. :)

  12. Jorge

    02.02.2017 | 08:43

    @Braudel. Die Erklärung Running Gag hatte ich ja antizipiert, ist aber nur halbgar, denn in den letzten Monaten hatte hier niemand (inkl. mir) HellFish-Anspielungen negativ kommentiert. Andere Erklärungsansätze:
    # Das Gefühl, sich von anderen Musikfans (trotz des kommerziellen Erfolges) gedisst zu fühlen, steigert das Verlangen der HellFisher, die Krumen von ESC-Relevanz zusammen zu fegen und es denen (uns) zu zeigen. Einfach, weil man es kann.
    # Die freuen sich nen Ast, das Klischee aufleben zu lassen, ist so ne Art Überlebenstraining in der Nische & gruppendynamisches Verhalten.
    # Sie fühlen sich in der Situation vor Antworten wie “Dein Musikgeschmack ist Sch..rott.” sicher.
    # unterschwelliges Revierverhalten (“Ihr seid hier auf unserem Terrain”, HF-Style sei die Benchmark) Dass es beim Interviewpartner befremdlich ankommen kann, wird ignoriert oder in Kauf genommen. Es lebe die Bubble!

  13. Matty

    02.02.2017 | 09:34

    @Bandido
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    Ich denke, es ist umgekehrt!

  14. biobanane

    02.02.2017 | 10:38

    Ich habe grundsätzlich nichts gegen die Frage nach der Schlagerdame. Aber die Blogbetreiber müssen sich auch selbst fragen, wie die Außendarstellung dieser Seite ist, wenn in jedem Interview auf diese Musikrichtung angespielt wird, die glücklicherweise beim ESC keine Rolle mehr spielt.

  15. Little Imp

    02.02.2017 | 13:20

    @ Matty, Bandido

    Oder es hängt prinzipiell gar nicht vom Song ab. Satellite hatten wir schließlich auch einmal als Ballade und einmal poppiger bekommen.

  16. alkibernd

    02.02.2017 | 21:05

    Ich verabscheue zwar die angesprochene überschätzte Exil-Sibirierin, finde aber die Obsession der Prinzen drollig & unterhaltsam. Fragt ruhig alle, die bei drei nicht auf den Bäumen sind !

  17. Toni

    03.02.2017 | 15:27

    Die Band die sie gründete hieß Miss Terry Blue und nicht Mystery Blue ;)

  18. Salman

    03.02.2017 | 16:10

    @Toni: Vielen Dank für den Hinweis! Ist korrigiert ;)

  19. Realitätsnaher

    10.02.2017 | 01:11

    Top 5 von hinten

    Ich habe mir die finale Auswahl angeguckt und muss saben, ich bin enttäuscht. Es gibt viel bessere Sänger/-innen mt einer interessanteren Stimme und mehr Ausstrahlung. Das junge Mädchen hat sich gestern ganz schlecht präsentiert, auch wenn sie sich am Ende doch bemüht hat.
    Ich denke, mit so einer unauffälligen und durchschnittlichen Pop-Nummer werden wir nicht auf den TOP 5 sondern wahrscheinlich auf den “bottom 5″ landen.

  20. escfan05

    15.02.2017 | 08:11

    Von den fünfen, war sie wirklich die beste. Beide Songversionen von ihr haben mir gut gefallen. Bin aber froh das es Perfect Life geworden ist. Die Chancen das wir das Triple verpassen, sind gestiegen. Bei mir liegt der Song, von den bisher feststehenden Songs auf Platz 3. Hinter Frankreich und Italien. Good Luck Levina.

  21. Meckie

    15.02.2017 | 13:30

    Morgen kommt das Video.

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