Aserbaidschan

DiHaj mit „Skeletons“ für Aserbaidschan

Diana Hajiyeva

Kurz vor der EBU-Deadline prasseln die Beiträge nur so herab. Aserbaidschan veröffentlichte heute Morgen „Skeletons“, einen sphärischen Popsong, gesungen von Diana Hajiyeva, die sich DiHaj nennt.

„Ich bin ein Skelett“ singt Diana Hajiyeva und ja, sie könnte durchaus ein paar Pfunde mehr auf den Rippen vertragen. Ihr Beitrag ist ein sehr organischer, ungewöhnlich vielschichtiger mittelschneller Popsong mit Elektronik-Anklängen und vielen kleinen Extras. Hier singt kein Sternchen, sondern eine eigenwillige, kontrastreiche Künstlerin. Sie hat einen Abschluss der Musikakademie Baku und sich mehrere Jahre in der Londoner Untergrund-Musikszene herumgetrieben. Dort sang sie im „progressive trance trio“ Looper & Mancus und gründete ihre eigene Band.

YouTube Preview ImageAserbaidschan: DiHaj – Skeletons

Der Sender ITV hatte DiHaj bereits im Dezember als Vertreterin Aserbaidschans bestimmt. Beim ESC singt sie eine aserbaidschanisch-schwedische Komposition, die von Isa Melikov und Sandra Bjurman stammt. Das ist das gleiche Team, das hinter Aserbaidschans ESC-Sieg von 2011 mit Eldar Gasimov und Nikki Jamal stand. Isa hat zudem für Dima Bilan und Aysel gearbeitet. Sandra Bjurman war an den Beiträgen für Elnur (2015), Safura (2010) und Maria Yaremchuk’s ukrainischen Beitrag Tick-Tock (2014) beteiligt. Man setzt also wieder auf eine bewährte Auftragsproduktion.

DiHaj

Ist es den Komponisten gelungen, DiHajs eigenwilligen Stil angemessen einzufangen und auf ESC zu trimmen? Was meinen unsere Leserinnen und Leser?

Der aserbaidschanische ESC-Beitrag "Skeletons"

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43 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Jabo72

    11.03.2017 | 11:32

    Ich habe ja fest damit gerechnet, dass nichts à la Gəcəler Keçir (ein geniales Lied) kommt, bin aber doch positiv überrascht. Aserbaidschan mal mit ein paar Ecken und Kanten und irgendwo auf dem Mittelweg zwischen Dihajs experimentellem Stil und eurovisionärer Eingängikeit. Wenn sie das entsprechen düster inszenieren, kann das sehr weit gehen und auch mir gefällt es (wohl mehr wegen der Künstlerin als des Liedes wegen – aber trotzdem: mMn der bisher beste Beitrag aus Aserbaidschan)

  2. Cedric (T0mb0)

    11.03.2017 | 11:39

    Mein zweites „Ist ganz ausgezeichnet“ hintereinander. Vielleicht wird der ESC dieses Jahr doch nicht ganz so schlimm.

  3. togravus

    11.03.2017 | 11:45

    Puh, da hat der Jahrgang nach all den Schnarch- und Schreiballaden ja doch noch Fahrt aufgenommen und die Kurve gekriegt. Ich bin seit einiger Zeit ein großer DiHaj-Fan, dachte mir aber schon, dass man für den ESC Kompromisse eingehen würde. Herausgekommen ist dabei genau das, was Jabo72 oben beschrieben hat.

  4. Rainer1

    11.03.2017 | 11:49

    Mir gefällt nicht, das aserbaidschan dabei ist.
    Mir gefällt nicht die art und weise, wie aserbaidschan den song auswählt. (Erst mal abwarten, was die anderen bringen)
    Leider bekommt dieses machwerk sicher viele punkte

  5. Matty

    11.03.2017 | 12:12

    Mit diesem Titel wird Aserbaidschan auf jeden Fall das Finale erreichen und ich bin froh, daß der Kaukasusstaat endlich mal sein Balladfenimage ablegt.

  6. Marcus

    11.03.2017 | 12:13

    Warum können wir sowas nicht???

    Warum können wir sowas nicht.!?!?!?
    geniales Lied… kämpft mit um den Sieg

  7. as

    11.03.2017 | 12:20

    Gefällt mir gut und ich sehe es auf alle Fälle im oberen Drittel

  8. alkibernd

    11.03.2017 | 12:21

    Jetzt müssen die Schweden und die Isländer sehr, sehr klug auswählen, um überhaupt eine Chance auf das Finale zu haben, Also am besten Dadyr und Ace Wilder.

  9. alkibernd

    11.03.2017 | 12:26

    Was aber nicht bedeutet, dass ich den Asi-Beitrag gut finde: da hätte ich mir viel mehr erwartet..

  10. Niki

    11.03.2017 | 12:48

    Die 100%ige Erfolgsquote des Finaleinzugs ist auf gar keinen Fall gefährdet!!!
    Top 10 oder höher ist auf jeden Fall drin!!

  11. Daniel

    11.03.2017 | 12:52

    Endlich mal wieder ein Lied bei dem ich für ausgezeichnet Stimmen kann. Danke Aserbaidschan.

  12. Usain

    11.03.2017 | 12:58

    Lustig finde ich ja die textlichen „Drip Drop“ Anleihen in dem Song…

  13. Cedric (T0mb0)

    11.03.2017 | 13:09

    Hier ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Revamp von UK: https://www.instagram.com/p/BRfsUWOBBCX/

  14. Little Imp

    11.03.2017 | 13:27

    Starker Beitrag, wie nicht anders zu erwarten. Für mich in etwa in einer Liga mit Poli Genova vom Vorjahr.

  15. Peter Philipp

    11.03.2017 | 13:28

    so geht Aserbaidschan einkaufen . Import und dann Kiev Export.
    Sehr guter Kauf. Das Regionale bleibt beinahe in allen Ländern auf der Strecke.

  16. Cali

    11.03.2017 | 13:54

    Uff, der erste Refrain hat mich ziemlich enttäuscht, am Ende des Liedes fange ich aber an, den Refrain zu mögen. Ungewöhnlich gute Komposition für Aserbaidschan, hätte auf jeden Fall weniger erwartet.
    Langsam wird es wirklich knapp. Ich brauche noch einen Hassbeitrag, bislang ist das Jahr einfach zu gut. :/
    .
    Übrigens ist dieses Jahr schon lange nicht mehr balladig, es wird dieses Jahr nur sehr düster. Die meisten Songs schlagen diese Richtung ein – das wird man in Kiew zu spüren bekommen. Wie man sieht, schlägt Aserbaischan auch dieses Jahr den Weg ein.

  17. Paul

    11.03.2017 | 13:58

    was interessiert mich der einkauf von anderen ländern? meinetwegen können nur 20 länder teilnehmen dafür 20 mal ne schwedische produktion. ich will unterhalten werden. den diesjährigen schrott aus portugal, albanien etc wer will das???

  18. Little Imp

    11.03.2017 | 13:59

    @ Cali

    Und der düsterste Song ist leider bereits rausgekegelt. Statements hätte sich in Kiew sehr gut gemacht.

  19. David Z

    11.03.2017 | 14:00

    Wesentlich besser als die beiden Jahre zuvor. Man hat aus den knappen Semi Qualifikationen gelernt. Für den Sieg wird das aber nicht reichen. Wenn sich Aserbaidschan qualifiziert hoffe ich, dass Armenien raus fliegt. Ansonsten gibt es wieder Zoff auf der PK.

  20. togravus

    11.03.2017 | 14:19

    Sortiert sich bei mir momentan auf Platz 5 ein. 1. PRT – 2. BEL – 3. ITA – 4. FRA.
    Es gibt also Leute, die den „Schrott aus Portugal“ sehr gerne hören …

  21. Cali

    11.03.2017 | 14:45

    Und ich halte mal zum Schrott aus Albanien. :P
    Portugal catcht mich auch beim besten Willen nicht.

  22. Nico

    11.03.2017 | 15:01

    Gut dann halte ich zu beiden :D Ich finde Albanien gut und Portugal gefällt mir mittlerweile auch ziemlich gut (anfangs war ich noch nicht sicher was ich davon halten sollte). Aserbaidschan gefällt mir auch gut. Ich denke auch, dass das keine Probleme haben sollte sich zu qualifizieren.

  23. Cars10

    11.03.2017 | 15:15

    Aalglatter Anbiederungspop

    Das Lied wird das gleiche Schicksal erleiden wie im letzten Jahr Kroatien. Erst hochgelobt und dann Absturz. Es hat nicht die Wärme und Coolness von Belgien, nicht die Schönheit von Portugal und schon gar nicht die Mystik von Finnland. Mittelfeld im Finale, wenn es gut läuft.

  24. biobanane

    11.03.2017 | 15:22

    Solide Produktion, besonders die Strophen sind nett anzuhören, Der Refrain fällt dann – wie dieses Jahr so oft – ab. Hat etwas von Drip Drop, vermute mal, dass das wieder die üblichen Bekannten aus Schweden gemacht haben Könnte dieses Jahr wieder in den ersten zehn landen, einen Sieg sehe ich aber nicht.

  25. biobanane

    11.03.2017 | 15:34

    @Little Imp Da vergleichst du aber wirklich die Falschen. HIer kann man deutlich die schwedische Produktion heraushören, während Poli doch sehr amerikanisch geklungen hat. Ein Problem der schwedischen ESC-Musik ist – zumindest wenn sie nicht geklaut ist – ist, dass im Refrain immer auf dícke Hose gemacht wird, während zur Zeit in der Popmusik Strophe und Refrain eher gleichwertig behandelt werden. Am Besten hat das dieses Jahr die Belgierin hinbekommen.

  26. Peter Philipp

    11.03.2017 | 15:43

    @Paul
    den Schrott „Portugal“ hole ich auch ohne Lastwagen, sofort bei Dir ab.
    20 Länder nur? Ist Dein Europa aber Klein. Nur Schweden, meine Mutter ist Schweden, dass wäre der aber allemal Zuviel aus Ihrer Heimat.

  27. Little Imp

    11.03.2017 | 15:48

    Wird nicht die dicke Hose im Refrain bei anderen Beiträgen, bei unserem beispielsweise, hingegen vermisst?

  28. Peter Philipp

    11.03.2017 | 15:52

    @Paul

    schön für Dich.
    Den „Schrott Portugal“, hole ich auch ohne Lastwagen gerne bei Dir ab.
    Ist Dein Europa aber klein. Nur Schweden Unterhaltung. Das wäre meiner Mutter aber zu viel aus Ihrer Heimat Schweden.

  29. biobanane

    11.03.2017 | 16:08

    @Little Imp Richtig, man muss das richtige Maß hinbekommen. Bei Perfect Life hätte ich gerne etwas mehr, oder aber eine schöne Brigde und bei so vielen anderen eben entsprechend weniger. Wie schon Uns-Jorge sagt, grundsätzlich fehlt es diese Jahr an den Hooklines, und das kann man auch nicht damit überspielen, dass man im Refrain die Beats oder die Gesangshöhe aufdreht ohne das wirklich eine musikalische Idee dahinter steckt.

  30. roxy

    11.03.2017 | 16:13

    guter Beitrag, aber trotzdem ist Italien meiner Meinung nach immer noch konkurrenzlos, wenn da nicht noch ein Hammer kommt, wird das sehr vorhersehbar.

  31. Inge Periotte

    11.03.2017 | 16:35

    Wow, endlich mal nicht das übliche gefällige Gesülze aus Aserbaidschan! Im Refrain vielleicht dann doch etwas überfrachtet und für mich auch nicht in einer Liga mit Belgien – da sehe ich den Vergleich genauso wie Cars10. Gefällt mir aber trotzdem aufgrund seiner Sperrigkeit.

  32. Frederic

    11.03.2017 | 19:11

    Mir gefällt das auch durchaus, wobei mein Favorit absehbar „When The Music Dies“ bleibt. Generell muss man zugestehen, dass die Aseris auf Pop-Ebene meistens ziemlich gekonnt einkaufen (auch nicht selbstverständlich) – nur kommt dabei eher selten das Gefühl auf, etwas landestypisches zu hören.

  33. Festivalknüller

    11.03.2017 | 19:17

    Warum sollte ich Gefallen an einem Song mit dem Titel „Skelett“ und einer Morbidität in Pop finden. Sorry, nichts für mich.

  34. Mariposa

    11.03.2017 | 19:30

    Nun gut, trotz „bewährter“ Namen ist das Skelett-Lied für Aseri-Verhältnisse recht progressiv und von den üblichen Popsternchennummern musikalisch ein Stück entfernt. Thematisch könnte man das recht gut live umsetzen. Ich werte mal 6/10 (und das ist diesem Jahr schon deutlich über dem Durchschnitt)

  35. Mariposa

    11.03.2017 | 19:31

    @ togravus

    Ich gehöre da auch dazu…..

  36. Mariposa

    11.03.2017 | 20:06

    @ Biobanane

    „City lights“ hat aber nix mit Schweden zu tun, sondern ist eine Eigenkomposition der 17jährigen Blanche.

  37. Frederic

    11.03.2017 | 20:09

    @Mariposa
    Da gehören bekanntlich eine ganze Menge Leute dazu (siehe Barometer) und wer gerne 20 Teilnehmer mit schwedischer Produktion sehen möchte, kann ja einfach beim MF bleiben. Ist ja heutzutage kein Problem mehr.

  38. varad

    11.03.2017 | 21:01

    Top Lied von den Lieder die bis jetzt feststehen mmn das Beste. Damit wird Aserbaidschan ganz vorne landen.

  39. Jorge

    11.03.2017 | 21:37

    Zum Glück macht Aserbaidschan nicht Turkvision-like auf Pseudofolklore. Spannendes Intro und Synths-Bassline (SciFi-Thema) – mag ich. Wenn ich denn etwas kritisieren wollte, dann dass ich mir den Refrain mystischer, ohne Softie-Chor (mMn das einzig wirklich ’schwedische‘ am Song), wünschen würde.

  40. Jorge

    11.03.2017 | 21:38

    Der Vorteil einer AdHoc-Präsentation ist natürlich, dass einem die gekürzten Stellen (z.B. 2. Strofe) kaum auffallen. Der ESC spielte also beim Songwriting keine Rolle. Nur mal zu dem Thema, dass Songs „für“ den ESC geschrieben werden müßten, denn „Skeletons“ leidet ja nicht darunter. Und ja: Die Produktion zeigt, wie man einem Song ein Genre-/Wiedererkennungsmerkmal verpasst, was „Perfect Life“ in der vorgestellten Fassung leider abgeht.

  41. manuel d.

    12.03.2017 | 00:02

    Danke Jorge. 100 % – dem habe ich nichts hinzuzufügen. ;-)

  42. patrick m

    12.03.2017 | 09:58

    Italien wird nicht gewinnen . Aserbaidschan hat den sieg verdient .

  43. DerMoment1608

    16.03.2017 | 21:16

    Ich finde, sie haben eine gute Balance aus eigenständigem Electro und Pop gefunden. Noch etwas lieber hätte ich eine vollständige Produktion im Stil der Strophen gesehen. Der Refrain ist mir dann mit den Drums etwas zu künstlich aufgeblasen. Gleichzeitig habe ich genau diesen Refrain jetzt beim Schreiben als Ohrwurm im Kopf ohne den Song noch mal extra vorher angehört zu haben.

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