ESC 2017 Wettquoten Update (2): Bulgarien pirscht sich an Italien heran

Jetzt wird es ernst – die Promo-Wochen und Preview-Konzerte sind vorüber. Uns wurden Revamps sowie verdichtete Versionen von ESC-Songs geboten und bereits am Sonntag 30. April 2017 starten in Kiew die Proben für den 62. Eurovision Song Contest. Wir werfen wieder einen Blick auf die Wettquoten und schauen, wer bei der Wette auf Sieg mit seinen Promo-Aktivitäten Boden gut machen konnte. Als Special prüfen wir, ob die Buchmacher in der Lage sind, klare Favoritensiege vorherzusagen.

Viel los war auf dem Planeten ESC in den vergangenen Wochen: In Kiew ist der Aufbau weit fortgeschritten (auf der Bühne proben schon die Stand-Ins) und mit den großen Promo-Events in Riga, London (London Eurovision Party), Israel Calling, Amsterdam (Eurovision in Concert) und Madrid gab es Schlag auf Schlag ein Highlight nach dem anderen.

Manche ESC Acts waren in den Promo-Wochen omnipräsent und auf vielen Events (z.B. die D-A-CH Combo Levina, Nathan Trent und Timebelle). Der bisherige Top-Favorit Francesco Gabbani aus Italien war hingegen zweimal am Start (London & Amsterdam). Und wieder andere wie Koit Toome & Laura aus Estland, Salvador Sobral aus Portugal oder Isaiah Firebrace aus Australien wurden überhaupt nirgends gesichtet. Wie wirkt sich dies alles auf die aktuellen Wettquoten aus?

Stand 22. April 2017 – 18 Uhr – Quelle: www.eurovisionworld.com
Hier werden die Quoten diverser Wettanbieter zusammengefasst (in der Grafik sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht alle Wettanbieter zu sehen):

Wie haben sich die Quoten bei der Siegwette im vergangenen Monat entwickelt? Wir vergleichen die Quoten von Eurovisionworld.com vom 22. April 2017 mit denen vom 17. März 2017:

Legende:
→ Im Finale 26 Länder: 2×10 Halbfinalisten + Big 5 + Gastgeber UKR

Wette auf Sieg: Platz 1 (Italien) bedeutet somit höchste Siegchance aller Teilnehmer. Achtung! Kleiner aber feiner Unterschied: Platz 42 bedeutet daher nicht, dass die Buchmacher dieses Land (Slowenien) auch automatisch genau auf Platz 42 tippen, sondern dass 41 andere Länder größere Siegchancen haben.

 

DIE ANALYSE DER TOP TEN (Platz 1 bis 10)

Platz 1: Im vergangenen Monat verteidigte der bei der Sieg-Wette führende Francesco Gabbani aus Italien seine Pole Position und baute sie sogar weiter aus (Quote jetzt 1:2, vorher 1:3). Francesco hatte umjubelte Auftritte in London und Amsterdam und plant mental schon mit einem Sieg (siehe Interview). Bei seinen Auftritten zelebrierten die ESC-Fans „Occidentalis Karma“ und gingen voll mit.

YouTube Preview ImageItalien: Francesco Gabbani – Occidentalis Karma

Platz 2: Der ärgste Verfolger kommt aus Bulgarien und ist der erste ESC-Teilnehmer, der im neuen Jahrtausend geboren wurde. Kristian Kostov ist zwar erst 17, aber schon erstaunlich selbstbewusst und fokussiert (siehe Interview). Seine moderne Ballade „Beautiful Mess“ pirscht sich langsam an Italien heran und klettert von 4 auf 2 (Quote jetzt 1:6, vorher 1:9).

YouTube Preview ImageBulgarien 2017: Kristian Kostov – Beautiful Mess

Platz 3 bis 5: Dieses Verfolger-Trio liegt eng beisammen (Quoten zwischen 1:9 und 1:12). Während Robin Bengtsson aus Schweden einen Platz auf Rang 3 abgerutscht ist, musste Fan-Liebling Blanche aus Belgien gleich 2 Plätze abgeben und fällt von 3 auf 5. Viele Fans lieben „City Lights“ sehr, aber aufgrund der Promo-Eindrücke gibt es leider Fragezeichen, wie sie den Song in Kiew stimmlich meistern wird.

YouTube Preview ImagePortugal: Salvador Sobral – Amor pelos dois

Im Windschatten schleicht sich Salvador Sobral aus Portugal still und heimlich weiter nach vorn und klettert von 5 auf 4. Seine charismatische Interpretation von „Amar pelos dois“ fasziniert und polarisiert zugleich. Inzwischen wurde bekannt, dass er aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht an den Einzelproben in Kiew teilnimmt, sondern von seiner Schwester vertreten wird. Er selbst sammelt Kräfte für die Gesamt-Durchlaufproben. Wenn das keine echte Geschwisterliebe ist.

YouTube Preview ImageArmenien: Artsvik – Fly With Me

Platz 6 und Platz 7 haben die Plätze getauscht, weswegen Artsvik aus Armenien nun vor Isaiah Firebrace aus Australien liegt. Während Artsvik mit einem interessant inszenierten Video punktete (vielleicht schon ein Hinweis auf ihre Show in Kiew) war es um Isaiah bisher sehr ruhig.

YouTube Preview ImageAserbaidschan: DiHaj – Skeletons

Die Neu-Einsteiger in die Top 10 bei der Siegwette kommen aus Aserbaidschan und Frankreich. Beide Länder kletterten jeweils 3 Plätze im Ranking nach oben. DiHaj aus Aserbaidschan überzeugte bei ihren Auftritten nicht nur musikalisch, sondern auch optisch mit ihren eigenwilligen Styles. Alma aus Frankreich gehörte von Anfang an zu den Fanlieblingen. Sie hatte umjubelte Auftritte bei den Promo-Events und es scheint so, als hätten sich die Fans nun mit dem englisch-französischen Sprachmix angefreundet.

YouTube Preview ImageFrankreich: Alma – Requiem

Komplettiert wird die Top 10 bei der Siegwette von Rumänien. Der Jodel-Song von Ilinca und Alex Florea hält sich seit einem Monat recht konstant. Beachtet werden muss natürlich, dass durch den Rücktritt Russlands (Yulia Samoylova lag auf Rang 10) ein Platz frei wurde. Wir haben nun nur noch 42 Teilnehmer und somit konnten automatisch alle dahinter liegenden Länder aufrücken.

 

DIE GRÖßTEN AUF- UND ABSTEIGER

Riesensprünge von 10 und mehr Rängen gab es 2017 noch nicht, aber wir haben insgesamt vier klare Aufsteiger, die mehr als 5 Ränge gut machen konnten und wir haben zwei klare Absteiger, die mehr als 5 Ränge verloren haben.

Die Gewinner:

Platz 11: Anja Nissen aus Dänemark braucht nicht zu fragen „Where I am“ – denn sie macht einen Riesensatz und verbessert sich 7 Ränge von 18 auf 11 und klopft somit vehement und die Tür zur Top 10. Mit sehr heißen Outfits überraschte sie die Fans bei so manchem Promo-Event und stimmlich konnte die „Voice of Australia“-Siegerin auch überzeugen. Hätte ihr Song doch nur etwas mehr Instant Appeal.

YouTube Preview ImageDänemark: Anja – Where I Am

Platz 13: Joci Papai aus Ungarn hat ebenfalls die Sieben-Meilen-Stiefel an und klettert mit seinem Ethno-Song „Origo“ ebenfalls 7 Plätze im Ranking nach oben und springt von 20 auf 13. Auch hier ist die Top 10 schon in Sichtweite. Auffällig war, dass Joci bei seinen Promo-Auftritten den Song schon richtig inszenierte und mit Tänzerin und Musikern eine stimmige Show bot.

YouTube Preview ImageUngarn: Joci Pápai – Origo

Platz 28: Jacques Houdek aus Kroatien hat einen stark polarisierenden Beitrag im Gepäck. Stimmlich vermutlich einer der Stärksten des Jahrgangs irritiert und fasziniert er zugleich mit seinem Beitrag „My Friend“ in dem er wie eine multiple Persönlichkeit erscheint. Wir sind gespannt, wie er das in Kiew auf die Bühne zaubern möchte. Er klettert von 34 auf 28.

YouTube Preview ImageKroatien: Jacques Houdek – My Friend

Platz 30: That’s what you call a Perfect Life: Levina aus Deutschland tourte durch Europa was das Zeug hält. Nach ihrem Battle bei Florian Silbereisen, das sie gegen Nathan Trent knapp gewann, führt sie ihre ESC-Tour nach Georgien, UK, Israel, Holland, Slowenien, Armenien, Mazedonien, Österreich, Albanien und Ungarn (Quelle und Foto: Eurovision.de). Wir drücken die Daumen, dass sie dabei nicht nur viele Sympathien sammelte, sondern auch ein paar Punkte auf dem ESC Scoreboard mit nach Hause bringt.

Levina, die sich durch die Wettquoten ja nicht verrückt machen lässt (siehe Interview) klettert bei EurovisionWorld um 5 Ränge nach oben von 35 auf 30. Betrachtet man einzelne Anbieter separat, so liegt Levina erfreulicherweise teilweise schon um Rang 20 bis 25. Nachdem Deutschland 2016 mit Jamie-Lee weitgehend auf Promo im Ausland verzichtet hatte und es damals auch in den Quoten nur bergab ging, ist es 2017 mit Levina anders: der Trend zeigt nach oben. Aber Levina hat nicht nur wegen der steigenden Quoten gut lachen: ihr Album „Unexpected“ steht bereits in den Startlöchern und kommt am 28.4.2017 auf den Markt.

YouTube Preview ImageDeutschland: Levina – Perfect Life

 

Die Verlierer:

Wie OG3NE aus Holland ja wissen, gibt es nicht nur Light (sie klettern nämlich von 22 auf 18), sondern auch Shadow. Kommen wir nun zu den größten Verlieren des vergangenen Monats in Punkto Siegchancen.

Platz 17: Ab in die Tiefe! Kurz nachdem alle Songs Mitte März feststanden hatte Tijana Bogicevic aus Serbien mit „In too deep“ bei manchen Anbietern Quoten von 1:10 und schien sich an die Top-Verfolger von Francesco Gabbani aus Italien dran zu heften. Doch daraus wurde nichts. Obwohl sie fleißig Promo machte zerbröselte ihre Quote zunehmend auf derzeit 1:40 und bei manchen Anbietern sogar 1:100. In Rängen bedeutet das ein freier Fall von der 8 auf die 17.

YouTube Preview ImageSerbien: Tijana Bogićević – In Too Deep

Platz 21: Auch Kasia Mos aus Polen stellte sich mit „Flashlight“ zwar dem Promo-Blitzlichtgewitter, aber auch sie legte den Rückwärtsgang ein und minimierte ihre Siegchancen seit Mitte März (Quote 1:25) auf heute (1:40 bis 1:100 je nach Anbieter)

YouTube Preview ImagePolen: Kasia Mos – Flashlight

Wer sind eure Auf- und Absteiger der vergangenen Wochen? Was sagt ihr zur Meinung der Buchmacher? Wo liegen sie richtig und wo nicht? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

 

Special: Lassen sich klare Favoriten-Siege vorhersagen?

In den letzten Tagen haben sich viele ESC-Experten und ESC-Fans zum Hype um Francesco Gabbani und seinen Song „Occidentalis Karma“ positioniert. Nicht selten fielen dabei Äußerungen à la „Das gibt 2017 einen klaren Favoritensieg für Francesco (Italien) wie damals bei Alexander Rybak, Loreen oder Emmelie de Forest„.

Daher wollen wir einmal einen genauen Blick auf die Einzelquoten der Top-Favoriten der jüngeren Vergangenheit werfen und schauen, ob sich klare Favoritensiege denn bereits durch die Quoten der Buchmacher haben ablesen lassen …

Hinweise:
⇒ Sofern möglich wurden Wettquoten-Artikel herangezogen, die nicht die Quoten von unmittelbar vor dem Grand Final widerspiegeln, sondern die Quoten der Wochen davor
Wenn Quoten mehrerer Anbieter vorlagen wurde gerundet
In den ersten Jahren handelt es sich um Fraktional-Quoten, ab 2012 um Dezimal-Quoten

Der ESC 2009 in Moskau
Das Jahr des Rybak-ESC-Märchens. Tatsächlich hat Alexander Rybak aus Norwegen auch die Wettquoten von Anfang an eindrucksvoll dominiert. Auf Platz 1 der Siegwette zog er einsam seine Kreise (Quote 1:2). Griechenland mit Sakis Rouvas auf Platz 2 folgte mit Quoten von 1:6 und auf Platz 3 lag die Türkei mit Hadise (Quote 1:9).
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel bei dem sich Co-Blogger Oliver jedoch etwas von Dita von Teeses „Nippel-Wette“ ablenken ließ.

Der ESC 2010 in Oslo
Das Jahr des deutschen Fräulein-Wunders Lena Meyer-Landrut. Sie dominierte zwar damals mit „Satellite“ die deutschen Single-Charts nach belieben, bei den Wettquoten lagen aber zunächst andere vorn. Safura aus Aserbaidschan (Quote 1:4) führte vor Harel Skaat aus Israel (Quote 1:6). Ab Mitte April 2010 sprang Lena dann erstmals auf Platz 1 bei den Buchmachern und lag fortan Kopf-an-Kopf mit Safura (ihre Quote verbesserte sich dann auf 1:3 bis 1:4).
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2011 in Düsseldorf
Im April führt der der korsische Tenor Amaury Vassili für Frankreich die Wettquoten an (Quote 1:5). Engste Verfolger waren Getter Jaani aus Estland (Quote 1:7) und Blue aus UK (Quote:1:8). Die späteren Sieger Ell & Nikki aus Aserbaidschan (Quote: 1:12) lagen damals „nur“ auf Platz 6 aber noch vor Lena aus Deutschland auf Platz 7 (Quote 1:13).
Hier geht’s zu damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2012 in Baku
Das Loreen-Jahr mit anschließendem Charts-Impact von „Euphoria“ in zahlreichen Ländern. Diese Dominanz zeigte sich auch bei den Buchmachern. Anfang Mai 2012 lag Schweden mit Loreen (Quote 1:2) einsam an der Spitze. Die Verfolger-Omis Buranowski Babushki aus Russland und Italiens Lady Nina Zilli lagen weit dahinter auf Rang 2 und 3 (Quote jeweils 1:7).
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2013 in Malmö
Der Start-Ziel-Sieg von Emmelie de Forest aus Dänemark. Sie lag von Anfang an in Front (Quote 1: 2,5) und schnappte sich den Sieg in Malmö und holte den ESC Pokal über die Öresund-Brücke rüber nach Dänemark. Bei den Wettquoten lagen ihre Verfolger Zlata Ognevich aus der Ukraine (Quote 1:7) und Margaret Berger aus Norwegen (Quote 1:8) bei den Buchmachern deutlich hinter ihr.
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2014 in Kopenhagen
Das verrückteste Wettquoten-Jahr ever ever ever! In den letzten Stunden vor dem Grand Final gab es dramatische Verwerfungen. Doch was hatten die Buchmacher in den Tagen und Wochen vorher prognostiziert? Die Siegwette wurde lange Zeit angeführt von Aram Mp3 aus Armenien ( Quote 1:3). Knapp dahinter Sanna Nielsen aus Schweden (Quote 1: 3,5) und auf Rang 3 schon etwas abgeschlagen Basim aus Dänemark (Quote 1:9). Conchita aus Österreich enterte Anfang Mai 2014 erstmals die Top 10 bei der Sieg-Wette (Quote 1:25) und die Common Linnets aus den Niederlanden (Quote 1:100) dümpelten zu der Zeit noch auf Rang 25.
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2015 in Wien
Mans Zelmerlöw war zwar der eindeutige Hero von Wien, doch wie waren seine Wettquoten? Schweden lag mit auch bei den Buchmachern in Front (Quote 1: 2,5) vor Il Volo aus Italien (Quote 1:4) und Guy Sebastian aus Australien (Quote 1:5). Australien war damals aufgrund des 60. ESC-Jubiläums als Gast eingeladen worden.
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2016 in Stockholm
Jamala holte mit ihren Song „1944“ den ESC Sieg und löste wegen der vermeintlichen politischen Botschaft ihres Beitrags zahlreiche Diskussionen aus. In den Wettquoten führte jedoch der Konkurrent Sergey Lazarev aus Russland (Quote 1:3). Amir aus Frankreich lag knapp dahinter (Quote 1:4). Siegerin Jamala aus der Ukraine lag bei der Siegwette zunächst nur auf Rang 7 (Quote 1:20).
Hier geht’s zum damaligen Wettquoten-Artikel.

Der ESC 2017 in Kiew
Sehen wir den tanzenden Gorilla etwa als epochalen ESC-Sieger? „Occentalis Karma“ war nicht nur bereits 3 Wochen die No.1 der italienischen Single-Charts, nein, sein Vevo Video knackt diese Tage auch noch die 100 Millionen-Views-Schallmauer im Netz … Chapeau!

Was spricht für eine Fehleinschätzung durch die Buchmacher?
Die Jahre in denen sie daneben lagen (2010 mit Safura, 2011 mit Amaury Vassili, 2014 mit Aram Mp3 und 2016 mit Sergey Lazarev) hatte der führende der Wettquoten meist „nur“ eine Quote von 1:3 oder noch schlechter – Francesco Gabbanis Quote liegt jedoch schon bei 1:2!

Was spricht für einen Italien-Sieg beim ESC 2017 aus Sicht der Buchmacher?
Bei allen deutlichen Favoriten-Siegen seit 2009 (länger liegen mir die Quoten leider nicht vor) spiegelte sich diese Dominanz auch tatsächlich in Wettquoten: Alexander Rybak (Quote 1:2), Loreen (1:2), Emmelie de Forest (1: 2,5) oder Mans Zelmerlöw (1: 2,5).

Die Frage was die Quote 1:2 für Francesco Gabbani und „Occidentalis Karma“ für eine Aussagekraft hat, kann sich somit jeder gerne selbst beantworten…

Fazit: Steht der Sieger schon fest und bedeuten viele Promo-Termine automatisch steigende Wettquoten?

Natürlich hoffe ich auf einen spannenden ESC 2017 in Kiew. Sicher hat Italien schon einen komfortablen Vorsprung, aber es besteht natürlich durchaus die Gefahr durch eine unpassende Bühnenshow noch alles zu versemmeln und mit Bulgarien, Schweden, Portugal, Belgien und Armenien stehen einige Verfolger ja schon bereit.

Dass die Teilnahme an vielen Promo-Events automatisch die Siegchance erhöht, ist natürlich Nonsens. Wir hatten 2017 ESC Teilnehmer, die haben davon profitieren können und anderen hat es hingegen nichts genützt, wie die Quoten zeigen. Nichtsdestotrotz war es für alle Teilnehmer der Promo-Events sicher eine tolle Erfahrung, hat den Team-Spirit gestärkt und man konnte seinen Beitrag „üben“ und die Reaktion der „Hardcore“-Fans testen.

Wie geht es weiter mit den ESC Wettquoten 2017?

Zieht Bulgarien bei den Buchmachern doch noch an Italien vorbei? Setzt Levina den Aufwärtstrend fort und wie schlagen sich Nathan (Österreich) und Timebelle (Schweiz) in den entscheidenden Tagen in Kiew? Antworten gibt es beim letzten Wettquoten-Update vor dem Grand Final in Kiew. Dann sind die Proben durch und wir kennen die Bühnenshows. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich dann auf der Zielgeraden die Wettquoten häufig dem tatsächlichen ESC-Endergebnis annähern.

Vorher gibt es allerdings noch ein Wettquoten-Special zu den beiden Halbfinals: wer hat aus Sicht der Buchmacher die größten „To Qualify“-Chancen für das Grand Final und wie sind hier insbesondere die Prognosen für Österreich und die Schweiz? Sobald die Einzelproben in Kiew zu den beiden Semifinals durch sind, werden wir uns dieser Frage widmen. Stay tuned!

Empfehlungen für ESC Wettquoten-Übersichten:
www.esctracker.com/odds
www.nicerodds.de/eurovision
www.oddschecker.com/tv/eurovision/winner

Bisherige Wettquoten-Beiträge 2017 auf dem PrinzBlog:
ESC 2017 Wettquoten (1): Italien ist Topfavorit vor Schweden und Belgien. Deutschland auf Platz 35

Aktuell, Charts & Rankings, ESC-News, Serien, Videoclips

29 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Mona

    23.04.2017 | 18:15

    Bin so gespannt, wie es dieses Jahr ausgehen wird :-)

  2. Usain

    23.04.2017 | 18:26

    Vielen Dank, ein sehr interessanter Bericht!
    Zu Francesco und seinem wahrscheinlichen Sieg sage ich nur: smottamento
    Das bedeutet auf italienisch Erdrutsch und genauso wird das Ergebnis für ihn sein. Und das geht auch so in Ordnung, finde ich.

  3. Nick

    23.04.2017 | 18:27

    Bei den Quoten siehts wirklich nicht gut aus für Nathan & zugegeben macht mir das mehr Sorgen als es eigentlich sollte. Ich bin aber trotzdem überzeugt das es mit dem Finale klappt. Aber komisch das sich hier die positiven Reaktionen in den Promo Events nicht bemerkbar macht, aber zB bei Belgien gleich mal zu einem „Absturz“ kommt

  4. DerKai

    23.04.2017 | 18:34

    Moin!
    Klar, Italien hat große Chancen auf den Sieg. Ich mag den Titel weiterhin nicht besonders, der Gorilla nervt mich, die Stimme von Francesco gefällt mir nicht. Mein Empfinden halt. Der Gewinner wird sich meiner Meinung (und Hoffnung) nach erst bei den Rehearsals und natürlich im Finale zeigen. Da könnte noch die eine oder andere Verschiebung erfolgen. Ich kenne viele Leute, die den ESC sehen und abstimmen, ohne vorher jeden Song in jeder erdenklichen Version gehört zu haben. Levina wird sich sich zwar nicht von 30 auf 1 bewegen, da der Song trotz allem zu schwach erscheint, aber der letzte Platz sollte es trotzdem nicht werden. Ich bleibe bei Rumänien und Finnland als Überraschungskandidaten für eine Top-Position.

  5. BB

    23.04.2017 | 19:00

    Ich kann mit Occidentalis Karma tatsächlich auch überhaupt nichts anfangen. Mein Platz 41…

  6. Yasi

    23.04.2017 | 19:13

    Portugal auf Platz 4 ist ein absoluter WITZ! Wäre das die Wette für den letzten Platz, wäre das treffend.

  7. Klaus

    23.04.2017 | 19:16

    Mit Italien als Sieger wäre ich zufrieden

    Ich hoffe doch das Österreich ins Finale kommt
    Bitte bitte fleißig voten für ihn

  8. dus2011

    23.04.2017 | 19:17

    Bei betfair liegt Levina sogar auf 15.

    Und nach dem Stage-leak von Blanche heute Mittag könnte das noch weiter runter gehen. Auch wenn man den finalen Eindruck mit Kameraführung etc abwarten sollte, war ich doch enttäuscht.

  9. Bandido

    23.04.2017 | 19:20

    @Yasi
    Seh ich genauso. Glaube zwar nicht dass Portugal Letzter wird, aber da flunkern sich große Teile der Fan-Community ganz schön was vor. Da werden in Mai vermutlich einige ganz schön enttäuscht sein.

  10. Paul

    23.04.2017 | 19:40

    Jeder Platz unter 20 ist für Levina mit dem Song ein riesen Erfolg. Als Sieger wünsche ich mir Italien, Schweden oder Australien :)

  11. tobias

    23.04.2017 | 19:47

    Euro-Tobi

    Bei Oddchecker liegt levina auf der 18 auch hier ist sie gestiegen

  12. Euro -tobi

    23.04.2017 | 19:49

    Sorry falscher Name angegeben

  13. Inger Johanne

    23.04.2017 | 19:58

    Ich hasse diese Wettquoten und nehme mir jedes Jahr vor, sie zu boykottieren, zumindest nach Probenbeginn – aber man kann ihnen ja kaum entgehen, ständig schreibt irgendjemand irgendwo einen Kommentar oder Beitrag dazu, und wenn man die Hälfte schon kennt, kann man sich auch den Rest auch noch angucken. Dabei habe ich oft das Gefühl, dass die Quoten sich auch ein bisschen selbst erfüllen. Zum Glück liegen die Wettanbieter nicht immer richtig und hin und wieder gibt es Überraschungen, aber im Großen und Ganzen hasse ich diese Wettquoten …
    Mit Italien als wahrscheinlichem Sieger habe ich mich angefreundet. Ich verstehe immer noch nicht, warum das so ein haushoher Favorit ist, aber mir gefällt der Beitrag schon auch und es ist tatsächlich nicht so, dass sich viele andere aufdrängen. Dieses Jahr ist es eh so, dass ich keinen absoluten Superfavoriten habe, mit dem ich extrem mitfiebere, vielleicht schaue ich mir sogar Probenbilder an, was ich sonst tunlichst vermeide. Und wenn man emotional nicht so involviert ist, ist es auch nicht mehr so schlimm, wenn die Quoten so eindeutig sind.

  14. biobanane

    23.04.2017 | 20:16

    Das Thema Wetten ist recht schwierig und ich bin froh, dass Ihr auch mal die Flops dokumentiert habt. Es wäre leichter wenn man wüsste, wie hoch die Umsätze der Buchmacher sind, ob das Hoch und Nieder noch mehr am Bauchgefühl der Buchhalter liegt, oder an den Wetteinsätzen. Wahrscheinlich immer noch eine Mischung aus beidem. So werden die üblichen verdächtigen, Schweden, (Russland), Australien wohl immer noch mit einem Bonus bedient genauso Titel die einfach in der Presse auffallen und das sind zur Zeit eben Bulgarien und Portugal. Es ist eben zu gefährlich für einen Buchmacher für Salvadore eine Außenseiterwette anzubieten, auch wenn er letztlich vielleicht nicht mal das Semi schafft. Für den Rest des Feldes ist die Siegwahrscheinlichkeit eher gering und da könnten die Veränderungen die Wetteinsätze widerspiegeln.

  15. kaspar

    23.04.2017 | 21:06

    Im Text sind doch die besten Beispiele vorhanden, wie es Portugal in Kiew ergehen dürfte. „Milim“ und „Sognu“ waren auch ruhige, von einem Mann vorgetragene Balladen, die in den Wettquoten grandios darstanden und noch furioser untergingen. Sollte Portugal tatsächllich das Finale erreichen (und das halte ich nicht für selbstverständlich; gerade im stärkeren ersten Semi), so wird die Platzierung sich wohl im Bereich der Ränge 15 bis 20 bewegen. Maximal.

  16. Cali

    23.04.2017 | 21:19

    Bulgarien auf Platz 2?! Ich sehe nach wie vor keinen Grund, dass sich das qualifizieren sollte…

  17. Cali

    23.04.2017 | 21:22

    Mazedonien 14, UK 15, Dänemark 11, dafür Moldau 33 und LETTLAND 31?! Vor dem Ansehen der Wettquoten muss ich echt immer einige Beruhigungspillen schlucken…

  18. Jorge

    24.04.2017 | 07:01

    Die Bewegungen im Mittelfeld braucht man nicht groß kommentieren, die beruhen meistens auf geringen Änderungen der Quoten. Man sollte sich ohnehin eher auf die tatsächlichen Quoten und Wettumsätze beziehen. Ein Ranking wird von vielen zu oft als Platzierungsprognose fehlinterpretiert.
    Ich denke, dieses Jahr bekommt der ESC-Gewinner wirklich seine Punkt aus allen Himmelsrichtungen. Bei einigen hier hoch einsortierten sehe ich das nicht so ganz: Blanche könnte wunderbar im Nordwesten funktionieren, bin gespannt, wie das im Osten ankommt. Bei Armenien muss man mal sehen (ist ja sehr speziell). Zwischen Prag und Tiflis punktet vielleicht eher Kristian Kostov. Dass ihm jetzt die zweitbesten Siegchancen eingeräumt werden, liegt eher an der Wettquotenschwäche von Robin, während Francesco ja stabil bleibt.

  19. benne

    24.04.2017 | 07:34

    Schade, dass viele Buchmacher noch keine Qualifikationswetten im Angebot haben.
    Liegt vermutlich daran, dass während und nach den ersten Proben die erste richtige Flut an Wetteinsätzen kommt und dadurch großes Risiko herrscht.
    Bekanntlich werden die Quoten ja auch erst nach den Proben wirklich aussagekräftig- kein Wunder, davor werden vergleichsweise nur Minimaleinsätze getätigt.
    .
    Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich nur Außenseiterwetten abgeben.
    Portugal, Dänemark nicht im Finale
    Moldawien, Österreich, Schweiz im Finale
    Belgien nicht Top10, Finnland Top10
    Kroatien Sieg

  20. Mona

    24.04.2017 | 09:08

    Wo kann man denn eigentlich Wetten?? Außer im Internet? Als Frau habe ich da keinen Plan ;-)

  21. Matty

    24.04.2017 | 10:11

    Wenn man sich die aktuellen Wettquoten ansieht, dann sind in meinen Augen folgende Teilnehmer total überbewertet:

    1. Belgien
    2. Portugal
    3. Bulgarien
    4. Dänemark
    5. Rumänien
    6. Australien
    7. Ungarn

    Unterbewertet dagegen:

    1. Finnland
    2. Israel
    3. Weißrußland
    4. Lettland
    5. Zypern

    Hoffentlich wird sich bis zur ESC-Woche noch einiges daran ändern und Levinas Promoreise nicht umsonst sein.

  22. Harald

    24.04.2017 | 11:19

    Italien ist MEINER Meinung nach total überbewertet!

  23. varad

    24.04.2017 | 11:28

    Ich denke, dass von einigen nicht beachtet wird, dass Kostov bei den Balkan Ländern und den Osteuropäern und Ex UDSSR Ländern sehr weit vorne landen wird. Zudem ist unabhängig davon auszugehen, dass besonders die jungen ESC Zuschauer für ihn anrufen werden. Wenn er ein ordentliches bis gutes Ergebnis schafft beim Juryvoting (davon gehe ich aus), dann hat er sehr gute Chancen, denn beim Televoting wird Bulgarien ganz ganz weit vorne landen, ich denke sogar es gewinnen. Bei der Beachtung der Klickzahlen bei You Tube sollte einem eines klar sein, Francesco ist vor allem in Italien ein Star und dieses Land hat über 50 Millionen Einwohner. Sicher klicken auch Menschen aus anderen Ländern auf das Lied von ihm aber die meisten werden wohl aus Italien selbst kommen. Daher sind diese Klickzahlen und Aufrufe sehr mit Vorsicht zu genießen.

  24. varad

    24.04.2017 | 11:39

    @Harald Mein Reden. Ich sehe Italien auch komplett überbewertet. Ihn mit irgendwelchen Gewinnern die wirklich atemberaubende Lieder hatten (Loreen, Alexander Rybak) zu vergleichen geht gar nicht, ein Unterschied zwischen Tag und Nacht.

    @Der Kai Finnland kann ich nicht so gut beurteilen. Bei Rumänien gehe ich 100% mit dir mit. Auch ohne Wettquoten bin ich mir sicher, dass es einen Finaleinzug gibt und eine Top Platzierung. Dieses Lied sticht einfach heraus aus dem ganzen 0815 Zeug und zwar wie kein anderes Lied. Bei Liedern die so ähnlich klingen ist sowas ein großer Vorteil.

  25. Cedric (T0mb0)

    24.04.2017 | 12:12

    Ich habe ein bisschen Geld auf den Sieg Italiens und eine Top 10 Platzierung für Aserbaidschan gesetzt. Mal hoffen, dass es das erste Mal seit Molitva passiert, dass meine persönliche Nummer 1 (Italien) auch wirklich gewinnt.

  26. Couch Reporter

    24.04.2017 | 18:24

    Auf Oddschecker sind wir 17. Platz

  27. Matty

    24.04.2017 | 19:52

    @Couch Reporter

    Bist Du Dir sicher? Ich sehe Deutschland auf dem 29. Platz! Hast Du den passenden Link dazu?

  28. DerJoe

    24.04.2017 | 21:19

    Bei Bulgarien setzt man schon sehr stark auf den Effekt „Best of Ostblock“. Ich denke, das wird hier etwas überbewertet. Der Song ist nicht schlecht und irgendwie interessant, aber mMn nicht so der InstantAppeal-Überflieger. One-Man-Boygroups gibts noch 2 mit sehr ähnlicher Zielgruppe. Kann auch schnell „nur“ eine Top10-Platzierung werden. Insgesamt fokussiert sich an der Spitze dieses Jahr alles auf die Männer. Das hatten wir in der Ausprägung schon ziemlich lange nicht mehr.
     
    Mein Gefühl sagt mir, dass DiHaj unterbewertet sein könnte und Chancen auf einen Platz in den Top 5 hat, besonders da bei Belgien doch Zweifel angebracht scheinen, dass er Song Live rüberkommt. Evtl. noch Jana’s „Dance Alone“, da kann ich mir auch vorstellen, dass es auf der Bühne bei entsprechender Umsetzung super funktioniert und Stimmung verbreitet.
     
    Und natürlich noch: Beware of the Houdek! Da ist für mich alles vorstellbar. Da sind die Chancen absolut unverhershebar bevor man einen Eindruck von der Live-Umsetzung hat.
     
    Ansonsten beiß ich mir mittlerweile in den Arsch, dass ich nicht direkt nach San Remo ein paar Scheine auf Francesco gesetzt hab. Jetzt machts keinen großen Sinn mehr.

  29. Matty

    01.05.2017 | 11:36

    Es gibt positive Neuigkeiten für Deutschland in Sachen Wettquoten:

    http://eurovisionworld.com/?odds=eurovision

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, nun sind wir schon auf Platz 28 und bei ESC-Traker auf Platz 26.

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