ESC 2017 Wettquoten (1): Italien ist Topfavorit vor Schweden und Belgien. Deutschland auf Platz 35

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Alle 43 Wettbewerbsbeiträge für den 62. Eurovision Song Contest in Kiew stehen nun fest und daher werfen wir einen ersten Blick auf die ESC-Wettquoten. In der Vergangenheit hatten die Buchmacher bereits öfters von Anfang an den richtigen Riecher:  2012, 2013 und 2015 mit Loreen, Emmelie de Forrest und Måns Zelmerlöw. 2014 und 2016 jedoch waren die Buchmacher mit Aram mp3 und Sergey Lazarev auf dem Holzweg. Wie schaut es 2017 aus und wie sehen die Wettbüros die Siegchancen von Levina, Nathan und Timebelle?

Wer gleich zu den brandaktuellen Wettquoten springen möchte:
Hier geht’s lang zum Wettquoten-Update (4) vom 13.5.2017: Top-Favoriten Portugal und Italien im Duell der Gegensätze. Deutschland auf Platz 17

Ist das nun alles Kaffeesatzleserei? In den vergangenen Jahren verfestigte sich ein Trend: je näher der Finaltag rückte, desto treffsicherer wurden die Wettquoten bei der Wette auf Sieg. 2016 stimmte am Vortag des Grand Final bereits die Prognose des Dreikampfs zwischen Russland, Ukraine und Australien um die Spitze, wenn auch die Reihenfolge später eine andere war. Auch die Vorhersage, dass Jamie-Lee die geringste Siegchance hat war leider ein Volltreffer (siehe auch – ESC 2016 Wettquoten-Update (4): Dreikampf Russland-Ukraine-Australien und Deutschland Letzter). 2015 stimmt am Vortag des Grand Final sogar die spätere Top 4 zu 100% mit der Prognose der Buchmacher überein.

Doch nun drehen wir die Uhr zurück auf Anfang 2017: Deutschland war die Nr. 1

Unglaublich, aber wahr – noch früh im Jahr, bei den „Early Bird“-Wettquoten im Januar und Februar 2017 räumten die Buchmacher überraschend Deutschland die höchste Siegchance ein. Das war sicher dem Umstand zu verdanken, dass es hoffnungsfrohe Erwartungen in das neue Konzept des NDR gab. Schließlich hatte Deutschland 2010 und 2012 mit ähnlichen Formaten Lena und Roman Lob gefunden. Außerdem wurden 2 Titel von international hochkarätigen Komponistenteams avisiert, was die Erwartungen zusätzlich befeuerte. Aber – Platz 1 hielt genau bis zum ersten Probentag von „Unser Song 2017“, als erstmals Videos und Soundschnipsel von „Wildfire“ und „Perfect Life“ auftauchten: danach ging es leider rapide bergab …

Deutschland auf 1: Wettquoten Stand 7.2.2017 Quelle:Eurovisionworld.com

Übliche Verdächtige tummelten sich ebenfalls von Anfang an bei der Wette auf Sieg in den oberen Regionen: Schweden, Russland, aber auch Australien. Und das sogar, obwohl deren Interpreten und Songs noch gar nicht feststanden oder bekannt waren. Mit hohen Siegchancen erwartet wurden auch die Beiträge von Gastgeber Ukraine und Griechenland, die sich das Eurovision Dream Team ins griechische Boot holten.

Jetzt die aktuellen Quoten für den ESC 2017 in Kiew:

Wo landet euer persönlicher Favorit bei den Buchmachern?  Wer ist eurer Meinung nach über- oder unterbewertet? Und wer wird 2017 der tragisch scheiternde Fan-Favorit und beerbt damit ESC Acts wie Mei Feingold, Kati Wolf, Charlotte Perrelli oder Kate Ryan? Antworten und Spekulationen liefert unser erster Wettquoten-Überblick.

Stand 17. März 2017 – 8 Uhr – Quelle: www.eurovisionworld.com
Hier werden die Quoten diverser Wettanbieter zusammengefasst

Legende:
→ Im Finale 26 Länder: 2×10 Halbfinalisten + Big 5 + Gastgeber UKR

Wette auf Sieg: Platz 1 (Italien) bedeutet somit höchste Siegchance aller Teilnehmer. Achtung! Kleiner aber feiner Unterschied: Platz 10 bedeutet daher nicht, dass die Buchmacher dieses Land (Russland) auch automatisch genau auf Platz 10 tippen, sondern dass 9 andere Länder größere Siegchancen haben.

 

DIE ANALYSE DER TOPFAVORITEN (Platz 1 bis 3)

Platz 1: Klare Sache? Die Buchmacher sehen Bella Italia als deutlichen Topfavorit (Quote: 1:3). Nach seinem spektakulären Sieg beim San Remo Festival kletterte Francesco Gabbani direkt auf Platz 1 bei der Siegwette und ließ sich den Platz auch nicht mehr nehmen. Klar polarisiert „Occidentali’s Karma“ mit seinem Gorilla-Tanz, aber nicht wenige lieben den Beitrag abgöttisch, wobei es durchaus auch Kritiker gibt, die den Hype nicht nachvollziehen können. Dass der Song Instant Appeal besitzt und zündet, zeigen nicht zuletzt die Live-Auftritte von Francesco, sondern auch der sofortige kommerzielle Erfolg in Italien. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass es sich hier um einem Start-Ziel-Sieg handeln könnte. Hier nun die brandneue auf 3 Min gekürzte ESC-Version (mit kürzeren Versen und ohne ‚Chanel‘):

YouTube Preview ImageItalien: Francesco Gabbani – Occidentali’s Karma
> zum Liveblog Sanremo Serata Finale

Platz 2: Wer kann Italien denn gefährlich werden? Schweden liegt nahezu gleichauf mit Belgien. Mit Robin Bengtsson und seiner Laufband-Performance wissen wir dank des Melodifestivalen schon sehr genau, was uns in Kiew erwarten wird. Lediglich der Einlauf in die Arena zu Beginn des Songs „I can’t go on“ könnte ein Problem darstellen, aber Christer Björkman wird’s schon richten. (Quote circa 1:7)

YouTube Preview ImageSchweden: Robin Bengtsson – I can’t go on
> zum Liveblog Schweden

Platz 3: Belgien hat mit Blanche so richtig einen rausgehauen: die düster-melancholisch und avantgardistisch anmutende Nummer „City Lights“ geht bei vielen so richtig unter die Haut. Die große Unbekannte ist hier die Live-Inszenierung: wenn Belgien hier die Emotionen und Stimmung des Song gut transportiert, dann kann Blanche in die Fußstapfen von Loic Nottet und Laura Tesoro treten (Quote circa 1:7).

YouTube Preview ImageBelgien: Blanche – City Lights
zur Präsentation Belgien, zur Präsentation Interpretin

 

DIE ANALYSE DER TOP TEN (Platz 4 bis 10)

Hier sticht besonders Platz 4 von Bulgarien hervor: Kristian Kostow ist mit 17 Jahren das ‚Küken‘ des Jahrgangs. Bereits mit 14 hat er in der russischen Version von „The Voice Kids“ mitgemacht und hat in Kiew eine moderne Ballade namens „Beautiful Mess“ (vom  selben Komponistenteam wie „If Love was a Crime“ 2016) am Start. Mit Quoten von 1:9 kratzt er an der Top 3 bei der Siegwette.

YouTube Preview ImageBulgarien: Kristian Kostov – Beautiful Mess
> zur Präsentation Bulgarien

Und noch eine Sensation: Platz 5 bei der Siegwette geht aktuell an Portugal (Quote: 1:12). Das phasenweise wie als ein Vorentscheid aus dem vergangenen Jahrhundert anmutende Festival da Cancao brachte doch tatsächlich ein interessantes Geschwisterpaar hervor. Salvador Sobral performt auf sehr charismatische und außergewöhnliche Weise den Song „Amar pelos dos„(Liebe für zwei), der von seiner Schwester Luisa komponiert wurde. Salvador fasziniert und irritiert dabei zugleich. Derzeit kursieren einige Gerüchte um seinen Gesundheitszustand: seine Managerin gab Entwarnung – es sind keine Herzprobleme , sondern ein Leistenbruch.

YouTube Preview ImagePortugal: Salvador Sobral – Amor pelos dois
> zum Liveblog Portugal

Platz 6: Das bisher beim ESC so erfolgsverwöhnte Australien schickt diesmal X-Factor Gewinner Isaiah Firebrace ins Rennen. Der ebenfalls erst 17-jährige Isaiah bringt mit „Don’t come easy“ eine sauber produzierte Pop-Ballade mit nach Kiew und rangiert aktuell auf Platz 6 mit einer Sieg-Quote von 1:15. Isaiah hat zudem in Nordeuropa bereits erste Achtungserfolge in den Charts feiern können.

YouTube Preview ImageAustralien: Isaiah Firebrace – Don’t Come Easy
> zur Präsentation Australien

In höchsten Quoten-Gefilden tummeln sich auch Armenien (Platz 7), das seinen Beitrag als letztes Land veröffentlicht und Serbien (Platz 8).

Apropos polarisieren … die Buchmacher bescheinigen genau diesen Beiträgen überraschend hohe Siegchancen. Auch Platz 9 für Rumänien gehört in diese Kategorie. Ilinca feat. Alex Florea gehen mit ihrem Gejodel zwar einigen gehörig auf den Zeiger, aber „Yodel it“ vereint ebenso eine heißblütigge Anhänger auf sich, die genau solche ausgefallenen Beiträge lieben … und vermutlich dafür anrufen.

YouTube Preview ImageRumänien: Ilinca ft. Alex Florea – Yodel it!
zum Liveblog Rumänien

Platz 10: Komplettiert wird die Top 10 mit Russland und seiner kontrovers diskutierten Nominierung von Yulia Samoylowa. Sie leidet unter einer geerbten Muskelatrophie und sitzt seit ihrer Kindheit im Rollstuhl . Die X-Factor Finalisten hat einen ‚Heile-Welt-Song‘ names „Flame is burning“ am Start, sofern sie in Kiew auftreten darf. Wegen eines Auftritts auf der Krim wird derzeit geprüft, ob sie in die Ukraine einreisen darf. Gazeta.ru meldet, dass sich Yulia derzeit zur Behandlung und Reha in Finnland aufhält. Die Quote ihrer Siegchance zerbröselt aktuell allerdings zunehmend  (Quote 1:20).

YouTube Preview ImageRussland: Julia Samoylova –Flame is burning
> zur Präsentation Russland

Anmerkung/Update: Russland hat seine ESC Teilnahme 2017 inzwischen zurückgezogen. Hintergründe und mehr Informationen zum Rückzug gibt es hier.

 

DIE ANALYSE DER MITTELFELDPLÄTZE 11-26
(→insgesamt 26 Länder werden im ESC Finale 2017 in Kiew vertreten sein)

Mit Aserbaidschan (Platz 11), Frankreich (Platz 12) und Griechenland (Platz 13) klopfen gleich 3 Länder an die Tür zur Top 10 bei der Sieg-Wette.

Auf Platz 14 gibt es dann ein Wiedersehen mit ‚alten ‚ESC Bekannten : Für Estland reist erneut Laura nach Kiew (2005 gehörte sie zur Band ‚Suntribe‘) gemeinsam mit Koit Toome, der ebenfalls ESC Erfahrung besitzt und für Estland bereits im Guido-Jahr 1998 antrat. Sein Onkel Indrek Toome ist übrigens der ehemalige Ministerpräsident der Estnischen Sowjetrepublik. Laura und Koit singen in Kiew ihren von Romeo & Julia inspirierten Song „Verona“ – eine Nummer mit einer ordentliche Brise „80ies Vibes“ und Ohrwurm-Charakter.

YouTube Preview ImageEstland: Koit Toome & Laura – Verona
zum Liveblog Estland

Im Mittelfeld tummeln sich UK (Platz 17) und Irland (Platz 21). Die Wettbegeisterten Briten und Iren lieben es u.a. auf den eigenen Beitrag zu setzen. Dies hievt beide Länder in der Regel im Quotenranking nach oben – aber nur äußerst selten wird dies später auch durch eine gute ESC Platzierung bestätigt.

Und wo befindet sich der Gastgeber des ESC 2017? Der Ukraine läuft nicht nur die Zeit davon, sondern auch die Quote (Platz 26). Immerhin wurde O.Torvald mit „Time“ beim Head Of Delegation Meeting in dieser Woche der exzellente Startplatz 22 zugelost (von dem Lena 2010 aus gewonnen hat).

YouTube Preview ImageUkraine: O.Torvald – Time
> zum Liveblog Ukraine

 

DIE ANALYSE DER HINTEREN PLÄTZE 27 bis 43

Hier finden sich nun einträchtig beeinander die sogenannten D-A-CH Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz), die auch alle gemeinsam im Semifinal 2 abstimmen dürfen:

Österreich schickt heuer per Direktnominierung Nathan Trent ins Rennen. Er liegt mit seinem selbstkomponierten Song „Running on Air“ auf Platz 31 bei der Wette auf Sieg. Ebenso wie Deutschland möchte er seinen Auftritt in Kiew von Marvin Dietmann gestalten lassen, der auch schon Conchita mit „Rise like a Phoenix“ Glück brachte. Schöne Idee: Nathan möchte in Akkustik-Sessions ESC Songs covern und ruft seine Fans zur Abstimmung auf.

YouTube Preview ImageÖsterreich: Nathan Trent – Running on air
zur Präsentation Österreich, zur Bekanntgabe Interpret, zum Interview

Die Schweiz liegt mit fast identischen Quoten knapp dahinter auf Platz 32. In ihrem zweiten Anlauf  bei der ‚Großen Entscheidungsshow‘ triumphierte die Band Timebelle, deren Name sich von der Berner Zytglogge ableitet. Zu „Apollo“ ließen sie Rosen regnen und gewannen das ersehnte Ticket nach Kiew. Im Vorfeld gab es Diskussionen, da das Lied bereits in Aserbaidschan in einer Vorauswahl war. Da es niemals kommerziell veröffentlicht wurde stellt dies aber kein Problem dar.

YouTube Preview ImageSchweiz: Timebelle – Apollo
> zum Liveblog Schweiz, zum Songcheck aus dem Vorentscheid

Interessant: Ein Wettanbieter (Betfair Exchange) hat bereits die ‚To Qualify‘-Wette im Portfolio. Im Semifinal 2 gibt es insgesamt 19 Bewerber für die 10 heißbegehrten Finaltickets. Österreich hat aktuell die 9-höchste Qualifikations-Quote, während die Schweiz „nur“ auf Rang 17 liegt. Vorsicht: dies taugt nur als ein erster Trend, da es sich ja nur um einen einzigen Anbieter handelt.

Perfect Life = perfekter Platz beim ESC? Deutschland lag wie Eingangs beschrieben zunächst auf Platz 1 bei der Sieg-Wette. Levina schaffte es mit ihrer positiven Art viele Sympathien auf sich zu ziehen. Nach dem fulminaten Sieg bei „Unser Song 2017“ begann für Levina eine Achterbahnfahrt, denn sie wurde von den Buchmachern durchgereicht bis auf den allerletzten Platz mit der geringsten Siegchance. In der Zwischenzeit geht’s auf niedrigem Niveau aufwärts: Promo Termine in London und Amsterdam wurden angekündigt, ebenso wie eine neue ‚verdichtete‘ ESC-Version von „Perfect Life“ – und einige Länder wählten zwischenzeitlich Beiträge mit noch geringeren Siegchancen. Daher kletterte Levina nun wieder etwas nach oben (aktuell Platz 35).  Ist das nun gut oder schlecht?

Hier unser Wettquoten-Vergleich, wie die deutschen Beiträge in den  Vorjahren platziert waren (jeweils Mitte März):
2010 Platz 5  Lena – Satellite
2011 Platz 5  Lena – Taken by a Stranger
2012 Platz 8  Roman Lob – Standing Still
2013 Platz 8  Cascada – Glorious
2014 Platz 12  Elaiza – Is it right
2015 Platz 23  Ann Sophie – Black Smoke
2016 Platz 14  Jamie Lee – Ghost
2017 Platz 35 Levina – Perfect Life

YouTube Preview ImageDeutschland: Levina – Perfect Life
> zum Liveblog Deutschland, zum Interview mit Levina (vor dem Vorentscheid), zum Probenblog, zur Pressekonferenz nach dem Vorentscheid

Es fällt schon auf, dass über viele Jahre kein deutscher Beitrag mehr eine so geringe Siegwahrscheinlichkeit hatte. Der Absturz in den Prognosen setzte auch genau dann ein, als sowohl „Wildfire“ als auch „Perfect Life“ erstmals zu hören waren. Das alleine ist noch kein Grund zur Panik – zumal Einige die Wettquoten eh als Spinnerei abtun. Zieht man aber noch die schwache Charts-Performance hinzu (nur 1 Woche auf Platz 28 der Single-Charts) und erkennt, dass der Song im deutschsprachigen Raum auch (noch) kein Radio-Airplay generiert … dann sind das lauter kleine Mosaik-Steinchen, die einzeln kein Drama sind, aber in ihrer Summe darauf hindeuten, dass die Schwachstelle im Deutschen ESC Gesamtpaket wohl der Song ist.

Wer hat den nun die rote Laterne inne und nach Meinung der Buchmacher keine Chance die ESC Sieg-Trophäe in Händen zu halten?

Die geringste Siegchance (wenn die Wettanbieter zusammengefasst werden) sehen die Buchmacher bei San Marino. Fanliebling Valentina Monetta wagt einen vierten Anlauf, diesmal im Duett mit Jimmie Wilson. Ihr Song „Spirit of the Night“ stammt wieder aus der Feder von Ralph Siegel. Mit insgesamt 4 Teilnahmen zieht Valentina nun mit Norwegens Elisabeth Andreasson, den Schweizern Peter, Sue & Marc und dem Belgier Fud Leclerc gleich.

YouTube Preview ImageSan Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson – Spirit Of The Night
> zur Präsentation San Marino

Vielleicht ein kleiner Trost: in der jüngeren Vergangenheit belegte der Beitrag mit den niedrigsten Siegchance niemals später auch den letzten Platz im Halbfinale:
2016 San Marino: Serhat – I didn’t know (späterer Platz: Halbfinale Platz 11)
2015 San Marino: Anita Simoncini  & Michele Perniola – Chains of Light (Halbfinale Vorletzer)
2014 Portugal: Suzy – Quiero ser tua (Halbfinale 11)
2013 Belgien: Roberto Bellarosa – Love kills (Finale Platz 12)
2012 Malta: Kurt Calleja – This is the Night (Finale Platz 21)

Die schlechteste Einzelquote 2017 bei der Wette auf Sieg mit 1 : 1000 (neuer Negativ-Rekord) teilen sich Litauen, Slowenien und wieder mal San Marino beim Anbieter BetfairExchange. Wer hier 100 Euro setzt, der darf sich über einen Brutto-Gewinn von 100.000 Euro freuen, wenn Fusedmarc, Omar Naber oder Valentina & Jimmie die Sensation schaffen und den ESC Sieg holen.

 

FAZIT WETTQUOTEN 2017

Der Trend geht zur Ballade – Wie schon 2015 häuft sich auch 2017 wieder ein ordentlicher Balladenberg an, was dazu führen wird, dass sich einige ruhige Nummern wohl gegenseitig die Punkte rauben werden. Wer hier in der Balladen-Lotterie unten durchfällt und wer das große Los zieht, werden die nächsten Wochen zeigen.

Der zweite zu beobachtende Trend ist, dass die Jurys (ob national oder international) in immer mehr Ländern den Televoting-Sieger überstimmen, sodass entweder der Jury-Sieger gewinnt oder es einen lachenden Dritten gibt. Quasi ähnlich wie beim Grand-Final 2016, als Jamala die Nutznießerin von diesem Effekt war.

Als dritter Trend zeichnet sich ab, dass gemäß der Buchmacher das Halbfinale 1 stärker besetzt scheint. Unter den 7 führenden Ländern mit den größten Siegchancen befinden sich gleich 5 Länder aus Semifinal 1 sowie Italien (Big5) und nur 1 Land (Bulgarien) aus Semifinal 2.

ESC 2016 Jamala Ukraine Gewinnerin

 

Wer gewinnt denn nun? Es deutet zum jetzigen Zeitpunkt alles auf Italien hin – aber hält der Hype um Francesco Gabbani unvermindert an? Schaffen es die engsten Verfolger wie Schweden und Belgien aufzuschließen? Können Länder mit einem starken Momentum (z.B. Bulgarien und Portugal) ihren derzeitigen Höhenflug über die Zeit retten oder handelt es sich um Blasen?

Die Aussagekraft ist der Quoten ist derzeit sicher noch eingeschränkt. Viele Fragen sind noch offen: Wie gut singen die Künstler live? Wem flattern die Nerven? Was für eine Bühnenshow wird in Kiew präsentiert? Welche Auswirkungen werden die vom ausrichtenden Sender UA:PBC zugeteilten Startplätze haben? Wer bekommt etwa Todesslot 2?  Wir dürfen gespannt sein auf die kommenden Wochen bis zum großen Finale am Samstag 13.Mai 2017 in Kiew.

Wie geht es weiter? Als nächstes stehen die sich inflationär vermehrenden ESC-Pre-Events in Riga, London, Tel Aviv, Amsterdam, Moskau und Madrid auf dem Programm. Wir sind gespannt auf deren Auswirkungen und veröffentlichen daher Mitte April ein Wettquoten-Update. Außerdem startet ab 27. März unser täglicher PrinzBlog-Songcheck bei dem wir euch alle 43 Songs ausführlich vorstellen. Es wird also viel los sein auf dem PrinzBlog.
Namasté Alé – Ommmm!

Empfehlungen für ESC Wettquoten-Übersichten:
www.eurovisionworld.com
www.esctracker.com/odds
www.nicerodds.de/eurovision
www.oddschecker.com/tv/eurovision/winner

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