ESC-Barometer (6): Das PrinzBlog Ranking der ESC-Songs


Alle 43 ESC-Titel dieses Jahres sind nun veröffentlicht und wir präsentieren den kompletten Überblick über den Ersteindruck unserer Leserinnen und Leser zu allen Titeln im diesjährigen Wettbewerb. Wo sind die zuletzt präsentierten Songs, darunter San Siegelos Discohymne mit Valentina & Jimmie in unserem Barometer gelandet?

In unserem ersten Barometer der aktuellen Saison mit den ersten sechs ESC-Titeln lag Finnland vorn, in der zweiten Ausgabe mit 13 Songs hatte Italien das Ranking gestürmt. In der dritten Ausgabe mit 18 Songs gab es an der Spitze keine Veränderung, ebenso wie in der vierten Ausgabe mit 25 Songs. In der fünften Ausgabe mit 39 Songs war Belgien nahe an Italien dran. Seitdem sind noch die Präsentationen aus San Marino, Russland, Bulgarien und Armenien hinzugekommen. Außerdem hat Albanien einen Revamp veröffentlicht, über den wir neu haben abstimmen lassen.

Direkt nach jedem Vorentscheid oder nach einer Präsentation eines intern ausgewählten Beitrags fragen wir unsere Leserinnen und Leser nach ihrem Ersteindruck. Die Umfragen bleiben offen, mehr als drei Viertel der Stimmen werden aber innerhalb von 48 Stunden nach Bekanntgabe oder Vorentscheid abgegeben – ein guter Indikator für den ersten Eindruck also.

Alle Songs sind hier nach den Mittelwerten angeordnet. Die Balkengrafik zeigt, wie viel Prozent auf die jeweilige Bewertung entfallen: Die fünfstufige Skala unterscheidet dabei zwischen 1 (ausgezeichnet/dunkelgrün) über 2 (gefällt gut/hellgrün), 3 (solala/gelb), 4 (gefällt weniger/hellrot) und 5 (furchtbar/dunkelrot).

Hier die Top Ten: (Anklicken vergrößert Darstellung)


Sanremo-Sieger
Francesco Gabbani, Belgiens düsterer Elektropop mit Blanche und Frankreichs Alma bleiben vorn, die kompletten TopTen sind unverändert, weil keiner der neuen Songs derart gute Erstbewertungen der Leserinnen und Leser erhielt. Damit ist auch klar, das sich der bereits früh feststehende Schweizer Beitrag „Apollo“ tatsächlich bis zum Ende in den TopTen gehalten hat. Von den zehn bestbewertesten Songs stammen übrigens sechs aus Vorentscheiden und vier aus internen Auswahlen – kein signifikantes Unterscheidungsmerkmal demnach.

Im zweiten Viertel, dass von Serbien angeführt wird, haben wir zwei Neueinsteiger, Bulgarien mit dem erst 17-jährigen Kristian Kostov wurde auf Rang 13 einsortiert, Armeniens am Wochenende präsentierter Ethnopop mit Artsvik auf Rang 19.

Hier die Ränge 11 bis 21 (Anklicken vergrößert Darstellung):


Hier finden wir am Ende mit einem ähnlichen Ergebnis wie Jamala im letzten Jahr Portugal. Der verträumt-poetisch-umnachtet wirkende Salvador Sobral liefert in diesem Jahr den am meisten polarisiernden Beitrag – derartig polarisierende Beiträge schneiden meist viel besser ab als gedacht. Österreich mit Nathan Trent auf Rang 14 landet erfreulicherweise gerade noch im ersten Drittel.

Und Levina? War zuletzt noch auf Rang 26 und bleibt nun auf Rang 29 im dritten Viertel aller Songs. Ralph Siegels neuer Beitrag für San Marino wird von unseren Lesern in der Erstbetrachtung klar besser eingeschätzt als Levina. Valentina Monetta & Jimmie Wilson landen auf Rang 22 genau in der Mitte des Klassements.

Island hat in der Nachbewertung ungewöhnlich stark verloren, Albanien wiederum hat durch den Revamp von Lindita (daher das Sternchen) und die Neubewertung vier Plätze gewonnen, die alte albanische Version wäre am Ende nur auf Rang 29 klassiert worden – dabei unterscheidet sich der Durchschnittswert beider Songversionen in unserer Skala nur um 0,03 Punkte. Die Zwanziger-Plätze sind demnach sehr dicht gestaffelt (siehe auch unten in der Liste nach Durschnittswerten).

Hier die Plätze 22 bis 32 (Anklicken vergrößert Darstellung):

Im letzten Viertel schließlich finden wir als Neueinsteiger den russischen Beitrag, dessen Aufführung offenbar aufgrund eines Auftritts von Yulia Samoylova auf von Russland annektierten Krim-Halbinsel und der diesbezüglich restriktiven ukrainischen Einreisebstimmungen noch nicht feststeht.

Hier die Ränge 33 bis 42 (Anklicken vergrößert Darstellung):

Natürlich bleibt unser ESC-Barometer nur ein Stimmungsbild. Wie ein Beitrag letztlich ankommt, hängt maßgeblich von der tatsächlich aufgeführten Version, der Präsentation und der Live-Stimme ab.

Da letztlich nur für Songs angerufen wird, die man wirklich gut findet, hier die Top 12 nur nach dem Ausgezeichnet-Stimmanteil. An den Top 3 ändert sich nichts, aber hier liegen Estland, Portugal und Rumänien deutlich besser. Die zuletzt bewerteten Songs kamen nicht in die Nähe der Top 12. Deutschland belegt in dieser Liste gemeinsam mit Israel, Dänemark und Slowenien mit lediglich 9 Prozent Ausgezeichnet-Stimmen einen geteilten 35. Platz.

Nur Top-Bewertungen (Anteil in Prozent, Anklicken vergrößert Darstellung):

Alle Songs mit zugehörigen Links zu unserer Berichterstattung können HIER auf unserer neuen Sammelseite nachgehört werden.

 

Hier der komplette ESC-Jahrgang im PrinzBlog-Leser-Ranking (Ersteindruck):

YouTube Preview Image1. Italien: Francesco Gabbani – Occidentalis Karma ∅ 1,57

YouTube Preview Image2. Belgien: Blanche – City Lights   ∅ 1,66

YouTube Preview Image3. Frankreich: Alma – Requiem  ∅ 1,91

4. Mazedonien: Jana Burceska – Dance Alone  ∅ 2,00
5. Finnland: Norma John – Blackbird  ∅ 2,10
6. Lettland: Triana Park – Line  ∅ 2,14
7. Aserbaidschan: DiHaj – Skeletons  ∅ 2,21
8. Schweiz: Timebelle – Apollo  ∅ 2,32
9. Estland: Koit Toome & Laura – Verona  ∅ 2,36
10. Schweden: Robin Bengtsson – I Can’t Go On  ∅ 2,38

11. Serbien: Tijana Bogićević – In Too Deep   ∅ 2,41
13. Rumänien: Ilinca ft. Alex Florea – Yodel It! ∅ 2,42
13. Bulgarien: Kristian Kostov – Beautiful Mess  ∅ 2,52
14. Österreich: Nathan Trent – Running On Air  ∅ 2,52
15. Tschechien: Martina Bárta – My Turn  ∅ 2,52
16. Weißrussland: NAVI Band – Historyja Majho Zyccia  ∅ 2,55
17. Zypern: Hovig – Gravity ∅  2,56
18. Niederlande: O’G3NE – Lights and Shadows  ∅ 2,58
19. Armenien: Artsvik – Fly With Me  ∅ 2,59
20. Israel: Imri Ziv – I Feel Alive  ∅ 2,65

21. Portugal: Salvador Sobral – Amor Pelos Dois  ∅ 2,66
22. San Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson – Spirit of the night ∅ 2,66
23. Island: Svala – Paper  ∅ 2,68
24. Griechenland: Demy – This Is Love  ∅ 2,70
25. Albanien: Lindita – World  ∅ 2,77
26. Australien: Isaiah Firebrace – Don’t Come Easy  ∅ 2,77
27. Montenegro: Slavko Kalezić – Space  ∅ 2,77
28. Moldawien: SunStroke Project – Hey Mamma!  ∅ 2,79
29. Deutschland: Levina – Perfect Life ∅  2,81
30. Norwegen: JOWST – Grab The Moment  ∅ 2,86

31. Ungarn: Joci Papai – Origo  ∅ 2,89
32. Großbritannien: Lucie Jones – Never Give Up On You  ∅ 2,96
33. Georgien: Tako Gachechiladze – Keep The Faith  ∅ 3,01
34. Ukraine: O.Torvald – Time  ∅ 3,04
35. Irland: Brendan Murray – Dying To Try  ∅ 3,05
36. Polen: Kasia Mos – Flashlight  ∅ 3,07
37. Slowenien: Omar Naber –  On My Way  ∅ 3,12
38. Dänemark: Anja – Where I Am  ∅ 3,19
39. Kroatien: Jaques Houdek – My Friend  ∅ 3,30
40. Malta: Claudia Faniello – Breathlessly  ∅ 3,33

41. Russland: Yulija Samoylova – Flame Is Burning  ∅ 3,52
42. Spanien: Manel Navarro – Do It For Your Lover  ∅ 3,75

YouTube Preview Image43. Litauen: Fusedmarc – Rain Of Revolution  ∅ 3,90

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