Genug! Keine Diktaturen mehr beim Eurovision Song Contest!

Russland Dina 2013 Probe

Schluss. Aus. Vorbei. Jetzt ist es genug. Der Bogen ist überspannt. Ich ertrage die Menschenrechtsverletztungen in Osteuropa und das Schweigen der (fernseh-)politischen Elite in Westeuropa nicht mehr. Ich möchte nicht länger erleben müssen, dass sich Russland und andere Diktaturen im demokratischen Scheinwerferlicht des paneuropäischen Showgeschäfts präsentieren dürfen. Verbietet ihnen endlich die Teilnahme am Eurovision Song Contest!

Ich bin es so leid! Diese Scheinheiligkeit auf der einen Seite und dieses hilflose Nichtstun auf der anderen. Was muss eigentlich noch passieren, bis die Hüter der demokratischen Rechte Europas endlich aufwachen? Wenn Westeuropa keine wirtschaftlichen Interessen mehr in Osteuropa hat? Wenn Menschenrechte so gravierend missachtet werden?

Nun, genau das ist jetzt bereits der Fall. In Russland. Dort werden Menschen verfolgt und unterdrückt. Nicht nur die eigenen Landsleute, sondern auch ausländische Touristen. Die Zielscheibe sind Lesben und Schwule sowie Bi- und Intersexuelle sowie Transgender (LGBTI). Sobald sie sich als „Gays“ zu erkennen geben oder ein entsprechendes Verhalten an den Tag legen, können sie verhaftet werden. Und zur Sicherheit nochmal: Ja, auch Ausländer.

Allen, die diesen „Lebensstil propagieren“, drohen heftige finanzielle Strafen. Gleichzeitig schaut die russische Staatsgewalt wohlwollend weg, wenn marodierende Gruppen LGBTI-Menschen foltern, filmen und später diese Aufnahmen nutzen, um die Opfer öffentlich zu verhöhnen. Ich hoffe, dass unser ehemaliger Bundeskanzler Schröder, der Putin als „lupenreinen Demokraten“ bezeichnete, jeden Monat beschämt auf seinen Kontoauszug schaut, wenn er sieht, wie viel russisches Öl-Geld er mit seinem heutigen „sozialdemokratischen“ Schweigen verdient.

putin_schroder

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie groß der internationale Aufschrei wäre, wenn in den russischen Gesetzen statt „Homosexuelle“ das Wort „Juden“ stehen würde – ein grausam passender Vergleich, den der Guardian dieser Tage zog. Alternativ ginge auch „Schwarze“ oder fast jegliche andere Minderheit.

Würde sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) dann wirklich mit der Versicherung von obersten Kreisen der russischen Regierung zufrieden geben, dass die Verfolgungsgesetze nicht für diejenigen gelten, die die Winterspiele in Sotschi 2014 besuchen oder an ihnen teilnehmen? Wie zynisch kann man eigentlich sein?

Und dann kommt heute (Donnerstag) die Nachricht vom russischen Sportminister Witalij Mutko: Die Anti-Homosexuellen-Gesetze werden auch während der Olympischen Spiele angewandt – auch gegen Ausländer. Wie leichtgläubig ist dieses IOC eigentlich – und wie dreist die russische Regierung?

Bereits beim ESC im Mai in Malmö bezeichnete ich den russischen Auftritt als „Die Farce des Jahres: Russland propagiert die Gleichheit aller Menschen.“ Dina Garipova sang dort tatsächlich und möglicherweise voller Überzeugung:

What if we all opened our arms?
What if we came together as one?
What if we aimed to stop the alarms?
What if we chose to bury our guns?

Let’s unite and make a change
Let’s unite and write a new page
Come on sinners, come on saints
Have faith

Why don’t we always reach out to those
Who need us the most?

Schon damals hatte dieser an Schmalz grenzende Appell nichts mit der russischen Realität zu tun. Dennoch war nicht zu ahnen, dass alles noch so viel schlimmer kommen würde.

Die Olympischen Winterspiele 2014 und die Fußball-WM 2018 sind schon an Russland vergeben worden. Aber was passiert, wenn das Land demnächst den Eurovision Song Contest gewinnt und damit das Recht erhält, den Wettbewerb im folgenden Jahr auszurichten.

Dass die EBU, dieser ach so zahnlose Papiertiger, in schlimmster Schönwetterdiplomatie über alle politischen Schwierigkeiten hinwegsehen würde, ist wahrscheinlich. Schon viel zu oft hat man sich hinter dem Reglement verschanzt und argumentiert, dass nicht die Staaten, sondern die Rundfunkanstalten an dem Wettbewerb teilnehmen würden – und die dürfe man für das Verhalten ihrer Regungen nicht bestrafen.

EBU Logo ab 2013Nein? Auch dann nicht, wenn die Sender zu 100% von einem diktatorischen Regime beeinflusst und gesteuert werden? Wie etwa in Weißrussland, Russland, Aserbaidschan. You name it.

Was also, wenn Moskau den ESC, die „Schwulen-Olympiade“, austragen darf? Werden dann auch die Anti-Homosexuellen-Gesetze für zwei Wochen ausgesetzt, damit überhaupt Journalisten und Fans von dort berichten können und nicht allesamt für 14 Tage in den Knast gesteckt werden, um abschließend mit einem Einreiseverbot belegt des Landes verwiesen zu werden?

Was ist mit den russischen Lesben und Schwulen? Dürften sie in der ESC-Zeit weiter verfolgt und tyrannisiert werden? Und was würde mit LGBTI-Menschen außerhalb der Stadt passieren, in der der ESC ausgetragen wird?

Ist der EBU das wirklich egal? Darf es ihr egal sein?

Ethisch ganz sicher nicht. Und rechtlich? Im Zweifel schon. Denn letztlich wurde die Eurovision mit rein ökonomischen Zielen gegründet, erst später wurden dann auch der Völkerverständigungsgedanke und transnationalen Werte in die Zusammenarbeit hineininterpretiert.

Warum sollte sich die EBU also als Richter aufspielen, wenn Verfahren gegen Russland vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte so ausgehen wie unlängst im Falle Chodorkoswki? Warum der Ärger, wenn’s ohnehin nichts bringt?

Und Putin? Der lacht sich ins Fäustchen und präsentiert sein Land beim ESC in den schillerndsten Farben. Die unerträgliche Propagenda-Show von Baku mit seinen überexponierten Flame Towers könnte er locker toppen.

Baku bei Nacht

In meinem Artikel über den Eurovision Song Contest 2012 in Baku schrieb ich, dass ich es mit Boykotten nicht so habe, letztlich aber vor Ort doch boykottieren musste, um mich nicht zu verbiegen, um nicht als willfähriger Unterstützer der aserbaidschanischen Herrscherfamilie zu enden.

Ich muss leider zugeben, dass ich auch im Falle eines ESC-Sieges Russlands derzeit den Boykott als einziges relevantes Mittel sehe, um ein Zeichen gegen die Missachtung der Menschenrechte zu setzen.

Österreich tat genau dies 1969, als der ESC im Reich des spanischen Diktators Franco stattfand. Das Alpenland blieb dem Wettbewerb fern. Deutschland und 14 weitere Länder reisten hingegen auf die iberische Halbinsel.

Aus deutscher Perspektive wäre ein Boykott heutzutage eine Sensation, die lange nachwirken würde: Schließlich ist Deutschland das Land mit den meisten ESC-Teilnahmen überhaupt. Der einzige Ausrutscher ist das Jahr 1996, als Leon in der Vorrunde scheiterte. Diese Ausnahme wird entsprechend häufig zitiert. Ein Aussetzer Deutschlands wegen der Austragung des Wettbewerbs in einer Diktatur dürfte einen ähnlichen Stellenwert erhalten.

Noch besser wäre es aber, wenn es nie mehr soweit kommen könnte, dass eine Diktatur den ESC gewinnt. Wie? Ganz einfach: Indem Länder, die die Europäischen Menschrechtskonventionen dauerhaft verletzen, nicht am Wettbewerb teilnehmen dürfen.

Ob das zutrifft oder nicht, können die EBU-Mitglieder nach rechtlicher Prüfung und Beratung mit Zweidrittelmehrheit beschließen. Anschließend wird das entsprechende Land für zwei oder drei Jahre gesperrt, bis auf Antrag eine erneute Prüfung stattfindet.

Und falls jemand zweifelt, ob das hinzukriegen sei: Zumindest bei nationalen Sportbünden funktioniert dieses Sanktionsmodell mit Selbstkontrolle. Bei der FIFA wird das zugegebenermaßen schon wieder schwieriger, aber warum sollte die EBU nicht zeigen, dass das auch international funktionieren kann?

Bleibt nur die Frage: Wie kann eine solche Regelung – vermutlich gegen den Willen der betroffenen Rundfunkanstalten – in die ESC- bzw. EBU-Statuten aufgenommen werden? Spätestens hier werden die Senderverantwortlichen und ihre Juristen vermutlich die Waffen strecken.

Bleibt als Alternative der Radikalschritt: Schluss mit der EBU wie sie 1950 erdacht wurde. Die Realitäten sehen heute anders aus. Es gibt überall funktionierende TV-Systeme; die großen und kleinen demokratischen Staaten Europas kriegen die Zusammenarbeit auch allein gewuppt – wie schon vor 1989.

Eurovision ARD schwarz weiß

Zu hinterfragen ist dabei auch die überaus großzügige Festlegung des EBU-Gebietes an Längen- und Breitengraden, die in keiner Weise etwas mit „Europa“ zu tun haben. Das sage ich nicht nur, weil mit Kasachstan schon der nächste Problemkandidat bei der EBU angeklopft hat und natürlich auch beim ESC mitmachen will.

Wenn die Rundfunkanstalten der demokratischen Länder Europas ihre Mitgliedschaft zum gleichen Zeitpunkt auslaufen lassen und eine neue Organisation mit neuen Regeln gründen, bleibt von von der alten EBU nicht mehr als eine leblose Hülle. Dann können sich Russland, Weißrussland und Aserbaidschan gern gegenseitig beim Schrumpf-ESC mit ihren Beiträgen und Stimmmanipulationen überbieten.

Natürlich ist dieses Szenario utopisch. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

Somit bleibt dann doch nur der Boykott. Und der wird im Kleinen bereits jetzt gelebt. So verkündete Marcin Mrozinski, der Polen 2010 bem ESC vertrat, dass er aufgrund der Verfolgung von Lesben und Schwulen in Russland nicht am dortigen Pirogovsky-Rassvet-Festival teilnehmen wird. Ob er, der selbst homosexuell ist, damit seine eigene Haut schützen oder ein Statement gegen das Regime setzen will – beide Gründe sind absolut legitim und ehrenwert.

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26 Kommentare Kommentar schreiben

  1. MartinS

    01.08.2013 | 18:59

    Danke

    Du sprichst mir, auch einem erklärten Boykottgegner sowohl 2009 als auch 2012, aus der Seele. Auch für mich ist eine Grenze erreicht und eine Teilnahme in Moskau definitiv nicht noch mal möglich!

  2. Pjupe

    01.08.2013 | 19:19

    Ich wäre auch dafür und wäre längst überfällig. Allerdings sollte das auch für die Türkei gelten, die in großen Schritten weiter gen Mittelalter marschiert. Zudem würde uns das dann das nervtötende Diaspora-Voting ersparen.

    Das Problem ist nur, dass das wohl reine Utopie bleiben wird. Die EBU ist doch korrumpiert und scheint lieber Wachstum und Kommerz um jeden Preis zu wollen. Da müssten einfach mal andere Leute ans Ruder, die ihre Regeln auch ernstnehmen. Halbplayback setzt man ohne Rücksicht und Ausnahme durch (auch das war meines Erachtens schon ein Fehler), aber die wesentlichen Dinge, die die EBU und den ESC insgesamt unglaubwürdig machen, nicht.

  3. Daniel Raphael

    01.08.2013 | 19:56

    Ein toller persönlicher und ehrlicher Bericht über wohl eins der schwierigsten Themen rund um den ESC… der Glaube dass sich die EBU schützend vor die stellt, die dem Grand Prix d’Eurovision über Jahrzehnte die Treue gehalten haben, ist leider völlig verflogen. Ich kann verstehen, dass man innerhalb der EBU meint, vielleicht in einer Art Zwickmühle zu sitzen, nachdem man grosszügig und guten Glaubens die ESC-Türen so vielen unterschiedlichen Ländern geöffnet hat und es nun Jahr für Jahr deutlich wird, wie fehlerhaft und vorschnell die eigene Entscheidung war.
    Deshalb würde ich nicht zu sehr auf die EBU setzen sondern es liegt an jedem Fan, an jedem Journalisten, aber auch an jeder Rundfunkanstalt und jedem Teilnehmer samt Delegation deutlich zu machen, dass eine so rückständige und in jeder Weise menschenverachtende Weise nicht toleriert wird beim ESC. Krista Siegfrids oder Anke Engelke haben sich getraut dies mit Worten und Taten zum Ausdruck zu bringen, 2009 waren es viele Fans, die mutig auf die Strassen gingen aber auch so ein Artikel wie dieser hier, der zig mal geteilt wird und Aufmerksamkeit über soziale Netzwerke gewinnt, kann dazu beitragen. Wir dürfen nur nicht damit aufhören!

  4. Little Imp

    01.08.2013 | 20:14

    Auch auf die Gefahr hin, Boulevard in ein ernstes und wichtiges Thema zu bringen: Marcin schwul? Seit wann ist das denn bekannt? Der soll doch damals was mit Thea Garret gehabt haben.

  5. grandprixfire

    01.08.2013 | 22:10

    Welche Diktaturen würde es denn dann bei einem ESC-Ausschluss treffen? Russland, Weißrussland, Aserbaidschan, Zukunftskandidat Kasachstan…? Dann könnte man vielleicht auch noch Israel und die Türkei dazuzählen, oder? :I

  6. Derregenmacher

    01.08.2013 | 22:28

    Und wo verläuft am Ende die Grenze zwischen “gut” und “böse”? Wäre eine solche Grenze nicht ziemlich willkürlich und undurchsichtig? Folgerichtig müsste man eigentlich alle Länder boykottieren.

  7. Gordon Doyen

    01.08.2013 | 22:46

    Gordon

    Endlich wird das mal ohne Tabu ausgesprochen! Du sprichst mir aus der Seele und lieferst auch gleich ein brauchbares Verfahren, um die notwendigen Grenzen zu definieren.

    Aber: Der ESC ist nicht nur eine schwule Veranstaltung, er hat Millionen Zuschauer aller möglichen sexuellen Orientierungen. Argument gegen die Teilnahme nicht-demokratischer Staaten muss genau so, wenn politisch Andersdenkende gegängelt werden oder Rassismus praktiziert wird.

  8. Djurgården

    01.08.2013 | 23:18

    Sehr guter Beitrag,

    Wo verläuft die Grenze am Ende? Ich würde sagen, sobald Menschenrechte verletzt werden und Meinungsfreiheit verboten wird, sollte der Statt eine internationale Veranstaltung nicht mehr austragen dürfen bzw nicht mehr teilnehmen dürfen. Und mit Einhaltung der Menschenrechte soll nicht nur die Freiheit für die LGBTI gemeint sein, sondern auch die völlige Gleichberechtigung der “einfachen Frau”. Damit mein ich Mütter, Töchter, einfach jede Frau, die aufgrund von Religion und Traditionen Leid ertragen müssen (Verstümmelung von Frauen, Dekradierung der Frau in Ländern in denen die Scharia bei der Gesetzgebung eine Rolle spielt).

    Erst wenn diese Staaten die Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Gleiberechtigung mit Gesetzen in die Tat umgesetzt haben und gezielt jede Form von Missbrauch auch sanktioniert wird, sollten diese Länder an internationale Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Damit mein ich nicht nur den ESC, sondern auch Olympiaveranstaltungen oder Europa- und Weltmeisterschaften im Sport.

    Warum darf ein Land wie Russland oder Aserbaidschan den ESC austragen, die willentlich die Rechte von Menschen beschneiden und jede Form von Gleichberechtigung unterdrücken, ohne dass ein Land ein Boykott ernsthaft ins Auge nimmt?
    Eine wichtige Kernzielgruppe des ESC sind doch einfach die LGBTI (was ich super finde, da diese selbst den größten Euro-Trash feiern können). Aber leider gibt es aktuell so viele Länder wie lange nicht mehr, wo eine Form von Unterdrückung stattfindet: Weißrussland, die Türkei, die Ukraine, Ungarn und Israel hätten so keine Berechtigung eine friedliche Veranstaltung wie den ESC austragen zu dürfen.

    Warum erteilt das Olympia Komitée Peking eine Olympiade, wo Meinungsfreiheit genau so mit Füßen getreten wird?
    Warum erhält Russland eine WM und Olympia? Warum erhält Katar eine WM? Ein Land, in dem nach den Regeln der Scharia gelebt wird: Ein Land in dem eine Frau vergewaltigt wird und dann zur Polizei geht, um am Ende eine höhere Haftstafe als der Vergewaltiger zu erhalten” Die Begründung: “Außerehelicher Geschlechtsverkehr”! Dass dies gegen ihren Willen passiert ist, ist in Katar nebensächlich. In diesem Land (Ländern) sind Frauen nichts wert und statt so ein Verhalten zu verurteilen, vergibt die FIFA zum Dank das wichtigste Sportereignis an ein solches Land?
    Die FIA (für Rennsport zuständig) veranstaltet zunehmend Rennen in Ländern, die die oben genannten Bedingungen der Gleichberechtigung auch immer öfter nicht erfüllen.

  9. mary

    02.08.2013 | 09:06

    interessante gedanken zu dem thema. ein problem ist u. a., daß diktaturen oft auch stinkreich sind und wer wirtschaftliche interessen hat, kann es sich nicht leisten kontakte dorthin abzubrechen. da geht es der EBU genau so, länder wie rußland, azerbaydjan, kasachstan haben locker die finanziellen kapazitäten den ESC problemlos durchzuführen, und das auch noch für die EBU gewinnbringend. da wird man sich hüten diese länder auszuschließen.

  10. Patrik Lütolf

    02.08.2013 | 16:32

    Und wieso sollten Portugal (Diktatur bis 1974) und Spanien (Diktatur bis 1976) von der EBU nicht boykottiert werden? Wer nicht will, der soll halt nicht teilnehmen am ESC. Das galt im Übrigen (u.v.a.!) schon für die Olympischen Spiele in Peking, die Fussball-WM in Argentinien… Und auch für den ESC 2010 in Oslo, in Norwegen, also in einem Land, das den international geächteten Walfang und die Robbenjagd betreibt. Und so weiter und so fort? Sind wir die Gerechtesten unter den Gerechten?

  11. Ralph

    02.08.2013 | 16:44

    RICHTIG!
    Vielen Dank für Deine Zeilen, die richtig, wichtig und völlig an der Zeit sind!
    Wenn man sich allerdings landauf-landab die CSD’s anguckt, sieht man, dass es nicht weit her ist mit der Gewissensorientierung der Lesben, Schwulen etc…Da ist doch eher eine Konsumorientierung festzustellen. Schade. Dennoch,oder gerade deswegen: solche Stimmen wie Deine sind umso wichtiger! ThinkPINK!

  12. Oliver

    02.08.2013 | 18:03

    Toller Bericht!

    Vielen Dank für diesen absolut zutreffenden Bericht. Ich konnte es selbst kaum glauben, als ich die Nachricht gestern las und die diskriminierenden Worte des russischen Sportministers dazu. Da muss es doch jeden potentiellen Winterolympiakandidaten gruseln, der “gay” ist und sich verbiegen und verstecken, aber gleichzeitig sportliche Höchstleistungen bringen muss. Wie soll das gehen??

    An die beiden Fußball-WMs in Russland und Katar mag man da noch gar nicht denken. Eine einzige Katastrophe, dass die “Altherrenriege” bei der FIFA diese Turniere in diese Länder vergeben hat. Ob sich weibliche Fans 2022 überhaupt nach Katar trauen?

    Leider wird sich, bezogen auf den ESC, bestimmt nichts ändern. Man kann nur hoffen, dass Russland NIE wieder einen ESC gewinnen wird.

  13. Ospero

    02.08.2013 | 18:19

    Die meisten angesprochenen Probleme kann ich nachvollziehen – auch ich hoffe, dass Russland, Weißrussland oder Aserbaidschan nie wieder gewinnen.

    Aber was genau soll das mit den “großzügigen geographischen Grenzen” der EBU bedeuten? Sollen wir Kasachstan deshalb die Tür zuschlagen (andere Argumente, Herrn Nasarbajews Sultanat nicht teilnehmen zu lassen, mal außen vor)? Sollen wir deswegen Georgien, Armenien und Aserbaidschan rauswerfen – Staaten, die keine Musterdemokratien sind, aber zumindest Armenien ist auch keine lupenreine Diktatur? Und wo wir schon mal dabei sind, vielleicht auch noch Israel, die Türkei oder Zypern? Island ist geographisch auch eher fragwürdig, weil auf halber Strecke zwischen Europa und Nordamerika. Da sind wir wieder bei der uralten, leidigen, unbeantwortbaren Frage, wo genau die Grenzen Europas liegen, denn rein geographisch gibt es “Europa” nicht – wir sind eine große Halbinsel im Westen Asiens. Nimmt man den Ural als Ostgrenze Europas, gehört der Kaukasus auf jeden Fall noch dazu. Und wenn der Ural nicht die Grenze ist – wo ist sie dann?

  14. Christian W

    02.08.2013 | 18:29

    Das erzähle ich seit 2007. Mir hörte nie jemand zu, ich war wahlweise xenophob, hetzte gegen “den Osten” oder malte “den Teufel an die Wand”. Und Menschenrechte werden in Russland schon lange verletzt, das war beim letzten ESC schon so und da bin ich aus gutem Grund zu Hause geblieben. Die Herrschaften in Moskau berichteten jedoch von rauschenden Partys und dem tollsten ESC überhaupt.
    Einem Großteil der anreisenden Huschenschar ist es schlicht und ergreifend scheißegal (Dafür entschuldige ich mich nicht, es ist schließlich genau so und nicht anders) was auf den Strassen des jeweiligen Landes vor sich geht.
    Man kam sich vor wie in einem Loriot-Sketch als angebliche ESC-Experten während der weißrussischen Pressekonferenz 2011 meinten, jedes Land sollte doch die Möglichkeit haben, nicht nur am ESC teilzunehmen, nein, jedes Land sollte dort bitte auch die Möglichkeit haben, seinen Patriotismus auszuleben und das sollte man doch bitte nicht kritisieren. Unvergessen auch die Tucken mit der weißrussichen Flagge während des ESC 2010 – ist es mangelnde Bildung oder mangelndes Interesse, oder beides? Kann man so blöd sein? Man(n) kann.
    Als ich das weißrussische Propagandalied 2011 ausgebuht habe, drehte sich ein langjähriger Fan um und fragte vollkommen ahnungslos, was ich denn gegen Weißrussland hätte. Oder auch jemand, der ohne Zweifel dem eigenen Geschlecht zugetan war und wohl immer noch ist, fragte ob das denn sein müsse.
    Meiner Meinung nach geht es einem Großteil der Leute vor Ort darum, sich zu amüsieren. Egal wie und egal zu welchem Preis. Das echte Leben wird ausgeblendet und jeder, der über die Realität reden möchte ist ein Spielverderber. Leute, die in dieselbe Kerbe hauen schreiben u.a. für den NDR und werden dort als “Experten” tituliert (Stichwort: “Menschenrechtisten”). Ist ja auch alles nur halb so schlimm, wenn sonst Menschen wie Dreck behandelt werden, Hauptsache man selbst hat Spaß während dem ESC.
    Es geht übrigens auch ganz easy von zu Hause. Es tut nichts weh und man muss sich nicht über kreischende CD-Diebe und andere Geistesgestörte aufregen. Ich war mit Absicht nicht in Fascho-Aserbaidschan, Malmö fand zu einem ungünstigen Zeitpunkt für mich statt. Und da sich das ja mittlerweile die Diktaturen des Ostens sowieso zusammenkaufen, wie es ihnen passt, hab ich soviel nun auch wieder nicht verpasst. Ich hatte drei gemütliche Abende auf dem Sofa. Manchmal muss man dann eben erkennen, dass Schluß ist. Für mich war das, als sich Aserbaidschan 2011 endlich an die Spitze gekauft hatte. Ich denke mal in ein paar Jahren werden wir dann wissen, dass das der Anfang vom Ende gewesen ist. Ich habe ungelogen gerne Recht, bisher war dem leider so, ich hoffe aber dass ich mich irre und man Schritte einleitet, die den ESC retten. In der jetzigen Form als Propagandawerkzeug für Diktatoren aller Couler braucht man ihn jedenfalls nicht länger.

  15. Heinz

    03.08.2013 | 00:13

    Der Songtext des russischen Liedes wirkt (auf mich) im Nachhinein wie eine Farce. Vllt. sollte PUTIN mal genau hinhören …

  16. Inge Periotte

    03.08.2013 | 11:59

    Prima Beitrag! Ab und an blitzt ein Hauch von Polemik durch, aber das darf und soll bei diesem Thema ja ruhig sein.
    Es nervt einfach kolossal, dass mittlerweile für jedes dritte Voting (oder mehr noch) die Punkte 8 – 12 ohne wenige größere Überraschungen vorhersehbar sind.
    Es nervt, wenn ausgerechnet ein Land wie die Türkei, die seit ihrem Sieg 2003 unentwegt Top-Ten-Platzierungen einfährt (und das mit einem guten Anteil nicht wegzuleugnenden Diaspora-Votings), wenn ausgerechnet solch ein Teilnehmerland den ESC boykottiert, weil man ja im Vorjahr NUR siebter geworden ist wegen der bösen und undemokratischen Juries.
    Letztere haben immerhin verhindert, dass so ein blauäugiger Propaganda-Müll wie der weissrussische Beitrag 2011 (noch dazu grottenschlecht geschrieben und produziert) von ähnlich tickenden Televotern ins Finale gehievt wurde – wir haben übrigens kräftig mit gebuht in Düsseldorf, Herr W.
    Und um beim Kernthema LGBTI zu bleiben: Es nervt tierisch, wenn sich in das internationale Medienecho des Contests schmierige Hetzpropaganda von serbischen Revolverblättern mischt, die die betroffene Künstlerin dann mit Mühe und Not wieder gerade biegen muss. Auch in diesem Fall war Eure Berichterstattung übrigens großartig und von Anfang an ungemein differenziert! Serbien war noch gar nicht Thema hier, da waren die Reaktionen mancher rechts-nationaler Gruppierungen im Vorfeld des ESC 2008 auf die zu erwartende Gay-Community ähnlich gruselig wie später in Russland.

    Und ein Wort noch zu Herrn Lütolf: Wieso Portugal und Spanien nicht von der EBU boykottiert werden sollen? Ganz einfach: Weil diese Länder nun wirklich keine Dikaturen mehr SIND! Wie albern ist diese Argumentation denn? Jedes Land, das irgendwann im Laufe seiner Geschichte mal eine Dikatur war, muss vom ESC ausgeschlossen werden? Dann wäre Deutschland ja sicherlich ein Top-Kandidat für den Ausschluss!

  17. Patrik Lütolf

    03.08.2013 | 14:26

    Und ein Wort noch zu Inge Periotte: Meine Argumentation ist mitnichten albern. Bitte erst genau überlegen und dann schreiben! Ich meinte: Portugal und Spanien haben ALS SIE NOCH DIKTATUREN WAREN!, am ESC teilgenommen, oder wurden sie als Fascho-Diktaturen zwischen 1961 und 1976 vom ESC ausgeschlossen? So wie das hier jetzt von Russland oder Aserbaidschan verlangt wird? Das wüsste ich… Politik und Kultur nie vermischen, es trifft immer die Falschen. Und man könnte es eben ad absurdum führen mit der political correctness und auch Norwegen ausschliessen. Oder Israel? Oder die Türkei? Oder Ungarn, weil es gerade eine rechte Regierung hat? Come on!

  18. raumi

    03.08.2013 | 19:09

    Vom persönlichen Standpunkt ein höchst respektabler Beitrag, nur leider absolut illusorisch. Die EBU wird keine Nationen sanktionieren die, wie z.B. Russland oder die Türkei, politisch als Demokratie anerkannt sind.
    Die Festlegung des EBU-Gebietes ist genauso wie die ausufernde EU-Vergrößerung nun mal eine Folge des politischen Zusammenbruchs des Ostblocks, also auch der Deutschen Einheit, in den 90er Jahren. Und das war ja schon sehr gewünscht, wenn auch in der Rückschau nicht mit allen Folgen. Nur lässt sich das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen und ist doch eigentlich auch nicht gewollt.
    Die EBU wird sich nicht als LGBTI-Lobby instrumentalisieren lassen, für sie ist der ESC schlicht und einfach die größte TV-Show der Welt.
    Wie butterweich die EBU ist, hat sie in den letzten Jahren ja leider oft genug bei der Verhängung von Strafen bei Verletzung des eigenen Regelwerks gezeigt.

  19. Inge Periotte

    05.08.2013 | 20:26

    Nein, Herr Lütolf, ich lese sogar sehr genau, bevor ich schreibe. Sie schreiben: “Und wieso SOLLTEN Portugal (…) und Spanien (…) von der EBU nicht boykottiert WERDEN?” Diese Konstruktion ist zwar grammatikalisch so korrekt wie vielseitig interpretierbar, zieht aber m.E. eine Möglichkeit im Präsens wenn nicht gar im Futur in Betracht (im Gegensatz zu “Wieso WURDEN diese Länder nicht boykottiert, als sie noch Diktaturen waren?”). Keinesfalls kann man m.E. aus dem Satz hinsichtlich des EBU-Boykotts grammatikalisch einen Bezug in die Vergangenheit herstellen. Wenn Sie also künftig richtig verstanden werden wollen, kann ich Sie nur zitieren: Erst überlegen, dann schreiben!

  20. escfan05

    06.08.2013 | 12:44

    Stimme dem Verfasser nur zu. Länder die die Menschenrechte mißachten, wie Russland, Ukraine, Weißrussland, Aserbaidschan und Ungarn gehören nicht zum ESC. Aber da die EBU nur ans Finanzielle denkt, werden sie diese Länder auch nicht ausschließen, selbst die Betrüger aus Aserbaidschan werden sie nicht auschließen. Man fragt sich eigentlich, ob es sinnvoll als westliches, demokratische Land daran teilzunehmen. Wenn die Diktaturen die Abstimmung ständig manipulieren.

  21. Christian W

    06.08.2013 | 22:51

    @ Patrik Lütolf – Man müsste sich eben bei der EBU genau Gedanken dazu machen, was man ahnden möchte und was nicht. Für sowas gibt es ja Fachleute. Keine freien Wahlen? Raus! Institutionelle (!) Unterdrückung von Minderheiten? Raus! Pressefreiheit nur rudimentär vorhanden? Raus! Das alles ließe sich von einer unabhängigen Kommission schon beurteilen und anhand dieser Regeln könnte man die Länder eindeutig identifizieren. Lt. Freedom House sind zB Russland, Aserbaidschan oder auch Weißrussland “nicht frei”. Noch unfreier ist Kasachstan als neuer gruseliger Beitrittskandidat. “Teilweise frei” sind Albanien, Armenien, Georgien, Mazedonien, die Ukraine und Moldawien, sowie die Türkei. Schaut man genauer hin, wären wohl Georgien, Albanien, Bosnien, Mazedonien & Moldawien eher dabei, Armenien (wg. Wahlsystem) und die Türkei (wg. Pressefreiheit) hingegen eher draußen, die Ukraine sogar sicher nicht dabei (Pressefreiheit, “unfreie” Wahlen u.a.). Ungarn wäre momentan noch sicher dabei, aber natürlich muss in regelmäßigen Abständen geprüft werden, ob sich die Situation in den einzelnen Ländern verbessert oder verschlechtert hat.
    Außerdem muss man Länder, die offenkundig betrügen oder gegen die Regeln verstoßen mit harten Strafen belegen. Staaten wie Aserbaidschan mit 2000€ zu belegen, weil sie die armenische TED-Nummer ausblenden und Menschen, die dennoch für das Lied anrufen beim Geheimdienst vorladen – was soll sowas?! Die lachen sich doch da kaputt über soviel Dämlichkeit in Baku.
    Man muss eben nur wollen und richtige Regeln aufstellen, an denen es nichts zu rütteln gibt. Die EBU will aber eben nicht – und wird sich in nicht allzu ferner Zukunft fragen, warum man nichts gemacht hat, solange man noch konnte.

  22. Lin

    09.08.2013 | 10:48

    Jeder beschwert sich hier über Menschenrechtsverletzung – und das ist auch gut so.
    Nur leider werden andere Themen wie Tier- oder Naturschutz, was in vielen europäischen Ländern nicht gerade sehr großgeschrieben wird, nie in nem ESC-Forum diskutiert…
    Und dass, wo es doch 2014 in ein Land geht, in dem man neuerdings freilaufende Hunde einfach so erschießen darf…

  23. escfan05

    15.08.2013 | 00:52

    @Lin: Ich bin für Tierschutz, aber die Menschenrechte gehen erstmal vor.

    Ich bin für einen generellen Boykott gegenüber Russland. Falls Russland 2014 beim ESC mitmachen sollte, rufe ich hiermit zu einem Punkteboykott gegenüber Russland auf. Liebes Team vom Prinz Blog.de, wie wäre es wenn ihr dann Vorort dabei mitmacht. Außerdem wäre ich für eine Petition, für den Ausschluß Russlands beim ESC. Abzugeben bei der EBU. Aber eine Votingboykott gegenüber Russland wäre doch mal was. Vor allen in den westlichen Ländern wären viele dazu bereit. Ich könnte immer noch kotzen, das diese schauerlich heuchleriche Grütze in die Top 5 gekommen ist dieses Jahr.

  24. Alki-Bernd

    15.08.2013 | 18:15

    Aua

    Autsch, jetzt wird aber wieder mit den ganz toxischen Wattebäuschchen geschmissen.

    Man fragt sich nur, wen interessiert es eigentlich? Olympische Spiele oder Fußball-WM sind Big Money, da tut es weh, also ist ein Boykott außer jeder Überlegung. Der ESC ist aufgrund der ästhetischen und musikalischen Menschenrechtsverletzungen der ESC-Community immer noch ein Zuschussgeschäft, es würde so manchem gefallen, einen Grund serviert zu bekommen, das Geld zu sparen und fern zu bleiben.

    Kinder, sägt den Ast nicht ab auf dem ihr sitzt, das Ding findet nur statt, weil man seitens der gut besoldeten Unterhaltungsnovizen der EBU immer noch mit der spleenigen Idee des Zusammenrückens der Kontinente winken könnte. In der Machterhaltungstrategie von Herrn Lukaschenko oder Herrn Putin ist der ESC nun wirklich kein essentieller Baustein.

    Warum wollt Ihr den Tucken von Baku, Kiew oder Moskau nicht wenigstens die 14-tägige Abwechslung für Augen, Bauch und Arsch im tristen Alltag der real existierenden Popen-und Bonzen-Plutokratien ergeben. Vielleicht ergibt sich die eine oder andere Homo-(Schein)-Ehe, so dass man den einen oder die andere legal da rausholen kann

    Immerhin hat der ESC, wenn man die Geschichte genau betrachtet, doch den ein oder anderen Sprengsatz gezündet in Portugal, Spanien, Bosnien usw. Eigentlich gehen alle gesellschaflichen Veränderugen nur vom ESC aus, bspw. die Gründung der Grünen nach Katjas bahnbrechenden Beitrag 1971 oder das Burka-Verbot in Belgien nach dem Auftritt von Barbara Dex.

    Im übrigen würde ich wirklich Vorschlagen hier bei unserer Kernkompetenz zu bleiben, nämlich bei Kleidern, Frisuren und dem möglichen Auftreten drittklassiger Schlagersternchen in der nächsten deutschen VE. Es kommt dann wie hier fast zwangsläufig zum antisemitischen Sahnehäubchen, auch mal Israel en passant mit den Schurkenstaaten gleichzusetzen. Das durch fiese muslimische Tralalafisten gesteuerte (vermeintliche) Televotings-Abstimmungsverhalten türkischer MigrantInnen aus Köln-Bilderstöckchen, die nicht artgerechte Haltung von Florfliegen oder die Finanzierung griechischer Vorentscheidungen aus den Mitteln des ESM-Rettungsschirms ja überhaupt die bloße das Abendland untergehen lassende Existenz von Petitessen wie Kasachstan sind Themen , die ich dringend im Fortgang dieser Debatte noch erwarte.

    Oder waren sie schon da ?

  25. escfan05

    16.08.2013 | 01:14

    @Alki-Bernd: Vielleicht hast du deinem Namen doch soviel der Ehre gemacht.

    Das Thema ist viel zu ernst, das man es durch billige und geschmacklose Witzchen verharmlost. Dein Beitrag ist einfach unerträglicher Müll.

    Selbst deine Wortwahl “Tucken” trotz ja nur vor Schwulenfeindlichkeit. Außerdem haben die Homosexuellen in Russland weit wichtigere Probleme als den ESC. Irgendwie muß man doch ein Zeichen setzen. Wie wäre es denn, wenn kein Journalist aus einem westlichen Land, bei der PK des Putinjüngers vom nächsten Jahr da wäre. Oder wenn die Zuschauer während des Auftritts einfach pfeifen und buhen würden. Es gibt ne Menge Möglichkeiten, den Russen den Spass am ESC zu verderben. Aber vielleicht bleiben sie ja von sich aus fern, denn der ESC ist vielleicht für sie sowas auch wie Schwulenpropaganda.

  26. Heinz

    19.08.2013 | 21:55

    A message over Brighton Pride 2013
    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=DksNaeojuJg

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