Irland

ESC Songcheck (28): „Dying To Try“ von Brendan Murray

Irland setzt wieder auf Boyband-Material – obwohl es im vorigen Jahr beim ESC in Stockholm mit Westlife-Boy Nicky Byrne nicht mit dem Finaleinzug geklappt hatte. Jetzt soll es Brendan Murray, bis vor Kurzem noch Teil der Combo Hometown, besser machen.

Brendan wurde 1996 geboren, also in dem Jahr, in dem Irland zum bisher letzten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Der 20-Jährige stammt aus Galway, ganz im Westen der grünen Insel. Dort wurde er mit 17 von dem berühmten, allerdings durchaus umstrittenen Produzenten Louis Walsh, der auch schon Boyzone und Westlife gemanagt hatte, für die Boygroup Hometown gecastet.

Die sechsköpfige Combo hatte mit „Where I Belong“ und „Cry For Help“ zwei Nummer-eins-Hits in Irland. Ende 2016 verkündete die Band eine Pause – und kurz danach präsentierte RTÉ im Rahmen der Late Late Show Brendan Murray als intern ausgewählten Vertreter Irlands beim 62. Eurovision Song Contest in Kiew (hier unser Bericht). Kein Wunder, hatte RTÉ doch schließlich Walsh beauftragt, einen geeigneten ESC-Kandidaten zu finden. Bis Mitte Januar konnten dann Lieder für Murray eingereicht werden, und die Wahl fiel dann intern auf „Dying To Try“, das am 10. März kurz vor 13 Uhr in Nicky Byrnes Radioshow auf RTÉ2 erstmals gespielt wurde (hier unser Bericht).

 

Der Song

Man stelle sich die berühmte Szene aus „Titanic“ vor: Leonardo DiCaprio und Kate Winslet stehen gemeinsam an der höchsten Stelle des Kreuzfahrtdampfers, es fällt der berühmte Satz „Ich fliege, Jack!“ – und dazu laufen sanft im Hintergrund die Klänge von „Dying To Try“. Würde ebenso gut funktionieren wie das kleine Instrumental von „My Heart Will Go On“. Zumal der junge Ire inhaltlich eine frisch sprießende Liebe besingt, die noch nicht auf festen Beinen steht: „There ain’t no guarantee that you and me won’t fail“. Und mit der Zeile „Cause no one can promise that love will ever learn how to fly“ würde Brendans Nummer sogar perfekt zu Kate Winslets Ausruf passen.

Die Schmuseballade wäre eben ideales Hollywood-Blockbuster-Material. Damit ist eigentlich schon alles gesagt über den Stil des irischen Contest-Liedes. Ein bisschen nach Irland klingt es irgendwie auch – auch wenn hinter „Dying To Try“ kein Ire steckt, sondern Jörgen Elofsson. Also ein weiterer Schwede im ESC-Rennen. Der 55-Jährige ist ein alter Hase im Musikgeschäft, hat unter anderem für Carola, Britney Spears, Westlife, Agnetha und Eric Saade geschrieben. Aus seiner Feder stammen ähnlich schnulzige Liebeslieder wie „Right Here, Right Now“ (Agnes), „What My Heart Wants To Say“ (Gareth Gates), „A Moment Like This“ (Kelly Clarkson) und natürlich „When You Tell the World You’re Mine“, die Schnulze von Björn Skifs und Agnes zur Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling im Sommer 2010.

Genau in diese Reihe passt auch „Dying To Try“. Das bedeutet aber zugleich, dass das Lied dem klassischen Aufbau solcher Balladen folgt und wenig überraschend daherkommt. Das muss nicht zwingend schlecht sein. Man weiß, was man bekommt. Und das ist eine ganze Menge. Ein softer Einstieg, der Brendans ungewöhnlich hohe Stimme in den Fokus nimmt – dann eine vorhersehbare Bridge, die zum Refrain hinführt, mit berechenbaren Melodieverläufen. Auch die Bombast-Steigerung und der große hymnische Chor kommen genau dann, wenn man sie erwartet. Musik vom Reißbrett. Nicht innovativ, aber schön.

YouTube Preview ImageIrland 2017 – Brendan Murray: Dying To Try

 

Die Präsentation

Das Musikvideo zu „Dying To Try“ setzt vor allem auf die irische Küstenlandschaft. Gut, das könnte man auch in Kiew auf den LED-Screen übertragen. Hat zwar mit dem Inhalt des Liedes nichts zu tun, aber würde zur Stimmung des Liedes passen. Ich würde dennoch nicht dazu raten, es lenkt eventuell zu sehr ab. Da das Lied ganz sanft anfängt, empfiehlt sich zu Beginn eine dunkle Bühne mit einem Spotlight auf Brendan. Mit der Bridge zum ersten Refrain könnte die Bühne heller werden, anschließend genügt ein schlichtes Bühnenbild in warmen Farben, etwa wie 2015 beim norwegischen Beitrag.

Das große Plus von Brendan Murrays Ballade ist allerdings ihr größtes Problem: der hymnische Chor, der in der letzten Minute einsetzt. Er transportiert die ganz großen Gefühle – doch das strenge ESC-Reglement lässt ihn zumindest auf der Bühne nicht zu. Neben oder hinter Brendan ist nur mehr Platz für fünf Leute. Das reicht höchstens für einen Minichor, der schnell lächerlich wirken könnte. Ohne den aber das Lied erst recht nicht auskommt.

Darum: Brendan plus fünf ist im Grunde gesetzt. Tänzer braucht „Dying To Try“ ohnehin nicht. Um die Bombast-Wirkung mit dem Chor zu unterstreichen, bietet sich passend zur Steigerung ab 2:00 Min. Pyrotechnik ein: ein Goldregen, der von der Decke fällt (siehe „Running Scared“).

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken

BennyBenny: Irland sollte mal bei Bulgarien nachfragen, wie man einen jungen Interpreten beim ESC richtig platziert. Mit diesem Song leider nicht. Gut gefallen mir aber die Kelly-Family-Anleihen.

Douze Points: Ok, ich geb’s zu, ich habe einen Weak Spot für irischen (Boyband-)Pop. Aber pubertierendes Gewimmer im Schunkelsound ist mir dann doch etwas zu viel.

Matthias: Hach, bei solchen Balladen geht mir das Herz auf. Natürlich sind die Komposition und die Struktur vollkommen durchschaubar, und solche Jörgen-Elofsson-Nummern hat man schon x-fach gehört. Aber irgendwie zieht es doch. Zumindest bei mir. Spätestens wenn nach zwei Dritteln der Chor einsetzt und „Dying To Try“ nochmal draufsattelt, verdrücke ich doch fast ein Tränchen.

Peter: Brendan gehört zu den stimmlich stärksten und unverwechselbarsten Teilnehmern in diesem Jahr. Das verbindet ihn neben seinem jugendlichen Alter und seinem One-Boy-Boyband-Look mit Kristian aus Bulgarien. Auch die Titel sind etwa gleichstark. Dying to Try hat diesen wunderbar pathetischen Chor und der Song passt musikalisch und hinsichtlich seiner Inszenierung im Video perfekt zum Absenderland, diese Glaubwürdigkeit ist ein weiteres Plus.

Tjabe: Ein sehr einsames Lied. Auf der einen Seite gefällt es, aber auf der anderen Seite gerät eine so klassische Ballade vorgetragen durch eine kindliche Stimme schnell wieder in Vergessenheit.

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von allen PRINZ-Bloggern nach ihrem persönlichen Gusto auf einer 11-stufigen Skala (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1-0) bewertet, wobei 12 die höchste Wertung darstellt. Die Wertungen werden addiert. Unser persönliches subjektives Gesamtbild:

 

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Hier geht es nicht um das persönliche Gefallen, sondern um eine Prognose. Irland hat nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger eine Qualifikationschance von 36 Prozent und landet damit auf Platz 15 in Semifinale 2. Hier geht es zur Prognose der PRINZ-Blogger für das zweite Semifinale.

 

Was PrinzBlog-Leser darüber denken

Aussie: Wunderschöner Song! Man hört Jörgen Elofssons Handschrift klar raus. Der weiß, wie man hymnische Balladen schreibt. Finde, der Song passt gut zu Irland und drücke dem Bengel die Daumen für eine Finalqualfikation.

ESCNOW: Hmmmh, so la la. Mich fesselt da nix. Als dieser Chor einsetzte und es bombastisch wird, dachte ich, Siegel hätte mitgemischt. Aber in dem Fall im negativen Sinn (denn er hat ja durchaus auch Interessantes geschaffen). Es ist in der Tat ein nettes Liedchen. Aber nett allein reicht eben nicht. Vielleicht nicht mal für’s Finale. Da bin ich mal gespannt auf die Proben.

benne: Ja, finde ich gut. Seine Stimme klingt sehr angenehm und fällt auf. In Kiew wirds schwer werden, dazu eine kurzweilige Show daraus zu machen. Chor ist ja nicht möglich, Tänzer wären auch unpassend. Insofern muss man den kompletten Fokus auf seine besondere Stimme legen, sonst wird das im Mittelmaß untergehen (vielleicht sogar schon im Halbfinale)

Usain: Oh je, klingt wie eingeschlafene Füße…

Ray: Ich finds immer großartiger. Die Stimme ist genial und erinnert mich an einen der besten Sänger der letzten Jahre: Den leider viel zu früh verstorbenen Boyzone Sänger Steven Gately. Irland spielt um den Sieg mit.

 

Social Media

Brendan Murray freut sich schon auf Kiew und tut das über Twitter kund. Viele schöne Fotos (und Videos mit seinem neuen Kumpel Nathan Trent) gibt’s bei Brendan auf Instagram – oder in seinem Facebook-Account.

 

ESC Songcheck Irland: Brendan Murray...

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Vorschau: Morgen besucht Tjabe die Mini-Republik San Marino und geht der Frage nach, ob es Valentina Monetta (diesmal im Duett) ein zweites Mal mit einer Ralph-Siegel-Nummer gelingen könnte, ins ESC-Finale einzuziehen.

 

Bereits erschienen:

Semifinal 1:
(1) Albanien: „World“ von Lindita
(2) Aserbaidschan: „Skeletons“ von DiHaj
(3) Australien: „Don’t come easy“ von Isaiah
(4) Belgien: „City Lights“ von Blanche
(5) Finnland: „Blackbird“ von Norma John
(6) Georgien: „Keep the faith“ von Tamara Gachechiladze
(7) Montenegro: „Space“ von Slavko Kalezić
(8) Portugal: „Amar pelos dois“ von Salvador Sobral
(9) Schweden: „I can’t go on“ von Robin Bengtsson
(10) Griechenland: „This is love“ von Demy
(11) Polen: „Flashlight“ von Kasia Moś
(12) Moldawien: „Hey Mamma!“ von SunStroke Project
(13) Island: „Paper“ von Svala
(14) Tschechien: „My turn“ von Martina Bárta
(15) Zypern: „Gravity“ von Hovig
(16) Armenien: „Fly with me“ von Artsvik
(17) Slowenien: „On my way“ von Omar Naber
(18) Lettland: „Line“ von Triana Park

Semifinal 2:
(19) Serbien: „In too deep“ von Tijana Bogićević
(20) Österreich: „Running on air“ von Nathan Trent
(21) Russland: „Flame is burning“ von Yulia Samoylova
(22) Mazedonien: „Dance alone“ von Jana Burčeska
(23) Malta: „Breathlessly“ von Claudia Faniello
(24) Rumänien: „Yodel It!“ von Ilinca ft. Alex Florea
(25) Niederlande: „Lights and Shadows“ von OG3NE
(26) Ungarn: „Origo“ von Joci Pápai
(27) Dänemark: „Where I am“ von Anja

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32 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Mona

    19.04.2017 | 14:32

    Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll aber, mich irritiert es einen hübschen jungen Mann zu sehen, der singt wie ein 10 jähriger. Das meine ich überhaupt nicht böse!!! Das Lied ist so olala. Würde mich nicht stören wenn es ins Finale kommt oder auch nicht.

  2. Manboy

    19.04.2017 | 14:37

    Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 50 %
    Die Dieter-Bohlen-Nummer. Mir gefällt es ganz gut. Das schreit ja förmlich nach dem Einsatz des Ell-Nikki-Goldregen.

  3. Jorge

    19.04.2017 | 14:42

    5 Cents für den ersten, der ein Barthaar an Brendan entdeckt.
    Man kann ja eine ruhige Ballade machen, mit den synthetischen Sounds habe ich auch kein Problem, nur bleibt es eben ein viel zu altbackenes Balladenthema für einen (gefühlt optisch) 14 Jährigen. Am Ende der 3 Minuten weiss ich immer noch nicht, was man von mir will. Hat er Hausarrest, Schulprobleme, Hautunreinheiten? Man weiss es nicht …

  4. Jorge

    19.04.2017 | 14:56

    Der Kelly Family Bezug fiel einem auch schon bei der Songpräsentation ins Gesicht. Man erkennt den Song zwar als originär Irisch, aber vergeudet total Brendans Potenzial in der Snapchat-Generation. Total sinnbefreit.

  5. Inger Johanne

    19.04.2017 | 15:03

    Brendan erinnert mich, je nach Foto, an gleich zwei verschiedene Freunde von mir, wie sie vor ca. 10 Jahren noch aussahen. Das macht ihn mir zwar sympathisch, gleichzeitig bin ich seitdem aber auch 10 Jahre älter geworden und die Zeiten haben sich geändert. Auch „Trying to Die“ (Denkt das sonst niemand bei dem Titel?) hätte locker vor 10 Jahren zum ESC geschickt werden können, eigentlich auch schon vor 20. Zeitlos, könnte man sagen, aber auch altmodisch oder uninnovativ. Die ersten paar Male hab ich mich beim Hören immer gefragt: „Wo kommt die junge Dame noch gleich her?“ Nicht, dass der Song irgendwie unangenehm wäre, inzwischen mag ich ihn sogar ganz gern. Aber mehr als Hintergrund- und Nebenbeimusik, weniger als einen Beitrag, für den ich anrufen würde. Wenn Brendan aber auf der Bühne stimmlich überzeugen kann und die Iren das Lied ordentlich inszeniert bekommen … wer weiß? Ich rufe dann zwar trotzdem nicht dafür an, aber vielleicht ja genügend andere Zuschauer.

  6. ESCNOW

    19.04.2017 | 15:06

    Soweit ich weiß, hatte ich nur bei Blanche und bei Brandan einen Kommentar gepostet bei den Songvorstellungen. Ich bin dabei absolut nach meinem Ersteindruck gegangen. Und ich bleib dabei, dass es mich doch sehr an Siegel erinnert, aber eben im altbackenen Sinne. Er ist mir auch irgendwie zu jung für den Song. Wirkt nicht so recht stimmig. Entweder knapp drinnen oder knapp draußen, was das Finale betrifft. Momentan tipp ich eher auf draußen. Deshalb warten wir mal die Proben ab. Dann kann man da mehr sagen. Aber der Song holt mich nicht wirklich ab.

  7. Little Imp

    19.04.2017 | 15:07

    Bulgarien schlägt in diesem Genre in diesem Jahr nichts (außer eine desaströse Live-Performance), aber an Australien ist der Ire bei mir mittlerweile vorbeigezogen. Wenn man sich darauf einlässt (bzw. einlassen kann), ist das wirklich eine gute Nummer.

  8. ESCNOW

    19.04.2017 | 15:08

    @Inger Johanne
    Dieses Wortspiel ist auch mir eingefallen und noch 1-2 anderen hier. Hatten das in den Postings erwähnt. ;)

  9. Yasi

    19.04.2017 | 15:20

    @Inger: Ich lese immer „Trying to die“

  10. kaspar

    19.04.2017 | 15:40

    Mein Platz 2 dieses Jahr! Eine klassische Ballade, die man zwar schon 1000mal gehört hat, aber die irgendwie doch etwas ganz besonderes ist. „Dying to try“ hat eine wunderschöne Melodie und Brendan kann toll singen. Große Hoffnungen habe ich aber nicht, dass meine Meinung in diesem Fall mehrheitsfähig ist und wir Irland auch beim großen Finale wiedersehen dürfen.

  11. togravus

    19.04.2017 | 15:54

    Ja, es ist altbacken, dick aufgetragen und traditionell instrumentiert, aber komischerweise mag ich den Beitrag ganz gerne, wenn ich ihn anhöre. Machmal kann man sich eben die eigene Reaktion nicht erklären. Ob es für das Finale reichen wird? Ich denke nicht.

  12. Johannes

    19.04.2017 | 16:55

    Es tut mir im Herzen weh aber ich musste leider den Button drücken dass er im Semifinale ausscheidet.
    Ich fände es traurig aber ich glaube einfach nicht dass diese klassisch, mit viel Gefühl vorgetragene Irenballade viele Fans finden wird…
    Werde am 11. Mai für ihn anrufen aber ich denke dass wird nix… :-(

  13. Little Imp

    19.04.2017 | 17:27

    @ Inger Johanne

    Ich ziehe das etwas weniger suizidale „Trying to dye“ vor. ;-)

  14. Mariposa

    19.04.2017 | 17:35

    Es gab in der ESC-Geschichte schon viele Topbeiträge von der Grünen Insel, in den letzten Jahren hat man sehr geschwächelt und geht diesmal leider so weiter. Klingt wie B-Seiten-Material, zieht sich wie Kaugummi. Zudem finde ich die Quäkestimme dieses „singenden Hobbits“ ziemlich unangenehm. Lediglich 2 von 10 Punkten.

    1. Ungarn 8/10
    2. Österreich 7/10
    3. Niederlande 5/10
    4. Mazedonien 4/10
    5. Rumänien 3/10
    6. Malta 3/10
    7. Irland 2/10
    8. Serbien 2/10
    9. Dänemark 0/10

    Sorry, für mich ist 2017 der schlechteste ESC-Jahrgang aller Zeiten…..

  15. benne

    19.04.2017 | 18:14

    Gefällt mir noch immer ganz gut.
    Aber ich habe irgendwie kaum Gedanken verschwendet, dafür anzurufen.
    Da gibts dann doch ein paar bessere Songs.
    Ich kann auch verstehen, dass diese Kitschballade für viele komplett durch fällt und so kein Finaleinzug drin ist.
    Vielleicht kann ihn der Startplatz nach Dänemark und vor San Marino und Kroatien retten, indem er im Schnelldurchlauf als „doch nicht so schlecht“ raussticht.

  16. Cedric (T0mb0)

    19.04.2017 | 19:00

    Mir gefällt das Lied inzwischen ziemlich gut, aber ich befürchte, dass es nicht fürs Finale reicht.

  17. Inge Periotte

    19.04.2017 | 19:17

    Also von den ganzen traurig klagenden Bubis gefällt mir die Nummer noch am besten – besser als Australien auf jeden Fall, und mit Bulgarien bin ich auch noch nicht so richtig warm geworden. Die sind alle sehr weit von meiner Top Ten entfernt. Aber das hier, das kann man ganz gut hören, das dürfte von mir aus auch ins Finale kommen.

  18. biobanane

    19.04.2017 | 19:30

    Sagen wir es mal so. Wenn es Irland versteht da eine schlüssige Show mit dem Kleinen auf die Bühne zu bringen, dann kann das was werden. Das Lied alleine reicht nicht.

  19. deutscheland

    19.04.2017 | 19:49

    Haha, ich bin also bei weitem nicht der einzige, der an „Trying to die“ denkt. Ja, das kann wohl das Handicap des irischen Beitrages in diesem Jahr sein. Trotzdem der nächste tolle ESC-Song aus Irland, wie schon „Sunlight“, das aber von Nicky Byrne übelst vergeigt wurde, seine Stimme klang wie eine Säge.
    Brendan Murray klang bei „Eurovision in Concert“ ziemlich hoch. Schauen wir mal, wie’s in Kiew wird. Man bemüht sich ja schon mal um die Irland-Klischees. Für einen bombastisch inszenierten Auftritt taugt „Dying to try“ meiner Meinung nach. Der Pyro-Vorschlag für die letzte Minute klingt gut.
    Anders als Ray würde ich jetzt nicht unbedingt von Siegchancen reden (wobei… die Jury…), aber dafür von Finalchancen. Gerade die Bombast-Steigerung könnte doch diesbezüglich gewinnbringend sein, wenn sie im Schnelldurchlauf wiederkäme.
    „Dying to Try“ weiß zwar, Vorurteile über Balladen zu bestätigen, aber ich finde den irischen Beitrag nicht schlecht.

  20. DerJoe

    19.04.2017 | 20:14

    Wenn man erstmal „Trying to Di/ye“ gelesen hat ist es im Kopf drin. Da hilft bei mir auch nix mehr ;-) Ansonsten klingt Brendan wie Heintje.
     
    Die Stimme ist ziemlich interessant. Ich mag ja ausgefallene Stimmen. Aber ähnlich unklar wie bei dem jungen Houdegen aus Kroatien ist, ob das auf die Zuschauer nicht eher zu ungewohnt und befremdlich wirkt. Der Song ist Standardmaterial, aber wie ich finde der besseren Art.
    Aufgrund meiner Schwäche für satt ausgebreitete Klangteppiche kriegt mich der Song zum Ende hin aber dann sowieso. Wäre vermutlich in meiner Top10, da mir dieses Jahr bis jetzt nicht so wirklich viel gefällt. Ich habe aber viele Songs auch erst 1-2mal angehört…

  21. Kontrapunkt

    19.04.2017 | 20:35

    Für mich eine der besten Balladen dieses Jahr, finde ich vom Sound her auch nicht unbedingt altbacken. Ich finde da könnte man schöne Inszenierungen machen. Das mit dem Goldregen hab ich mir auch überlegt, Windmaschine ist eigentlich auch ein Muss, wobei die bie den Haaren nicht unbedingt effizient sein muss, dann müssen halt die Kleider windmaschinenfreundlich sein. ^^
    Der attraktivste Mann im ganzen Teilnehmerfeld ist er sowieso, ein richtiges Schnuckelchen. Den würde ich sicher nicht von der Bettkante stoßen. Sympathisch ist er auch. Das sind 2 wichtige Punkte beim Televoting. Im 2. Halbfinale hat er in dem Punkt nur Konkurrenz durch Israel.

    Die Stimme ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits passt mir diese Zerbrechlichkeit gut zum Lied. Andererseits finde ich die Stimme zu ihm nicht passend, ich finde die Stimme von Kristian Kostov würde ihm viel besser stehen. Das könnte sicherlich auch verstörend wirken, wie es auch meine 1. Reaktion war, obwohl das Lied in meiner Gesamt Top 10 nach dem Slowenien-Absturz nach dem Revamp inzwischen sogar auf Platz 3 befindet.

    Da er eine der stärksten Balladen im 2. Halbfinale hat, sehe ich auch Finalchancen. Das Problem ist nur die Live-Performance. Seine bisherigen Auftritte haben mir direkt schon körperlich weh getan, die hohen Töne waren teilweise gruselig und klangen eher nach „I’m trying to diiiiiiiiiiieeeeeeeeee“. Wenn sich das bis Kiew nicht ändert, wird das nix. Da nützt dann auch der Eyecandy-Bonus nichts mehr.

  22. Matty

    19.04.2017 | 21:14

    Für Irland heißt es auch in diesem Jahr „Dabeisein ist alles“ und mehr auf keinen Fall. Brendan paßt zwar in das Screamqueenbeuteschema, aber da es ja um den Song geht, bin ich der Meinung, daß er unspektakulär ist und im Meer der Balladen untergeht.

  23. Rainer1

    19.04.2017 | 22:57

    Der kleene ist aber auch hübsch, für einen iren.
    Irland ist bei mir klarer sieger der „schönhör-phase“. Leider wirkt das ganze auf anhieb eher bieder und langweilig

  24. Ruhrpottler

    20.04.2017 | 02:19

    Den Song und die Klänge finde ich ganz gut aber leider trifft seine kindliche Stimme nicht meinen Geschmack. Das kann ich mir keine 3 Minuten lang anhören. Schade. Letztes Jahr fand ich den Song der Iren aber gut (Sunlight) und das Jahr davor (Playing With Numbers) war Irland auch klasse. Schade.

  25. melodifestivalenfan

    20.04.2017 | 07:33

    Ich glaube, dass Brendan das Finale schafft. „Dying to try“ ist eine schöne altmodische Ballade. Er hat schon bewiesen, dass er das auch live umsetzen kann. Westlife’s „Flying without wings“ mit Cristian Castro lassen grüßen. Und das war mal meine Lieblingsversion in den 90-ern.

  26. cars10

    20.04.2017 | 08:37

    Noch so ein Lied aus der Abteilung „langweilig“. Davon gibt es in diesem Jahr aber auch wirklich eine ganze Menge, wie z.B. UK, Dänemark, Australien sowie auch Serbien – alles viel zu glatt und zu kalt.
    In Amsterdam war Brendan vor lauter Nervosität nicht in der Lage, sein Lied auch nur irgendwie emotional rüberzubringen. Irland scheitert mal wieder im Semi, wetten?

  27. Matty

    20.04.2017 | 08:53

    Vielleicht sollte Irland die Jedwardzwillinge noch einmal ins Boot holen, dann klappt es auch wieder mit dem Einzug ins Finale!

  28. Mariposa

    20.04.2017 | 11:11

    Bitte nicht – die waren mal ganz witzig, aber so etwas nutzt sich doch auch relativ schnell ab. Es gibt doch sicherlich relevantere und bessere Künstler auf der Grünen Insel (Hozier zum Beispiel…..)

  29. as

    20.04.2017 | 11:47

    Viel Neues habe ich den bisherigen Kommentaren nicht mehr hinzuzufügen. Eine etwas zu hohe Stimme in einer klassischen Ballade, die sich im letzten Drittel bombastisch geben möchte. Wirkt weniger altmodisch als jetzt z. B. Malta oder Slowenien, dabei auch von der Melodie her nett. Sympathischer Jungsche. Mich stört es nicht, begeistert bin ich auch nicht, was so ziemlich auf die Hälfte der Beiträge aus dem 2. Semi zutrifft. Final-Tipp: Eher nicht oder knapp dabei!

  30. GEF

    20.04.2017 | 14:18

    Brendan macht einen netten Eindruck und er hat eine außergewöhnliche Stimme. Auch finde ich das Video mit den landestypischen Elementen gut wiedergegeben. Das Problem ist jedoch, dass der Song ziemlich belanglos ist. Da fehlt einfach eine besondere Note und eine schöne und weniger pathetische Melodie. Der Chorus ist viel zu schrill.

    1. Mazedonien 9 / 10
    2. Ungarn 8,5 / 10
    3. Österreich 7 /1 0
    4. Niederlande 6,5 / 10
    5. Serbien 6 / 10
    6. Malta 5,5 / 10
    7. Irland 5 / 10
    8. Dänemark 3,5 / 10
    9. Rumänien 3 / 10

  31. Musti

    20.04.2017 | 17:21

    Trying to die 😂😂😂made my day 👌🏽

  32. Lorena

    22.04.2017 | 14:26

    Die Landschaft im Video ist ganz nett. Viel mehr kann ich über den irischen Beitrag nicht sagen.

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