Kroatien

ESC Songcheck (30): „My friend“ von Jacques Houdek

Nach viermaligem Halbfinal-Aus in den Jahren 2010-2013 und anschließender zweijähriger Pause kehrte Kroatien 2015 zum ESC zurück und zog mit „Lighthouse“ immerhin direkt wieder ins Finale ein. Das soll in diesem Jahr Jacques Houdek mit seinem Song „My Friend“ nachmachen.

Jacques Houdek ist 36 Jahre alt und wurde in der Nähe von Zagreb geboren. Sein eigentlicher Name ist Željko Houdek und er ist kein Unbekannter in Sachen ESC: Sage und schreibe sechsmal hat er bislang versucht für Kroatien zum ESC zu fahren. Bloggerkollege Jan hat an anderer Stelle bereits einen entsprechenden Überblick erstellt.

Dieses Jahr wurde Jacques ohne Vorentscheidung für den ESC nominiert und das kroatische Fernsehen hat sich damit einen richtigen Superstar an Land gezogen: 13 Alben, mehrfache Auszeichnungen und zahlreiche Konzerte gehen auf sein Konto. Außerdem sitzt er seit zwei Jahren in der Jury von The Voice of Croatia. Die unrühmliche Seite: Jacques wurde 2005 als Homophober des Jahres ausgezeichnet und außerdem als Homophober des Jahrzehnts nominiert.

 

Der Song

Anfang März wurde „My Friend“, Jacques‘ Song für Kiew, veröffentlicht. Geschrieben wurde er von Ines Prajo, Arjana Kunštek, Fabrizio Laucella, Siniša Reljić, Tony Malm und Jacques selbst. Ines und Arjana hatten bereits 2003 den Song „Could It Be“ für Bosnien-Herzegowina im ESC-Rennen. Tony Malm hatte 2015 „Jag Är Fri“ von Jon Henrik Fjällgren mitgeschrieben, das beim Melodifestivalen den zweiten Platz belegte.

Der Song beginnt zunächst mit einem Klavier- und Geigenintro, das schon sehr auf eine klassische Ballade schließen lässt. Bevor jedoch die erste Strophe losgeht, rezitiert Jacques erstmal noch ein Einstein-Zitat:

There are only two ways to live your life.
One is as though nothing is a miracle.
The other is as though everything is a miracle

Solche gesprochenen Passagen wirken allerdings in den meisten Fällen eher etwas albern, so auch in diesem Fall. Weiter geht es mit einer sehr pathetisch gesungenen Strophe, die zunächst an einen DSDS-Siegersong erinnert: Ziemlich gute Stimme, mieser Text, eingängige Melodie.

Dann der Bruch: Nach vier Zeilen wechselt Jacques ohne erkennbaren Grund plötzlich vom Englischen ins Italienische und wechselt außerdem von seiner poppigen Stimmfarbe zu einer voluminösen Opernstimme. Dieses Spiel treibt er dann auch fleißig weiter, wechselt seine Stimmfarbe manchmal nach nur einer Zeile und wieder zurück, Sätze werden in einer Sprache begonnen und in einer anderen beendet.

After the rain,
Nasce il sole!

I pray you’ll see the light and find your way.
La forza del destino che è in te.

So zieht sich das nicht nur durch die Strophe, sondern auch durch den folgenden Refrain. Den Gedanken, hier unterschiedliche Facetten zu zeigen, kann ich verstehen, aber meiner Meinung nach geht das komplett nach hinten los und wirkt einfach nur gewollt. Außerdem macht es auch den Song kaputt, weil man sich nicht auf ihn einlassen kann und ständig wieder aus einer Stimmung gerissen und in die nächste geschmissen wird.

Do your best, take a chance!
Dare to dream and make it real!
Segui la verità
Via della libertà!
My friend, my friend.

Und als wären Stimm- und Sprachenwechsel noch nicht genug, ändert sich dann noch in siegelscher Manier plötzlich das Tempo, um dann in einem besonders dramatischen Refrain zu enden. Meiner Meinung nach ist Kroatien mit dieser Nummer ziemlich über das Ziel hinaus geschossen und ich kann mir – vor allem unter Berücksichtigung der Jury – nicht vorstellen, dass das ins Finale kommt.

YouTube Preview Image
Kroatien 2017 – Jacques Houdek: My Friend

 

Die Präsentation

Ich bin ziemlich ratlos, was die mögliche Präsentation in Kiew angeht. Im Video konnte man es wenigstens noch einigermaßen so aussehen lassen, als würde Jacques zwei Persönlichkeiten verkörpern. Nun wird er sich auf der Bühne aber wohl kaum in Sekundenbruchteilen umziehen und umschminken können. Eine Lösung dafür ist mir noch nicht eingefallen – oder sehen wir am Ende vielleicht doch zwei Jacques auf der Bühne? Hologramme sind in der letzten Zeit ja mehr und mehr zum Renner geworden.

Ich hoffe, dass die Schmalzigkeit des Liedes nicht noch durch eine kitschige Bühnenshow unterstrichen wird. In seinem Akustik-Video etwa greift Jacques auf die immer wieder gern gesehene Gebärdensprache zurück. Die hatte ihre Hochzeit dann aber doch eher vor zehn Jahren, deshalb sollte er das in Kiew besser lassen. Auch Opern- und Musicalreferenzen (Kerzenleuchter, Masken) wären wirklich zu viel des Guten.

Möge die kroatische Delegation bessere Ideen haben als ich. Aber nachdem diese sogar „Lighthouse“ im vergangenen Jahr an die Wand gefahren hat, weiß ich nicht, ob wir uns da allzu viele Hoffnungen machen sollten.

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken

BennyBenny: Einfach nur albern. Und dann noch dieser siegelsche Tempowechsel am Ende. Schlimm.

DJ Ohrmeister: Ja, der polarisiert natürlich mit am meisten in diesem Jahr, und teilweise ist das Ding ja auch zum Fremdschämen, gerade vom Text her. Aber wie dieser einsame Dialog auf der Bühne aussehen wird, interessiert mich brennend. Ich finde, das hat was.

Jan: Ich finde das total konstruiert und super-altbacken. Solche Musik existiert abseits des ESC nirgendwo. In einem Wort: GRAUENHAFT!!!

Matthias: Was hat sich Herr Houdek dabei nur gedacht?!? Dieses Duett mit sich selbst ist hochgradig irritierend. Der schmalzige Disney-Sound und der aus abgenutzten ESC-Stanzen zusammengeschraubte Text (das Wunder, das jeden Tag geschieht; „hold out your hand“; nach dem Regen folgt Sonnenschein; „take a chance, dare to dream“) machen es auch nicht besser. Überflüssiger ESC-Kitsch.

Peter: Das ist so tacky wie wir es seit „Flying the flag“ nicht mehr hatten. You either love it or leave it. Ich habe mich für ersteres erschienen. Ein Titel wie er auch aus dem Siegel-Stable kommen könnte. Über Jacques Akzeptanzverhalten liest mir nicht nur liebevolles, das kann ich leider nicht ausblenden. Aber dann muß ich schnell wieder über diesen Zuckerguß-Trivial-Trash-Text schmunzeln und warte mal ab, wie die Kroaten diesen Song auf die Bühne heben.

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von allen PRINZ-Bloggern nach ihrem persönlichen Gusto auf einer 11-stufigen Skala (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1-0) bewertet, wobei 12 die höchste Wertung darstellt. Die Wertungen werden addiert. Unser persönliches subjektives Gesamtbild:

 

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Hier geht es nicht um das persönliche Gefallen, sondern um eine Prognose. Kroatien hat nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger eine Qualifikationschance von 34 Prozent und landet damit auf Platz 16 in Semifinale 2. Hier geht es zur Prognose der PRINZ-Blogger für das zweite Semifinale.

 

Was PrinzBlog-Leser darüber denken

as: Interessant. Finde ich, warum auch immer, gar nicht so schlecht. Kitsch auf höchst unterhaltsamem Niveau. Also ich sehs im Finale.

Feli: Großes Like für den Mut Kroatiens. Sehr gut.

Inge Periotte: Albern! Jemanden alleine ein Duett singen lassen und damit punkten zu wollen: Ooooch guckt mal, was der alles kann! Ja, sicher kann der toll singen, wäre ja auch grundsätzlich schön, wenn das jemand auf einer großen internationalen Bühne dann auch tut. Aber mit sich selbst ein Duett singen? Nee, also bislang wirkt das auf mich überhaupt nicht wie anständiger Trash – den ich ja noch ganz erfrischend finden würde. An sich ein halbwegs ordentlicher Schmachtfetzen, da kann ich mich wie die meisten hier nur zurücklehnen und warten, wie man das auf die Bühne bringen will.

Bandido: Sowas kann ich ja auf den Tod nicht leiden: wenn mit irgendwelchen Operetten-Elementen versucht wird, einer seichten Schulze voller Platitüden irgendeinen Pseudo-Anspruch zu verleihen. Schlimm genug dass sich immer noch genügend Leute von dem Käse blenden lassen. Weil ich hier oft lese „ist wenigstens mal was Anderes“: Obstsalat mit Chappi ist auch „mal was Anderes“. Schmeckt trotzdem gottserbärmlich.

Hans: Ich lese hier albern, arrogant und völlig überschätzt. Also ich finde das Lied schwierig zu singen und warum sollte ein Sänger nicht zeigen was er kann? Auch wenn viele der Meinung sind, dass das Lied nur beim Televoting eine Chance hat (wenn überhaupt), denke ich, dass die Jury das Lied eher auszeichnen wird als die Zuschauer. Denn in der Jury sitzen Fachleute und diese wissen genau über welches Können man verfügen muss, um das Lied zu bewältigen. Vorausgesetzt Houdek bekommt es live hin.

 

Social Media

Hier findet sich Jacques‘ Webseite. Er ist außerdem auf Facebook, Twitter, YouTube und Instagram aktiv.

 

ESC Songcheck Kroatien: Jacques Houdek...

  • scheidet im Semifinale aus (57%, 129 Stimmen)
  • ist schwer einzuschätzen (23%, 52 Stimmen)
  • kommt bombensicher ins Finale (11%, 25 Stimmen)
  • kommt vermutlich ins Finale (9%, 20 Stimmen)

Wähler gesamt: 226

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Vorschau: Morgen stellt Salman den norwegischen Beitrag „Grab the Moment“ von JOWST vor.

Bereits erschienen:

Semifinal 1:
(1) Albanien: „World“ von Lindita
(2) Aserbaidschan: „Skeletons“ von DiHaj
(3) Australien: „Don’t come easy“ von Isaiah
(4) Belgien: „City Lights“ von Blanche
(5) Finnland: „Blackbird“ von Norma John
(6) Georgien: „Keep the faith“ von Tamara Gachechiladze
(7) Montenegro: „Space“ von Slavko Kalezić
(8) Portugal: „Amar pelos dois“ von Salvador Sobral
(9) Schweden: „I can’t go on“ von Robin Bengtsson
(10) Griechenland: „This is love“ von Demy
(11) Polen: „Flashlight“ von Kasia Moś
(12) Moldawien: „Hey Mamma!“ von SunStroke Project
(13) Island: „Paper“ von Svala
(14) Tschechien: „My turn“ von Martina Bárta
(15) Zypern: „Gravity“ von Hovig
(16) Armenien: „Fly with me“ von Artsvik
(17) Slowenien: „On my way“ von Omar Naber
(18) Lettland: „Line“ von Triana Park

Semifinal 2:
(19) Serbien: „In too deep“ von Tijana Bogićević
(20) Österreich: „Running on air“ von Nathan Trent
(21) Russland: „Flame is burning“ von Yulia Samoylova
(22) Mazedonien: „Dance alone“ von Jana Burčeska
(23) Malta: „Breathlessly“ von Claudia Faniello
(24) Rumänien: „Yodel It!“ von Ilinca ft. Alex Florea
(25) Niederlande: „Lights and Shadows“ von OG3NE
(26) Ungarn: „Origo“ von Joci Pápai
(27) Dänemark: „Where I am“ von Anja
(28) Irland: „Dying to Try“ von Brendan Murray
(29) San Marino: „Spirit of the Night“ von Valentina Monetta & Jimmie Wilson

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50 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Inge Periotte

    20.04.2017 | 19:03

    Naja, also der Unterschied zu „Flying the Flag“ ist wohl, dass Herr Houdek das für ganz große Kunst hält, was er da macht. Da ist mir persönlich eine ehrliche Trash-Nummer doch viel lieber – aber ich hab ja eh schon alles drüber gesagt :-)

  2. Johannes

    20.04.2017 | 19:16

    Ich fände den Finaleinzug für Kroatien mehr als verdient!!
    Nennt es thrashig oder altbacken jedoch wäre Jacques ein bunter Farbtupfer im großen Finale – jedenfalls meiner Ansicht nach.
    Ein gewisser Vergleich zu Il Volo ist nicht abzustreiten jedoch liegt hier bei Kroatien auch die Gefahr sich einer gewissen Lächerlichkeit preiszugeben…
    Drücke ihm ganz fest die Daumen dass er es schafft aber wenn doch nicht geht für mich die Welt auch nicht unter…

  3. Rainer1

    20.04.2017 | 19:19

    Hat den schon jemand live“my friend“singen gehört?
    Ich find den song ganz interessant. Leider ist mir der sänger extrem unsymphatisch und das verwursten von verschiedenen musikrichtungen ist meistens gar nicht mein fall.
    Könnte dank dem überraschungseffekt und mit gnädiger balkanischer hilfe knapp ins finale kommen

  4. Usain

    20.04.2017 | 19:19

    Auch so eine inzwischen schöngehörte Nummer für mich, sagen wir mal so, es gibt schlimmeres in diesem Jahrgang.

  5. Butterblume

    20.04.2017 | 19:28

    Das einzig Interessante an diesem Beitrag ist für mich die Frage, ob ich ihn, den sanmarinesichen oder den maltesischen am schlechtesten finde.

  6. BB

    20.04.2017 | 19:29

    Mein Schlusslicht dieses Jahr. Nicht grauenhaft… aber fast.

  7. Inger Johanne

    20.04.2017 | 19:34

    Wenn sich das Stück und Jacques nicht so ernstnehmen würden, könnte ich dem Ganzen vielleicht mehr abgewinnen. Aber das trieft trotz aller textlicher Banalität ja nur so vor Pathos und „look at me“, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll. Ich finde das hochprätenziös und habe es schon längst aus meiner Playlist gekickt. Auf die Umsetzung auf der Bühne bin ich allerdings auch äußerst gespannt – müssen Mikrophone für Pop und klassischen Gesang nicht auch ganz unterschiedlich eingestellt werden? A disaster waiting to happen.

  8. Bandido

    20.04.2017 | 19:37

    Dieses Opus finde ich nach wie vor schreiend peinlich.
    Von mir aus bitte im Semi raus. Danke.

  9. Mona

    20.04.2017 | 19:41

    So, macht mich bitte nicht fertig jetzt 😅 Ich lieeebe dieses Lied!! Ist für mich persönlich mein diesjähriger Favorit. Mich hat der Song total berührt, vielleicht auch deshalb, weil es eben so Disney ist 😍. Ich hoffe auf ganz großes Kino im Mai. Ich könnte mir vorstellen das er mit einem hologram arbeiten wird. Warum auch nicht? Über eine live Version habe ich mich schlau gemacht, es wird vor den ersten Proben keine geben. Er möchte die Menschen überraschen heißt es im Interview bei ESC bubble. Das Lied polarisiert jetzt schon, würde mich über einen top 5 Platz freuen.

  10. Vladimilan and Daan

    20.04.2017 | 19:45

    Oper und Pop gab es ja schon einige Male. Die supertolle Alenka Gotar hat es 2007 für Slowenien und Malena Ernman für Schweden 2009. Beide Songs landeten im Mittelfeld, jedoch waren deren Texte nicht so klischeeüberladen. Dass er als Kandidat für den Homophoben des Jahrzehnts nominiert ist, ist für eine schwule Veranstaltung, wie es der ESC glücklicherweise ist, sicher nicht hilfreich. Ich wünsche ihm einen letzten Platz, zumal das wie von vielen bereits erwähnt, krass peinlich werden könnte. Sein Semifinalaus kann er dann ja auch auf uns Regenbogenmenschen schieben :)

  11. deutscheland

    20.04.2017 | 19:47

    Nach San Marino das nächste Highlight: „My Friend“ ist einer meiner Lieblingslieder in diesem Jahr, auch wenn der Vergleich mit DSDS gezogen werden muss. Der Refrain – zumindest der englische Teil – klingt stark nach Castingshow. Trotzdem ist der kroatische Beitrag einer der interessantesten Beiträge in diesem Jahr, wenn nicht gar Jahrzehnt. Auf die Idee, alleine ein Duett zu singen, muss man erst einmal kommen. Fragt sich nur, wie das auf der Bühne zu präsentieren ist. Aber er wird wohl was draufhaben, sonst würde man ihn nicht hiermit zum ESC schicken. Ich finde diesen Song verdammt stark, nur hoffe ich, dass das auch gut inszeniert wird. Es ist nämlich nicht schwer, einen extravaganten Auftritt auf die Bühne zu bringen. Aber „My Friend“ hat extrem viel Potential und kann mehr Punkte bekommen, als so manchem hier im Kommentarfeld lieb sein wird.

  12. Klaus

    20.04.2017 | 19:56

    Ich sehe es im Finale
    Das wird grosses Kino

  13. Ruhrpottler

    20.04.2017 | 20:02

    Ich schließe mich deutscheland und Mona an. DER SONG IST GROßARTIG und auch mein Top-Favorit auf Platz 1. Ich verstehe die ganzen negativen Kommentare nicht. Immer habt ihr für jeden Song was zu meckern: Entweder findet ihr den Song viel zu mainstream und wenn mal was außergewöhnliches kommt, dann macht ihr auch das nieder. Für mich ist diese Idee und der Stil unglaublich toll gewählt und der Song selbst ist wunderbar. Ich werde definitiv im zweiten Semi-Finale für Kroatien voten aus Deutschland.

  14. Johannes

    20.04.2017 | 20:03

    @deutscheland:
    Du hast mit jedem Wort Recht!

  15. Musti

    20.04.2017 | 20:04

    Ich finde es auch sehr gut! Gefällt mir, bin gespannt. Wer sagt denn eigentlich das er was gegen schwule hat? Wo kann man das nachlesen? Eine Quelle hätte ich gerne, wenn man mir die geben könnte

  16. ESC17

    20.04.2017 | 20:04

    Also die Blogger sind ja-mit Ausnahme von Oliver und Peter DANKE-komplett abneigend dem Song gegenüber. Ich finds komplett toll. Der Mix machts kann man da sagen. Erst Popgesang dann mit Operngesang gemischt. Das ist iwie herrlich gemacht. Bin begeistert von so einer Art Musik
    9/10 Punkten und in meinen top 10!!

  17. Vladimilan and Daan

    20.04.2017 | 20:13

    @Musti
    https://www.google.de/amp/amp.index.hr/article/951840/houdek-ce-na-eurosongu-pjevati-o-uvazavanju-razlicitosti-a-nekad-je-pricao-uzasne-stvari-o-gayevima
    Ich hoffe, der Link lässt sich öffnen. Er glaubt Sodom und Gomorrha würden sich wiederholen, falls Homosexuelle den Heteros gleichgestellt werden

  18. Musti

    20.04.2017 | 20:17

    Danke vladi, muss es mir von meinem serbischen Kollegen übersetzen lassen :-)

  19. Musti

    20.04.2017 | 20:34

    So hier bin ich wieder. Mein Kollege sagt, das diese Gerüchte nicht wahr wären. Die Vorwürfe kamen damals 2005 von einem Tratsch und Klatsch Blatt ( vergleichbar mit unserer intouch). Der Sänger hätte es damals nicht auf sich sitzen lassen und hätte auf Facebook sofort ein Dementi abgegeben. Ich finde es traurig das Prinz Blogger auf Gerüchteküche setzt und hier die gay Community aufstachelt mit fehlinformationen. Und hey, es ist 12 Jahre her? Menschen ändern ihre Meinung täglich. Peace

  20. Puffalump

    20.04.2017 | 20:39

    Ich finde den kroatischen Beitrag großartig (die Meinung des Herrn Houdek zur Homosexualität interessiert mich nicht im geringsten).
    Bei einem guten Auftritt sollte der Finaleinzug sicher sein.

  21. Feli

    20.04.2017 | 20:54

    Meine Nummer 1 .

  22. Manboy

    20.04.2017 | 20:59

    Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 50 %
    Also ich finde es hoch interessant. Bin positiv beeindruckt. Ich kann mir sogar schon ganz genau vorstellen wie er im Smoking auf der großen Bühne steht. Nur wenn er es live schief singt, geht das aber auch ganz schnell in die entgegengesetzte Richtung. Schwierig einzuschätzen.

  23. Cal

    20.04.2017 | 21:18

    Zur Inszenierung: Hot Chip haben das Problem auf folgende Weise gelöst:
    https://i.ytimg.com/vi/yhASu2OjEcQ/maxresdefault.jpg

    Könnte Schakk Hudekk auch so machen.

  24. ESC-Banause

    20.04.2017 | 21:29

    Hoffentlich kommt Kroatien ins Finale. Es ist auf jeden Fall ein Song für die Top 10! Ich wüßte auch nicht, was daran kitschig sein soll, oder mit Disney zu tun hat. Disney-Musik hör ich da nun wirklich nicht raus.

    Das Gute an dem Sänger ist: Er hat eine musikalisch vielfältige Stimme. Allein ein Duett zu singen, spricht schon dafür, dass er gesanglich etwas auf dem Kasten haben muss.

    Für Dramaturgie wird gesorgt sein. Da bin ich mir sicher. Und so schlecht ist das ja nicht, dass er live noch nicht aufgetreten ist. Auf diese Art kann man auch die Neugierde der Zuschauer wecken.

    Beim Supertalent gab es 2010 schon mal einen Sänger, der alleine ein Duett gesungen hat: Freddy Sahin-Scholl!

    Aber der kroatische Teilnehmer kann es besser!

  25. Matty

    20.04.2017 | 21:30

    Der diesjährige kroatische Beitrag ist eine Zumutung für die Ohren und hat im Finale überhaupt nichts zu suchen!

  26. Mary

    20.04.2017 | 21:35

    Jacques ist mein absoluter Favorit!!!!

  27. Bonello

    20.04.2017 | 21:53

    Wie Peter geschrieben hat. You either love it or leave it. Ich find den Song gut und er hat was. Könnte ins Finale kommen.

  28. togravus

    20.04.2017 | 22:00

    Natürlich ist er ein großartiger Sänger, aber leider verschwendet er sein Talent an ein aufgeblasenes Nichts.

  29. Mariposa

    20.04.2017 | 22:02

    Das Grauen schlechthin….. Oder handelt es sich möglicherweise um Satire ????? Leider darf man es nicht unterschätzen, könnte die „Il Volo-Fraktion“ ansprechen – obwohl ich „Grande Amore“ noch halbwegs erträglich fand……

    1. Ungarn 8/10
    2. Österreich 7/10
    3. Niederlande 5/10
    4. Mazedonien 4/10
    5. Rumänien 3/10
    6. Malta 3/10
    7. Irland 2/10
    8. San Marino 2/10
    9. Dänemark 0/10
    10. Kroatien 0/10

  30. Kontrapunkt

    20.04.2017 | 22:04

    Ich finde die Nummer unterbewertet. Kann aber auch daran liegen, dass mich der Disney-Sound total triggert. Wenn sie das live gut hinbekommen (also auch in der Inszenierung), dann könnte das eine große Überraschung werden (Rumänien 2013?), wobei ich ihn da beim Televoting deutlich weiter vorne sehe als bei den Jurys.
    Ist bei mir in der Top 10, wobei es freilich einen Abzug dafür gegeben hat, dass der Beitrag überladen und insgesamt auch sehr übermotiviert wirkt. Da wäre weniger mehr gewesen. Aber es ist auf jeden Fall innovativ. Während BQLs „Heart of Gold“ (ein Beitrag, den ich gut finde – damit hier keine Missverständnisse entstehen) so klang als hätte man ein Lied für eine Person von 2 Personen singen lassen, ist das bei diesem Lied genau andersherum. Ein Duett, das von einer einzigen Person gesungen wird. Darauf muss man erst mal kommen.
    Meine Sorge ist nur, dass das Ganze sehr unecht wirken wird, wenn es dann zum Live-Auftritt kommt. Das ist ein sehr schmaler Grat zwischen Geniestreich und Trash im negativen Sinn. Wird daher wahrscheinlich mit dem Live-Auftritt stehen und fallen.

  31. Mona

    20.04.2017 | 22:12

    Kann mir einer von euch erklären, was die Jury genau bewertet bei einem Beitrag?! Stimme? Produktion? Staging? Text? Weil viele schreiben, bei der Jury fällt er durch?

  32. Jorge

    20.04.2017 | 22:45

    Wo soll man anfangen? Beim Zitatedurchfall? Bei dem Reimschleim? Beim Bella-Italia-Köder? Bei der Patchwork-Musik aus Vorstadtoperette und Boyband-Akkorden? Der König der durchkalkuliert humorlosen Punktebettler, obwohl mit der Stimme anderes machbar gewesen wäre.

    Mein mit Abstand letzter Platz. Mal sehen, wieviele das im Televoting anders sehen. Die Juroren halte ich für halbwegs immun dagegen.

  33. benne

    20.04.2017 | 22:54

    Kann mich Kontrapunkt hier nur anschließen.
    Steht und fällt mit dem Live- Auftritt.
    Das wird der schmalste Grat zwischen Genialität und Trash, dass man fast schon mit einem peinlichen Ausrutscher rechnen muss.
    Aber wenn (5% Wahrscheinlichkeit) ihm das wirklich gelingt, dann überstrahlt seine Stimme alles, was man ihm an negativen Punkten (Kitsch, Disney-haft, schwacher Text, kalkuliert,..) vorwerfen kann.
    Also wenn er sich fürs Finale qualifiziert, dann wirds auch ein Top10- Platz.

  34. togravus

    20.04.2017 | 23:01

    @ Jorge, „Wo soll man anfangen?“. Ich hatte heute gar keine Lust überhaupt anzufangen, weder bei San Marino noch bei Kroatien. Zusammen mit Rumänien und Georgien liegen die Beiden ganz unten in meiner Tonne.

  35. Inge Periotte

    20.04.2017 | 23:22

    Ich hab’s eben nochmal probiert – sorry, ich kann’s nicht ganz durchhören :-[[[[

  36. Jorge

    20.04.2017 | 23:55

    @togravus: Bei KRO,SMA,GEO haben wir ein „match“, bin bei Rumänien ja eher im Pro-Lager (egal). Mich erinnert „my friend“ an die misslungene Entfesselungsperformance eines Schmalspur-Houdini, soll anspruchsvoll aussehen, aber lebt nur von den Reizen der Assistentin. Kann man aber herrlich durch den Kakao ziehen, wofür ich eigentlich dankbar sein sollte. :-)

  37. togravus

    21.04.2017 | 00:06

    @ Jorge, ich nehme an, dass San Marino und Kroatien noch genug Material für geschliffene Kommentare liefern werden, wenn wir erst mal die ersten Eindrücke von den Proben haben. :-)

  38. Jorge

    21.04.2017 | 00:25

    @togravus: Ich hoffe darauf! Houdek im Phantom der Oper-Stil sein Spiegelbild „my friend“ ansingend und vielleicht sitzt Siegel diesesmal nicht am Klavier, sondern macht mit Corinna May die Tanzperfo?

  39. as

    21.04.2017 | 00:58

    So geil, das alles hier zu lesen… Ich amüsiere mich weiterhin köstlich. Tempowechsel, verschiedene Sprachen und Gesangsstile mit Chorus, Geigensolo… Alles reingestopft, was geht, und ja, nach wie vor sehe ich nicht ein, auf dieses Lied einzudreschen. Irgendwo trifft es in mir einen Nerv, der es mich einfach nicht schlecht finden lässt, obwohl ich es möchte – ohje… Ist das wohl mein GUILTY PLEASURE?

  40. togravus

    21.04.2017 | 01:12

    @ Jorge

    „und vielleicht sitzt Siegel diesesmal nicht am Klavier, sondern macht mit Corinna May die Tanzperfo“
    ROFL. Das wäre dann schon wieder Kult, allerdings im obertrashigen Register.

  41. DerJoe

    21.04.2017 | 02:12

    Das Zitat-Intro finde ich auch mehr als überflüssig. Vielleicht lässt man es ja auch einfach weg? Naja, wahrscheinlich nicht.
     
    Texte sind mir wie gesagt egal. Je weniger man davon mitbekommt um so besser. Hier ist es natürlich gut, dass ein Teil auf italienisch ist und ich das so gut wie nicht verstehe!
     
    Den Songaufbau und die Stimmwechsel finde ich spitze. Endlich mal ein Song, in dem was passiert. In der Hinsicht bester Song seit The Shin & Mariko – Three Minutes to Earth. Aber an Georgien 2014 kommt (beim ESC) so schnell nichts ran.
     
    Bis jetzt wusste ich nicht, dass Jacques ein bekannter, „gestandener“ Sänger in seiner Heimat ist. Aber das erhöht zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass er das stimmlich auf der Bühne auch sicher rüberbringen wird. Auf das Staging an sich kann man nur gespannt sein (und dann evtl. bitter enttäuscht werden, siehe auch Georgien 2014 -.-)
     
    Dass er Homophober des Jahres in Kroatien war, wusste ich logischerweise auch nicht, bedeutet aber, dass er in Deutschland sicherlich nicht (länger als ein paar Tage, siehe Xavier Naidoo) nominiert worden wäre. Den kroatischen Verantwortlichen scheints egal zu sein, aber wenn der ESC-Seher das mitbekommt wirds wohl eher keine Punkte geben. So wies aussieht hat er seine Aussagen 5 Jahre später widerrufen/relativiert/richtiggestellt (wikipedia). Ob das natürlich aus Kalkül war oder aus tatsächlichem Hinterfragen eigener Einstellungen resultiert hat, weiß man bei sowas nie.
     
    Der in meiner Liste ganz klar überbewertetste Song des Jahres ;-) (im Vergleich zu Wettquoten und allgemeiner Blog-Durchschnittsmeinung). Eindeutig besser schneidet bei mir nur der nackte Affe ab ;-)

  42. melodifestivalenfan

    21.04.2017 | 07:25

    Ich glaube immer noch nicht, dass sich „My Friend“ überhaupt live einigermaßen umsetzen lässt. Interessantes Experiment, nichts für meinen Geschmack. Da wird tatsächlich mächtig über das Ziel hinausgeschossen, zuviel Getöse in alle möglichen Stilrichtungen, dazu noch in zwei Sprachen.
    Fällt im Halbfinale durch.

  43. ESCFrank

    21.04.2017 | 09:10

    Dieses pseudokulturelle Geknödel ist einfach nur grauenhaft. Passend für eine durchschnittliche Carmen Nebel Show. Analog zu RUM, LIT und ISL muss ich hier leider die Skip-Taste drücken.

  44. Bandido

    21.04.2017 | 10:16

    @Jorge, togravus
    Dank eurer unterhaltsamen Schmähreden haben die obskuren Machwerke aus Kroatien und San Marino endlich eine Daseinsberechtigung für mich – danke dafür! :D
    Ich hoffe, ihr könnt die Pointendichte zu „My Friend“ bis Mai so halten!

  45. GEF

    21.04.2017 | 10:31

    Ich denke, zu dme Song ist alles gesagt worden. Der ist leider viel zu pathetisch, gut das war „Il Volo“ auch, aber die haben es letztlich nicht total übertrieben. Ich denke, bei PopOpera ist es immer ein schmaler Grad. Man darf es nicht übertreiben, sonst scheitert es grandios…. Und hier haben sie es wohl leider übertrieben. Das Staging muss schon wahnsinnig kreativ sein, um die doppelte Persönlichkeit des Sängers dazulegen… Wenn das nicht gelingt, wird der Song es auch nicht schaffen. Beim Publikum wird er sicher seine Punkte holen, bei der Jury wird der Song aber vermutlich durchfallen. Gnaz ausgeschlossen ist eine Finalqualifikation aber m.E. nicht.

    01. Mazedonien 9 / 10
    02. Ungarn 8,5 / 10
    03. Österreich 7 /1 0
    04. Niederlande 6,5 / 10
    05. Serbien 6 / 10
    06. Malta 5,5 / 10
    07. Irland 5 / 10
    08. Kroatien 4 / 10
    09. Dänemark 3,5 / 10
    10. Rumänien 3 / 10
    11. San Marino 2/ 10

  46. Little Imp

    21.04.2017 | 13:00

    Na ja, micht Lichtwechseln und unterschiedlichen Kameraeinstellungen lässt sich sicher schon einiges machen.

  47. Lorena

    22.04.2017 | 14:49

    Spätestens seit Russland raus ist, ist Kroatien der schlechteste Beitrag dieses Jahr. Nicht nur dieses Jahr, sogar der Müll aus San Marino der letzten Jahre ist immer noch deutlich besser als diese Grütze. Der letzte Platz im Semi dürfte sicher sein.

  48. Georg

    22.04.2017 | 15:34

    Gänsehaut. Und zwar, weil ich es so schlimm finde. Aber es kommt wohl ins Finale, damit Europa was zum Diskutieren hat :-)

  49. roxy

    22.04.2017 | 20:02

    ich glaube nicht an einen finaleinzug

  50. Rüdiger in Istanbul

    23.04.2017 | 08:58

    Fachbegriff: "Tempo"

    Liebe Blogger,
    könnt ihr bitte mal schauen, was „Tempo“ eigentlich bedeutet. Das Tempo bleibt in diesem Lied wirklich konstant, ihr meint da was anderes! Ich meint wohl das einsetzende Schlagzeug.
    Ich schätze Eure Arbeit hier wirklich sehr, aber das wirkt auf Musiker doch recht unprofessionell, wenn bei einer Musikkritik Begriffe völlig falsch benutzt werden. Liebe Grüße aus Istanbul

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