Norwegen

ESC Songcheck (31): „Grab the Moment“ von JOWST

Für Norwegen geht in diesem Jahr Jowst an den Start. Mit dem Elektro Song „Grab the moment“ gewannen sie im Osloer Spektrum den Norsk Melodi Grand Prix. Überraschend ist, dass bei Jowst nicht der Sänger, sondern der DJ im Mittelpunkt steht.

Joakim With Steen ist ein norwegischer DJ, Musikproduzent und Songwriter. Der 27-jährige trägt schon seit einigen Jahren den Künstlernamen „Jowst“ , bestehend aus den Anfangsbuchstaben seiner Namenselemente. Ende letzten Jahres schrieb er gemeinsam mit dem Texter Jonas McDonnell „Grab the moment“. Dieser war vorerst gar nicht für den ESC vorgesehen, sondern sollte verschiedenen Labels angeboten werden. Über eine Facebook Gruppe suchte Joakim nach einem geeigneten Sänger und führte ein Casting durch. Dabei überzeugte ihn der 31-jährige Aleksander Walmann, der 2012 bei der norwegischen Version von „The Voice“ bereits den zweiten Platz belegt hatte.

Das Duo begeisterte bei der norwegischen Vorentscheidung nicht nur das einheimische Publikum sondern auch die internationale Jury und sicherte sich damit das Ticket nach Kiew.

 

Der Song

„Grab the moment“ ist ein zeitgemäßer Elektro-Pop-Song. Aleksander Walmann singt die Strophen im Sprechgesang, während Jowst im Hintergrund am DJ Pult rumfuchtelt. Sein Markenzeichen ist, dass er dabei eine Maske trägt. Der Song enthält sehr viele  aufgenommene, stimmverzehrende Elemente. Im Refrain folgt immer wieder das „Grab the moment“ und setzt sich so in den Köpfen der Zuhörer fest. Dadurch hat der Song bei mehrfachem Hören starkes Ohrwurmpotential.

Was vielleicht beim ersten Hören nicht auffällt ist, dass der von Jonas McDonnell geschriebene Text eine starke Botschaft hat. Man soll die eigene Komfortzone verlassen und auch mal etwas wagen:

I’m gonna kill that voice in my head
I don’t care about falling
I’m gonna grab the moment

Auch die Strophen haben eine tiefere Bedeutung. Sie beschreiben die Ängste, die man hat, bevor man sich auf etwas Neues einlässt. Hier handelt es sich um alles andere als einen platten Elektro-Popsong:

Getting kinda heavy on my shoulders
Try to stand straight but I’m boneless
Got a pocket full of prose while I’m walking on my toes
And I’m coping with a map that is roadless

So when it’s all or nothing
I better get that good vibe buzzing
So when it’s all or nothing
I get that good vibe buzzing

Das Problem ist, dass beim ersten Hören diese Nachricht nur schwierig rüberkommt. Der Song schafft zwar für positive Stimmung, aber man bekommt die tiefere Bedeutung des Textes kaum mit, wenn man sich nicht intensiv mit ihm auseinandergesetzt hat. Je öfters man aber den Song  sich anhört, umso mehr gefällt er einem und man entdeckt immer mehr Elemente.

Nach mehrmaligen Hören kann einem der Song sogar so sehr gefallen, wie diesem Fan:

YouTube Preview Image

 

Die Präsentation

Sage und schreibe 1035 Beiträge wurden in diesem Jahr beim Norsk Melodi Grand Prix eingereicht. 10 Songs davon kamen in die Endrunde. Beim Finale am 11.März in Oslo trat Jowst mit der Startnummer 4 an. Die Bühne war komplett violettfarben beleuchtet.Im Vordergrund stand Aleksander Walmann und sang mit einem sehr schlichten weißen T-Shirt und einem schwarzen Hut. Man sah deutlich seine stark tätowierten Oberarme.

 

 

 

 

 

Im Hintergrund bediente Jowst in schwarzer Kleidung und mit seiner Maske das DJ Pult und spielte mittendrin auch Gitarre. Neben ihm waren noch zwei weitere DJ Pulte mit maskierten Personen auf der Bühne, darunter ein Schlagzeuger und ein weiterer DJ.

Alexander Walmann stand sehr statisch an einer Stelle. Er sang den Sprechgesang und bewegte dazu im Rhythmus sehr stark seine Arme. Sein Mikrofon hatte eine ähnliche Beleuchtung wie Kate Ryan bei „Je t’adore“ beim ESC Semifinale 2006. Auf dem Backdrop wurden violettfarbene Muster gezeigt, die aber für mich keinen erkennbaren Sinn ergeben. Zudem strahlten zahlreiche weiße Scheinwerfer, die einen schönen Kontrast zum violetten Bühnenbild darstellten.

Vor dem letzten Refrain steigert sich der bis dahin gleichmäßige Song mit einer „Elektro-Bridge“. Das Violett setzte zu diesem Zeitpunkt aus und man sieht nur noch schwarz und weiß. Das soll wohl das Ringen im Kopf symbolisieren, ob man es wagen soll und „den Moment ergreifen“ oder nicht. Nach Ende des Songs umarmten sich beide Künstler und man sah, dass sie gut miteinander harmonisieren.

YouTube Preview Image

 

Es wird sehr interessant sein, ob in Kiew der Song genauso umgesetzt werden kann. Er lebt von den „aufgenommenen, verzerrten Stimmen“ und beim ESC ist ja nur Livegesang erlaubt. Ohne diese Stellen würde der Song einiges verlieren.

In den letzten Tagen war zu lesen, dass der norwegische TV Sender NRK eine Ausnahmeregelung bei der EBU beantragen möchte, diese Stellen zu behalten. Eigentlich ist das eher unwahrscheinlich, aber da Christer Björkman dieses Jahr die Produktion leitet und man vom Melodifestivalen weiß, dass er ein großer Fan derartiger Elemente ist, ist es auch nicht auszuschließen. Ich selbst würde es nicht befürworten, denn es wäre ein Präzedenzfall und in Zukunft wäre es dann immer schwerer klare Linien zu ziehen, was erlaubt ist und was nicht.

Ansonsten würde ich für Kiew empfehlen, dass Alexander nicht so statisch steht, sondern sich auch mehr bewegt. So könnte man besser die Lebensfreude des Songs schon beim ersten Hören auf das Publikum zu transportieren.

Joakims Maske halte ich für albern und ich würde sie in Kiew weglassen. Zum einen ist er nicht wie Lordi oder Cro konsistent und man sieht ihn auch oft genug ohne Maske und zum anderen ist er eigentlich ganz hübsch anzusehen.

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken

Douze Points: Ganz coole Nummer, interessante Persönlichkeit mit ebensolcher Simme. Leider fehlt das letzte Quäntchen Catchyness.

DJ Ohrmeister: Warum das gewonnen hat, frage ich mich noch heute. Ist das ein Siegerlied? Klingt wie ein Fülltitel für einen Live-Auftritt pseudointellektueller Hipster-DJs, die gern mit 10-Minuten-Tracks ganze Arenen langweilen. Die Norweger enttäuschen in den letzten beiden Jahren gewaltig, wie ich finde.

Jan: Das habe ich mir inzwischen so richtig schön gehört. Musikalisch höre ich eine angezogene Handbremse, aber der Auftritt beim Vorentscheid war schon irgendwie cool. Ich fürchte aber, JOWST werden durch das Raster fallen.

Peter: Die Maske des DJs verstört, aber Aleksander Walmann an den Leadvocals gibt mir wieder vertrauensvolle Zuversicht. Die Inszenierung beim Vorentscheid halte ich für die große internationale Bühne für nur bedingt tauglich. Und der Song ist nicht so stark wie der bessere Output der großen DJ-Vorbilder aus Schweden, UK, Frankreich oder Germany, also Avicii, David Guetta und so. Eher Hausmannskost, geadelt durch die sympathische Stimme von Aleksander.

Salman: Die beiden Jungs sind sympatisch und machen Stimmung. Der Refrain mit „Grab the moment“ ist eingängig. Der DJ sollte seine Maske daheim lassen, denn er sieht eigentlich ganz hübsch aus.  In Riga kam der Song vor nem kleinen Publikum super an, mal schauen, wie er in der großen Halle in Kiew wirkt.

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von allen PRINZ-Bloggern nach ihrem persönlichen Gusto auf einer 11-stufigen Skala (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1-0) bewertet, wobei 12 die höchste Wertung darstellt. Die Wertungen werden addiert. Unser persönliches subjektives Gesamtbild:

 

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Hier geht es nicht um das persönliche Gefallen, sondern um eine Prognose. Norwegen hat nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger eine Qualifikationschance von 52 Prozent und landet damit auf Platz 10 in Semifinale 2. Hier geht es zur Prognose der PRINZ-Blogger für das zweite Semifinale.

 

Was PrinzBlog-Leser darüber denken

Alex: Nach ein paar mal hören hat es mir „Grab the Moment“ echt angetan. Finde es echt gut. Definitiv in meinen Top Ten.

Biobanane mobil: Mich lässt der titel ratlos zurück. Ich kann gar nicht sagen ob er mir gefällt oder nicht, auch nach zweimaligen Hören ist nichts in Erinnerung geblieben außer dem etwas lustlosen Gesang und den Musikern in Käfigen.

Jorge: Coole Nummer, verzichtet auf den affektierten ESC-Müll. Erholung, nach dem auf Grundeis gegangenen Tanker letztes Jahr.

Usain: Leider eine grottige Wahl, uninspirierter Wanna be Quark

Frank D.: Das Siegerlied ist ja ganz ok und Aleksander wirkt sehr natürlich und sympathisch, nur aus welchem Kleiderspendesack hat er sich dieses furchtbare Krankenpflegerhemd gefischt ?

 

Social Media

Jowst hat eine Webseite und ist auch auf Facebook, Twitter und Instagram zu finden.

 

ESC Songcheck Norwegen: JOWST...

  • ist schwer einzuschätzen (35%, 80 Stimmen)
  • kommt vermutlich ins Finale (32%, 72 Stimmen)
  • kommt bombensicher ins Finale (19%, 43 Stimmen)
  • scheidet im Semifinale aus (14%, 32 Stimmen)

Wähler gesamt: 227

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Vorschau: Im nächsten Songcheck wird Marc über den Schweizer Beitrag „Apollo“ von Timebelle berichten.

Bereits erschienen:

Semifinal 1:
(1) Albanien: „World“ von Lindita
(2) Aserbaidschan: „Skeletons“ von DiHaj
(3) Australien: „Don’t come easy“ von Isaiah
(4) Belgien: „City Lights“ von Blanche
(5) Finnland: „Blackbird“ von Norma John
(6) Georgien: „Keep the faith“ von Tamara Gachechiladze
(7) Montenegro: „Space“ von Slavko Kalezić
(8) Portugal: „Amar pelos dois“ von Salvador Sobral
(9) Schweden: „I can’t go on“ von Robin Bengtsson
(10) Griechenland: „This is love“ von Demy
(11) Polen: „Flashlight“ von Kasia Moś
(12) Moldawien: „Hey Mamma!“ von SunStroke Project
(13) Island: „Paper“ von Svala
(14) Tschechien: „My turn“ von Martina Bárta
(15) Zypern: „Gravity“ von Hovig
(16) Armenien: „Fly with me“ von Artsvik
(17) Slowenien: „On my way“ von Omar Naber
(18) Lettland: „Line“ von Triana Park

Semifinal 2:
(19) Serbien: „In too deep“ von Tijana Bogićević
(20) Österreich: „Running on air“ von Nathan Trent
(21) Russland: „Flame is burning“ von Yulia Samoylova
(22) Mazedonien: „Dance alone“ von Jana Burčeska
(23) Malta: „Breathlessly“ von Claudia Faniello
(24) Rumänien: „Yodel It!“ von Ilinca ft. Alex Florea
(25) Niederlande: „Lights and Shadows“ von OG3NE
(26) Ungarn: „Origo“ von Joci Pápai
(27) Dänemark: „Where I am“ von Anja
(28) Irland: „Dying to Try“ von Brendan Murray
(29) San Marino: „Spirit of the Night“ von Valentina Monetta & Jimmie Wilson
(30) Kroatien: „My friend“ von Jacques Houdek

Aktuell, Charts & Rankings

48 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Harald

    21.04.2017 | 14:08

    Auch wenn viele welche hier posten es eher nicht glauben aber ich sehe Jowst zu 100% im Semifinale durchkommen! Dort mein Platz 8.
    Für einen Mittelplatz im Finale kann es dann auch durchaus reichen.

  2. Mariposa

    21.04.2017 | 14:31

    An mir geht dieser Moment komplett vorbei….. Ödes Gesäusel von einer nicht sonderlich sympathischen Truppe. Elim & the Woos wären dagegen eine sehr gute Wahl für Norwegen gewesen. Wird aber von manchen als modern oder gar „hip“ bezeichnet…. Von mir 1 von 10 Punkten.

    1. Ungarn 8/10
    2. Österreich 7/10
    3. Niederlande 5/10
    4. Mazedonien 4/10
    5. Malta 3/10
    6. Rumänien 3/10
    7. Irland 2/10
    8. San Marino 2/10
    9. Serbien 2/10
    10. Norwegen 1/10
    11. Dänemark 0/10
    12. Kroatien 0/10

  3. togravus

    21.04.2017 | 14:38

    Cool und entspannt. Ein schönes Gegengewicht zu den häufig überspannten und melodramatischen ESC-Acts.

  4. Mona

    21.04.2017 | 14:40

    Ich finde den Song gut, der Sänger sieht auch sehr sympathisch und gelassen aus. Ist aber schwer einzuschätzen, wie das beim Publikum ankommen wird. Mich würde es freuen sie im Finale wiederzusehen.

  5. Jabo72

    21.04.2017 | 14:50

    Mittlerweile ist Grab The Moment in meinen Top 10 angekommen. Ich finde es ziemlich catchy und es hat einen der besten Texte im Jahrgang – da hat sich wenigstens mal jemand Gedanken gemacht. Was mir auch gefällt sind die „Kleinigkeiten“, die dem ganzen Ecken und Kanten mitgeben, wodurch das Lied nicht zum 08/15 Beitrag wird. Z.B. sind das die Stimmverzerrungen und auch die Disharmonien vor dem letzten Refrain. Die Statik des Auftritts müsste man noch brechen, da bleiben aber nicht allzu viele Möglichkeiten – Tänzer wären genauso falsch wie irgendein Rumgehampel von Aleksander, bleibt nur eine Lichtshow.
    Insgesamt ist das aber ein sehr sympathischer Beitrag der Norweger und um Welten besser als das Icebreaker Geschrammel letztes Jahr. Ich sehe das ziemlich sicher im Finale, vor allem wenn man nach San Marino und Kroatien mal wieder Liedgut aus diesem Jahrtausend präsentiert.

  6. Cedric (T0mb0)

    21.04.2017 | 15:03

    Ich sehe Norwegen auch zu 100% im Finale.

  7. Tortelini

    21.04.2017 | 15:06

    Der Song hat für mich Radio- und Chartqualitäten. Ein bisschen wie der kleine Bruder eines David Guetta oder Avicii Songs. Gefällt mir richtig gut und sollte keine Probleme haben sich fürs Finale zu qualifizieren.

  8. Matty

    21.04.2017 | 15:09

    Norwegen wird auch in diesem Jahr das FInale verpassen! Die Zuschauer haben den falschen Song ausgewählt. Mit Ammunition sowie Elin & The Woods hätte das skandinavische Land bessere Chancen auf das Finale in Kiew gehabt, so wird leider ein banaler Elektropoptiel zum ESC geschickt!

  9. Inger Johanne

    21.04.2017 | 15:29

    Tatsächlich mein Favorit dieses Jahr, und das habe ich vor dem MGP nicht kommen sehen – in der Studioversion war das für mich so unauffällig, dass es ziemlich an mir vorbeigegangen ist. Live auf der Bühne hat mich der Titel dann aber richtig gepackt – allzu oft ist es ja leider umgekehrt. Aleksander wirkt auf mich auch extrem sympathisch und das Ganze ist sehr entspannt, ohne langweilig zu sein. Und man scheint sich und das Lied nicht wichtiger zu nehmen als man ist, anders als z. B. Kroatien. Das mit den verzerrten Stimmen ist in der Tat ein Problem – es sollte nicht zugelassen werden, sonst kommt über kurz oder lang alles vom Band, aber für den Song sind diese Effekte schon ziemlich wichtig. Nach dem MGP hieß es noch, Jowst habe einige Ideen, wie er diese Stellen auf andere Weise ähnlich effektiv gestalten könnte, aber das scheint ja nicht so richtig funktioniert zu haben. Schade.
    Wenn ich mir das Semi angucke, sehe ich keine zehn besseren Beiträge, aber weil ja immer unverständlicherweise irgendein Scheiß weiterkommt, wird’s für Norwegen vielleicht wirklich knapp. Verdient wäre ein Ausscheiden aber auf gar keinen Fall.

  10. deutscheland

    21.04.2017 | 15:40

    Hmmm… also der norwegische Beitrag ist zwar nicht schlecht und ist eine gute Hintergrundmusik für den Club, aber sonst? Es hat lange gedauert, bis mich das Lied erreicht hat. Erst in Amsterdam habe ich wenigstens halbwegs Gefallen daran gefunden. Es ist im Großen und Ganzen besseres Füllmaterial und zeigt, wie sehr Skandinavien sich auf den absteigenden Ast begibt. Vielleicht können mich die Norweger am 11. Mai doch noch überzeugen, aber bislang ist das für mich ein Wackelkandidat; es kann ins Finale kommen, muss es aber nicht unbedingt. Unsympathisch kommen die beiden aber nicht rüber und das mit den verzerrten Stimmen wird sich sicher regeln lassen, wo doch die Olsen Brothers einst vom Vocoder Gebrauch machen konnten.
    Aber insgesamt kann man konstatieren: „Grab the moment“ ist nicht schlecht, es ist sogar recht gut, aber auch kein Highlight.

  11. Cal

    21.04.2017 | 15:54

    „zeitgemäßer Elektro Pop Song“
    Nein, das ist so zeitgemäß wie der DJ von „Love Love Peace Peace“. Der Song klingt so, als ob er Anfang der 2000er entstanden wäre, irgendwo zwischen den Bomfunk MCs und One-T feat. Cool-T.
    .
    „Klingt wie ein Fülltitel für einen Live-Auftritt pseudointellektueller Hipster-DJs“
    Was redet DJ (ha!) Ohrmeister nur da? So klingt der Song ganz bestimmt nicht, dazu ist er nicht minimalistisch genug.

  12. Musti

    21.04.2017 | 15:59

    Naja, 0815

  13. Jonathan

    21.04.2017 | 16:08

    Einer meiner absoluten Favoriten. Also Platz 5. Hoffe dass sie es schaffen.

  14. biobanane

    21.04.2017 | 16:12

    So nach Wochen noch mal angehört und wieder weiß ich nicht so recht. Eigentlich ein recht flottes Lied, aber da sich die Musiker nur hinter ihren Absperrungen mühen sieht das alles sehr statisch aus und so richtig passt der Sänger in seinem Outfit auch nicht zu den Männern in den blinkenden Masken.
    Die EBU sollte sich auf jeden Fall mal Gedanken machen inwieweit sie wie hier gesampelte Gesang zulassen will, irgendwann braucht es keinen Chor mehr, weil die Stimmen verfremdet aus dem Computer kommen. Das ist aber dieses Jahr kein Einzelfall auch bei Herr Bengtsson vermischen sich Chor und Samples.

  15. BennyBenny

    21.04.2017 | 16:18

    Huch, was habe ich denn da zusammengevotet? Würde ich heute viel besser bewerten, locker 6 oder 7 Punkte.

  16. GEF

    21.04.2017 | 16:22

    Ach ja irgendwie nicht gut, aber auch nicht ganz schlecht. Es gibt einfach keine wirkliche Melodie, die mich grabbed. Ich denke, dass wird wie Griechenland 2014 ins Finale kommen und dann so um Platz 20 herum landen. Das Problem des Songs ist, der DJ und sein herumgehampel bringen eine besondere Note ins Spiel, die dem Song helfen werden, herauszustechen. Gleichzeitig wird es dadurch schwerer, auf den Sänger einzulassen bzw. einen Bezug zu diesem aufzubauen:

    01. Mazedonien 9 / 10
    02. Ungarn 8,5 / 10
    03. Österreich 7 /1 0
    04. Niederlande 6,5 / 10
    05. Serbien 6 / 10
    06. Norwegen 6 / 10
    07. Malta 5,5 / 10
    08. Irland 5 / 10
    09. Kroatien 4 / 10
    10. Dänemark 3,5 / 10
    11. Rumänien 3 / 10
    12. San Marino 2/ 10

  17. Manboy

    21.04.2017 | 16:55

    Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 65 %
    Na wo sind denn die Norwegenanhänger der letzten Jahre? Also der Auftritt ist ganz schwach, da passiert fast nichts. Er steht nur am Mikrofonständer, viel zu statisch und unauffällig. Die Mischpulte und die DJ’s mit den LED-Masken reißen die Darbietung auch nicht mehr heraus. Sein Outfit sagt mir persönlich auch nicht zu. Musikalisch nicht die große Nummer, aber doch ganz ansprechend. Bei mir hat Norwegen knapp die Top 10 meiner Komplettliste verpasst.

  18. Jorge

    21.04.2017 | 17:05

    Sowas wird vom deutschen VE-Duchschnittsgucker ja gemeinhin ignoriert.
    Ist nicht so gewollt auf Zeitgeist getrimmt wie vom schwedischen Nachbarn, kommt einfach cooler rüber. Der Song dürfte aber gerne noch mehr „knallen“. Auf meine Hipster-Compilation passt das ganz gut! Voten werde ich zumindest im Semi dafür, bin aber noch nicht sicher, ob ich mit SMS „all in“ gehe. Kommt im Gegensatz zu meinen anderen Favs schwerer ins Finale. Wer also auf ein Scheitern tippen möchte .. nur zu ..

  19. biobanane

    21.04.2017 | 17:14

    @Jorge Soll das so arrogant klingen? Nur weil es nicht „gewollt auf Zeitgeist getrimmt“ ist, muss es noch lange nicht gut sein. Das ließe sich übrigens auch über die Verbrechen von Herrn Ralf S. sagen.

  20. J.D.L.

    21.04.2017 | 17:32

    Ich finde LED-Maske von JOWST eine coole Idee. Gefällt mit!
    Das Lied ist auch super!

  21. Tamara

    21.04.2017 | 17:33

    Norwegen hätte Ammunition haben können und hat das hier gewählt. Das ignoriere ich noch nicht mal.

  22. tomudu

    21.04.2017 | 17:39

    Mir gefällt der Song mit jedem Hören besser!
    Zu den verzerrten Stimmen: Die gab’s doch auch im letzten Jahr bei Poli Genova, ich meine die kamen bei der Liveperformance vom Band, oder?

  23. Cal

    21.04.2017 | 18:06

    @tomudu: Bei Poli Genova wurden diese hochgepitchen Stimmen gegen eine Flötenmelodie ausgetauscht. Eine Lösung, die sogar runder klang.

  24. RogerCGN

    21.04.2017 | 18:10

    Beim ersten hören fand ich den Song ganz OK. Mittlerweile hat er sich zu meiner persönlichen Nummer 1 gemausert.
    Aleksander bringt das in einer herrlichen Unaufgeregtheit rüber und hat auch sonst eine Ausstrahlung die mich gepackt hat.
    Ne echt coole Nummer und ich hoffe auf eine top 10 Plazierung.
    das Ding ist halt wie es auf all die Leute wirkt die den Song zum ersten mal hören…

  25. Jorge

    21.04.2017 | 18:27

    @biobanane: Sorry, was hast du bitte für ein Problem mit den Aussagen? Verstehe deine Thematik nicht. Deutsches Televoting im ARD-Format wählt sowas nie im Leben (leider) und hier liegt für mich eine Nummer vor, die nicht versucht aktuellen Pop zu „bauen“ (wie eben Schweden), sondern auch so klingt als würden sie immer diese Art Musik machen. Könnte für meinen Geschmack noch etwas aggressiver, lauter sein. Als einzige Frage stellt sich mir, ob es Sinn macht, Votes dafür zu kumulieren, nicht paschieren (wie bei den Young Georgian Lolitas)

  26. Inge Periotte

    21.04.2017 | 18:39

    Der Song gefällt mir mit jedem Hören besser, und hat sich mittlerweile in meine Top 5 vorgearbeitet. Ob das natürlich im Halbfinale oder hoffentlich später auch im Finale spontan die Juries und Televoter erreicht – schwierig. Ich hab mir hieraus jedenfalls mein persönliches Mantra für 2017 mitgenommen: „I ‚ m gonna kill that voice in my head!“

  27. escfan05

    21.04.2017 | 19:06

    Ich finde den Song ganz nett, mehr aber auch nicht. Es wird schwer für Norwegen das Finale zu erreichen.

  28. Kontrapunkt

    21.04.2017 | 19:07

    Also die Jurys könnten von der Nummer durchaus angetan sein. Mich stört sie zumindest nicht und ich finde sie sogar lustig, weil ich bei dem Titel immer an „Grab her by the pussy“ denken muss. Wird vermutlich für eine Qualifikation reichen.

  29. biobanane

    21.04.2017 | 19:16

    @Jorge Die deutschen Vorentscheide waren musikalisch die letzten Jahre durchaus mannigfaltig. Dass elektronische Musik da bisher noch nicht gewonnen hat (bei den Blitzkids war einfach die Konkurrenz zu stark das Problem gab es in Norwegen dieses Jahr nicht), muss ja nicht heißen, dass man solche hierzulande nicht mag.
    Zumal wenn es so glatte ist wie hier aus Norwegen.Wenn man das Lied genauer anschaut, dann ist da ein recht netter aber auch einfacher Refrain, der eben besonders durch die bearbeiten, eingestreuten Stimmen auffällt, nichts was auch hierzulande im Radio laufen oder sogar in den Charts landen könnte. Einzig die Brigde ist wirklich gelungen, aber alleine dafür würde ich nicht anrufen.

  30. ESC17

    21.04.2017 | 19:37

    @Mariposa: kannst du mir mal sagen warum du so schlecht bewertest?? Ist Mittlerweile nicht mehr verständlich… man kann doch nicht jeden Song nicht mögen bzw überhaupt nicht mögen und so schlecht bewerten.

    .
    Naja ich find den Song cool, find ihn catchy. Muss aufjedenfall aus Semifinale 2 ins Finale. Und live ist es iwie noch besser als das offizielle Video. I like sogar 8/10 Punkten ;)

  31. Mona

    21.04.2017 | 19:47

    Habe ich mich bei mariposa auch gefragt, ob es überhaupt Lieder gibt die ihr gefallen ;-)

  32. DerJoe

    21.04.2017 | 20:17

    „Grab the Moment“ hat irgendwie was, wenn ich auch nicht sagen kann, was. Bleibt im Ohr und fällt auf. Anfangs von der Studio-Version her, konnte ich auch nichts damit anfangen, aber so langsam gehe ich hier schon vom FInaleinzug aus.
     
    Und eine Bitte: Der Gebrauch des Worts „radiotauglich“ ist langsam stark inflationär ;-) Fragt mal bei Wayne nach ;-)
    Ich bin sowas von froh, dass sich mein Musikgeschmack maßgeblich in der „Post-Radio-Zeit“ entwickeln konnte, Napster sei Dank!! Ab 1999 konnte so jeder einfachen Zugang zu quasi jeder Art von Musik erhalten. Napster wurde zwar durch neu geschaffene Gesetze wirksam verboten, aber Fortschritt lässt sich nicht effektiv verbieten. Und so blieb der unbegrenzte Zugang zu Kultur de facto immer bestehen und steht seit Kurzem (youtube-Gema-Deal) endgültig komplett legal zur Verfügung.
     
    Vor 1999 war man auf einen sehr engen Bereich angewiesen, der sich in Plattenläden auffinden ließ bzw. der auf den wenigen Radiosendern lief.
    Die übermäßige Anbiederung an das veraltete Medium Radio ist daher für mich grob reaktionär und fast so schlimm wie Siegel, Trump und Erdogan zusammen :-D
     
    Das musste einfach mal gesagt werden und wo, wenn nicht hier ;-)

  33. Kathrin

    21.04.2017 | 21:02

    Ich finde die Nummer okay, kann von mir aus ins Finale, ich muss aber auch nicht weinen, wenn es nicht so kommt. Mit einer Prognose tue ich mich hier sehr schwer, weil es für mein Empfinden ein Titel ist, den man mehrmals hören muss, bis er hängenbleibt und das ist ja für den ESC nun nicht so gut. Wir werden sehen ;-).
    Ach ja, unnötig zu sagen, dass das Ding bei der Jugend hier im Haus sehr gut ankommt, man glaubt auch fest an einen Finaleinzug. Aber das war letztes Jahr bei Dänemark genauso und naja, wir wissen, wie das ausgegangen ist…

  34. ESC-Banause

    21.04.2017 | 22:20

    Bei Norwegen würde ich auch 0 Punkte vergeben. Da stimme ich mit Mariposa überein. Einmal davon abgesehen, dass der Song sich grausam anhört, konnte ich ihn mir nicht über die volle Länge zu Gemüte führen.

    Die ersten 5 – 10 Sekunden eines Songs entscheiden darüber, ob er dem Zuhörer gefallen wird oder nicht! Und da es bei Norwegen keinen Spannungsbogen gibt, geschweige den einen Höhepunkt, fällt er glatt durch!

  35. ESC17

    21.04.2017 | 23:35

    Ok ESC-Banause deine Meinung sei absolut respektiert, stimmst du mit ihrer sonstigen Auffassung denn auch überein? Ich hab das Gefühl sie ist eine von denen die sagen das der Jahrgang total schlecht ist… würde diesbezüglich gerne mal ihren Standpunkt hören. Ich wiederum finde das alles garnicht so schlecht das sind doch einige wirklich brauchbare Nummern dabei kann mir keiner erzählen🙈

  36. DerJoe

    21.04.2017 | 23:48

    Allein Italien wird diesen Jahrgang im Nachhinein über die letzten Jahre hieven. Gerade die letzten beiden Jahre waren nicht besonders gut…

  37. ESC17

    22.04.2017 | 00:06

    Genau beispielsweise ist 2017 einfach besser als 2016

  38. ESC-Banause

    22.04.2017 | 00:50

    Moin ESC17,

    eine komplette Übereinstimmung aller Songs gibt es mit Mariposa nicht!

    Hier einige Beispiele:

    Kroatien 0 /10 (Mariposa) bei mir 8 / 10
    Rumänien 3 / 10 ( Mariposa) bei mir 10 / 10
    Österreich 7 / 10 (Mariposa) bei mir 3 / 10

    Das sind so die größten Abweichungen aus dem Semi 2!

    Dieser Jahrgang ist sicherlich kein Schlechter! Würde mir dennoch mehr
    Abwechslung wünschen. Sehe das dieses Jahr mittelmäßig!

    Gruss aus Kiel

  39. melodifestivalenfan

    22.04.2017 | 07:32

    Finale wird wohl nicht erreicht, da der Auftritt der Beiden zu öde ist. So viel gibt der Song auch nicht her. Das Ganze hat was von Schülerclub mit Maskenball. Moderner Sound, aber schnell vergessen und man wartet auf den nächsten Beitrag.

  40. Mariposa

    22.04.2017 | 11:05

    @ ESC-Banause

    Tja, Geschmäcker sind nunmal verschieden….. Die Trashbeiträge sind nicht so meines.

  41. Mariposa

    22.04.2017 | 11:08

    @ Mona

    Ich bin keine Frau (grins) In der Tat gibt es dieses Jahr nur wenige Beiträge die mir gefallen, es stehen nur noch drei Songs aus, die ich höher als 5/10 bewerten kann. Für mich ist es der schlechteste Jahrgang aller Zeiten.

  42. Mona

    22.04.2017 | 11:56

    @mariposa sorry, hörte sich so feminin an 🙈

  43. 4porcelli

    22.04.2017 | 12:21

    This moment doesn’t grab me at all. Der interessanteste Teil/verzerrte Stimmen wird ja wohl hoffentlich nicht zugelassen; ansonsten dated Sound. Die Inszenierung erschliesst sich mir nicht (bewusst „anders“ ohne wirklichen Bezug zum Song). Sänger wirkt selbstgefällig; die Maske des DJs hat – wie leider damals bei Manga – eher einen abschreckenden Effekt. Alles in allem „To give your number a contemporary feel, you can add a DJ who pretends to“ do whatever.

  44. cars10

    22.04.2017 | 13:15

    Live war das sehr gut in Amsterdam, deutlich besser als vieles andere. Ich sage mal: Finale, Mittelfeld.

  45. Lorena

    22.04.2017 | 14:39

    Nach mehrmaligen Hören gefällt mir das Lied etwas besser, aber es ist mir immer noch ziemlich egal. Ich denke, dass Norwegen im Semifinale stecken bleibt.

  46. Mariposa

    22.04.2017 | 16:28

    @ 4porcelli

    Der Unterschied zu Manga bestand aber darin, daß die Türken einen tollen Song hatten und damit zurecht auf Platz 2 gelandet sind.

  47. ESC-Banause

    22.04.2017 | 16:30

    @Mariposa

    jo, jo die Geschmäcker sind verschieden. Das stimmt natürlich! Kroatien und Rumänien kann ich allerdings nicht unter Trash einordnen.

    Zu Trash gehören bei mir z. B. Beiträge wie Wadde hadde du de da, wie ihn Stefan Raab mal gesungen hat, oder Wocki mit dem Popo! Kam mal von Österreich.

  48. as

    22.04.2017 | 20:55

    Norwegen wird total unterschätzt. Ausserhalb der Bubble und in den Charts würde das aktuell sehr gut funktionieren. Sehr wohl zeitgemässer Sound – wie ich finde. Zwar mit einigen Schwächen (dürfte auch aus meiner Sicht noch ein wenig „agressiver“ rüberkommen), aber im Grossen und Ganzen gefällt mir das Gesamtpaket aus Gesang, Performance und Produktion recht gut.

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