Spanien

ESC Songcheck (38): „Do it for your lover“ von Manel Navarro

Wenn ein chaotischer Vorentscheid mit einem umstrittenen Sieger ein schlechtes Omen für das Abschneiden beim ESC ist (hat gerade jemand Ann-Sophie gesagt?), muss sich Manel Navarro wohl auf ein spektakuläres Scheitern in Kiew einstellen. Oder braucht er sich mit seinem sommerleichten Beitrag „Do It For Your Lover“ doch keine Sorgen machen, weil er durch eine selten dagewesene Redundanz den Songtitel in wirklich jeden Zuschauerkopf hämmert?

Natürlich ist nicht jeder Zuschauer begeistert, wenn sein Favorit nicht den heimischen ESC-Vorentscheid gewinnt. Aber deshalb gleich den Sieger vor der versammelten nationalen Zuschauer- und internationalen Fan-Schar ausbuhen? Das schaffen nur die heißblütigen Spanier. Entsprechend angeschlagen begibt sich der 21-jährige Katalane Manel Navarro auf den Weg nach Kiew. Zumindest das Recht hat er dabei auf seiner Seite, denn die Auswahl folgte den zuvor festgelegten Regeln. Da halfen auch keine Einsprüche und Klagen.

Nachdem Manel zunächst Cover-Versionen von Pop-Titeln auf Social-Media-Plattformen hochgeladen hatte, machte er 2014 seinen ersten großen Karriereschritt als er Catalunya Teen Star wurde. Zwei Jahre später unterzeichnete er seinen ersten Plattenvertrag und veröffentlichte die Single „Candle„. In diesem Jahr nun war er intern für den spanischen Vorentscheid ausgewählt worden, den er mit der Unterstützung der Jurys gewann.

Manels wesentliches Merkmal ist die Gitarre, die er als 14-Jähriger von seinem Vater geschenkt bekam. Auf dieser begleitete er sich bei den Cover-Versionen. Sie hatte er auch stets bei sich, als er im Frühjahr auf den diversen ESC-Promotion-Events unterwegs war. Kaum ein ESC-Mitstreiter wurde nicht von ihm zu einem Duett genötigt. Eine besondere Verbundenheit scheint er zum Schweden Robin Bengtsson zu pflegen, den er als seinen „Bro“ bezeichnet. Letztlich trugen beide auch den gleichen Pulli.

 

Der Song

Manel sagt über sein Lied, dass es brandneu und frisch sei sowie komplett anders als frühere spanische Beiträge. Zumindest das Letztere mag stimmen. Denn besonders frisch kommt der mediterrane Gitarren-Popsong nicht daher. Geschrieben ist der Beitrag von Manel selbst und Antonio Rayo “Rayito”, der bereits mit und für Ricky Martin und Shakira sowie den OGAE-Second Chance Contest Sieger David Bisbal und David Bustamante (beide Operación Triunfo 2001) arbeitete.

Inhaltlich ist „Do It For Your Lover“ ein Schluss-Mit-Dem-Selbstmitleid-Krieg-Deinen-Hintern-Hoch-Und-Mach’s-Für-Deine(n)-Liebsten-Song. Die erste Strophe beschreibt, wie schlimm das Leben einem manchmal mitspielen kann. In der zweiten Strophe bietet Manel (mit diesem Lied?) seine Hilfe an und forderte den Traurigen auf, rauszugehen und anzupacken. Der Refrain besteht eigentlich nur aus der Zeile „Just do it for your lover“, die unendlich häufig wiederholt wird. So häufig, dass man sie schon nicht mehr hören kann, bevor das Lied vorbei ist. Das ist dann auch der Aufbau des Liedes: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Brücke, Refrain.

Neben der Gitarre ist das Lied zurückhaltend (halt sommerlich leicht) und mitklatsch-rhythmisch instrumentiert. Dazu kommt noch eine künstliche Stimmveränderung bzw. -wiederholung, die wohl an Rap erinnern soll: Ba-ba-ba-lova, ba-ba-ba-lova. Oder so. Das ist tatsächlich eine hübsche Abwechslung im sonstigen verbalen Einerlei, das nach dem Vorentscheid nicht weiter gerevampt wurde.

Positiv anzumerken ist, dass die beiden Strophen auf Spanisch gesungen werden. Vielleicht hätte das dem ein oder anderen Refrain-Teil auch gut getan. Schlicht, um etwas abwechslungsreicher zu wirken.

YouTube Preview ImageSpanien 2017 – Manel: Do It For Your Lover (Auftritt beim Vorentscheid)

YouTube Preview ImageSpanien 2017 – Manel: Do It For Your Lover (offizielles Video)

 

Die Präsentation

Beim Vorentscheid spielte Manel voll die Sommer-Sonne-Sonnenschein-Karte: angefangen vom halboffenen Hawaii-Hemd über die Strandbilder im Hintergrund bis zum LED-Strand unter seinen Füßen. Das ist nicht besonders originell oder technisch kompliziert, erfüllt aber sehr gut seinen Zweck.

Dass er dabei mit fünf weiteren Musikern auf der Bühne stand, ist hingegen eigentlich nicht notwendig. Denn die anderen Musiker untermalen das Urlaubsgefühl nicht weiter und die Musik kommt ohnehin vom Band. Hier könnte man – wie 2013 Gianluca Bezzina – eine persönlichere Kumpel-am-Strand-Atmosphäre zaubern.

Es dürfen auch gern weibliche Kumpelinen dabei sein, die womöglich über ausgeprägte sekundäre Geschlechtsmerkmale verfügen und diese kameragerecht zu präsentieren wissen. Diese könnten dann auch an den Mitklatschstellen die entsprechende Animation des Publikums übernehmen und auch sonst dafür sorgen, dass die textliche Redundanz durch visuelle Abwechslung kompensiert wird. Dass dabei auch LEDs zum Einsatz kommen dürfen, ist klar. Auf Pyro würde ich verzichten.

 

Was PRINZ-Blogger darüber denken

Douze Points: Laues mediterranes Sommerwindchen. Durchaus angenehm, wenn es weht, aber auch genauso schnell vergessen.

Jan: Strand, Lagerfeuer, Surfertyp und eine Gitarre. Und genauso wie das Meer dahinter plätschert auch der Song drei Minuten ereignislos vor sich hin.

Matthias: An sich ist der spanische Beitrag ein netter, relaxter Sommersong, und Manel macht einen sympathischen Eindruck. Das zigfach wiederholte „Do it for your lover” nervt allerdings schnell. Es gibt aber deutlich schlimmere Songs im diesjährigen Startfeld.

OLiver: Das Lied ist so dünn wie sein Sänger. Uninspiriert und ohne Charisma. Einziges kleines Plus sind für mich die spanischen Strophen. Besonders nervtötend ist der schwache bis zur Ermüdung wiederholte Refrain.

Salman: Wie viele andere ESC-Fans hätte auch ich lieber Mirela mit Contigo in Kiew gesehen. Es ist jetzt nunmal Manel gewählt worden und er ist eigentlich ein ganz sympathischer Bursche. Deshalb ist es ungerecht, ihn persönlich für die Entscheidung der Juroren verantwortlich zu machen. Das Lied ist zwar sehr flach, aber bleibt irgendwie hängen. Den letzten Platz sehe ich daher für Spanien nicht. 

Jeder ESC-Titel wird im Songcheck von allen PRINZ-Bloggern nach ihrem persönlichen Gusto auf einer 11-stufigen Skala (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1-0) bewertet, wobei 12 die höchste Wertung darstellt. Die Wertungen werden addiert. Unser persönliches subjektives Gesamtbild:

Die Prognose der PRINZ-Blogger

Hier geht es nicht um das persönliche Gefallen, sondern um eine Prognose. Spanien landet nach Einschätzung aller PRINZ-Blogger auf den Rängen zwischen 21 und 26 im Finale. Hier geht es zur Prognose der PRINZ-Blogger für die BIG5 und den Gastgeber.

 

Was PrinzBlog-Leser darüber denken

biobanane: Ich denke das wird den keinen Mädchen gefallen und die haben meist ein gut gefülltes SMS-Konto. Das kurze Röckchen wäre eher was für die älteren Herren gewesen, und da ruft dann eh nur die Ehefrau an. Sogesehen eine gute Entscheidung.

Manboy: Der Fahrstuhl wird nach unten fahren, aber Manel wird nicht im UG oder Keller aussteigen, eher im EG. Das Lied vermittelt gute Laune und hat Ohrwurmpotential. Mein Tipp daher unteres Mittelfeld.

Olli D.: Also das ist ja wohl ganz klar ein Kandidat für den letzten Platz! Das ist ja furchtbar! Das hat man ja im nächsten Momnnt nach dem Hören schon wieder vergessen!!! Also Spanien lassen wir ganz klar hinter uns!!

DerMoment1608: Das wird meiner Meinung nach im Moment ganz schön unterschätzt. Eine zweistellig Platzierung mit einer 1 am Anfang kann ich mir da schon gut vorstellen. Das ist ein schöner, beschwingter, sommerlicher Song, der im Mai dann auch passt.

Cedric (T0mb0): Damit wäre sicher, dass Levina nicht Letzte wird.

 

Social Media

Manel hat zwar keine Website im klassischen Sinne, ist dafür aber auf Facebook, Twitter und Instagram aktiv. Außerdem hat er einen eigenen Youtube-Kanal.

 

ESC Songcheck Spanien: Manel Navarro...

  • erreicht Platz 21 bis 26 (72%, 177 Stimmen)
  • erreicht Platz 16 bis 20 (23%, 56 Stimmen)
  • erreicht Platz 11 bis 15 (4%, 11 Stimmen)
  • erreicht Platz 1 bis 5 (1%, 3 Stimmen)
  • erreicht Platz 6 bis 10 (0%, 0 Stimmen)

Wähler gesamt: 247

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Vorschau: Bereits heute Abend beschäftigt sich BennyBenny mit Lucie Jones und der Frage, warum das UK niemals den ESC aufgeben wird. Oder meint sie das mit ihrem Titel „Never Give Up On You“ gar nicht? 

 

Bereits erschienen:

Semifinal 1:
(1) Albanien: „World“ von Lindita
(2) Aserbaidschan: „Skeletons“ von DiHaj
(3) Australien: „Don’t come easy“ von Isaiah
(4) Belgien: „City Lights“ von Blanche
(5) Finnland: „Blackbird“ von Norma John
(6) Georgien: „Keep the faith“ von Tamara Gachechiladze
(7) Montenegro: „Space“ von Slavko Kalezić
(8) Portugal: „Amar pelos dois“ von Salvador Sobral
(9) Schweden: „I can’t go on“ von Robin Bengtsson
(10) Griechenland: „This is love“ von Demy
(11) Polen: „Flashlight“ von Kasia Moś
(12) Moldawien: „Hey Mamma!“ von SunStroke Project
(13) Island: „Paper“ von Svala
(14) Tschechien: „My turn“ von Martina Bárta
(15) Zypern: „Gravity“ von Hovig
(16) Armenien: „Fly with me“ von Artsvik
(17) Slowenien: „On my way“ von Omar Naber
(18) Lettland: „Line“ von Triana Park

Semifinal 2:
(19) Serbien: „In too deep“ von Tijana Bogićević
(20) Österreich: „Running on air“ von Nathan Trent
(21) Russland: „Flame is burning“ von Yulia Samoylova
(22) Mazedonien: „Dance alone“ von Jana Burčeska
(23) Malta: „Breathlessly“ von Claudia Faniello
(24) Rumänien: „Yodel It!“ von Ilinca ft. Alex Florea
(25) Niederlande: „Lights and Shadows“ von OG3NE
(26) Ungarn: „Origo“ von Joci Pápai
(27) Dänemark: „Where I am“ von Anja
(28) Irland: „Dying to Try“ von Brendan Murray
(29) San Marino: „Spirit of the Night“ von Valentina Monetta & Jimmie Wilson
(30) Kroatien: „My Friend“ von Jacques Houdek
(31) Norwegen: „Grab the Moment“ von JOWST
(32) Schweiz: „Apollo“ von Timebelle
(33) Weißrussland: „Historyja majho žyccia“ von NAVI Band
(34) Bulgarien: „Beautiful mess“ von Kristian Kostov
(35) Litauen: „Rain of Revolution“ von Fusedmarc
(36) Estland: „Lost in Verona“ von Koit Toome & Laura
(37) Israel: „I feel alive“ von IMRI

Charts & Rankings

38 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Usain

    26.04.2017 | 09:47

    Das ist wirklich richtig, richtig schlecht. Mit so einem Lied kann man sich mit der Gitarre zusammen mit 5 Kumpels an der Strand setzen und das spielen, aber doch nicht damit vor ein paar Millionen Menschen auftreten.

  2. flo

    26.04.2017 | 09:48

    Ich finds immer noch so lustig, wie verhärmt die ganze ESC-Schwuppen-Fanschar ist, weil der Mitklatsch-Schlager von Mirela nicht nach Kiew fährt… Damit hätte Spanien uns das Triple nun wirklich gefährdet… Manel wird viel viel viel besser abschneiden als in den ganzen Polls vorhergesagt… Platz 10 bis 15 sage ich mal mutig voraus.

  3. Harald

    26.04.2017 | 10:00

    @flo:
    Ich wüsste wirklich nicht warum er sich so hoch platzieren sollte.
    Das Lied hat NICHTS was hängenbleiben wird. Noch dazu altmodisch und unmodern produziert dass sich die Fußnägel aufrollen. Eignet sich eventuell, je nach Startnummer, als dringende Pinkelpause oder um Chips nachzufüllen.
    Ich verstehe den damaligen Aufstand der TV Zuschauer in Spanien. Mirela hätte es mMn ca. 5 Plätze am Ende höher im Classement geschafft.
    Einer der ganz miesen Beiträge diesen Jahres…

  4. flo

    26.04.2017 | 10:07

    Also altmodisch und unmodern produziert war ja nun eindeutig Mirela und nicht Manel…

  5. Manboy

    26.04.2017 | 10:26

    Kein Platz in meiner Komplett-Top 10, mein Tipp: Platz 22+-3
    Die Lagerfeuer-Strandromantik gefällt mir, genauso wie das Autotune nachdem Refrain. Er schaut sympathisch aus, er bringt es mit seiner Gitarre auch authentisch rüber. Nichtsdestotrotz wird Spanien kaum aus dem Hinterfeld herauskommen. Insgesamt fehlt mir der Pep. Ein letzter Platz sollte ihm aber erspart bleiben. Paar portugiesische Pünktchen sollten doch drin sein oder?

  6. togravus

    26.04.2017 | 10:28

    Zunächst einmal finde ich es vollkommen lächerlich, wenn hier jedem, der „Do It for Your Lover“ nicht mag, unterstellt wird, dass er ein Mirela-Fan sei. Bei allen Liedern von Mirela, die ich bisher gehört habe, rollt es mir die Zehennägel auf, weil das überhaupt nicht meine Musik ist. Leider macht all dies aber den spanischen Beitrag dieses Jahr nicht besser. Die Ideen sind nach einer Minute ausgegangen, und die Produktion klingt nach Demoversion einer mäßig talentierten Schülerband. Außerdem finde ich das Video sexistisch. Nein, Mirela hin, Mirela her, das ist Schrott!
    ————————————
    Das mit der Werbung muss noch optimiert werden: Ich sehe Autos (habe noch nie ein Auto besessen, weil man Mietwagen nicht putzen muss …) und irgendeinen Veranstaltungshinweis in kyrillischer Schrift. Ich spreche zwar einige Sprachen, aber leider ist keine slawische dabei …

  7. Mona

    26.04.2017 | 10:55

    Für den Urlaub ok, für den ESC naja.

  8. Usain

    26.04.2017 | 11:31

    Übrigens hat Manel bei der Abstimmung der Fanclubs bis jetzt nicht ein einziges Pünktchen erhalten, genauso wenig wie Levina (und 8 weitere Nationen)…

  9. Inger Johanne

    26.04.2017 | 11:48

    Ich finde das einfach schrecklich langweilig. Ich bin auch nicht der Sonne-Sommer-Strand-Typ, solche Musik reizt mich also generell wenig. Und dieses plätscherige, redundante Ding taugt nicht dazu, mich zu bekehren. Meine Spanischkenntnisse sind inzwischen auch so eingerostet, dass ich die Strophen nicht verstehe (zumindest nicht, wenn ich sie nur höre), und dann bleibt als Text wirklich fast nur noch „Do it for your lover“ und ich frage mich ständig, was ich denn da jetzt konkret tun soll … Ganz hinten wird’s, glaube ich, nicht landen, aber auf der linken Tabellenhälfte wird Spanien auch kaum auftauchen.

  10. cars10

    26.04.2017 | 12:10

    Bei jedem Schnelldurchlauf sticht dieses Lied hervor und wird noch ein paar mehr Stimmen im Televoting abgreifen. Live war’s in Amsterdam gar nicht so übel, es stach wirklich als „anders“ hervor und setzte sich wohltuend von all diesen gequälten und gleichermaßen langweiligen Frauenballaden ab.
    Die rote Laterne geht nicht an Spanien, aber besser als Platz 15 wird’s auch nicht werden.
    Wetten?

  11. argan

    26.04.2017 | 12:20

    Der Song lief schon mehrmals bei unserer Stamm-Bowlingbahn.
    Wurde denen fürs Party Bowlen wohl vorgeschlagen.
    Beim ersten Mal hören bin ich innerlich ausgerastet, ein ESC-Lied aus dem aktuellen Jahrgang und dann dieser Song…
    ABER das Lied wird von den Leuten total positiv aufgenommen.
    Einige meinten auch, sie würden dafür anrufen, weil es so erfrischend wäre. Ich denke, das zeigt gut, dass Spanien eben nicht Letzter wird.
    Portugals Jury wird was springen lassen und ein paar Televoting Punkte kratzt Manel auch zusammen. Denke Platz 22 (wie Barei) ist realistisch.

  12. benne

    26.04.2017 | 12:32

    Richtig, cars10
    Es hebt sich im Schnelldurchlauf bestimmt ab, nicht nur von den Balladen, auch von den durchschnittlichen Radiopopsongs (Aut, Srb, Fyrom, Ase,..)
    Mir gefällt es bis Minute 2:00 eigentlich recht gut, danach wirds leider etwas redundant.
    Beim Vorentscheid wirkte es ein bisschen langweilig, vor allem mit dem relativ kleinen Bildschirm, der kaum Atmosphäre aufbauen kann.
    Das wird in Kiew bestimmt besser, auch Tänzerinnen könnten nicht schaden, um etwas Strandfeeling zu erzeugen.
    .
    Falls es einigermaßen mit dem Staging klappt, dann werde ich auf eine Platzierung vor Levina wetten. Quoten sind derzeit etwa ausgeglichen.
    Spanien ist nämlich deutlich unterbewertet, liegt auch an den Fanboys von Mirela, die es in vielen Umfragen runterwerten.

  13. flo

    26.04.2017 | 12:47

    Sag ich ja… Ist auf jeden Fall einer der musikalisch trendigsten Songs im Feld…

  14. Frederic

    26.04.2017 | 12:52

    Wie ein Song aus irgendeinem Kinowerbespot – wahlweise Eis oder Alkohol. Definitiv nicht mein Geschmack, aber es gibt dieses Jahr zumindest einige Songs, die ich auch nicht besser finde (Dänemark, Israel, Griechenland, Österreich, Moldavien, Ukraine, Serbien, … und nein, Slowenien und Malta sind nicht dabei ;).

  15. sunny42

    26.04.2017 | 14:21

    Im Finale wird es zwischen 21-26 Platz landen . Ein Lied das ich 2 mal gehört und dann aus meine Liste gestrichen habe.

  16. Mariposa

    26.04.2017 | 14:45

    Y ahora España………. Erneut präsentiert sich eine große Musiknation weit unter ihren Möglichkeiten. Die in spanisch gesungenen Strophen gingen ja gerade noch so, ansonsten strotz das Liedchen nicht gerade vor Einfallsreichtum. Mirela wäre aber nicht wirklich eine Alternative gewesen. Ganz putzig ist Manel durchaus, deswegen werte ich mal mit 3 von 10 Punkten (die Tante letztes Jahr fand ich noch viel schlimmer)

    Bislang also Finale
    Spanien 3/10

  17. Mariposa

    26.04.2017 | 14:50

    @ Togravus

    Ich definitiv kein Fan von Mirela – die von mir bevorzugte Musik von der iberischen Halbinsel klingt nun wirklich ganz anders, ich habe einige Namen schon anderswo hier gepostet. Aber es handelt sich leider um Acts, die nicht „fanschwuppentauglich“ ist und deswegen kommt man auch auf keinen grünen Zweig…… Dieses Problem kennen wir ja auch in Germanien zu genüge.

  18. 4porcelli

    26.04.2017 | 15:07

    Hatte versehentlich beim Überfliegen „Do it for your loser“ gelesen, was leider 100% passt. Nerviges Stimmchen, grauenhafter Text, den selbst Belarus so nicht bringen würde („Do it for your lover, clap your hands baby“), lahme Melodie,die überhaupt nicht hängen bleibt. Während Frankreich in den letzten Jahren die Kurve bekommen hat, irrt Spanien wie D und UK leider weiter im tragikomischen Niemandsland. Vie2leicht solten sie mal einen Künstler mit Lateinamerikanischem Einfluß schicken.

  19. togravus

    26.04.2017 | 15:20

    @ Mariposa, ich kenne mich mit spanischer Musik auch ganz gut aus, weil ich 2 Semester in Valladolid studiert habe und bis heute Kontakt halte. Zudem tauschen wir uns auch auf ET international aus. Leider ist der Sänger von Radio Tarifa viel zu früh verstorben. Die fand ich richtig klasse.

  20. ESC17

    26.04.2017 | 15:55

    Ziemlich ziemlich langweilig. Eine belanglose Nummer die weit hinten im Finale zu finden sein wird

  21. Olli D.

    26.04.2017 | 16:47

    Ich finde es auch Wochen später immer noch total schrecklich und schrecklich belanglos. Nie und nimmer landet dieser Song VOR Levina (auch wenn das der eine oder andere denkt…)

  22. deutscheland

    26.04.2017 | 17:20

    Okay, seine Reise zum ESC hätte schöner beginnen können und ich bin auch kein großer Fan des spanischen Beitrages, aber „Do it for your lover“ hat jetzt nicht unbedingt das Zeug zum Hassbeitrag. Es ist ziemlich repetitiv, aber trotzdem irgendwie nett und hier meine ich das auch so. Hier hat man sich was vom jugoslawischen Erfolgsrezept von 1989 abgeguckt: zahllose Wiederholungen der englischen Titelzeile und dazwischen Füllmaterial in Landessprache. 2017 kann man zwar keinen Blumentopf damit gewinnen, jedenfalls Manel Navarro nicht, aber vielleicht kann Spanien ja zwei oder drei Pünktchen mehr bekommen, als so manchem lieb ist. Dennoch ist ein größerer Erfolg nahezu ausgeschlossen, es sei denn, es kann tatsächlich ein Funke überspringen wie vor vier Jahren bei Gianluca Bezzina. Das Lied ist ziemlich unscheinbar und klingt wie ein Sommerhit von vor 15 oder 20 Jahren. Es ist aber nicht automatisch gesagt, dass Spanien Letzter wird, denn auch wenn die Titelzeile ein paar Mal zu oft wiederholt wird und man hier in Sachen Kreativität eher gegeizt hat, macht der spanische Beitrag doch irgendwie Laune.

  23. Simon

    26.04.2017 | 17:38

    Ich finde Manel ganz sympathisch und er hat keine schlechte Stimme..Der Song ist ok,kein Burner aber er wird besser als Deutschland abschneiden,da bin ich mir sicher.

  24. Jorge

    26.04.2017 | 19:00

    Diese „belanglos“-Debatte ist doch in der ESC-Community total vorurteilsbeladen. Jedem hier überrepräsentierten Individualtouristen sei seine gemütliche Einkehr in der Dorftaverne gegönnt, aber die im Mai mitvotenden Pauschaltouristen werden das Lied wesentlich lockerer beurteilen. Es ist auf Strand/Urlaub angelegt – und das erreicht es auch.
    Es ist auch keineswegs 80er/90er – ich weiss noch, wie sich die Sommerhits damals angefühlt haben. Man sollte sich nicht von den Negativvotings der aufgebrachten spanischen ESC-Community täuschen lassen, deren Favoriten waren nicht gerade Erfolgsgaranten und stimmberechtigt sind sie auch nicht. Eines könnte man dem Song auch zu Gute halten: Seine Stimme und die Hook sind durchaus einprägsam. Ob der Auftritt auch Lockerheit transportiert – wir werden sehen, da ist noch Luft nach oben. Kurzum: einen Top10-Platz sehe ich nicht, aber er sollte besser als Barei oder Edurne abschneiden.

  25. Krissi

    26.04.2017 | 20:17

    Gäääähn! Nett, aber langweilig und die Spielerei mit spanischen Klischées (Sommer, Sonne, Strand) nervt auch. Spanien ist nämlich mehr als das und ganz sicher kein Land, in dem nur 12 Monate Sommer und Party ist.

    Aber die Spanier haben eben leider ein ähnlich schlechtes Bild vom ESC wie wir Deutschen.

  26. Little Imp

    26.04.2017 | 20:21

    Mich erreicht dieser locker-leichte Strandsong. War schon vor dem Vorentscheid mein Favorit in Spanien. Würde mich freuen, wenn er besser abschneidet als jetzt alle denken.

  27. Jorge

    26.04.2017 | 21:14

    Echt spanisches Urlaubsgeklimper gab es doch von Mirela. Damit wären wir dann wirklich im letzten Jahrtausend und tief in der Klischeekiste gelandet.

  28. Inge Periotte

    26.04.2017 | 23:24

    Für mich immer noch einer der schlechtesten spanischen Beiträge ever – da find ich ja „Un Bloody Mary“ noch besser (wenn man mal von den albernen Bürostühlen absieht) … ok, den Chikki-Chikki find ich wahrscheinlich noch doofer … ja, aber dann gleich den diesjährigen Beitrag.

  29. Matty

    27.04.2017 | 01:02

    Bei den Buchmachern ist Spanien im Rennen um den letzten Platz zwar weiterhin Tabellenführer, aber Deutschland liegt momentan dahinter:

    http://eurovisionworld.com/?odds=finish-last

    Gestern lag Deutschland noch auf dem 32. Platz und ich hoffe, es geht da auch schnell wieder hin!

  30. escfan05

    27.04.2017 | 08:46

    Wer nur durch Juryküngelei zum ESC fahren darf, der ist bei mir unten durch. Nicht das der andere Song jetzt viel besser gewesen wäre, aber den wollten die Zuschauer. Und Televoting hat gefälligst immer mehr zu gelten als ein Juryvoting, bei Punktgleichheit.

  31. Mariposa

    27.04.2017 | 10:37

    @ Krissi

    Lamentablemente tienes razon – leider hast du Recht………..

  32. Mariposa

    27.04.2017 | 10:40

    @ Deutscheland

    Sorry, der Vergleich mit Gianluca hinkt nun wirklich. Der hatte nämlich einen hübschen Song, der eine witzige Geschichte erzählt. Dieses Strandliedchen ist doch schon sehr dünn……

  33. Mariposa

    27.04.2017 | 10:43

    @ 4porcelli

    Da hätte ich nix dagegen – immerhin ist der spanischsprachige Markt ja nicht gerade klein (gehört auch ein Teil der USA dazu) und das wäre auch viel authentischer als Schwedenpop oder so Billigliedchen wie von der unsympathischen Tante in Englisch letztes Jahr.

  34. as

    27.04.2017 | 14:14

    So öde, dass ich nicht mal weiss, was ich dazu schreiben soll. Peinlich nervtötendes Gestammel. Alles andere als en vogue. Nee, auch ich sehe hier den Grund, warum Deutschland kein Triple hinkriegen wird.

  35. biobanane

    27.04.2017 | 17:43

    Ja genauso belanglos wie Sunshine Reggae, Vamos a la playa oder Like ice in the sunshine (und das sind nur die aus den 80ern) etc. aber die haben funktioniert also schauen wir mal ob das auch hier passiert. Komisch ist trotzdem dass hier einige sonst Belangloses so lieben, beispielsweise Schlager, und nun zum Hater werden, weil das Niveau fehlen soll.

  36. Jorge

    27.04.2017 | 19:36

    @biobanane: Righeira „Vamos a la playa“ war als kleiner Junge meine erste selbst gekaufte Maxi-Single. Besitze ich immer noch. Einer der am meisten missverstandene Songs ever, mit interessanter über Sonne-Strand-Party hinausgehender Botschaft.

    Wäre mal eine schöne Idee für die Sommerpause: Ein Thread, in dem die Blogger/Leser ihren ersten Tonträger oder auch ihren liebsten Nicht-ESC-Song posten. Bei einigen Kandidaten würde mich das interessieren. ;-)

  37. Harald

    28.04.2017 | 10:02

    Es grenzt schon an Frechheit diesen nichtssagenden spanischen Titel mit den großen Sommerhits der 80er zu vergleichen! :-D

  38. Mariposa

    30.04.2017 | 00:04

    @ Jorge

    Den Text von „Vamos a la playa“ hatten wir sogar mal im Spanischkurs behandelt…….

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