Jetzt geht’s also los: Der NDR und die European Broadcasting Union (EBU) inspizieren dieser Tage die vorgeschlagenen Locations für den Grand Prix 2011. Gestern besichtigte man die Fläche auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof. Niemand geringerer als der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit führte die Besucher herum und erklärte das ziemlich abgefahrende Hallenkonzept der Berliner.
Von dem hohen Eurovision-Besuch während der Eröffnung der Popkomm am Mittwoch in der Hauptstadt berichtet heute die Berliner Morgenpost. Neben Wowereit führten der Berliner Tourismuschef und der Immobilienverwalter des ehemaligen Flughafens die Gäste durch das Gebäude und über das Gelände.
Der Plan der Berliner für die Austragung des Grand Prixs im bzw. am ehemaligen Zentralflughafen Tempelhof ist ziemlich kühn: Der überdachte Teil des Vorfelds soll zu einer riesigen Halle werden. So etwas hat es offenbar bereits bei der Modemesse Bread & Butter gegeben, als eine Membranwand vom Dach zum Boden gespannt wurde. So weit so ungewöhnlich. Noch origineller ist jedoch, was für die Bühne vorgesehen ist: Sie soll in einem Mobilbau außerhalb des überdachten Vorfeldes entstehen!
Ob dieser außergewöhnliche Aufbau realisiert wird, bleibt abzuwarten. Postiv äußerte sich der Besuch offenbar über das geschichtsträchtige Gebäude, “das den Fernsehleuten aus ganz Europa ganz allein schon spannende Geschichten liefern könne”. Weitere Vorteile: Zentrale Lage in der Stadt, die schöne Kamerafahrten zuließe, sowie die Möglichkeit, die anderen Hallen des Flughafens als Pressezentrum, für Parties und ähnliche Dinge zu nutzen.
Nun liegt es an den anderen Städten, sich ebenso für die Sache ins Zeug zu legen. Für Hamburg in der Post-von-Beust-Ära heißt das konkret: Herr Ahlhaus, zeigen Sie sich und die Hansestadt von der besten Seite!

























09.09.2010 | 13:36
Ist das denn wetterfest?
Sollte es Mitte Mai nächsten Jahres zu orkanartigen Winden und Regenfällen kommen, könnte das etwas ungemütlich werden… ansonsten allemal besser als irgendwelche niedrigen Messehallen mit Stützpfeilern oder seelenlose Fußballstadien…
09.09.2010 | 16:16
Nun, Oliver, der Flughafen Tempelhof ist mit 11 Metern Höhe die niedrigste der vier Varianten, gefolgt von den Messehallen in Hamburg und Hannover (ca. 17 Meter). Das schließt den Bau von Tribünen eigentlich schon aus. Die Esprit-Arena in Düsseldorf ist sicher die mit Abstand höchste Location.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch solche technischen Details am Ende eine Rolle spielen könnten. Denn schließlich soll eine TV-Show produziert werden, da sind “niedrige” Decken eigentlich ein K.O-Kriterium, wenn man an Lichtanlage und Kameras denkt.
Und wie muss man sich eine Bühne in einem mobilen Bau außerhalb des überdachten Bereichs vorstellen? Klingt sehr nach Flickschusterei….