Eurovision in Concert 2017 Amsterdam: Das Warten auf Francesco

Es war einmal mehr seine Nacht. Als drittletzter von 34 Acts des ESC 2017 rockte Francesco Gabbani aus Italien das Preview-Concert Eurovision in Concert im Amsterdamer Melkweg wie kein zweiter. Wer ansonsten zu den Fan-Favoriten gehörte und wie Levina beim Saisonhighlight der Pre-Kiew-Phase angekommen ist, könnt Ihr in unserem Konzertbericht nachlesen.


Der Sanremo-Sieger 2017 Francesco Gabbani ist ein Stimmungsturbo wie kein zweiter. Dieser spontane Schnappschuss der bezaubernden Alma (die zuvor schon für Frankreich überdurchschnittlich viel Applaus bekam) entstand unmittelbar nach seinem Auftritt beim Amsterdamer Eurovision in Concert bei den PRINZ Bloggern auf der „Pressetribüne“ und dort wie im gesamten Club Melkweg (Foto unten) hieß es kollektiv nur noch „Namasté Alé„.


Neben Frankreich und Italien bekamen im Club Melkweg am Samstagabend vor allem Ungarn, Rumänen und Belarus überschnittlich viel Applaus. Speziell Joci Pápai hat sich in Amsterdam (mit schöner Inszenierung einschließlich Folklore-Tänzerin) als ein Teilnehmer empfohlen, der in Kiew ganz vorne mitspielen dürfte.


Aber auch Levina durfte sich in Amsterdam über deutlich mehr Zuspruch freuen als ein Wochenende zuvor bei der traditionsreichen London Eurovision Party in London. Ihr Auftritt gehörte im schwierigen ersten Drittel (es gab zwei Konzertpausen) zu den meistumjubelten und auch das internationale Feedback wird zunehmend positiver. Die Levina-Europa-Roadshow zahlt sich zumindest in der Bubble aus.

Dies verausgeschickt wollen wir das Konzert einmal entlang des LineUps Revue passieren lassen.


Los ging’s mit Islands Darling Selma, die die Show mit ihren beiden ESC Klassikern „All out of luck“ (1999) und „If I had your love“ (2005) eröffnete. Das war eine kluge Entscheidung der Veranstalter. Erstens sind die beiden Titel beliebt bei den Fans und eignen sich gut als Icebreaker zu Beginn.

Zweitens war es sicher gut, den Special Guest an den Anfang zu setzen, denn als Rausschmeißer nach 34 Performances des aktuellen Jahrgangs wäre sicher das Risiko entstanden, dass sich der Saal schon leert, ehe der Konzertabend offiziell schon abgeschlossen ist (in früheren Jahren so schon erlebt). Mit OG3NE aus dem Gastgeberland als diesjähriger Abschlußact war dieses Risiko nahe Null.


Selma moderierte den Melkweg-Gig gemeinsam mit dem niederländischen ESC-Moderator Cornald Maas, der über eine langjährige EiC-Erfahrung verfügt. Aber auch Selma zeigte sich gut informiert und mit viel Empathie, die auch backstage ihre Wirkung entfaltet haben dürfte.


Brendan Murray
hatte die vergleichsweise anspruchsvolle Aufgabe, den Jahrgangsreigen zu eröffnen. Geholfen hat ihm dabei sehr sein Cuteness-Faktor. Seine Stimme klang anfänglich so, als hätte er kurz zuvor Helium geschluckt, bei den pathetischen Passagen mit Chorus in der zweiten Songhälfte drehte er aber stimmlich auf und erntete viel Applaus. Wie bei vielen Acts lief auf der Leinwand hinter ihm sein zugehöriges Musikvideo, was sich speziell bei sehr gut gemachten Clips (wie zum Beispiel Irland oder auch Bulgarien) als sehr wirkungsvoll erweisen sollte.


Surferboy Manel Navarro hatte die (noch) undankbarere zweite Startposition bekommen, und bei ihm war die Notwendigkeit, mit dem Cuteness-Plus den eher unaufregenden Allerwelts-Strandsong zu überstrahlen, deutlich größer. (Mindestens) anständigen Applaus – und das ist das Tolle an diesem Event – gibt es im Melkweg jedoch für beinahe jeden mit Ausnahme von Aram Mp3.


Auf Manel folgte Tamara Gachechiladze aus Georgien. Selma verzichtete bei der Ansage darauf, ihren Nachnamen auszusprechen. Tamara lieferte eine divaeske solide Performance, und das ganz „ohne Soundcheck“ wie Cornald bewundernd bemerkte. Tamara hatte als einzige nicht an den Press Meetings teilgenommen, sie war erst kurz vor dem Konzert am Venue eingetroffen. Von den 35 angemeldeten Acts hatte lediglich Blanche aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.


Mit Tamara werden wir in Kiew noch viel Spaß haben. Wenn man ihren Auftritt zugrundelegt, dürfte sie einen substanziellen Zickigkeitspegel mitbringen.


Zweimal schwere Kost nach Diva Tamara. Fusedmarc hinterließen keinen bleibenden Eindruck, das wird definitiv kein Finaleinzug für Litauen in diesem Jahr.

Bei Kasia Moś aus Polen ist die Prognose ähnlich, aber viel viel tragischer. Denn Kasia hat eine der stärksten, wenn nicht sogar die stärkste Stimme im Wettbewerb, bringt aber leider einen unauffälligen, wenn nicht sogar langweiligen Song mit. Was sie kann, das hat sie auf der After-Show-Party bewiesen. Ihre Version von Aretha Franklins „You make me feel like a natural woman“ war (neben dem Fotoshooting mit Imri) der stärkste EiC-Moment des ganzen Wochenendes für den Autor dieser Zeilen.


Auf DJ Jowst mit dem supersympathischen Aleksander Walmann an den Leadvocals (Norwegens „Duo“ ist neben Portugal einer der wenigen Favoriten unseres Fotografen Volli) folgte dann Levina. Stimmlich etwas angeschlagen sang sie tiefer als sonst, aber solide und kraftvoll und erntete überdurchschnittlich viel Applaus, hinter Ungarn gab es bei Levina das stärkste Audience-Feedback im (zugegebenermaßen schwächeren) ersten Drittel.


Für den sanften aber stetigen internationalen Stimmungswandel sei aus zwei repräsentativen Kommentaren bei wiwibloggs zitiert. „Levina is getting stronger and stronger in my opinion. Every concert the song is going away from titanium. Still completely underrated. (…) It would be a shame if she doesn´t get a top 15 place at the end“ (Oleg). „I totally agree with Oleg, Best live performance was Levina. The Song now is better that the first version. With every performance her voice is stronger. In my opinion one of the three best and strongest female voices in the contest this year with Lucie and Kasia“ (Anne).


Fashion-Alarm mit Lindita nach Levina in einem „Zirkusdompteur-Kostüm, wo die Zirkus-Schimpansen das Unterteil weggerissen haben“ (Fotograf Volli). Oder wie Cornald es ausdrückte: „Her outfit speaks many languages itself.“ Auch stimmlich ließ Lindita nix aus, Powergesang bis zur Ohropax-Schwelle.


Ungarn war sozusagen der erste „Zoë-Moment“ beim diesjährigen EiC, erstmals tobte das Venue bis zum Anschlag, das Publikum tobte lang und nachhaltig, wozu sicher auch Selma deutlich beitrug, die in der Zwischenmoderation den Chorusteil „Jálomá lommá, jálomá lommá Jálomá lommá lomalom“ anstimmte und das Publikum damit so begeisterte, so dass Joci Pápai zurück auf die Bühne kommen musste.


Nach einer sehr schönen ruhigen Performance der supersympathischen Finnen Norma John beschlossen Sunstroke Project mit ihrem Epic Sax Guy und einer coolen Choreo das erste EiC Drittel und wir hatten Gelegenheit zu einem kurzen Pausentalk mit Levina und Kasia. Mehr von unseren Backstage und Behind The Scenes Eindrücken gibt es in eigenen Beiträgen in den nächsten Tagen.


Ein weiterer DACH-Act, Timebelle aus der Schweiz, eröffnete das zweite Drittel, darauf folgte Omar Nabar aus Slowenien – beide mit soliden aber nicht herausragenden Auftritten. Omar und Levina werden sich übrigens direkt nach EiC in Slovenien im Rahmen von Levinas Europatour wiedersehen.


Nach Omar traten Valentina Monetta & Jimmie Wilson den Beweis an, dass die 80er Jahre niemals ganz verschwinden werden. Und Fan Favourite Claudia Faniello führte im Anschluss daran einen weit geschnittenen Hosenanzug aus, in dem sie auch gut als Gorilla-Support für Francesco hätte antreten können.


Erstes echtes Instant Appeal Highlight im zweiten Drittel war Imris „I feel alive“, auch er als Fashion Victim am Start mit grünen-Smoking-Jacket und farblich dazu passenden Schuhen. Imri ist/war sicher EiCs Sexiest Guy Alive, insofern sei ihm dieser „Kann man machen muss man aber nicht“-Look sofort verziehen.


Das zweite Drittel war die EiC-Phase der Fashion-Abenteuer, DiHaj aus Aserbaidschan kam in einen silbernen Glitzerhosenanzug auf die Bühne, der ihren Song deutlich überschattete – leider. Von ihr dürfen wir in Kiew hinsichtlich Look und Performance einiges erwarten, so trat sie beim Press Meeting am Nachmitag in Erscheinung:


Cornald
nutze den Auftritt von DiHaj für einen Seitenhieb auf Samra, die Aserbaidschan in Stockholm vertreten hatte. Dass DiHaj diese als Bestandteil der Backgroundsängerinnen unterstützt hatte, kommentierte er süffisant mit „She needed it.“


Im Anschluss an DiHaj eröffneten Arciom Lukjanienka (rechts) und Ksienija Žuk (links) – gemeinsam als Naviband für Belarus unterwegs – eine sehr sehr starke zweite Hälfte des zweiten Drittels, in dem sie selbst sich in Duracell-Manier zu einem Fan Favoriten hochsangen. Tosenden Applaus ernteten sie im Anschluss an „Historyja majho žyccia“ mit einer Acappella-Zugabe von „Calm after the storm„. Das könnte die beste Platzierung für Weißrussland ever werden – ausgerechnet in Landessprache und bei bewusstem Verzicht des Songs auf’s Ranschleimen an die internationalen Popcharts.


Der stimmlich erneut eindrucksvolle 17jährige Kristian Kostov hatte Bulgarien schon bei der London Eurovision Party ins Favoritenfeld gepusht und zeigte erneut einen großartigen Auftritt. Und Martina Bárta aus Tschechien war im Anschluss daran stimmlich genauso stark, hätte allerdings hinsichtlich ihres Outfits etwas mehr Gas geben können. Ihr Song „My turn“ ist einer der intelligentesten und anspruchsvollsten im Wettbewerb. Es ist ihr sehr zu wünschen, dass sie diesen in Kiew zweimal TV-live performen darf.


Nathan
war einmal mehr der gewinnende, spontan-charmante und professionelle Sympathieträger wie schon in London und Tel Aviv und auch Anja Nissen holte im Anschluss daran das Maximale aus ihrem ebenfalls eher durchschnittlichen dänischen Wettbewerbsbeitrag raus. Ihr Vollweib-Outfit hatte (laut einiger heterosexueller Beobachter im Pressebereich) ein bissel ‚was von „Red Light District“, aber sie kann es absolut tragen und ist – dazu mehr im Backstagereport – megabeschwingt gut drauf.


Robin Bengtsson
hat dann das zweite Drittel zu einem vielbeklatschen Abschluss gebracht. Wir waren uns nicht sicher, ob er nach dem Stockholmer LKW-Attentat nach Amsterdam anreist. Er nahm auf den Anschlag, der sich in der Fußgängerzone Drottningsgatan ereignete, als er nur 500 Meter entfernt war, auch vor seinem Song mit wohl gewählten Worten Bezug: “It feels extra special to be here tonight with an audience like this. It’s all about the love in Eurovision. It brings Europe together, and together we’re strong.“


Geschickt positioniert als Aufmacher des dritten Drittels und ganz stark war der einzige Rocksong im diesjährigen Contest von O.Torvald aus der Ukraine. Mit ihrem Auftritt gehörten sie zu den wenigen, denen unser ESC-ferner Fotograf Volli Respekt zollte.


Auch Armeniens Artsvik bekam für ihren im Wettbewerbsvergleich sehr eigenständigen und kraftvollen Auftritt viel positives Feedback und Slavko Kalezić im Anschluss war dann mit freigelegter rasierter trainierter Brust und künstlichem 1m-Zopf genauso wie  Slavko eben ist. Camp as camp an. Der Entertainment-Appeal nutzt sich im Laufe der Zeit ein wenig ab, aber Slavko ist ein sympathischer Kumpeltyp und hier im Melkweg hat er im Herzen der Community und Zielgruppe ein Quasi-Heimspiel gehabt.


Alma
konnte nach dem Slavko-Spektakel mit ihrem überaus starken Song und ihrem mitreißenden Lächeln wie erwartet überzeugen und gehörte verdientermaßen zu den meistumjubelten Acts, wovon Hovig im Anschluss profitierte, denn inzwischen war die Stimmung trotz der fortgeschrittenen Zeit im Melkweg euphorisch allerbestens und Ermüdungserscheinungen waren erstaunlicherweise im Publikum auch nach drei-, vier-, fünf-, sechsstündigem Stehen (inklusive Anstehen vor dem Einlass) so gut wie gar nicht zu beobachten.


Lucie Jones
aus UK bewies anschließend, dass man mit einer guten und eigenständig überzeugenden Stimme und einem offenen sympathischen Auftritt aus einem mittelmäßigen Song einen Crowdpleaser machen kann – wie es schon Nathan, Anja und auch Kasia zuvor bewiesen hatten. Sie trat erneut Emmelie-de-Forest-inspiriert (die bekanntlich den Song geschrieben hat) barfuß mit Blumenkranz im Haar auf, so dürfen wir das auch in Kiew erwarten.


„Yodel It“ war nach dem ruhigen Stück von Lucie der erwartete Superburner mit begeisterten Publikumsreaktionen einschließlich des obligatorischen vielhundertfachen Mitjodelns. Das ist ein Top-Ten-Indikator und (auch) da der Song polarisiert, wird er im Televoting sehr, sehr weit vorne landen (a la „My Słowianie„).

Der zukünftige Euroclub-Favorit „Dance Alone“ von Jana Burcheska konnte daran prima anknüpfen und Jana kam dann noch in die bevorzugte Lage, den Titel zweimal zu performen, denn kurz vor Ende des Songs setzte beim ersten Versuch das Playback aus, so dass wir alle zweimal alleine mittanzten.


Und dann war’s soweit, Francesco war dran und es war so, als hätten alle nur auf ihn gewartet, denn jetzt war es zum ersten und einzigen Mal so, dass die gesamte Location kein Halten mehr kannte und nahe am Kontrollverlust ausrastete. Francesco tauchte sichtlich ein in dieses Bad der unbegrenzten Begeisterung, sein ausgelassenes Tanzen beim Gitarrensolo von „Namasté Alé“ war schlicht und einfach mitreißend und der „Schlachtruf“ „Namasté Alé“ ist jetzt schon ein bissel ESC Geschichte.

Das ist ein Titel, der nicht nur den Song Contest 2017 gewinnen wird, sondern dieses ESC Jahrzehnt mindestens so prägen wird wie „Euphoria“. In Klickzahlen ist der Sanremo-Megahit jetzt schon der meistgeklickte ESC Titel aller Zeiten. Und Francesco hat ganz Italien (Selma: „my favorite country“ und damit ist sie nicht allein) hinter sich versammelt.


Man fragt sich, wieso nach Italien vor dem logischen Abschluss des Eurovisionskonzerts durch den Gastgeberland-Act OG3NE Serbiens Beitrag von Tijana Bogicevic eingeschoben wurde? Es wird Gründe geben und wir haben sie noch nicht erkundet. Für Tijana war der Premiumslot durchaus förderlich, denn sie wurde von der Welle der ESC-Begeisterung automatisch mitgetragen.


Der niederländische Titel 2017 „Lights and Shadows“ durfe das EiC-Songportfolio harmonisch dreistimmig perfekt beschließen – als 36. ESC Titel (die Acappella-Einlagen verschiedener Acts nicht eingerechnet), was auch deutlich mehr Songs sind, als es jemals bei einem ESC Finale zu hören gab. Dennoch war das Programm dank der wohlkomponierten Reihenfolge, der straffen und pointierten Moderation, den akzentuiert gesetzten Pausen und dank der „Entschlackung“ des Ablaufs von weiteren Programmpunkten (wie die Eurovision Artists Award Verleihung, die auf mittags vorgezogen wurde) kurzweilig, ausgelassen und hängerfrei und hat seinem Ruf des Roll Royce unter den Promo-Treffen einmal mehr alle Ehre gemacht.

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25 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Cedric (T0mb0)

    10.04.2017 | 20:47

    Fan Favorite Claudia Faniello? Was hab ich verpasst?

  2. Daniel

    10.04.2017 | 21:04

    Wann kommen die ersten Kommentare, dass Linditas Outfit „zu nuttig“ ist? Ich warte…

  3. togravus

    10.04.2017 | 21:14

    Mir war der Auftritt von Francesco in Amsterdam zu viel. Das wirkte für mich alles sehr kalkuliert und anbiedernd, phasenweise auch komisch. Ich hoffe und glaube, dass er sich in Kiew besser im Griff haben wird.

  4. BB

    10.04.2017 | 21:47

    Ich finde Occidentali’s Karma ist ein mittelmäßiger Pop Song. Ich verstehe den Hype nicht und würde Italien den Sieg nicht gönnen…(mein platz 35) Francesco ist unsympatisch und der Affe ist einfach nur lächerlich…

  5. Yasi

    10.04.2017 | 21:48

    @T0mb0: Frag ich mich auch gerade.
    Korrektur zu DiHaj: Sie war letztes Jahr nur bei den Proben als Background-Sängerin tätig, im Semifinale und Finale war sie nicht dabei (sie war offenbar erkrankt)

  6. Inger Johanne

    10.04.2017 | 21:56

    … „Arciom Lukjanienka (rechts) und Ksienija Žuk (links)“ – sicher? Mein Weißrussisch ist höchstens mittelprächtig, aber Ksienija (Xenia) ist doch wohl eindeutig die Frau des Duos. Und die steht rechts. ;-)

    Freut mich, dass Levina besser wird – obwohl ich sie selbst eigentlich schon immer gut fand. Aber wie der Song besser werden kann, wo doch quasi nix dran gemacht wurde, ist mir nicht ganz klar. Aber egal, jedes positive Wort tut gut. Diese Tour scheint für Levina genau das Richtige zu sein, ob es sich nachher nun in Punkten auszahlt oder nicht.

  7. dade

    10.04.2017 | 22:16

    @togravus : Gabbani (ist jemandem aufgefallen, dass er ABBA im Namen trägt?) ist in Italien als Rampensau bekannt, bei Livegigs dreht er voll auf. Ich denke am ESC wird er es „telegener“ bringen, auf dem Twitter/FB Profil von RAI ESC findet man ein Video mit dem Affen der vor einem Green-Screen rumhüpft, dazu der Titel in etwa „Der Affe bereitet sich für Kiev vor“ – Ich könnte mir denken, dass da irgend eine Projektion kommt wie bei Armenien letztes Jahr aber halt mit vielen Affen/Francescos auf der Bühne… wäre sicher eine nette Idee.

  8. cars10

    10.04.2017 | 22:50

    Was für ein Abend!

    Ein Mini-ESC mit fast allen Songs.
    Große Überraschungen (Georgien, Belarus, Ungarn), gediegene Langeweile (UK, Dänemark, UK und Schweden) und ein alles überragender Francesco.
    Italien, wir freuen uns auf 2018!!

  9. cars10

    10.04.2017 | 22:52

    PS.
    Levina war besser als sonst, aber als 12. oder 11. bekommt man dennoch null Punkte.

  10. ESC17

    10.04.2017 | 22:58

    Danke BB du sprichst mir aus der Seele… was soll der Italien Hype nur, ich kann es nicht verstehen… bester ESC Song der Geschichte, schon der sichere Sieger. Diese lobhudeleien in dieser Form sind für mich unerklärlich. Alleine schon seine kratzige Stimme stört mich und das Lied ist doch kein Hammer (und das mit dem Affen ist affig). Ich hoffe einfach das Italien dieses Jahr nicht gewinnen Wird.

    Ansonsten ist ein möglicher Sieger schwer auszumachen ich sehe das Feld relativ eng beisammen und es wird einige Überraschungen geben. Live und vom Auftritt bei den Promo Events her überraschen mich doch einige Länder die ich vorher nicht so of den Schirm hatte ( allen voran Bulgarien bzw Kristian, der junge macht das alles so souverän und der singt so stark).

    Über Levina kann ich auch nur positiv reden, sie setzt sich komplett für ihren maximalen Erfolg ein und identifiziert sich vollstens mit dem Reiz des ESC, der Teilnahme an den Vorevents und den direkten Kontakt mit den ‚Konkurrenten‘. Wir können stolz darauf sein sie zu haben. An ihr wird der (leider Gottes) wieder zu erwartende Misserfolg nicht liegen, obwohl die Quoten doch (Berechtigterweise) nach oben gehen und die Fan bubble größer zu werden scheint, was alles mit ihrem Einsatz im Zusammenhang steht, sie holt alles raus.

    Ansonsten will ich noch loswerden das mich das Jahr durchaus reizt, ich finde den Jahrgang wirklich gut und spannend. Lassen wir uns weiter überraschen (insbesondere auf die Art der Darbietungen der Länder in den Semifinals in Kiew) und mal ein Riesen Danke schön an die Blogger die immer so umfangreich von den Promo Veranstaltungen samt Fotos berichten.

  11. Matty

    10.04.2017 | 23:06

    @Daniel

    Dein Warten hat sich gelohnt – sie sieht darin nuttig aus und dieses Outfit geht schon mal gar nicht! Damit sollte sie keinesfalls in Kiew auftreten, da ihr dann der Barbara-Dex-Award damit nicht streitig gemacht werden kann!

    Am coolsten finde ich Imirs mintgrüne Schuhe, sowas kann nicht jeder tragen!

    Ich bin froh, daß mein Eyecandy Robin mit dabei war. Ich hatte nämlich berfürchtet, daß er wegen den schrecklichen Ereignissen in Stockholm auf seine Teilnahme in Amsterdam verzichtet.

    Ich finde es super, daß Levina an EiC in Amsterdam teilnahm und ich hoffe, es zahlt sich in Kiew auch aus.

  12. Douze Points

    10.04.2017 | 23:45

    Alles Relevante erfahren und beim Lesen mehrfach laut gelacht. Danke, Peter!

  13. Christian Harbich

    11.04.2017 | 00:02

    @Matty, Levina war ja nun bei allen wesentlichen PRE-ESC Events dabei – und offenbar konnte sie sich mehr und mehr steigern. Unmittelbar in Punkte umrechnen lässt sich das zwar nicht – ich finds aber trotzdem mehr als löblich dass sie alles mitgemacht hat. Als mehr oder weniger kompletter Neuling auf den Showbühnen kann ihr bisschen Erfahrung sammeln nur nutzen. Und in Kiev kennt man sich dann schon – ist dann alles etwas unverkrampfter und nimmt hoffentlich auch ein wenig den Druck weg. Es kann ja für D derzeit eh nur besser werden :-) – ich bin und bleibe zuversichtlich. Das gleich gilt übrigens auch für den Schnuckel Nathan dem ich ebenfalls fest die Daumen drücken werde.

  14. benne

    11.04.2017 | 07:04

    Gewagte Worte „.. nicht nur den Song Contest 2017 gewinnen wird, sondern dieses ESC Jahrzehnt mindestens so prägen wird wie „Euphoria“.
    .
    Und das bei Wettquoten von ~2,4 (also Siegwahrscheinlichkeit ~40%)
    .
    Der Hype in der Bubble lässt sich nicht 1:1 auf die vergleichsweise riesige Zuschauermenge, die das im Mai zum ersten Mal sehen wird, übertragen.
    Da könnte ein aufgedreht hüpfender Francesco neben einem tanzenden Gorilla schnell mal als verschreckend empfunden werden.
    .
    Ich sehe Italien auch als Favorit, aber nicht so eindeutig wie teilweise dargestellt.
    Klar wird auch das Musikvideo von einem fröhlichen Song häufiger geklickt.
    Eine Ballade von Salvador Sobral oder selbst die leichtere Kost von Kristian Kostov wird eben nicht nebenbei gehört.
    Und wenn Kristian seine gefühlvolle Stimme noch mit einem beeindruckendem Staging unterstützen kann (und dafür spricht auch das Musikvideo), dann sehe ich Francesco im Vergleich nicht mit 70:30 vorne.

  15. miramax09

    11.04.2017 | 07:17

    Erinnert mich extrem an letztes Jahr, wo ich mir eigentlich felsenfest sicher war, dass Sergej für Russland gewinnen wird. Letztendlich haben ihm dann die Juries einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bin gespannt, wie es dieses Jahr wird. Auf jeden Fall finde ich dieses Jahr viele Kandidaten sehr sympathisch, aber die Lieder größtenteils nicht so toll. Levina wird nicht letzte, mehr wage ich aber noch nicht zu prophezeien :-)

  16. Patrik Sanremo

    11.04.2017 | 09:24

    »Das ist ein Titel, der nicht nur den Song Contest 2017 gewinnen wird, sondern dieses ESC-Jahrzehnt mindestens so prägen wird wie Euphoria«, steht oben geschrieben. Deprimierend für alle anderen 42 Interpreten. Sie müssen nach Kiew, dort können sie noch Platz zwei erreichen. Könnte man somit Italien grad zum Sieger erklären und die ganze Show abblasen?

  17. kaspar

    11.04.2017 | 09:56

    @Cedric (T0mb0), @Yasi: Ich bin ESC-Fan und Claudia ist eine meiner Favoriten, also stimmt das wohl so :D

  18. Ansgar

    11.04.2017 | 10:06

    Da rutscht Francesco in einer Millisekunde das T-Shirt hoch und zack… PRINZ-Blog Aufmacherbild ;-)

  19. Nick

    11.04.2017 | 10:47

    Ich bin auf die Reaktionen gespannt, sollte Italien im Mai nicht gewinnen. Mich hat der Hype darum jetzt nicht so gepackt, also hat er die besten Voraussetzungen das er gewinnt (bis auf Conchita hab ich keinen der vergangen Sieger hervorgesehn und selbst da hielt ich es für unwahrscheinlich). Würde mich auch über Italien 2018 freuen, aber irgendwie würd ich einen Sieg trotzdem nicht als sicher abstempeln. Die Jurys können da ja aus Erfahrung noch für Überraschungen sorgen.

    Das Nathan mit seiner symphatischen Art so gut ankommt. Ich find er ist ein Typ der einfach zum ESC gehört. Wär schade wenn er wegen dem Lied nicht ins Finale kommen sollte.

  20. 4porcelli

    11.04.2017 | 12:13

    Schöne Zusammenfassung, danke; selbst als froßer ESC-Song glaube ich nicht, dass ich 36 Songs am selben Abend durchhalten könnte!
    @Daniel/Matty – wieso sollte Lindita aussergewöhnlich nuttig aussehen? Diese Art Kostumierung ist doh ein Markenzeichen vieler Sängerinnen aus den Balkanländern…
    @togravus – natürlich ist Francescos Auftritt kalkuliert und jeder Schritt durchkalkuliert. In gewisser Weise ist das ja ein Markenzeichen von Professionalität, dass jeder Schritt sitzt, dass man weiß, das alles funktioniert und der Performer sich auf seinen Song konzentrieren kann- siehe Mans, bei dem bis heute jede Bewegung bei Heroes exakt repliziert wird. Gegenbeispiele, bei denen man den Performern anmerkt, dass sie primär darauf fokussiert sind, ihre Tanzschritte nicht zu vergessen (bzw. im Falle Safuras, bloss nicht von der Treppe zu falllen) gibts ja genug…

  21. miramax09

    11.04.2017 | 13:01

    @Nick

    Ich bin da voll bei dir, Conchita war auch meine Siegesprognose… hätte ich doch nur gewettet – ich hätte viel Geld damit verdient. Meine Bekannten und Familie (aus Österreich) haben mich nur ausgelacht. Am Ende lachte (und weinte) dann ich ;-)

    Was Nathan betrifft, gebe ich dir auf der emotionalen Ebene auch recht. Als Person und Künstler hat er es durchaus verdient, ins Finale zu kommen. Aber die Juries bewerten weniger die Person, als vielmehr die Performance und nach persönlichem Musikgeschmack, und da wage ich zu bezweifeln, dass Nathan sehr gut dabei weg kommt. Man hat es auch letztes Jahr bei Zoe gut gemerkt., dass Persönlichkeit, Charisma und Co nicht über den Musikgeschmack der Juries stehen, wenn es um deren Entscheidung geht.

    Ich persönlich wünsche Nathan von Herzen den Finaleinzug, bezweifle es aber leider aus den genannten Gründen. Nathan hat, ähnlich wie Zoe letztes Jahr, eine „perfekte“ Persönlichkeit für das Event, aber das wird großartig dabei helfen, die Juries zu überzeugen. Und ganz so groß wie bei Zoe wird der Hype um Nathan bei den Televotern aber meiner Meinung nach nicht sein – leider.

  22. roxy

    11.04.2017 | 18:39

    Ich sehe weit und breit keine Konkurrenz für Italien. Ich denke, das Voting könnte langweilig werden….. außer Russland tritt doch noch auf und kann sich als Märtyrer inszenieren….

  23. Joe

    11.04.2017 | 21:32

    @roxy: Bei den allermeisten Juries wird das nicht ziehen. Denke ich doch mal.
    Den Hype um Francesco und Occidentalis Karma kann ich voll nachvollziehen und ich wiederhole nochmal meine Einschätzung, dass „Euphoria“ als beliebtester All-Time-ESC-Song dieses Jahr abgelöst wird :-)

  24. Bango

    12.04.2017 | 00:21

    Italien wird bei den Juries allerdings auch nicht in dem Maße „ziehen“ wie einige es hier erwarten. Ein landslide-Sieg im Televoting kann ich mir ja noch einigermaßen vorstellen, aber insgesamt wird es dann noch etwas spannender. Für Gabbani wird es einfach darauf ankommen, wie gut oder schlecht er tatsächlich bei den Juries ankommt – ein Platz 4 oder 5 kann da schon zu wenig sein, selbst wenn man das Televoting sicher gewinnt. Wenn ich ehrlich bin, würden mir auf Anhieb 3 Titel einfallen, bei denen ich davon ausgehe, dass sie von den Juries besser bewertet werden. (Schweden, Bulgarien, Australien,…). In der Regel fahren die Juries doch auf aufwendige Performances und/oder außergewöhnliche Stimmen ab – beides kann Italien so vermutlich nicht bieten.
    Das ist kein Hate-Kommentar oder ähnliches (Italien ist ebenfalls in meiner Top10) – Ich versuche es realistisch zu sehen.

  25. Jojo

    16.04.2017 | 22:52

    @BB : sehe ich auch so…Italien ist im Gegensatz zu den anderen Liedern totaler Rotz…hoffentlich gewinnt Italien nicht…

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