Eurovision Top 250: An Loreen kommt keiner vorbei

Probe Schweden Loreen Euphoria

Seit 2012 ist die ESC-Siegerin von Baku auf Platz 1 der Eurovision Top 250 – und war es auch bei der Ausgabe 2015 wieder, die an Silvester von der Website 12points.tv schrittweise veröffentlicht und bei ESC Radio gespielt wurde. Hinter Loreens „Euphoria“ hat sich aber viel verändert – selten waren die ersten Zehn so aktuell. Und: Höchstplatzierter Beitrag des Jahrgangs 2015 war nicht Monz! Hier unsere Analyse der Liste.

Die Hälfte der 10 Songs an der Spitze stammt aus dem Wiener ESC-Starterfeld. Unglaublich – das spricht für einen guten Jahrgang.

Nachdem im Vorjahr Conchita Wurst hinter ihren direkten ESC-Kontrahenten Common Linnets gelegen hatte, hat sich das nun umgedreht. „Rise Like a Phoenix“ erreichte Platz 2, „Calm After the Storm“ fiel von Rang 2 auf 4. Zwischen Conchita und das niederländische Countryduo schob sich der diesjährige Televoting-Gewinner „Grande amore“: Il Volo sind somit der höchste Neueinsteiger der Liste. Der tatsächliche ESC-Sieger Måns Zelmerlöw muss sich mit Platz 5 begnügen.

Weitere drei Neuzugänge vom ESC 2015 finden sich auf den Plätzen 7, 9 und 10: „Goodbye To Yesterday“, die Ballade „A Million Voices“ und „Rhythm Inside“. In den Top10 hielten sich nur die Wuchtballade „Quédate conmigo“ (Pastora Soler sank einen Platz von 5 auf 6) und der ESC-Klassiker „Waterloo“ (von 6 auf 8).

YouTube Preview ImagePastora Soler: Quédate conmigo (Platz 6)

Die Top 10 des Jahres 2015:

1. Loreen, Euphoria (Schweden 2012)
2. Conchita Wurst, Rise Like a Phoenix (Österreich 2014)
3. Il Volo, Grande amore (Italien 2015)
4. The Common Linnets, Calm After the Storm (Niederlande 2014)
5. Måns Zelmerlöw, Heroes (Schweden 2015)
6. Pastora Soler, Quédate conmigo (Spanien 2012)
7. Elina Born & Stig Rästa, Goodbye To Yesterday (Estland 2015)
8. ABBA, Waterloo (Schweden 1974)
9. Polina Gagarina, A Million Voices (Russland 2015)
10. Loic Nottet, Rhythm Inside (Belgien 2015)

Welche fünf Songs wurden damit aus den Top10 verdrängt? Den größten Sturz musste Anouk hinnehmen. Letztes Jahr war ihr „Birds“ noch auf Platz 7 – jetzt nur noch auf Rang 37. Um einige Plätze abwärts ging es aber auch für den 2009er-Sieger Alexander Rybak: „Fairytale“ fiel von Platz 4 auf 13.

Zwei weitere Siegersongs sind ebenfalls nicht mehr unter den besten Zehn: Emmelie de Forests „Only Teardrops“ rutschte von Platz 8 auf 12, Lenas „Satellite“ von Platz 9 auf 14 (damit bleibt der Song der höchstplatzierte deutsche ESC-Beitrag in der Liste). Und Sanna Nielsens „Undo“ war voriges Jahr noch auf Platz 10 und ist jetzt auf 11 zu finden.

YouTube Preview ImageIl Volo: Grande amore (Platz 3)

Schweden bleibt das Land mit den meisten Platzierungen in den Eurovision Top 250: Das Siegerland 2015 hat sogar zwei mehr als im Vorjahr und ist jetzt 17 mal gelistet. Neu dabei sind neben „Heroes“ auch „Stad i ljus“ (Platz 156) und „Diggi-loo, diggi-ley“ (189); zudem kehrte Malena Ernmans „La voix“ zurück (215). Zwei Schwedensongs sind rausgeflogen, nämlich „It hurts“ und „This is my life“.

Carola ist wieder mit allen drei Songs dabei – wobei „Främling“ immer noch der schlechtplatzierteste des Trios ist (214), am besten hält sich Invincible (Platz 111 nach 62 im Vorjahr); „Fångad av en stormvind“ liegt auf Platz 174.

YouTube Preview ImageTommy Körberg: Stad i ljus (Platz 156)

Die Länderliste hinter Schweden sieht wie folgt aus:

2. Italien (12 Lieder)
3. Frankreich (11 Lieder)
4. Griechenland, Israel, Italien, Niederlande (je 9 Lieder)
5. Deutschland (8 Lieder)

Ja, Deutschland hat ein wenig eingebüßt: Voriges Jahr waren noch 10 Songs „made in Germany“ in den Top 250. Ann Sophie hat sich mit „Black Smoke“ eingereiht (Platz 107), drei aus dem Vorjahr sind uns damit verloren gegangen: „Nur die Liebe lässt uns leben“, „Johnny Blue“ und „Wir geben ’ne Party“. Und einige Songs mussten kräftig Federn lassen: Joy Flemings Kultklassiker „Ein Lied kann eine Brücke sein“ stürzte von 85 auf 208, „Dschinghis Khan“ von 72 auf 149. Auch Nicoles „Ein bißchen Frieden“ sank von 123 auf 200. Dafür machte Roman Lob Boden gut („Standing Still“ von 203 hoch auf 138).

Österreich ist in der aktuellen Liste nur noch mit einem Lied vertreten, dem Siegertitel von Conchita Wurst. Letztes Jahr war Udo Jürgens mit „Merci Chérie“ noch unter den 250.

Die Schweiz verliert auch ein wenig. 4 Songs sind noch dabei, nach 5 vor einem Jahr. „Cool vibes“ machte einen Riesen-Sprung von 215 auf Platz 100, „Io senza te“ wäre dafür fast nicht mehr reingekommen (243) – und „Era stupendo“ von Paolo Meneguzzi ist jetzt schon raus.

YouTube Preview ImageVanilla Ninja: Cool Vibes (Platz 100)

Was sonst noch auffällt:

- Maltas Superstar Chiara hat keinen ihrer drei Songs in der Hitliste. Letztes Jahr war „Angel“ noch auf Platz 175. Die maltesische Flagge in der Liste trägt allein Gianluca Bezzina, sein „Tomorrow“ enterte die Charts auf Rang 209.

- Einige andere sind dagegen mit allen ihren ESC-Beiträgen in der Liste vertreten. Neben der schon erwähnten Carola sind das auch Gigliola Cinquetti („Non ho l’età“ auf 97, „Si“ auf 130), Lena (neben „Satellite“ auch „Taken By a Stranger“ auf Platz 114), Željko Joksimović („Lane moje“ auf 24, „Nije ljubav stvar“ auf 95) und Paula Seling & Ovi („Playing With Fire“ auf 109, „Miracle“ auf 196).

- Aserbaidschan ist ausgesprochen erfolgreich. Es hat von seinen bisher 8 ESC-Beiträgen sieben in den Top 250, nur das dröge „Start a Fire“ von 2014 ist nicht darunter.

- Von allen Ländern, die je beim ESC dabei waren, sind nur zwei nicht mit Liedern in der Liste vertreten: Andorra und Marokko. Australiens bisher einziger Titel „Tonight Again“ ist auf Platz 42 eingestiegen. Das nicht mehr existierende Jugoslawien ist nur mit dem Fan-Favoriten „Hajde da ludujemo“ von 1990 dabei, voriges Jahr stand der Siegersong „Rock me“ noch auf 65.

- Schock! „Congratulations“ von Cliff Richard, im vorigen Jahr noch auf Platz 67, ist komplett rausgefallen. Was ist da nur passiert??!?

- Die gleiche Frage stellt man sich auch angesichts mancher Merkwürdigkeiten in einer Liste, die angeblich die 250 besten Songs der ESC-Geschichte umfassen soll. Es lässt sich ja über manches streiten – aber: Was haben die unterirdischen Songs „Attention“ (Litauen 2014, Platz 127) und „Amar“ (Portugal 2005, Platz 132) – beides Neuzugänge – hier verloren??

YouTube Preview ImageTajci: Hajde da ludujemo (Platz 117)

Die erfolgreichsten Lieder der Jahrzehnte:

- Fünfziger (1956-1960): „Nel blu dipinto di blu“ (142)
- Sechziger: „Poupée de cire, poupée de son“ (63)
- Siebziger: „Waterloo“ (8)
- Achtziger: „Hold Me Now“ (21)
- Neunziger: „Nocturne“ (27)
- „Nuller“: „Fairytale“ (13)
- 2011-2015: „Euphoria“ (1)

Beim Blick auf die Verteilung der 250 Songs auf die verschiedenen Jahrzehnte zeigt sich ein interessanter Trend (in Klammern die Zahl bei der Top 250 vom Vorjahr):

- Zahl der Hits der Jahre 1956-1960: 1 (1)
- Zahl der Hits der Jahre 1961-1970: 8 (10)
- Zahl der Hits der Jahre 1971-1980: 15 (25)
- Zahl der Hits der Jahre 1981-1990: 17 (28)
- Zahl der Hits der Jahre 1991-2000: 37 (45)
- Zahl der Hits der Jahre 2001-2010: 67 (74)
- Zahl der Hits der Jahre ab 2011: 105 (67)

Von den 40 Songs des Jahrgangs 2015 sind 32 in die Liste gekommen, eine recht hohe Ausbeute. Zu den hochplatzierten Songs gehören (außerhalb der Top 10) unter anderen „A Monster Like Me“ (17), „Amanecer“ (22), „Love Injected“ (34) und die Partynummer „Golden Boy“ aus Israel (43). Überraschend schlecht platziert ist übrigens der andere Partysong, der in der Wiener Stadthalle gut ankam: „Beauty Never Lies“ von Bojana Stamenov schaffte es nur auf Platz 206.

Dagegen sind selbst Titel, die in Wien floppten, teils gut im Rennen, etwa „Unbroken“ aus Island (Platz 41) oder „Chain of Lights“ aus San Marino (73). Nicht dabei ist allerdings das Lied des Gastgebers, „I Am Yours“. Für mich überraschend weit oben: Elhaida Dani mit „I’m Alive“ (19).

Die Liste hat sich insgesamt verjüngt, da auch aus den Jahrgängen 2011-2014 ein paar Lieder neu hinzukamen.

Aber auch ältere Lieder, die im vergangenen Jahr nicht in den Top 250 waren, schafften es in die Liste: Für mich überraschend platzierten sich Raphael mit „Yo soy aquel“ aus dem Jahr 1966 (Platz 123) und „Humanahum“, Frankreichs Antikriegs-Beitrag 1981 (Platz 96), sowie „Give Me One Good Reason“ (Niederlande 1999, Platz 203). Schön, dass Anne-Marie David jetzt neben ihrem Siegertitel von 1973 auch ihr 79er-Chanson „Je suis l’enfant-soleil“ in die Liste brachte (238).

YouTube Preview ImageRaphael: Yo soy aquel (Platz 123)

YouTube Preview ImageJean Gabilou: Humanahum (Platz 96)

Dafür sind einige ältere Titel, die voriges Jahr neu reinkamen, schon wieder verschwunden („Go“, „Making Your Mind Up“, „Parlez-vous français?“).

Weitere Facts:

- Höchster Neueinsteiger, der nicht aus dem aktuellen Wien-Jahrgang stammt: „I Love Belarus“ von Anastasiya Vinnikova auf Platz 74.

- Aufsteiger des Jahres: Zwei Griechen machten in der Liste den größten Sprung nach vorn: Loukas Giorkas und Stereo Mike verbesserten sich um 170 Plätze, von 248 auf 78. Warum „Watch My Dance“ nun plötzlich so beliebt ist?!? Eine Achterbahnfahrt in den Top 250 erleben Ell & Nikki. Ihr Siegersong „Running Scared“ von Düsseldorf ist mal weit oben wie vor zwei Jahren (Platz 57), dann wieder weit hinten (letztes Jahr auf 212) und nun wieder vorn (Platz 81).

- Größter Loser des Jahres: Ein Klassiker verliert an Gewicht – „Desfolhada portuguesa“, das portugiesische Kultlied aus dem Jahrgang 1969, war voriges Jahr noch auf Platz 80 notiert, in diesem Jahr eröffnete der Song die Hitparade auf Rang 250. Interessant dabei: Voriges Jahr war Simone de Oliveira unsere Aufsteigerin des Jahres, weil sie einen Sprung von 233 auf 80 gemacht hatte. Noch ein Paternoster-Song in der Top250-Geschichte…

- Loser des Jahrgangs 2014: „Silent Storm“ von Carl Espen – der Norweger lag bei der Top250-Ausgabe vor einem Jahr noch auf Platz 147 und ist jetzt nicht mehr dabei. Dafür kamen aus dem Kopenhagen-Jahrgang gleich drei Songs erst jetzt dazu: neben dem schon erwähnten „Attention“ auch der dänische „Cliché Love Song“ (185) und „No Prejudice“ von Pollapönk aus Island (229).

- Und unser üblicher Blick auf die vier Siegertitel des Jahres 1969: Wie schon in den Top250-Ausgaben der Jahre 2013 und 2014 fehlten auch diesmal „Vivo cantando“ und „Boom Bang-a-bang“. Die französische Ballade „Un jour, un enfant“ verbesserte sich leicht (von 137 auf 125), und auch „De troubadour“ stieg weiter in der Fangunst (von 222 auf 178).

YouTube Preview ImageAnastasiya Vinnikova: I Love Belarus (Platz 74)

Seit 2007 rufen die Websites immer im November die ESC-Fans auf, ihre zehn Lieblingslieder der ESC-Geschichte zu nennen – bepunktet nach dem bekannten ESC-Schema von 1 bis 12 Punkten. Die bisherigen Sieger der Top 250:

2007: Monica Aspelund, „Lapponia“ (Finnland 1977)
2008: Danijela, „Neka mi ne svane“ (Kroatien 1998)
2009: Yohanna, „Is It True?“ (Island 2009)
2011: Željko Joksimović, Lane moje (Serbien & Montenegro 2004)
2012: Loreen, „Euphoria“ (Schweden 2012)
2013: Loreen, „Euphoria“ (Schweden 2012)
2014: Loreen, „Euphoria“ (Schweden 2012)
2015: Loreen, „Euphoria“ (Schweden 2012)

(„Lapponia“ ist mittlerweile gar nicht mehr unter den Top250…)

Hier gibt’s die gesamte Liste von Platz 250 bis zur Nummer 1 zum Anschauen:

YouTube Preview ImageDas Ranking

Die gesamte Liste ist auf der Website von ESC Radio und bei 12points.tv nachzulesen.

Unser Bericht über die Top 250 von 2014: Loreen bliebt das Maß aller Dinge

Unser Bericht über die Top 250 von 2013: „Euphoria“ bleibt ganz vorn!
Unser Bericht über die Top 250 von 2012: “Euphoria” lässt alle anderen ESC-Songs hinter sich
Unser Bericht über die Top 250 von 2011: Größter ESC-Hit heißt “Lane moje” 

Grand-Prix-Historie, Videoclips

40 Kommentare Kommentar schreiben

  1. DerJoe

    01.01.2016 | 09:44

    keine Überraschung an der Spitze, die Gesamtqualität der letzten beiden Jahrgänge war zwar, wie ich ich finde, durchaus beachtlich, aber der herausragende Song war eben nicht dabei, viellecht klappts ja nächstes Jahr mit der Ablöse
    Was mich nicht verwundert, ist, dass Island gut platziert ist. Der Song ist einfach klasse. Dass man den so verhunst auf die Bühne bringen kann, dass man im Halbfinale ausscheidet, war für mich der negative Höhepunkt 2015…
    https://www.youtube.com/watch?v=XvISyN5GRuw
    Ich kanns nur immer wieder posten, einfach die 2 hingesetzt und die Top5 wäre gesichert gewesen mMn

  2. Kontrapunkt

    01.01.2016 | 10:43

    Ich sage dazu nichts und mache einfach nur nen gepflegten und kräftigen Facepalm…

  3. kaspar

    01.01.2016 | 11:28

    @DerJoe: Ja… Oder wie im Vorentscheid mit den beiden Tänzerinnen. Aber schön, dass Maria Platz 41 erreict hat.
    Außerdem freue ich mich natürlich für Debrah und Morland mit ihrem 17., Pastora mit ihrem 6. und Greta und Jonsi mit ihrem 80. Platz – und insbesondere über die Top100-Platzierung von Birgit Oigemeel, die ich sonst nicht erwartet hätte. Die meisten unbedingt notwendigen Songs haben es geschafft; schade ist natürlich, dass Lena Valaitis’ “Johnny Blue” rausgefallen ist. Auch vermisse ich Eva Boto, Evelina Sasenko, Didrik Solli-Tangen, Regina, Wencke, Niamh mit “It’s For You”, Selma, Wind und Beathoven. Aber dennoch eine gute Ausbeute.

  4. togravus

    01.01.2016 | 12:23

    Der beste Song hat es wieder einmal nicht in die top 250 geschafft. LOL
    Frohes Neues Jahr!

  5. Manboy

    01.01.2016 | 12:23

    Wollte mir nochmal die Liste anschauen, aber der Link funktioniert nicht.
    Was haben denn Weißrussland 2014, San Marino 2015, Spanien 1966, Portugal 2005 und Litauen 2014 oder auch Portugal 2015 in der Top 250 verloren (außer den guten Geschmack vielleicht).
    Vermisse sehr Amina, J. Ursull, Lena Valeitis und Daniel mit Dzuli in der Rangliste.

    Ingesamt sind wieder die Classicer meiner Meinung stark unterrepräsentiert. Und das Grande Amore so gut ankommt, verstehe ich nicht.

  6. Nico

    01.01.2016 | 12:47

    - Schweden ist mir überrepräsentiert
    - Johnny Blue hätte ich auch noch schön gefunden…
    - schön, dass Zeljkos Titel beide unter den Top 100 sind
    - Start a Fire ist nicht dröge! :P Schade, dass der Song fehlt
    - dass Congratulations fehlt stört mich jetzt nicht sonderlich…
    - über die Platzierung von A Monster Like me freu ich mich… allderdings hätten für meinen Geschmack die beiden, sowie auch Aminata noch höher platziert sein können
    - schön dass Harel Skaat noch unter den Top 75 ist, wobei ich auch den höher platziert hätte
    - Elhaida Dani hatte einen guten Song, den sich live leider total verhauen hat… aber kann schon verstehen, wieso der sich so gut platziert hat und auch in Wien im Televote so gut war
    - schön, dass Watch my Dance einen Sprung nach vorne gemacht hat
    - schade, dass Running Scared einen nach vorne gemacht hat
    - ich hoffe die großen polnischen Songs der 90er sind noch dabei (konnte ich so schnell nciht finden), To nie ja und Ale jestem
    -Spanien 1966 find ich schön, dass das dabei ist
    - I Love Belarus hätte draußen bleiben können, ebenso Basim und Pollapönk
    - dass Lapponia fehlt, stört mich nicht, frage mich eh wie die das 2007 gewonnen hat…
    FAZIT: Insgesamt freu ich mich, dass viele Songs die mir gut gefallen, in der Liste vertreten sind, allerdings hätten der ein oder andere noch ergänzt werden können, sowie weiter oben platziert werden können… (Wo ist eigentlich Suus gelandet? Ich hoffe ebenfalls in den Top 50)

  7. togravus

    01.01.2016 | 12:58

    Ich denke, dass viele, die hier abstimmen, nur die Beiträge der letzten Jahre und eine Handvoll Klassiker kennen. Dann kommt ganz automatisch solch ein uninspiriertes Ranking dabei raus.

  8. deutscheland

    01.01.2016 | 14:37

    Immer wieder “Euphoria”… -.-
    Ich hoffe, dass ich im Dezember nicht vergesse, abzustimmen (anders als 2015), aber wahrscheinlich wird Loreen auch 2016 gewinnen.
    Schweden ist echt überrepräsentiert. “Heroes” auf Platz 5 ist für mich nicht nachvollziehbar. Platz 50 wäre völlig OK gewesen.
    Die betagten ESC-Fans haben wohl nicht abgestimmt, sonst würde die Top 10 eher nicht zur Hälfte (!) aus Wien-Beiträgen bestehen. Ich weiß schon, warum ich mir nie an Silvester die Top 250 gebe. Die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin ist Zumutung genug.

  9. Daniel

    01.01.2016 | 17:23

    Nachdem Vilija mit Attention es letztes Jahr leider nicht geschafft hat ist sie wenigstens dieses Jahr drin. Ob da wohl meine 8 Punkte geholfen haben?

  10. Inge Periotte

    01.01.2016 | 17:36

    “I love Belarus” in den All Time Top 250?!?!?!?!?!?!?!?!? Und dann noch auf Platz 74 und nicht mal auf 250?!?!?!!?
    Ich würde so ziemlich alles noch einigermaßen verstehen, den Social Network Song, 100% te ljubam, sogar die ollen weißrussichen Schmetterlinge, die österreichischen Schmetterlinge sowieso, selbst Sympathien für Finnland 2015 in dieser LIste könnte ich nachvollziehen, aber DAS DA?!?! Grad läuft “Happy You”, selbst diese Strickliesel-Party wäre hier besser platziert als “I love Belarus”!
    Ich versteht’s net!!!!
    @Manboy – wieso? Amina ist doch drin! Auf Platz 60 – inklusive meiner 12 Punkte :-)

  11. Inge Periotte

    01.01.2016 | 17:39

    @togravus
    Welcher ist denn der beste Song, der es nicht geschaftt hat?

  12. Manboy

    01.01.2016 | 18:38

    @Inge Periotte
    Das gibt es doch gar nicht…habe sie 2 mal verpasst (einmal gestern und heute im Schnelldurchlauf). Danke für den Hinweis und die 12 Punkte an Amina!!!

  13. Sora

    01.01.2016 | 19:48

    Ich bin hier wohl einer der wenigen der sich freut das Lieder wie “I Love Belarus” oder “Attention” in der Liste sind. Sind alle viel besser als einigr andere in den Top 10 (Grande Amore, Heroes und die beiden Lieder von Herr G:Son)
    Der Gewinner ist immernoch furchtbar xD
    Euphoria ist meiner Meinung nach eines der schlimmsten Lieder die jemals beim Esc waren.
    Freue mich das Unbroken so gut abgeschnitten hat nach Marías Flop in Wien ^^
    Mein Lieblingslied Only Teardrops hält sich gut, aber leider ist es aus den Top 10 geflogen :/

  14. Matthias

    01.01.2016 | 20:03

    So, der Link zur Liste ist jetzt repariert.
    .
    @ Nico: “To nie ja” ist auf Platz 50 zu finden. “Ale jestem” ist leider nicht drin.
    .
    Ansonsten stimme ich togravus und deutscheland zu: Es ist schade, dass die Liste vor allem vorn den Eindruck erwecken lässt, es habe vor dem Jahr 2000 keinen ESC gegeben. Darum auch mein Hinweis auf “Congratulations” – das ist neben “Nel blu…” und “Waterloo” ja wohl der Song, den man am stärksten mit dem ESC verbindet, auch außerhalb der Fankreise.

  15. die frage ist

    01.01.2016 | 20:17

    Werden da wirklich die Songs bewertet?

    Wenn ich mir das Ranking ansehe dann zeigt es eher wer oder was bei ESC Fans besonders beliebt ist. Gewinner ist in Wahrheit nicht Loreen oder Euphoria sondern eigentlich “Schweden”. Das ist ja auch schon anderen aufgefallen. Es ist eigentlich nur überraschend dass “Monz” nicht den Spitzenplatz einnimmt. Und dass auch die Fans von Conchita und Il Volo sich so gut gegen die schon klischeehafte Schwedenliebe der ESC Gemeinde behaupten können.

  16. deutscheland

    01.01.2016 | 22:26

    Danke an ESC Radio für die Liste, die ist echt Hammer. “Diva” nur auf Platz 62? Hallo? Die Skandalgirls auf Platz ZWEIHUNDERTNEUNUNDDREISSIG? WHAT? Bobbysocks auf der 246? Elhaida Dani unter den besten zwanzig? Ich kann nicht mehr!

  17. Nico

    01.01.2016 | 22:57

    @ Matthias: Danke für die Info, guter Platz für Edyta, schade für Anna-Maria Jopek.

    Zum zweiten Teil: Ich hätte auch nichts dagegen, wenn mehr der älteren Songs auch vertreten wären, allerdings fänd ich es auch schön, wenn nicht die vertreten sind, die am bekanntesten sind, sondern die, die gut klingen… und Congratulations (ist vlt Geschmackssache) mag ich einfach nicht, ich finde sogar Waterloo hoffnungslos überbewertet… Abba find ich großartig und die hatten viele tolle Songs, aber Waterloo ist einer der schwächeren find ich… vlt denk ich ja nächstes Jahr auch dran mit abzustimmen.. hab es nämlich auch vergessen

  18. Matt

    02.01.2016 | 00:38

    Sehr ausführlich analysiert, Daumen rauf (y) :-)

    Es gibt bei solchen Votings zwei wesentliche Mankos. Zum einen, dass der Voting-Eifer mit zunehmendem Alter abnimmt. Wer schon seit Jahrzehnten dabei ist, hat sich schon bei so vielen Gelegenheiten die Finger wund gevotet, dass der Elan kontinuierlich nachlässt. Die jüngsten Fans voten dagegen bedeutend engagierter. Und wer erst seit zehn, fünf oder drei Jahren ESC-Fan ist, hat in den meisten Fällen sicher andere „All-Time“ Favoriten als jemand, der schon seit zwanzig, dreißig Jahren ESC Fan ist – oder gar noch länger. Auf die Weise geraten die Klassiker unterm Strich ins Hintertreffen.

    Das zweite Manko ist die Tatsache, dass der ESC nicht in erster Linie ein Song Contest ist, auch wenn er so heißt. Vielen Fans geht es wesentlich darum, die Länder zu unterstützen, denen sie sich verbunden fühlen. Und das gilt für manche Nationalitäten stärker als für andere.

    Am besten man nimmt’s nicht allzu genau mit dem Ranking und betrachtet die Liste nur als eine Art Annäherung an das, was tatsächlich populär sind. Immerhin zeigen diese ‚Top 250‘ vieles an, was auch ähnliche Votings anderenorts ergeben. Ein perfektes und 100% repräsentatives Voting wird man ohnehin nie bekommen können.

  19. togravus

    02.01.2016 | 00:55

    @ Inge Periotte, wenn man mich fragt (was Du ja getan hast …), Portugal 1984. Das ist zwar nicht mein persönlicher Favorit (der Preis geht an Belgien 1968 …), aber mein Ergebnis, wenn ich mir objektive Faktoren anschaue: Komposition, Text, Vortrag, Stimme … und dann war da noch die beste Backgrundsängerin in der Geschichte des Wettbewerbs. Portugal 1984 ist der einzige Beitrag, an dem ich überhaupt nichts zu beanstanden finde, mit Ausnahme von Marias Kleiderwahl, aber wer interessiert sich bei einem Song Contest schon für die Garderobe? ;-)

  20. Tamara

    02.01.2016 | 01:28

    Erstmal frohes neues Jahr Euch allen!
    .
    Was die Liste angeht, so kann ich über meine Mitmenschen nur staunen. Ich hab mir nur mal die 2015er rausgepickt, da gibts genug zu gucken. Die in der Top Ten gehen samt und sonders in Ordnung, Guy und Aminata hätten beide gern noch dazustoßen können.
    .
    Aber dann: Elhaida Dani auf Platz 19? Da möchte ich mal sehen, wo die Stimmen herkamen. Die Dänen auf Platz 45 deutlich vor Nina Sublatti? Die San Marinesen auf Platz 73 VOR den Slowenen? Die Polin auf Platz 79? Bojana jenseits von 200? Amber, die auf Youtube der Fanwank schlechthin ist, gar nicht in der Liste?
    .
    UND PAOLO RAUS?!?! Und vom Rest meiner Top 20 auch nur noch 7 drin? HRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!

  21. Matthias

    02.01.2016 | 10:03

    @ togravus: Ja, für “Silencio e tanta gente” hatte ich auch gestimmt. Ein Brillant, der leider in den Top250 nicht leuchtete. :-(

  22. togravus

    02.01.2016 | 12:57

    @ Matthias, schön dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe.

  23. Nico

    02.01.2016 | 16:06

    @ togravus: Portugal 84 kannte ich bisher noch gar nicht! Aber gefällt mir ausgesprochen gut, danke für den Anstoß :)

  24. togravus

    02.01.2016 | 17:44

    @ Nico, gerne geschehen. Es bereitet mir immer Freude, ein bisschen Werbung für die unbekannten Perlen zu machen, die unter der schwedischen Plastikware verschüttet liegen. Ich denke generell, dass der schwedische ESC-Ansatz der Qualität des Contests den größten Schaden zugefügt hat. Ich habe auch nie verstanden, warum die Juries solch fürchterlichen Machwerken wie SWE84 oder SWE91 auf den Leim gegangen sind … So jetzt habe ich es gesagt … LOL

  25. Nico

    02.01.2016 | 19:12

    @ togravus: Super, bin immer offen unbekannte Perlen zu entdecken, also immer her damit ;)

  26. Matthias

    02.01.2016 | 23:17

    Die Zuschauer waren den Schweden 2015 ja auch nicht auf den Leim gegangen… ;-)

  27. Matthias

    02.01.2016 | 23:21

    Ich finde ja auch Belgien 1978 ganz groß. Live war Jean Vallée nicht so doll, aber die Studioversion ist toll:
    https://www.youtube.com/watch?v=Vb4I0Ursb2w

  28. togravus

    02.01.2016 | 23:36

    @ Matthias, es gibt so viele tolle ältere Beiträge, die viele Fans nicht kennen. Ich nenne hier mal SWE67, um zu zeigen, dass es auch schwedische Beiträge gibt, die ich liebe. (Leider hat keiner davon was gerissen … LOL) Deshalb fände ich auch ein Best of 50s+60s oder Best of 70s Spiel schön.

  29. Matthias

    02.01.2016 | 23:48

    Drei weitere schöne Songs, die in den Top250 fehlten:
    - “Ze rak sport”, Dafna Dekel, Israel 1992
    https://www.youtube.com/watch?v=Brcxkjdz1gM
    (ein tolles Gute-Laune-Lied)
    .
    - “Ne mogu skriti svoj bol”, Ambasadori, Jugoslawien 1976
    https://www.youtube.com/watch?v=Kq6v9bfDWng
    .
    und dann doch noch was Schwedisches ;-)
    “Som en dröm”, Östen Warnerbring, 1967
    https://www.youtube.com/watch?v=2C4_oOhy7Ak

  30. Matthias

    02.01.2016 | 23:49

    Haha… während ich noch an meinem Kommentar schrieb und den Link zu Östen Warnerbring suchte, hast du schon SWE67 genannt. :-)

  31. togravus

    03.01.2016 | 00:22

    @ Matthias, Seelenverwandtschaft. :-)
    Und “Ne mogu skriti svoj bol” ist der Lieblingsbeitrag eines meiner besten Kumpel auf EurovisionTimes. Leider bin ich mit dem Beitrag schon in der ersten Runde des Best Bottom Song-Spiels ausgeschieden … gegen SLO96.

  32. Matthias

    03.01.2016 | 00:36

    Dann schiebe ich Massimo Ranieri hinterher. Man schaut ihm gern beim Singen zu (*zwinker*) und “Chi sarà” klingt so unglaublich klischee-italienisch, italienischer geht’s nimmer:
    https://www.youtube.com/watch?v=VbG60n3OsJ0

  33. togravus

    03.01.2016 | 00:40

    Hier noch ein Lied aus den 70ern, das m. E. in die top 250 gehört: https://www.youtube.com/watch?v=L6kFA-AZY8E

  34. togravus

    03.01.2016 | 00:41

    Massimo Ranieri war fantastisch. Seine Lieder waren beide gut, aber er hätte noch besseres Material verdient gehabt.

  35. togravus

    03.01.2016 | 00:46

    Und auch aus den 90ern fehlen einige der besten Beiträge. Wo sind FRA90, FRA92, CYP92 und SLO97???

  36. Matthias

    03.01.2016 | 01:05

    Aus den 90ern fehlen definitiv “Ale jestem” und “Kinek mondjam el vétkeimet”.

  37. togravus

    03.01.2016 | 01:07

    @ Matthias, ja, die auch, aber immerhin haben es POL und POR96 geschafft.
    Goodnight (die Waltons grüßen …). Schlaf gut!

  38. Nico

    03.01.2016 | 17:02

    Schöne Songs, die ihr da gepostet habt! Dafna mochte ich schon immer sehr gerne und dass Cyp 92 nicht dabei ist, aber Cyp 94 wundert mich nun doch… ich dachte Cyp 92 sei das bekanntere und beliebtere… ich finde beide super. Insgesamt klingen die alten Beiträge oftmals irgendwie hochwertiger musikalisch gesehen…

  39. Matthias

    03.01.2016 | 22:35

    Ich mag CYP94 lieber als CYP92.

  40. togravus

    03.01.2016 | 22:48

    Ich mag beide Evridiki-Beiträge sehr. :-)

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