Deutschland

Tragischer Auslöser für ersten “Unser Star für Oslo”-Aufmacher in der “Bild”-Zeitung

Eigentlich ist man geneigt zu sagen: Endlich! „Unser Star für Oslo“ hat es auf die Titelseite der „Bild“-Zeitung geschafft. Leider ist der Grund dafür tragisch und peinlich zugleich.

Bild-Zeitung 2

Einer der „Unser Star für Oslo“-Kandidaten, Bobby Donner, ist im Alter von nur 33 Jahren überraschend in Bangkok an einem Herzinfarkt gestorben. Wie die „Bild“-Zeitung die Mutter des Verstorbenen zitiert, war dieser kerngesund. Ein tragischer Tod, der eigentlich keinen Bericht in der Boulevardzeitung verdient hätte.

Wäre es nicht so, dass Bobby Donner bei seinem Casting-Video für USFO einen peinlichen Auftritt hingelegt hätte. Das wurde von Pro Sieben im schlimmsten „Deutschland sucht den Superstar“-Stil ausgeschlachtet: Das Video wurde mit hämischen Kommentaren unterlegt. Als ob das nicht schon peinlich genug wäre, war das Video auch nach dem Tod des Kandidaten auf der Website von „Unser Star für Oslo“ zu sehen.

Nun, so etwas kann passieren. Wie soll auch die Redaktion von USFO das Schicksal aller 4.500 Kandidaten im Blick behalten? Allerdings gibt es die „Bild“ und ihren Reporter Mark Pittelkau, der auch gern beim Eurovision Song Contest für die Zeitung nach Skandalen und Skandälchen sucht. Dieser schlachtete in klassischer Manier den Faux Pas aus – und lieferte der Sendung nun also den ersten Aufmacher.

Möglicherweise wird „Unser Star für Oslo“ von der Schlagzeile sogar profitieren – schließlich ist heute Halbfinale und die Quoten zeigen bisher nicht wirklich nach oben. Da kann Publicity helfen. Aber will man solche Publicity für ein Fernsehformat, das sich eigentlich von DSDS abheben will?

Ob diese zweifelhafte kostenlose Promotion der Quote am Ende geholfen hat, wissen wir dann morgen.

Rückblick: 2010 Oslo

3 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Jan

    10.03.2010 | 09:34

    …. und heute geht es weiter mit „Ich hörte meinen Sohn am Telefon sterben“.

    Interessiert das wirklich jemanden? Der Typ war doch so gut wie völlig unbekannt!

  2. Douze Points

    10.03.2010 | 10:56

    Nix los auf dem Boulevard

    Wie ich hörte, können sich Bild und Raab nicht riechen. Außerdem hat Springer keine Aktien mehr an der ProSiebenSat.1-Gruppe. Ergo: Kein Grund für Crossmarketing.

    Bleibt das eizige Fazit: Auf dem Boulevard ist derzeit nix los. Da wird diese Petitesse, so tragisch wie sie ist, ohne Ende aufgeblasen.

  3. Matthias

    11.03.2010 | 13:23

    Sehr empfehlenswert: Stefan Niggemeier auf bildblog.de über diese lächerliche Aufmacher-Geschichte der BILD über einen Castingtypen, den (so gut wie) keiner kannte:

    http://www.bildblog.de/16996/der-tote-grand-prix-kandidat-von-seite-1/

Kommentar schreiben