Ewige ESC-Semifinalbilanz: Underdogs holen auf

Bulgarien, Portugal, Belgien – viele Länder mit negativer Semifinalhistorie haben durch die Qualifikation fürs Finale 2017 ihre ESC-Bilanz verbessert. Auch die klassischen Immerwinner blieben stabil. Unsere Komplettübersicht benennt Erfolgsserien und Krisenländer.

Kristian Kostov freute sich über Rang 2 und das beste bulgarische Ergebnis aller Zeiten, erst zum dritten Mal (in 11 Versuchen) hatte sich das Balkanland überhaupt fürs Finale qualifiziert – und sein Semifinale auch noch gewonnen. So wie Bulgarien haben auch Polen, Portugal, Belgien, die Niederlande und Weißrussland mitunter deutlich negative Semi-Bilanzen, die nun ein klein wenig freundlicher aussehen.

Alle nicht-englischen Beiträge erreichten das Finale, so auch das Happy Duo aus Minsk.

Bei den TopTen der Semi-Cracks gab es in diesem Jahr keinen Ausfall, Rumänien, Aserbaidschan und Australien behielten ihre makellose Weste ebenso wie die Ukraine (als Gastgeber ohnehin im Finale) und Russland (aus bekannten Gründen nicht angetreten). Die erfolgreichsten Länder, die im Semifinale kleben blieben, waren diesmal Georgien und Serbien.

Dank reformierter Vorentscheidung A Dal mittlerweile eine echte ESC-Größe: Ungarn

Neben den Immerwimmern den größten Winning Streak hat Ungarn, dass sich dank Joci Pápai zum siebten Mal nacheinander qualifizierte. Auf der Erfolgswelle ritten auch Armenien und Schweden (fünf mal nacheinander qualifiziert), Polen (vier Mal in Folge) sowie Israel, Belgien und Zypern (drei Mal in Folge). Moldawien drehte seinen Negativtrend und qualifizierte sich nach drei Pleiten erstmals wieder fürs Finale.

Belgien hat den Bogen ganz offensichtlich raus

In der Semi-Krise stecken dagegen San Marino, Finnland, die Schweiz und Island, die zum dritten Mal in Folge scheiterten. Irland verzeichnete die vierte Pleite in Folge und für Mazedonien hieß es bereits zum fünften Mal nacheinander frühzeitig Adieu.

Nur ein Punkt und die siebte Pleite im achten Anlauf für San Marino.

 

Hier und hier sind die Ergebnisse der Halbfinals des ESC 2017 veröffentlicht. Und hier die komplette Übersicht der ewigen Semifinalbilanz:

Grün = verbesserte Quote, rot = verschlechterte Quote, grau = gleichbleibende Quote
Erfolgsquoten (in Prozent): Halbfinale überstanden – im Halbfinale ausgeschieden:

100% (10 von 10) Ukraine
(2004, 06, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 16)
100% (9 von 9) Russland
(2006, 08, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16)
100% (10 von 10) Rumänien
(2005, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17)
100% (9 von 9) Aserbaidschan
(2008, 09, 10, 11, 13, 14, 15, 16, 17)
100% (2 von 2) Australien
(2016, 17)

91% (10 von 11) Griechenland
(2004, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17 – out: 16)

90% (9 von 10) Armenien
(2006, 08, 09, 10, 13, 14, 15, 16, 17 – out: 11)

89% (8 von 9) Schweden
(2006, 08, 09, 11, 12, 14, 15, 17 – out: 10)

88% (7 von 8) Bosnien-Herzegowina
(2004, 06, 08, 09, 10, 11, 12 – out: 16)

86% (6 von 7) Türkei
(2006, 07, 08, 09, 10, 12 – out: 11)

82% (9 von 11) Ungarn
(2005, 07, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 – out: 08, 09)

73% (8 von 11) Norwegen
(2005, 09, 09, 12, 13, 14, 15, 17 – out: 07, 11, 16)

70% (7 von 10) Georgien
(2007, 08, 10, 11, 13, 15, 16 – out: 12, 14, 17)
70% (7 von 10) Serbien
(2004, 07, 10, 11, 12, 15, 16 – out: 09, 13, 17)

67% (8 von 12) Moldawien
(2005, 07, 09, 10, 11, 12, 13, 17 – out: 08, 14, 15, 16)
67% (8 von 12) Dänemark
(2005, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 17 – out: 04, 07, 15, 16)

55% (6 von 11) Kroatien
(2004, 05, 08, 09, 16, 17 – out: 07, 10, 11, 12, 13)

54% (7 von 13) Israel
(2005, 08, 09, 10, 15, 16, 17 – out: 04, 07, 11, 12, 13, 14)

54%
(7 von 13) Litauen
(2006, 09, 11, 12, 13, 15, 16 – out: 04, 05, 08, 10, 14, 17)
54% (7 von 13) Island
(2008, 09, 10, 11, 12, 13, 14 – out: 05, 06, 07, 15, 16, 17)

50% (4 von 8) Österreich
(2011, 14, 16, 17 – out: 05, 07, 12, 13)
50% (6 von 12) Zypern
(2004, 10, 12, 15, 16, 17 – out: 06, 07, 08, 09, 11, 13)
50% (6 von 12) Malta
(2004, 09, 12, 13, 14, 16 – out: 07, 08, 10, 11, 15, 17)

46% (5 von 11) Polen
(2008, 14, 15, 16, 17 – out: 05, 06, 07, 09, 10, 11)
46% (6 von 13) Albanien
(2004, 08, 09, 10, 12, 15 – out: 06, 07, 11, 13, 14, 16, 17)
46% (6 von 13) Finnland
(2006, 08 , 09, 11, 13, 14 – out: 04, 05, 10, 12, 15, 16, 17)

42% (5 von 12) Irland
(2006, 10, 11, 12, 13 – out: 05, 08, 09, 14, 15, 16, 17)

38% (5 von 13) Belgien
(2010, 13, 15, 16, 17 – out: 05, 06, 07, 08, 09, 11, 12, 14)
38%
(5 von 13) Lettland
(2008, 07, 05, 15, 16 – out: 04, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 17)

36% (5 von 14) Weißrussland
(2007, 10, 13, 14, 17 – out: 04, 05, 06, 08, 09, 11, 12, 15, 16)
36% (5 von 14) Niederlande
(2004, 13, 14, 16, 17 – out: 05, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 15)
36% (5 von 14) Estland
(2009, 11, 12, 13, 15 – out: 04, 05, 06, 07, 08, 10, 14, 16, 17)
36% (5 von 14) Mazedonien
(2004, 05, 06, 07, 12 – out: 08, 09, 10, 11, 13, 14, 15, 16, 17)

33% (4 von 12) Portugal
(2008, 09, 10, 17 – out: 04, 05, 06, 07, 11, 12, 14, 15)

29% (4 von 14) Slowenien
(2007, 11, 14, 15 – out: 04, 05, 06, 08, 09, 10, 12, 13, 16, 17)

27% (3 von 11) Bulgarien
(2007, 16, 17 – out: 05, 06, 08, 09, 10, 11, 12, 13)

23% (3 von 13) Schweiz
(2005, 11, 14 – out: 04, 07, 08, 09, 10, 12, 13, 15, 16, 17)

22% (2 von 9) Montenegro
(2014, 15 – out: 2007, 08, 09, 12, 13, 16, 17)

17% (1 von 6) Tschechien
(2016 – out: 07, 08, 09, 15, 17)

13% (1 von 8) San Marino
(2014 – out: 08, 11, 12, 13, 15, 16, 17)

0% (0 von 3) Monaco
(out: 2004, 05, 06)
0% (0 von 4) Slowakei
(out: 2009, 10, 11, 12)
0% (0 von 6) Andorra
(out: 2004, 05, 06, 07, 08, 09)

 

Nicht in dieser Liste stehen diejenigen Länder, die sich nicht für das ESC-Finale qualifizieren müssen: Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland.

Hintergrund: Zu berücksichtigen ist, dass es in den Jahren 2004 bis 2007 nur ein Halbfinale gab; jeweils zehn Titel qualifizierten sich für das Finale, für das neben dem Vorjahressieger und den damaligen Big 4 auch weitere 10 beste Länder des Vorjahres gesetzt waren. Seit Belgrad 2008 gibt es zwei Halbfinals, in denen alle Teilnehmer abgesehen von den Big4 (bzw. seit 2011 Big5 mit Italien) und dem Vorjahressieger antreten müssen. Insgesamt 20 Finalplätze werden über die beiden Halbfinals vergeben.

Bis einschließlich 2007 galt reines Televoting, die Fachjury war eine reine Backup-Jury, deren Stimmen nur gezählt wurden, falls sich ein technisches Problem ereignete. Seit 2010 entscheidet die Fachjury neben dem Televoting zu 50 Prozent über die Qualifikation, in den Jahren 2008 und 2009 wurde jeweils ein Titel pro Halbfinale durch die Fachjury für das Finale bestimmt (der von der Jury am besten gepunktete Beitrag, der sich nicht unter den Top9 des Televotings befand). Seit 2010 wurden beide Komponenten in einem Voting kombiniert, seit 2016 werden beide Komponenten eigenständig gezählt.

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40 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Little Imp

    16.05.2017 | 17:23

    Vielleicht erwähnenswert, dass nicht nur Portugal und Bulgarien, sondern auch Moldawien sein bestes Ergebnis seit jeher einfuhr. Und das alles in einem Jahr! Beim ESC scheint wieder alles möglich zu sein!

  2. Patsch

    16.05.2017 | 17:53

    Nach dem alten Verfahren (bis 2015) hätte sich übrigens Serbien statt Dänemark qualifiziert. Hier ist meine Berechnung:

    Erstes Halbfinale:
    Pkt Pl Land
    121 3 SE
    45 11 GE
    76 7 AU
    43 12 AL
    97 4 BE
    23 15 ME
    38 13 FI
    78 6 AZ
    208 1 PT
    53 9 GR
    46 10 PL
    168 2 MD
    22 16 IS
    31 14 CZ
    80 5 CY
    70 8 AM
    13 17 SI
    6 18 LV

    Zweites Halbfinale:
    Pkt Pl Land
    44 10 RS
    67 8 AT
    35 11 MK
    8 17 MT
    98 6 RO
    114 3 NL
    133 2 HU
    33 13 DK
    34 12 IE
    0 18 SM
    78 7 HR
    99 5 NO
    33 13 CH
    53 9 BY
    224 1 BG
    24 16 LT
    32 15 EE
    109 4 IL

  3. flo

    16.05.2017 | 20:07

    Auch interessant: Bulgarien hat einen Semi-Rekord aufgestellt… Sie holten im 2. Semi 93% der möglich erreichbaren Punkte. Das schaffte noch keiner zuvor.

  4. Realest

    16.05.2017 | 20:28

    Ich denke, dass in den nächsten 4-5 Jahren mindestens Belgien oder Bulgarien einmal gewinnen wird.

  5. flo

    16.05.2017 | 21:26

    Ja Belgien und Bulgarien sind auf jeden Fall die neuen Aufsteiger und Großmächte der letzten Jahre, die haben echt den Turnaround geschafft. Hingegen ist die Äre von Griechenland und Azerbajan vorbei… Bei letzterem macht sich wohl bemerkbar, dass man jetzt eben die Juries nicht mehr so offensitchtlich bestechen kann…

  6. Branko

    16.05.2017 | 21:35

    Stimmt es eigentlich, dass das genaue ausführliche aufgeschlüsselte Ergebnis vom ESC 2013 nicht bekanntgegeben würde?

  7. kaspar

    16.05.2017 | 21:49

    Also ich komme bei Tschechien eher auf 14%…

  8. Matty

    16.05.2017 | 21:52

    Australiens Song war in diesem Jahr schwach und es überrascht, daß er am Ende sich für das Finale qualifizierte. Bulgarien hat bewiesen, daß man auch mit einem belanglosen Titel ein Halbfinale gewinnen kann und frage mich, ob das auch dann der Fall gewesen wäre, wenn Rußland auf seine Teilnahme nicht verzichtet hätte.

  9. OLiver

    16.05.2017 | 22:10

    @Kaspar: 1 von 6 sind gerundet 17%. Wir hatten zunächst falsch 1 von 7 stehen, das wären 14%. Wird dann wohl womöglich 2018 der Fall sein…

  10. Realest

    16.05.2017 | 22:11

    Matty Alter, wie oft willst du noch schreiben, dass du den Bulgarien schlecht findest? Wir habens langsam verstanden… Wie verbittert kann man nur sein?

  11. Ruhrpottler

    16.05.2017 | 22:18

    Was ist schlimmer?
    -> Wenn man 3x in Folge es nicht ins Finale schafft.
    -> Wenn man 3x in Folge den letzten Platz belegt.
    Ich denke, dass sich die Fans aus Irland, Finnland, der Schweiz, Island und Mazedonien genau so traurig fühlen, aber die blamieren sich ja weniger, weil zusammen mit ihnen fliegen 7 weitere Länder raus. Im Finale hat ein letzter Platz eine stärker runterziehende Wirkung. Ich wünsche mir eine Abschaffung der Big5 und dass in jedem Semi dann 13 statt 10 durch kommen.

  12. Matty

    16.05.2017 | 22:36

    @Ruhrpottler

    Mir wäre es lieber, wenn man das Teilnehmerfeld von 26 auf 16 Nationen verkleinern würde und aus den Halbfinals nur noch die besten Fünf dann ins Finale kommen.

  13. Rainer1

    16.05.2017 | 23:00

    @ruhrpottler, die fans in der der schweiz sind, nachdem man die platzierung gesehrn hat, gar nicht mal so traurig. Und nach den o. g. prozenten müssten wir ja nächstes jahr mal wieder im final sein.

  14. Inger Johanne

    16.05.2017 | 23:09

    @Realest: Ich stimme dir zu, dass penetrantes (auch subtiles) Bashing eines Beitrags höchstnervig ist, aber dennoch hat Matty durchaus recht mit der Beobachtung, dass Bulgarien vom Rückzug Russlands profitiert haben kann. Schließlich haben jede Menge russische Stimmen in Europa ein Ziel gesucht, und Kristian Kostov als Moskowiter hat dieses Ziel geboten. Und zwar mit einem Beitrag, den auch viele nicht-russische Zuschauer attraktiv fanden – sonst hätte das natürlich nicht geklappt mit dem hervorragenden Ergebnis. Ich gehe davon aus, dass er so oder so gut abgeschnitten hätte, aber wenn er mit einem „echten“ russischen Beitrag hätte konkurrieren müssen, auch mit einem so schwachen wie „Flame is Burning“, hätten ihm hier und da vermutlich schon ein paar Stimmen gefehlt.

  15. Realest

    16.05.2017 | 23:19

    Klar, hätte der Bulgare nur 10 statt 12 Punkte von der weißrussischen Jury + Zuhörerschaft bekommen etc…und von den russischen juries und zuschauer wiederum ca. 12-18 punkte mehr aber mir geht es darum, dass ich in jedem thread der auch nur annähernd was mit bulgarien zu tun hat, seine negativen gegen den Jungen Mann lesen muss. Irgendwann mal hat es dann auch jeder verstanden..

  16. Bonello

    17.05.2017 | 01:56

    @Branko, ja. Mich würde aber auch mal interessieren wie das Ergebnis von Jury & Televoting in Punkten ausgesehen hätte. Das Ranking ist ja nichtssagend. Gibt es dazu keine Gerüchte oder ist jemand ein PC Experte der die Daten vom Server der ebu veröffentlichen kann ;P

  17. Bonello

    17.05.2017 | 01:57

    Wie schnitt Levina eigentlich in den Preshows von Schweden, Finnland etc ab? Dieses Jahr gab es keinen Beitrag dazu

  18. melodifestivalenfan

    17.05.2017 | 05:46

    @Bonello
    In Finnland bei yle “ de Eurovisa “ hatte Levina im 3/3 Abschnitt den drittletzten Platz mit insgesamt 15 Punkten vor Kroatien und San Marino. In Schweden gab es in diesem Jahr keine Sendung dazu, wie den vergangenen Jahren.

  19. Matty

    17.05.2017 | 09:37

    @melodifestivalenfan

    Letztes Jahr gab es doch eine Sendung in Schweden „Inför Eurovision“ oder wie die sich nennt! Da hatten die „Experten“ doch Jamie-Lee auf den letzten Platz gesetzt!

  20. Frederic

    17.05.2017 | 10:23

    So sehr ich Bulgarien den Erfolg gönne, missfallen mir die naheliegenden Erklärungen dafür: Diaspora-Voting und die internationale Komponisten-Industrie. Da kann man fast schon von Glück reden, dass Mazedonien und vor allem Serbien damit auf den Bauch gefallen sind.

    Australien ist mir nach wie vor willkommen und ich hoffe, dass sie nächstes Jahr wieder einen Song dabei haben, der nicht nur von den Jurys getragen wird (aber klar: immer noch besser als Deutschland …).

    Armenien und Aserbaidschan hatten immerhin _relativ_ eigenständiges Material im Angebot und sind damit auch nicht allzu schlecht weggekommen – ohne ihr gegenseitiges Anti-Voting könnten sie sogar noch erfolgreicher sein …

  21. Realest

    17.05.2017 | 11:22

    Nicht ganz. Laut Iveta wurde „skeletons“ ihr im vorherigen Jahr schon zugesendet.

  22. Yasi

    17.05.2017 | 11:49

    @Patsch: Nein, die Schweiz hätte sich statt Dänemark qualifiziert, nicht Serbien.

  23. Frederic

    17.05.2017 | 12:35

    @Realtest
    Hatte ich auch gesehen, aber Äußerungen einer Armenierin zu Aserbaidschans Beitrag finde ich nur sehr bedingt vertrauenswürdig. Zumal mir nicht einleuchtet, warum eine aserbaidschanische Komposition (mit Text von der bisher weitgehend AZE-loyalen Sandra Bjurman) nun gerade einer Flaggen-Schwenkerin wie Mukuchyan angeboten werden sollte.

  24. Realest

    17.05.2017 | 12:39

    Frederic, du musst denken der Song wurde Iveta im Februar, 3 Monate vor der Karabachflagge, geschickt.

  25. Patsch

    17.05.2017 | 13:17

    @Yasi,
    wie kommst du auf die Schweiz?

  26. Frederic

    17.05.2017 | 13:23

    Aber fändest Du es nicht zumindest merkwürdig, wenn ein angesehner Komponist Azerbaidschans seinen Song einer armenischen Künstlerin anbietet, womöglich um damit für Armenien beim ESC anzutreten (Building Bridges, oder wie;)?

  27. Frederic

    17.05.2017 | 13:24

    Sorry, galt natürlich Realest (sorry auch für den Verschreiber).

  28. Yasi

    17.05.2017 | 13:36

    @Patsch: Hab’s im Internet gesehen.

  29. Patsch

    17.05.2017 | 13:59

    @Yasi
    Ich glaube, du meinst das: „Switzerland finished 10th on the televote with 49 points and 11th with the juries on 48 points.“
    Aber kombiniert nach dem alten System hätte sich Serbien qualifiziert, ich habe es schließlich mühsam nachgerechnet ;)

  30. melodifestivalenfan

    17.05.2017 | 14:49

    @matt
    Ja, im letzten Jahr und den Jahren davor gab es „Inför Eurovision“. In diesem Jahr nicht mehr. Ich habe das auch immer gerne gesehen und wardeshalb sehr enttäuscht, als die Absage der Sendung von svt bekannt gegeben wurde.

  31. melodifestivalenfan

    17.05.2017 | 14:50

    @matty soll das natürlich heißen.

  32. Klaus

    17.05.2017 | 17:09

    Ich finde es super das Österreich 4 mal in Folge im Finale war „inklusive Esc in Wien “ ihr hoffe der Erfolgskurs
    geht weiter aufwärts

  33. Cursha

    17.05.2017 | 20:34

    Also ich wäre ja auch dafür, dass die Big5 alle ins Halbfinale müssen und nur der Gastgeber ist automatisch im Finale. Dann kommen aus beiden jeweils 12 weiter und man hat im Finale immer 25 Nationen. Ich werte schon seit Jahren so und schick die Big5 immer in das Halbfinale, indem sie Abstimmen. Dann sähe es bei mir wie folgt aus:
    Italien 7 von 7 (100%)
    Frankreich 9 von 14 (64%)
    Spanien 7 von 14 (50%)
    Vereinigtes Königreich 6 von 14 (43%)
    Deutschland 7 von 14 (50%) inklusive Düsseldorf

    Damit haben deutlich mehr kleinere Staaten die Chance weiter zu kommen.

  34. Matty

    17.05.2017 | 21:14

    @Cursha

    Das ist auch genau das, was die Türkei will, wenn es um ihre Rückkehr zu dem ESC geht!

  35. Cedric (T0mb0)

    17.05.2017 | 22:07

    Wenn die Big5 ins Semi müssten, würden sie mit Sicherheit weniger Geld zahlen und es kommen bei Weitem nicht so geile Shows zustande wie in den letzten Jahren. Außerdem wird in keinem der Big5 Länder auch nur die Hälfte der Leute das Finale sehen, wenn sich ihr Land nicht qualifiziert.

    Es hat schon seinen Grund, warum es die Big5 gibt und sie sollen (und werden) auch beibehalten werden!

  36. Jorge

    17.05.2017 | 22:51

    Die Türkei will überhaupt nicht in den ESC. Wie schräg ist war die Begründung bitte, sich nach einem siebten Platz wegen angeblicher Benachteiligung durch Jurys zurückzuzehen? Das hat ganz andere Gründe.

    @ Cedric (T0mb0): Genau. Der Vorteil für die anderen Länder und den ESC als Gesamtkonzept überwiegt und deshalb gibt es aus den gescheiterten Ländern kaum Protest dagegen und der Ärger ist eine reine Fandiskussion. Es wird hier oft vergessen, dass dadurch überhaupt nur diverse rabattierte Teilnahmen von sonst insolventen Ländern möglich wird. Portugal hat als Ausrichter ja auch ein Interesse an der finanziellen Zuwendung und daran, die Show-Sponsoren über die Finalsendung in den Big5-Ländern präsentieren können.

  37. Realest

    17.05.2017 | 23:32

    Die Jurys waren schon einer der Gründe. War ja auch 2011, dass die Türkei wegen den Jurys ausgerechnet das Finale hier in Düsseldorf verpasst hat. Aber auch der Big5-Status war ein Problem. Den Sarg zugemacht hat natürlich der Sieg Conchitas..

    Wär aber dennoch schön, wenn diese Länder den KOntest mal ernstnehmen würden. Ich verstehe bis heute nicht, wie Spanien und Deutschland das ernst gemeint haben konnten.

  38. Ruhrpottler

    18.05.2017 | 02:48

    Also ich habe einen türkischen Migrationshintergrund und lese ab und zu in den Medien, dass einige Künstler traurig sind und für die Türkei antreten wollen würden. Hach, das waren tolle Zeiten. Der ESC wurde damals von der türkischen Bevölkerung sehr ernst genommen: Schon im Januar wurde über das Kleid für den Auftritt 2009 von Hadise heiß diskutiert. Die Band Yüksek Sadakat hat eine Morddrohung erhalten, weil sie es nichts in Finale geschafft haben. Als die Düsseldorfer Sieger 2011 nach dem Gewinnen eine türkische Flagge in der Hand hatten, genau das wurde im gesamten Land hart gefeiert. In der ECS-Saison wurde in den Hauptnachrichten (vergleichbar wie die Tagesschau) jeden Tag über die türkische Teilnahme berichtet. Proben, Kleidung, Tänzer, Bühne, … ach ich wünsche mir diese Zeit zurück.

  39. Mariposa

    18.05.2017 | 11:33

    @ Frederic

    Bulgarien hat vor allem auch von dem Rückzug Russlands profitieren. Dennoch kann ich gut verstehen, daß es hervorragend angekommen ist.

  40. Tamara

    19.05.2017 | 00:38

    @flo: Die 93% für Kristian stimmen leider nicht, er hat 403 von 480 möglichen Punkten geholt (ca. 83,95 %). Rekordhalter ist nach wie vor Mans Zelmerlöw mit 90,42% (217 von 240 möglichen Punkten)

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