Deutschland

Expertise und Sicherheit: der doppelte Nutzen der Musikexperten beim deutschen ESC-Beitrag

Sie sollten mit ihrer Kompetenz dafür sorgen, dass Deutschland eine weitere Schmach beim ESC erspart bleibt: die Musikexperten, die für die Auswahl der Bewerber und der Songs für den deutschen Vorentscheid zuständig waren. Sie sind mit ihrem Auftrag gescheitert. Dennoch muss niemand für das schlechte Abschneiden Verantwortung übernehmen. Sie nicht – und auch niemand beim NDR. Wie kann das sein? Ein Kommentar von Douze Points.

Am Freitag vor dem Finale des Eurovision Song Contests wirkte der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber entspannt. Levina hatte gerade ihre erste Durchlaufprobe für das Finale absolviert. Alles schien wie geplant zu laufen. So ging Schreiber im Pressezentrum in Kiew von Medium zu Medium und verbreitete Zuversicht und Gelassenheit.

Eigentlich erstaunlich. Nach zwei letzten Plätzen und einer – auf Basis der internationalen Wettbüros – drohenden erneuten Klatsche wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn hier jemand um seinen Posten bangt. Wie viele Führungskräfte in der freien Wirtschaft oder Trainer von Fußballvereinen können sich nach drei missglückten Jahren auf ihrem Posten halten?

Nicht so beim NDR. Denn zum einen scheinen sich die anderen ARD-Anstalten nicht gerade um die Aufgabe ESC zu reißen. Zu groß ist die Angst vor einem Ansehensverlust bei weiteren schlechten Platzierungen. Zum anderen hat Schreiber eine Sicherheit: Die Musikexperten. Sie sind diejenigen, die die Kandidaten und die Lieder für „Unser Song 2017“ ausgewählt haben. Unter der Annahme, dass die Entscheidungen von ihnen demokratisch gefällt wurden, sind sie alle verantwortlich. Irgendwie. Wen soll man dann seines Amtes entheben, wenn er oder sie womöglich sogar gegen das Lied oder einen Kandidaten gestimmt hat?

Der Nachteil dieses doppelten Bodens in Sachen Verantwortungsübernahme ist die quasi systemimmanente Abwesenheit von mutigen Entscheidungen bei Musik und Künstlern. Statt der vielleicht erhofften Schwarmintelligenz der Experten heißt es in erster Linie: Kompromiss und Durchschnitt. Songs, die anecken oder polarisieren, haben so keine Chance. Schon gar nicht, wenn sich die Gruppe auf lediglich zwei Titel verständigen muss, die dann auch noch zu allen fünf Kandidaten passen sollen. Das entspricht der Quadratur des Kreises.

Das hat 2010 funktioniert, allerdings mit drei bzw. vier Liedern und mit dem Ausnahmetalent Lena. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es nicht funktioniert. Und das musste am Samstagabend Levina ausbaden. Sie ist der Kollateralschaden dieses Verfahrens. Aber letzte Plätze wurde bei Ann-Sophie und Jamie Lee auch schon weitgehend schulterzuckend hingenommen – von den Verantwortlichen wie der Öffentlichkeit. Und es steht zu befürchten, dass es so weitergeht: Verstecken hinter Experten, die sich entweder im Entscheidungsgremium nicht durchsetzen können oder den Eurovision Song Contest nicht verstehen.

Dass trotz aller Zeit und alles getriebenen Aufwandes für den diesjährigen Vorentscheid ein solch niederschmetterndes Ergebnis steht, ist ein Armuts-, nein ein Reichtumszeugnis. Wir bzw. der NDR kann es sich offenbar leisten. Wenn man das ins Verhältnis setzt zu den Kosten, die die Nominierung und Produktion des portugiesischen, des bulgarischen oder des moldawischen Beitrags verursacht haben, wird die Diskrepanz zwischen Input und Output nur noch größer.

Es hakt im System. Jeder Musikexperte mag für sich Expertise haben. Unter den gegebenen Regeln des NDR kann es nicht funktionieren. Das gehört geändert. Auch wenn dann doch mal jemand seinen Kopf dafür hinhalten muss – und darf. Denn womöglich gibt es dann mehr Erfolge zu vermelden als Misserfolge.

ESC-News

82 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Bach

    15.05.2017 | 15:11

    Lena hätte einfach alles singen können, sie hat schlicht Charisma und sie macht die Songs zu ihren Songs. Mir hat ihr zweiter Song beim ESC übrigens besser gefallen.

    Mit Beliebigkeit gewinnt man keinen Blumenkopf. Wer für die Strukturen verantwortlich ist, die solch eine Beliebigkeit befördern, muss gehen.
    Wenn in Deutschland ein Song gut ankommt, sprich ein Nummer-Eins-Hit wird, dann schmerzt eine etwas schlechtere Platzierung im Wettbewerb weniger. Man hat eben alles gegeben. Das hat weder Texas Lightning noch Roger Cicero ernsthaft geschadet.

  2. manuel d.

    15.05.2017 | 15:15

    Danke Douze Points, das empfinde ich sehr ähnlich. Das derzeitige Verfahren hat etwas von einem Verfahren, in der eine kreative Werbeagentur („Experten“) einen Auftrag erhält, schlussendlich der Auftraggeber („NDR“) aber nicht vom alten Layout abweichen will.
    .
    Das der NDR sich jetzt hinstellt und noch immer mit den Achseln zuckt und nicht versteht, wieso es mal wieder kaum Punkte gab (was für ein Glück, das Spanien noch schlechter als wir war), empfinde ich gerade in diesem Jahr als bodenlose Frechheit.
    Es gab von Anfang an berechtigte Kritik an dem Song, immerhin wurde eine eventuelle Überarbeitung sofort nach der Vorentscheidung nicht ausgeschlossen. Das die Überarbeitung dann nach Monaten (!) kaum hörbar ausfielen, passt zu der Ideenlosigkeit, mit der der NDR zugange geht.
    Natürlich war der Titel und vor allem Levina als bewusst verheizte Künstlerin nicht soooooooo schlecht, aber eben genau das Mittelmaß, was seit Jahren weder Publikum noch Jury zu Punkten bewegt. Da kann auch eine großangelegte Promotiontour nichts ausrichten.
    Wie wurde es so schön gesagt – Deutschland hat zwar etwas Parfüm auf den Misthaufen gesprüht, schlussendlich blieb es aber ein Misthaufen.
    .
    Und leider sehe ich auch für die kommenden Jahre schwarz: Solange der NDR in seinen Strukturen des „bloß nicht wagen“, des „bloß nicht anecken“ und den „breiten Geschmack treffen“ verharrt, wird es jedes Jahr das gleiche Schulterzucken geben.

  3. togravus

    15.05.2017 | 15:38

    Guter und notwendiger Kommentar. Danke!

  4. Festivalknüller

    15.05.2017 | 15:50

    Sehe ich genauso.
    Der NDR arbeitet offenbar zu sehr mit Leuten zusammen, die ein recht fachfremdes Verständnis für den ESC aufweisen.

  5. Alex

    15.05.2017 | 16:18

    Der NDR sollte sich vielleicht langsam mal für ein Vorentscheid-Konzept entscheiden. Dann können sie sich auch mal auf das Wesentliche konzentrieren und die Songauswahl und Show an sich von Jahr zu Jahr verbessern. (Das Melodifestivalen war auch nicht von Anfang an perfekt aber wurde mit der Zeit immer weiterentwickelt!) Aber stattdessen muss ja jedes Jahr alles über den Haufen geworden werden. Bin mal gespannt was sich Schreiber und Konsorten fürs nächste Jahr ausdenken.

  6. Stefan

    15.05.2017 | 16:24

    Herr Schreiber hat in einem Interview auf die Frage eines möglichen Ausstiegs geantwortet, dass der ESC als Erfolg zu werten sei, da man für 380.000 Euro rund 8 Stunden Sendezeit gefüllt bekommt. Das sei günstiger als andere Samstag-Abend-Shows.

    Also entweder haben wir als Fans den Sinn des ESC nicht verstanden oder er.

    Es könnte aber auch sein, dass wir einfach nur am Nasenring durch die Manege geführt werden…

    Deshalb 100% Zustimmung zu deinem Kommentar, Douze Points!

  7. HHStephan

    15.05.2017 | 16:25

    Richtig so. Dem kann ich nur zustimmen. In der freien Wirtschaft wäre man längst weg vom Fenster – das nennt sich Verfehlung der Zielvereinbarungen. Ich verstehe immer noch nicht, warum der Songcontest nicht für sämtliche Autoren und Komponisten zugänglich ist. Und warum holt man sich nicht einen Querschnitt an „musikbegeisterten Laien“ und Experten, die -meinetwegen auch intern- einen Song auswählen. Warum kriegt der begische Sender BRTF das denn immer wieder hin? SCheiß auf den Stolz und lerne, lieber NDR

  8. Paul

    15.05.2017 | 16:27

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir diesen Beitrag nächstes Jahr um die Zeit in abgewandelter Form auch zu lesen bekommen…

  9. JaNL

    15.05.2017 | 16:33

    @HHStephan
    Das mag wohl daran liegen, dass die Moral bezüglich der Platzierung beim ESC bei unseren Nachbarn komplett anders ist. Während Schreiber den ESC als billiges aber hochwertiges Fernsehprogramm sieht, versucht man bei RTBF bzw. VRT immer den Vorjahressender zu übertreffen was das Ergebnis anbelangt.

  10. biobanane (210)

    15.05.2017 | 16:34

    @HHStephan Das Thema hatten wir schön öfters. Es tun sich vor allem die Länder schwer, bei denen es einen ausreichend großen heimischen Markt für Musik gibt (UK, D, F, Spanien etc.) Da es es für etablierte Künstler eher ein Risiko sich mit dem ESc einzulassen. Belgien oder Holland und natürlich Schweden schielen viel mehr auf den internationalen Markt und da kann der ESC eine Chance sein.

  11. Cal X

    15.05.2017 | 16:46

    Könnte die Lösung also in einem Konkurrenzsystem liegen, bei dem sich ARD und ZDF jährlich mit der Zuständigkeit für den ESC abwechseln?

  12. HHStephan

    15.05.2017 | 17:00

    Ja, irgendwie fehlt das Regulativ bei uns – der Anreiz. Es ist einfach schade, weil ja ferade der NDR damals in den 90ern ja mit vielen Reformen den Dornröschen-Schlaf beendet hat. Ich weiß nicht, was passiert ist. Aber wenn der NDR müde ist, warum eben nciht andere Sendeanstalten ranlassen, da stimme ich fast mit Cal X überein. Oder es müsste sich ein deutsches Festival etablieren wie das Melodifestivalen, San Remo, Eurolaul etc. welches auch für deutsche Künstler einen größeren Reiz hat – und wo ein schlechteres Abschneiden beim ESC nicht gleich zum Künstler-Tod führt – weil einfach die Teilnahme an diesem Vorentscheid für den einheimischen Markt Umsatzerfolg verspricht. Der BuViSoCo ist dafür sicherlich ein guter Ansatz gewesen. Für vieles wird Geld bei den Sendern in die Hand genommen, warum nicht auch mal für die deutsche Musikszene?

  13. GEF

    15.05.2017 | 17:06

    @Cal X

    Gar kein so schlechter Gedanke. Belgien war in diesem Jahrzehnt wirklich sehr erfolgreich. Wenn man bedenkt, dass das kleine Land ohne Diaspora zwei mal 4. ein mal 6, ein mal 10. und ein mal 12. Das sind 5 Topergebnisse in 8 Jahren. Selbst die Semifinalausscheiden 2011, 2012 und 2014 ändern daran nichts. Von Belgien oder auch Italien können wir lernen…

  14. Frank N.

    15.05.2017 | 17:07

    @Stefan

    Mir ist natürlich klar, dass dein Blickwinkel ein anderer ist, aber als Unterhaltungs-Verantwortlicher einer (öffentlich-rechtlichen) Rundfunkstation muss sich Hr. Schreiber in erster Linie an eingehaltenen) Budgetvorgaben und Einschaltquoten messen lassen.
    Bsp: ein VE-Konzept, dass uns minimum 100 Punkte im Finale brächte, würde dem NDR niemals genehmigt, wenn es in der Produktion teurer wäre und geringere TV-Quoten befürchten ließe. Letzteres konnte sich im deutschen TV immer nur Stefan Raab leisten, der Narrenfreiheit bei Pro7 hatte und seine eigenen Konzepte durchsetzen konnte.
    Überall anders sitzen Entscheider, die wie Controller auf eine hohe Effizienz der Ausgaben aus sind, weil sie das frei werdende Geld neu verteilen wollen.
    Das muss man als ESC-Fan, den v.a. die Platzierung von Deutschland interessiert nicht schön finden. Ändern tut es aber auch nichts.
    .
    Wenn man Hr. Schreiber wirklich Druck machen wollte (intern beim NDR meine ich natürlich), wird es nur wenig bringen auf den Platzierungen herum zu reiten; für die sinkenden Einschaltquoten des ESC (in Folge schlechter Platzierungen) muss er sich direkt verantworten.

  15. Peter Jordis

    15.05.2017 | 17:11

    „Der NDR arbeitet offenbar zu sehr mit Leuten zusammen, die ein recht fachfremdes Verständnis für den ESC aufweisen.“
    Und der Fachfremdeste von allen ist Peter Urban, den der NDR immer wieder aus seinem Ruhestand holt. Seine Kommentare: entweder desinteressiert aus dem Pressematerial vorgelesen oder falsch: Gelbes Kleid bei Schweiz!
    Passt schon, das haben wir schon immer so gemacht, das haben wir noch nie so gemacht, wo kommen wir denn da hin.
    Eine Reform des deutschen ESC-Verständnisses reicht nicht. Es muss eine Refomation sein, ja – wahrscheinlich sogar eine Revolution wie seinerzeit mit Gildo Horn. Wobei damit keinesfalls den Spaßbeiträgen das Wort geredet sei.

  16. Don

    15.05.2017 | 17:27

    Wäre auch eher für so etwas wie das San Remo Festival. Sie könnten schon mal damit anfangen die Übertragungsrechte für das San Remo Festival zu kaufen, um es dann auf einem Spartensender (One??) zu zeigen (auch um das deutsche Publikum an sowas zu gewöhnen). Wenigstens das Finale. Irgendwelche Rock am Ring und sonstige Festivals werden ja auch gezeigt.
    Aber Musik funktioniert im TV ja nicht und in Deutschland wird dann eher um – oder ganz abgeschaltet.

  17. Frank N.

    15.05.2017 | 17:36

    @Peter Jordis

    „Eine Reform des deutschen ESC-Verständnisses reicht nicht. Es muss eine Refomation sein, ja – wahrscheinlich sogar eine Revolution wie seinerzeit mit Gildo Horn. Wobei damit keinesfalls den Spaßbeiträgen das Wort geredet sei.“
    Sehe ich ähnlich, wobei man auch „Spaßbeiträge“ nicht ausschließen sollte. Mal von LaBrassBanda abgesehen gab es doch bestimmt seit 10 Jahren keinen Act mehr, der einfach gute Laune verbreiten wollte.
    Etwas mehr Spaß (wie z.B. Moldau 2017) dürfte es für mich gerne sein. Und so lange es nicht gewinnt verkrafte ich dafür auch mal eine 2018er-Version von Zlatko oder Moshammer beim Vorentscheid.
    Devise: Hauptsache weg vom langweiligen Durchschnitt, im Zweifelsfall auch mal ein wenig wagen.

  18. Braudel

    15.05.2017 | 17:43

    Bevor man sich erneut auf die Kandidatensuche macht sollte man – und zwar presto – versuchen jemanden finden der fähig und willens ist den Prozess der Sänger- und Songfindung bis hin zum Staging zu leiten, und zwar mit allen Kompetenzen und voller Verantwortung. Also funktional eine Art Raab 2.0
    Es bleibt nur die Frage, ob so jemand in deutschen Landen aufzutreiben ist.

  19. Cal X

    15.05.2017 | 17:49

    Braudel, ich kann aus eigener Erfahrung bezeugen, dass es genug Leute gibt, die sowas machen wollen und können, aber beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk als unbequem gelten und deshalb keine Chance kriegen, um Karriere zu machen.

  20. Tamara

    15.05.2017 | 18:07

    The history book on the shelf…. Vollste Zustimmung zu Deinem Kommentar, lieber Douze!

  21. Torsten P.

    15.05.2017 | 18:41

    Ich komme mir vor wie bei „Täglich (Jährlich) grüßt das Murmeltier“. Diese ganzen Diskussionen führen wir doch schon spätestens seit Mai 2015 (Ann Sophies „We are the Zeros of the night“) .
    Immer wieder wird von Herrn Schreiber nach dem Finalschock verkündet, dass im nächsten Jahr alles besser wird. Danach kommt die Sommerpause, die etwa von Juni bis November geht. Irgendwann sickert dann im neuen Jahr das „Konzept“ ins öffentliche Bewusstsein. Im Februar/März gibt es dann in der VE das böse Erwachen, weil ich erkenne, dass das angebotene Songmaterial enttäuschend und langweilig ist. In Norwegen wird jetzt schon wieder nach neuen Beiträgen für das kommende Jahr gesucht.
    Leider bin ich pessimistisch (realistisch?), was die Zukunft des ESC in Deutschland angeht: Die Einschaltquoten sinken, die Semifinals werden nur noch auf ONE gezeigt, der deutsche Beitrag wird kaum öffentlich wahrgenommen (Charts?Radio?).
    Aus diesem Frust würde ich am liebsten direkt deutsche Künstler, Komponisten, Texter ansprechen, die Beiträge für den Vorentscheid einreichen sollen in Hülle und Fülle, aber ich kenne keine, bin nur ein kleiner ESC-Fan.
    #Makedeutschevorentscheidunggreatagain (Zitat B.Schöneberger)

  22. Bango

    15.05.2017 | 18:42

    Was mich tierisch aufregt, ist diese komplette Beratungsresistenz der Verantwortlichen…. Was redet man sich als deutscher Fan den Mund fusselig. Ich glaube jeder von uns könnte in 15 Minuten ein besser ausgereiftes NF-Format zusammenschustern als die in 5 Monaten. Gleiches gilt für Songauswahl und Staging/Performances. Das ist doch alles irgendwie traurig.

  23. inter

    15.05.2017 | 19:27

    Habt ihr denn eure Anregungen/Kritik auch mal direkt per Mail oder Post an den NDR gerichtet oder immer nur hier auf dem Blog?
    Ich habe das heute das erste mal direkt gemacht, weil ich weiß, dass bei den öff.-rechtl. Sendern konstruktive schriftliche Kritik durchaus weitergeleitet wird.
    Meiner Meinung nach muss die VE krass verjüngt werden, um wieder größeres Interesse auch in dieser Zielgruppe zu wecken.
    Ich kenne Herrn Schreiber nicht und weiß auch nicht, was er tatsächlich fachlich drauf hat und was man von seinen Ideen bisher auch von oben zugelassen hat. Aber nach 3 solchen Jahren muss da einfach ein Neuanfang her. Von mir aus auch gerne weiblich, vorallem aber deutlich jünger und moderner.

  24. Pablo

    15.05.2017 | 20:10

    Roman Lob FTW 2018! ;P

    Hehe.. jedenfalls gab es genug mutiges Zeig bei den letzten VEs (2013!). Einfach mal nur progressive Songs vom Kaliber „Wechselt die Beleuchtung“-Laing, Blitzkids mvt., Ben Ivory, Fahrenheit etc. zulassen und keine Weichspülermusik, bei dem doch jedem „Musikexperten“ klar sein muss, dass es keinen Blumentopf holt.

    Siehe Norwegen allein, und nicht nur Belgien, wo Mut dieses Jahr wieder belohnt wurde. Ein zehnter Platz wäre doch schon mal ein super Anfang für Lissabon :)

  25. Pablo

    15.05.2017 | 20:14

    Mal gucken, ob man das Rezept für meine Wahlheimat Spanien anwenden lassen kann..

    https://www.youtube.com/watch?v=SC2_0T_FtdQ

    Die sind live der Wahnsinn!

  26. Ruhrpottler

    15.05.2017 | 20:24

    Die idee mit der Verjüngung ist sehr gut.
    Weg mit den Herren Feddersen, Urban und Schreiner und statt dessen ein junges Team (alle 20 bis 30 J. alt) die eine tolle VE-Show veranstalten und die Songs+Künstler selbst aussuchen. Ich habe vom NDR den Eindruck, dass sie glauben, dass wir im Jahr 1976 oder so sind. Ich habe eine superschlechte Platzierung schon vorausgesagt so wie jeder andere nach der Veröffentlichung der beiden furchtbar schlechten Song. Niemand soll so tun, als ov das nicht klar gewesen wäre…

  27. Chris

    15.05.2017 | 20:32

    @inter
    Kannst du mir bitte einmal die Mail-Adresse mitteilen, an die du geschrieben hast? Ich überleg auch was zu schreiben, und das wäre ja „zentral“ besser. Und vielleicht grob das Inhaltliche :) Danke ^^

  28. melodifestivalenfan

    15.05.2017 | 20:39

    Es wird keine Veränderung geben, nicht im Geiste, nicht in der Struktur, nicht im Musikverständnis und vor allem nicht bei der Verantwortung für den andauernden Misserfolg. Denn man mogelt sich wie immer durch.
    Das beherrschen die „Experten“ in der ARD und ihrem NDR bis zur Perfektion. Unsere Kritik interessiert einfach nicht. Wir hier bei den Bloglesern schreiben uns schon seit Jahren die Finger wund. Es passiert nichts. Man reagiert nicht einmal auf die leisen kritischen Töne ihrer eigenen Hofberichterstatter bei Eurovision.de. Levina hat noch das Beste aus dem dürftigen Songmaterial rausgeholt, aber es taugt einfach nichts. Das haben wir doch alle gewußt.
    Für das nächste Jahr werden im Vorfeld wieder Nebelbomben in Form von Misthaufen in die schrumpfende ESC-Fanschar geworfen, weiter gehofft und beschwichtigt. Nicht schlimm, wir sind es gewohnt. Es gibt beim ESC ja Andere über die man sich freuen kann, wie Portugal zum Beispiel.

  29. biobanane (210)

    15.05.2017 | 20:47

    Dieses jährliche Gemotze hilft nur den Frust zu verarbeiten, aber so richtig können wir nicht einschätzen, wo die Fehler gemacht werden. Es ist ja nicht so dass der NDR an einem Konzept festhält, sondern er überlegt sich jedes Jahr teilweise ja auch schon zwei neue. Vielleicht liegt es wirklich an den Personen, es ist schon mal ungünstig dass die Entscheider Fernsehmacher sind und nicht die Musikredakteure vom Radio, die nichts anderen machen, als sich mit neuer Musik zu beschäftigen. Leider haben die ARD-Radiosenden bisher kaum Interesse gezeigt sich an der Meinungsbildung zu beteiligen. Hier im Süden macht beispielsweise der SWR jedes Jahr ein Newpop Festival, auf dem junge Künstler eingeladen werden, die eben besonders im Programm aufgefallen sind. Das zeigt es wären schon Kapazitäten da auch neue deutsche Künstler frühzeitig auf eine ESC-Teilnahme anzusprechen, denn ein hat dieses Jahr gezeigt, die Teilnehmer beim ESC, die ihre eigene Musik gespielt haben, waren erfolgreicher als die Retortenproduktionen.

  30. Butterblume

    15.05.2017 | 21:03

    „die Teilnehmer beim ESC, die ihre eigene Musik gespielt haben, waren erfolgreicher als die Retortenproduktionen.“

    Kann man so nicht sagen, wenn man sich die Top 10 anschaut, gibt es gleichermaßen Eigenproduktionen (Portugal, Moldawien, Italien, Ungarn, Norwegen) wie Fremdproduktionen (Bulgarien, Belgien, Schweden, Rumänien, Australien).

    Das ist es ja, man kann nicht wirklich ein Erfolgsrezept von außen erkennen, auch nicht bei der Art des Vorentscheids.

  31. MarkusK

    15.05.2017 | 21:43

    Danke für den sehr guten Kommentar!!
    .
    1) Ich glaube, man muss endlich weg von dem Gedanken kommen, eine zweite Lena zu finden. Es scheint mir als wäre das seit Jahren so eingeschossen darauf, genau auf einen Typ wie Lena zu zielen und zu hoffen, dass sich 2010 wiederholen wird. So sehr ich Lena gut finde, ich bezweifle ob sie z.B. in diesem Jahr ebenso gut abschneiden würde. Die Erfahrung zeigt: Die Wiederholung eines Erfolgskonepts funktioniert selten. Deshalb: Weg mit den Schwiegertöchtern/söhnen und der Gleichmacherei! Dieses Jahr war natürlich die Krönung mit lauter netten und sympatischen Kandidaten, die aber alle doch recht ähnlich waren und nur zwei verschiedenen Liedern (10 Shades of Grey?). In den letzten Jahren gab es vor allem bei den Clubkonzerten eine ähnliche Tendenz. Man könnte sich ja an „Celebrate Diversity“ mal ein Beispiel nehmen :)
    .
    2) Wenn man sich die letzten Vorentscheide anschaut, sieht man aber auch, dass es doch einige einzelne mutige Beiträge gab, die auch international hervorgestochen wären und mit Sicherheit nicht letzter geworden wären; unabhängig davon, ob man diese Lieder gemocht hat: Avantasia, Fahrenhaidt, Laing, MarieMarie, Ben Ivory, Blitzkids mvt. – Was ist passiert? Das hat zu sehr angeeckt und es gab reichlich Gewöhnliches und Nettes. Und irgendwie scheint ja auch die allgemeine Richtung in der deutschen Musikindustrie in diese Richtung zu gehen (s. Kritik von Böhmermann), womit die musikalische Sozialisation wahrscheinlich nicht gerade dazu beiträgt, besonders mutige Beiträge zu unterstützen. Und schon gar nicht vom ARD-Publikum. An einem Wochentag.
    .
    3) Etablierte Künstler statt unbekannte? Sowohl bei den Direktnominierungen als auch, wenn etablierte Künstler beim Vorentscheid dabei waren, haben vor allem solchen mitgemacht, die ihren Zenit schon lange überschritten haben (Das toppt nur das Vereinigte Königreich). Scheinbar kann sich kaum ein aktuell erfolgreicher Künstler für den ESC begeistern (Ich würde mal behaupten, Unheilig war das aktuellste, was wir seit über 10 Jahren gesehen haben). Das ist natürlich eine Chance für unverbrauchte Künstler, aber das macht es schwer, bei einer evtl. Direktnominierung auf professionelle Künstler zurückzugreifen und das wird auch wenig das Interesse eines größeren Publikums am ESC-Vorentscheid fördern (Gerade in den Raab-Jahren war natürlich ein großes Interesse da, weil er mobilisiert hat).
    .
    4) An alle, die nach einem deutschen Melodifestivalen schreien: Wollt ihr das wirklich? Das funktioniert in Schweden gut, weil – abgesehen von den großen Weltstars – jeder Künstler das Angebot, dort zu singen annimmt, um auf sich aufmerksam zu machen und vielleicht doch den Grundstein für eine internationale Karriere legen zu können, viele der Künstler dort können nur von der Musik nicht leben, selbst wenn sich mehrere Male dabei waren. Das ist in Deutschland anders. Meine Vorhersage wäre die hier: Man bekommt ein paar ältere Künstler, die das statt dem Dschungelcamp machen, dazu viele unverbrauchte Schwiegertochter/sohn Typen. Ein paar haben vielleicht eigene Lieder, für den Rest gibt es C-Ware von irgendwelchen britschen oder schwedischen Komponisten, begleitet wird das dann von der gleichen Begleitband, die alle noch ähnlicher klingen lässt (wie in diesem Jahr) und Bühnenshows sind entweder nicht präsent oder es wird etwas öminöses gemacht, was vielleicht auf der kleinen Studiobühne funktioniert, aber nie auf der großen Bühne. Hier glaub doch keiner ernsthaft, dass auch nur annährend ein Aufwand getrieben wird wie in Schweden (wo ziemlich jedes Lied eine aufgetüfteltere Bühnenshow hat als die Hälfte der ESC-Lieder im Finale). Und wer weiß, ob am Ende wirklich ein mutiges Lied gewinnen wird (Selbst die Schweden wählen ja auch lieber sowas wie Robin dieses Jahr als mal etwas Mutigeres wie z.B. Jon Henrik).
    .
    Nicht falsch verstehen: Ich würde es mir sehr wünschen, dass es etwas Melodifestivalen-ähnliches in Deutschland gäbe, aber dann sollte das auch an die Qualität vom Melodifestivalen rankommen und nicht nur seine äußere Form haben. By the way: Kann sich hier jemand ernsthaft vorstellen, dass man Einspielclips oder Intervallacts hinbekommt, die auch nur annährend so lustig und professionell sind wie in Schweden? Da kommt höchstens mal ein Beitrag einer Kunsthochschule oder irgendeiner dieser 08/15 Künstler, die ihr neues Lied promoten.
    .
    5) In irgendeiner Zeitung kam schon der wahrscheinlich nicht ganz ernstgemeinte Vorschlag auf, Böhmermann könnte der neue Raab werden und den ESC retten. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Hoffnungen hätte ich auf ihn als auf die aktuell zuständige Mannschaft vom NDR.

  32. inter

    15.05.2017 | 21:50

    @Chris:
    Ich habe folgenden Text über das Kontaktformular gesendet
    http://www.eurovision.de/Kontakt-zum-Norddeutschen-Rundfunk,kontakt355.html

    Hallo Eurovision.de-Team!

    Ich weiß, ihr seid nur für diese Website zuständig. Aber ich bitte euch
    trotzdem, meine Mail an die zuständige Stelle weiterzuleiten.
    Ihr selbst habt in Kiew einen guten Job gemacht.
    Viel ausführlicher und professioneller, als in den Jahren zuvor.
    Auch Levina hat einen großartigen Job gemacht. Sie ist hoch talentiert
    und hat im ganzen Vorfeld des Finales extrem viel gearbeitet, promotet und kam als
    Person überragend an.

    Aber (und ich denke, das muss jedem klar gewesen sein) das Lied war
    absolute Kik-Stangenware.
    Ich selbst war beim Vorentscheid im Publikum. Nach dem unheimlich
    ermüdenden Marathon stand ich mit vielen anderen bei der Garderobe an
    und trotz x-maliger Wiederholungen in der Show konnte ich mich schlicht
    nicht mehr an die Melodien der beiden Lieder erinnern. Jedem im Publikum
    war klar, dass zwar die richtige Person gewonnen hatte, aber es einfach
    nicht den richtigen Song zur Auswahl gab. Man fuhr schon damals ziemlich ernüchtert heim.

    Und hier muss ich auch mal das eurovision.de-Team kritisieren. Dass man
    loyal zum eigenen Beitrag steht, ist völlig okay. Aber die massive
    Kritik am Song hättet Ihr meiner Meinung nach schon auch mal
    thematisieren dürfen. Von Anfang an wurde von vielen Seiten durchaus
    auch konstruktive Kritik geübt.
    Eine der besten bereits nach der Vorentscheidung hier:

    http://blog.prinz.de/grand-prix/kommentar-unser-song-2017-keine-ecken-keine-kanten-keine-punkte/

    Nach dem Finale in Kiew erklärten dann Peter Urban und (in der
    Konsequenz viel fataler) Thomas Schreiber, sie könnten sich das Ergebnis
    überhaupt nicht erklären und seien völlig überrascht. Im Ernst!?
    Eindeutigere Indikatoren konnte es doch gar nicht geben! Flop in den
    deutschen Charts, massive Kritik sämtlicher Fanblogs, von Anfang an
    Schlusslicht bei den Wettanbietern.
    Ich selbst hatte mir nach den Berichten über die guten Proben von Levina
    in Kiew auch wieder etwas mehr Hoffnung gemacht.
    Sie hat selbst auch das Allermöglichste durch ihr Können aus dem Song herausgeholt.
    Aber der Song war und blieb einfach sehr schwach.
    Mir tut es unheimlich leid, dass man sie sehenden Auges in dieses Messer
    laufen lassen hat, weil sie meiner Meinung nach unheimlich talentiert ist.
    Um so mehr bin ich fassungslos, dass man seitens des NDR in keinster
    Weise auf die konstruktive Kritik reagiert hat.
    Eine vorzeigbare Promotion-Tour, eine Künstlerin mit toller Aura und viel Engagement für die Aufgabe und dann wird vom NDR nicht mal ernsthaft versucht, den im Verkauf völlig erfolglosen
    Song erkennbar zu revampen!?

    Da erwarte ich auch vom Eurovision.de-Team eine etwas größere
    Diskussionsbereitschaft. Das hat man ja schon in den Song-Checks
    gemerkt. Perfect Life wurde merkwürdig kritikfrei besprochen. Bis auf
    Nikeata Thompson legten alle einen befremdlich anmutenden, künstlichen
    Schleier über die Bewertung.
    Nun gut, aber das ist für nächstes Jahr das kleinste Problem.

    Für 2018 muss eine echte Verjüngung her!
    Ich kenne Herrn Schreiber nicht und weiß auch nicht, was er fachlich
    drauf hat und was man von seinen Ideen bisher von oben zugelassen hat.
    Aber nach minimum 3 (eher 5) solchen Jahren, inklusive der schon damals völlig
    instinktlosen Nominierung von Xavier Naidoo, muss einfach -auch personell- ein für alle
    erkennbarer, glaubwürdiger Neuanfang her.
    Von mir aus auch gerne weiblich, vor allem aber deutlich jünger, moderner,
    experimenteller und mit spürbarer Leidenschaft für die Aufgabe.

    Ihr merkt, mir liegt wirklich viel daran, dass unsere Beiträge auch
    international wieder Reputation erlangen.
    Deshalb möchte ich Euch an dieser Stelle nochmal bitten, meine Mail auch
    an die personell/programmatisch Verantwortlichen weiterzuleitet.

    Vielen Dank Euch!

  33. Calv

    15.05.2017 | 21:50

    Wäre es eigentlich möglich, das ZDF mit dem Auswahlverfahren zu beauftragen? Ist ja auch EBU Mitglied und etwas moderner und lockerer als die ARD. Böhmermann? Schlimm, dass ich die Idee gar nicht schlecht finde.

  34. biobanane (210)

    15.05.2017 | 21:53

    @Butterblümchen
    Kann man so nicht sagen, man müsste erst einmal die Grundgesamtheit festlegen, wieviele waren Eigen- und wieviele Fremdproduktionen. Ok habe ich auch nicht gemacht, aber mein Bauchgefühl sagt mir das schon. Die von Ikea gekauften Titel haben bis auf Zypern versagt und im Vergleich D + Ö zeigt sich, dass der gute Nathan mit seinem eigenen Titel besser war, als wohl mit dem vom NDR. Aber natürlich gibt es Produzenten und Komponisten, die wissen wie der ESC funktioniert ein gute Beispiel ist Bulgarien, die einfach erfolgreich sind, weil sie gute Ware abliefern.

  35. togravus

    15.05.2017 | 21:55

    Am meisten ärgert mich, dass beim NDR jetzt alle ganz überrascht sind oder tun. „Das konnte niemand voraussehen?“ Natürlich konnte man das Ergebnis voraussehen, jeder durchschnittlich begabte Dreikäsehoch konnte das, wenn er sich nur die Mühe gemacht hätte, den ESC verstehen zu wollen, oder mal einen Blick in die internationalen Fanforen zu werfen. Selbst hier auf Prinz Blog, wo sich die deutschen ESC-Fans tummeln, lagen fast alle Meinungen irgendwo zwischen „Das wird wieder nichts“ und „Vielleicht werden wir ja positiv überrascht.“ Resignation und Pfeifen im Walde …
    Aber der NDR ist überrascht und versteht die ESC-Welt nicht mehr. Man tut so, als handle es sich um einen Unfall oder ein Missverständnis, um personelle und strukturelle Probleme bei der Auswahl zu verschleiern.
    Nein, lieber NDR, ihr habt genau das Ergebnis bekommen, das „Perfect Life“ verdient hatte, zwei oder drei Plätze hin oder her. Wir hatten ein belangloses Radiogedudel ohne Hook am Start und eine sympathische solide Interpretin, die im ESC-Kontext aber nur Durchschnittsware war. Wenn man ein Problem lösen will, muß man ihm zunächst einmal schonungslos ins Auge sehen und nicht so tun, als ob man einmal mehr missverstanden worden sei. Die Juries und Televoter in Europa und Australien haben DEU17 sehr wohl verstanden und entsprechend bewertet. Der NDR träumt sich aber lieber nach Wolkenkuckuksheim. *seufz*

  36. Bonello

    15.05.2017 | 22:03

    Schreiber & Co müssen weg!
    Was wollte man nicht alles ändern und was hat man uns nach dem letzten Platz nicht alles versprochen? Einen neuen Vorentscheid, einen internationalen Song und eine tolle Bühnenshow…
    Das Ergebnis kennen wir seit Samstag – Vorletzter!
    Es macht doch keinen Spaß mehr Deutschland Jahr für Jahr am Ende der Tabelle suchen zu müssen.
    Schreibers Analyse führt zudem ja zu nichts. Aussagen wie „Wir müssen ersteinmal die Ergebnisse genauer analysieren“ oder „Theoretisch könnte Deutschland auch 20x auf dem 11. Platz gelandet sein“ sind absolut lächerlich und nichtssagend! 20x ein 11. Platz heißt NULL Punkte, ebenso wie ein 20x ein 25. Platz NULL Punkte bedeutet!

  37. Bonello

    15.05.2017 | 22:07

    Man stelle sich nur vor Deutschland würde in der Vorrunde der EM oder WM ausscheiden das Geschrei wäre groß und Jogi seinen Job los

  38. Rainer1

    15.05.2017 | 22:11

    Ich wär ja mal für eine gemeinsame DACH-ausscheidung. 1. Vorunde pro land 6songs. Final je 3 songs pro land. Nur televoting. Der jeweils landesbeste fährt nach Lissabon. I have a dream……

  39. biobanane (210)

    15.05.2017 | 22:11

    @MarkusK Schöne Zusammenfassung. Ich denke auch, dass ein Publikumsvoting eher abträglich von dem Gedanken ist, etwas Mutiges zu bringen. Immerhin sitzt ja das ZDF in obersten Gremium des ESC, aber auf Böhmermann zu hoffen, ich weiß nicht, außerdem weiß man nicht, ob der seine Kritik am deutschen Musik-Business wirklich so ernst meint, um da außer mit dem Affen auch was Pproduktives zu machen.

  40. togravus

    15.05.2017 | 22:18

    @ Bonello, immerhin müssen wir nicht lange suchen, weil wir ja wissen, dass wir unten in der Rangliste beginnen müssen, wenn wir den deutschen Beitrag möglichst schnell finden wollen´…
    Ich mag übrigens Deinen Namen sehr. Ich habe einige Zeit auf Malta gelebt. :-)

  41. Krissi

    15.05.2017 | 22:21

    Wir brauchen dringend mal wieder einen Mann. Mit Ausstrahlung und natürlich mit dem passenden Song.

  42. Bonello

    15.05.2017 | 22:24

    @togravus Traurig aber die letzten Jahre leider Realität geworden…
    Danke (:

  43. Bango

    15.05.2017 | 22:47

    Klingt zwar einfallslos, aber vielleicht sollten wir mal eine Petition starten um uns gehört zu verschaffen … ich rede jetzt nicht von „OMG SCHREIBER MUSS WEG!!11“ sondern von einer konzentrierten und konstruktiven Kritik.

  44. Bango

    15.05.2017 | 22:47

    *Gehör

  45. Cal X

    15.05.2017 | 22:52

    Würde man wirklich den Böhmermann hinschicken… oder ihn zumindest zum Guru à la Raab küren: Er kennt Kat Frankie ja ganz gut, die Sängerin von KEØMA. Mit einem Song, der vielleicht mehr Pop-Appeal hat als der fantastische Vorentscheidsbeitrag „Protected“, und ihrer unverkennbar tollen Stimme… plus seinem Buddy Get Well Soon. Die könnten einen Song schreiben, auf den man wirklich stolz sein könnte.

  46. Bach

    15.05.2017 | 23:06

    Ein Jugendwahn bei den Machern, wie hier vorgeschlagen, muss nicht besser sein.
    Ich wäre dafür, dass man einen Künstler auswählt, der mehrere Lieder zur Auswahl stellt. Ich fände eine zweite Chance für Max Mutzke gut. Er ist ja in den letzten Jahren gereift, ein noch besserer Sänger. Er kann sowohl leise als auch laut. Ich wäre eher für eine schnellere Nummer von ihm. Aber die Nummern müssen zu ihm passen.

  47. j_easy

    15.05.2017 | 23:10

    Die Lösung

    Lena wird mit viel Geld bestochen 2018 nochmal anzutreten. Mit einem eigenen Song ;)

    Nee, lieber nicht.

    Vielleicht sollte man aber eine Castingshow (Reihe) machen, wo junge Künstler, egal ob Nobody oder schon bekanntere mit eigenen Songs antreten können bzw. sogar sollen.

    Vorauswahl und Wahl in der Sendung sollte komplett allen Interessierten bzw. den Zuschauern überlassen bleiben.

    Alternativ könnte man im Vorfeld einen Komponisten / Songschreiber Wettbewerb durchführen und die Top 5 Künstlern anbieten die diesen von Ihnen gewählten Song dann in einer weiteren Auswahlsendung interpretieren.

    Ob so etwas ähnliches machbar wäre. Mir ist wichtig, dass die sogenannten Experten außen vor bleiben.

  48. Matty

    15.05.2017 | 23:12

    In diesem Jahr wurde der ESC in Kiew auch in Japan und auf Grönland ausgestrahlt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2017

    Vielleicht sollten wir von dort unseren nächsten ESC-Teilnehmer einfliegen lassen?

  49. escfan05

    15.05.2017 | 23:20

    Wenn für den Schreiber 380.000 Euro an Gebührengelder günstig sind, die er jährlich verschleudert, durch die schlechten Ergebnisse, da hat er wirklich jedes Maas verloren. Entweder man hängt sich rein, damit man dementsprechend erfolgreich ist oder man lässt es. Ich erwarte nicht, das man immer gewinnt, aber wenigstens Top 15 muss für Deutschland immer drinn sein. Und dann muß alles dem Erfolg beim ESC untergeordnet werden. Warum hat man nicht zugelassen, das die 5 Kandidaten, die ja schon vorher musikalisch am Werk waren, auch eigene Songs singen durften. Warum gab es nicht mehr Auswahl an Songs? Hier muß einmal etwas klar sein, der ESC ist eine Unterhaltungsshow, neben dem Wettbewerb. Und man muß die Leute auch unterhalten, damit man Punkte bekommt. Dazu gehört dann auch, das man mehr zeigen muss, als ne graue Wand, falls nötig. Selbst der Portugiese hatte als Staging eine Waldlandschaft. Falls der NDR oder der Herr Schreiber keine Lust mehr hat, dann sollen sie die Verantwortung für den ESC einer anderen Landesanstalt abgeben oder mit einem anderen Sender zusammenarbeiten. Wie wäre es mit RTL? Da scheint man doch Interesse am ESC zu haben, oder warum sendete am Samstag ein Special über den ESC? Ich war darüber ziemlich verwundert darüber. Ich bin diese ständigen Pleiten einfach leid. In 5 Jahren nicht besser als Platz 18. Und jetzt sinken auch noch die Quoten. Herr Schreiber sollte sich Gedanken machen.

  50. Bach

    16.05.2017 | 00:16

    Nein, Platz 15 ist nicht immer drin. Man soll sich davor hüten, das zu fordern, weil das bei den Machern zu noch mehr Verkrampfung führt. Wenn man etwas ausprobiert, kann es auch schief gehen. Wichtig ist, dass man das eigene Land begeistert, deutsche Top Ten sind für unseren Beitrag Pflicht, egal ob Album oder Single.

    Für die 380 000 Euro bekommt die ARD auch eine große Show geboten. Die Quoten sind sehr gut, diesmal stand der Gewinner zu schnell fest, deshalb etwas niedriger.

  51. 4porcelli

    16.05.2017 | 04:45

    Auch wenn das Geschrei gross sein wird, sollten wir im Vorentscheid 50-50-Wertung Jury & Televote oder ev. eine Drittelung inklusiver internationaler Juries einführen. Um beim ESC gut abzuschneiden, muss man aus der Masse herausstechen; das gilt sowohl für den Song als auch für den/die Interpreten. Deutsche Televoter hingegen schrecken, wie viele unserer Landsleute ja auch im tägliche Leben, vor allem zurück, dass auffällt und anders ist. Das Ergebnis sind immer wieder Kaufhausmusik und ein nettes Mädl, am besten aus „guter Familie“. Von daher verstehe ich auch die Rufe mancher Foristen nicht, dass Lavinia, Anne-Sophie oder das Jamie-Lee umbedingt noch mal geschickt werden sollten, aber mit einem besseren Song. Sie sind nun mal leider farblos und persönlichkeits-frei, so nett die Stimmen auch sein mögen (das Manga-Outfit strahlte weniger Persönlichkeit als verwirrt aus; mit einer K-Pop Nummer wäre es sicher eher durchgegangen).
    Auch beim Staging scheint es uns regelmäßig darum zu gehen, bloß nicht aufzufallen (Lavinia liegt auf dem grauen Boden, aber Hovig liegt auf dem Boden und schwebt im All) bzw. man scheint sich gar keine Gedanken darüber zu machen (Gruselwald, Anne-Sophie wackelt gefühlte 30 Sekunden mit dem Hintern zum Publikum). Nun werden manche sagen das seii schwedisches Show-Getue oder oberflächlich, weil es ja um den Song ginge. Aber genau darum brauchen wir ein Staging, dass den Song bestärkt – bzw. schlimmstenfalls vom Song ablenkt, weil er eben so grottig ist.

  52. chris cross

    16.05.2017 | 09:30

    @biobanane – ich stimme nicht zu das der NDR verschiedene Formate versucht und Dinge ändert. Es gab in den letzten Jahren diese Clubkonzerte wo (gefühlt) überwiegend lauter 18 jährige Mädchen im Omastyle mit Ihrer Gitarre „My heart will go on“ trällern. O.k. In diesem Jahr gabs quasi nur dieses Clubkonzert mit einem kleinen eingebauten VE Finale. Wieder an einem Donnerstagabend. Diesmal sogar nur noch eine Sendung.
    Bei Lena und Roman hatte die Nation über Wochen Zeit, sich an den Künstler zu gewöhnen und ihn/sie ins Herz zu schließen. Und sie wurden nicht durchdesignt, sondern gefördert und gelassen.
    Ich finde der VE braucht unbedingt Vielfalt und er muss über mehrere Wochen gehen und mind. an einem Samstagabend. Alt, Jung, von Guano Apes bis Helene und auch Newcomer. Also ähnlich dem Mello!

  53. escfan05

    16.05.2017 | 10:41

    Ja aber ein Mello, das auf deutsche Verhältnisse umgeändert wird. Ich finde man müsste den Radiostationen viel mehr Gewicht einräumen. Ich würde sagen ein Vorentscheid müsste die vielfältige Deutsche Musikszene abbilden. Da darf es keine Auschließeritis mehr geben. Von Schlager bis Hip Hop sollten alle Musikrichtungen vertreten sein. Ich denke das interessierte Acts, egal ob Einzelkünstler, Gruppen, Duos, bekannt oder unbekannt, sich bei ihrer Landesanstalt bewerben sollte. Die Songs müssen dabei schon das ESC-Format von 3 Minuten haben. Gerne kann man die ersten Runden in Genres aufteilen. Schlager, Rock, Pop, Hip-Hop, vielleicht noch ne Vorrunde für Independentmusik. Wenn man will noch ne Zweite Chance Runde. Am Ende soll dann der Zuschauer entscheiden welcher Song nach Lissabon fährt.

  54. Mariposa

    16.05.2017 | 12:43

    @ Matty

    Das mit Japan ist ja sehr witzig…. Zumal sich mein allerbester Freund derzeit dort aufhält und nur die Semifinale zu Hause gucken konnte und auch von Salvador restlos begeistert war. Vielleicht hat er aber auch meinen Schrei bis nach Tokio gehört.

  55. Mariposa

    16.05.2017 | 12:45

    @ Chris cross

    Genau so etwas fordere ich seit Jahren, leider stieß es bislang beim NDR auf taube Ohren….

  56. Matty

    16.05.2017 | 14:35

    Wir brauchen eine DRINGENDE Reform des ESC-Vorentscheides, und zwar sollte dieser nicht an einem, sondern mehreren Abenden wie das Schweden macht, stattfinden und zu je 50 Prozent aus bekannten und unbekannten Künstlern bestehen. Außerdem sollten auch wieder Gruppen zum ESC-Vorentscheid zugelassen werden.

    Was die Songauswahl angeht, so sollte es eine Mischung aus Indie- und Mainstream aus den unterschiedlichen Bereichen wie Rock, Pop, Hiphop und Dance geben so wie das im vergangenen Jahr der Fall gewesen ist.

    Um beim ESC wieder erfolgreich sein, sollte bei der Songauswahl bedacht werden, daß der Titel nicht nur national, sondern international auf Gehör und gutes Feedback stößt.

  57. Bonello

    16.05.2017 | 17:39

    Eine Petition fänd ich gar nicht mal so schlecht

  58. MarkusK

    16.05.2017 | 18:22

    @4porcelli: Televoting UND JURY?! Nach dem mutigen Voting der Jury 2013 und dem darauffolgenden Shitsturm, wird man a) keinen bekannten Musik-Professional dazu bekommen, in eine solche Jury zu gehen und b) wird sich das der NDR nicht trauen. So kann man auch schön jede Zuschauerkritik als Boomerang zurückgeben („Ihr wolltet das doch so?!“).

  59. Christo

    16.05.2017 | 19:08

    Mann @inter, vergiss es. Dein email nimmt der Schreiber höchstens als Kritzelunterlage oder mit aufs Klo. Seine Stellungnahmen sind doch eine Farce. Einsicht gleich null. Mit keiner Silbe ein Bedauern, eine Entschuldigung, keine Selbstzweifel kein gar nichts. Statt dessen schwadroniert er über elfte Plätze und Portugal und das die auch über 50 Jahre bescheiden abgeschnitten hätten. Wenig blamabel in seinen Augen, soviel also zur Zukunft. Schreiber versteckt sich nicht nur hinter anderen, er ist ja selbst Teil des sogenannten Expertengremiums mit eingebauten Systemfehlern. Der gravierenste davon ist, nicht zu erkennen, was, wie mit wem für den ESC geeignet sein könnte. Noch nicht mal hinterher, das ist das wirklich erschreckende daran.

  60. melodifestivalenfan

    16.05.2017 | 20:30

    Ach,@Christo, wie Recht du doch hast.
    Man ist eben zu lange im Job, um irgendwelcher Selbstkritik Raum zu geben. Aber dafür hat man eigentlich im Management Regulative, nur das funktioniert im öffentlich rechtlichen Fernsehen nun mal nicht. Offensichtlich sitzen da auch nur Pfeifen.

  61. Frederic

    17.05.2017 | 09:46

    @MarkusK
    Zweifel an der ESC-Eignung La Brass Bandas sind natürlich erlaubt, nur will mir nicht so ganz einleuchten, was nun besonders mutig daran war, diese Band auf den letzten Platz zu setzen und glattem Mainstream-Pop die Höchstwertung zu geben.
    Trotzdem wäre ich auch für eine Jury (könnte aber ruhig noch mutiger sein;), am besten eine nationale + internationale, vielleicht auch gemischt. Die könnten dann wie gehabt über die üblichen 8-12 Bewerber abstimmen (inkl. Televoting – klar). Zumindest im Vergleich zum diesjährigen Modell waren die klassischen Vorentscheide dann doch nicht so schlimm, als dass ich keine Hoffnung hätte, dass dabei irgendwann auch mal ein brauchbarer Song + Act raus kommt. Wäre natürlich schon schön, wenn der NDR noch genügend Enthusiasmus und Mut für ein etwas größeres Spektakel hätte …
    Und ja, eine Art Rotation der verschiedenen ARD-Häuser würde vielleicht wirklich neue Impulse setzen.

  62. escfan05

    17.05.2017 | 10:58

    @Frederic: Also ich konnte die Entscheidung der Jury sehr gut nachvollziehen bezüglich LaBrassBanda. Man hätte dem Leadsänger von Labrassbanda mal sagen müssen, das es Eurovision SONG Contest heißt und nicht Eurovision POSAUNE Contest. Denn mitten im Lied hat er plötzlich nur noch Posaune gespielt und nicht mehr gesungen. Ob die tatsächlich besser abgeschnitten als Cascada, kann man im nachhinein nicht sagen, aber mir war damals Cascada auch lieber als LaBrassbanda. Aber vielleicht können die es nächstes Jahr wieder probieren. Aber bitte daran denken, es heißt SONG Contest, und da wird gesungen und nicht Posaune oder Trompete gespielt.

  63. forest

    17.05.2017 | 11:52

    @Frederic

    Fakt ist damals hätten LBB so oder so nicht gewonnen, Cascada hat den TED haushoch gewonnen. LBB war da weit abgeschlagen auf Rang 2. Das mit dem Vorab-Internet-Abstimmung (wo jeder zig Mal überall abstimmen konnte) war ein Käse. Und die Verkündung damals lief dann ziemlich schief, weil man diesem Vorab-Abstimmung-Ding so viel Raum gegeben hat. Hier wurde ja in einem Artikel ausführlich beschrieben, weshalb das damals eben kein Radio-Voting war, weil die Songs schlicht nicht gespielt wurden.

    Fakt ist, dass die Jury ihre 12 Punkte an blitzkids.mvt und das mit RECHT! …

    blitzkids.mvt , Santiago, Fahrenheidt, Gregorian, vllt sogar Laing = wir hatten eigentlich immer mind. 1 Kandidat im Vorentscheid, der Top10-Potential gehabt hätte

    Man sollte Schreiber nicht vorwerfen, dass er diese Künstler nicht zur Auswahl gestellt hat. Er hat sie! Aber das dt. Publikum….

  64. Little Imp

    17.05.2017 | 12:41

    @ escfan05

    Dafür aber erfolgreich Saxophon!

  65. Little Imp

    17.05.2017 | 12:45

    @ forest

    Hätte es damals nur eine Votingrunde gegeben, hätten wir sogar Santiano zum ESC geschickt statt Elaiza.
    Was man Schreiber vorwerfen kann, ist allerdings, dass er es allen Publikumsschichten Recht machen will mit seinem Line-Up. Nicht verwunderlich, dass dann ständig „langweiliger“ Konsens gewinnt.

  66. Bach

    17.05.2017 | 12:50

    Ich wäre für La BrassBanda aber mit einem guten Song, die sie ja durchaus haben. Ich fand den Song, den sie damals zur Auswahl gestellt haben, nicht so gut. Ansonsten gern.

    Santiago ist furchtbare Kirmesmusik, bitte nicht, ich glaube auch nicht an eine Top-Ten-Platzierung. Sie empfände ich als wirklich peinlich. An Punkte glaube ich genauso wenig. Noch schlimmer als Levina. Nein, bloß nicht. An die anderen genannten Musikgruppen kann ich mich nicht mehr erinnern.

    Um den Contest zu gewinnen, braucht man einen guten Interpreten und einen guten Song und alles muss passen.

  67. Frederic

    17.05.2017 | 13:10

    @forest
    da Du Fakten ins Spiel bringst:
    Cascada RV: 10 / TV: 12
    LaBrassBanda RV: 12 / TV: 10
    Keine Ahnung, wo mein Rechenfehler liegt, aber ich komme stets zu dem Ergebnis, dass die Jury hier entscheidend war. Mag sein, dass die Entscheidung vernünftig war, aber „mutig“ wäre sie m.E. höchstens gewesen, wenn sie in voller Kenntnis der anderen beiden Auszählungen getroffen worden sein sollte.

    @escfan05
    Geschmackssache. Ich hätte „Nackert“ spannender, origineller und … ähm, mutiger gefunden. ;)
    Im Übrigen spielt der Sänger Trompete!

  68. escfan05

    17.05.2017 | 13:21

    @Frederic: Na ob das Europa verstanden hätte? Selbst ich als Deutscher hatte Schwierigkeiten die zu verstehen. Ich habe immer „Und wir pullern in da Wiesn“ verstanden.

  69. ESCNOW

    17.05.2017 | 13:55

    Nochmal kurz zu Schreiber und die Promotionaktion Levinas zurück… jetzt kursieren wieder Außerungen zum Abschneiden Deutschlands von Ann-Sophie im Netz. Das ganze Jahr hört man nichts von ihr, aber falls Deutschland nächstes Jahr wieder schlecht abschneidet, wird sie sich wohl erneut zu Wort melden. Hat sie bei Jamie-Lee auch gemacht.

    Auszug: „Ich möchte Levina sagen, es liegt nicht an ihr“, sagte Ann Sophie, die vor zwei Jahren mit null Punkten Letzte geworden war, der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Die deutschen Teilnehmerinnen der vergangenen Jahre seien vor ihren ESC-Auftritten international zu wenig bekannt gemacht worden, erklärt sich die Musikerin die Pleitenserie. „Ich finde, dass Deutschland es sich zu einfach macht. Frei nach dem Motto: „Das wird schon irgendwie laufen!““, beschwerte sie sich über die „Erniedrigung“. …

    Frau Dürmeyer ist wohl nicht aufgefallen, dass Levina einen Promotion-Marathon in 10 Ländern hinter sich und an allen Pre-Events (z.B. in London und Amsterdam) teilgenommen hat? Ihr Argument ist also rein lächerlich. Geholfen hat das alles also überhaupt nichts bzw. wenig. Der Song war einfach Grütze! Und damit steigt und fällt nun mal das Ganze. Und wenn man aus zwei von den Verantwortlichen vorgeschlagenen Songs einen wählen soll, dann bleibt im schlimmsten Fall bessere Grütze übrig. Aber es bleibt eben Grütze!

  70. Little Imp

    17.05.2017 | 17:37

    @ Frederic

    Dein „Rechenfehler“ ist, dass bei Gleichstand das höhere Televoting entschieden hätte. Das heißt auch ohne Jury wäre es Cascada geworden.

  71. forest

    17.05.2017 | 18:20

    @ Frederic

    Und dass diese Vorab-Stimmung nur einen Bruchteil der Stimmen ausmachten. Und basierend auf einer Vorab-Version abgegeben wurden. Wo jeder überall abstimmen kann. Ich konnte bei jeder Radiostation beliebig viele Punkte anfeuern, was die Fans von LBB auch getan haben.

    Es war einfach kein Radio-Voting, die Songs wurden einfach nicht gespielt. (gibt es hier auch einen Artikel zu)

    Dieses Element rein zu nehmen und dem noch 1/3 aller Stimmen zu geben, war purer Unsinn.

    Und das ganze noch Radio-Voting zu nennen, war die Höhe von allem.

    Basierend auf den Live-Auftritt an diesem Abend hat Cascada so oder so gewonnen, da kannst Du Dir Jahre später noch schönreden, dass die Jury das verhindert hätte usw.

  72. Jorge

    17.05.2017 | 18:39

    Oh, das Märchen von LBB als gedisstem „eigentlichen“ Sieger wird wieder aufgewärmt? Ist aber sehr hartnäckig! Neben den dankenswerten Hinweisen, dass dem nicht so war, sollten sich diejenigen auch daran erinnern, dass es beim ESC ein Konkurrenzprojekt mit einer verflucht eingängigen Hook und mehr Spassfaktor gab. #AlcoholIsFree

    Die Jury hatte Blitzkids Mvt als Favoriten. Der deutsche Televoter war aber anderer Meinung als die internationalen Instantreaktionen darauf. Kam etwas abgehoben rüber, aber hatte sogar eine eigene Choreo, die Jahre später immer eingefordert wurde, aber für den dt.Televotern generell Teufelszeug ist! Und Uptempo & Modern ist ja auch bäh! Stattdessen profitieren LBB noch Jahre danach von diesem Mythos, der nur entstand, weil sie ihre Crowd animieren konnten (ohne vorhandenen Song, der wurde erst später veröffentlicht) beim Radiovoting mitzumachen.

    @Little Imp, 12:45h.: Unterschreib ich. Jedes Jahr hat Schreiber auf Fankritik reagiert, man hätte 2014 bei anderem Modus auch andere Sieger erhalten. 1. Runde Santiano, 2. Runde Unheilig, 3. Runde Elaiza. Insofern, ist die Misere zum Großteil auf dem Mist des deutschen Televotingpublikums und dem Geschrei der ESC-Fans (bloss nicht der Graf) entstanden. Glückwunsch an „uns“.

    Enttäuscht war ich speziell von drei Dingen: Dem Songangebot 2016 (Wildcard-Kriterien & Giesskannenprinzip nach dem Xavier-Unwetter) und dem Angebot 2017 (blasse „nette“ Nachwuchsacts und blasse, genrefreie Songproduktionen ohne Charaktermerkmal).

  73. Jorge

    17.05.2017 | 18:42

    Wildcard-Kriterien natürlich 2014/15

  74. funtasticc

    17.05.2017 | 20:19

    Ich war wirklich von einer guten Platzierung Levinas überzeugt, mir hat die Person, die Stimme und ihre Erscheinung gut gefallen.
    Selbst hinter dem Song habe ich gestanden, auch wenn mir, wie von vielen hier gewünscht, ein Revamp gefallen hätte, da es zwar eine schöne Melodie hat, aber leider die meiste Zeit vor sich hinplätschert und nicht stört, aber eben auch nicht auffällt.
    Warum der Bühnenauftritt so und nicht anders gestaltet wurde, ist mir ein Rätsel. Wenn ein renommierter Bühnendesigner nichts anderes einfällt, als das Kleid der Künstlerin zum Anlass zu nehmen, den Rest auch mausgrau (silber!!! aha!) zu gestalten, dann hat er etwas falsch gemacht – etwas, was jedem Beobachter nach den ersten Bildern sofort aufgefallen ist, von den Verantwortlichen aber geflissentlich übersehen wurde. Der gute Mann wurde sicherlich reichlich entlohnt, warum wurde nicht bei der Entwicklung des Auftritts direkt Einspruch erhoben?

    Bezüglich der Vorentscheidung halte ich das bisherige Konzept für gut, aber verbesserungsfähig. Vor allem fehlt es an Leidenschaft, das ist Jahr für Jahr zu bemerken. Es wird zwar immer wieder etwas am Auswahlverfahren geändert, aber letzten Endes wirkt das Engagement dann doch unverändert schal.
    Da sucht man neue Talente (was ich gut finde!), irgendwelche Menschen suchen auf irgendwelchen Wegen irgendwelche Songs und im diesjährigen Fall wurden dann zwei Lieder auf die Sänger „zugeschnitten“… was nur in die Hose gehen konnte. Lied und Sänger müssen zueinander passen, sie können nicht einfach aufgedrückt werden, sonst wirkt es nicht authentisch und unglaubwürdig.
    Warum ist es nicht möglich, die Künstler in die Entscheidung der Liedauswahl mit einzubeziehen, falls diese nicht eigene Songs auf Lager haben?
    Ein wenig mehr Innovation wäre eine echte Hilfe und der Vorschlag, Musikredakteure der Radiostationen bei der Auswahl mit einzubeziehen, finde ich gut, schließlich ist es ihr tägliches Brot, neue Musik an den Hörer zu bringen.
    Plattenfirmen haben nur eins im Kopf – sie wollen auf sicherem Weg Umsatz generieren und das geht am besten mit Mainstream. Sie sind damit bestimmt die falschen Entscheider für die Vorauswahl.
    Der NDR hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er nicht beratungsresistent ist (jaja… aber es gab ja immer mal wieder Neuerungen), aber aus Fehlern trotzdem nicht lernt.
    Thomas Schreiber muss nicht weg und der NDR muss auch nicht die Veranstaltung abgeben (ZDF??? Wirklich??? *grausel*), das bestehende System muss meiner Meinung nach einfach nur weiterentwickelt werden – und dafür müssen neue, innovative Menschen für die Vorauswahl von Künstlern und Musik her.

    Dafür sollten aber tatsächlich andere Beteiligte weg… und auch ich fand Lena toll, aber die Suche nach Lena 2.0 nervt.
    Unterhaltung mit ewig gleichem Inhalt gelingt nur RTL mit DSDS *gähn* mit dem ewig gleichen Bohlen.
    Gesichter wie Herr Urban, Herr Feddersen *stöhn* und Frau Schöneberger *jaaa* haben ihr bestes gegeben, aber nu muss auch mal gut mit ihnen sein, die locken nun wirklich keinen Jugendlichen mehr hinterm Smartphone hervor.
    @ NDR: machts nicht neu, macht es besser!

  75. Matty

    17.05.2017 | 21:22

    Ich bin dafür, daß nächstes Jahr Yoko und Klaas den ESC-Vorentscheid moderieren und daß es eine Mischung aus Mainstream- und Indiemusik gibt, um auch Deutschlands vielfältige Musikszene auf die große Bühne zu bringen!

  76. Kowalski

    17.05.2017 | 23:46

    @funtastic Die Altgedienten wie Urban, Feddersen und Schöneberger entsorgen wollen und den großen Innovator Schreiber lassen? Nicht dein Ernst. Ich sehe es ansonsten wie der Blogger. Ein solches System ruft mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Pleiten hervor als Erfolge. Der NDR wäre schlecht beraten, da die Probe aufs Exempel zu machen. Sonst ist irgendwann Sabbat und das Ding mausetot.

  77. Mariposa

    18.05.2017 | 11:46

    @ Matty

    Da wäre ich gerne dabei, super Idee!!!!

  78. Don

    20.05.2017 | 15:07

    @ Matty
    Dann könnten sie aber auch noch Böhmermann dazu nehmen. Und vielleicht in irgendeiner Funktion noch Ina Müller.

  79. Uwe Flatter

    20.05.2017 | 18:50

    Bei NDR Blue gibt es ab heute Abend (20.05.) 19.05 Uhr im monatlichen Turnus eine Sendung zum Thema ESC. Auf der Webseite: http://www.ndr.de/ndrblue/epg/ESC-Update,sendung654564.html
    gibt es auch eine Möglichkeit Themen für die zukünftigen Sendungen vorzuschlagen. Möglicherweise lässt sich zumindest in diesem Rahmen eine Diskussion um das Song-Auswahlverfahren, „Personalfragen“ u.ä. anregen. Nur mal so.

  80. vandyke

    21.05.2017 | 13:36

    Ja schön, pellen die sich aber ein Ei drauf. Die machen genau so weiter wie bisher, einfach weil man sie von oben lässt. Schreiber wusste hundertpro das er seinen Hut nicht nehmen muss, egal wie es in Kiew ausgeht. Für mich ist das nur noch Murkserei und Klüngelei. Daran ändern auch ein paar Zugeständnisse an die Fans nichts.

  81. Mariposa

    21.05.2017 | 14:20

    @ Don

    Ina Müller fände ich spitze – für mich eine der besten Frauen im deutschen Fernsehen.

  82. Mariposa

    24.05.2017 | 12:13

    Man konnte Schreiber übrigens kurz beim Schnelldurchlauf mit der Fahne sehen – dieses typisch deutsche Mitgeschunkele ist absolut zum Fremdschämen….

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