Grand Prix ´mal klassisch: Die jungen Symphoniker in der Laeiszhalle Hamburg

„Ein Lied kann eine Brücke sein“ – damit hat Steffi die Laeiszhalle (den großen Saal!) in Hamburg gestern abend zum Beben gebracht. Dort gab´s Eurovisions Evergreens bis zum Abwinken.

Doch eins nach dem anderen: Wie kriegt man die größte Klassik-Konzerthalle in Hamburg überhaupt voll – mit Grand Prix Musik? Die Antwort gibt´s nach dem Klick! 

Die jungen Symphoniker in der prächtigen Laeiszhalle

Ganz einfach, man stellt einhundert (!) Aktive (plus) auf die Bühne. Jeder mitwirkende Musiker, Interpret, Helfer etc. hat mindestens (!) vier „Follower“ dabei – Mama, Papa, Oma, Opa, Freund, Freundin usw. – und in der Summe füllen die persönlichen Fanclubs dann (zumindest annähernd) den ca. 2.ooo Zuschauer/Zuhörer fassenden neobarocken Prunksaal der Hansestadt Hamburg. Wir waren wegen Inga (Schapitz) da, die spielt Geige und experimentiert ansonsten zusammen mit Corinna im Biolabor. Neben mir saß die Mama von Isabell (Müller), das wiederum ist die beste Freundin von Kirstin (Mohr) und die war auf der Bühne sowohl als Solistin (u.a. Aprés toi) als auch als Bestandteil des Chors „Le Troi Cheries“ aktiv. Und vor uns saß der beschwingte Fanclub von Steffi und damit sind wir schon beim Höhepunkt des Abends: Gleich als dritte Solistin trug Stefanie Heider den Joy Fleming Stampfer „Ein Lied kann eine Brücke sein“ mit so viel Inbrunst, Gefühl und Power vor, dass die ohnehin bestens gestimmte Halle tobte.

Stefanie Heider, genannt Steffi, der neue ESC-Superburner

Volle Punktzahl also für Steffi, das absolute Highlight einer bunten ESC-Mischung, die sich offiziell „Best Of Grand Prix – Germany 12 Points“ nannte. So stammte die sehr traditionelle Songmischung in der Tat überwiegend aus einer Zeit, als Deutschland auch jenseits von Bulgarien noch mit zwölf Punkten rechnen konnte.

Kirsten Mohr im besten Kleid des AbendsNeben Funky Steffi hat uns besonders auch Kirstin (links im Bild) gefallen, wobei da die nachbarschaftliche Promo von Isabells Mama sicher wirkungsvoll war. („Die Mädels verstehen sich alle bestens, egal ob sie gerade einen Freund haben oder nicht.“) Kirstin war optisch deutlich im oberen Zehntel und trug auch das beste Kleid. Jenes kam wegen der insgesamt drei Chor-Kirschen häufiger vor, machte aber bei Kirsten am meisten Krach. (Das kleine Schwarze eben, weniger ist halt oft mehr.)

Ähnlich empfunden hat das wohl Moderator Thorsten Brand (im grauen Anzug auf Bild 1), der gekonnt, manchmal etwas sehr ausführlich durch den Abend führte, in einer Mischung aus Club Med Animateur, Peter Frankenfeld und Warm Up Profi für „Vera am Mittag“. Der  in HH als“Improslam“-Moderator (aus dem Imperial-Theater auf St. Pauli) bekannte Chef von www.steife-brise.de erfreute sich vielfältig an der Abendgarderobe der (überwiegend weiblichen) Vocalkünstler, weshalb wir hier nun unsere eigene Fashion Hitparade anfügen:  

1. Kirsten Mohr / Les Troi Cheries

2. Britta Galling / Wir wollen niemals auseinandergehn (very classy, very stylish; leider ohne Bild)

3. Mareike Plota / Er gehört zu mir (zweite von links auf dem Gruppenbild unten; Wertung incl. der Vorsichthalber-Zurecht-Zupfen-Choreo)

4. Nikola Vatterodt / Poupée de cire, poupée de son (sehr 60s authentisch; sechste von links auf dem Gruppenbild unten)

5. Ute Athen / Nur die Liebe lässt uns leben (sehr neo-disco, sehr groovy)

Ute und Kirsten im Waterloo-Look & Feel

Ute und Kirsten hatten dann auch die schwere Aufgabe, WATERLOO zu reanimieren (s.o.). Ein ESC Abend, der sich nicht in allererste Linie an „Hardcore Fans“ (Axel B.) richtet, kommt wohl ohne ABBAs Song für Brighton nicht aus. Die Mädel haben das gut hingekriegt, indem sie optisch und chereographisch einmal mehr voll aufdrehten, da konnten selbst ABBA Aficionados darüber hinwegsehen, dass die großen Vorbilder Agnetha und Frida stimmlich nun einmal eine Klasse für sich sind.

Dennis Kaupp als Nicole, die gerade beim Pizzaessen warWas fanden wir noch toll? Eine ganze Menge! Als eine von mehreren Zugaben kam Dennis Kaupp als Nicole auf die Bühne (Bild links), aus dem Off gesanglich getragen von Kathi Moor, die zuvor schon eine entzückende Wencke Myhre gegeben hatte (und wir mögen ihren Song EIN HOCH DER LIEBE, sehr sogar). Dennis Kaup ist bekannt aus dem NDR-Satiremagazin „Extra 3“ und textete sehr witzig über die Musik von „Ein bisschen Frieden“ einige Reime zu den deutschen Zero Points Votingflops der jüngeren Vergangenheit. Es kam auch wieder das falsche Klischee von der angeblichen Osteuropa-Punkteschieberei vor, aber das zumindest sehr sehr witzig getextet.

Damenüberschuss in der Laeiszhalle

Beim großen Interpreten-Showdown zum Ende der über dreistündigen Sause waren dann fast nur Damen auf der Bühne (s.o.), aber wir wollen noch zwei Jungs erwähnen: Projektchef Jan Angermüller und Drummer Markus Baier. Letzterer hat sich während WHAT´S ANOTHER YEAR am Schlagzeug (von Hendrik Riehemann, zuvor als Domenico Modugno ebenfalls als Solist auf der Bühne) vertreten lassen und den Johnny Logan Siegertitel schlicht aber überzeugend und kraftvoll-mitreissend geschmettert. Klasse! Und optisch definitiv Bundesliga oberes Drittel! 100% Eye Candy!

Jan Angermüller ist stolz auf Steffi Heider

Jan Angermüller, oben im Dschinghis Khan Outfit neben der Heldin des Abends Stefanie Heider, hat ungefähr 17.000 Jobs bei „Best Of Grand Prix“ – sein Spektrum reicht von der musikalischen Leitung bis zur Produktion incl. Plakatdesign – ihm sei also stellvertretend für die Jungen Symphoniker Hamburg für einen mega-beschwingten Abend gedankt. Unser persönliches Highlight bleibt Steffi, die durfte ganz an Ende einer wunderschönen Konzertparty ihr „Ein Lied kann eine Brücke sein“ sogar ein zweites Mal vorgetragen – als einzige ungeplante Spontan-Zugabe. Es gehört viel Mut und Souveranität aller Verantwortlichen dazu, an einem Ensembleabend ganz am Ende die Bühne noch einmal für eine Solistin freizumachen, großer Respekt! Und Steffi war so ergriffen (s.u.), wir haben Freudentränen mitgeheult.

Unsere Steffi

Grand-Prix-Historie

2 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Joachim Heider

    08.05.2009 | 23:44

    Jaaa, Steffi ist und bleibt die beste! Und da ich Ihre Karriere immer live miterleben durfte, muß ich sagen – ich habe nichts anderes erwartet (bei aller Bescheidenheit). Herzliche Glückwünsche aus Bayern – Joe

  2. Meder

    27.12.2009 | 11:00

    Ein Lied kann eine Brücke sein ...

    Habe das Lied gestern das erste Mal (mit Joy schon hundert Mal) mit Steffi auf You Tube gesehen. Super!!! Habe gesucht ohne Ende wer diese attraktive Sängerin war, die sich voll ins Lied „reinhängte“, bin begeistert!

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