Statement der EBU zu den Hacker-Attacken

Nach der homophoben Hackerattacke gegen ESCtoday und andere Websites haben wir vom PRINZ ESC-Blog die European Broadcasting Union (EBU) als Ausrichter des Eurovision Song Contests um eine offizielle Stellungnahme zu der Sache gebeten. Hier ist die Antwort der Pressestelle an uns.

“Es ist natürlich sehr bedauerlich für diese Websites und die engagierten Leute, die sie betreiben, dass sie die Angriffe von Hackern erleiden. Diese sehen den Grund für ihre Taten in unkorrekten Informationen. Wir sind hier, um den Eurovision Song Contest zu organisieren, und nicht eine Gay Parade. Wie immer existiert ein solides Sicherheitskonzept für den Eurovision Song Contest, und wir haben bereits im vergangenen Jahr entsprechende Garantien von den relevanten Behörden erhalten, unterschrieben vom Premierminister Aserbaidschans. Wir haben Vertrauen in ihre Arbeit und freuen uns auf einen erfolgreichen Eurovision Song Contest 2012 in Baku.”

Wir hatten heute Vormittag über den widerlichen Hackerangriff auf ESCtoday, die wohl am längsten existierende Nachrichten-Website zum Eurovision Song Contest, berichtet – danach waren auch andere Websites offline. Hier unser erster Artikel zu dem Vorfall.

 

ESC-News, Rückblick: 2012 Baku

14 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Kevin

    17.05.2012 | 14:19

    Stimmt doch auch.

  2. Klaus Berg

    17.05.2012 | 14:21

    Danke für die schnelle Reaktion Matthias.

  3. Tamara

    17.05.2012 | 14:26

    AAAAAAAAAAAAAARRRRRGH!

  4. BennyBenny

    17.05.2012 | 14:37

    Weniger Information ging wohl nicht mehr…

  5. Babsi

    17.05.2012 | 14:38

    mit anderen Worten: “Hauptsache, wir haben ne tolle Show, was drumherum passiert, interessiert uns nicht” Was haben Esctoday und co mit Gayparaden zu tun?

  6. Matthias

    17.05.2012 | 15:11

    @Babsi: Mit dem Satz “Wir sind hier, um den Eurovision Song Contest zu organisieren, und nicht eine Gay Parade” kommentiert der EBU-Vertreter die Aussage der Hacker: “Was bringen Schwule nach Aserbaidschan? Was wird in aserbaidschanischen Familien nach der Gay Parade passieren?” (und das wiederum beruht offenbar auf Gerüchte, es gäbe in Baku in der ESC-Woche eine Art CSD.)

  7. Babsi

    17.05.2012 | 15:27

    @ Matthias: Ja, aber diese Seiten rufen ja nicht für Gayparaden und sonst was auf, sondern berichten über den ESC. Und die Aussage der EBU wirkt für mich, als bedauern sie diesen Vorfall, aber die Organisation des ESCs ist wichtiger. Ich hätte da eine strengere Verurteilung gegenüber dieser Aktion und Unterstützung der ESC-Seiten eher gewünscht, denn dieses Statement kommt mir etwas schwach vor.

  8. Jan

    17.05.2012 | 15:43

    Man kann sich einfach nicht immer und überall raushalten, wie es die EBU versucht, manchmal muss man auch Stellung beziehen.
    Eine Verurteilung der Aktion an sich und der genannten Gründe wäre sicher sehr positiv aufgenommen worden.

    Umso erstaunlicher, als ja der zweite Mann bei der EBU die Webseite esctoday.com einmal gegründet hat und dieser Tätigkeit auch seinen jetzigen Job mitverdankt. Den sieht man aber heute hier fröhlich durch das Pressezentrum tänzeln……

  9. Matthias

    17.05.2012 | 15:54

    Jan: Dann gleich am Arm packen und ihn fragen, warum die EBU wieder auf “hier ist alles toll organisiert – und alles jenseits der Crystal-Hall-Wände geht uns nix an” macht.

  10. Klaus Berg

    17.05.2012 | 16:13

    Genau Matthias. Eine Stellungnahme gerade von Sietse würde mich sehr interessieren.

  11. deutscheland

    17.05.2012 | 16:19

    Schwach, schwach, schwach. Was für eine Organisation ist diese EBU?

  12. Matthias

    17.05.2012 | 16:30

    ESCKAZ.com schreibt, dass auch ihre eigene Seite betroffen und somit eine Zeit lang offline war. ESCKAZ.com schreibt weiter, eine Gruppe namens “The Devotees of Azerbaijan” habe schon am Vortag die Attacke angekündigt. ESCKAZ.com zitiert aus einem Statement dieser Gruppe, ohne weitere Quellen zu nennen (daher ist dieses angebliche Statement mit äußerster Vorsicht zu lesen…)

    In dem Stück wird zudem auf nicht näher genannte aserbaidschanische Medien verwiesen, wonach Mitglieder einer “Azerbaijan Fedayeen Resistance Group” (AFMD) hinter den Attacken stecken sollen.

    Wie gesagt: Keine Ahnung, was da dran ist.

    http://www.esckaz.com/new/en/blog/hackers-are-back

  13. Michael

    17.05.2012 | 19:20

    Keine Meisterleistung

    Ziemlich schwach, die Antwort von der EBU-Pressestelle. Auch wenn es im Kern zutrifft, dass man einen ESC organisiert und keine Gay Parade. Die EBU hat nicht erkannt (oder will nicht erkennen), dass es den Hackern um Schwule geht und die Verwechslung ESC/Gay Parade da unerheblich ist, insbesondere vor der Tatsache, dass gefühlte 80 Prozent der Besucher oder Fans des Contests in Baku schwul ist. Mit der Pressemitteilung fühle ich mich als einer der zu den 80 Prozent gehört, ziemlich vors Bein gepinkelt. Ich hätte mir eine scharfe Verurteilung der Attacken gewünscht und gleichzeitig eine Solidarisierung mit den Geschädigten und den die angegriffen werden.

  14. Mirjam

    17.05.2012 | 19:49

    Wieder einmal enttäuscht die EBU mit Bla bla bla…

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