Deutschland

Hinter den Kulissen von USFB: Rooftop Kingdom – Die Jungs um Roman Lob


Gastblogger Frank und Sidekick André waren mit Prinz-Blogger Marc LIVE beim Finale von “Unser Star für Baku” in Köln und trafen nach der Show im Pressezentrum die Jungs von „Rooftop Kingdom“, die sonst mit Roman Lob zusammen Musik machen. Welche Pläne sie nach Romans USFB-Durchmarsch haben, hat Frank für den Prinz Blog nachgefragt. Hier sein Bericht mit vielen Bildern.

Nachdem wir uns beim Einlass bis zur ersten Tribühnensitzreihe durchgekämpft hatten, entdeckte Marc (seine Eindrücke hat er hier zusammengefasst) schräg hinter uns die Jungs von Romans Band „Rooftop Kingdom“ (Link zur Facebook-Seite).

Nach der Show haben wir noch etwas geplaudert. Sie wollen ihren Frontmann Roman beim ESC unterstützen und daher nach Baku fliegen oder sogar über Land (!) mit einem Bully hinfahren.

Anm. der Reaktion: Da sollten sie aber vorher nochmal auf die Landkarte schauen, mindestens drei Wochen vorher losfahren, und genau recherchieren, welche Grenzen geschlossen sind. Und ein (Industrie-)Mechaniker an Bord dürfte angesichts der kaukasischen Straßenverhältnisse sicher auch nicht schaden.

Wir haben dann vorgeschlagen, aus der „Tour nach Baku“ eine Art Roadmovie zu machen. Diese Idee gefiel den Jungs und nun suchen sie einen Sponsor und/oder ein Filmteam, das Trip und Film bezahlt – Interessierte Investoren, bitte bei Prinz melden, wir stellen gern den Kontakt her.

Die Band gibt es seit mehr als einem Jahr und besteht neben Roman aus Dejan Stankovic (Gitarre), Markus Eichelhardt (Drums), Lucas Henn (Bass) und Christoph Zimmermann (Gitarre). Die Jungs haben uns dann auch noch ein Gruppenfoto mit Roman versprochen, was ganz am Ende des Abends – als alle anderen Fotografen schon von dannen gezogen waren – tatsächlich auch noch geklappt hat! Leider hat das Blitzgerät etwas schlappgemacht, aber die Jungs sind dank ihres natürlichen Strahlens durchaus zu erkennen.

Die anwesende Presse zeigte sich übrigens sehr interessiert an den „Jungs um Roman“. Nachdem die vier anfangs von Romans Sieg noch überwältigt, sichtlich bewegt und von dem großen Medieninteresse überrascht waren, agierten sie schnell zusehends souveräner und gaben schon fast professionell ein Interview nach dem anderen.

Sie hegen natürlich die Hoffnung, dass sie auch von Romans neuer Popularität profitieren. Auch falls Roman nun eine Solokarriere gelingen sollte, wollen sie als Band mit ihm weiter zusammenarbeiten und gemeinsam Erfolg haben. Thomas D hat Ihnen während der Pressekonferenz zugerufen: „Mit Euch machen wir auch was“. Nun ja, der Jurypräsident hat während der acht Shows auch viel erzählt, was man nicht wirklich ernst nehmen konnte. Man wird sehen, was daraus wird.

Wir hatten ihnen zuvor noch den Tipp gegeben, zur Pressekonferenz mitzukommen und sie wurden auch ohne Akkreditierung von den Verantwortlichen problemlos eingelassen. Überhaupt war trotz der schlechten Einschaltquoten und trotz (oder gerade wegen) des enormen Medieninteresses und großen Andrangs die Stimmung bei den Mitarbeitern des NDR und von Pro7 und Brainpool gelassen und freundlich.

Anmerkung der Redaktion: Laut Prinz Blogger Marc, der 2010 vor Ort war, wurde nach einer USFO-Show die PK kurzfristig abgesagt, weil sich nur vier(!) Pressevertreter in die heiligen Brainpool-Hallen verirrt hatten. Ganz anders diesmal.

Das Moderatorenpaar Sandra Rieß und Steven Gätjen (sichtlich erschöpft) hielt sich zunächst im Hintergrund, um sich später in die erste Zuhörerreihe auf die für sie reservierten Plätze zu setzen.

Nachdem Produktionsleiterin Nicole (diesmal ohne Wayfarer) die Fotografen eingenordet hatte, den TV-Kameras nicht die Sicht zu verdecken, sollte dann die PK auch endlich beginnen. Angesichts der langen Wartezeit wegen der TV-Total Livesendung führte dieses zu leichten Missstimmungen bei den anwesenden Fotografen, die sich wie üblich um die besten Plätze drängelten.

Iris Bents (Head of Press der deutschen ESC-Delegation) erklärte dann den Fotografen das Prozedere beim Einmarsch der Protagonisten, damit es kein Hauen und Stechen gebe: beim Fotografieren vor der Logo-Wand ist es üblicherweise so, dass hinter den Fotografen ein Brainpool- oder ARD Mitarbeiter etwas hochhält, damit die “Stars” auch wissen, in welche Kamera sie schauen müssen.

Das hat diesmal aber überhaupt nicht geklappt – die anwesenden Fotografen waren daher (und wegen der langen Wartezeit, bis es endlich losging) verständlicherweise genervt.

Unser Beweisfoto: Alina Süggeler schaut schräg an der Linse vorbei, Thomas D schielt auf Alinas Brüste und Stefan Raab sieht irgendwo hin – offensichtlich den Blick bereits in die Ferne nach Baku gerichtet. Nur Roman hat es gleich kapiert und blickt direkt in die Kamera!

Alle, auch die Fotografen, waren irgendwie ein bisschen müde (vermutlich zum Teil auch schon Weiberfastnacht geschädigt, zumindest ließ die Verkleidung einiger Pressevertreter das vermuten). Hätte Frank nicht „Lach doch mal“ gerufen, was von den anwesenden Profis mit „genau, lachen!“ quittiert wurde, gäbe es wohlmöglich dieses Foto nicht. Beim Einmarsch begrüßte Roman aber zuvor von Weitem ersteinmal seine Band, womit wir wieder beim Thema wären. In diesem Moment geschah dann auch der oben zitierte Zuruf von Thomas D.

Bemerkenswert fanden wir die große Ruhe, Höflichkeit und Freundlichkeit mit der Roman der Presse begegnete. Auch bei den späteren Einzelinterviews hörte er den Fragenden stets aufmerksam zu und schaute sie an (weder sein Blick noch seine Konzentration schweifte ab, was angesichts der harten Wochen und des langen Tages und seiner Jugend überrascht. Er scheint uns sehr gefestigt und dem harten ESC-Alltag vor und in Baku durchaus gewachsen.

Die Fragen beantwortete er meist flüssig und durchaus gehaltvoll. Bleibt abzuwarten, wie er sich bei englischsprachigen Interviews schlagen wird, um mal wieder einen Vergleich zu Lena zu bemühen.

Die war übrigens bester Laune. Wir trafen Sie vor der Pressekonferenz zufällig im USFB-Studio und sie gab uns fröhlich die Fotoerlaubnis und lobte den Lob.

Es wurden bei der Pressekonferenz nur wenige Fragen zur Musik oder zum ESC gestellt. Lukas Heinser und Stefan Niggemeier (links im Bild) von bakulog.tv wollten zum Beispiel wissen, seit wann Roman sich denn mit dem ESC beschäftige. Schon immer, so seine Antwort. Aber richtig intensiv eben erst seit Lena, also seit USFO 2010. An sein Engagement bei der Boyband „G12P“ in 2008, also lange vor USFO hat er wohl dabei (wie wir auch) in dem Moment gar nicht gedacht. Schade, das hätte Romans ESC-Affinität gegenüber den Anwesenden weiter untermauert.

Zu den Einschaltquoten befragt, antwortete Thomas Schreiber (ARD), dass diese zur Finalshow zwar noch nicht vorlägen, aber selbstverständlich insgesamt sehr unbefriedigend seien. Mittlerweile wissen wir über das Quoten-Desaster mehr. Nach dem ESC sei es sicherlich nötig, an Verbesserungen zu arbeiten. Als freudige Überraschung bewertete er das Voting-Verhalten der (wenigen) Zuschauer. Es wurden „weit über 2 Millionen“ Anrufe/SMS gezählt, was eine sensationelle Beteiligung ist.

Erklärt wurde das dann ausführlich von Stefan Raab während der PK und in einem späteren Einzelinterview. Die Anrufer würden sehr intelligent und selektiv nur dann anrufen, wenn es nötig sei. Wenn also die Blitztabelle zeige, dass der persönliche Favorit in Gefahr sei. Dann würden sie allerdings anrufen wie wild, was den häufigen Gleichstand erkläre. Auf Manipulationsgerüchte angesprochen war seine Antwort: „wenn wir gefaked hätten, dann niemals so dreist.“

Das überzeugt, wie auch sein Bild zum Votingverhalten: „Wann rufen Sie den Dachdecker an? Genau! Wenn’s tropft und nicht 3 Monate vorher.“ Kann man so machen, aber vielleicht wäre vorbeugende Wartung nicht nur bei Dächern, sondern auch bei Show-Konzepten zumindenst erwägenswert im Hinblick auf bessere Quoten…

Frau Rieß lauscht aufmerksam. Steven Gätjen trägt ein zu enges Jeanshemd – ein Karnevalskostüm?

Nach der PK wurden dann mit den Protagonisten zahlreiche Einzelinterviews geführt. Auch hierbei zeichnete sich wieder Roman durch größte Freundlichkeit und Professionalität aus und war stets ein aufmerksamer Gesprächspartner.

Und dann durfte er endlich seine Bandkollegen von „Rooftop Kingdom“ in die Arme schließen und alle waren sichtlich bewegt. Ein schönes Ende eines langen Tages.

Fast, denn beim TV geht der Sendetag ja immer bis zum nächsten Morgen und so hieß es dann für Roman auch weiterarbeiten – „Videodreh!“. Die Nahaufnahmen für„Standing Still“ mussten noch gedreht werden. Das Ergebnis sieht man zum Beispiel hier im Standing Still Video auf eurovision.de

Aktuell, Bildergalerien, ESC-News, ESC-Vorentscheid

10 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Frank

    21.02.2012 | 14:57

    Die naheliegende Frage nach Romans Vorsprung kann man sich gut selbst beantworten. Bei “weit mehr als 2 Mio. Anrufen/SMS” und 0,6% Vorsprung ergäbe sich eine Differenz von mindestens 12000 und höchstens 15000 Stimmen (wenn man unterstellt, dass “weit mehr” weniger als 2,5 Mio. bedeutet).

  2. DerMoment1608

    21.02.2012 | 18:06

    Danke für den wirklich sehr interessanten Bericht!

  3. Matthias

    21.02.2012 | 20:39

    Schöne Bilder vom “Gehörgangschmeichler”. :)

  4. Ulli

    22.02.2012 | 07:55

    Alles Wichtige sehr schlüssig und kompakt festgehalten.
    (warten bis zum Schluss lohnt…meistens)
    Danke an Frank, André und Marc.

  5. jojo

    22.02.2012 | 10:20

    mit dem Bully nach Aserbaidschan fahren ist bis jetzt übrigens auch mein Plan – ich habe auch schonmal flüchtig auf die Landkarte geschaut :) Sponsoren würde ich auch nehmen :D

  6. Usain

    22.02.2012 | 11:07

    Aber wirklich, wie gut Roman auf den Fotos aussieht! Ich finde, diesen Look sollte unbedingt für Baku so belassen: Haare etwas länger, 5-Tage Bart, kein Cappi, Karohemd weit geöffnet… süß!

  7. Peter

    22.02.2012 | 22:57

    2 Mio. Anrufe?

    Frank, bezogen sich die 2 Mio. Anrufe explizit auf die Finalshow? Oder Hat Thomas Schreiber das offengelassen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass exklusiv beim Finale so viele Leute angerufen haben. Denn dann dürfte sich die Blitztabelle nicht so schnell so variabel verändern. Die “Dachdecker”-Begründung von Raab klingt zwar schnittig, ist aber rechnerisch wenig überzeugend, sofern die Anrufe während der gesamten Sendezeit kumuliert werden. Mal abgesehen davon, dass man einen Klempner und keinen Dachdecker ruft, wenn´s tropft. Be deutlich über 2 Mio. Anrufen in der Finalshow hat jeder Zuschauer im Schnitt einmal angerufen. Da das Aktivierungspotential von Televoting jedoch maximal (sehr optimistisch) bei 5% liegt (in der ARD i.d.R. weniger, weil im Privatfernsehen stärker incentiviert wird, dafür ist bei der ARD günstiger), hätten die Televoting-Aktivierten im Schnitt jeder (!) 20 Anrufe tätigen müssen. Das wäre in der Tat eine unglaubliche Hingabe der “Hardcore-Fans”.

  8. Frank

    22.02.2012 | 23:40

    @Peter: wenn ich mich recht erinnere, wurde nicht explizit nach den Anrufen/SMS im Finale gefragt, aber ich habe die Anwort so verstanden. Und hat nicht Raab (dessen Haus vermutlich ein Flachdach hat) nicht bei der PK am 9.2. gesagt, dass üblicherweise 10 bis 15 Prozent der Zuschauer zum Telefon greifen? Dann wären es “nur” ca. 10 Anrufen/SMS pro Person, was mir jetzt nicht sooo unwahrscheinlich erscheint.

  9. Frank

    25.02.2012 | 12:51

    Nachtrag: auf der EC Germany Seite in der Member Lounge gibt’s einen Link zu einem kompletten Mitschnitt der finalen Pressekonferenz (nur Audio).

  10. Frank

    09.03.2012 | 13:54

    Wenig Neues von/um Roman (Blog aus Thomas Ds Studio)…

    http://www.thomasd.net/blog/podcasts/folge-155/

Kommentar schreiben