Deutschland

Inside Eurovision Panel: Die Woche der ersten Entscheidungen

Das Eurovision Panel hat seine erste Aufgabe erfüllt, am Samstag fand in Köln die letzte von fünf Auswahl-Sessions für das NDR Eurovisions-Bootcamp statt. Am Montag (4. Dezember 2017) stellt das beauftragte Institut Simon Kucher und Partner dem NDR die 20 Vor-Finalisten vor, die vom NDR noch vor Weihnachten ins ESC VE Trainingslager eingeladen werden. Es ist also Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Vorab: Wir werden hier keine Interpretennamen veröffentlichen und uns auch sonst an die NDR-Spielregeln halten. Die 100 (plus) Panelisten haben zum Beispiel strafbewerte Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben müssen – mit Ankündigung von Vertragsstrafen von (bis zu) 100.000 Euro für jeden einzelnen Verstoß. Um also niemanden, weder Panelisten noch andere am Prozess Beteiligte, in eine Zwickmühle zu bringen, beschränken wir uns auf veröffentlichungsfähige Infos und Einschätzungen.

Auf diese Art und Weise würdigen wir auch einen anderen Aspekt: Viele Panelisten gehören zur Fraktion der „Hardcorefans“ und sind sehr begeistert, bei der Suche nach unserem Song für Lissabon aktiv beteiligt zu werden. Schon mit der ESC Roadshow, durchgeführt speziell für die ESC Community, hat ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber dokumentiert, für wie wichtig er die Rolle der Fans als positive Multiplikatoren hält. Dieser Hinwendung zur Fansszene wollen wir mit Hochachtung begegnen, deshalb reichen wir hier keine Namen weiter und respektieren die Integrität des Auswahlprozesses.

Thomas Schreiber mit Barbara Schöneberger, die 2018 wieder die Pre-Show vor dem internationalen Finale auf der Hamburger Reeperbahn moderieren wird. Ob Barbara auch wieder beim deutschen Finale moderiert, das wird erst bekanntgegeben, wenn der NDR den Executive Produktionspartner ausgewählt hat.

Einen Namen unter den 211 Kandidaten, die dem Eurovision Panel vorgestellt wurden, hat Thomas Schreiber (auf unsere Nachfrage hin auf dem ECG Clubtreffen) allerdings selbst verraten. Ralph Siegel ist mit einem Titel dabei, den Beteiligte irgendwo zwischen „old fashioned“ und Bollywood ansiedeln und als unmittelbar identifizierbar („siegelesk“) bezeichnen. Und ebenfalls beim ECG Clubtreffen hat der NDR Unterhaltungschef auch zwei Acts ausgeschlossen, die nicht zur Auswahl stehen: „Bitte glauben Sie mir: Rammstein und Helene Fischer stehen nicht zur Verfügung.“

YouTube Preview ImageRalph Siegels (bislang) letzter Versuch, das deutsche Finale zu gewinnen, war 2016 Laura Pinskis „Under the sun we are one“

Große Namen wie die Königin also nicht, aber was dann? Befassen wir uns zunächst mit dem Foto aus der ersten von fünf Sessions (in München, Hamburg, Bonn und Köln), welches Eurovision.de am ersten Tag der Befragungswoche veröffentlicht hat und welches der NDR in der Folge auch dem PRINZ Blog zur Verfügung gestellt hat (siehe Aufmacherbild). Zu sehen sind darauf (mindestens) 18 Panelisten, das heißt die fünf Termine dürften in etwa gleich stark mit etwa 20 Befragungspersonen besetzt sein.

Etwa 80 Prozent der Teilnehmer auf dem Foto sind männlich, das ist ein weiteres Indiz dafür, dass viele „Hardcorefans“ in den Selektionsprozess eingebunden sind. Ebenfalls fällt auf, dass es sich bei 80 Prozent der Panelisten (auf dem Foto) um Twentysomethings handelt. Das junge Durchschnittsalter dürfte damit zusammenhängen, dass gezielt europakonform abstimmende Panelisten mit einem Gespür für Hits ausgesucht worden sind. Mehrfach wurde uns aus dem Kreis der Beteiligten bestätigt, dass in den vier Panel-Städten „keine Fans altbackener oder unzeitgemäßer Künstler bzw. ihrer Musik“ versammelt waren. Eben keine Voter, die „nichts Besseres zu tun hätten, als jeder Siegel-Komposition zuzujubeln“.

Auf dem Foto ist auch erkennbar, dass die Panelisten auf relativ engem Raum versammelt sind, was zum Meinungsaustausch einlädt. Allerdings hat jeder Panelist individuell „nur“ 100 von 211 Songs (in 40-Sekunden-Clips) zur Bewertung vorgestellt bekommen – mit Zwei-Minuten-Breaks nach zehn Songs zum Luftholen und einer etwas längeren Pause nach 50 Clips.

Wer die Exekution von Marktforschungsstudien kennt, kann hieraus ablesen, dass Simon Kucher und Partner (SKP) hier einen ganz klassischen „Versuchsaufbau“ gewählt hat und die Fragen, die nach den Clips jeweils zu beantworten waren, ähneln dementsprechend ganz logisch denen, die wir aus den beiden Fragebogenrunden kennen, mit deren Hilfe aus 15.000 Panel-Bewerbern zweistufig die etwas mehr als 100 Panelisten rekrutiert wurden.

Die Musikauswahl unter den 211 Vor-Vor-Finalisten ist – wie auf der Roadshow angekündigt – sehr breit. Den größten Anteil stellen weibliche und männliche Singer/Songwriter (häufig mit Gitarre), der eine oder andere fühlte sich dabei an die Wildcard-Konzerte im Hamburger Edelfettwerk erinnert. Powerballaden, Pop und verschiedene Varianten von Elektro waren ebenfalls signifikant vertreten. Und „Lena-Klone“ und erstaunlicherweise auch Blasmusik waren auch mehrfach im Angebot, LaBrassBanda lassen grüßen.

Die heimlichen Gewinner des ESC Vorentscheids in Hannover 2013: LaBrassBanda

Im Aufgebot waren ferner auch Spaßbeiträge oder anders formuliert „Peinlichkeiten“ und „Absurditäten“. Möglicherweise sind diese Extreme bewusst untergemischt und dienen auch dazu, die Bewertungen der Panelisten auch noch einmal disproportional zu gewichten, das ist ein etabliertes Mafo-Tool. Ob ein solches Instrument hier zur Anwendung kommt, ist aber eine Spekulation.

Hervorstechend ist auch die unerwartet große Professionalität der meisten Clips, die es zu besichtigen gab. Ganz große Namen (wie Rammstein oder JÜBLOF – siehe oben) fehlen allerdings, es dominieren unbekannte Acts und dann „B-Prominenz“, darunter „eher Bands als Einzelinterpreten“, aber auch aus anderen Castingsshows bekannte (wiedererkannte) Acts und Youtuber. Alle in allem ein abwechselungsreiches „spannendes“ Portfolio „von Trash bis hin zu modernen Songs/Stimmen“, welches mehrere Beteiligte auf einen „Vorentscheid mit sehr guten Acts“ hoffen lässt.

Viel positives Feedback gab es auch für das SKP Team, sowohl hinsichtlich seiner Professionalität als auch in Bezug auf die Empathie gegenüber den über den ESC fachsimpelnden „Außerirdischen“, die es gute drei Stunden zu betreuen galt. Das Eurovision-Panel habe bei SKP das Wetter vorübergehend als das beliebteste Flurfunk-Thema abgelöst. Kein Wunder, das Alltagsgeschäft von SKP dürfte kaum den boulevardesken Glamour haben, den der ESC ausstrahlt.

Wir haben beim NDR angefragt, wer die „Musikexperten“ waren, die die 211 Eurovisions-Panel-Kandidaten aus 4.000 Bewerbungen vorgefiltert haben, die Antwort steht noch aus und wir reichen sie nach. Auch die 20 Trainingslager-Teilnehmer dürften in ein bis zwei Wochen bekanntgegeben werden, denn die Arbeit im Bootcamp (hier erläutert) wird gefilmt und dokumentiert, um dieses Material nach Auswahl der (voraussichtlich) fünf Finalisten (die das Eurovisions-Panel und die internationale Jury online vornehmen werden) auch (auf noch nicht festgelegten Kanälen) öffentlich zu zeigen.

Was meint Ihr? Ist der erste gute Schritt auf dem Weg zu einer „Top Ten Platzierung“ in Lissabon (Thomas Schreibers Minimalziel im PRINZ Blog Interview) vollzogen?

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48 Kommentare Kommentar schreiben

  1. DerKai

    03.12.2017 | 19:40

    Moin!
    Ich finde, das klingt alles sehr spannend und großer Mühe und großer Ernsthaftigkeit aufgezogen. So lang dabei die Leichtigkeit nicht verloren geht, bin ich zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind! Es kann zumindest niemand sagen, dass die Fans ungehört blieben. Allen, die daran teilnehmen: Viel Spaß weiterhin und ein gutes Händchen!

  2. Kontrapunkt

    03.12.2017 | 20:27

    Da ist es ja doch ganz gut, dass ich nicht hin bin, obwohl ich wider Erwarten sogar unter den 100 Juroren des Panels war – und das trotz meines Geschmacks, der von der Masse der ESC-Zuseher abweicht (wäre man – wie oben beschrieben – zynisch, dann könnte man mich als einen von denen sehen, die „nichts Besseres zu tun haben als jeder Siegel-Komposition zuzujubeln“, denn ich fand die Siegel-Kompositionen in den meisten Fällen gelungen).

    Aber ich habe schon so was geahnt. Man bekommt nicht alles zu sehen, muss dubiose Verschwiegenheitserklärungen mit massiven Vertragsstrafen unterschreiben, etc. Also im Prinzip das System, das es auch beim Trash-TV gibt, damit die Leute ja den Mund halten und nicht sagen, was da hinter den Kulissen abgeht. Wobei das bei mir nicht mal der Hauptgrund war, warum ich nicht hin bin, sondern es waren Zeitgründe. Hatte ja bei der Teilnahme auch gar nicht damit gerechnet, dass ich wirklich ausgewählt werde.

  3. Matty

    03.12.2017 | 20:29

    Dann dürfen wir gespannt sein, ob der Siegelbeitrag unter den 20 Titeln und Interpreten vertreten oder bereits vorher aussortiert wird. Ich denke, es wird Letzteres der Fall sein.

  4. melodifestivalenfan

    03.12.2017 | 20:50

    @Peter
    „Exekution von Marktforschungsstudien“ ? Kannst du das mal erläutern?
    Wer wird denn hingerichtet? Siegel oder wer? Ich kenne übrigens keinen, der per se jeder Siegelkomposition zujubelt und nichts Besseres zu tun hat. So ein Quatsch. Mal sehen, was die „Twentysomethings“ da so ausgewählt haben.

  5. Peter

    03.12.2017 | 21:16

    @melodifestivalenfan:

    Sorry, der Begriff ist tatsächlich etwas martialisch, ist aber in diesem Mafo-Kontext eine reine technische Formulierung und meint lediglich, dass ein Studiendesign (in diesem Falle eine Befragung) „ins Feld geführt“ (noch zu ein Fachbegriff) wird, also operativ umgesetzt wird. In vergleichbaren Fällen werde ich zukünftig weniger militant formulieren. Nochmal Sorry.

  6. Ruhrpottler

    03.12.2017 | 23:50

    Zwei Sachen:
    1. In diesem Bericht ist die Rede von fünf Sessions, aber es werden nur vier Städte genannt (München, Hamburg, Bonn und Köln). Fand etwa in einer der Städte zwei Sessions statt oder ist das ein Fehler? Oder ist mit der fünften Session das nächste Treffen für die Auswahl der Top5 gemeint?
    2. Zitat: ,,Bereits am 4. Dezember, […] , werden die 20 Kandidaten öffentlich vorgestellt.“ (aus der Fan-Seite Eurofire.me). – Hier im Beitrag jedoch ist die Rede von einer Dauer von noch 1-2 Wochen. Was stimmt denn nun und werden die 20 Kandidaten wirklich öffentlich gemacht?

  7. Peter

    04.12.2017 | 00:23

    @Ruhrpottler:

    zu Deiner Fraqe 1: Ja, es waren fünf Sessions mit jeweils 20 Panelisten in vier Städten. Die Auswahl der Städte hat (auch) logistische Gründe, denn in den o.g. vier Städten verfügt Simon Kucher und Partner über Niederlassungen, also die räumliche und technische Infrastruktur zur Durchführung der Befragungen. So kommt Bonn auf die Liste, denn dort ist das SKP Headquarter.
    .
    zu Deiner Frage 2: Es ist definitiv nicht richtig, dass die 20 Kandidaten am 4.12.17 (heute) öffentlich vorgestellt werden. Der letzte (fünfte) Panelsitzung in Köln endete erst gegen 15:00 Uhr am Samstagnachmittag. Danach muß SKP am WE sämtliche Daten auswerten und stellt sie gleich am Montag dem NDR ESC Gremium vor. Da sich mutmaßlich auch Interpreten darunter finden, die sich nicht beworben haben und beigemischt wurden, müssen diese erstmal überzeugt werden, tatsächlich mitzumachen. Mglw gibt es für solche Fälle auch Ersatzkandidaten (wie es bei den Panel-Nominierungen auch der Fall ist/war). Diese Gespräche mit den Künstlern werden einige Tage in Anspruch nehmen, mit hoher Wahrscheinlichkeit werden schriftliche Vereinbarungen fixiert. Die (sportliche) Schätzung von 1-2 Wochen bis zur Bekanntgabe haben wir vorgenommen, weil Mitte Dezember bereits das Trainingslager beginnt und der NDR angekündigt hat, dieses journalistisch begleiten lassen zu wollen. Einen verbindlichen „offiziellen“ Termin zur Bekanntgabe der 20 Bootcamp-Teilnehmer gibt es aber nicht.

  8. Ruhrpottler

    04.12.2017 | 04:45

    @Peter
    Danke für die ausführliche Antwort. Dann müssen wir uns wohl ein bisschen noch gedulden. Es wäre aber theoretisch eine Idee, dass die 20 Kandidaten trotzdem noch heute veröffentlicht werden – ohne die Kandidaten, die davon noch nichts wissen, vorher zu fragen, aber das würde deren Image schaden, weil dann überall berichtet worden wäre, dass X, Y und Z einen Rückzieher gemacht haben. Außerdem bin ich gespannt, ob auch verraten wird, wer sich selbt beworben hat und wer ohne Wissen quasi von selbst qualifiziert wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass der NDR und die Kandidaten es selbst nicht verraten, weil dadurch würden Vorteile/Nachteile für eben diese entstehen. Auch bin ich gespannt, ob unter den 20 Vor-Finalisten bekannte Namen oder Bewerber vom letzten Jahr (oder von den Clubkonzerten) dabei sein werden.
    —-
    Ich hätte da noch eine veranstaltungstechnische Frage. Ich kenne mich nämlich mit Fernsehstudios nicht aus, aber der VE fand ja in einem Fernsehstudio statt mit ovaler Bühne und diesem leuchtenden langen Band an der Decke sowie mit diesen leuchtenden Zylindern an der Decke. Wurden diese ganzen Elemente eigens für diese eine Show hergestellt oder finden sie öfter Verwendung bei z.B. anderen Produktionen?

  9. Trakol

    04.12.2017 | 07:01

    @Peter „Mglw gibt es für solche Fälle auch Ersatzkandidaten (wie es bei den Panel-Nominierungen auch der Fall ist/war)“

    Herr Schreiber, meinte auf einen der treffen, wenn einer abspringt, geht es mit 19 weiter, es wird nicht nachnominiert.

    @Ruhrpottler Ich denke nicht, dass die 20 Kandidaten vor Weihnachten bekannt gegeben werden. Das könnte die Entscheidung des Panels beeinflussen, wenn sie vor der nächsten abstimmung wüssten, wer zur Auswahl steht.
    Und die ganze Technik in Fernsehstudios wird natürlich nicht nach einer benutzung weggeschmissen. Lampen / Licher / Technik wird natürlich öfter verwendet. Die Bühnenkullise kann durchaus einzig allein für eine Produktion verwendet werden. Es kommt ja immer darauf an wie man die Sendung produziert. Man kann allerdings auch alte Kullissen hernehmen und sie überarbeiten/verändern

  10. Ansgar

    04.12.2017 | 11:33

    „Keine Fans altbackener oder unzeitgemäßer Künstler bzw. ihrer Musik“.
    .
    Gut, dass ich mich gar nicht erst beworben hab :D

  11. Christo

    04.12.2017 | 13:48

    Ein Siegeljünger wurde dann doch erfolgreich eingeschleust, vermutlich ein strategisch klug gesetzter Zahlendreher bei der Altersangabe. Ich seh es schon ganz deutlich: der graue Sixtysomething am rechten Bildrand wird wegen seiner eingerosteten, musikalischen Geschmacksknospen das gesamte Rechenschieberkonstrukt der Schablonisten unterminieren und zur unvorhersehbaren Implosion bringen. Ich werde mitfühlen, wenn er die reservierte Arschkarte feierlich überreicht bekommt.

  12. manuel d.

    04.12.2017 | 15:10

    Grundsätzlich glaube ich nicht, dass so etwas jedes Jahr durchführbar ist. Aber wenn es jetzt mal den richtigen Impuls gibt, ENDLICH nicht Acts nach größtem gemeinsamen Geschmack, sondern echte, Musik die unter Umständen auch mal spaltet zu finden, könnte ich mir vorstellen, dass solche Musiker die nächsten Jahre doch mal schneller den Weg in die deutsche Vorentscheidung finden. Seid Jahren gefordert, nun endlich ein Schritt in die richtige Richtung?
    .
    schade nur das ich nicht ausgewählt wurde, hätte doch gern da mitgemacht… Aber vielleicht bin ich ja zu alt gewesen… :-(

  13. escfan05

    04.12.2017 | 15:35

    Ein Frage an die Panelisten, dürft ihr wenigstens was über die Qualität oder das Niveau der Bewerbungen sagen? War wie Wahl eine Qual oder hattet ihr die Qual der Wahl, weil so viele gute Bewerbungen dabei waren?

  14. Calv

    04.12.2017 | 15:48

    Mich würde ja die genaue Auswertung der Top20 interessieren, wie stark was gewichtet wird und welchen Einfluss verschiedene Faktoren haben. Denke zwar nicht, dass das am Ende veröffentlicht wird, wäre aber sehr spannend. Ansonsten hab ich nichts auszusetzen, klingt ja alles sehr gut, dass dort passende Talente dabei sind steht außer Frage, nur die Songauswahl bereitet mir noch Sorgen, da der Fokus doch sehr auf den Künstler/in gelegt wird.

  15. Alex

    04.12.2017 | 19:36

    @escfan05

    Das weiß ich gar nicht. Und über Qualität lässt sich sicher auch streiten.

  16. flo

    04.12.2017 | 21:30

    Sieht aus wie ein Mathe-LK bei der Klassenarbeit ;)

  17. Branko

    04.12.2017 | 22:34

    Überraschenderweise sehr viele Männer dabei… normalerweise rufen doch meistens Frauen bei solchen Shows an, z. B. The Voice, DSDS, ESC, X-Factor, Supertalent usw. Dabei sollte doch die deutsche Gesamtbevölkerung representativ vertreten sein, oder?

  18. biobanane (210)

    04.12.2017 | 22:48

    Wollte was schreiben, aber das System hat das mal wieder gelöscht. Gebt doch mal endlich diesen Fehler weiter, dass wenn die Email-Adresse fehlt einfach alles weg ist.

  19. Ruhrpottler

    04.12.2017 | 23:42

    @flo – Haha, ja genau. Damals bei meinem Mathe-LK war es genau so mit der niedrigen Frauenquote :-)
    —-
    Ich hoffe auch, dass wirklich wirklich zum Schluss ein spaltender Beitrag gewählt wird. Ich habe mal auch ein bisschen wissenschaftlich analysiert. Man stelle sich folgende Varianten vor:

    A1: Ein Land versucht alle Leute zu erreichen und wird von allen gleichmäßig gemocht.
    A2: Ein Land versucht alle Leute zu erreichen und wird von allen gleich wenig gemocht.
    B1: Ein Beitrag wird extrem geliebt und gleichzeitg stark verhasst. Die liebenden Wähler überwiegen.
    B2: Ein Beitrag wird extrem geliebt und gleichzeitig stark verhasst, aber es sind nicht genug Liebende.

    Ich würde die diesjährigen Beiträge so einordnen:
    A1: Bulgarien, Schweden, Belgien, Moldau, Italien
    B1: Portugal, Rumänien, Ungarn, Kroatien
    A2: Deutschland, Ukraine, Israel, Tschechien, Griechenland
    B2: Montenegro, Irland, Litauen

    Dazu die deutschen (VE-)Kandidaten:
    A1: Roman Lob, Elaiza, Lena
    B1: Helene Nissen, Laing, Avantasia, Santiano, Caroline
    A2: Levina, Ann-Sophie, Alex Diehl, Unheilig, Axel Feige
    B2: Jamie-Lee, Fahrenhaidt, Noize Generation, Faun
    —–
    Ich kann meine Theorie sehr gut nachvollziehen, weil meine Beiträge, die ich über alles geliebt habe (alle B1) z.B. Kroatien, Rumänien und Helene Nissen wurde überall gleichzeitig gehasst.
    Ich wünsche mir, dass Deutschland, wenn jemand aus der B-Kategorie gewählt wird, dann auf jeden Fall B1 und sollte es erneut wieder kein spezieller Beitrag werden, dann wenigstens A1 und nicht schon wieder A2

  20. Klaus

    05.12.2017 | 06:49

    Österreich hat auch seinen Interpreten bekannt gegeben 🔝

  21. Trakol

    05.12.2017 | 07:35

    @Branko beim ESC rufen dagegen eher leute an die Jung, Gay und partyaffin sind ;)

    und den Künstler für Österreich find ich Top!

  22. Ruhrpottler

    05.12.2017 | 08:25

    Cesar Sampson war ja schon mit Poli Genova auf der Bühne. Er kommt mit 4 weiteren Backgroundsänger/innen zum Schluss hervor, aber ist er der linke oder rechte Mann?

  23. Jorge

    05.12.2017 | 09:09

    Stereotyp – take that weight (Peter Kruder Rmx)
    https://www.youtube.com/watch?v=go5nHXrRgYU
    Vocals Cesar Sampson

  24. Jorge

    05.12.2017 | 09:26

    Der PB-Jubelartikel wird den NDR aber freuen.
    Zitat1: „Mehrfach wurde uns aus dem Kreis der Beteiligten bestätigt, dass … „keine Fans altbackener oder unzeitgemäßer Künstler bzw. ihrer Musik“ versammelt waren.“
    Klingt natürlich logisch, wenn man zuvor in Runde 2 des Onlinechecks die Meinungen zu Polina & Il Volo abfragt. Als Falsifikation war das wohl kaum zu verstehen, wenn die im angeblich so hippen zielsicheren dt. Televoting Höchstwertungen bekamen. Erkenne den Widerspruch.

    Zitat2: „Auf diese Art und Weise würdigen wir auch einen anderen Aspekt: Viele Panelisten gehören zur Fraktion der „Hardcorefans“ “
    Wenn ESC-Hardcore-Fans von aktueller Musik sprechen, was werden die darunter wohl verstehen, angesichts der einschlägigen Ergebnisse bei Fanvotings und dem grassierenden Desinteresse in gewissen Foren an alternativen Stilen? Erstmal warte ich die „Beweise“ aus der Selektion ab. In so ein Panel gehören eben keine Hardcorefans rein – Meine Meinung.

    @Christo: Allerbester Kommentar :-). Dürfte nicht der einzige partyaffine Zahlendreher sein, auf dem Foto ist noch der a) hippe „Party“-Pullunder dunkelblau & b) die coole Ausgehfrisur Typ offene Stirn (jeweils hintere Reihe). Immerhin ist die exponiert platzierte Bionade-Flasche offenbar ein unterschwelliger Hinweis auf urbanen Lifestyle und auf die wenigen Jungs in spassorientierter Freizeitbekleidung setze ich meine Hoffnungen. :-)
    Bei mir hätte sich ein Zahlendreher leider nicht gelohnt. :-(

  25. Little Imp

    05.12.2017 | 10:27

    @ Jorge

    Zum Zitat 1:
    Na ja, es gibt neben zeitgemäß und unzeitgemäß auch noch zeitlos. Und ich befürchte Show-Balladen-Hymnen und das alle paar Jahre wieder relativ erfolgreich auf der Bildfläche erscheinende „Popera“ sind inzwischen schon als letzteres einzustufen – wenn es gut gemacht ist.

  26. Frederic

    05.12.2017 | 10:43

    Ich bin natürlich kein Freund oberflächlicher Abwertungen aber …
    Ist das da vor der Tafel Tim Bendzko oder nur jemand, der gerne so aussieht? Kann mich nicht entscheiden, welche Antwort mir weniger Sorgen machen würde …

  27. Tom

    05.12.2017 | 10:52

    @Frederic. Nein, das ist nicht Tim Bendzko, sondern jemand von SKP.

  28. Galango

    05.12.2017 | 12:01

    @Frederic: Nein, ich war selbst in Hamburg vor Ort (das obige Bild ist aber von woanders). Da war der lockige Herr, im Übrigen mit Brille, der oben vor zwei Fernsehern steht, auch dabei. Und er sieht in natura wirklich nicht aus wie Tim Bendzko.

  29. biobanane (210)

    05.12.2017 | 16:41

    Immer wieder erstaunlich, wie viele Informationen man aus einem Bild herauslesen kann oder meint zu können. Wobei ich den Jorgeschen Pullunder immer noch suche.

  30. Ben70

    06.12.2017 | 10:02

    Stefan Raab kommt doch aus dem (Vor-)Ruhestand zurück – man könnte das ganze Prozedere doch abkürzen… ;-)

  31. Matty

    06.12.2017 | 10:13

    Ich bin mir sicher, daß Stefan Raab das Ganze im Hintergrund mitverfolgt und sich seine Meinung dazu bildet.

  32. Frederic

    06.12.2017 | 10:58

    @Tom & Galango
    Vielen Dank für die Aufklärung.
    Flatscreen is the new Tafel – bin halt 20. Jahrhundert.

  33. Jorge

    06.12.2017 | 11:23

    @Little Imp: Selbst wenn ich dem folgen würde (tue das nicht), wo ist dann der Zusammenhang zu einem jungen, gayfriendly/toleranten & partyaffinenen Panel? Btw., liefert sowas auch das ARD-Televoting: #NicaJoe (3.), #diePriester (4.). Werde das hier nicht weiter durchanalysieren, woran die Selektion krankt, ist mir zu zeitintensiv, beim Sender wird nur das beachtet, was in Auftrag gegeben und wofür auch bezahlt wurde. Man freut sich dort auf die positive Begleitung und jeder jetzt am Prozess beteiligte Hardcorefan darf sich natürlich zu Recht umschmeichelt fühlen. ^^

    Mal sehen, was der Prozess ergibt, ich erahne aber klassische ESC-Fankriterien, hoffe noch auf Gegenteiliges.

  34. Little Imp

    06.12.2017 | 13:33

    @ Jorge

    Na ja, der Zusammenhang ist um drei Ecken. Ziel des Panels war es ja nicht, jung, tolerant und partyaffin zu sein, sondern das Panel sollte geschmacklich möglichst nah an den Televotingergebnissen des ESCs liegen. Wenn die Analyse korrekt ist, dass der Hauptteil der europäischen Televoter jung, tolerant und partyaffin sind, gleichzeitig „Il Volo“ und „Polina“ massiv abgeräumt haben, dann heißt das entweder, dass man auch als junger, toleranter Partymensch dafür empfänglich ist, oder dass diese Acts den „Nicht-Hauptteil“ der Televoter stärker aktivieren konnten als andere, ähnliche Acts (z. B. Amaury Vassily). Letztendlich geht es ja nicht darum, einer jungen, toleranten Meute zu gefallen, sondern genug Anrufer zu aktivieren. Und überhaupt, Salvador Sobral passt auch nicht wirklich zu partyaffinen, jungen Menschen…
    Als was der NDR das Panel und das Image des ESC in Deutschland darstellen möchte, ist natürlich noch eine andere Sache.

  35. Trakol

    11.12.2017 | 09:16

    Bin ja gespannt ob und wann bestätigt wird, dass man die 20 (oder weniger) Acts gefunden hat und das Bootcamp startet

  36. nala2408

    11.12.2017 | 11:27

    @Trakol Zwischen dem 18. und 21. Dezember werden die 5 Kandidaten ausgewählt, also müsste das Bootcamp diese Woche starten. Bin auch gespannt, wann wir mehr Infos bekommen.

  37. Meckie

    11.12.2017 | 13:33

    Keine Ahnung was ich von diesem „Konzept“ halten soll… macht so eine Sache nur dann Sinn, wenn sich auch ein „repräsentativer“ Durchschnitt an solche Auswahlverfahren beteiligt? Eine Vorauswahl mit fast nur „Hardcore-ESC-Fans“… ein wenig gruselig…

  38. escfan05

    11.12.2017 | 19:26

    Mal ne Frage an die Panelisten. Im Erklärvideo auf der offiziellen Website wird auch gesagt, das man auch auch bekannte Künstler angefragt hat. Waren unter den Bewerbungen auch Künstler dabei, die euch schon von vornherein bekannt waren? Sprich waren bekannte Künstler auch unter den Bewerbungen dabei?

  39. Jorge

    11.12.2017 | 20:00

    Mal angenommen, einem Panelista wurde Xavier Naidoo vorgedudelt, einem anderen Santiano, einem Dritten die Scorpions. Wer sagt einem denn, dass es angefragte Bewerbungen waren und nicht Testballons o. Checkkandidaten, womit sich einzelne Panelmitglieder (theoretisch) identifizieren liessen? Würde man das angesichts der Verschwiegenheitsklausel hier kundtun?

  40. biobanane (210)

    11.12.2017 | 22:29

    Gibt ein neues Video vom NDR. Scheinbar setzt man dort wirklich voll auf die Hardcore-Fans selbst beim Moderator. Finde ich etwas schade und kann das auch nicht nachvollziehen, selbst wenn die Community verschärft abstimmt, ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich die Mehrheit der Stimmen ist. Und wenn in Familien abgestimmt wird, dann von dem weiblichen Part, und der geht da eher unter, obwohl man alle anwesenden Frauen interviewt hat .

  41. Galango

    12.12.2017 | 01:40

    @Jorge: Du meinst, dass manchen Panel-Mitgliedern mitunter bekannte Kandidaten gezeigt wurden, um bei einem möglichen Info-Leck besser ermitteln zu können, wer die Info herausposaunt hat, sozusagen als Falle ;-)? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aus dem Video des NDR wird ja ersichtlich, dass die Panel-Teilnehmer nah beieinander saßen und auch rumlaufen konnten. Man konnte also durchaus auch sehen, was auf den anderen Bildschirmen gezeigt wurde.

    @escfan05: Nur weil jemand unter den gezeigten Kandidaten war, heißt das nicht, dass derjenige sich auch beworben hat. Vielleicht hat man den reingenommen, um aufgrund des möglichen Zuspruchs von den Panel-Teilnehmern den entsprechenden Kandidaten anzufragen, so sagte das Thomas Schreiber ja in Köln, wenn ich es recht gelesen habe. Der Kandidat kann ja trotzdem ablehnen. Sprich, wenn ein bekannter Name dabei war, kann es heißen, dass der Kandidat sich selbst beworben hat oder dass er von den NDR-Vertretern als potenzieller Kandidat ausgesucht wurde, ohne es selbst zu wissen. Es nützt also nichts, Namen zu diskutieren; man weiß schließlich nicht, warum genau der Kandidat gezeigt wurde. Vielleicht sind manche auch extra als Finte platziert worden, die genaue Methodik ist mir nicht bekannt.

    @biobanane (210): Ich kann mir kaum vorstellen, dass man viele Nicht-Fans dazu bringen kann, sich dazu zu verpflichten, extra irgendwo hinzureisen, um an einer mehrstündigen Befagung teilzunehmen und sich auch noch für den VE freizunehmen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass durchaus mindestens ein paar Leute dabei sind, die sich nicht so stark mit dem ESC identifizieren.

  42. Trakol

    14.12.2017 | 06:32

    Eurovision.de hat was zum workshop veröffentlicht

    https://www.eurovision.de/feddersens_kommentar/Kommentar-zum-Workshop-fuer-den-Vorentscheid,kommentar2134.html

  43. escfan05

    14.12.2017 | 08:55

    jrg2.bauch@yahoo.com

    Werden denn die 20 armen Würst ähh Kandidaten denn irgendwann mal auch bekanntgegeben? Können die Panelisten denn sagen ob sie mit der Auswahl zufrieden sind?

  44. Galango

    14.12.2017 | 10:20

    @escfan05: Ob jemandem etwas gefällt, ist ja keine vertrauliche Info, sondern ein subjektiver Eindruck. Solange man keine Namen preisgibt, geht das. Jedoch kennen die Panelisten die Top 20 noch gar nicht, das ändert sich aber bald ;-)

  45. Daniel

    14.12.2017 | 21:21

    Ich bin schon sehr gespannt….Wolle von den Heavytones ist ja auch mit von der Partie in der Zweiten Runde für unsere 20 Kandidaten die wir noch nicht kennen…..Bin gespannt wann gefilmtes Material kommt .

  46. melodifestivalenfan

    14.12.2017 | 22:26

    Für mich ist der Kommentar von Feddersen zum Workshop in Köln alles andere als beruhigend. Offensichtlich sind zum großen Teil wieder die gleichen Leute am Werk wie in den Jahren zuvor.

  47. Chris

    14.12.2017 | 22:29

    Und am Ende stehen im Februar doch wieder 4 Mädchen und 1 Junge auf der Bühne, einer langweiliger als der andere und ein Song durchschnittlicher als der andere…

  48. MaxiKing

    15.12.2017 | 18:19

    Lara Loft ist unter den Top 20. Langweilig ist sie mit Sicherheit nicht und eine richtig gute Stimme hat sie auch :)

    https://twitter.com/PRINZ_ESC/status/941713713484193792

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