Deutschland

Levina im PrinzBlog-Interview: „Ich lasse mich durch die Wettquoten nicht verrückt machen!“

Levina war am letzten Sonntag einer der Gäste bei der London Eurovision Party. Vor allem mit ihrer a cappella Version von Valerie (Amy Winehouse) überzeugte sie die Zuschauer und zeigte was sie stimmlich drauf hat. Bei Perfect Life dagegen war die Stimmung leider nur mittelmäßig. Im Prinz-Blog Interview sprachen wir mit Levina über ihren Song, ihre Promotour und ihre Chancen für Kiew.

Prinz Blog: Hallo Levina. Es ist schön Dich gerade hier in London wiederzusehen, wo wir Ende Januar schonmal ein Interview geführt haben. In der Zwischenzeit hat sich bei Dir ja vieles verändert.

Levina: Das stimmt. Mein Leben steht momentan komplett auf den Kopf. Ich bin sehr viel unterwegs, gebe zahlreiche Interviews, besuche verschiedene Länder und bin in TV Shows vor Millionenpublikum. Das hätte ich vor zwei Monaten nicht gedacht. Es ist alles sehr busy, aber es macht jede Menge Spaß! Ich lebe gerade meinen Traum!

In letzten Interview hatten wir ja viel über dein Studium geredet. Kommst Du denn überhaupt noch dazu?

Ich habe mein erstes Semester abgeschlossen und pausiere momentan. Zum Glück sind meine Dozenten da sehr verständnisvoll. Sie freuen sich richtig für mich. Ich setze jetzt erstmal aus, darf aber mit meinem Studium später jederzeit weitermachen.

Du hast die deutsche Vorentscheidung ja doppelt gewonnen. In den beiden ersten Abstimmungsrunden hat „Wildfire“ geführt. Hast Du eine Erklärung, warum es am Schluss dann doch „Perfect Life“ geworden ist?

Ich muss sagen auch ich war etwas überrascht. Durch die Stimmung im Saal hatte ich auch geglaubt „Wildfire“ würde es werden. Vielleicht habe ich dadurch, dass ich mich auf der Bühne immer wohler gefühlt habe bei meinem letzten „Perfect Life“ Auftritt noch eine letzte Schippe draufgesetzt und das kam beim Publikum gut an. So richtig kann ich es mir auch nicht erklären. Ich mag aber „Perfect Life“auch und freue mich damit anzutreten.

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In den Wettquoten sieht es momentan ja nicht so gut aus. Bekommt man das als Künstler mit?

Natürlich liest man hier und dort immer wieder mal etwas. Ich lasse mich aber dadurch nicht verrückt machen. Ich konzentriere mich auf meinen Song, meine Performance und versuche das Beste zu geben. Den Rest wird man dann sehen.

Apropos Song: Heute abend sollen wir ja die neue „verdichtete“ Version hören. Was heißt das?

Der Song wurde genau auf 3:00 gekürzt. Sonst hat sich nichts grundlegendes verändert.

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Du hast gerade von deiner Promotour erzählt. In der Vergangenheit waren ja deutsche Künstler selten bei Preevents. Wie kam es dazu?

Ich reise sehr gerne in fremde Länder. Dadurch, dass ich bereits im Ausland studiert habe und sehr viele internationale Freunde habe bin ich total offen für Reisen in andere Länder. Und ich bin sehr froh, dass mich mein Team dabei so gut unterstützt. Letzte Woche war ich in Georgien, morgen fliege ich nach Israel und am nächsten Wochenende bin ich in Amsterdam. Wie gesagt lebe ich gerade meinen Traum!

In Deutschland warst Du ja auch bei „Schlag den Star“ und Florian Silbereisen. Wird man mit der Zeit lockerer oder ist man jedes Mal aufgeregt?

Ich bin jedes Mal aufgeregt. Aber in einem positiven Sinne. Von mal zu mal kommt immer etwas mehr Routine rein. Diese Auftritte helfen auf jeden Fall zur Vorbereitung auf Kiew.

Apropos Kiew. Wird sich der Auftritt noch stark verändern zu den bisherigen Shows?

Alles darf ich da noch nicht verraten. Wir arbeiten daran den Song so gut wie möglich auf die Bühne zu bringen. Es wird ein bisschen anders, aber nach wie vor wiedererkennbar.

Vielen Dank Levina für das sehr ehrliche Interview! Wir drücken Dir alle Daumen für Kiew und sind ganz sicher, dass Du uns völlig unabhängig vom Ergebnis sehr würdig vertreten wirst! 

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46 Kommentare Kommentar schreiben

  1. flo

    06.04.2017 | 12:19

    HAHAHAHAHHAHAHA – jetzt wissen wir also was der NDR mit „Verdichtung“ meinte… Gekürzt.. Hahaha

  2. Paul

    06.04.2017 | 12:21

    „Es wird nach wie vor anders, aber dennoch wieder erkennbar“…..kann sich ja jeder denken, was dieser Satz zu bedeuten hat … im Sinne des NDR

  3. manuel d.

    06.04.2017 | 12:23

    Ach Mensch… wie schön wäre es doch, wenn gerade Levina eine vernünftige Version des Songs – oder eben einen besseren Song hätte, der mehr von Ihrer Stimmfarbe zeigen würde.
    Ich fass es noch immer nicht, dass seitens der Verantwortlichen in keinsterweise gehandelt wurde.

  4. cars10

    06.04.2017 | 12:30

    Hattrick! Triple!
    Nennt es, wie Ihr es wollt‘.
    Wir haben allerbeste Chancen, den letzten Platz zu verteidigen.
    Ob mich das jetzt allerdings freut, kann ich erst sagen, wenn’s auch passiert – denn dann wird sicher der NDR die Verantwortlichkeit für den ESC abgeben (müssen).

  5. flo

    06.04.2017 | 12:31

    Ach Quatsch, es wird sich gar nix ändern so lange die Quote stimmt… Da wird auch Schreiber unbeirrt weiter machen und seinen Kumpel Grabosch weiter mitziehen… Totengräber

  6. cars10

    06.04.2017 | 12:32

    Wir erinnern uns an Jamie-Lee. Da wurden Überraschungen am Staging versprochen, und was war’s? Ein bisschen Laser. Hat kein Mensch gesehen.
    Irgendwie tendiere ich zwischen Fassungslosigkeit und diebischer Freude, wenn ich an Kiew denke.

  7. flo

    06.04.2017 | 12:32

    Der letzte Platz verdichtet sich nach dem Interview und der grottigen Perfomance von gestern jedenfalls… https://www.youtube.com/watch?v=fNWKSnDL11c

  8. Ansgar

    06.04.2017 | 12:57

    Wieso hat Thomas Schreiber einen Revamp des Songs ins Gespräch gebracht, wenn er dann schlussendlich doch nicht kommt? Ich bin auch fassungslos.
    Aber wer weiß, vielleicht wäre der Revamp auch anch hinten losgegangen, wie das nun fürchterlich dissonant klingende „On my way“.

  9. Lenny

    06.04.2017 | 12:58

    Im Gegensatz zu anderen Sängern war Levina aber gestern um einiges besser :D Ach Leute, wir müssen es halt nehmen wie es ist: Wir haben da eine sympathsiche Sängerin stehen, die singen kann und gut rüber kommt. Leider kann der Song da einfach mal gar nicht mithalten. Ist halt so. Das wird auch ein tolles Staging nicht ändern.

    Aber, um es mal positiv zu sehen: Immerhin kommt Levina gut rüber, das wurde ja in den letzten Jahren immer bemängelt. In diesem Sinne: Viel Spaß in Kiew und stellt euch auf das Schlimmste ein – dann ist es umso schöner, wenn es dann doch besser gelaufen ist und umso weniger schlimm, wenn es wieder der 26. Platz wird :D

  10. Liane

    06.04.2017 | 13:04

    Leute… da kommen einem echt die Tränen: „Der Song wurde genau auf 3:00 gekürzt. Sonst hat sich nichts grundlegendes verändert.“

    Contrats NDR, Congrats Germany… die rote Laterne ist unser. Armes Mädel!

  11. Manboy

    06.04.2017 | 13:11

    Wer den NDR und Herr Schreiber kennt, wusste doch schon längst im Voraus, dass sich seit der deutschen Vorentscheidung nichts mehr ändern wird. Seit doch nicht immer alle so gut gutgläubig und naiv.

  12. argan

    06.04.2017 | 13:12

    Ich bin gerade fassungslos enttäuscht.
    Kein Revamp, obwohl ein guter Remix zur Wahl stand.
    Kein richtiges Staging, obwohl wir einen Typen dafür eingekauft haben.
    Levina hat alles was es braucht. Wie kann der NDR so blind sein?
    Egal was es für ein Ergebnis wird, selbst bei einem Sieg (…).
    Die Verantwortlichen, und das ist nicht nur der Schreiber, verstehen gar nix vom ESC. Sie verheizen jetzt schon drei Jahre in Folge gute Sängerinnen. Das kann nicht so weiter laufen.

  13. Mariposa

    06.04.2017 | 13:28

    Die Biederrepublik bleibt tiefste ESC-Provinz und hinterher ist wieder Frau Merkel schuld…. Jamie-Lee hat mir wenigstens noch leid getan, mit Levina verbindet mich gar nix.

  14. Peter Philipp

    06.04.2017 | 13:30

    Levina hat doch jetzt schon gewonnen, vor ein paar Monaten war es ein Traum. Jetzt steht Sie im Rampenlicht. Warten wir doch mal ab. Levina bekommt noch ca. 200 Millionen Zuschauen dazu „Traum verwirklicht “ .
    Levina produziere einen richtig geilen Song und dann geht’s mit Dir nach oben. Einen Namen hast Du schon und die Stimme sowieso.

  15. BennyBenny

    06.04.2017 | 13:43

    Ich muss sagen, dass ich auch ziemlich ernüchtert bin. Man kann ja sicherlich unterschiedlicher Meinung sein, ob ein Song nach dem Vorentscheid verändert werden sollte, aber als Verantwortlicher den Revamp erst ins Gespräch zu bringen (und damit ja implizit auch zu sagen, dass es Verbesserungspotenzial gibt), im Nachhinein aber zurückzuziehen, das finde ich taktisch sehr unklug. Und vor allem finde ich es sehr, sehr schade für Levina, der ich einen tollen Auftritt und eine gute Platzierung von Herzen gönnen würde!

  16. Peter Philipp

    06.04.2017 | 13:46

    Hallo @Mariposa
    Auf dem Eurovision/blog ARD (Israel Calling) sitzt Lavina mit dem Drummer von „Triana Park“ in der Sonne…12 Points.

  17. Peter Philipp

    06.04.2017 | 13:47

    LEVINA Peter PhilippLEVINA

  18. Mariposa

    06.04.2017 | 13:49

    @ Peter

    Ich kann mit ihr halt nix anfangen. Mir wäre eine coole Band für Germanien viel lieber und wenigstens ein gut gemachter Schlager – wäre zumindest authentisch. Warum muß man unbedingt Songs aus den USA einkaufen ???

  19. okay

    06.04.2017 | 13:51

    Unser Beitrag kommt meiner Meinung nach einfach zu schlecht weg. Daran wird sich auch in der ESC Fan base nicht mehr groß was ändern, aber wer weiß, vielleicht überrascht es beim ESC dann umso mehr, mit guter, passender Show, ist, denke ich, was möglich.

  20. Butterblume

    06.04.2017 | 14:03

    Ich bin beim esc unpatriotisch. Die deutsche Platzierung interessiert mich nicht mehr als die anderer Länder. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir nicht den schlechtesten Beitrag in diesem schwachen Jahrgang haben. Ein letzter Platz wäre daher m.m.n. unverdient.

  21. Frederic

    06.04.2017 | 14:35

    Fest steht jedenfalls, dass die Chance, Geschichte zu machen, nur über das Hattrick gegeben ist – gerade mit diesem Song in dieser Version. Aber genau deshalb fürchte ich, dass es nicht der letzte Platz wird, ob nun wegen Levinas schon irgendwie sympathischer Ausstrahlung oder wegen dem relativen Mehraufwandes des NDR.

  22. Matty

    06.04.2017 | 15:07

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich Levina auf der Eurovisionsparty in Israel schlagen wird.

  23. flo

    06.04.2017 | 15:15

    Matty: Party war gestern schon… Hier der Auftritt.. https://www.youtube.com/watch?v=fNWKSnDL11c

  24. cars10

    06.04.2017 | 16:28

    Kühle Arithmetik gefällig?
    26 Länder im Finale, davon bekommen 10 Punkte.
    Wer immer nur auf den 11. Platz gesetzt wird, bekommt wie viele Punkte? Genau! Null. In Zahlen: 0.
    Wer hier von „sie hat es nicht verdient“ oder „sie ist ja so nett“ oder noch besser: „Deutschland hat das nicht verdient“ faselt, hat nicht wirklich verstanden, wie die Arithmetik hinter dem ESC funktioniert.
    .
    Selbst objektiv betrachtet findet man auf jeden Fall zehn Lieder, die einem besser gefallen. Das mag von Land zu Land unterschiedlich ausfallen, aber für Deutschland werden hier keine Punkte übrig bleiben. Selbst aus CH und A wird es nicht die „Bonuspunkte“ ex The Voice geben, die Jamie Lee im letzten Jahr vor dem berüchtigten einstelligen Ergebnis gerade so gerettet haben, und die eine verirrte Jurorin aus Geogien (war’s glaube ich) hat ja für den einzigen Jury-Punkt gesorgt. Das wird 2017 nicht passieren. Jede Wette!
    Ich mach‘ mal eine Vorhersage: 0 Punkte bei Juries und Publikum, in Summe 0 (in Worten: Null) Punkte im Gesamtergebnis.

  25. Bandido

    06.04.2017 | 16:33

    Ich finde „Perfect Life“ als Song auch ziemlich schwach, aber trotzdem geht mir dieses halb ironische, halb beleidigte „Hurra, wir werden sowas von Letzter!“ in den deutschen Fan-Kreisen langsam auf die Nerven. Eine starke Komposition mit einem cleveren Arrangement ist natürlich wichtig und hier leider nur bedingt gegeben, ich bin aber überzeugt, dass man mit einer selbstbewussten, strahlenden Interpretin und noch ein, zwei netten Bühnengimmicks einiges rausholen und zumindest einen (unteren) Mittelfeldplatz erreichen kann. Und da habe ich bei Levina sogar ein recht gutes Gefühl: sie ist sympathisch, aber nicht so unbedarft wie Jamie-Lee. Selbstbewusst, aber nicht so betont abgebrüht wie Ann Sophie, was ihr ja damals als Arroganz ausgelegt wurde. Sich schon über den Bühnenauftritt mokieren, die noch keiner zu Gesicht bekommen hat – das ist Gegackere über noch ungelegte Eier. Forderungen an den NDR kann man im Mai stellen, wenn man den Auftritt gesehen hat.
    Das am Titel nichts mehr gemacht wurde ist natürlich schade, hätte auf der anderen Seite natürlich auch ins Auge gehen können. Es wurde ja schon Slowenien angesprochen: da ist aus einer mäßigen Nummer per Revamp eine miserable Nummer gemacht worden, in der gar nichts mehr zusammenpasst.

  26. biobanane

    06.04.2017 | 17:27

    Man müsste einfach mal nachlesen, über was in den letzten zwei Jahren über den deutschen Titel hier alles geschimpft wurde. Wenn ich mich recht erinnere war es vor zwei Jahren hauptsächlich das Auftreten der Sängerin, die zu kühl rüber kam und kaum lächeln konnte. Dann war es letztes Jahr ein zu langsames Lied und eine zu schüchterne Sängerin. Dieses Jahr haben wir eine sehr positiv auftretende Künstlerin mit einem flotteren Lied, aber es wird weiter gemotzt. Natürlich ist der Titel auch für mich keine Wunschlied, aber er ist nun mal da und irgendwann macht das Schimpfen einfach keinen Sinn mehr. Ich sehe den ESC als Gesamtpaket und auch die Suche nach dem deutschen Lied macht Spaß, aber wie der NDR letztlich abschneidet ist nicht wirklich wichtig.

  27. flo

    06.04.2017 | 17:42

    biobanane: Hier wird ganz sicher nicht um des Schimpens Willens geschimpft…

  28. cars10

    06.04.2017 | 18:42

    Ja, das alte Dilemma

    @biobanane: Wenn Tatsachen und Emotionen aufeinander treffen, dann wird’s halt immer etwas schwierig. Oder anders ausgedrückt: Bei manchen stirbt die Hoffnung zuletzt, und bei anderen setzt sich die Wirklichkeit vor den Wunsch.

  29. Ruhrpottler

    06.04.2017 | 18:43

    Ich habe auch jeden Funken Hoffnung auf einen einzigen Punkt verloren. Ich bin auch müde ständig meine Wut heraus zu lassen und bin mit den Nerven am Ende. Letzter Platz garantiert. Ich stelle mir das Szenario so vor, dass Spanien und Deutschland jeweils mit 0 Punkten qualvoll enden, wobei Deutschland eine spätere Startnummer hat und somit 26/26 wird – genau wie in Österreich 2015.

  30. Ruhrpottler

    06.04.2017 | 18:48

    Ich habe eine Frage, vielleicht kennt ihr euch da aus.
    Der NDR hat ja bestimmt Wildfire und PerfectLife nicht kostenlos bekommen. Aber diese Songs wurden somit bestimmt mit einem Kaufpreis dem NDR präsentiert? Von den ganzen Einsendungen gab es doch bestimmt auch teurere Songs und der NDR hat dann einfach zwei kostengünstige Restposten-Songs ausgewählt, weil das Geld nicht gereicht hat? Kann das so gewesen sein?

  31. cars10

    06.04.2017 | 19:06

    @Ruhrpottler

    Es gab bestimmte verschiedene Faktoren, die für die Auswahl eine Rolle gespielt haben.
    Das wahrscheinliche Szenario sieht so aus:
    – man suchte nach Liedern, die irgendwo international klingen
    – alles, was irgendwie verstörend oder nicht massenkompatibel war, wurde aussortiert, d.h. nichts zu modernes, nichts zu lautes, nichts zu innovatives
    – das Lied durfte nicht anecken, es musste ein Konsenslied her, von dem man sich möglichst viele positive Beurteilungen versprach, in einem Wort Mittelmaß
    – bei Wildfire hält sich ja das Gerücht, dass es sich um ein vor vier Jahren von Marit Larssen abgelegtes Lied handelt. Da diese aber einen Nummer 1 in Deutschland hatte, fühlte man sich sicher.
    – bei Perfect Life mischte die Komponistin eines David Guetta-Welterfolges mit, also ein weiterer Garant für gefühlten Erfolg
    – beiden Liedern wurde sicher im Arrangement das Besondere genommen, damit sie einerseits in Formatradio passen und andererseits den ARD-Zuschauer nicht entsetzen
    – beide Lieder werden nicht umsonst gewesen sein, da die beiden Namen Larssen und Guetta sicher den Preis nach oben getrieben haben
    – des Weiteren spielt der gemeine Musikgeschmack des Durchschnittsdeutschen eine große Rolle: Die Deutschen mögen a) ehrliche Musik, b) Schlager, c) Mitklatschmusik bzw. Midtemposongs und d) Xavier Naidoo. Ein Blick auf die deutschen Albumcharts, und Du verstehst was ich sagen will. Rap/Hip-Hop habe ich mal bewusst als zu reaktinär für den NDR ausgeklammert.
    – weiterhin möchte der Deutsche sich nicht aufregen bei so etwas, er ist lieber beleidigt, wenn man ihn im Ausland nicht mag, also passt er sich an (= das Lied, das angeblich so international sein soll)
    – dann die Entscheider, mehr oder weniger ohne Mut und „ohne Eier“, die Konsens suchen und finden, und wenn es nicht konsensfähig ist, wird es konsensfähig gemacht
    – der Irrglaube, dass es ausreicht, ein gelacktes Produkt einzukaufen, führt leider zum Erblinden bei den Verantwortlichen, die auch Fehler eh nie eingestehen werden und lieber Nebelkerzen werfen (Stichwort: Verdichtung!)
    – alles in allem eine gefährliche Mischung: Menschen ohne Mut suchen mittelmäßige Lieder von vermeintlichen Weltstars aus – oder anders ausgedrückt: Selbst eine Madonna oder ein Michael Jackson hatten nicht immer Hits, aber die Namen sollten reichen, und teuer waren deren Songs auch.

    Wie gesagt, ein mögliches Szenario.
    Es kann aber auch ganz anders gewesen sein…

  32. Anonym

    06.04.2017 | 19:21

    Levina kann einen schon leid tun! Alle meckern nur rum, anstatt sie mal zu unterstützen. Ja Perfect Life ist kein super Song, aber schlecht ist er weiß-gott-nun auch nicht! An unserer Stelle sollte man sie unterstützen. Und dann ist die Platzierung in Kiev auch so gut wie egal!!!

  33. BennyBenny

    06.04.2017 | 19:57

    @biobanane: Naja, man kann ja nun nicht sagen, dass die „Motzer“ in den vergangenen beiden Jahren nicht Recht behalten haben…

    @Anonym: Ehelixh gesagt habe ich diesen Eindruck überhaupt nicht. Ich habe das Gefühl, hier gibt es ganz viele, die Levina unterstützen und sich genau deshalb Unterstützung durch eine Überarbeitung des Arrangements gewünscht hätten.

  34. melodifestivalenfan

    06.04.2017 | 20:35

    @cars
    leider hast du sowas von recht. So ist nun mal die Arithmetik beim ESC. Man muss in irgendeinem stimmberechtigten Land entweder bei der Jury oder dem Voting mindestens 10. sein, um auch nur einen einzigen Punkt zu bekommen. Ich kann mir es mir einfach nicht vorstellen, bei aller Sympathie für Levina und für unser Vaterland. „Perfekt Life“ ist Schrott, in jeder Hinsicht. Da kann man noch soviel Hoffnung reininterpretieren mit irgendwelchen Gimmicks das Ganze aufpeppen wollen und „verdichten“, neuerdings mein Lieblingswort für „verkürzen“. Mindestens 20 Titel sind deutlich besser, da wird sich keiner verirren und versehentlich auf Old Germany: Platz 10 tippen, nicht einmal in der hintersten Ecke Europas und bei 3 Promille im Blut.

  35. ThisIsNotReal

    06.04.2017 | 22:04

    Wir erinnern uns was eurovision.de angekündigt hatte: „Nun steht fest: Levina singt in Kiew die bereits bekannte Version von „Perfect Life“, noch einmal verdichtet. Die ESC-Fassung des Songs wird am 14. April als Download veröffentlicht“.

    Also war es ein Schreib(er)fehler, verkürzt, statt verdichtet. Ich kann es kaum glauben…

  36. ESCNOW

    07.04.2017 | 08:20

    Ich kann es auch nicht fassen, dass „verdichtet“ nun einfach nur „verkürzt“ ist. Das wird hier ein geflügeltes Wort werden auf diesen Seiten, wenn es in Zukunft um die 3-Minuten-Version geht. Wirklich unglaublich… erst anjucken und dann stehenlassen. Was für eine vergebene Chance!
    @cars10
    Super Analyse! Kann man sich so vorstellen. Wenn der NDR weiter so verfährt, wird er in den nächsten Jahren immer wieder Bruchlandung erleben. Wirklich schade um all die guten Sängerinnen, die wir hatten. Sophie durchaus auch… Jamie-Lee noch mehr… ihre Version von „Berlin“ ist mir immer noch mit Gänsehauf im Ohr. Was für ein Potential! Aber jetzt hört man auch von ihr nichts mehr. Wir werden sehen wie Levina sich in den nächsten Jahren macht und ob sie nicht irbendwann doch zu Plan B übergehen muss. Ein schlechter Platz beim ESC muss ja nicht das Aus bedeuten. Aber schön ist es nicht.

    Und richtig… immer nur auf Platz 11 und schlechter macht unter’m Strich einfach mal 0 Punkte. Auch ich hab mind. 10-12 Songs, die mir weitaus mehr gefallen. Aber jetzt genug genölt, ich harre nun der Dinge, die da kommen und lass mich positiv überraschen. Es gibt ja 2-3 Perlen im Starterfeld, für die mein Herz schlagen. Levina ist da leider durch den banalen Song nur „Beiwerk“ ohne große Bedeutung, die das Schlimmste nur durch ihre positive Ausstrahlung und ihren starken Gesang, der hier leider nicht zur Geltung kommmt, retten kann.

  37. Frederic

    07.04.2017 | 10:36

    @Bandido
    Der letzte Platz drei mal in Folge wäre sicher kein Grund zur Freude, aber es wäre immerhin ein Rekord, den man erstmal schaffen muss und ich bin tatsächlich ganz ironiefrei in Sorge, dass Levina mit ihrem Engangement sowie potentiell sympathischer Ausstrahlung diesen Rekord noch abwenden könnte. Aber was würde das nützen, wenn mehr als der 20. Platz unrealistisch erscheint?

    @Anonym
    Wie schon erwähnt, habe ich überhaupt nichts gegen Levina, aber „Perfect Life“ fand ich zunächst langweilig und inzwischen einfach ganz furchtbar. Das geht soweit, dass es mir peinlich ist, wenn das wirklich tolle Publikum in Tel Aviv auch dabei mitgeht und es sich notgedrungen anhört wie in der ZDF-Hitparade. Für mich zumindest einer der drei schlimmsten deutschen Beiträge diesseits von 2000.

  38. Jojo

    07.04.2017 | 20:03

    Den Rekord mit den meisten letzten Plätzen hält immer noch England und es ist nun mal so das ein Land der letzte Platz ist im Finale…Manche Länder trifft es öfter und manche eben nicht…

  39. vandyke

    07.04.2017 | 23:52

    Ja ja, da lebt gerade wieder jemand seinen Traum. Gab in der Vergangenheit gern ein böses Erwachen. Bei den Jubelpersen unter uns leiert die Beschwichtigungsplatte auch dieses Jahr erneut auf Hochtouren: nieder mit der Nölerei, der ESC macht doch auch Spaß, wenn man Letzter wird, den NDR trifft keine Schuld, bla bla, bla. Träumt ihr man auch schön weiter.
    Verdichten tut sich tatsächlich was. Die Gerüchte, das sich personell beim NDR etwas ändern wird.

  40. vandyke

    07.04.2017 | 23:53

    edit: Jubelpersern

  41. Cupcake

    08.04.2017 | 13:48

    Ob der NDR nun sein Personal austauscht oder in Holland ein Fahrrad umkippt.. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass der ESC komplett den Sender wechselt. Irgendwohin wo es jünger, innovativer und mutiger zugeht.

  42. Matty

    08.04.2017 | 15:14

    Mühsam ernnährt sich das Eichhörnchen: Deutschland ist aktuell bei den Wettanbietern auf den 31. Platz geklettert:

    http://eurovisionworld.com/?odds=eurovision

    Und bei der Letzte-Platz-Wette ist Deutschland auf dem siebten Platz:

    http://eurovisionworld.com/?odds=finish-last

    Da haben sich die bisherigen Promoauftritte von Levina in London und Tel Aviv doch positiv ausgezahlt!

  43. Paul

    08.04.2017 | 18:21

    Matty, gelohnt hat sich rein garnichts. Ein guter Song muss nicht promotet werden! Außerdem sind im Finale nur 26 Teilnehmer :) Ob Levina in den Wettquoten auf 38 oder 31 ist, ist daher egal.

  44. escfan05

    13.04.2017 | 06:46

    Wir werden ja sehen, was im Mai passieren wird. Für mich ist das Abschneiden Deutschlands beim ESC elementar wichtig. Ich erwarte einfach das Europa erkennt das Perfect Life deutlich besser ist als Ghost und Black Smoke. Daher erwarte ich einen Platz unter den besten 15 bis 20. Ein weiterer letzter Platz sollte die ARD endlich mal zum nachdenken bringen, ob es noch Sinn macht beim ESC anzutreten. Dann kann ja Russland der EBU helfen den ESC zu finanzieren. Die Oberen der EBU stehen ja eh schon auf Putins Gehaltsliste.

  45. Matty

    24.04.2017 | 11:01

    Von Levina gibt es zwei neue Videos:

    https://eurovision.tv/video/levina-germany-my-dream-duet-would-be-with-ed-sheeran

    https://eurovision.tv/video/profile-video-meet-levina-from-germany

    Reinschauen lohnt sich!

  46. Johannes

    24.04.2017 | 17:53

    Im Prinzip hat sie doch recht. Es kann nunmal nur eine Nation gewinnen Die grosse Masse hört das deutsche Lied an dem Abend das erste Mal.
    Wenn sie Letzte wird na und – der olympische Gedanke zählt doch:
    Dabei sein doch ist alles! Noch dazu ist es doch auch nur eine Show mit Wettkampfcharakter.

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