Schweden

Melodifestivalen Semifinal 2: Afterparty & Kurzinterviews mit den Siegern

MF 2017-Semifinal 2 Afterparty 1

Auch nach dem zweiten Melodifestivalen Semifinal in Malmö ließen es die Künstler mächtig krachen. Im Elite Savoy Hotel fanden sich Mariette, Benjamin und Co am Samstag abend zur späten Stunde zum Feiern ein. Wir nutzten die Möglichkeit, um die Sieger des Abends vor das Mikrofon zu bekommen.

Mariette schaffte es auch bei ihrer zweiten Melodifestivalen Teilnahme direkt ins Finale. Dementsprechend war sie überglücklich und feierte und tanzte total unbeschwert.

MF 2017 Afterparty Mariette

Prinz Blog: Glückwunsch zu deiner zweiten Finalteilnahme. Warst Du denn heute weniger nervös als beim ersten Mal?

Mariette: Ich war genauso aufgeregt. Umso erleichtert bin ich jetzt, denn es ist ein großer Traum für mich in Erfüllung gegangen. Als Erste aufgerufen zu werden, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich hatte eher auf Benjamin oder Lisa getippt.

War es denn für dich eine schwierige Entscheidung wieder teilzunehmen?

Nein, denn ich war vom Song “A million years” sofort überzeugt. Ich habe ein tolles Team und bin sehr froh darüber, was wir auf die Beine gestellt haben. Vor einem Monat sah der Plan noch ganz anders aus.

Wie meinst du das?

Bis Januar haben wir noch an einer ganz anderen Idee für die Bühnenperformance gearbeitet. Dann kam die Idee mit den Tänzern als Bungee Jumper. Innerhalb von wenigen Wochen haben wir alles umgestellt und es hat sich ausgezahlt.

Werdet ihr was für das Finale in Stockholm verändern?

Wir werden uns in Ruhe alles nochmal genau anschauen. Aber da es den Zuschauern gefallen zu haben scheint, ist es auch gut möglich, dass wir alles so lassen wie jetzt.

MF Semi 2017 SalmanMariette

Benjamin Ingrosso qualifizierte sich gleich als Newcomer fürs Finale. Der Sohn von Pernilla Wahlgren schaffte es vor allem die Kids & Teenager in der Halle mit seinem Song “Good lovin” zu begeistern.

MF 2017 Semi2 Benjamin Ingrosso

Prinz Blog: Wie war das Gefühl heute als 19 jähriger vor Millionen von Zuschauern auf der Bühne zu stehen?

Benjamin: Es war einfach grandios. Ich hatte ja schon das Glück bei “Lets dance” mitzumachen, aber Melodifestivalen in Schweden ist nochmal eine Nummer größer und sprengt alle Dimensionen.

Deine Mutter hat ja schon öfters mitgemacht. Gab es einen Ratschlag von ihr?

Sie hat gesagt, ich soll einfach nur Spaß haben und den Moment genießen. Das habe ich beherzigt und bin total entspannt an die Sache gegangen. Komplett ohne Druck!

Ist dir also das musikalische Talent schon in der Muttermilch gegeben worden?

Das kann man wirklich so sagen (lach). Ich bekomme immer wieder erzählt, dass ich schon mit zwei Jahren zu Michael Jackson getanzt habe. Es ist mit Sicherheit ein Vorteil in einer musikalischen Familie aufzuwachsen. Es gab für mich nie einen anderen Berufswunsch.

MF2017 SalmanBenjamin

Lisa Ajax  war, obwohl sie es diesmal “nur” ins Andra Chansen geschafft hatte, trotzdem sehr zufrieden:

“Andra Chansen ist nicht unbedingt ein Nachteil. Es gibt schon einige Beispiele, dass man trotzdem im Finale eine sehr gute Platzierung erzielen kann. Außerdem erhält man dadurch die Möglichkeit noch weitere Male seinen Song zu präsentieren. Sollte ich in Stockholm gewinnen, werde ich wohl in Kiew das “F-Wort” rausnehmen müssen.”

SalmanLisaAjax

Für Dismissed war der Platz im Andra Chansen bei ihrer ersten Melodifestivalen Teilnahme ein großer Erfolg:

” Uns ist die Botschaft unseres Songs sehr wichtig. Jeder soll das Recht haben so zu sein wie er möchte. Dass die Leute für uns angerufen haben zeigt, dass Schweden ein sehr liberales Land ist. Es wäre schön, wenn wir unsere Botschaft auch in andere Länder tragen können, wo dies noch nicht so selbstverständlich ist. Wir sind alle große Eurovision Fans!”

Dismissed

Ein bißchen enttäuscht zeigte sich Melodifestivalen Legende Roger Pontare und übte Kritik an der Entwicklung des MFs in den letzten Jahren:

“Ich bin mit meinem Auftritt sehr zufrieden. Es ist wirklich enttäuschend, dass man als älterer Künstler nur noch wenig Chancen hat weiterzukommen. Letzte Woche haben wir es ja auch bei Charlotte Perrelli gesehen. Die jungen Leute benutzen heute Voting Apps und können damit viel schneller und häufiger voten als ältere Menschen, denen unsere Musik eher zusagt. Dies führt dazu, dass moderne Songs es leichter haben weiterzukommen als traditionelle Songs. Schade, denn so wird das Melodifestivalen zum Einheitsbrei und es wird immer schwieriger werden traditionelle Künstler in Zukunft dafür zu gewinnen.”

Roger Pontare

Zur späten Stunde wurde die Stimmung immer ausgelassener. Vor allem Mariette und Lisa Ajax verstanden sich sehr gut und verbrachten viel Zeit miteinander.

Mariette & Lisa Ajax

Auch andere bekannte Gesichter tauchten auf der Afterparty auf. Unter anderen der letztjährige Melodifestivalen Gewinner Frans und Thomas G:son, der dieses Jahr 4 Songs im Wettbewerb hat und auch den zyriotischen Beitrag für Hovig schreiben wird.

FransSalman

MF 2017 Semi 2 G:son

Um 4uhr morgens war im Elite Hotel Savoy Schluß und eine wunderschöne Partynacht ging zuende. Anbei noch einpaar Impressionen:

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Aktuell, ESC-Vorentscheid

6 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Cal

    14.02.2017 | 04:12

    Abgesehen davon, dass Roger Pontares Erklärung überhaupt keinen Sinn ergibt, ist es verdammt fies, Charlotte Perrelli in die gleiche Altersklasse zu packen. Das hat sie echt nicht verdient.

    Und oh Gott, um die Uhrzeit sollte ich mir keine Bilder von Thomas G:son ansehen. Spooky Typ.

  2. melodifestivalenfan

    14.02.2017 | 07:41

    Die Schultern, auf denen Mariette durch den Saal rockt, gehören zum Stagemanager Henric von Zweigberk. Ein supercooler Typ, der seit vielen Jahren die Bühne und das Publikum beim Mello im Griff hat. War auch beim ESC in Stockholm verantwortlich.
    Hier ein “Interview” mit ihm.
    https://youtu.be/hmI2qJ9sNV0

  3. interrobang

    14.02.2017 | 07:56

    Wobei Roger Pontare nicht völlig unrecht hat. Seit es die App gibt, wo man kostenlos mittels bis zu fünf Herzchen pro Titel abstimmen kann, hat sich schon ein wenig was verändert beim Mello. Zum einen gibt es jetzt ständig Abstimmungsrekorde, und zum anderen dürften es Auftritte, die die smartphonaffinen Leute nicht so ansprechen, in der Tendenz in der Tat schwerer haben. ABER: In Schweden sind viel mehr Leute (auch ältere Menschen) smartphonaffin und nutzen diese Technologie ständig. Außerdem ist es doch so, dass die Vorauswahl beim Mello dafür sorgt, dass es zum Beispiel Roger Pontares Opus überhaupt im Programm gibt — was gut ist, denn es tat dem Programm durchaus gut! Roger Pontare hätte auch ohne App nicht gewonnen. Und es gewinnt mit ziemlicher Sicherheit das Stück, das im Großen und Ganzen am besten ankommt (es gibt ja auch noch die internationalen Jurys, die man auch mit noch so vielen Herzchen-App-Stimmen nicht übertrumpfen kann).

  4. Matty

    14.02.2017 | 10:42

    Ich kann Rogers Enttäuschung gut verstehen und Recht hat er mit seiner Aussage ja auch. Ich habe mich aber trotzdem über seinen Auftritt gefreut und wünsche ihm, daß er gesund bleibt.
    -
    Ich hoffe, Salman konnte Lisa Ajax das transparente Regencape für ihren Auftritt in der Andra Chansen ausreden, denn das sah ziemlich merkwürdig aus!

  5. Merlin

    14.02.2017 | 12:03

    was roger pontare sagt stimmt absolut. hier wäre es sinnvoll veränderungen beim voting zu diskutieren. Ich könnte mir z.b. ein begrenztes gesamtvolumen für votes mit der app vorstellen.

  6. deutscheland

    14.02.2017 | 13:10

    Klasse Kommentar von Roger Pontare !!!

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