Deutschland

NDR ESC Roadshow macht Station beim ECG in Köln

2013 war NDR Unterhaltungschef Thomas Schreiber erstmals zu Gast beim ECG im Kölner Gloria. In 2017 hat er den neuen HoD Germany Christoph Pellander mitgebracht und seine Teilnahme am Clubtreffen als Abschluss in die NDR-eigene „Wir erklären Euch das neue deutsche Vorentscheid-Konzept“-Roadshow für Fans integriert. Anknüpfend an unsere Roadshow-Reportagen könnt Ihr hier die wesentlichen Neuigkeiten aus Köln nachlesen.

Der PRINZ ESC Blog hat die NDR Roadshow intensiv begleitet, daher konzentrieren wir diesen „Bericht aus Köln“ auf Besonderheiten und Neuigkeiten.

Wer neu in das Thema einsteigt und einen vollständigen Überblick über alle Infos, die der NDR bislang preisgegeben hat, erhalten möchte, dem empfehlen wir (vorher) zur Lektüre in dieser Reihenfolge:

PRINZ-Blog-Interview zum deutschen Vorentscheid 2018 mit Thomas Schreiber

NDR-Roadshow in Frankfurt: Die Neue Nationale Aufgabe – Reportage von BennyBenny

NDR-Roadshow in Berlin: Aufbruchstimmung über den Dächern der Hauptstadt – Reportage von Salman

NDR-Roadshow in Hamburg: Der lange Weg zu fünf Finalisten – Reportage von Peter

Pünktlich um 16.15 Uhr, direkt nach der ECG-Mitgliederversammlung, begann der NDR VE Gig mit einer MAZ, in der der mehrstufige Auswahlprozess der (voraussichtlich) fünf VE TV Finalisten unter Einbindung eines 100-köpfigen „Eurovision-Panels“ (das ist das ehemalige Europa-Panel) und einer etwa 20-köpfigen internationalen Fachjury noch einmal step by step didaktisch ausgefeilt erläutert wurde.

Anders als bei den Roadshow-Terminen startete nach der MAZ sofort die Fragerunde. Zu Beginn der einstündigen Session waren etwa 80 Fans im Saal, gegen Ende etwa doppelt so viel.

Die Eurovision-Panel-Mitgliederinnen und -Mitglieder (darunter viele PRINZ Blog Leser) sind nunmehr vollständig rekrutiert und werden vom NDR-Dienstleister Simon Kucher und Partner in der letzten Novemberwoche in vier deutschen Städten (Bonn, Hamburg, Köln, München) zusammengerufen, um aus exakt 211 (von einer Musikexperten-Jury) vorselektierten Vorschlägen (etwa einminütige Videoclips) 20 Vor-Finalisten auszusuchen, die dann in ein mehrtägiges ESC „Bootcamp“, was jetzt offiziell „Traningslager“ heißt, eingeladen werden.

Die Auswahl der fünf Finalisten für die Show soll auch noch vor Weihnachten abgeschlossen werden, auch hierzu ist das rein deutsch besetzte Eurovision-Panel (ohne Angabe von konkreten Terminen) bereits eingeladen. Wer tagesaktuell der bisherigen Diskussion der Panelisten untereinander folgen möchte, dem sei die Kommentarspalte unter diesem Roadshow-Beitrag empfohlen.

Das Portfolio der 211 Vorschläge für das Eurovisionspanel ist bunt gemischt, es sind einige („wenige“ – Originalton Thomas Schreiber) prominente Namen darunter (auch Ralph Siegel ist mit einem Titel dabei) und dem Gremium werden auch Interpreten vorgeschlagen, die sich nicht selbst beworben haben. Es gibt sogar Künstler, die noch gar nicht wissen, dass Sie in den 211 Vorschlägen inkludiert sind. Für den Fall, dass diese ausgewählt werden, dann aber gar nicht antreten wollen, würden entsprechend 16, 17, 18 etc. statt 20 Acts in das Trainingslager einziehen.

Der 4. Dezember 2017 ist der Stichtag, an dem SKP die 20 Bootcamp-Aspiranten dem NDR vorstellt. Bewerber, die polarisieren, haben größere Chancen als andere mit durchschnittlich guten Bewertungen ohne positive Ausschläge nach oben.

An den Bootcamp-Tagen sollen für jeden Finalshow-Bewerber dann „Setcards“ (Steckbriefe) und etwa dreiminütige „vergleichbare“ Videos produziert werden, ein Producer, aber auch ein Vocalcoach und ein Choreograph/eine Choregraphin (Nikeata Thompson????) werden den Produktionsprozess begleiten. Das Trainingslager wird – so war es herauszuhören – voraussichtlich in Köln stattfinden und etwa fünf Tage dauern.

Zum Voting-Zuge kommt nach dieser Phase, wenn die Clips vorliegen (wie berichtet), erstmals die internationale Jury, die zu drei Vierteln bereits besetzt ist. Christoph Pellander berichtet von 15 Zusagen von 20 internationalen Juroren, die angeschrieben wurden (btw, eine sensationelle Response-Quote). Aus Deutschland ist darüber hinaus voraussichtlich auch ein ehemaliges männliches Jurymitglied dabei.

Das Eurovision-Panel und die internationale Jury entscheiden 50:50 über die Liveshow-Interpreten. Thomas Schreiber wollte sich auf die Anzahl von fünf noch nicht abschließend festlegen, es könnten auch sechs werden.

Mit der größten Intensität und Leidenschaft kam aus dem Fan-Forum zu diesem Themenkomplex mehrfach die Frage, ob der Prozess nicht (zu) stark auf die Interpretenauswahl fokussiert, wiewohl doch der Song das entscheidende Momentum ist?

In dieser Antwort auf diese Frage waren die meisten neuen Informationen enthalten. Denn es wird eine „Publishing Task Force“ geben, die von Lars Ingversen, Managing Director von California Sunset Records (mehr Infos hier), gebrieft wird. Er wird einerseits für die Vergleichbarkeit der 20 Bewerberclips Sorge tragen und andererseits den Prozess mit den beteiligten Musikverlegern steuern, die da sind:

Benjamin Budde,  Geschäftsführer und A&R Chef bei Budde Music

Benny ist ein erfolgreicher Berliner „Jungunternehmer“ in zweiter Generation (auch) mit Eye Candy Qualitäten – er ist unter anderem Mastermind des Erfolgs von Alvaro Soler, sein Vater hat Alphavilla „big in Japan“ und auch sonst auf der ganzen Welt gemacht.

Sina Warschaffe, Head of A&R BMG Rights Management

In einer Presseinfo lobt BMG Sina für ihre Arbeit mit Künstler wie Dat Adam, Niila, Teesy, Pohlmann, Adesse, Jonas Monar und mit Autoren wie Crada (Bibi Bourelly, Drake), Alex Freund (Silly), Joe Walter (Felix Jaehn, Yvonne Catterfeld), Sera Finale (Udo Lindenberg, Sido), Beatgees (Tim Bendzko, Namika), Fabian Römer (Namika) und Jasmin Shakeri (Andreas Bourani), die sie für BMG unter Vertrag nahm.

Alexander Schedler, Head A&R, Schedler Musikverlag

Alex ist ebenfalls Juniorchef in einem Familienunternehmen – einem mit Hauptsitz in Österreich. Schedler Music vertritt unter anderem Künstler wie Glasperlenspiel, Wincent Weiss, Silbermond, Beatrice Egli, voxxclub und – Achtung ESC Alarm! – Francine Jordi, aber auch eine große Bandbreite von Songwritern, darunter – nochmal ESC plus Eye Candy Alarm! – Lukas Plöchl.

Maximilian Paproth, Head of A&R bei Sony ATV

Max hat witzigerweise seine beruflichen Roots ebenfalls bei Bennys Vater Rolf Budde, wo er bereits den Tätigkeitsschwerpunkt A&R hatte. Seine Aufnahme in die A-List der Branche gelang ihm (seit) 2013 bei SONY, ihm werden unter anderem. maßgebliche Anteile an der Erfolgsgeschichte von „Milky Chance“ zugeschrieben.

Die beteiligten Musikverleger stehen für eine große Bandbreite und Kreativität und für Credibility genauso wie für Fingerspitzengefühl für moderne Trends und sie sollen – beginnend mit dem Trainingslager „integraler Bestandteil des Verfahrens“ (Thomas Schreiber) werden, vor allem aber ihr Gespür entfalten, wenn es darum geht, für die fünf bis sechs Finalisten den jeweils passenden Song für die Liveshow zu finden. Wobei unverändert gilt, dass unter den 211 Vor-Vor-Finalisten auch etliche mit eigenen Songwriter-Qualitäten sind und es vorstellbar ist, dass Finalisten mit eigenen Kompositionen ins Rennen gehen.

Im Vorentscheid wird jeder der Acts mit EINEM Song antreten und Thomas Schreiber hat sich auch festgelegt, dass es EINE (und nicht mehrere) Shows in der ARD Primetime geben wird, aller Voraussicht nach Ende Februar 2018. Weitere Infos zur Liveshow soll es geben, wenn das Produzententeam feststeht, was laut eurovision.de „in Kürze“ der Fall ist. Die Show wird in Köln oder Berlin stattfinden, „weil das die beiden Orte sind, wo die notwendigen Fernsehstudios mit entsprechender Ausstattung vorhanden sind,“ wie Thomas Schreiber den PRINZ Bloggern vor Ort erläuterte.

Braucht der NDR nicht große Namen für die Einschaltquote, haben wir außerdem gefragt. Thomas Schreiber: „Für das Zuschauerinteresse über den Kreis der Hardcore Fans hinaus brauche ich erstmal eine grundsätzliche Begeisterung für den ESC.“

Der Vollständigkeit halber sei ergänzend berichtet, dass weitere Themen der ECG Fragestunde die steigende Ticketpreise bei gleichzeitig rückläufiger Priorisierung der Nachfrage der Fanclubs durch die EBU waren sowie die Frage, was (an Promotion in ganz Europa und vor Ort in Lissabon) notwendig ist, WENN der deutsche Song für Portugal 2018 gefunden ist.

Zur Ticketkontingentierung wußte ECG Präsident Michael Sonneck zu berichten, dass es für Lissabon 5.000 Anfragen von den Fanclubs gab. Die Veranstalter überlassen  OGAE International aber nur 1.500 Ticketpakete (für sechs Shows), zusätzlich erhält der portugiesische Fanclub 200 weitere. Das heißt für die europäische OGAE Gesamtnachfrage stehen nur 1.500 Ticketbundles zur Verfügung, weshalb nicht einmal ein Drittel der Nachfrage bedient werden kann. Die meisten Fanclubs wie auch der ECG verlosen die Fanpackage-Kaufoptionen (nicht öffentlicht).

ECG-Chef Michael Sonneck (Mitte) zwischen Christoph Pellander und Thomas Schreiber.

Zur Frage der Popularisierung des deutschen Songs 2018 in Deutschland und im Ausland schickte Thomas Schreiber voraus, dass sämtliche Maßnahmen zum gewählten Künstler passen müssen, aber dass man aber „mit Sicherheit“ plane, Promotermine wahrzunehmen und auch Aktivitäten im Ausland, die darüber hinaus gehen, entfachen wolle. Christoph Pellander ergänzte dazu, wie wichtig die Tage vor dem Finale vor Ort in Lissabon selbst seinen. „Die ESC Mühle muss jeden Tag gefüttert werden. Wir müssen Geschichten rund um unsere Künstler bauen und die positive Energie nach draußen tragen.“

Abschließen möchten wir mit dem größten Lacher der Fragestunde, als Thomas Schreiber zu großen Namen, die in Bezug auf eine ESC Teilnahme immer wieder spekulativ im Gespräch sind, sagte: „Bitte glauben Sie mir: Rammstein und Helene Fischer stehen nicht zur Verfügung.“

Die Gaststars des ECG-Clubtreffens 2017: Sunstroke Project, Anne Marie David, Brendan Murray, Nicole und Norma John.

Weitere Reportagen zum ESC Clubtreffen folgen, unter anderem ein Konzertbericht von Salman, ein Interview mit Nicole von Marc und ein Partybilderbuch von Peter. Als kleine „Sneak Preview“ gibt es hier schon einmal das All Artists Bühnenabschlussbild.

Aktuell, ESC-News, Partys

31 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Ruhrpottler

    27.11.2017 | 00:21

    Vielen Dank! Ich finde es sehr gut, dass ihr immer über alles berichtet, denn ich konnte ja selbst nicht an den Roadshows teilnehmen.
    —–
    Wurde denn eigentlich gesagt, dass die 20 Vor-Finalisten für Nicht-Panel-Mitglieder veröffentlicht werden (vergleichbar wie die Speed-Datings der 33 Vor-Finalisten vom letzten Jahr)?
    —–
    ,,Das Eurovision-Panel und die internationale Jury entscheiden 50:50 über die Liveshow-Interpreten.“
    > > > Habe ich das richtig verstanden? Anhand NUR jeweils 3 Minuten langen Videos wird gewählt? Ist das nicht zu ungenau bzw. nicht aussagekräftig genug, vor allem deswegen, weil es wirklich die End-End-Wahl ist und das Trainingslager über 5 Tage geht und da mehr zu sehen ist? Und ist es nicht auch verzerrend, dass in diesen drei Minuten vermutlich ein Cover-Song zu hören sein wird? Was ist, wenn einer irgendeinen berühmten Hit singt und nur deswegen bei Panel und Jury punktet (vergleichbar wie Levina mit dem Adele-Song)?
    —–
    Nichts desto trotz bin ich schon sehr gespannt und hoffe auf wirklich sehr starke fünf bzw. sechs Songs in der einen Sendung. Ich habe Bedenken, dass das ARD-Publikum nur den ,,durchschnittlichsten“ Beitrag wählen wird während Jury+Panel den ,,polarisierendsten“ Beitrag wählen wird. Gewinnen wird dann durch das Mischvoting der Song, der vielleicht ganz gut, aber nicht auffallend sein wird. Ich stehe daher auf jeden Fall hinter Panel und Jury.

  2. Matty

    27.11.2017 | 11:09

    Toller Artikel und ich bin mal gespannt, wer von den 211 Bewerbern übrig bleiben wird.

  3. Trakol

    27.11.2017 | 13:12

    @Ruhrpottler
    „Habe ich das richtig verstanden? Anhand NUR jeweils 3 Minuten langen Videos wird gewählt? Ist das nicht zu ungenau bzw. nicht aussagekräftig genug“
    Theoretisch ist es beim ESC auch nicht anders. Die Leute wählen anhand von nur 3 Minuten ob sie das Lied mögen oder nicht. Wobei die, die abstimmen sich die songs im Vorfeld schon anhören werden.

  4. escfan05

    27.11.2017 | 14:54

    Na dann, genug vom Vorgeplänkel, jetzt ran an die harten Fakten.

  5. Christo

    27.11.2017 | 15:21

    @Trakol
    Praktisch verhält es sich beim ESC ganz anders. Der Zuschauer dort bewertet finalisierte Mosaike. Die Entscheider bei uns haben anhand einer 3minütigen Maz (u. a. ohne die jeweiligen VE-Songs der Aspiranten – meine Lesart der Infos) darüber zu befinden, ob jemand überhaupt die Eignung als Teil eines Ganzen mitbringt, von dem niemand weiß, wie es aussehen könnte und wird. Der Vergleich entspricht so gesehen dem von Äpfeln mit Bananen.

  6. Benno88

    27.11.2017 | 15:51

    Es gibt Künstler die sich nicht selbst beworben haben und die noch nicht einmal wissen das sie unter den Vorschägen sind. Wie soll man das verstehen?

  7. Trakol

    27.11.2017 | 16:26

    @Christo. Ja, so hab ich das gar nicht gesehen.

    @Benno88 Es wurde erklärt, dass man Künstler mit rein genommen hat, es ihnen aber nicht gesagt hat. Erst wenn einer dieser Künstler in die Top 20 kommen sollte. Wird angefragt, ob man Interesse hat. Hintergrund: Fragt man vorher kann passieren, dass der Künstler sofort ablehnt, ohne wirklich einen Grund zu haben. Sollte er allerdings in die Top 20 kommen, hat man ein Argument, dass man aus 211 Künstler ausgewählt wurde und anscheinend großes Interesse besteht. Lehnt einer der Künstler trotzdem ab, geht es nur mit 19 weiter, es wird keiner nachnominiert.

  8. Ruhrpottler

    27.11.2017 | 17:48

    @Trakol – Dennoch ist es eher schade, dass die 5 Finalisten nur durch Drei-Minuten-Videos gewählt werden, weil das einfach zu ungenau und zu kurz ist. Ich habe Bedenken, dass dort nur durchschnittliche Kandidaten wie Levina oder Kein-Bock-Kandidaten wie Axel Feige weiter kommen.

  9. alkibernd

    27.11.2017 | 19:10

    Rücktritt, sofort ! Ich gebe ihm dann auch ein Kölsch aus

  10. escfan05

    27.11.2017 | 23:19

    @alkibernd: Wenn Schreiber bis jetzt nicht zurückgetreten ist, glaubst du wirklich er wird es nach dem ESC 2018 machen? Selbst wenn es wieder ein schlechtes Ergebnis geben sollte? Da kannste noch so oft fordern, der fliegt auf seinen Job, wie die Mücken auf den Scheißhaufen oder er bleibt an seinem Sessel wie Pattex kleben.

  11. biobanane (210)

    27.11.2017 | 23:49

    @alkibernd Leute, zurücktreten kann man von einem Amt oder politischen Posten. Der ESC ist ein Fernsehprogramm der ARD, da kann keiner zurücktreten, schon gar nicht der Chef der ARD-Unterhaltung. Es mag ja mal die Möglichkeit geben, dass der NDR keine Lust mehr hat, wie zuvor schon andere Anstalten der ARD, aber dann tritt niemand zurück, sondern übergibt die Aufgabe einem anderen ARD Sender. Es ist einfach peinlich, wenn hier das Unterhaltungs-Programm eines Fernsehsenders auf eine politische Ebene gehoben wird: Wir sollten unsere demokratische Gesellschaft nicht mit irgendwelchen Schlagerfuzzis vergleichen, das tun schon die zu Genüge, die im Grunde Probleme mit Demokratie haben und das ganze eher als großdeutsches Ereignis sehen.
    Ok, die Antwort war weniger für Dich.

  12. DerKai

    28.11.2017 | 00:07

    @alkibernd
    @escfan

    Ja, habe ich auch lange gedacht. Schreiber hat Schuld. Aber wir können hier und an anderen Stellen lesen, dass dieses Jahr die Komponisten die Überarbeitung verboten haben. Levina wollte das Kleid. Lasst uns diesen ambitionierten Versuch abwarten, bevor wir ihn abwählen.

  13. Adrian

    28.11.2017 | 00:56

    @biobanane Kann man so auch nicht stehen lassen. Schreiber selbst hat den Posten doch von Meier-Beer übernommen, der damals den Hut genommen hat und lass bitte die Kirche unpolitisch und in der Dorfmitte. Das Hochstilisieren zur „nationalen Aufgabe“ ist wie wir wissen keine Erfindung der Fans gewesen. Wer Aufmerksamkeit will und die Meute anfixt, der muss anschließend auch abliefern und das tut der NDR eben nicht, mag er sich auch kräftig abstrampeln. Wer so verfährt, braucht sich über fehlende Aufmerksamkeit und Begeisterung nicht beschweren.

  14. Ruhrpottler

    28.11.2017 | 01:57

    Apropos Schreiber: Ich habe eben einen Artikel gefunden, in der es um einen Skandal des NDRs geht, was ein paar Monate alt ist. Vielleicht wurde das hier schon thematisiert. Demnach soll bei der NDR-Sendung ,,ECHO-Jazz“ bei einen Auftritt der eigene Song nicht erlaubt und durch einen anderen Song ersetzt worden sein laut Künstlerin Anna-Lena Schnabel. Es wurde also ihr eigenes Lied nicht erlaubt, so dass sie eine Cover-Version singen musste. Bis dahin war ich geschockt, weil es ESC-bezogen stark damit ähnelt, dass der NDR nach eigenem Willen den Künstlern einen Song aufzwingt. Allerdings gibt es auf YT ein Interview, wo Thomas Schreiber sagt, dass die Künstlerin nach dem Songwechsel nichts gesagt, aber sich erst nach der Sendung beschwert hat. Demnach ist das ihre eigene Schuld, weil sie nicht kommuniziert hat.
    —-
    Also dadurch, dass der NDR und Herr Schreiber etwas ,,passieren“ lassen und nicht mit den gleichen Fehlern wieder zurück kommen, bin ich denen eigentlich nicht böse. Immerhin ist die Sünde ,,Perfect Life“ nicht seine Schuld, der er wurde ja überstimmt.

  15. Jorge

    28.11.2017 | 07:49

    So’n Kölsch mit nur 0,2l verdunstet ja schon zwischen Lippen und Kehle – will kein Mensch im Rest von Deutschland.

  16. Jorge

    28.11.2017 | 08:14

    Die Aussagen müssen für Schnappatmung gesorgt haben – wo Rammstein jetzt offiziell ausgeschlossen wurde, entfallen im Blog zukünftig breaking news, euphorisierte Tourberichte und bunt bebilderte Feierreportagen über die Band. Wir werden sie vermissen …

  17. Stefan

    28.11.2017 | 10:18

    Dokumentation und Ausstrahlung des Auswahlverfahrens

    In den letzten Jahren hat der NDR versagt. Das muss man festhalten. Dieses Jahr scheint mir das Vorgehen zumindest darauf ausgerichtet, nicht wieder „unter ferner liefen“ zu landen. Richtig ist, dass gerade in Deutschland wieder das Interesse am ESC geweckt werden muss. Ob das mit EINER Show zu erreichen ist, bezweifle ich. Und da mir das Auswahlverfahren sehr verworren scheint (ich habe es bisher nicht zu 100% durchdrungen), könnte ich mir gut vorstellen, gerade das Auswahlverfahren und das Trainingskamp mit der Kamera zu begleiten und mit einer mehrteiligen (und kostengünstigen) Doku zur Primetime auf den Vorentscheid hinzuführen. Wenn dann im besten Falle noch ein oder zwei Kandidaten dabei sind, die begeistern (stimmlich und als Person), warum sollte das neue Konzept nicht funktionieren?
    Aber schon jetzt alles in Schutt und Asche zu schreiben, halte ich für voreilig.

  18. escfan05

    28.11.2017 | 12:37

    Die eigenen ESC-Fans aus Deutschland haben ja schon Deutschland den Rücken gekehrt, wenn man lieber San Marino hilft einen Song zu finden. Ich bin nachwievor sehr skeptisch, das es über Platz 20 hinausgeht. Der NDR kriegt alleine schon seit Jahren nix hin. Von den Jahren 2005 bis 2009 und 2013 bis 2017 gab es nur Pleiten. Warum sollte das nächstes Jahr anders werden? Dabei wäre ich ja schon mit einer Top 10 bis 15-Platzierung ja schon zufrieden. Ich hätte nix dagegen wenn ein anderer ARD-Sender den ESC übernimmt. Schlechter wie der NDR können es die anderen auch nicht machen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sie es dieses Jahr vermasseln.

  19. najaaber

    28.11.2017 | 19:01

    Zum obigen Artikel eine kleine Ergänzung (mit ESC-Bezug)

    Benjamin Budde ist seit einigen Jahrer auch der Musik-
    verleger von Lena Meyer Landrut

  20. Alex

    28.11.2017 | 19:11

    Und? Dürfen die Panel Teilnehmer irgendwas sagen? :) Gestern war doch der erste Termin in Hamburg und heute in München. Ich bin gespannt!

  21. alkibernd

    28.11.2017 | 19:42

    @Jorge

    Hier in Kölle verdunstet mal gar nix. Man hat gleich ein neues in der Hand

  22. alkibernd

    29.11.2017 | 10:09

    @biobanane

    Zurücktreten heißt im öffentlichen Dienst, sich bei besseren Bezügen auf einen Job versetzen lassen, bei dem man aber weniger kaputt machen kann, Das ist das sogenannte Peter-Prinzip. Bei seinem Hang zu abstrusen mathematischen Verfahren könnte er doch in die Quotenschönrechenabteilung beim NDR wechseln, das ließe sich auch ohne jedes musikalische Talent wuppen

    Ich wünsche Peter Schreiber also nur das aller, allerbeste.

  23. alkibernd

    29.11.2017 | 10:13

    Im übrigen glaube ich, dass sich nach den sicheren 1-2 weiteren letzten oder vorletzten Plätzen Stefan Raab noch einmal wird bitten lassen !

  24. Ben70

    29.11.2017 | 15:24

    Ich muss gestehen, ich habe das 2018er-Vorauswahlprozedere wegen abnehmender Begeisterung immer noch nicht ganz durchblickt oder durchblicken wollen, aber was ich so recht oberflächlich mitbekomme und bei den Schlagwörtern „Bootcamp“ klingt das doch sehr nach einer Off-Air-Version von Voice of Germany & Casting-Co..

    Bei all dem Aufwand wäre es doch ganz praktisch immer ein Kamerateam mitlaufen zu lassen und schon hätte man eine schöne ESC-Dokutainment-Reihe, die in der Live-Entscheidungsshow mündet. Wäre jetzt nichts für die ARD-Primetime, aber allemal für One – dann wird halt mal „Rote Rosen der Liebe“ oder wie das alles heißt für ein paar Wochen aus dem Programm geschmissen – außerdem soll Jimi-Fallon-Show doch aus dem Abendprogramm fliegen…

  25. BennyBenny

    29.11.2017 | 16:10

    @Ben70: So ist das auch geplant. Wird also alles mitgefilmt und soll dann auch rund um den Vorentscheid ausgestrahlt werden (wie, wann und wo ist noch unklar).

  26. Branko

    30.11.2017 | 16:38

    Habe gerade das hier gelesen: Stimmt das wirklich? Jemand da, der Ahnung hat, ob das kein Fake ist?

    https://www.promiflash.de/news/2017/11/30/real-life-ken-rodrigo-alves-wird-er-2018-esc-moderator.html

  27. melodifestivalenfan

    30.11.2017 | 18:10

    @Branco
    das wäre ja gruselig. Hoffentlich vergreifen sich die Veranstalter nicht an so einen selbst verschuldet Verunstalteten. Das wäre zuviel des Guten.

  28. Paul

    02.12.2017 | 11:26

    Werden die 20 Kandidaten vorgestellt oder nur die daraus resultierenden 5?

  29. BennyBenny

    02.12.2017 | 11:38

    @Paul: Antwort siehe vier Kommentare weiter oben.

  30. Paul

    02.12.2017 | 15:45

    danke dir

  31. Trakol

    03.12.2017 | 18:11

    Laut Zeitplan müssten ja mittlerweile die TOP 20 gewählt worden sein, bzw. werden sie morgen dem NDR vorgestellt. Bin gespannt, wann die Öffentlichkeit Gesichter oder Namen sieht. Letztes Jahr hat man zwar auch schon vorher die engere Auswahl gesehen, aber ich denke vor Weihnachten wird das nix.

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