Israel

Netta Barzilai ist Israels Rising Star und gewinnt „Hakochav Haba L’Eurovizion“

Hakochav Haba L’Eurovizion“ hieß die letzte Folge der interaktiven Castingshow (international bekannt als „Rising Star“) mittels der Israel seinen ESC Teilnehmer für Lissabon bestimmte. In einer unterhaltsamen Show kämpften die 4 Finalisten Chen AharoniJonathan MerguiRiki Ben Ari sowie das Energiebündel Netta Barzilai um das begehrte ESC Ticket.

Es war einer der emotionalsten Momente der Punktevergabe beim ESC in Kiew 2017: Jurysprecher Ofer Nashshon verkündete nach der israelischen Punktevergabe: „For the past 44 years Israel has participated in the Eurovision Song Contest, winning 3 times, but tonight is our final night!” Der Sender IBA würde seine Sendungen einstellen, verkündete der bekannte Moderator: “Shortly, IBA will shut down its broadcasting forever, so on behalf of everyone here of us let me say thank you Europe for all the magical moments. Hopefully we shall meet again in the future!“

Seit 1973 nimmt Israel als Mitglied der Europäischen Rundfunkunion am Eurovision Song Contest. Das Land konnte bisher drei Siege erringen: 1978, 1979 und 1998. Mittlerweile konnte man eine neuen Rundfunkanstalt für die Teilnahme am ESC gewinnen – Israeli Public Broadcasting Corporation (IPBC).

Seit Ende Oktober 2017 sucht IPBC nun mittels der Show „Hakochav haba“ den Vertreter Israels beim Eurovision Song Contest 2018. Die Kandidaten wurden über viele Wochen hinweg gecastet bis sich schlussendlich vier Hoffnungsträger für das Finale qualifizierten: Chen AharoniJonathan MerguiRiki Ben Ari und Netta Barzilai.

In der Finalshow, die von Assi Azar und Rotem Sala moderiert wurde, gab es 2 Wertungsrunden. In der ersten Runde gab es folgendes Ergebnis:

91% für Jonathan Mergui mit „Get ugly
82% für Riki Ben Ari mit „Proud Mary
75% für Netta Barzilai mit „Ksat meshugat
72% für Chen Aharoni mit „Neshima

Nach Runde 1 schied somit Chen Aharoni denkbar knapp aus, dafür hatte Jonathan Mergui (Foto oben) gut lachen – er lag in Front.

In der zweiten Runde drehte dann das Power-Girl Netta Barzilai voll auf. Optisch wandelt sie auf den Spuren von Tracy Turnblad (Hairspray), von der Stimmgewalt und der Energie erinnert sie jedoch an Bojana Stamenov. Mit ihrer Loop-Box und einem wilden Mash-Up aus „Tik Tok“ und „Gangnam Style“ brachte sie das Studio zum Kochen und zum Staunen. Bei der Jury kassierte sie dafür mehrere Höchstpunktzahlen, dies reichte um insgesamt an Jonathan Mergui vorbeizuziehen, der das Televoting gewonnen hatte.

Hier das Endergebnis:
1. Platz Netta Barzilai: 210 Punkte (104 Jury + 106 Televote)
2. Platz Jonathan Mergui: 205 Punkte (88 Jury + 117 Televote)
3. Platz Riki Ben Ari: 125 Punkte (78 Jury + 47 Televote)

Mit Netta hat Israel eine sehr „spezielle“ Künstlerin ausgewählt, die über Ecken und Kanten verfügt sowie einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Nettas Song für Lissabon soll zu einem späteren Zeitpunkt von einem Komitee ausgewählt und dann der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir dürfen gespannt sein, womit uns Netta dann überraschen wird. Das Songauswahl-Komitee besteht aus 3 Vertretern von IPBC und 2 Vertretern von Keshet, dem verantwortlichen Sender der Show „Hakochav haba“/Rising Star.

Den sehr sehenswerten Finalauftritt von Netta „Tik Tok/Gangnam Style“ findet ihr hier. Sobald ein Clip auf YouTube verfügbar ist, werden wir das Video hier ergänzen.

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24 Kommentare Kommentar schreiben

  1. togravus

    14.02.2018 | 00:13

    Interessante Wahl. Das kann so oder so ausgehen. Viel Glück Israel!

  2. Frédéric

    14.02.2018 | 00:37

    Hab‘ sie heute Nachmittag erst für mich entdeckt und schwanke zwischen Kopfschütteln und frenetischer Begeisterung. In diesem Finale in jedem Fall meine Wunschkandidatin und ich bin auf ihren Song (bei dessen Auswahl sie hoffentich auch ein Wörtchen mitzureden hat) wirklich sehr gespannt (und natürlich auch darauf, inwieweit sie in Lissabon mit ihrem Loopdings arbeiten dürfen wird).
    So langsam macht dieser Jahrgang auch mir Hoffnung …

  3. sunny42

    14.02.2018 | 04:00

    Die Zuschauer wollten wohl den 2 platzierten haben,oder die jungen Damen in Israel ..lach.
    erinnert mich ein wenig an die Serbin in Wien , abwarten das Lied fehlt noch

  4. Little Imp

    14.02.2018 | 08:22

    Ich sage jetzt lieber nicht an welchen fiktiven Charakter mich Netta erinnert, das wäre doch zu despektierlich. Mal abwarten, was für ein Lied sie am Ende singen wird.

  5. Kjetil

    14.02.2018 | 09:10

    Netta ist auf jeden Fall eine sehr gute Sängerin. Mit dem richtigen Song könnte das vielleicht die vierte Finalqualifikation in Folge werden. Mein Favorit war Chen, der 2011 mit „Or“ schon zum ESC gemusst hätte. Ich hätte ihn mir gut mit einem Beitrag in diesem Stil oder auch im Stil von „Crazy“ (nicht von Franka Batelić) vorstellen können. Vielleicht können sie ihn ja 2019 intern nominieren.

  6. Matty

    14.02.2018 | 09:14

    Nach vier Jahren schickt Israel wieder eine Frau zum ESC und natürlich bin auch ich gespannt, welchen Titel sie in Lissabon präsentiert.

  7. Gerald

    14.02.2018 | 10:39

    Reisst sicher alles nieder

  8. Bandido

    14.02.2018 | 10:52

    Die hat’s drauf! Bin froh, dass sie gewonnen hat und nicht schon wieder so ein glatter Schönling (Imris eitle Selbstverliebtheit hat letztes Jahr bei mir für regelrechte Übelkeitsanfälle gesorgt). Netta ist so ne Mischung aus der frühen Dana International und Bojana Stamenov und hat mit ihrem Looper auch ein witziges Bühnen-Gimmick, das hoffentlich auch irgendwie in Lissabon eine Rolle spielen wird. Ich hoffe auf was Buntes, Schräges und Queeres!

  9. Yasi

    14.02.2018 | 11:55

    Zum ersten Mal in dieser Saison wurden die Zuschauer von der Jury überstimmt. Das riecht nach Manipulation. 5 Punkte Unterschied sind quasi nix.

  10. Mariposa

    14.02.2018 | 12:14

    Hoffentlich singt sie einen besseren Titel als den Trash aus Serbien 2015.

  11. Meckie

    14.02.2018 | 12:18

    „Interessante“ Wahl… in der Tat…

  12. Mariposa

    14.02.2018 | 12:20

    @ Kjetil

    In der Tat, „Or“ wäre es 2011 gewesen. Hätte auch Dana International die große Schmach erspart.

    @ Bandido

    Das war auch der Grund, warum er im Finale abgestürzt ist.

  13. Yasi

    14.02.2018 | 15:41

    Ansonsten: Israel wählt eine Frau? Skandalös! Rein statistisch sieht es für sie nicht gut aus. Alle Frauen von 2011-2014 sind ja gnadenlos gescheitert.

  14. Lorena

    14.02.2018 | 18:01

    Interessant ist sie auf jeden Fall! Ich bin mal gespannt, was für ein Lied sie kriegt und ob sie ihr Instrument mit auf die Bühne nehmen darf.

  15. Pintiboy

    14.02.2018 | 18:23

    Wie geil ist die denn? Glaub die bringt Abwechslung in die Bude. Freu mich auf das Lied.

  16. Cursha

    14.02.2018 | 19:48

    Die ist ja mal cool drauf. Da bin ich aber sehr gespannt auf den Song den sie präsentieren wird.

  17. Meckie

    14.02.2018 | 22:23

    Gott. Israel hat echt ein Talent besonders schäbige und fette Weiber zum ESC zu schicken.

  18. Mareike Kaa

    14.02.2018 | 23:14

    Meckie – charmant wie immer.

  19. Nicole

    15.02.2018 | 02:16

    Meckies Devise „Das Auge hört mit“

  20. Little Imp

    15.02.2018 | 08:28

    @ Nicole

    Das wäre an sich nicht schlimm. Aber man muss natürlich nicht gleich in Richtung beleidigend kommentieren.

  21. Frédéric

    15.02.2018 | 08:47

    Der Hairspray-Vergleich trifft es sehr gut, denn auch da ließen Kommentare von selbsternannten Wächtern über Schönheit, Sitte und Anstand nie lange auf sich warten.
    Gut möglich, dass Netta mein Lieblingsact des Jahrgangs wird.

  22. melodifestivalenfan

    15.02.2018 | 09:12

    Netta wird ein interessantes, überaus spannendes Experiment. Wenn man sich ihre Auftritte so anschaut, spürt man eine überbordende Lebensfreude, vor der man sich gerne anstecken lässt. 😃
    Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen und kann ihren Song kaum erwarten.

  23. JeG

    15.02.2018 | 14:38

    Okay, Meckie hat sich schon jetzt für heute den Preis für den nervigsten Menschen auf diesem Blog gesichert, egal was noch kommt… ^^

  24. 4porcelli

    15.02.2018 | 18:58

    Ich glaube, Meckie gibt es gar nicht, sondern er ist eine Verschwörung der Blogger, um die Zahl der Kommentare nach oben zu treiben ;-). Im Ernst, weiß jemand wo der – wesentlich amüsantere Jorge ist? Hab ihn hier in letzter Zeit nicht gelesen.

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