Moldawien

Rund um Kiew (15) – Moldovan Eurovision Party

Länderpartys beim ESC – da gab es in den vergangenen Jahren einige unvergessliche Highlights. 2017 avancierte überraschend die „Moldova Eurovision Party“ zu einem der besten Events der Kiew-Proben-Wochen. In der aktuellen Folge unseres Kiew-Rückblicks lassen wir den Abend daher gerne noch einmal Revue passieren – inklusive einem Wiedersehen mit einigen beliebten Acts aus der Republik Moldau und des aktuellen ESC Jahrgangs.

Freitag, 5. Mai 2017 – Nach einem anstrengenden Proben-Tag im Pressezentrum standen die PrinzBlogger Salman, DJ Ohrmeister und Marc vor der Qual der Wahl. Diverse Abend-Veranstaltungen buhlten zeitgleich um die Gunst von Fanmedien und Fans und natürlich wäre man am liebsten überall dabei – aber man muss sich ja entscheiden.

Gerne denken wir zurück an manch unvergesslichen Abend z.B. die russische Party in Düsseldorf (mit der Shirtless Show von Spatz Alex), die deutsche Party in Baku und auch die ein oder andere israelische Party. Nun lud erstmals die Republik Moldau zur „Moldovan Party“ ein und wir waren neugierig. Zu dritt teilten wir uns das Taxi vom Exhibition Center Kiew zur Veranstaltungsort: dem Club „Freedom Event Hall“. Bereits der Empfang war sehr herzlich: die 3 Jungs von SunStroke Project begrüßten in traditioneller moldawischer Tracht jeden Gast persönlich mit Handschlag auf dem Roten Teppich.

‚Epic Sax Guy‘ Serghei Stepanov erklärte uns dann auch, warum die Republik Moldau nun gerade 2017 eine Länderparty ausrichtet. Die Republik Moldau ist mit etwa 3 Millionen Einwohnern ein kleines Land und auch nicht mit großem Reichtum gesegnet. 2017 wollte man daher die Gunst der Stunde nutzen: als Nachbarland der Ukraine sind die Wege kurz und das günstige Preisniveau erlaubte es, eine eigene Länderparty auszurichten. Man merkte es den 3 Jungs von SunStroke Project an, wie stolz sind, die europäischen Fanmedien und Fans als Gastgeber zu begrüßen und so wurden wir von Serghei ermuntert: „Ihr müsst unbedingt den moldawischen Wein probieren und die kulinarischen Köstlichkeiten und freut euch auf viele bekannte ESC Gesichter“.

Und Serghei hatte uns nicht zuviel versprochen. In lauschiger Atmosphäre (dank einer Jazz-Combo) probierten wir den angepriesenen Wein und es gab so manches schönes Wiedersehen. Pasha Parfeny berichtete uns von seiner bevorstehenden Hochzeit mit seiner Yuliana (Mitte Juni wurde in der Hauptstadt Chisinau geheiratet) und wir versuchten ihn zu überreden, doch nochmal beim ESC teilzunehmen. „Lautar“ ist schließlich bis heute einer der Floorfiller bei vielen ESC Partys.

Nach der offiziellen Begrüßung wurden die Gäste in den gut gefüllten Veranstaltungsaal nebenan gebeten, wo ein furioses ESC Konzert für gute Laune sorgte. Natürlich eröffneten SunStroke Project den Abend. Dank dem Opener „Hey Mama“ war gleich ordentlich Stimmung im Saal und die Menge tobte. Man hätte damals eigentlich schon erahnen können, dass der Beitrag sehr gut ankommen könnte – aber einer Bronze-Platz im Grand Final – damit rechnete seinerzeit noch niemand.

Als nächstes wurde Olia Tira begrüßt: 2010 belegte sie zusammen mit Sunstroke Project in Oslo mit „Runaway“ Platz 22 und landeten einen Euroclub-Evegreen. Gleichzeitig avancierte Serghei damals dank des legendären Saxophon-Solos zum Epic Sax Guy. 2017 konnte mit seiner zweiten ESC Teilnahme seinen YouTube-Hype sogar noch toppen (siehe Google Statistics) – inzwischen wird er gar als Utra Sax Guy bezeichnet.

Weiter ging es mit Pasha Parfeny und Aliona Moon. Aliona gab ihre Ballade „O mie“ zum Besten mit der sie 2013 im ESC-Finale einen tollen elften Platz belegte.

Dann wurde es Zeit für die ESC Acts des aktuellen Jahrgangs: Svala aus Island performte „Paper“ und Slavko aus Montenegro heizte mit seinem Beitrag „Space“ der Menge ein und wirbelte wild mit seinem Zopf.

„Heiß“ wurde es dann vielen Gästen beim Anblick von Lindita Halimi aus Albanien. Im ultrakurzen samtigen Höschen und auf High Heels sang sie ihren ESC Beitrag „World„.

Auch nach den Auftritten war die Party noch lange nicht zu Ende. Ein DJ sorgte für ESC Feeling und im Publikum wurde noch so manchen ESC Teilnehmer gesichtet: z.B. Kristian Kostov und Timebelle. Bei entspannter Atmosphäre ergab sich noch so manch interessanter Small-Talk. Lindita plauderte z.B. stolz über ihre sensationelle Gewichtsabnahme: bei 1,62 m Größte brachte sie 115 kg auf die Waage um dann auch mit tatkräftiger Unterstützung ihres Personal Trainers 60 kg abzunehmen. Heute lebt sie nun in Atlanta und ihr Personal Trainer ist ihr „husband“, den sie uns auch gleich freudestrahlend präsentierte (Foto unten).

Damit endet unser kleiner Rückblick auf die „Moldovan Party 2017“. Dankeschön an Moldau – es war ein toller Abend und SunStroke Project sehr sympathische Gastgeber!

 

Vorschau: Demnächst berichtet Matthias vom Besuch eines Mahnmals an einem nachdenklichen Tag.

Bisher in „Rund um Kiew“ erschienen:
(1) Auf dem Wege nach Odessa (Jan)
(2) Im Golden Circle und in der Fan Zone (Marc und BennyBenny)
(3) Network ESC, Teil 1 (diverse Blogger)
(4) Deutsche Delegation Deluxe (BennyBenny)
(5) Die Transen im Lift (Douze Points)
(6) Hetzjagd durch die Hauptstadt (OLiver und Peter)
(7) Überleben zu kleinen Preisen in Kiew (Tjabe)
(8) Die Qual der Wahl im Bloggerleben (Salman)
(9) Reise nach Tschernobyl (OLiver)
(10) Network ESC, Teil 2 (diverse Blogger)
(11) Hinter den Kulissen der PRINZ-Blog-Social-Media (BennyBenny)
(12) DJ’s in Not: Und sie wollen doch nur spielen (DJ Ohrmeister)
(13) Stadtführungen mit Olga (Salman)
(14) Wenn Fanmedien Fanmedien interviewen (OLiver)

Aktuell, ESC-News, Partys

6 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Frederic

    03.08.2017 | 08:45

    Schöner Bericht – vielen Dank dafür!
    „Lăutar“ trotz anwesenden Künstler nicht(?) live zu sehen wäre für mich schon ein Dämpfer. Wie man allerdings eine ‚Moldovan Eurovision Party‘ allem Anschein nach ohne Nelly Ciobanu und ihr „Hora Din Modova“ veranstalten kann, ist mir unerklärlich.

  2. Matty

    03.08.2017 | 08:50

    Jetzt müßte nur noch der Livestream aus Moldawien um Lichtjahre besser werden, damit man sich den natinalen Vorentscheid ruckelfrei anschauen kann!

  3. Jorge

    03.08.2017 | 09:28

    Die Chance auf dieses Event hätte man sich aus Moldawien nie und nimmer von Siegel & Co entreissen lassen. So dicht & billig kommt man nur noch in Bukarest (Ukraine scheidet ja erstmal aus) an einen „Heim-ESC“ heran.
    Schön, dass sie es mit reichlich Naturalien umgesetzt haben.

  4. Bandido

    04.08.2017 | 12:58

    … und nächstes Jahr wird es dann aber endlich Zeit, dass die moldawischen Farben von der unermüdlichen Doinița Gherman vertreten werden!
    Beim 72. Versuch muss es doch endlich für unsere Power-Uschi klappen. Go Doinița! :D

  5. Jorge

    05.08.2017 | 14:46

    Rund um Kiew (666) – Hamburg – Moskau – Sewastopol (- Santa Fu – Kiew?) Ehemalige Vorentscheidteilnehmer und ihre Flugpläne
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/scooter-verprellt-fans-mit-geplantem-krim-auftritt-a-1152519.html

    Spiegel Online hat natürlich auch schon O-Töne eingebaut. „Wir wollen und werden uns politisch nicht vereinnahmen lassen.“ (H.P.Baxter) und „Uns war gar nicht bewusst, dass wir uns hier in einen politischen Konflikt hineinbewegen“ (Management) … wie kreativ. Spekulationen, dass Scooter Julias Song 2018 produzieren wird, sind hiermit eröffnet. ;-)

  6. Jorge

    05.08.2017 | 14:47

    Link vergessen, Ukraine stellt Amtshilfeersuchen:
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/ermittlungen-gegen-scooter-wegen-krim-reise.265.de.html?drn:news_id=776841

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