Irland

Ryan O’Shaughnessy singt „Together“ für Irland

Eye-Candy-Kontinuität aus Irland. Auf Brendan Murray folgt Ryan O’Shaughnessy, der für Irland zum ESC nach Lissabon fahren darf. Sein Song „Together“ soll gemäß des verantwortlichen Senders RTÉ „in den nächsten Wochen“ veröffentlicht werden.

Irlands ESC-Solist 2017 Brendan Murray (hier beim letzten ESC Clubtreffen im November 2017, wo er und Norma John zu den Stargästen gehörten) hat optisch schon viel Krach gemacht, Irlands ESC Solist 2018 Ryan O’Shaughnessy tut das sogar noch mehr:

Seinen Song „Together“ gibt es derzeit noch nicht zu hören, was uns die Möglichkeit gibt, über andere (optische) Aspekte zu sprechen. Das Lied, das er selbst speziell mit Blick auf den ESC (mit)geschrieben hat, wurde intern ausgewählt. RTÉ hat mit der Auswahl aus insgesamt 300 Bewerbungen ein Team von „music industry professionals“ beauftragt.

Auch in Irland gab es ein Song Writing Camp. „Together“ entstand in „The Nucleus„, einem „collaborative songwriting“ Team, welches von Hamlet Sweeney gegründet wurde, der ein maßgeblicher Player, Producer und Songwriter in der irischen Musikszene ist und in Irland als Konzertproducer u.a. mit Rihanna, David Guetta und Kings Of Leon gearbeitet hat. Ryan O’Shaughnessy arbeitet bei „The Nucleus“ auch als Songwriter.

In einem ersten Statement beruft sich Ryan auf die Tradition der irischen ESC-Gewinner 1994 Paul Harrington und Charlie McGettigan, die erst vor wenigen Wochen zu Gast waren beim OGAE in München und dort frenetisch gefeiert wurden. „I plan on doing Ireland proud by bringing a song and performance to Eurovision that we haven’t seen since the days of Rock and Roll Kids. I can’t wait to get onto that stage and perform an honest piece for millions of people.“ („Ich möchte Irland mit einem Song und einem Auftritt stolz machen, was wir seit der Zeit von `Rock and Roll Kids´ nicht mehr erlebt haben. Ich kann es kaum abwarten, ein ehrliches Stück Musik vor Millionen von Menschen vorzustellen.“)

Bekannt wurde Ryan in Irland durch die heimische RTÉ One-TV-Soap „Fair City„, in der er neun (!) Jahre mitspielte, er ist also quasi vor den Augen der irischen TV-Zuschauer erwachsen geworden. Mit 17 verließ er die Soap und konzentrierte sich auf sein Musik- und Songwritingstudium. 2012 kam der Durchbruch, er schaffte es sowohl bei „The Voice Of Ireland“ als auch bei „Britain’s Got Talent“ ins Finale. Sein selbstgeschriebener BGT-Audition-Song „No Name“ hat heute kumuliert über 50 Millionen Klicks eingesammelt.

YouTube Preview Image Ryan O’Shaughnessy in 2012 in „Britain’s Got Talent“ mit dem eigenen Song „No Name“

Ryans Debut-EP erreichte in Irland die Chartsspitze und seit 2012/2013 gehört er zu den anerkanntesten Singer-Songwritern des Landes. Mit 25 Jahren ist er bereits ein erfahrener Allrounder. Er spielt Gitarre, Klavier und Saxophon, hat für viele renommierte Interpreten Songs geschrieben und/oder produziert und weltweit Live-Erfahrungen gesammelt. Das alles macht auf seinen ESC Song sehr, sehr neugierig.

Im Sommer vergangenen Jahres war Ryan mit Freunden auf dem Jakobsweg unterwegs…

…und auch als Model hat er in Irland schon gearbeitet.

YouTube Preview Image „Got This Feeling“ von Ryans jüngstem 2017er Album „Back To Square One“ (1000 Beasts Remix)

Album-Cover „Back To Square One“

Aktuell, ESC-News

22 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Trakol

    31.01.2018 | 15:53

    Ich wünsche Irland endlich mal wieder nach 4 Jahren einen Finaleinzug, wobei 2013 der letzte Platz ja auch eine mäßige Teilnahme war.

  2. flo

    31.01.2018 | 16:20

    Irland… Ja, schon traurig, wie die in den letzten Jahren teilweise unter die Räder gekommen sind… Allzuviel kann man da dieses Jahr auch nicht erwarten, fürchte ich. Ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Schweden sie überlügeln und bei Siegen gleichziehen.

  3. Matty

    31.01.2018 | 18:08

    Ich wünsche mir auch, daß Irland ins Finale kommt und gut abschneidet. Es ist wieder an der Zeit!

  4. Mariposa

    31.01.2018 | 18:27

    Absolut – zudem ist Irland immer noch der Rekordsieger (wenngleich die Triumphe schon weit zurückliegen). Was ich von dem jungen Mann bisher gehört habe, gefiel mir nicht schlecht.

  5. alkibernd

    31.01.2018 | 19:01

    Die Iren haben Eier . wenn auch meistens nicht bei der Musikauswahl.

    Mal sehen wies heuer wird.

  6. Manboy

    31.01.2018 | 19:29

    @alkibernd
    Was nützen Eier, wenn nichts vernünftiges raus kommt.
    Von Irland kann man sich nicht mehr viel erhoffen, die haben den Anschluss total verloren (und das nicht erst seit gestern). Naja zumindestens sind sie in guter nachbarschaftlicher Gesellschaft, denn das UK hat auch seit 20 Jahren (mit wenigen Ausnahmen) einen großen Abstieg hinter sich.

  7. Kontrapunkt

    31.01.2018 | 19:56

    Also hübscher als Brenda finde ich den nicht.Ob ich das Lied hübscher finden werde, bleibt mal abzuwarten. Schlecht war das letztes Jahr sicherlich nicht. Da gab’s andere Faktoren, die nicht gepasst haben.

  8. escfan05

    31.01.2018 | 21:55

    Na immerhin sieht der schon mal ungefähr so aus, als ob er die Schulzeit und die Pubertät schon mal hinter sich gelassen hat. Mal ne Frage hat das Kind vom letzten Jahr, eigentlich Stubenarrest bekommen, als es das Finale verpasst hat?

  9. Nicole

    31.01.2018 | 22:56

    Traurig, dass die letzte Finalteilnahme 2013 war, und dann auch noch letzter Platz. Ich hoffe, Irland packt es endlich mal wieder. Zum Glück sind sie im 1. Halbfinale

  10. Branko

    01.02.2018 | 00:41

    Schon wieder ein ESC-Sänger, der auch schon als Model vorher gearbeitet hat. Muss wohl heutzutage nun mal so sein, dass sich Sänger auch als Model verramschen. Scheint ein neuer Trend zu sein… Österreich, Tschechien, Irland…

  11. Rainer1

    01.02.2018 | 09:48

    Linda martin hat letztens kundgetan, das irland es mit balladen versuchen sollte. Weil irland damit immer erfolgt hatte.
    Ich befürchte, das gary und ryan o’shaughnessy kräftig in den schmalztopf greifen. Inkl. Irische harfe und mandoline.
    Und wenn schon denn schon……….das ganze in gälisch

  12. Frédéric

    01.02.2018 | 10:01

    „Anschluß verloren“ ist mir dann doch lieber als eine Quasi-Industrialisierung der Preselection (fühlt sich sicher keiner angesprochen). Außerdem werden die Karten doch jedes Jahr neu gemischt, wie man an Gewinnern wie Portugal, Österreich oder Dänemark sehen kann und auch Belgien, Niederlande und Moldawien hatten schon ihre Tiefs.
    Wie da jetzt schon wieder auf einem Beitrag nur anhand des Balladen-Etiketts rumgehackt wird (vgl. Wiwibloggs), ist schon übel.

  13. Manboy

    01.02.2018 | 10:03

    @Branko
    Model kann anscheinend jeder heutzutage werden, der 2 Augen und einen Mund hat. Für was hat denn der irische Vertreter gemodelt: Klorollen oder Waschlappen?

  14. Matty

    01.02.2018 | 10:35

    Zyperns Beitrag für den ESC steht auch schon fest und wird vermutlich auf Spanisch gesungen, denn er heißt „Fuego“ (Feuer):

    https://eurovisionworld.com/esc/cyprus-eleni-foureira-to-eurovision-2018-with-fuego

    Die Künstlerin heißt Eleni Foureira und der Beitrag stammt aus der Feder von Alex Papaconstantinou. Wann der Song offiziell präsentiert wird, steht noch nicht fest.

  15. escfan05

    01.02.2018 | 10:45

    Muß ich verstehen warum Zypern einen Song in Spanisch schickt? Egal. Wird doch im Semi kleben bleiben.

  16. BennyBenny

    01.02.2018 | 10:55

    Wikipedia sagt: „Eleni Foureira ist seit 2016 mit dem spanischen Fußballspieler Alberto Botía liiert.“

  17. Little Imp

    01.02.2018 | 11:08

    @ escfan05

    Spanische Songs sind in dieser Vorentscheidsaison in Mode: Norwegen, Armenien, Moldawien,…

  18. Rainer1

    01.02.2018 | 11:14

    Vielleicht sollte man denen mal sagen, das in portugal gar nicht spanisch geredet wird. Das gibt dann aber ein grosses hallo….

  19. Frédéric

    01.02.2018 | 11:38

    @escfan05
    Da wäre ich nicht so sicher, denn Zypern ist bemerkenswerterweise wieder mit Griechenland zusammengelost worden und Foureira dort durchaus bekannt. Zudem votet auch Spanien im selben Semi und ist für ramsch- ähm … rassigen Europop, wie ihn Alex P zu produzieren pflegt, durchaus zu haben.

  20. BennyBenny

    01.02.2018 | 12:30

    Zu Eleni geht’s hier weiter: http://blog.prinz.de/grand-prix/zypern-jubelt-und-schickt-top-star-eleni-foureira-nach-lissabon/

  21. escfan05

    02.02.2018 | 09:30

    @Little Imp: Nur weil es gerade in Mode ist, muss ich es trotzdem nicht verstehen. Vielleicht sollte es Irland mal mit einem Song in Spanisch probieren:)

  22. Mariposa

    05.02.2018 | 20:45

    @ escfan05

    Ich verstehe das sehr wohl – für mich ist Spanisch die geilste Sprache der Welt und wird an immer mehr Schulen gelehrt.

Kommentar schreiben