Schweden

Schweden: This is their song

logo-mf2.jpgDie Entscheidung ist gefallen und eigentlich war es keine Überraschung. Die Schweden folgten ihren Umfragewerten und schenkten der blutjungen Anna Bergendahl mitsamt ihrer speziellen Stimme, ihren Teenieschühchen und ihrem recht ansprechenden Lied das Ticket nach Oslo.

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Und was brachte der Abend sonst noch?

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Ein kleiner Kreis – Blogger + – betrachtete das Event per Webstream von Hamburg-Altona aus und war durchweg begeistert von einer gelungenen Show. Man kann sich auf die Mutter der Vorentscheidungen einfach verlassen: alles gut durchgestylt, sehr witzige Ideen, ein durchgänger Bezug zum Grand Prix, eine tolle Moderation und ein recht spannender Ausgang. Auf einige Aspekte soll hier im Rückblick noch einmal etwas genauer eingegangen werden:

Die Auftritte!

Viele der Herrschaften setzten zu den Vorrunden noch allerhand drauf. Darin berührte wie nie zuvor, Peter Jöback öffnete sein Vocal-skills-Schatzkästchen und sang Töne, wie sie das Melodifestival nur selten hört, Salem Al Fakir leistete sich einen Komiker, Jessica Andersson Omas altes Rüschenkleid. Genützt hat es nicht, sorgte aber in unserer Runde für Begeisterung! Eine der wenigen, die nichts veränderte war die spätere Siegerin Anna B. Ein Omen?

Das Startfeld in diesem Jahr sehr abwechslungsreich, auch wenn immer wieder das klassische Melodifestivalen-Liedgut durchschien. Unserer Meinung nach ist es den Schweden  gelungen, ein paar neue musikalische Akzente zu setzen, ohne Folkets Lieblingssendung total umzukrempeln. Damit war vor fünf Wochen nicht zu rechnen gewesen.

Die Pausen!

Wunderbar! Wieder ein großartiges Medley von alten MF und diesmal auch MGP-Heulern. Ein Kampf war das allerdings nicht, Aggression kann musikalisch zwischen Norwegen und Schweden einfach nicht aufkommen! Am ehesten noch beim herrlichen Gezerre an und um Elisabeth Andreassen.
Die Tradition, den vergangenen Siegertitel im darauffolgenden Jahr nochmal “wild” darzubieten begann 2007, als Thomas Andersson Wij die Show mit “Evighet” eröffnete. Das wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Die All-Star-Rockband Casablanca intonierte gemeinsam mit Malena Ernman ein Rockversion von “La Voix”. Auch das sehr unterhaltsam.

Die Wertung!

Die internationalen Jurys, was haben sie gebracht? Nun, sie haben zumindest nichts durcheinandergebracht. Die internationalen Punkte wurden deutlich breiter gestreut, als die der schwedischen Jurygruppen.  Einigkeit herrschte in diesem Jahr zwischen schwedischen Jurys und Publikum. Und das ist doch das Wichtigste!

Die Siegerin!

Keiner weiß warum, aber Anna Bergendahl kam, sah und siegte. Das konnten auch die “Internationalen” nicht verhindern. Schweden wollte sie und hat sie bekommen. Eine für Schweden eigentlch untypische Wahl. “This is my life” ist das balladigste Lied seit 1998. Damals errang Jill Johnson mit dem wunderbaren “Kärleken är” in Birmingham einen für damalige Zeiten enttäuschenden 10. Platz. Darüber wäre man heute möglicherweise schon recht froh. Warten wir’s ab, was die nette Blondine sich in Oslo ersingt. Die Meinungen in unserem Kreis zu Song und Interpretin waren und sind sehr unterschiedlich.

Die Trends!

Vor fünf Wochen sah es noch so aus, als würden sich die Schweden so ziemlich aller Trends bedienen, die der Grand Prix 2010 mit sich bringt. Männer, Fredrik Kempe, Geige…. Und was ist davon übrig geblieben? NICHTS! Trotz sechs männlicher Interpreten gewinnt eine von drei Frauen, die Geige war zwar da, aber bei Timoteij, die letztendlich mit dem Ausgang nichts zu tun hatten. Fredrik Kempe hatte zwar zwei Songs im Finale, aber “Manboy” landete auf 3 und “Hollow” sogar (leider) nur auf 9.
Die Schweden folgen aber mit ihrem Beitrag einem neuen Trend, der sich in den letzten Wochen heimlich in den ESC 2010 eingeschlichen hat: die Ballade. Seit 1996 gab es nicht mehr soviele langsame und bedächtige Lieder im Wettbewerb – und Schweden mittendrin.

Mit dem Melodifestivalen neigt sich traditionell der alljährliche Vorentscheidungszirkus dem Ende entgegen. Und nach dem heutigen Abend kann man nur sagen: Totgeglaubte leben länger. Die sinkenden Quoten, die Kritik an der veränderten Muskauswahl, das Gezerre um die internationale Jury – all das spielt nach einem solch unterhaltsamen Abend keine Rolle mehr. Der VE-Kehraus ist geglückt, auf ein Neues in 2011!

ESC-News, ESC-Vorentscheid

4 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Jan

    14.03.2010 | 00:52

    Schwedisches Televoting-Ergebnis

    363,546 votes for Anna Bergendahl (20,7%)

    334,750 votes for Eric Saade (19,1%)

    299,746 votes for Salem Al Fakir (17,1%)

    209,392 votes for Darin (11,9%)

    188,002 votes for Timoteij (10,7%)

    110,339 votes for Jessica Andersson (6,3%)

    77,776 votes for Peter Jöback (4,4%)

    74,358 votes for Ola (4,2%)

    59,587 votes for Andreas Johnson (3,4%)

    37,408 votes for Pernilla Wahlgren (2,4%)

  2. Andreas

    14.03.2010 | 02:25

    Die Siegerin sieht ein wenig aus wie Anna Maria Mühe.

  3. Little Imp

    14.03.2010 | 07:11

    Vor allen Dingen sieht sie in meinen Augen nicht so blutjung aus wie sie ja sein soll. Auch irgendwie ein Trend dieses Jahr. Sieneke aus den Niederlanden haben auch schon welche für 40 gehalten.

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