Deutschland

So läuft die deutsche Vorentscheidung 2018

Lange mussten wir warten, heute haben der NDR und Thomas Schreiber endlich Details zum deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon bekanntgegeben. Hier findet ihr die Pressemitteilung des NDR im Wortlaut.

„Der deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2018 wird internationaler: Neben den Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern aus Deutschland werden ein 100-köpfiges Europa-Panel und eine internationale Experten-Jury über den deutschen Beitrag für Lissabon mitentscheiden. Die 100 Personen des Europa-Panels sollen bestmöglich den Musikgeschmack der internationalen Fernsehzuschauer repräsentieren. Sie werden durch Befragungen in einem mehrstufigen Auswahlprozess in den sozialen Netzwerken gesucht; dabei werden mindestens 10.000 Menschen angesprochen. Die 100 Mitglieder des Europa-Panels entscheiden von der Vorauswahl aller Kandidaten bis hin zur finalen Abstimmung in der Sendung über den deutschen Beitrag mit. Eine Bewerbung für das Panel ist nicht möglich.

Die internationale Jury wird aus 20 bis 25 Personen bestehen, die in den vergangenen Jahren in ihren jeweiligen Heimatländern Mitglieder der nationalen Jury waren und bei der Abstimmung im ESC-Finale ihren musikalischem Sachverstand unter Beweis gestellt haben. Sie vergeben wie beim ESC in Lissabon ihre Punkte unter den Teilnehmern des deutschen Vorentscheids.

Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung: „Wir haben in den letzten Monaten viele intensive Gespräche geführt, alles auf den Prüfstand gestellt und externen Rat und Kritik eingeholt. Unser Ziel ist ein radikaler Neuanfang, bei dem nichts so bleiben soll, wie es in den letzten Jahren war. Von unseren Partnern, mit denen wir das Konzept entwickelt haben, sind wir begeistert: Mit der richtigen Mischung aus Leidenschaft, Verstand und Analyse wollen wir gemeinsam für den ESC in Deutschland diesen Neuanfang starten. Unser Ziel ist, den internationalen Publikumsgeschmack und die internationale musikalische Fachkompetenz – von der ersten Kandidaten-Auswahl bis zum deutschen Vorentscheid – konsequent zu berücksichtigen und international wiedererkennbarer, kantiger und erfolgreicher zu werden. Unser Konzept werden wir bei den Kreativen aus der Musikwelt und bei den Fans vorstellen und dafür werben, damit sich das ESC-begeisterte Deutschland dahinter versammelt.“

Der NDR stellt das Europa-Panel mit Unterstützung von Simon-Kucher & Partners, Experten für komplexe Datenmodelle, und begleitet von den Voting- und App-Experten von digame mobile zusammen.

Wer für Deutschland beim ESC auf der Bühne stehen möchte, kann sich ab sofort bis zum 6. November 2017, 12.00 Uhr, online unter bewerberESC2018@digame.de bewerben. Aus allen Kandidaten (Bewerbungen, Vorschläge und direkte Ansprache durch den NDR sowie durch Komponisten, Produzenten und Plattenfirmen) wählen die Mitglieder des Europa-Panels 20 mögliche Teilnehmer des Vorentscheids aus. So soll sichergestellt werden, dass im Casting-Prozess weder persönliche Vorlieben noch ein rein nationaler Musik-Geschmack die Wahl des Teilnehmers für Lissabon dominieren.

Mit den 20 Kandidaten wird der NDR im Studio arbeiten, um ihren Gesang und ihre Bühnenpräsenz optimal beurteilen zu können. Auf Basis dieser Ergebnisse wählen das Europa-Panel und die internationale Jury die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer am deutschen Vorentscheid aus. Parallel dazu wird der NDR auf Grundlage vorher definierter musikalischer Genres mit Komponisten, Produzenten und Labels für jeden der fünf Teilnehmer nach einem authentischen, besonderen Lied suchen und den dazu passenden Auftritt entwickeln.

Das Sendedatum und weitere Details zum deutschen ESC-Vorentscheid 2018 gibt der NDR zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Das Finale des Eurovision Song Contests ist am Sonnabend, 12. Mai, ab 21.00 Uhr live aus Lissabon im Ersten zu sehen. Um 20.15 Uhr startet der „Countdown von der Reeperbahn“ mit Barbara Schöneberger.“

Was haltet ihr von den Plänen des NDR? Und würde einer unserer „Auf nach Lissabon!“-Acts in dieses Format passen? Hier könnt ihr alle bislang veröffentlichten Beiträge nachlesen:

(1) Feuerherz (Matthias)
(2) Alvaro Soler (Marc)
(3) Wincent Weiss (Douze Points)
(4) Sarah Connor (OLiver)
(5) Franziska Wiese (DJ Ohrmeister)
(6) Claire (manuel d.)
(7) Maria Voskania (Ansgar)
(8) Laing (BennyBenny)
(9) Alle Farben (Marc)
(10) Toksï (Jorge)
(11) Michelle (Salman)
(12) DSDS-Talente (Tjabe)
(13) Maite Kelly (Douze Points)
(14) Ryk (bb)
(15) Rilli Willow (Dominik)
(16) Madeline Juno (BennyBenny)
(17) Felix Jaehn (Jan)

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76 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Winter

    27.10.2017 | 14:55

    Es ändert sich wieder nichts. Eine Show. Fünf Nonames. Geheime Songwahl. Einfach wieder null auf uns gehört. Folge null Hype. Bin sehr enttäuscht.

  2. Lorena

    27.10.2017 | 15:01

    Hört sich nach einem Konzept an, das in Theorie erfolgreich sein könnte. Beim NDR bin ich trotzdem nicht optimistisch. Die werden die langweiligsten Kandidaten wählen und die Lieder werden ähnlich belanglos sein wie dieses Jahr. Aber immerhin scheint dieses Jahr jeder sein eigenes Lied zu kriegen.

  3. sunny42

    27.10.2017 | 15:02

    Alles neu ? ist doch so wie letztes Jahr nur mehr Einfluss der internationalen Jury die mit in die Bewertung ein gehen.
    Man lernt wohl nichts dazu , ohne gescheiten Song wird das wieder nach hinten gehen.

  4. Realest

    27.10.2017 | 15:07

    Dieses Jahr besteht Hoffnung, dass die Songs gut werden und dass die Sänger mehr können als nur den Takt treffen wie jeder Andere. Ich geb dem Ganzen mal eine Chance.

  5. Kjetil

    27.10.2017 | 15:12

    Internationale Meinungen einzuholen und einzubeziehen halte ich auf jeden Fall für richtig. Schweden hat seit Jahren internationale Juries im Mello und es funktioniert, wie man an den guten Platzierungen sieht. Aber natürlich helfen bei der falschen Songauswahl auch keine zusätzlichen Juroren aus dem Ausland. Ich lasse mich gerne positiv überraschen, aber nach dem diesjährigen Vorentscheid rechne ich wieder mit recycelten Songs aus Schubladen amerikanischer Komponisten. Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch nach den Pleiten der letzten Jahre versuche optimistisch zu bleiben. Vielleicht bin ich zu naiv, aber den Ansatz Songs verschiedener Genres zu suchen, die im besten Fall auch anecken, finde ich sehr gut. Mit einem Song der nur eine kleinere Zielgruppe stark anspricht erreicht man mehr als mit einem Song der jeden Zuseher nur ein bisschen erreicht. An einen radikalen Neuanfang glaube ich aber leider noch nicht so ganz, auch wenn ich mich auch hier sehr gerne positiv überraschen lassen würde. Hoffentlich kommen wir endlich mal wieder in die Top 20…

  6. tomudu

    27.10.2017 | 15:14

    Klingt alles ganz gut, aber solange wieder dieselben Leute beim NDR die Songs auswählen, habe ich wenig Hoffnung, dass dabei etwas Gutes herauskommt…

  7. Tobiz

    27.10.2017 | 15:14

    Also wird das wieder an einem Abend mitten in der Woche stattfinden. Mit 5 Kandidaten, die ihren Song bekommen, sind es zumindest 3 Lieder mehr als letztes Mal. Hoffnungen mache ich mir aber keine.
    Sehe es kommen: 4 Lieder sind gleichklingende, weichgespülte, belanglose Radiomusik, die nicht im Radio laufen wird und 1 wird die alle noch unterbieten, wodurch wieder zwischen Müll und Müll entschieden wird.
    Naja, überrascht werden kann man ja noch.

  8. Thomas Mayer

    27.10.2017 | 15:21

    Wieder nichts Neues

    „Radikaler Neuanfang“ würde ich das definitiv nicht nennen….
    Wieso nur eine Show? Wieso nur 5 Kandidaten (wieder für eine 3h Show?)? Wieso nur Unbekannte? Wieso alles hinter verschlossenen Türen? Wieso nur ein paar Tage Zeit zum bewerben?
    Das mit diesem „Europa Panell“ mag eine ganz gute Idee sein, aber wenn die Songs drum herum belanglos sind hilft das alles nichts und die Quoten werden so sicherlich auch nicht besser….

  9. Chris

    27.10.2017 | 15:25

    Der NDR hat immer noch nix verstanden! Unglaublich! Finde die Fehler! Fehler 1:„Parallel dazu wird der NDR auf Grundlage vorher definierter musikalischer Genres mit Komponisten, Produzenten und Labels für jeden der fünf Teilnehmer nach einem authentischen, besonderen Lied suchen und den dazu passenden Auftritt entwickeln.
    Fehler 2: Die Jurys sind ja gerade immer das Problem! Das Publikum bzw. die Nation soll doch hinter dem Song stehen.
    Jammerschade, aber so lange der NDR verantwortlich ist und Herr Schreiber entscheidet, wird das nix mehr!

  10. Max

    27.10.2017 | 16:05

    Projekt: Verantwortung abschieben

    Das ist doch das Gleiche wie in den letzten Jahren, nur anders verpackt. Das Ergebnis wird auch Gleich sein. Ein armes Würstchen darf beim ESC einen mittelmäßigen Song singen und bekommt am Ende kaum Punkte.

  11. Raelfkes

    27.10.2017 | 16:12

    Ich will am Konzept nicht rummeckern, habe aber zwei große Wünsche/Hoffnungen:
    1. Durch das Europa-Panel und die internationale Jury fallen hoffentlich deutsch gesungene Lieder nicht von vorneherein weg
    2. Es wird bevorzugt erst Mal bei deutschen Komponisten, Liedtextern und Produzenten nach geeigneten Songs angefragt, bevor man sich an US-Stangenware vergreift.

  12. togravus

    27.10.2017 | 16:22

    Ich warte mal ab und hoffe, dass bei der Prozedur am Ende etwas herauskommt, das Charakter hat. Viel Glück!

  13. Wondergirl

    27.10.2017 | 16:28

    Was für ein Blödsinn.
    Ganz Europa (bewußt übertrieben) wählt also erst 20 Kandiaten und siebt dann 5 Finalisten aus. Super, wir bekommen also garantiert Multi-Kulti-kompatible 5 Interpreten vorgeschlagen, die garantiert bei niemanden anecken und 9 von 10 Tönen treffen, zumindest wenn sie bekannte Lieder nachträllern.
    Und erst dann werden „passende“ Songs gesucht und damit fängt natürlich die Katastrophe an.
    Zu 90% werden wieder genau dieselben Menschen die Songs aussuchen wie die Jahre zuvor und garantiert werden das wieder Songs die niemanden stören, im Radio dudeln können und nicht den Hauch einer Chance haben ohne die ESC Schublade auch nur in die Top 200 der Charts zu kommen.
    Der NDR versucht verzweifelt allen zu gefallen und niemanden zu verärgern. Leider fehlt jeglicher Mut zur Innovation und Risiko.
    Das nächste „50 shades in grey“ kann also kommen.

  14. Cal X

    27.10.2017 | 16:35

    Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Die Pressemitteilung macht mir unglaublich viel Spaß, weil sie dem deutschen Stimmvieh, der uns 2013 bis 2016* viel Mittelmäßigkeit eingebrockt hat, ordentlich aufs Maul gibt.
    .
    (* Es gab Alternativen!)
    .
    Was ich aus der erfreulich enthusiastischen PM mitnehme:
    .
    – Der klassische Musikgeschmack des mittelmäßigen Deutschen, die „Neue deutsche Weinerlichkeit“, soll möglichst keine Berücksichtigung finden.
    .
    – Mithilfe von Big Data (schön teutonischer Ansatz!) wird dafür ein internationales Publikum angesprochen.
    .
    – Es wird eine internationale Jury einbezogen, was an sich schon bei Juryskeptikern wie mir für Bauchschmerzen sorgt. Der ESC-Bezug in der Zusammenstellung sorgt aber wenigstens dafür, dass wir keine Silbereisen/Bentzko-Typen ertragen müssen, sondern wenigstens etwas Fundierteres erwarten dürfen.
    .
    – Newcomer werden nicht zu jedem Preis zugelassen: Sie müssen ihre Bühnentauglichkeit im Vorfeld unter Beweis stellen. Hier man man wohl von Unser Song 2017, aber auch von früheren Teilnehmern mit vielversprechenden Studioaufnahmen wie Ben Ivory gelernt.
    .
    – Den Teilnehmern wird kein Song mehr aufgezwungen, der nicht zu ihrem Stil passt. Stattdessen definiert man im Vorfeld ihre Stärken, BEVOR es an die Songauswahl geht. Die Gefahr besteht natürlich weiterhin, dass man nur auf B-, C-, und D-Ware zugreifen kann, aber mal schauen.
    .
    Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das Ganze noch nicht seriös totschreiben. Was man Thomas Schreiber für den folgenden Jahrgang einzig vorwerfen kann, ist: Das Ganze fühlt sich so gar nicht sinnlich an, hat nichts vom Urvertrauen der Belgier in ihre Laura. Es ist sehr deutsch, sehr kompliziert und kalkuliert.
    .
    Das war aber Unser Song für Oslo in gewisser Weise auch schon. Ich hoffe, Schreiber hat vor allem verstanden, dass er a) diese Komplexität aus den eigentlichen Fernsehshows möglichst raushalten muss und b) in puncto Kandidatenauswahl echte Einschaltimpulse geben muss, mit fünf verschiedenen Charakteren und interessanten Songs.
    .
    Das alles müsste auch in seinem Interesse liegen, er mag ja gute Einschaltquoten. ;-)

  15. flo

    27.10.2017 | 16:36

    Es wird wieder mal deutlich, dass der NDR und insbesondere Schreiber wirklich NICHTS verstanden haben.Gar nichts. Es ist doch genau das gleiche Konzept wie letztes Mal, nur mit dem vorgeschalteten internationalen Panel. Am Ende werden dann wieder 5 stromlinienförmige Kandidaten-Nonames am Start sein, womöglich wieder alles vegane Abiturientinnen, ohne Star-Appeal… Und dann sucht man bestimmt wieder in irgendwelchen internationalen Rohrkreprierer-Schubladen und findet völlig ungeeignte Songs, die nichts reißen werden. Hat bestimmt alles wieder Brainpool dem Schreiber aufgeschwatzt… Man man man, können nicht mal neue frische Leute ran?

  16. flo

    27.10.2017 | 16:55

    „EIN RADIKALER NEUANFANG, NICHTS BLEIBT, WIE ES WAR“
    Thomas Schreiber
    .
    .
    Ein Satz, wenig Worte, aber gleich drei Lügen

  17. Paul

    27.10.2017 | 16:57

    Bis zum 6. November bewerben?? nichtmal 2 wochen? muss ich erstmal so stehen lassen …

  18. Saphira

    27.10.2017 | 17:39

    Warum können sich die Leute nicht mit ihren Songs bewerben, aus denen werden 20 ausgewählt, die an drei Terminen in zwei Halbfinals und einem Finale mit 5 Leuten gegeneinander antreten? Warum muss es verdammt nochmal immer auf eine Sendung reduziert werden, bei der es dann wieder das „tolle“ Superfinale gibt, in dem zwangsweise der Song gewählt wird, der am wenigsten aneckt?

  19. Daan

    27.10.2017 | 17:43

    Eine Freundin und ich schreiben seit einigen Wochen Songs und ich hab gelegentlich auch mit dem Gedanken gespielt, uns beide beim deutschen Vorentscheid anzumelden, zumindest bewerben, ob wir wirklich gut sind, sei mal dahin gestellt. Aber da sich dieses Jahr wieder nichts ändert, warten wir wohl bis zum nächsten mal oder sparen was länger für eine professionelle Aufnahme. Schade, dass wieder nur Solointerpreten gesucht werden, die nichtmal ihre eigenen Texte mitbringen dürfen.
    Never change a winning team, aber gewonnen wurde mit dem System mehr als nichts. Vielleicht haben wir ja super songs …… Daumen drücken

  20. Ruhrpottler

    27.10.2017 | 17:46

    Endlich die Informationen, auf die wir lange gewartet haben. Sehr sehr gut ist, dass jetzt Europa wirklich wählt und nicht nur die Dieter-Bohlen-DSDS-versifften Deutschen, die den ESC als Castingshow sehen und nicht als Liederwettbewerb. Dadurch werden diese langweiligen Durchschnittskandidaten (Levina, Alex Diehl, Unheilig, Ann-Sophie, Axel Feige oder Jamie-Lee) hoffentlich eliminiert. Und gut ist auch, dass die Kandidaten ihren Song selbst wählen statt dass so ein furchtbarer Track wie ,,Perfect Life“ aufgezwungen wird.

  21. JaNL

    27.10.2017 | 17:49

    Warum gibt man nicht einfach allen 20 einen Song und macht ein Mello draus? Unverständlich. Ich hoffe zwar das Beste, hab aber keinen Bock auf ne dreistündige, glanzlose Donnerstagabendshow mit Barbara Schöneberger aus einem kleinen Fernsehstuduo in Köln…
    Die Firma, die für das Europanel verantwortlich ist, ist übrigens seit 2004 für das Televoting beim ESC verantwortlich und hat die App entwickelt.

  22. biobanane (210)

    27.10.2017 | 18:08

    Ich sehe es erst mal positiv wie Cal X.
    – Zuschauer werden durch div Juroren entmachtet.
    – nicht nur Amateure sondern auch Profis werden angesprochen
    – zumindest steht nichts darüber, dass nur Einzelpersonen teilnehmen können
    – ein passendes Lied wird für jeden gesucht, da wäre es auch möglich, dass eigene Lieder genommen werden

    Also ich bin gespannt.

  23. biobanane (210)

    27.10.2017 | 18:10

    @JaNL Weil sich die ARD keine mehrteilige Sendung mit den Zuschauerzahlen der letzten Jahre leisten kann. Und für das Internet oder einen digitalen Kanal dürfte die Produktion zu teuer sein.

  24. escfan05

    27.10.2017 | 18:16

    Mal ne Frage, was ist der Sinn eines Nationalen Vorentscheides für den ESC? Damit das Publikum den Song auswählt, der ihm am besten gefällt.Warum sollen also Leute, die nicht aus Deutschland besser bewerten können, welcher Song aus Deutschland am besten ist, als das Deutsche Publikum? Gut ist, das das internationale Panel auch bei der Vorauswahl dabei ist. Leider ist nicht definiiert, welches Anforderungsprofil die Künstler haben müssen. Dürfen Gruppen oder Duette mitmachen. Sind denn bekannte Künstler von vornherein ausgeschlossen? Viel zu verlieren hat man nach 3 Pleiten nicht, also abwarten was dabei raus kommt.

  25. Frederic

    27.10.2017 | 18:22

    Hmmmmm…
    Das hört sich alles so la la heissen und kann bestenfalls so wie 2010 laufen (vorraussichtlich jedoch nur an einem Abend), im schlechtesten Fall aber so wie 2017 (nur mit fünf Songs anstatt zwei).

    Was mich schon ziemlich nervt:
    – Keine Bands
    – Niemand der seinen eigenen Song mitbringt
    – Internationale Entscheider (als ob deutsche dafür zu blöd wären)
    Somit wird einem nicht unbeträchtlichen Potential direkt die Tür vor die Nase gehauen.
    Aber hoffen wir mal das beste.

  26. DJ Ohrmeister

    27.10.2017 | 18:33

    Spontan fällt mir dazu nur ein: Genauso verkopft, viel zu kompliziert und viel zu reißbrettmäßig geplant und wieder nur No Names wie letztes Jahr, nur das Ganze hoch zehn. Unser VE und Song sind doch keine Mars-Mission. Das soll doch Spaß machen….. so sicher nicht.

    In meinen Augen sollen sie es so wie 2014 und 2015 machen, nur das Clubkonzert weglassen (kein Hintertürchen für Leute ganz ohne Erfahrung) und auch ohne die zwei Songs pro Act und tausend Votings. Einfach nur ein Durchlauf, Superfinale mit zwei Songs. Fertig. Ich glaube, da haben wir eine viel höhere Chance, etwas Rundes, organisch Gewachsenes zu finden, das Ausstrahlung hat.

    Nee, eigentlich mag ich es gar nicht, wenn man Konzepte direkt in der Luft zerreißt, aber ich bin jetzt andererseits richtig genervt, dass sich die Ankündigungen für unseren VE immer mehr wie hochkomplexe physikalische Versuchsanordnungen lesen. Das ist m.E. unnötige Zeit- und Geldverschwendung und geht voll am Thema vorbei.

    Schade, schade, schade.

  27. Frederic

    27.10.2017 | 18:36

    Na gut, vielleicht könnten Bands sogar doch teilnehmen, aber die Aussicht, den eigenen Song durchzukriegen, erscheint mir nicht besonders groß.
    Und ich hege sehr große Zweifel, ob in einer erneut sehr knappen Songauswahl Platz für Gewagtes oder gar Ausgefallenes bleibt.

  28. Gaby

    27.10.2017 | 18:38

    Also, das mit den internationalen Jurys finde ich gut. Dass der Deutsche Zuschauer nicht wählen kann hat er eindrucksvoll bewiesen, wie man unschwer an den Ve’s 2013 bis 2016 erkennen kann. Denn anders als die meisten Fans finde ich schon, dass es Alternativen gegeben hätte. Okay, dieses Jahr gab es nicht wirklich Wählbares. Hoffentlich wird es diesmal besser. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Obwohl, der öffentlich Rechtliche Rundfunk muss ja sparen, o,o.
    Allerdings erscheint mir die Zeitspanne, in der man sich bewerben kann, doch recht kurz.

  29. Kay

    27.10.2017 | 18:47

    Ein paar zusätzliche Infos:

    https://www.eurovision.de/news/Fragen-und-Antworten-rund-um-die-Bewerbung-beim-Vorentscheid,deutschland1072.html

  30. escfan05

    27.10.2017 | 19:15

    Der Modus für das Finale soll bitte so sein: Die 5 Kandidaten bekommen 2 Songs, die sie nacheinander singen. Es gibt keine endlose Votingrunden, nur 1 Runde. In dieser Runde wird gleich der Sieger und das Siegerlied ermittelt. Zuerst voten die internationalen Juries und dann die Zuschauer.

    Und bitte, auch Songs in Deutsch. Und bitte, keine Midtempolieder, entweder Uptempo oder Balladen. Oder mal was ganz anderes. Nicht wieder so was halbgares. Bitte, bitte lieber NDR.

  31. escfan05

    27.10.2017 | 19:16

    Und bitte macht die Vorauswahl für das VE-Finale transperent. Man könnte ja die Vorauswahl von 20 auf 5 Kandidaten, im Internet zeigen. Ist das zu viel verlangt?

  32. Manboy

    27.10.2017 | 19:19

    Ein Fortschritt, mehr auch nicht. Warum nur 5 Lieder im Vorentscheid antreten erschließt sich mir nicht. Da hat man dann im Zweifel wieder die Wahl zwischen Pest und Cholera. Immerhin könnte der NDR den Beweis antreten, dass man auch mit viel Aufwand bei der nationalen Vorentscheidung weit hinten beim ESC landen kann. Ich drücke den Daumen, dass dies gelingt! Und eins noch: der deutsche Zuschauer ist nicht für das schlechte Abschneiden des deutschen Beitrages der letzten Jahre verantwortlich. Das ist ein Mythos ohne Wahrheitsgehalt!

  33. Kjetil

    27.10.2017 | 19:33

    Ich hoffe, wie viele meiner Vorredner auch, dass es dieses Jahr nicht wieder unendlich viele unnötige und komplizierte Votingrunden gibt. Bei fünf Songs reicht eigentlich sogar eine einzige. Bei zehn Songs fände ich ein Superfinale gut, dann aber bitte nicht mit nur zwei Teilnehmern, damit es mehr Auswahl gibt. Ansonsten kommt es dazu, dass die Zuschauer für den einen Kandidat nur anrufen, weil sie den anderen nicht mögen (siehe 2014). Norwegen wäre mit seinem Viererfinale ein gutes Vorbild.

  34. Mariposa

    27.10.2017 | 19:34

    Natürlich paßt keiner der hier schon besprochenen Acts in dieses Konzept. weil sie alle eben ihre EIGENEN Songs haben und sich nichts „aussuchen“ lassen. Ist doch die gleiche Grütze wie dieses Jahr, nur eben mit internationaler Jury (ausgerechnet darauf kann ich nun wirklich verzichten). Ich predicte jetzt heute schon: Innovation gleich Null, es lebe wieder der Einheitsbrei. Ausgerechnet für Lissabon hätte ich mir mal mehr Mut gewünscht. Wird wohl wieder nix…..

  35. Mariposa

    27.10.2017 | 19:36

    SCHREIBER RAUS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  36. Cal X

    27.10.2017 | 19:36

    @Manboy

    „Und eins noch: der deutsche Zuschauer ist nicht für das schlechte Abschneiden des deutschen Beitrages der letzten Jahre verantwortlich. Das ist ein Mythos ohne Wahrheitsgehalt!“
    .
    „Das stimmt nicht!“ zu rufen, ohne Gegenargumente zu bringen… ich weiß ja nicht. Der ESC bestraft mittelmäßige Songs. Und worauf stehen Deutsche besonders? Na also. Wäre das anders, wäre deutsche Musik anschlussfähiger. Oder könnte ein Mark Forster international irgendwas reißen?

  37. Mariposa

    27.10.2017 | 19:40

    Ich frage mich, warum auf uns Fans so gar nicht gehört und nichtmal der kleinste Kontakt aufgenommen wird. Es gäbe von unserer Seite sicherlich einige Ideen.
    Im Kern ist es ja gar nicht verkehrt, interessierte Acts anzufragen. Nur sollten eben diese schon fertige Songs haben.

  38. Mariposa

    27.10.2017 | 19:44

    @ Cal X

    Man könnte zumindest darüber nachdenken (was Mark Forster betrifft). Wenn es beim ESC wenigstens einmal Musik wäre, die mit der hiesigen Musikszene etwas zu tun hätte. Die Beiträge der letzten hatten selbst in Fankreisen kaum große Begeisterung ausgelöst.

  39. Mariposa

    27.10.2017 | 19:47

    @ flo

    In der Tat – beinahe hätte es mich beim Lesen von Stuhl gehauen. Will uns Schreiber veräppeln, oder was ??? Für mich klingt es eher nach Realsatire.

  40. roxy

    27.10.2017 | 19:53

    Es würde auch reichen, wenn man für die Songauswahl eine Person oder einen kleinen Personenkreis finden könnte, die/ der wirklich ein gutes Gefühl für den ESC hat und darauf achten, dass deutsche Interpreten und Songschreiber vorrangig an die Front gelangen. In Österreich hat das die letzten beiden Jahre ganz gut funktioniert. So klingt das Konzept zwar theoretisch sehr ambitioniert, aber ob dabei etwas gutes rauskommt, obliegt wohl eher dem Zufall.

  41. Mariposa

    27.10.2017 | 20:05

    @ roxy

    Und immerhin haben sowohl Zoe als auch Nathan ihren Song selbst geschrieben. DAS könnte man doch mal als Bedingung vorgeben.

  42. Mariposa

    27.10.2017 | 20:08

    Warum nur, warum kommen die Schnarchnasen endlich nicht davon weg, daß es unbedingt wieder ein Casting geben muß ???? Warum nur, warum gucken sie nicht mal bei anderen Ländern nach um zu sehen, wie es geht ????

  43. biobanane (210)

    27.10.2017 | 20:14

    @Cal X So sehr ich deine Abneigung der „Neue deutsche Weinerlichkeit“ unterstütze, sehe ich in Mark Forster den einzigen aus der Riege, dem ich ein zumindest mittelmäßiges Abschneidern zutrauen würde. Seine Lieder haben zumindest musikalisch immer etwas Besonderes und auf der Bühne bekommt er zumindest einen Niedlichkeitspunkt.

  44. Martin T.

    27.10.2017 | 20:22

    Das ist doch das alte System neu aufgerollt mit internationaler Jury.
    Das klingt jetzt erstmal nicht schlecht und auch aufwendig, aber ich habe da ein böses Deja Vu. Bleibt abzuwarten.
    Ich persönlich fände es einfacher und besser jetzt z.B.
    Laing, Alexa Feser, Susan Albers, Alice Merton, Oonagh (individueller Geschmack :D)
    zu benennen und den Acts bis Februar die Zeit geben, SELBER ein eigenes Lied zu schreiben. Ein Lied, dass dann auch die Seele der Sänger in sich trägt und einen richtigen Bezug hat. Wieder ein Popklon vor einen Fließbandsong zu setzen kann nach hinten los gehen.

  45. Anmey

    27.10.2017 | 20:23

    So wie ich das jetzt in Kombination mit dem FAQ verstehe, ist der NDR offen für alles (Bands, Leute mit eigenen Liedern und sogar Komponisten ohne Sänger), von daher ist manche Kritik hier für mich etwas unverständlich. Ich bin positiv überrascht, auch wenn das ganze wirklich etwas sehr „technisch“ geraten ist. Das war aber bei allen deutschen Vorentscheiden der letzen Jahre zumindest ein wenig der Fall.

  46. Mariposa

    27.10.2017 | 20:28

    @ Martin T

    Ganz genau so sehe ich es auch – aber anscheinend ist es für den NDR nicht gewollt und damit fängt das alte Lied schon wieder an…..

    @ Anmey

    Vielleicht werden wir ja eines Besseren belehrt, nur leider klingt es so gar nicht danach…….

  47. René

    27.10.2017 | 20:31

    Wir brauchen keine Jury. Das Publikum kann sehr gut entscheiden welcher Song geeignet ist. Aber dafür müssen dem Publikum auch gute Songs präsentiert werden. Der Fokus muß auf den Songs liegen. Es müssen viele und gute Songs sein, damit das Publikum auch eine Auswahl hat. Bei fünf durchschnittlichen Songs kann auch ein toller Interpret oder eine internationale Jury nichts rausholen. Wie brauchen Lieder, Lieder, Lieder. Das zählt beim ESC.

  48. escfan05

    27.10.2017 | 20:34

    An alle die dem deutschen Zuschauer die Schuld am schlechten Abschneiden gegeben, mal ne Frage, welch echte Alternative hätte es denn zu Levina gegeben? Sie war unter den 5 die am Vorentscheid teilnehmen durften, wirklich noch die beste. Ihr größter Gegner war vielleicht stimmlich nicht schlecht, aber mal ehrlich, der Typ war wirklich unsympathisch bis zum geht nicht mehr und wirkte so, als wenn er eine Gesichtsmuskelzerrung kriegen würde, wenn er lacht. Die anderen hatten das Charisma von einem Sack Mehl. Wenn schon nur 5 Kandidaten, dann möchte ich aber mindestens 5 verschiedene Songs und nicht 2 Songs in 5 verschiedenen Versionen. Am besten wären 10 verschiedene Songs. Das müsste doch für die ARD hinzukriegen sein.

  49. Tobiz

    27.10.2017 | 20:44

    Was noch gut anzumerken ist: Der diesjährige Gewinner von Voice of Germany wird (zum Glück) nicht teilnehmen können. Das hat den Vorentscheid 2015 und 2016 ziemlich kaputt gemacht, weil die Person gewählt wurde, weil man sie schon kannte und nicht wegen der Musik.

  50. Jorge

    27.10.2017 | 21:05

    Muss gleich erstmal die Details durchlesen, bevor ich das kommentiere, aber beim Querlesen ist mir aufgefallen:

    Digame ist also laut VÖ des NDR direkt auch am Bewerbungsprozedere beteilligt. Das ist interessant, denn Werner Klötsch ist nicht nur in der Geschäftsführung bei digame mobile GmbH, ist mit dem NDR vernetzt, sondern war parallel dazu neben Matthias Ebel vom 3.12.2013 bis 4.9.2017 auch einer der Geschäftsführer bei M.E.Works, über die jene informelle ‚Musicaldarstellersuche‘ lief.
    Eingedenk der mega kurzen Bewerbungsfrist von 10 Tagen bis 6.11. – wie logisch klingt das Dementi des NDR zur Jobcenter-E-Mail?

  51. Matty

    27.10.2017 | 21:20

    Das Konzept des ESC-Vorentscheides 2018 hört sich zwar gut an, ABER ich hätte das mit den 20 Kandidaten ganz anders geregelt: zwei Shows mit jeweils zehn Teilnehmern und die fünf Besten davon qualifizieren sich dann für das Finale!

    Der Zeitraum für die Bewerbung ist viel zu kurz gehalten! Ich hätte die Frist für die Einreichung auf den 1. Dezember 2017 gelegt!

    Was ich aber nicht verstehe, sind die pessimistischen Kommentare, die so manche hier ablassen! Nehmt Euch mal ein Beispiel an User Cal X! Nach den Pleiten von 2015, 2016 und 2017 kann es nur aufwärts gehen!

  52. Matty

    27.10.2017 | 21:22

    Nachtrag:

    Müßte ich mich aus den Kandidatenvorschlägen fünf aussuchen, würden das folgende sein:

    1. Felix Jaehn
    2. Alle Farben
    3. Ryk
    4. Claire
    5. Laing

  53. Philip

    27.10.2017 | 21:36

    Für die Gegner der Jury hier die behaupten, dass das deutsche Publikum selber entscheiden kann was beim ESC gut ankommt. Habt ihr eigentlich in den letzten Jahren was mitbekommen?
    Ok, 2017 war die Auswahl einfach scheiße aber von 2013 bis 2016 gab es immer deutlich ESC affinere Songs in unseren VE’s. Der deutsche Durschnittszuschauer votet am liebsten für „gute“ Hausmannskost die beim ESC Jahr für Jahr gnadenlos untergeht.

  54. Paul

    27.10.2017 | 22:26

    „Parallel dazu wird der NDR auf Grundlage vorher definierter musikalischer Genres mit Komponisten, Produzenten und Labels für jeden der fünf Teilnehmer nach einem authentischen, besonderen Lied suchen und den dazu passenden Auftritt entwickeln.“

    Es kommt am Ende also genau so, wie es letztes Jahr der Fall war. Ein Neuanfang ist das für mich noch lange nicht. Egal, wieviele Jurys, … etc man dazunimmt. Wenn man in der wichtigsten Sache – dem Song – beratungsresistent ist, kann man den Tabellenplatz beim ESC ein wenig erahnen…

  55. Tobiz

    27.10.2017 | 22:40

    Richtig Philip. Zwar gefällt mir es auch nicht so, dass noch andere Länder mitmischen (was mich bei Schweden auch stört), aber die Hoffnung, dass das deutsche Publikum für extravagante Lieder votet anstatt für nicht schlechtes Radiogedudel, hab ich nicht mehr.
    2015: Wofür wurde abgestimmt? Ann Sophie, Andreas Kümmert, Laing (deren Lieder alles anderes als ESC-tauglich waren). Wofür nicht? Fahrenhaidt, Faun (hat mir persönlich nicht so gefallen, aber anders als typische Musik war es).

    Gut, ob die internationale Jury in der Lage ist, zwischen Gutem und Schlechtem zu unterscheiden (wobei ich meistens die Votes von der Jury besser finde, als die der Anrufer, daher bin ich optmistisch) und ob es überhaupt ein Lied gibt, für das es sich lohnt anzurufen, wird sich zeigen.
    Mein Wunsch wäre ja eine deutsche Ballade. Etwas, wo man mal richtige Gefühle sieht und entsprechend mitfühlen kann. Wie lange ist die letzte deutsche Ballade her? 20 Jahre?
    Aber da man seit Jahren den Wunsch hegt, nicht aufzufallen, werden es überwiegend englische Poplieder. Wie jedes Jahr.

  56. Ruhrpottler

    27.10.2017 | 23:05

    Letztes Jahr hatten wir den Vergleich in welcher Version und mit welcher Stimme welcher Song am besten klingt. Das war das Experiment wert, auch wenn beide Song trotz diesem Vorteil komplett ABFALL waren.
    —-
    Dieses Jahr haben wir diesen Vorteil nicht und es könnte passieren, dass Song-A zu Kandidat-2 besser passt als zu Kandidat-1 und Song-B besser zu Kandidat-1.
    —-
    Ich denke, dass das Problem mit der Songauswahl dadurch begründet ist, dass nicht viele Personen diese Lieder hören dürfen und statt dessen nur wenige wie halt die Leute, die ,,Wildfire“ und ,,Perfect Life“ ausgewählt haben. Wenn die 125 Panel-Jury-Leute alle Songeinsendungen hören dürfen, dann besteht die Gefahr, dass viele Songs unfreiwillig in die Öffentlichkeit durchsickern.
    —-
    Dadurch, dass alle 5 Kandidaten seinen/ihren eigenen Song haben, müssen die Songs nicht mehr zu allen fünf Kandidaten passen. Vielleicht waren ja WF und PL die besten Lieder, die geschlechtsneutral waren und zu allen fünf Kandidaten gepasst haben.

  57. Little Imp

    28.10.2017 | 01:36

    Dieses Konzept klingt wie fast alle Konzepte der letzten Jahre: Zu verkopft. Ich bin da eher pessimistisch, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

  58. stats

    28.10.2017 | 01:44

    ...das xte X für'n U

    Geändert hat sich schon jetzt etwas, doch, doch. Die Versprechungen sind noch leerer und die Phrasen noch hohler geworden. Glaubwürdig war das schon lange nicht mehr, nun ist es nicht mal mehr bigott. Radikaler Neuanfang, Mischung aus Leidenschaft, Verstand und Analyse und, selten so gelacht, alles auf den Prüfstand gestellt. Bliebe noch die Frage, für wen dieser vertrackte Nonsens profitabel sein wird, der ESC in Deutschland wird es voraussichtlich wieder nicht sein.

  59. Frederic

    28.10.2017 | 02:03

    Nachdem ich das alles habe sacken lassen, sieht es wirklich nicht so schlimm aus, wie von den meisten befürchtet. Dem FAQ zufolge ist es tatsächlich möglich:
    – dass Bands teilnehmen (freilich nur bis zu 6 Personen)
    – dass die Kandidaten auch eigene Songs mitbringen
    – dass Daan einen Song einreicht
    https://www.eurovision.de/news/Fragen-und-Antworten-rund-um-die-Bewerbung-beim-Vorentscheid,deutschland1072.html
    ~ ~
    Zwar liegt der Prozess der Song-Auswahl offenbar weiterhin in der Hand des NDR bzw. von diesem ausgewählten Produzenten, aber sofern diese Songs dem Europa-Panel + Jury bei der Entscheidung über die endgültigen fünf VE-Kandidaten schon bekannt sein werden, hätte ich fast schon Grund zu Hoffnung.
    Ein bisschen mehr Transparenz diesbezüglich wäre aber schon noch wünschenswert.

  60. Manboy

    28.10.2017 | 08:07

    @Cal X 27.10.2017 | 19:36

    Als Beweis kann ich dir die Ergebnisse der deutschen Telefonabstimmung beim ESC nahelegen:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Deutschland_beim_Eurovision_Song_Contest
    .
    Die deutschen Zuschauer sind keinesfalls so musikalisch dumm wie manche hier glauben. Mir fällt seit 2013 keine echte Alternative ein, die hätte beim ESC in die Top 15 oder Top 10 kommen können. Das Angebot in den deutschen Vorentscheidungen war teilweise viel zu klein oder zu mittelmäßig. Und dafür sind die Zuständigen u.a. vom NDR nun mal verantwortlich und nicht der deutsche musikalisch interessierte Zuschauer!

  61. cars10

    28.10.2017 | 08:15

    Das Pferd wird von hinten aufgezäumt...

    … darf in diesem Jahr wenigstens einmal wiehern:-).
    Bei einem sog radikalen Neuanfang fragt man sich unwillkürlich, warum Herr Schreiber da überhaupt noch in Erscheinung tritt.

    Meine Kristallkugel für 2018 verheisst nichts Gutes.

  62. cars10

    28.10.2017 | 08:19

    Irgendwie erinnert mich das alles an die Maut, die es nicht geben sollte. Also habe ich naturgemäss kein Vertrauen in die Fähigkeit des NDR, einen wiedererkennbaren, berührenden und begeisternden Interpreten samt Lied zu finden.

  63. escfan05

    28.10.2017 | 10:26

    Na sagen wir es mal so: Schlechter als Platz 26 kann der deutsche Song auch 2018 nicht abschneiden. Mal, sehen was wird.

  64. Micha

    28.10.2017 | 11:17

    Tja, wenn Deutschland wieder ganz hinten landen sollte, kann der NDR immerhin sagen, dass dann ganz viele andere schuld sind …

  65. David Z

    28.10.2017 | 11:45

    Ein radikaler Neuanfang ist das nicht. Das Problem im Vorjahr waren definitiv die langweiligen Songs. Lösung beim NDR: Wir tauschen die Leute aus, die aus den langweiligen Songs den am wenigsten langweiligen
    aussuchen. Meiner Meinung nach hätte man das Finale auf 10 Leute erweitern müssen und jeder bringt seinen eigenen Song mit, den er selbst oder ein Team für ihn geschrieben hat. Hat er keinen eigenen Song steht ein Songwriter Team vom NDR für ihn parat. So wars ja glaube ich auch 2014/2015 mit dem Wildcard Gewinner, der ja theoretisch mit nem Cover antreten konnte.
    So, wie es jetzt ausschaut wird es wohl wieder nur ein Platz ganz hinten. Bei Wiwibloggs macht man sich schon wieder lustig über uns. Einfach nur noch Peinlich

  66. David Z

    28.10.2017 | 11:50

    Zu der Liste mit den Vorschlägen der letzten Tage und Wochen: Nein
    Mein Vorschlag: Alice Merton

  67. Mariposa

    28.10.2017 | 11:51

    @ Philip

    Beim ESC-Finale bin ich durchaus für Juries – wenngleich mich dieses Jahr deren Entscheidungen nicht so begeistert haben. Aber ich verstehe nicht den Sinn von internationalen Juries bei Vorentscheidungen……

  68. Festivalknüller

    28.10.2017 | 14:03

    Grundsätzlich ist es ja nicht falsch über den Tellerrand hinaus zu schauen und ESC-Interessierte sowie eine internationale Jury an der Auswahl zu beteiligen. Nur muss das Musikmaterial, das man auswählt auch qualitativ ansprechend sein und die Künstler ebenfalls.
    Hier liegt wohl der Knackpunkt,
    Vielleicht gelingt ja der Schachzug und mit Hilfe des neuen Panels werden erfolgversprechende Acts gefunden.

  69. 4porcelli

    28.10.2017 | 18:06

    @CalX – Bonuspunkte für „neue deutsche Weinerlichkeit“; es gibt hierzulande wirklich furchtbar viel Klagemusik, die von Leuten hochgelobt wird, die „den Text wichtig finden,nicht irgendwelche ‚Beats'“ und dabei vergessen, dass alle Naidoo/Benzko etc. Songs gleich finden, aber dabei unsere hochwertige Elektro-/DJ-Szene ähnlich wie der NDR vergessen (im Gegensatz zu unseren Bloggern, einige Top-Vorschläge habt Ihr gemacht, danke Jungs!).

  70. 4porcelli

    28.10.2017 | 18:14

    @Mariposa – internationale Jurys beim VE finde ich durchaus sinnvoll; was raus kommt, wenn der deutsche Televoter abstimmt, haben wir ja ausreichend gesehen, nämlich nichts im Entferntesten erträgliches. Das Korrektiv (siehe Blitzkids vs. Vorstadt-Disco-Nummer vs. grölende-Heterotypen-Nummer) könnte durchaus auch eine nationale Jury sein, aber wäre wohl schwierig, eine zu finden, die ausserhalb der NDR-Auswahlkriterien liegt (17-28, will neue Single auf der Reeperbahn promoten, pseudo-hipster Sound à la „Sportis“, Benzko, der „Wir-und-all-unsere-Freunde-stehen-zusammen“ nicht unfesche Araber, dessen Name mir nicht einfällt)

  71. Matty

    28.10.2017 | 23:44

    @Frederic

    Vor allem hoffe ich, daß nächstes Jahr beim ESC-Vorentscheid unter den fünf Kandidaten mehr Männer als Frauen sind.

  72. kaspar

    29.10.2017 | 00:09

    Nun ja, die schlechten Platzierungen der vergangenen Jahre dürften nicht der einzige Grund für das geringe Interesse der Stars sein, am ESC teilzunehmen. Als Lena 2010 als Teilnehmerin feststand, da durfte sie von „Schlag den Raab“ und „TV Total“ über die Echo-Verleihung bis hin zu „Verstehen Sie Spass“ und „Wetten dass“ in allen großen Sendungen auftreten. Und das galt nicht nur für sie; auch Roman Lob und Elaiza wurden überall eingeladen. Seitdem hat sich die deutsche Medienlandschaft stark gewandelt. Nach dem deutschen Vorentscheid – der jetzt auch nicht mit der höchsten Jugendquote aufwarten kann – läuft es für den Song-Contest-Teilnehmer zum Großteil nur noch auf ein paar Auftritte bei Markus Lanz, Bettina & Bommes oder Riverboat hinaus; spätabends unter der Woche bei geringen Einschaltquoten von Zuschauern der Ü50-Generation. Wenn ein Lied in Deutschland populärer würde, gerade in der jüngeren Generation, dann hätten die Künstler auch nicht das große Problem mit einer eventuell schlechten Platzierung. Aber ohne jegliche Aufmerksamkeit im Vorfeld im Nachhinein nur mit einem Desaster bei der Punktevergabe verbunden zu werden? Das möchte sich doch keiner antun.

  73. 4porcelli

    29.10.2017 | 02:51

    @Matty, ich glaube nicht, dass Mann vs Frau entscheidend ist; es kommt auf Typen an. In letzter Zeit, da stimme ich Dir zu, gab es oft nur den Alibi-Hipster im Kreis gutbürgerlicher Abiturientinnen. Nur mehr Männer zu fordern (der Alptraum der zur FDP in schlechten Klamotten mutierten Grünen lach) bringt nichts; das würde nur zu einer Horde von Abiturienten mit Gitarre und Wuschelhaaren führen, die dann die selbe Trauermusik vortragen. Ich vermute mal,dass die Angst des NDRs vor Bands auch daher rührt, dass diese das „Risiko“ erhöhen, dass Bands nun mal nicht zu 100% aus solchen Leuten bestehen.

  74. alkibernd

    29.10.2017 | 06:57

    Mein Gott, der 20.aufgebauschte, super-innoative Auswahlmodus des Möchtegern-Demoskopen Schreiber. Und was wird zur Auswahl stehen? Es sieht so aus, als gebe es wieder das seichte Casting-Süppchen mit irrelevantem Liedgut und der bis 12. Mai, 23:00 völlig sicheren, jedoch einzig vom NDR geteilten Überzeugung, dass das jetzt in Lissabon klar unter die ersten 10 komme.

    Warum steckt man das Geld angesichts des Trends zu speziellen Songs beim ESC nicht einfach mal in eine „stinknormale“ VE mit 10 guten Interpreten. Oder schickt Schreiber für fünf Jahre in bezahlten Urlaub?

  75. Ente

    29.10.2017 | 13:56

    Vielleicht sollte mal einer dem NDR sagen, dass Musiker nicht dasselbe sind wie Schauspieler. Ein Musiker überzeug vor allem dann, wenn er sich selbst im Song wiederfindet. Wenn es seine Musik ist – und nicht mit einem vorgefertigten Skript in der Hand beim Vorsprechen. Das zieht beim Theater, aber nicht beim ESC. Und was soll der Quatsch mit der internationalen Jury? Hätten die sich jetzt letztes Jahr eher für die Kleine mit Brille und dem 2. Song im Westernstyle entschieden? Wenn das Konzept das gleiche bleibt und der NDR wieder die Auswahl trifft, bleibt dieser tollen Jury am Ende auch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber schön, wie man uns durch die Blume sagt, dass es letztes Jahr nicht am Konzept des NDR, sondern an der finalen (Fehl-)Entscheidung des Publikums gelegen hat. Merci beaucoup ♡

  76. kaspar

    29.10.2017 | 21:26

    @Ente: Helene Nissen heißt sie ;) Übrigens hätte sich bei ihr keiner wegen ihres Abiturs beschweren dürfen :D

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