Strafen für Spanien und Aserbaidschan

Die European Broadcasting Union (EBU) hat den spanischen Sender TVE sowie Ictimai TV aus Aserbaidschan wegen des Verstoßes gegen die Regeln des ESC mit Strafgeldern belegt.

Was war geschehen? In Spanien wurde das zweite Halbfinale aus Moskau nur zeitversetzt gezeigt, um ein zuvor gesendetes Tennismatch nicht abbrechen zu müssen. Dadurch hatten die Zuschauer keine Gelegenheit, ihre Televotingstimmen abzugeben und es musste das Ergebnis der Back-Up-Jury herangezogen werden.

Vergleichsweise harmlos aber im Vergleich zur Verfehlung des aserbaidschanischen Fernsehens. Dort wurde die Televotingnummer des Erzfeindes Armenien auf dem Bildschirm unterdrückt, zudem wurden während des armenischen Vortrages Störsignale ausgesendet. Zudem wurden offenbar die Personen ermittelt, die für Armenien angerufen hatten und zum Teil einer offiziellen Befragung unterzogen. Angesichts dieser Vorfälle fällt die Strafe in Höhe von 2.700,- EUR nahezu rührend gering aus.
Die EBU hat jedoch deutlich gemacht, dass sie derlei Verhalten kein weiteres Mal dulden wird und im Falle einer Wiederholung im Jahre 2010 Aserbaidschan für mindestens drei Jahre vom Wettbewerb ausschließen wird.

Ein Warnschuss also in Richtung Baku, der dort jedoch nicht als Strafe aufgefasst wird, sondern, wie ein aserbaidschanischer Offizieller mitteilte, als eine Art “Bearbeitungsgebühr für die nochmalige Erklärung der Regelauslegung”. Auch eine Möglichkeit, seinem Realitätsverlust zu begegnen…….

Rückblick: 2009 Moskau
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