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Vor dem ESC Finale: Mike (Singer) trifft Mary (Roos) auf der Reeperbahn

Der NDR hat heute einige der Künstler bekanntgegeben, die bei der traditionellen Pre-Show auf der Hamburger Reeperbahn auftreten, bevor die Live-Übertragung des ESC Finales am 12. Mai 2018 aus Lissabon beginnt. Es gibt ein Wiedersehen mit dem diesjährigen Interval Act Mike Singer und ESC-Ikone Mary Roos. Wer ist noch dabei?

„Der beste Auftritt lief außer Konkurrenz“ und „es waren vielleicht die drei besten Minuten des gesamten Abends,“ schrieb die FAZ zum Auftritt des digitalen Megapophelden Mike Singer beim deutschen Finale 2018 in Berlin. Das scheint die NDR ESC-Redaktion gelesen zu haben, denn Mike Singer ist auch einer der Headliner bei der offiziellen ARD Pre-Show „Countdown für Lissabon„, die um 20:15 Uhr live von der Hamburger Reeperbahn ausgestrahlt wird, bevor um 21:00 Uhr die Übertragung des Song Contests aus Lissabon beginnt.

Mike Singer vor seinem Auftritt beim deutschen ESC Finale 2018 inszeniert von PRINZ Blog Fotograf Volli und (ganz unten) im PRINZ Blog Interview.

Die weiteren bereits veröffentlichten Namen für die ARD ESC-Finale-Teaser-Show versprechen einen gleichermaßen abwechselungsreichen wie generationsübergreifenden Bühnenmix. Den Namen der Nachwuchskünstlerin Lotte (aus Ravensburg), ebenfalls Generation Mike Singer,  musste der Autor dieser Zeilen erstmal nachschlagen (um das g-Wort zu vermeiden). (Und wer Charlotte ist, hätte ich gewußt.) Hinzu kommen Max Giesinger, Revolverheld und zwei Acts mit unmittelbarem ESC-Bezug (sofern man die Teilnahme von Johannes Strate an der deutschen Jury 2015 nicht als solchen wertet).

Da ist zum einen ESC-Ikone Mary Roos, die man den Leserinnen und Lesern dieses Beitrags definitiv nicht mehr vorstellen muß, WM hat hier bereits eine Serien-Eloge in sieben Folgen mit dem Titel „Die fabelhafte Welt der Mary Roos“ über die zweifache deutsche ESC-Teilnehmerin veröffentlicht. WM besuchte und rezensierte in diesem Rahmen auch die allererste Vorstellung von Marys Erfolgs-Dauerbrenner-Programm „‚Nutten, Koks und frische Erdbeeren, in dem sie gemeinsam mit „Comedian“ Wolfgang Trepper auf der Bühne steht. Das war im April 2015, die beiden spielen das Programm bis heute mit allergrößtem Erfolg.

Und schließlich gibt es in der Liveshow ein Wiedersehen im voXXclub, Vizemeister im Televoting beim diesjährigen deutschen Finale in Berlin. Mit 121T Stimmen landeten voXXclub bei den deutschen TV-Zuschauern deutlich vor der drittplatzierten Ivy Quainoo (47T Stimmen) auf einem sehr guten zweiten Platz. Michael Schulte gewann bekanntlich auch das Televoting mit 140T Stimmen.

Für uns ist der TV-Auftritt von voXXclub vor und nach dem internationalen ESC Finale – souverän sowohl aus Künstler- als auch aus Gastgeber-Perspektive – ein schöner Anlaß, mit einigen (bisher) unveröffentlichten Fotos von der After-After-Show-Party in Erinnerungen an das Berliner ESC VE Weekend zu schwelgen. Dank der gut organisierten Berliner ESC Clique gab es nämlich für die Fans in der Kultlocation „James June“ in Friedrichshain nach dem deutschen Finale eine (gut besuchte) ESC-Party, wo auch voXXclub zu fortgeschrittener Stunde auftauchten. Dort entstanden gegen 3:00 Uhr morgens das Gruppenbild oben mit voXXclub und den (noch anwesenden) Bloggern sowie auch die folgenden Schnappschüsse:

Wie man sieht war die Stimmung im James June allerbestens, DJ Douze Points spielte sowohl „I mog di so“ als auch „Rock mi“ (übrigens auch „Jonah“, was ebenfalls großartig gut ankam) und voXXclub (übrigens bald wieder auf Tour) gaben nicht nur bereitwillig Autogramme, sondern blieben bis zum klassischen Berliner Dancefloor-Schlußlied „Die Zeiger der Uhr“ (unterstes Foto der JJ-Serie).

Moderiert werden die Reeperbahn-Shows, die offiziell „Eurovision Song Contest 2018 – Countdown für Lissabon“ und „Eurovision Song Contest 2018 – Grand Prix Party“ heißen, erneut von Barbara Schöneberger, die von dort auch die deutschen Jurypunkte verkündet. Der „Countdown für Lissabon“ beginnt um 20:15 Uhr, die „Grand Prix Party“ um 0:30 Uhr. In der After-ESC-TV-Show wird es auch eine Schalte nach Lissabon geben, von wo sich Linda Zervakis melden wird. Am 12. Mai 2018 gibt es also fast fünf Stunden ESC in der ARD.

Weitere Acts, die in den Shows dabei sind, will der NDR „zu einem späteren Zeitpunkt“ bekanntgeben. Wer in HH live dabei sein will: Der Zugang für die Shows vom Spielbudenplatz an der Reeperbahn in St. Pauli ist frei.

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51 Kommentare Kommentar schreiben

  1. EscFan

    10.04.2018 | 22:04

    Schon einige aus der Jury unter den Gästen...?

    Wehe dieser Bub Mike ist in der Jury oder sonstige Amateure. Ich bin gespannt welche „Experten“ dieses Jahr eingeladen werden 50% der Punkte zu bestimmen. Ich habe jetzt schon Panik

  2. ESC-Banause

    10.04.2018 | 22:45

    @EscFan

    Mal den Teufel nicht an die Wand! Das fehlte gerade noch!

  3. Jorge

    10.04.2018 | 22:55

    Der Hauptgrund, Mike Singer wieder ins Schaufenster zu stellen, kann nur die Verkündung seiner fixen direkten Teilnahme 2019 sein. ;-) OK, ist Sarkasmus. Denn es ist ja Verar** Teil 2, ohne auch nur den geringsten Willen ihn (oder Ähnliches) je selbst mal zum ESC zu senden, diesen wieder vor dem tränenerstickten „49€-DeLuxe-Party-affinen Publikum“ mit seinen üblichen Beissreflexen zu verheizen.

  4. sunny42

    10.04.2018 | 23:18

    Mary kann ja auch für die Jury eingesetzt werden..lach
    Die wird anders voten wie das Jungvolk

  5. Trakol

    11.04.2018 | 06:52

    OT

    Also die Aufrtitte bei Israel Calling sind ja grauenhaft! Einzig Frau Mauboy, Cesar und Netta haben einen guten Auftritt abgeliefert. Die anderen waren stimmlich ziemlich daneben

  6. Mariposa

    11.04.2018 | 09:11

    Ich tue mir diese Show schon seit Jahren nicht mehr an, ich schalte erst beim Wort zum Sonntag zu. Es ist für mich vollkommen uninteressant, wer dort auftritt und ach so kluge Einschätzungen zum deutschen Beitrag abgibt und sei er noch belanglos oder peinlich. KEINER von denen hat soviel Courage, mal selbst das Beste beim ESC geben zu wollen (OK, Mary Roos nehme ich da aus). Die sind in der Regel anwesend, nur um für die neueste CD Werbung zu machen. Hauptsache, man gibt sich als ESC-Fan aus – darauf kann ich gut und gerne verzichten.

  7. Mariposa

    11.04.2018 | 09:12

    OK, ausgerechnet diesen Bubi möchte ich gerade nicht als deutschen ESC-Teilnehmer….

  8. Matty

    11.04.2018 | 09:39

    @Marfiposa

    Ich schon, denn das hätte den Kristian-Kostov-Effekt, wenn der Song dazu paßt.

  9. biobanane (210)

    11.04.2018 | 10:15

    @Mariposa Das ist eben das Problem. Einerseits wollen wir das Außergewöhnliche aber dann doch nur das, was einem gefällt. Vielleicht wäre der NDR wirklich mal gut beraten völlig Scheuklappen frei intern auszuwählen, auch wenn es uns dann weh tut, was raus kommt.

  10. Mariposa

    11.04.2018 | 10:19

    @ biobanane

    Das Wort „Direktnominierung“ ist für den NDR ein absolut rotes Tuch. Vor allem, wenn es sich um einen deutschsprachigen Acts handelt….

  11. Mariposa

    11.04.2018 | 10:37

    @ Jorge

    Ich stelle fest, Du siehst das ziemlich ähnlich. Du hast es nur wesentlich besser formuliert.

  12. Frédéric

    11.04.2018 | 10:44

    Da bin ich im Zwiespalt. Singer hätte zwar das Potential für eine deutsche Top10-Platzierung, entspricht aber konzeptuell nicht meinem Geschmack. Allerdings bezweifle ich auch, dass ernsthaft am ESC interessierte Musiker sich umständlich über Interval- und Countdown-Slots an den Vorentscheid heranpirschen (Gegenbeispiele willkommen!).

  13. ESC-Banause

    11.04.2018 | 10:49

    Singer / Kostov

    Singer und Kostov sind aber zwei völlig unterschiedliche Typen. Kostov , der wesentlich besser singen kann und die bessere Ausstrahlung besitzt, kam beim Esc gut an. Außerdem wurde für ihn ein wirklich guter Song geschrieben. Im Gegensatz zu Singer hat er nicht das Image eines „Bubis“!
    Würde man Singer wirklich akzeptieren? Oder wäre es nicht besser, wenn er noch ein paar Jahre Erfahrung sammelt, bevor er einem internationalem Publikum vorgestellt wird? Bei the voice kids kam er nicht sonderlich zum tragen. Eine Esc-Teilnahme kommt für ihn zu früh. In 5 Jahren kann er es gerne versuchen.

  14. Faxe

    11.04.2018 | 11:00

    Die Gefälligkeitsprognosen tu ich mir wie Mariposa auch nicht an. Nur die Schalte im Nachgang ist interessant, wegen der Erklärungsversuche. Werden dann nicht die letzen ratlosen Gesichter sein dieses Jahr.
    Und eine interne Nominierung macht überhaupt nur Sinn, wenn man die Chancen begreift, die sich damit eröffnen. Bei der Protagonistenwahl sollte ein Mike Singer dann (noch) jedoch nicht die erste Wahl sein.

  15. Max

    11.04.2018 | 11:20

    Mike Singer

    würde und super beim ESC vertreten. Schade dass der NDR das nicht sieht.

  16. Gaby

    11.04.2018 | 12:11

    @Mariposa
    Da hast Du Recht. Diese Sendung tue ich mir auch schon seit einigen Jahren nicht mehr an. Schön, dass der NDR positive Stimmung pro ESC verbreiten möchte, aber das sollten sie mal schon vor der VE tun.
    (Damit meine ich entsprechende Promo).
    Und, sorry, aber Frau Schöneberger nervt mich irgendwie.
    Übrigens lese ich auch nicht mehr im Eurovision.de, weil mich die Seite nicht anspricht. Am liebsten lese ich im Prinzblog und aufrechtgehn.de.
    (off Topic, aber musste mal gesagt werden).

  17. 4porcelli

    11.04.2018 | 13:25

    Also ich fand auch, das Mike Singer der einizige in der VE-Show (inkl. Moderatoren) war, der professionell auftrat. Wieso sollte en deutscher Justin Bieber chancenlos sein, wenn ein tschechischer Justin Bieber auf Begeisterung trifft? Kommt dann immer auf Song und Performance an. Auch wenn ich mir eine Direktnominierung nicht vorstellen kann, dann lieber Mike Singer als zB die immer wieder vom NDR ausgegrabenen Revolverheld. Ich dachte, die gibts schon gar nicht mehr. Eigenartiger Name übrigens; man würde denken, es kommt was rockiges, aber es ist für mich wieder die klagende Bourani/Benzko Ecke.

  18. sunny42

    11.04.2018 | 14:56

    Man hält halt wieder an alten Konzepten fest , Schöneberger ,die Countdown Show für deutsche Interpreten die nur ihre neue Single promoten wollen ohne oder kaum einen Esc Bezug zu haben.

  19. Jorge

    11.04.2018 | 15:29

    @Mariposa: Leider nicht so identische Meinungen. Wenn ein 18jähriger die Frage, ob er für sich den ESC auch vorstellen könnte bejaht und vorher beim VE auftrat, ist er schonmal nicht ESC-fern.
    Die Verarsche beginnt für mich bei den Machern, die ihn nur als Testimonial einsetzen, aber nicht den Mut haben, auf diesen Zug aufzuspringen. Die Mike Singer beim VE vor ein mit ihm fremdelnden Fanszenen-Saalpublikum (welcher normale Mensch, zahlt noch 49€ Eintritt für einen Studio-VE?) stellen, eine Sendung mit strukturellen Brüchen, angefangen beim biederen Charme, biederer Moderation und den Knöpfchendrück-Acts. Perlen vor die Säue. Diese Speichelleckerei beim VE tue ich mir aber nicht weiter an, die Pre-Show nehme ich als Goodie nebenbei mit.

  20. Mariposa

    11.04.2018 | 15:38

    @ Jorge

    Ich kann Dir aber hier definitiv zustimmen !

  21. Jorge

    11.04.2018 | 15:41

    Könnte aber stimmungsreich werden: Letztes HSV-Heimspiel der Saison, möglicher Abstieg, viele frustrierte Fans aufm Kiez und … Revolverheld (Joh.Strate) besprechen gerne, dass sie ausgewiesene Werder-Fans sind!
    The plot thickens!. ;-)

  22. Jorge

    11.04.2018 | 15:42

    @Mariposa: Ah, ok – mein Fehler :-)

  23. Mariposa

    11.04.2018 | 15:43

    @ Gaby

    Es wird nur versucht, künstlich hierzulande Begeisterung für das Spektakel zu erzeugen. Aber wie soll das funktionieren, wenn schon in den Wochen vorher der eigene Teilnehmer kaum wahrgenommen wird ? Ich habe mich mittlerweile damit arrangiert, daß Germanien ESC-Provinz ist. Die Show von der Reeperbahn ist für mich nur viel Lärm um nix.

    Apropos Revolverheld: Ich mag die Jungs.

  24. sunny42

    11.04.2018 | 16:09

    Deutschland ist schon lange kein Esc begeistertes Land mehr. Es gab verschiedene Jahre wo es funktionierte,leider durch die viele Misserfolge sind viele Bürger nicht mehr an so ein Event interessiert. Ist das Wetter gut geht man lieber an einen Samstag aus und hockt nicht 3 Std vor dem TV so ging es mir 2005 ..lach

  25. Sully

    11.04.2018 | 16:47

    Ach du meine Güte.

    Wenn die 30+ Leute auf so einen jungen Bub die den Singer abfahren dann ist eigentlich schon alles geklärt. Ich zumindest verstehe die FAZ gar nicht, sein Auftritt war 0815 und verglichen mit wirklichen Pop Stars eigentlich Schlaftablette. Ein paar große Wörter singt er die er selbst wahrscheinlich nicht versteht und die Mädels fahren drauf ab….

  26. biobanane (210)

    11.04.2018 | 16:53

    @4porcelli Revolverheld haben gerade eine neue Single und nein, die sind noch schlimmer als Bourani und Co. Ich denke, die kann man langsam zum Schlager rechnen, zumindest ihre schwülstigen Liedertexte.

  27. Jorge

    11.04.2018 | 17:31

    Mit der Verwendung von „Bub“ für MS ist ja auch eigentlich alles geklärt. ^^
    Dumm nur, dass zu viele ü30 und zu wenige u21 vor der Kiste auf den ESC abfahren …

  28. 4porcelli

    11.04.2018 | 18:02

    @biobanane @jorge – Werder-Fans sind die Pantoffelhelden auch noch? Wird ja immer schlimmer…

  29. Christo

    11.04.2018 | 21:25

    @Jorge ESC Deutschland wird bestimmt nicht an der Abwesenheit einiger wankelmütiger 12-16jähriger verenden, das System krankt an ganz anderen Dingen. MS darf gern bereichender Teil einer Künstlervielfalt sein, gewonnen wäre damit allerdings gar nichts. Auf keiner anderen Ebene, in keiner anderen Hinsicht.

  30. Matthias

    11.04.2018 | 21:49

    Seit gefühlt 100 Jahren schaltet die ARD um 20:15 Uhr zum Spielbudenplatz, wo Babsi uns auf einer Bühne begrüßt, ehemalige ESC-Teilnehmer trällern lässt und zwischendurch nach XY (2010: Oslo; 2013: Kopenhagen; 2016: Stockholm; 2018: Lissabon) schalten lässt, um zu fragen: „Na, schon aufgeregt?“
    .
    Meine Güte!! Fällt den Leuten um Thomas Schreiber denn echt nicht mal was Neues ein??

  31. Matthias

    11.04.2018 | 21:50

    Meine Kollegin heute: „Sag mal, ist nicht demnächst wieder der ESC?? Und wer singt da denn für uns? Ich hab den Eindruck, dieses Jahr spricht überhaupt niemand vom ESC… keiner berichtet drüber… ist gar kein Thema, dabei ist der doch schon bald, oder?“
    .
    Das sagt halt schon alles.

  32. Andi

    12.04.2018 | 00:15

    @Matthias:
    Nee, das sagt gar nix. Weil du jedes Jahr Leute findest, die nicht wissen, wann der ESC ist und wer für Deutschland singt.
    Du findest ja auch jede Woche jemanden, der die aktuelle Nr. 1 der Charts nicht kennt.

  33. 4porcelli

    12.04.2018 | 00:43

    Na ja, ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass mich nicht-Fans bestenfalls verwundert angucken, wenn ich den ESC erwähne; bin sogar gefragt worden, ob D denn überhaupt teilnimmt. Letzteres kein Wunder nach den Unsäglichkeiten und verdienten Ergebnissen der letzten Jahre. Erahne allmählich ein ähnliches Ergebnis für dieses Jahr. Dachte zuerst, dass es daran liegt, dass ich diese Art Musik nicht mag, aber Song und Sängertyp sind leider wieder völlig präsenzfrei und wären auch nicht wesentlich populärer, wenn er allabendlich im TV/Streaming auftauchen würde. Was soll’s, immerhin sollten wir weniger peinlich sein als Russland, Island oder San Marino.

  34. melodifestivalenfan

    12.04.2018 | 07:52

    Dieses Vor- und Nachprogramm der ARD ist so überflüssig wie ein Kropf. Es dient einzig und allein dem Ziel, ESC-Begeisterung mit glaubwürdiger Kulisse in Deutschland bei der 12 Punkte Verkündigung dem weltweiten Fernsehzuschauer vorzutäuschen. Dabei interessiert das doch keine Sau im Rest der Welt, was da auf dem Spielbudenplatz passiert. Das anschließende Wundenlecken ist dann auch nur scheinheilig. „Europa versteht uns nicht und bla, bla, bla. Wir haben doch unser Bestes gegeben……..“.
    .
    @Matthias
    Na klar, immer dasselbe. Was hast Du denn erwartet vom NDR?
    Veränderung? 🤣 Vielleicht regnet es in diesem Jahr mal nicht.

  35. Jorge

    12.04.2018 | 08:06

    @Christo: Es ist eine Fehlannahme, dass Mikes potenzielle Nahrungskette bei 12-16J. enden würde oder sich ein Hype die Bevölkerungspyramide abwärts, von Senioren & Babyboomern hin zur Jugend fressen könnte. Oder sind mir deren virale Hits entgangen? Es funktioniert aber umgekehrt: Sowas diffundiert in höhere Altersklassen. Also ja: Nach dem Aderlass der letzten Zeit wären junge Fans mal ein Gewinn und deren Mangel IST ein Problem (zeigt sich doch auch am Schulte-Dilemma), natürlich nicht das einzige.

    Wäre mit einem unvollkommenen Versuch der YT-Inklusion natürlich nicht gelöst. Mike ist aber ein schöner Diskussions-Aufhänger, weil sich an ihm der Widerspruch zum Auswahlprozess zeigt. Und: Wenn Fans von „Vielfalt“ schreiben, hängt da oft ein riesiger Pferdefuss an lustigen Einschränkungen dran – sozusagen als Disclaimer, alternativem ESC-Anspruch den Vorrang vor Chartpop zu geben.

  36. Jorge

    12.04.2018 | 08:32

    Viele Fans haben die Pre-Show nicht wirklich „geliebt“, aber ist doch gut, wenn der Normalzuschauer 45 Min. überbrücken kann und wenigstens zeitig erfährt, welcher Interpret ihn vertritt. Ist auch nur gerecht, wenn denen – genauso wie uns bei Vorentscheiden – das Begleitprogramm besser als das Starterfeld gefällt! Oder sollen sie stattdessen die Prinz-Blog Diskussionen der Saison zur Einstimmung zitieren? ;-)

  37. melodifestivalenfan

    12.04.2018 | 09:14

    @Jorge
    Naja, eine unmittelbare Vorinformation sollte natürlich schon stattfinden, ohne vom eigentlichen Geschehen beim Großereignis in Lissabon durch andere Künstler auf dem Spielbudenplatz abzulenken. Warum sendet man nicht direkt aus Lissabon mit diversen Informationen zum ESC, die man durchaus unterhaltsam gestalten kann. Ein extra Kamerateam ist doch sowieso Vorort. Von da aus könnte man zu einzelnen ESC-Fanpartys in Deutschland schalten und Interviews in Lissabon übertragen. Immer die gleiche langweilige Preshow aus Hamburg, wen interessiert es noch? Die paar Schalten nach Lissabon sind auch nicht gerade informativ. Nicht falsch verstehen. Ich bin ja froh, dass zumindest mit MS mal junges Blut ins Spiel kommt. Aber ausser seinem Pausenakt beim VE gibt es keinen Bezug zum ESC. Ich höre jetzt schon wieder: „Na, hätten die mal den geschickt. Wie konnte es zu dieser herrlichen Katastrophe kommen?“. Da machen VoXXclub schon mehr Sinn. Die haben sich dem Wettbewerb wenigstens selbst gestellt, Mary Roos sowieso.

  38. Andi

    12.04.2018 | 10:10

    Die Frage „wen interessiert es noch?“ find ich auch lustig in dem Zusammenhang. Stell die Frage doch mal den Millionen Menschen, die sich das am 12. Mai angucken werden. Die könnten dir durchaus antworten, dass sie das eingeschaltet haben, weil es sie interessiert. Und was soll daran auch verwerflich sein? Sicher könnte man die Show pimpen. Aber das ist halt auch Geschmackssache. So wie auch jeder Künstler, der da auftritt. Wenn da nur Künstler auftreten würden, die schonmal beim ESC oder zumindest bei nem VE dabei waren, wären wir doch wieder nr in der Bubble und alle würden sich weiter wundern, warum es Menschen gibt, die nicht wissen, wann der ESC ist und wer Deutschland dabei vertritt. Oder wir holen halt auch andere mehr oder weniger angesagte Acts. Gegen Mike Singer spricht da nix. Gegen Max Giesinger auch nicht. Ist ja übrigens auch der beste Kumpel von Michael Schulte. Wenn man dadurch ein paar Leute dazu bewegt, sich den ESC anzugucken, ist das doch gut. Warum bloß kann man da als ESC-Fan was dagegen haben? Versteh ich nicht.

  39. Mariposa

    12.04.2018 | 12:00

    @ melodifestivalen

    Danke für Deine Worte ! So etwas wird zwar nicht gerne gehört, sie entsprechen nur leider der Wahrheit. Mit dem NDR in dieser Form wird das mit der Biederrepublik beim ESC nichts mehr…..

  40. Mariposa

    12.04.2018 | 12:02

    @ 4porcelli

    In der Tat. Mit „unsäglich“ hast Du treffend beschrieben !

  41. Mariposa

    12.04.2018 | 12:05

    Mir bleibt das Gesäusel eh erspart, denn ich bin am 12.05. zu einer portugiesischen Party eingeladen und dort wird man sich definitiv nicht die ARD reinziehen…..

  42. Winter

    12.04.2018 | 16:53

    Natürlich sind da Jurymitglieder bei. Singer und Roos wären aber keine gute Wahl. Dem Singer trau ich es nicht zu. Roos hat sich mit dem Jurydebakel beim VE2013 selbst disqualifiziert.

  43. 4porcelli

    12.04.2018 | 16:57

    Inwieweit gab’s 2013 ein Jury-Debakel? Die Jury war für den modernsten Song, weder für die Vorstadt-Disco-Nummer noch für die Bierzelt-Gröl-Nummer…

  44. Little Imp

    12.04.2018 | 17:27

    Ich würde auch sagen, Mary Roos hat sich dadurch erst recht qualifiziert. War sie nicht auch schon mal in der ESC-Jury?

  45. Jorge

    12.04.2018 | 19:01

    @Little Imp: *sign*

    Natürlich profitiert die eingeschworene Fanschaft auch von dem Line-Up, um mal einen Eindruck davaon zu bekommen, was andere Leute so hören. Viele outen sich hier ja als totale Pop- & Chart-Eremiten.

  46. 4porcelli

    12.04.2018 | 19:04

    @Jorge – ich glaube, Du meinst Pop- und Chart-Schwarmtiere. Solange 3 Töne Ethno-FlöteMandolineoderwasauchimmer dabei sind (Fuego! Hossa!).

  47. Jorge

    12.04.2018 | 19:10

    @4porcelli: Naja, jedenfalls würde ich im Quiz nie auf ESC-Fans als Telefonjoker für Musik setzen!

  48. Matty

    13.04.2018 | 09:01

    Heute Morgen sind die Jungs von Voxxclub zu Gast bei „Volle Kanne“ im ZDF.

  49. Bandido

    13.04.2018 | 13:57

    @Jorge
    Aber Acts wie Max Giesinger oder Revolverheld werden den gemeinen Pop- & Chart-Eremiten nicht gerade dazu motivieren, mal öfters über den Tellerrand zu schauen.
    .
    Oder wie hat eine ältere Bekannte aus der DDR damals gesagt, als sie das erste Mal die Scorpions gehört hat: „Das ist Westmusik? Dann doch lieber Sozialismus!“

  50. Mariposa

    13.04.2018 | 14:35

    Mary Roos war 2010 in der deutschen Jury.

  51. Jorge

    13.04.2018 | 16:38

    @Bandido: Jaja, ich weiss, singende Männer und die Blog-/Fanszene. ^^
    Wenn’s danach ginge, müsste der NDR einen auf sozialistischen Realismus machen und ästhetisch passendes Frauengeleier bringen.

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