Portugal

Wenn Portugiesen sprechen… – Salvador Sobrals Rede und ihre Folgen

Der Sieg ist eindeutig – Publikum und Jurys setzen in Kiew den Portugiesen Salvador Sobral, seine betörende Ballade und seinen einfühlsamen Gesang unangefochten auf den ersten Rang. Doch dann beginnt Salvador zu sprechen und in der Folge davon mischen sich Misstöne in den triumphalen Sieg. Chronik einer Kettenreaktion.

„Ich möchte sagen, dass wir in einer Welt der Wegwerfmusik leben, Fast-food-Musik ohne jeden Inhalt. Ich glaube, dies kann ein Sieg der Musik sein, für Menschen, die Musik machen, die tatsächlich etwas bedeutet. Musik ist kein Feuerwerk, Musik ist Gefühl. So lasst uns versuchen, das zu ändern. Lasst uns die Musik zurück bringen. Darum geht es!“

Das sind Salvador Sobrals Worte auf die Bitte der Moderatorentriade um eine Botschaft an alle, die für ihn gestimmt haben. Einer der ukrainischen Sportreporter findet sie „AMAZING“.

Seit ein paar Jahren gehört sie dazu wie die Wiederholung des Siegerliedes: die Rede nach dem ESC-Gewinn, die Worte an die, die den Sieger zum Sieger gemacht haben.

Legendär: Conchita komplett überwältigt im Jahre 2014 in Kopenhagen:

„Diese Nacht ist allen gewidmet, die an eine Zukunft in Frieden und Freiheit glauben. Ihr wisst, wer ihr seid. Wir sind eine Einheit! Wir sind NICHT ZU STOPPEN!“

Im Jahr darauf in Wien zeigt sich Måns Zelmerlöw nach einer kurzen Danksagung an sein Team ähnlich emotional:

„Wir sind alle Helden, egal wen wir lieben, wer wir sind, woran wir glauben! Wir sind alle Helden!“

2016 in Stockholm nimmt Jamala Bezug auf Måns‘ und Petras Pausennummer „Love, love, peace, peace“ und schreit es in die Welt hinaus:

„Ahh…, ich weiß, dass du ein Lied über Frieden und Liebe singst. Aber tatsächlich – ich will wirklich FRIEDEN UND LIEBE FÜR JEDEN!“

Die salbungsvollen Worte aller drei Gewinner sind jeweils noch mit einer hübschen Prise Tränen garniert, die Emotionen kochten über, aber, das dürfen sie auch, denn schließlich ist der Sieg für jeden Künstler sicher der ultimative Klimax des Abenteuers Eurovision.

Alle drei verknüpfen ihre Gewinnerreaktion zudem mit einem eigenen Thema: bei Conchita ist es das unbedingte Bedürfnis, für Andersartigkeit und Toleranz zu werben. Bei Måns geht es in die gleiche Richtung,  das Ganze ist aber eine Nummer persönlicher, wird er doch aufgrund unflätiger Bemerkungen in einer Kochshow von der Teilen der Kernzielgruppe recht argwöhnisch beäugt. Und bei Jamala schwingt sicher der Konflikt ihres Heimatlandes mit dem großen Nachbarn mit – sowohl in historischer als auch aktueller Dimension. Und dennoch: inhaltlich liefern alle drei  Statements nichts anderes als Allgemeinplätze und das ist für diesen Anlass auch völlig in Ordnung. Die Künstler setzen kleine spontan wirkende Impulse, die fast jeder mittragen kann und die Stimmung und das europaweite Gemeinschaftsgefühl noch untermauern. Eurovision feeling at it’s best!

Und Salvador Sobral?

Bei ihm ging es definitiv nicht um Weltfrieden, anders als in seinem Kommentar zum Thema „Flucht“ in der Pressekonferenz auch nicht um das Miteinander der Menschheit, sondern um das Kernthema der Veranstaltung, das gleichzeitig auch sein eigener Fokus ist: die Musik.

Während seiner „Rede“ war auch ich vor dem Bildschirm ein wenig befremdet. Muss das sein? Will er seine ESC-Kollegen niedermachen? Ist das gar ein Dolchstoß gegen Levina und alle anderen Teilnehmer mit library songs? Geht es um die böse Musikindustrie, um Geldhaie in der Szene, um Schwedenlieder europaweit?

Beim Sieger-Da capo entscheide ich für mich: es geht um ganz etwas anderes. Salvador Sobral arbeitet sich an der Musik, insbesondere seiner Musik ab. Er möchte Gefühle durch Musik ausdrücken und Töne zu Gefühlen werden lassen. Nach unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung mit Musik, u.a. einer vermutlich musikalisch nicht in allen Punkten befriedigenden Teilnahme am portugiesischen „Idols“, ist dies der Moment, in dem er mit seiner Art von Musik die Menschen erreichen kann. Nicht nur Portugal, ganz Europa versteht ihn, endlich. Hoffnung und Genugtuung für Portugese Independent, für nostalgische Jazztöne, für Salvador Sobral.

Doch während er in seinen Gesang alle Gefühle der Welt hinein legen kann, wirkt er in der Stunde des Triumphs auch abgeklärt und rational. Anders als seine drei Vorgänger ist von Tränen, überwältigten Gesichtern, überbordenden Gesten und hochgereckten Armen nichts zu sehen, ein freundliches Lächeln, ein wenig Händeschütteln. Das ist es. Die Siegerehrung scheint nicht sein Pflaster zu sein.

Und dann noch eine Rede: plötzlich steht der Portugiese „all alone in the danger zone“. Vielleicht ist auch die wirklich übertriebene und sehr künstliche Gratulationskur der Moderatoren ein Fünkchen, das dazu beiträgt, dass Salvador auf den eigentlichen Kern des Ganzen zu sprechen kommt: die Musik, seine Musik, die für ihn nicht grinsbackig in Plastikverpackungen daher kommen darf und zum schnellen Verzehr gedacht ist, sondern ehrlich, echt und tief in ihm sein muss.

Die Freude zeigt sich erst etwas später, als er mit Schwerster Luisa auf der Satellitenbühne steht, sie in enger Umarmung den Pokal über sich halten und anschließend gemeinsam ihr Lied singen. Freudentaumel, wohl nur möglich mit und in der Musik.

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So weit so gut – aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Am Dienstag nach dem ESC meldet sich Schwedens Robin Bengtsson per Twitter zu Wort und findet klare Worte. Die kurze Schockstarre, die auch ich bei Sobrals Ansprache erlebt habe, trägt der gute Robin wohl weiter mit sich herum. Und irgendwie hat er ja auch recht: auch simpel gestrickte, synthetisch konstruierte Musik vom Laufband kann Spaß machen. Alles hat seinen Platz, alles hat seine Zeit. Das Leben besteht nicht nur aus Feuilleton.

Dass Salvador Sobral  sich nicht über sämtliche diesjährigen Eurovisionsbeiträge stellen will, zeigen ein paar niedliche Videos, in denen er gemeinsam kleine Versionen verschiedener Songs zum Besten gibt:

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Der Südländer scheint den Nordeuropäer aber dennoch getroffen zu haben, ob beabsichtigt oder nicht. Robins Twitterbeitrag wird nachfolgend auch von anderen Teilnehmern unterstützt, z.B.von Imri aus Israel.

Die Sache ist tatsächlich wohl unglücklich gelaufen. Salvadors Worte sind für viele missverständlich und vermutlich nicht ganz situationsadäquat. Falls es ihm wirklich vor allem um „seine Musik“ gegangen ist, hätte ein nettes Wort mit Blick auf die anderen Teilnehmer vermutlich nicht geschadet. Aber das muss einem in der Situation auch erst einmal einfallen. Der Drops ist jedenfalls gelutscht. Vielleicht kann jetzt nur noch der Titelsong von Salvadors Album helfen…

Aber noch ist nicht Schluss: Ein weiterer ESC-Teilnehmer meldet sich zu Wort: Yodel-Rapper Alex Florea gibt am 18. Mai in Rumänien ein Interview bei Adevărul und geht dabei auf ganz andere Weise mit Salvador ins Gericht. Ob ihn Robin dazu inspiriert hat, ist nicht belegt, sicher spielt aber das „Sobralsche Anderssein“ eine Rolle.

Alex bezieht sich nicht explizit auf „die Rede“, sondern unterstellt dem Portugiesen eine knallharte Marketingkampagne, bei der er seine Krankheit als billigen theatralischen Trick nutze. Der Sänger sei nicht herzkrank, sondern krank im Kopf. Er habe sich in Kiew nicht fotografieren oder interviewen lassen und sei nicht zu den Proben erschienen. Sein Song sei sehr gut, aber er habe seine Probleme genutzt, um zu gewinnen anstatt mit Stimme und Show zu überzeugen. (Textquelle: Wiwibloggs)

Foto: Eduard Enea

Na, da mimt aber jemand den Gangsta-Rapper und stellt sich gleichzeitig als sehr schlechter Verlierer dar. Während Robin Bengtsson seine Kritik konstruktiv im höflichen Bankerstil vorbringt, wühlt Alex in der Gosse und sucht nach schmutziger Wäsche. Bäh.

Was lehrt uns all das? Salvador Sobral ist und bleibt kantig, er polarisiert, löst Widersprüche und Widerstand aus, bleibt aber gleichzeitig ein würdiger und ganz anderer ESC-Sänger mit neuen, nie geahnten Macken. Wir warten gespannt ob und wenn ja wie diese Geschichte noch weitergeht. Auf jeden Fall erhält die vielfältige ESC-Historie einen weiteren interessanten Farbtupfer. Celebrate Diversity.

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87 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Bandido

    19.05.2017 | 20:44

    Robin Bengtsons Einwurf finde ich durchaus berechtigt und zustimmenswert.
    Alex Floreas Statement ist dagegen einfach nur peinlich und enttarnt ihn als schlechten Verlierer.

  2. Jorge

    19.05.2017 | 20:45

    Der verbale Stinkefinger, den Salvador am Ende der Show in den Anus der Konkurrenten und des Publikums gedrückt hat, wurde aber nicht in einem emotionalen Stil, überwältigt geäussert, sondern war sehr trocken und prägnant geäussert. Mal sehen, was er seinem Nachfolger 2018 auf den Weg gibt.

  3. Usain

    19.05.2017 | 20:54

    Alex Floreas Worte sind wirklich übel, jemandem eine gefakte Krankheit zu unterstellen ist unterste Schublade. Auch sein Vorwurf Salvador hätte keine Interviews gegeben ist nachweislich falsch, ich habe mehrere Interviews mit ihm bei wiwbloggs gesehen. Ich bereue meine paar SMS für Rumänien…

  4. Usain

    19.05.2017 | 20:58

    Ach so, take this, Alex: Für nen richtig bösen, echten Gangsta-Rapper hast du viel zu dünne Ärmchen. Mit dem ärmelfreien Tshirt im Finale sahst du voll kacke aus… :)))

  5. Cali

    19.05.2017 | 21:14

    Alex mag sich im Ton vergriffen haben, allerdings hat er im Kern doch recht. Selten so eine kaltblütige Masche gesehen – hat mir im Vorfeld und vor allem während der ESC-Woche doch ziemlich viel Spaß am ESC genommen. Anscheinend ging es auch einigen Kandidaten so. Wir hatten in unserer Runde weniger das Gefühl, dass er in seiner eigenen Welt lebt, während er gesungen hat, sondern mehr, dass er geistig nicht wirklich bei sich war. Das ist echt das Letzte auf der Bühne – aber scheinbar konnte er es für sich nutzen. Bitte, dem Mann gehört geholfen.

  6. Festivalknüller

    19.05.2017 | 21:26

    Wenn schon der Gastgeber Ukraine, die EBU und der Ausschlusskandidat Russland im Vorfeld des Wettbewerbes im Clinch liegen, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Teilnehmer ebenfalls sich das Recht nehmen und aufeinander losgehen. Von wegen völkerverbindenden Musikwettstreit. Erstmal eine friedvolle Atmosphäre schaffen und ein positives Vorbild abgeben, dann klappt es auch mit den Kandidaten untereinander.
    Übrigens finde ich die Siegerrede wirklich unpassend, nicht eindeutig formuliert und ein Affront gegen andere Künstler und andere Musikstile.

  7. biobanane (210)

    19.05.2017 | 21:29

    Sind ja schon die Richtigen, die sich angesprochen fühlen. Andererseits hat Salvador das – so habe ich das jedenfalls verstanden – nicht auf den ESC bezogen, sondern auf die Musikindustrie als Ganzes.

  8. Cal X

    19.05.2017 | 21:31

    Der Vollständigkeit halber: Illinca hat im Vergleich zu Alex wahre Größe gezeigt und freute sich offenherzig für Salvador.

  9. Lorena

    19.05.2017 | 21:36

    Schlechte Verlierer. Eigentlich sollte man denen keine Aufmerksamkeit scheken.

  10. Thomas

    19.05.2017 | 21:37

    Meine Güte,
    da sagt der Sieger mal nicht Friede Freude Eierkuchen sondern kritisiert die heutige Musik ganz allgemein als Einweg-Musik und wünscht sich mehr Gefühl in ihr zurück und schon kriegen ein paar Kommentatoren hier und ESC Teilnehmer Schnappatmung…

  11. Jorge

    19.05.2017 | 21:44

    Natürlich war es auch auf den Contest bezogen. Dafür war es eben zu sehr Statement und nicht emotionales Plädoyer, klang kalkuliert und kam auf den Punkt zugeschnitten rüber. Im Song umschmeichelnd sanft, in der Rede so klar und nüchtern? Und dann nicht so gemeint? Wer’s glaubt …

  12. Phil

    19.05.2017 | 21:44

    Ich fand die Rede von Salvador auch unter aller Sau. Er stellt seine Musik über die von allen Anderen und zeigt damit eine sehr arrogante Seite von sich. Ich für meinen Teil höre 1000000000000x lieber die „Fast-Food-Musik“ als seinen todlangweiligen Song…

  13. Bach

    19.05.2017 | 22:08

    Er hat überhaupt nicht erwartet zu gewinnen. Ich fand daher die Rede auch nicht kalkuliert, ich glaube, Salvador Sobral sagte, was er empfand, er litt unter den vielen schlechten Liedern. Man muss es nicht teilen, man kann die Pauschalität kritisieren. Vielleicht hätte man es anders ausdrücken sollen. Er wollte aber niemanden ernsthaft beleidigen.
    Bei manchen Reaktionen denkt man sich: Es beschweren sich die richtigen, die eher mit Choreografie und tollen Body als mit dem Lied aufgefallen sind.

  14. tomudu

    19.05.2017 | 22:12

    Auch wenn ich Salvadors Song absolut schrecklich finde – der ESC braucht solche Lieder genauso wie „Fast-Food Musik“. Die Vielfalt ist doch das, was diesen tollen Wettbewerb ausmacht :)

  15. melodifestivalenfan

    19.05.2017 | 22:15

    Das war schon ein irritierendes Statement im Siegestaumel, wenngleich ich den Taumel da im Gegensatz zum seinem musikalischen Teil nicht gespürt habe. Das klang schon sehr kalkuliert, als wenn es für Salvador absolut selbstverständlich war, dass er gewann. Andererseits ist diese Ansicht für uns doch nicht neu. Wir streiten hier doch auch oft genug über die verschiedenen Musikstile. Bedenklich finde ich nur, dass man den eigenen Geschmack über andere stellt. So wie Robin sagt: „Alles zu seiner Zeit“. Keiner möchte ausschliesslich Liebestrauer empfinden, sondern auch Spaß am Leben haben. Und dazu gehört eben auch „Fastfood – Musik“, blöder Begriff übrigens, wie “ Plastikmusik “ auch. Tanzbare Musik ist allemal auch Musik. Es gibt auch positive Gefühle, Salvador, nicht nur düstere und schmerzverzehrte. Über Musik kann man immer trefflich streiten, aber das taugt nicht als Siegerstatement. Musik ist gut oder schlecht und das entscheidet jeder für sich, jeder nach seinem Geschmack.
    Aber es sei ihm verziehen, ich freue mich auf Lissabon und gönne ihm und Portugal von Herzen den Sieg.

  16. biobanane (210)

    19.05.2017 | 22:45

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier einige den Frust, ob Salvadors Sieg immer noch nicht ganz abgelegt haben und nun nach allem Möglichen suchen, wie man diesen schlecht machen kann. Natürlich spricht Salvador über die Musik im allgemeinen “ dass wir in einer Welt der Wegwerfmusik leben“ und ich nehme es ihm ab, dass er als Jazzmusiker sich bewusst gegen diesen Kommerzrummel entschieden hat und eben nur hofft, dass sein Sieg ein Zeichen ist, dass vielleicht irgendwann die Glaubwürdigkeit von Musik wieder eine Rolle spielt. Da ist er ja nicht alleine, Böhmermann hat beispielsweise ja auch schon aufgezeigt, dass man heute das Gefühl hat, dass alle deutschen Künstler so sehr hinter ihren Liedern stehen obwohl die meisten eben nicht selbst schreiben sondern meist von immer den gleichen Komponisten und Textern beliefert. Vielleicht ist es wirklich mal Zeit, dass Emotionen wieder echt sind und natürlich verbietet niemand den Schweden ihre Plastikmusik, aber was man davon hält muss man auch sagen dürfen.

  17. 4porcelli

    19.05.2017 | 22:46

    Schlechter Stil gerade von einem Gewinner – Landsmann CR7 läßt grüßen.
    Wäre die Siegesrede nicht eine gute Gelegenheit gewesen, das zwischenzeitlich von ihm betonte Refugees-Thema, zumindest als Aufruf zur Toleranz, anzusprechen? Schade.

  18. Mareike Kaa

    19.05.2017 | 23:15

    Das Lustige ist ja, dass es Salvador ’ne Nummer kleiner als seine Vorgänger gemacht hat und nur über Musik und nicht über den Weltfrieden schwadroniert hat. War einigen wohl dann zu konkret.

  19. Calv

    19.05.2017 | 23:36

    Salvador’s Statement war wie das eines kleinen Kindes, das was ich mag, ist am BESTEN und der Rest ist Dreck. Aber passt ja zu seinem Gesamteindruck während des ganzen ESCs, hatte das Gefühl, dass seine Schwester mehr Pflegerin ist. Das Statement von Botox Robin unterschreibe ich, Celebrate diversity und nicht Celebrate my music. Und die Aussage Alex‘ war zwar proletenhaft formuliert, aber da ist was dran. Man denke nur an die ganzen Nachrichten im Vorfeld mit seiner Herztransplantation. Irgendwer muss die Gerüchte ja gestreut haben und so sehr wie Portugal den Sieg wollte, war doch jedes Mittel Recht. Seis drum, Portugal hat gewonnen, ich habe kein Interesse an der Person Salvador (der wie jeder andere Sieger wieder in der Versenkung verschwindet) und 2018 wird das Schmierentheater noch wesentlich größer werden :)

  20. MichaHH

    19.05.2017 | 23:43

    Ob es jetzt unangebracht, ungeschickt, kalkuliert oder einfach nur unüberlegt war, dieses Statement zu bringen, mag ich nicht beurteilen. Seine Beweggründe dazu kann ich aber allzu gut nachvollziehen und würde es auch so unterschreiben. Auch für mich gibt es beim ESC (anderswo sowieso) definitiv zu viel Plasikmusik. Aber das ist beileibe kein Phänomen unserer Zeit. Die gibt es schon, seit es Popmusik gibt. Jede Ära (auch beim ESC) hatte ihre diesbezüglichen Vertreter: Linda Williams, Dream Express, Westend, Friends, u.v.m. Mir fällt in diesem Zusammenhang der Kommentar von (Werner Veigel?) in Paris 1978 zum schwedischen Beitrag von Björn Skifs ein: „Dieser Titel ist etwas für Menschen, die Musik gerne mit beiden Ohren hören.“
    Ich persönlich finde, dass populäre Musik sowohl ein Mindestmaß an Anspruch haben, als auch unterhalten können muss. Mehr davon und weniger Fließbandproduktion gerade beim ESC würde ich sehr begrüßen. Das heißt nicht, dass Anspruch mit getragenem Liedgut oder gar einen Jazzballade gleichzusetzen ist.

  21. Bach

    20.05.2017 | 00:32

    Fastfood-Musik vs Gefühl sollte man nicht mit Tanzmusik vs Balladen übersetzen.
    Für mich symbolisiert der dänische Beitrag, eine Ballade, Plastikmusik, da war nun nichts echt.

  22. Don

    20.05.2017 | 00:37

    Übrigens: Wer Portugals Beitrag mochte, für den könnte das etwas sein.
    Diese Version des Siegertitels ist besser/interessanter, als die Final Version. Es ist ein Video von den Proben. Salvador Sobral spielt beim Vortrag „Trompete“ (nach).

  23. Don

    20.05.2017 | 00:39

    Schon wieder den Link vergessen (es ist spät
    ).
    Hier Salvador Sobrals Probe: https://youtube.com/watch?v=qc9-Hpa_4-s

  24. Christo

    20.05.2017 | 02:16

    Dieser Beitrag ist wirklich ganz ausgezeichnet, danke dafür WM.

  25. Mariposa

    20.05.2017 | 03:51

    Bom dia a todos….

    Mir ist es vollkommen egal, was die ganzen Salvador-Hasser hier vom Stapel lassen. Ich bin jedenfalls froh, diesen hochinteressanten Musiker kennenlernen zu dürfen, für mich war es ein wahrer ESC-Moment. Anscheinend war es einigen tatsächlich zu langweilig dieses Jahr, daß jetzt regelrecht der Fanclubkrieg ausgerufen wird. In irgendeiner Weise dann noch diesem Karpaten-Bushido Recht zu geben (die Kritik vom Botox-Robin kann ich eventuell noch in Ansätzen nachvollziehen), spricht auch wieder Bände. Schlechter Verlierer zu spielen ist keine angenehme Eigenschaft.

    Und nochmal, weil es so schön ist: PORTUGAAAAAAAAAAL

  26. Mariposa

    20.05.2017 | 03:53

    @ Don

    Diese Version ist grandios, muito obrigado !!!!

  27. Mariposa

    20.05.2017 | 04:00

    @ Bach

    Zudem hat Salvador bei einem Interview fröhlich den italienischen Beitrag gesungen…… ER ist also keineswegs so dogmatisch, wie von einigen hier angenommen,

  28. DerJoe

    20.05.2017 | 08:00

    Wer gewonnen hat, soll halt was sagen. So unpolitisch wie diesmal wars selten… Dann spricht da plötzlich jemand über die seiner Meinung nach vielfach mangelhafte Qualität der heutigen Musik. Wird man ja wohl noch sagen dürfen… Hätte man aber nicht gemusst, die Standard-Floskel hätte es auch getan…
     
    Wie auch immer man dazu steht: Dass die erste Kritik gerade aus Schweden kam, hat mich köstlich amüsiert :-D Es sind halt die getroffenen Hunde, die bellen ;-)
    Ich hatte Salvadors Statement zu dem Zeitpunkt bereits vergessen.
     
    Für den Fall, dass in Schweden jetzt Vertreter qualitativ hochwertiger Musik, die sich weigern der Show-Gottheit Tribut zu zollen, mit Repressalien zu rechnen haben, empfiehlt sich die Migration nach Portugal. Salvador nimmt alle auf :-)
     
    Ansonsten versuche ich in solchen Fällen streng nach folgendem Zitat zu leben:
    „Eh ich mich drübber offrech, is mirs lieber egal!“ (Dem Maddin Schneider sei Omma)

  29. Herbert

    20.05.2017 | 10:07

    Dieser Salvador….kritisiert Helene Fischer und die Prinz Blogger merken es nicht^^

  30. Hinz und Kunz

    20.05.2017 | 10:17

    Wenn sie alle geschwiegen hätten, wären sie Philosophen geblieben…die ganze Aufregung ist wieder mal ein typisches Beispiel für einen künstlich hochgekochten Sturm im Wasserglas. Ja, auch ich finde, Salvador hätte sich seine Ansprache im Siegestaumel, auch wenn er damit inhaltlich nicht so Unrecht hatte – sparen können. Ob gewollt (was ich eher nicht annehme), oder ungewollt (was ich eher glaube), es kann leicht als ein etwas snobistisches Schulmeistern der Konkurrenz aufgefasst werden und das steht einem Sieger meiner Ansicht nach einfach nicht. Auch sein ganzes „Punkte und Verkaufszahlen und Aufmerksamkeit sind mir egal“-Getue nehme ich ihm nicht ganz ab – wenn es einem wirklich so egal ist, muss man diesen Umstand nicht extra betonen. Aber geschenkt. Dass aus diesen Nichtigkeiten im Nachgang so ein Bohei gemacht wird spricht meiner Ansicht nach vor allem dafür, dass der eine oder andere hier noch seine Portion an Aufmerksamkeit abbekommen möchte. Und während Robin Bengtsson immerhin noch inhaltlich Bezug auf Salvadors Rede nimmt und seine Kritik in angemessenen Worten vorbringt, wirft Florea einfach nur mit billigen Unterstellungen um sich. Hier zeigt sich die Schlechte-Verlierer-Seite der verzichtbaren Hälfte des rumänischen Duos.

  31. manuel d.

    20.05.2017 | 10:41

    Mir fehlt in der ganzen aufgebauschten Aufregung um die „Siegesrede“ der Faktor Mensch.
    Salvador fühlt sich als Musiker. Für ihn muss Musik eine Aussage haben. Feuerwerk und choreographie stößt ihn ab, da es nicht echt ist. Künstler können oft nicht begreifen, dass Ihre Kunst auch zur Unterhaltung, zum Spaß dienen kann. Er ist aber kein guter Redner und großer Rummel um ihn als Person ist ihm unangenehm. Er ist gut und hochinteressant in einem Gespräch unter 4 Augen, hat viel Gutes zu sagen (übrigens auch über seine Mitstreiter!), aber er ist keiner, dem aus dem Stehgreif eine gute Rede in den Kopf kommt. Und ganz ehrlich gesagt, dass muss er auch nicht sein.
    Gibt es jetzt schon einen Codex wie sich jemand zu freuen hat, wenn er einen Wettbewerb gewinnt, den er hauptsächlich aus Liebe zu seiner Schwester angetreten ist?
    .
    Die Kritik von Robin konnte ich nachvollziehen, denn sie war konstruktiv ausgerichtet. Sauer macht mich aber die Aussage des Rumänen, sofort eine Marketingstrategie sehen zu wollen und ohne eine Grundlage zu haben, Salvador als Lügner und „Kopfkrank“ hinzustellen. Es wurde von offizieller Seite immer gesagt, dass man aus Respekt gegenüber Salvadors nicht über dessen Krankheit sprechen möchte (nichtmal in Portugal selbst wird meines Wissens darüber geredet). Was einzelne Medien dann daraus machen und wilde Spekulationen lostreten, liegt nicht in der Verantwortung Salvadors und ist sicher nicht von portugiesischer Seite aus geplant und inszeniert gewesen. Aber das ist heutzutage ja typisch, dass viele sofort irgendwelche Gerüchte als Wahrheiten verbreiten.

  32. Matty

    20.05.2017 | 10:45

    Salvador hat mit seinen Aussagen doch Recht und man sollte mal darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller wäre, das Orchester wieder zum ESC zurückzuholen. Beim Festival von San Remo müssen die Teilnehmer auch mit Orchesterbegleitung auftreten, um zu beweisen, daß sie des Gesangs auch mächtig sind und nicht nur die Lippen dazu bewegen!

    Acousticversionen und Unpluggedkonzerte sind nach wie vor beliebt und ich frage mich, welcher von den diesjährigen ESC-Teilnehmern ist dazu in der Lage, sowas auf die Beine zu stellen!

    Was die Aussagen der Sieger angeht: Conchita und Jamala nimmt man es total ab, dem unverdienten Gewinner von 2015 aber nicht. Das war sows von auswendiggelernt und hätte man ihn an den Lügendetektor angeschlossen, wäre er auch entlarvt worden!

  33. Mariposa

    20.05.2017 | 11:57

    @ Matty

    Orchester zurück – das wäre echt ein Traum !!!

    An die Siegesrede von Mans erinnere ich mich gerade nicht……..

  34. Mariposa

    20.05.2017 | 11:59

    @ Herbert

    Die kann er von mir aus auch gerne kritisieren – diese Person geht mit nämlich tierisch auf die Nerven……

  35. Lisa

    20.05.2017 | 11:59

    Ich finde es schon amüsant das man sich ausgerechnet dann über die Siegesrede beschwert, wenn sie das erste mal sogar zum Thema passt. Schließlich ist der ESC ein Komponistenwettbewerb.
    Und er hatte absolut recht mit dem was er da gesagt hat. Wobei ich da auch Bach zustimmen muss:
    Fastfood-Musik vs Gefühl sollte man nicht mit Tanzmusik vs Balladen übersetzen.
    Das Salvador das auch so sieht sieht man ja spätestens an Cover des belgischen Beitrags. Jeder der sich da jetzt beschwert, stellt sich meiner Meinung nach eh selbst bloß.

  36. Mariposa

    20.05.2017 | 12:37

    Es gab neben diesem Herumgezicke wegen Salvadors auch ganz witzige Aktionen nach seinem Sieg: Der spanische Komiker Roberto Vilar (etwa mit Böhmermann vergleichbar) hat in seiner Sendung vor dem ESC-Finale angekündigt, falls Portugal Erster und Spanien Letzter werden sollte, tritt er in der nächsten Ausgabe seiner Show nur in einem Handtuch mit der portugiesischen Flagge auf – und bekanntlich kam es so….. Muy divertido !!!!!
    Kann man bei Youtube angucken, lohnt aber nur bei Spanischkenntnissen.

  37. Matty

    20.05.2017 | 13:08

    Und hier ist der Beweis:

    https://www.youtube.com/watch?v=FuiocX5fZ84

    Muchas gracias!

  38. dade

    20.05.2017 | 13:48

    Ich verstehe Robins Einwand und gebe ihm auch Recht – es hat Platz für alle. Allerdings hatte es oft keinen Platz für Portugal im Finale… Bei Alex finde ich es dann schon etwas daneben. Ich habe verschiedene Interviews mit Salvador gesehen und er hat gesagt, dass es ihm gut gehe und sich nur von einer Operation an einer Hernie erholt, mehr wolle er zu seiner Gesundheit nicht sagen. Die Herzprobleme hat irgend ein Trump in die Welt gesetzt.
    Was mich ärgert ist, dass Portugal Jahrelang hoch genommen wurde weil es seiner Musik und Sprache treu bleibt. In den Kommentarspalten finden sich jedes Mal Attribute wie altmodisch und langweilig, wenn man nett bleiben will. Die Schwedischen Kommentatoren am TV zogen oft offen über sie her – wohl ein Grund für den Schwedenboykott Portugals. Jahrelang hat sich das kleine Land das gefallen lassen, nun siegt es und sagt was dazu. Parabens Salvador

  39. Bandido

    20.05.2017 | 13:50

    Genau, Orchester wieder vepflichtend einführen, Sprachenregeung wieder in Kraft setzen und den ESC wieder in „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ umbenennen. Sonst noch was – Tanzverbot und Abendgarderobenpflicht für Fans? *kopfschüttel*

  40. Yasi

    20.05.2017 | 14:14

    Irgendwie interessiert sich keiner dafür, dass er gesagt hat: „In Wahrheit ist alles gekauft“ Dem sollte sich die EBU mal annehmen, ich kann einfach nicht glauben, dass so viele freiwillig dafür angerufen haben.

  41. escfan05

    20.05.2017 | 14:22

    Sein Sieg ist zu aktzeptieren, sein Geschwätz nach dem Sieg nicht. Ich geben dem Schweden und dem Rumänen absolut recht. Der Typ ist einfach arrogant, gegenüber seinen Kollegen. Und wie soll ein schwer herzkranker Mensch, die Aufregung eines ESC-Auftritts denn überstehen? Das Ganze war einfach nur billige Taktik, nur um noch ein paar Mitleidspunkte zu bekommen. Genauso wie sein plötzliches Interesse an Flüchtlinge. Alles nur Theater um Punkte zu kriegen. Hat ja auch funktioniert.

  42. togravus

    20.05.2017 | 14:26

    Da lässt die Diplomatin Luísa ihren kleinen und sehr speziellen Bruder ein einziges Mal aus den Augen, und dann haut er solch ein Ding raus. LOL Ich denke, dass sie ihn seit der Grundschule aus vielen schwierigen Situationen raushauen musste. Auch wenn ich Salvador inhaltlich zustimme, find ich, dass sein Siegereinwurf etwas unglücklich formuliert ist, weil er ja selbst Teil der Konkurrenz war. Das wirkt hochmütig, selbstverliebt und nachgetreten.
    Da ich nicht Teil der Konkurrenz war, darf ich allerdings sagen: Recht hat er, und getroffene Hunde bellen. Da stimme ich @biobanane zu. Mit Robin und Alex haben sich nun wirklich 2 Wegwerfacts zu Wort gemeldet.
    Schließlich ist mir Salvadors Äußerung auch viel lieber als das übliche Weltverbesserungs- und Selbstermächtigungsgeschwafel, weil er eine Diskussion über Musik angestoßen hat, und der ESC ist doch ein Liederwettstreit.

  43. Mariposa

    20.05.2017 | 14:28

    Ist ja klar, immer von der gleichen Adresse hier die blödesten Sprüche. Blanche eine „jaulende Fritte“, oder wie war das ???? Daß dann bei „escfan05“ der Karpaten-Bushido gut ankommt, wundert auch nicht. Menschenverachtende Postings sind sein Markenzeichen – pfui Deibel….. Auf solche „Fans“ kann ich gut verzichten.

  44. Mariposa

    20.05.2017 | 14:31

    Stimmt, er hat „comprado“ – „gekauft“ während der Siegerreprise gesagt. Kann aber wohl nur ironisch gemeint sein, so weit reichen meine Potugiesischkenntnisse leider nicht, Er konnt es anscheinend selbst nicht glauben.

  45. Frederic

    20.05.2017 | 14:32

    „There is room for everyone“ ist ja auch eher ’n Spruch für’s Poesie-Album (vgl. Zelmerlöw, 2015). In der freien Marktwirtschaft sieht es dann doch eher so aus, dass um jeden Milimeter Schaufenster bis aufs Blut gekämpft wird, sei das nun für (Pop-)Musik in Charts und Radio, Filmkunst in Kino und den Großmärkten oder Nahrung in den Supermarktregalen. Da muss „anspruchsvolle“, meinethalben auch idealistische Musik schon aufpassen, dass sie nicht von professionellen Gewinn-Optimierern verdrängt oder korrumpiert wird. Da sind Sobral und Böhmermann nicht die ersten, die das kritisieren, und sicher auch nicht die letzten. So gesehen tatsächlich auch ein Allgemeinplatz und um es mit Hinz und Kunz zu sagen: ein Sturm im Wasserglas.

    @Don
    Schöne Version, für die breite Masse aber vermutlich schon etwas zu jazzig(?).

  46. Mariposa

    20.05.2017 | 14:33

    @ dade

    Immerhin gab die schwedische Jury 12 Punkte an PORTUGAAAAAAL

  47. Mariposa

    20.05.2017 | 14:37

    @ Bandido

    Nein, nicht verpflichtend. Aber bei manchen Teilnehmern wäre zumindest eine Begleitung durch eine Liveband durchaus lohnend, Zudem sollte man dringend die bescheuerte Regelung abschaffen, daß Intrumente nicht live gespielt werden. Dies verhindert nur, daß bestimmte Acts gar nicht für den ESC bewerben würden……

  48. Frederic

    20.05.2017 | 14:45

    Allerdings muss man auch bei der beurteilung des Rumänen etwas vorsichtig sein. Dass Portugals Auftritt auf seine Art sehr wohl auch inszeniert war, wird wohl kaum jemand ernsthaft bestreiten wollen. Nur kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass Alex Florea wirklich der Auffassung ist, dass das für den Sieg entscheidend war. Da sind die null Punkte der portugiesischen Jury für Italien und Bulgarien schon verdächtiger.

  49. togravus

    20.05.2017 | 14:45

    @ Mariposa, stimme Dir bzgl. der Hasskommentare vollkommen zu. Ich hatte auch überlegt, ob ich reagieren soll. Das ist jetzt nicht mehr nötig. Danke!

  50. biobanane (210)

    20.05.2017 | 15:25

    @Frederic Was soll da inszeniert worden sein? Dass er sich etwas ungeschickt beim Singen bewegt? Du kannst gerne noch mal die ersten Eindrücke hier im Vorentscheid nachlesen, da gab es zweierlei Reaktionen: Die einen fanden es langweilig und machten sich ob seiner Zuckungen lustig, die anderen fanden das Lied schön und ignorierten die damals noch auffälligeren Bewegungen. Man kann gut erkennen, dass die einzige Inszenierung die ist, dass Salvador auf der Bühne steht und das Lied singt. Es wird wohl keine zwei gleichen Auftritte von ihm geben, beim Vorentscheid summte er die Melodie in dem Instrumental-Teil mit, im Semi machte er das Luftklavier und im Finale die Luftgeige. Zudem sang er im Finale den letzten Refrain höher als sonst, ist eben ein Jazz-Musiker der gewohnt ist zu improvisieren und nicht quasi Playback zu singen.

  51. Mariposa

    20.05.2017 | 16:13

    @ biobanane

    Es war vor allem eines – ganz großes Kino !!!!! Zudem muß man bedenken, daß die größten Genies der Weltgeschichte autistisch geprägt sind/waren

  52. Felix

    20.05.2017 | 16:21

    Mann oh Mann hier nehmen sich doch Einige in der Kritik am Sieger nicht zurück und schieben immer noch Frust das der Plastik Pop nicht gewonnen hat. Leben und leben lassen !
    Ein Gourmet oder Sterne Koch wird auch bei all den immer mehr werdenden Fastfood Läden bei einer Meinungsäußerung nicht gerade in Lobeshymnen ausbrechen ,sie sicher kritisierten aber AUCH akzeptieren.
    Er weiß genau ,das mehr Leute in diesen Burger Läden essen werden als in seinem Restaurant aber trotzdem kann er doch ehrlich antworten!!!
    Es ist doch auch mal schön wenn einer nicht ständig irgendetwas vorgefertigtes daher plappert und uns mit seinem Lied oder einer Rede zum nachdenken bringt ! Für mich sind seine Worte keine Kollegenschelte sondern eher eine Antwort auf den Trend der sich in der letzten Jahren beim ESC breit macht. Zuviel Einheitsbrei und wenig Abwechslung! Es war ja mal ein Komponisten Wettbewerb…
    Logo das sich da Retorten Robin auf die Füße getreten fühlt – sein Lied ist wenn nicht bald vergessen doch ehe die Kopie der Kopie von der Kopie …..

  53. Mariposa

    20.05.2017 | 16:35

    @ Felix

    Der Plastikpop war auch ziemlich weit vom Sieg entfernt, da waren dann noch Bulgarien, Moldau und Belgien davor.

  54. Mariposa

    20.05.2017 | 16:39

    Herr Bengtsson war zudem in Schweden auch nicht ganz unumstritten, weil er lediglich die Jurywertung gewonnen hat. Beim Televoting lag Nano mit einer souligen Nummer vorne, hätte mir viel besser gefallen.

  55. escfan05

    20.05.2017 | 16:58

    @Mariposa: Entschuldige das ich dein zartes Gemüt verletzt habe. Es tut mir wirklich leid, das ich dein Gutmenschengemüt so erzürnt habe. Gehst bestimmt auch zum lachen in den Keller und schließt noch die Fenster und Türen zu. Und anscheinend sind alle Postings, die nicht deiner Meinung entsprechen gleich menschenverachtend?

    Der Zappelphillip aus Portugal ist an Arroganz nicht zu überbieten. Die Gegenreaktionen vom Schweden und vom Rumänen waren absolut angemessen.

  56. Don

    20.05.2017 | 16:59

    Gegen das spanische hochqualitative, innovative Lied scheint Salvador jedenfalls nichts zu haben:
    https://youtube.com/watch?v=tBlAYIHxSms
    Tja, echte Musik (ohne Zusatz von Feuerwerk), weit davon entfernt Plastik zu sein und die Seele berührt landet halt in der kommerziellen (ESC) Welt normalerweise eher
    auf dem letzten Platz.
    Aber im Ernst, mit einer Version dieser Art hätte Spanien dann wohl endgültig Deutschland überholt. Das Lied wird dadurch nicht besser, aber die Präsentation ist deutlich angenehmer.

  57. Lisa

    20.05.2017 | 17:06

    Ich hab jetzt endlich herausgefunden an wen mich Robin Bengtssons optisch erinnert:
    http://40.media.tumblr.com/27466e8aff6d621ddf062ecad0388beb/tumblr_ngftmyzotr1qimbd7o1_500.jpg

  58. biobanane (210)

    20.05.2017 | 18:45

    Das Problematische an dem rechten Geschwätz von escfan05 ist, dass ich, da ich mir seinen Namen nicht merken kann, alle ignoriere, die mit esc beginnen.

  59. escfan05

    20.05.2017 | 19:36

    @biobanane: Rechtes Geschwätz? Ich glaube bei dir piepts wohl.

    Bulgarien war auch Plastikpop, nicht mehr oder weniger. Aber es hat natürlich auch seine Daseinsberechtigung. Ebenso wie säuselnde Zappelphillips aus Portugal.

  60. Rainer2

    21.05.2017 | 10:51

    Danke für den Blog-Eintrag – so habe ich es auch empfunden.

  61. Trust

    21.05.2017 | 12:46

    Anscheinend haben sich genau die richtigen angesprochen gefühlt! :D Man sollte die Kritik nicht (nur) auf die anderen Teilnehmer bezogen sehen, sondern auf die ganze Musikbranche. Wenn man sich einmal die Charts anguckt, mit Avicii, David Guetta, Nicki Minaj, Jason Derulo und ihren tausend featurings, kann ich Salvador nur zustimmen. Alles schöne, fröhliche Popmusik, die nach paar Wochen / Monaten wieder in Vergessenheit gerät.
    .
    Schweden schickt einen gutaussehenden Mann mit einer top Show nach Kiew, der Song ohne Herz und Seele, nur etwas für das Auge. Israel schickt einen sehr gutaussenden Mann und lässt ihn seine Muskeln zeigen, um Teenies und schwule anzuziehen, die Musik ist zweitrangig. Rumänien schickt einen notgeilen Rapper, der nur wie ein Hampelmann rumspringt und am Ende auf seine Kollegin losgeht und sie niederknutscht.
    .
    Und wer gewinnt am Ende? Der ruhige Salvador, der so eine Show nicht für nötig hält. Zu Recht!

  62. Mariposa

    21.05.2017 | 13:48

    Lieber ein Gutmensch als ein Faschist… Nur sollten solche Menschen hier im Forum nicht ihr Unwesen treiben dürfen.

    ICH MÖCHTE HIER KEIN RECHTES GEDANKENGUT LESEN MÜSSEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  63. Mariposa

    21.05.2017 | 13:51

    Man kann anderer Meinung sein, dazu ist schließlich so ein Forum da und ich akzeptiere auch solche. Aber wie heißt es so schön: Der Ton macht die Musik – und wenn man ständig nur andere beleidigt, gehört so etwas nicht hierher.

  64. escfan05

    21.05.2017 | 14:00

    Ach, das du mich mit Faschist beschimpfst, ist etwa keine Beleidigung. Lern erstmal, das die Welt nicht Schwarz und Weiß ist. Und ich verbitte mir , das mir hier rechtes Gedankengut unterstellt wird, nur weil ich die Art von dem Zappelphillip kritisiere.

  65. Mariposa

    21.05.2017 | 14:03

    @ escfan05

    Kannst ja gleich in den Fanclub des Karpaten-Bushido eintreten, das ist anscheinend genau dein Niveau, DAS wäre angemessen. Deine Beiträge, in denen Du ständig die von Dir gehaßten Teilnehmer/Songs regelrecht in einer vulgären Sprache in den Dreck ziehst, sind es jedenfalls nicht.

    Du solltest mal besser überlegen, was Du hier alles so postest. Sonst mußt Du eben auch ein angemessenes Echo ertragen.

  66. Mariposa

    21.05.2017 | 14:04

    Meine Welt ist BUNT, im Gegensatz zu Deiner.

    Und ein Zappelphilipp ist mir um Lichtjahre lieber als jemand, der hier ständig für Zoff sorgt.

  67. Mariposa

    21.05.2017 | 14:09

    Man muß Salvador und seine Art nicht mögen, vollkommen in Ordnung. Aber sich auf das Niveau dieses dämlichen Rappers zu begeben, geht nicht – der hat sich nämlich in der Tat ziemlich beleidigend geäußert. Stell Dir vor, es würde so über einen Deiner Favoriten gesprochen werden, dann wäre das Geschrei groß. Kritik ja – aber dann bitte fair und sachlich.

  68. escfan05

    21.05.2017 | 14:58

    @Mariposa: Daran ist dein Zappelphillip doch selbst schuld. Hätte er sich einfach nur bedankt wäre alles gut gewesen. Nein, er musste ja den Oberlehrer spielen. Er hat sich die Kritik selbst zuzuschreiben. Außerdem du scheinst ja gerne auszuteilen, nur mit dem Einstecken hast du es nicht so.

  69. Anmey

    21.05.2017 | 16:27

    Nun ja, die Meinung, die Salvador hier (wenn auch mit vielleicht etwas zu klaren Worten für eine Dankesrede) zum Ausdruck bringt ist ja nun wirklich keine neue. Kritik am Mainstream ist ziemlich weit verbreitet, aber dennoch eine Minderheitsmeinung, weshalb der ESC sich auch nicht in diese Richtung entwickeln sollte, weil er dann in der Versenkung verschwinden würde. Ich kann mich da nur @Bandidos Worten unter WMs subjektivem Fazit anschließen.

  70. Mariposa

    21.05.2017 | 17:13

    @ escfan05

    Du scheinst es nicht zu kapieren – ich habe dagegen protestiert, daß dieser Rapper behauptet, Salvador würde mit einer „gefakten Krankheit“ auf Mitleidsmasche gehen. Da er dafür wohl keine Beweise hat, ist es für mich ein ganz übler Stil und er disqualifiziert sich damit selbst. Einfach nur schlechter Verlierer, nichts anderes. Die Kritik an seiner Siegesrede teile ich zumindest in Ansätzen, weil diese ein wenig mißverständlich bzw. unglücklich formuliert war. Allerdings hat er nun leider auch in gewisser Weise Recht, immerhin sehen das nicht wenige Foristen genauso.

  71. Mariposa

    21.05.2017 | 17:18

    @ Anmey

    Man wird sehen, in welche Richtung sich der ESC bewegen wird. Allerdings ist das Spektakel eben durch die seelenlose Plastikware beim „Volk da draußen“ so extrem in Verruf geraten – vielleicht kann man auch damit den großen Zuspruch beim Publikum für den portugiesischen Beitrag erklären. So von ganz ungefähr kommt das ja auch nicht.

  72. BennyBenny

    21.05.2017 | 19:36

    Mich stört ja vor allem diese „Feuerwerk“-Aussage ein bisschen. Denn immerhin hat Salvador auch nicht auf Inszenierung verzichtet und vor seinem Song in der Halle jedes Mal ansagen lassen, dass das Publikum ganz still sein soll. Sozusagen Effekthascherei in die andere Richtung. Finde ich nicht schlimm, aber zu weit aus dem Fenster lehnen sollte man sich dann eben auch nicht.

  73. biobanane (210)

    22.05.2017 | 00:16

    Langsam geht das bei mir schon in die Richtung Salvador-Bashing. Natürlich hätte das Lied nicht gewirkt, wenn die Masse mitgebrüllt hätte, aber wer nennt sowas eine Inszenierung?
    Ich denke immer noch, viele fühlen sich durch seine Worte persönlich verletzt, dabei hat er nichts Negatives über andere Lieder gesagt, sondern nur seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass auch die Lieder gehört werden, die weniger auf Effekte setzen sondern einfach nur Gefühle auslösen. Im Grunde genau das Motto des diesjährigen ESC.
    Wenn man bedenkt, wie viele hier auf Finnland gesetzt haben, die auch in diese Richtung gingen, dann kann ich nicht verstehen, warum plötzlich so viele verstimmt sind, dass er anmahnte nicht nur auf Pyro etc, zu schauen.

  74. Cali

    22.05.2017 | 00:24

    “ Allerdings ist das Spektakel eben durch die seelenlose Plastikware beim „Volk da draußen“ so extrem in Verruf geraten“
    .
    Huch! Das wäre mir aber neu…

  75. Tamara

    22.05.2017 | 00:26

    @biobanane: Weil seine Mätzchen genauso Inszenierung sind und bei ihm dazugehören wie bei anderen das Feuerwerk. BennyBenny hat da vollkommen recht. Es ist nicht mein Sieger und wird nie mein Sieger sein. Und ich stell mich mit ner Italienflagge um die Schultern auf Salvadors Kaffeetisch und sage ihm das ins Gesicht. Bämm!

  76. 4porcelli

    22.05.2017 | 03:29

    Ach Gott, jetzt wird auch noch über Salvador-Bashing geklagt nur weil einige trotz des Sieges nicht wahrhaben wollen, dass er eben nicht authentisch, sondern einfach perfekt inszeniert war, also quasi auch ein gescholtenes Plastik-Produkt (wenn auch im Sound der ’40er). Was soll die Aufregung? Er war zwar bekanntermassen nicht mein Favorit, aber ich freue mich, dass er sich jetzt Klamotten in der richtigen Größe und einen ordentlichen Barbier leisten kann.

  77. Mariposa

    22.05.2017 | 08:32

    @ 4porcelli

    Nö, die Frisur paßt gut zu ihm (ich trage sie übrigens ähnlich) – nix da mit Barbier

  78. Little Imp

    22.05.2017 | 12:14

    Authentizität liegt im Auge des Betrachters. Ich fand Salvador authentisch. Robin allerdings ebenfalls, wenn auch etwas zu glatt und seelenlos.

  79. 4porcelli

    22.05.2017 | 15:00

    @Little Imp – danke, sehe ich auch so – gerade der (auch auf mich nicht umbedingt sympathisch wirkende) Robin st ein gutes Beispiel,für Authentizität. Zum einen ist beo ihm alles (Look, Auftritt, Statements konsistent), zum anderen sieht man den Männertyp zumindest in Stockholm öfter.sieht.

  80. ohjefisch

    22.05.2017 | 17:41

    Authenzität?

    m ersten Moment hat mir weder Salvador gefallen noch Blanche beim ersten Hören. Nachher dann schon. Levina hat auf mich einen total gekünstelten Eindruck gemacht, so als würde sie lieber weinen, aber verzieht den Mund zu einem Lächeln, das ja zu dem Songtext passen muss.

    Der Kommentar von Salvador gefällt mir allerdings nicht. Da ist nichts von Liebe drin, das ist dann eher der Rebell, der Psychologie studiert hat und politische Botschaften rüberbringen will. Wenn er als solcher aufgetreten wäre, hätte er nicht gewonnen. Und da schließt sich der Kreis. Es könntie doch berechnet gewesen sein und nicht der Liebe zur Musik oder sonst jemanden geschuldet gewesen sein, und damit ist seine ‚Unschuld‘ und ‚Authenzität‘ dahin.

    Die Kritik an seinen Schlussworten kann ich durchaus nachvollziehen und erwarte eigentlich, dass sich Salvador dazu äußert.

  81. escfan05

    22.05.2017 | 19:40

    @Mariposa: Deine Welt mag bunt sein, dein geistiger Horizont ist trotzdem sehr beschränkt.

  82. Mariposa

    22.05.2017 | 21:35

    @ escfan05

    Sorry, mit diesem Posting hast Du Dich endgültig als Diskussionsteilnehmer disquaifiziert. Mitterweile hege ich fast schon ein bißchen Schadenfreude, daß Dir das Ergebnis vorletzten Samstag so gar nicht geschmeckt hat. Selbst schuld!!!!

  83. escfan05

    23.05.2017 | 12:05

    @Mariposa: Deine Empfindungen egal welcher Art, gehen mir dort vorbei, wo die Sonne nicht hinscheint. Und du hast dich schon längst als Diskussionspartner disqualfiziert.

  84. Mariposa

    24.05.2017 | 10:21

    @ escfan05

    Wenn Dir alles so egal ist, würdest Du Dich nicht ständig beleidigend über Deine Feindbilder herziehen. Ich denke mal, Du solltest Dir besser ein anderes Hobby suchen….

    Ende der Diskussion von meiner Seite, ich werde künftig nur noch auf Deine Postings reagieren, wenn sie rassistischen Inhalts sind. Denn so etwas lasse ich mir nicht gefallen.

  85. escfan05

    24.05.2017 | 10:30

    Meine Postings waren vorher auch nicht rassistisch. Nur wenn du es mit deinem extrem beschränkten geistigen Horizont das anders siehtst, das ist dein Problem nicht meins. Ich werder mich wgen so einem Moralapostel wie dir, bestimmt nicht ändern und meinem Schreibstil auch nicht. Wenn mir was nicht gefällt, Song oder Sänger, dann schreibe ich das so wie es mir passt.

  86. Mariposa

    25.05.2017 | 14:10

    @ escfan05

    Dann mußt Du eben auch das Echo ertragen – wenn hier über einen Deiner Lieblinge herzieht und mal besser in den Spiegel schauen.

  87. Mariposa

    25.05.2017 | 14:14

    Übrigens bist Du ja schon mal ermahnt worden, als Du Dich menschenverachtend und rassistisch über Flüchtlinge geäußert hast. Mach nur so weiter, dann fliegst Du hier raus.

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