Portugal

Wer soll für Portugal in Kiew singen?

Salvador Sobral Festival do cancao 2017

Es sollte alles neu werden, daher blieb Portugal 2016 dem ESC fern. Nun schaute ganz Europa an den beiden vergangenen Sonntagen nach Lissabon und erlebte wenig Glanz und Gloria. Innovatives ließ das 51. Festival RTP da Canção vermissen. Jedoch sorgten ein paar Auftritte für positive Reaktionen in den Medien, insbesondere Salvador Sobral mit „Amar pelos dois“.

Zwei Vorrunden am 19. und 26. Februar und ein großes Finale am 5. März hatte der portugiesische Fernsehsender RTP angekündigt. 16 Komponisten waren geladen, um den richtigen Beitrag für Kiew zu schreiben. Sie konnten sich dabei ihren Interpreten aussuchen. Die Entscheidung sollte 50/50 ausfallen: In den Halbfinals übernahm die Juryentscheidung eine neunköpfige Fachjury, im Finale wird diese Entscheidung regional verteilt. Dieser Wertung wurde dann das Publikumsvoting hinzugerechnet.

Diese Zweiteilung sorgte im zweiten Halbfinale (Liveblog hier) für großen Unmut. Von der Jury hochgepunktet, kam das alte Showschlachtross Lena D’Agua tatsächlich ins Finale, obwohl es beim Publikum hinten lag. Demgegenüber wäre der YouTube-Liebling Pedro Gonçalves fast auf der Strecke geblieben, wenn das Publkum ihn nicht auf Platz Eins gepusht hätte. Die Jury wurde als „in der Zeit verblieben“ bezeichnet.

Generell sorgten die beiden Halbfinals nicht für Jubelstürme in den Medien so wie es die Moderatoren proklamierten. Die Portugiesen waren voller großer Erwartungen, aber sie bekamen nur Balladen, die schon in den Sechzigern keinen Blumentopf gewonnen hätten. Man bezeichnet das Ganze nun als eine Art Selbstmord des Festivals. Als große Neuerung durfte in Englisch gesungen werden, doch nur eines dieser Lieder schaffte es ins Finale.

Nun ist es an diesen 8 Finalisten es zu richten. Hier sind sie mit ihren Beiträgen im Überblick:

1. Jorge Benvinda

Jorge Benvinda wurde in Beja geboren und wuchs dort auf. Mit Nuno Figueiredo arbeitet Jorge schon lange zusammen. Sie gründeten 2008 die Formation Virgem Suta. Zwei Longplayer wurden herausgebracht. 2009 erschien „Virgem Suta“ und drei Jahre später „Doce Lar“. Die beiden geben mit ihrer Musik neue Einflüsse in die portugiesische Musikszene. Mit Platz 4 bei der Jury und Platz 2 beim Publikum im zweiten Semi kam Jorge Benvinda deutlich ins Finale.

YouTube Preview ImageJorge Benvinda – Gente bestial
(Nuno Figueiredo)

 

2. Pedro Gonçalves

Blondiert und mit Zopf überzeugte der am 3. Mai in Porto geborene Pedro Gonçalves das Fernsehpublikum und holte beim Televoting im zweiten Semi Platz 1. Von der Jury war er auf den vorletzten Platz gesetzt worden. Seine Karriere begann er bei der dritten Staffel von The Voice, wo er bei den Blind Auditions alle vier Coaches von den Stühlen riss. Er wurde in der gesamten Staffel sogar einmal in ein anderes Team gestohlen und belegte hinter Deolinda Kinzimba Platz 2. Mittlerweile hat er sich eine Popularität via YouTube erarbeitet, was für den enormen Zuspruch der Zuschauer spricht. Er singt das einzige englischsprachige Lied im Wettbewerb.

YouTube Preview ImagePedro Gonçalves – Don’t Walk Away
(João Pedro Coimbra)

 

3. Lena D’Agua

Im Gründungsjahr des Eurovision Song Contest wurde Lena D’Agua am 16. Juni geboren. Ihre Gesangskarriere begann in einer Bar in Benfica, Lissabon. 1976 wurde sie als erste Frau Mitglied der Rockband Beatnicks. 1978 fuhr sie mit Gemini nach Paris, um dort als Chorsängerin die Gruppe bei „Dai-li-dou“ zum Sieg zu singen. Es blieb bei Platz 17. 1980 Sang sie als Vertretung von Adelaide Ferreira im ersten Halbfinale „Olá, cega rega“, was aber keinen Erfolg nach sich zog. Erst 36 Jahre später wurde sie jetzt wieder als Teilnehmerin fürs Festival angefragt. Die 80er lieferten ihr aber größere Erfolge als Solistin oder in Formationen wie Salada da Fruta. In den 90ern folgten glanzvolle Auftritte mit den As Canções do Século unter der Leitung von Pedro Osório, die sie mit Rita Guerra und Helena Vieira zum Besten gab. Hiermit war sie auch der Interval-Act 1993. In 2000 war sie die letzte Vertreterin Portugals beim Festival OTI. In den letzten Jahren hat sie sich wieder dem Rock’n Roll verschrieben und tritt damit in Theatern auf. Lena wurde im zweiten Semi von der Jury auf Platz 2 gesetzt, von den Zuschauern aber als Vorletzte abgestraft.

YouTube Preview ImageLena D’Agua – Nunca me fui embora
(Pedro Silva Martins)

 

4. Salvador Sobral

Salvador Sobral, geboren am 28. Dezember 1989, ist ein abgebrochener Psychologiestudent. Die Liebe zur Musik war größer und somit studierte er in Barcelona Jazz. Die Wege brachten ihn dann in die Vereinigten Staaten, wo er sich musikalisch weiterentwickelte und das raue Leben als Angestellter bei Starbucks kennenlernte. Wie seine Schwester Luísa Sobral nahm er 2009 an der dritten Staffel des portugiesischen „Idols“ teil. Mit seinem souveränen Auftreten überzeugte er die Jury und wurde letztendlich Siebter. Mittlerweile hat er mit „Excuse me“ seinen ersten Longplayer rausgebracht, wo er Jazz mit kubanischen und brasilianischen Rhythmen kombiniert. Sein Auftritt im ersten Halbfinale erlebte ein großes mediales Echo. Bei der Jury kam er im ersten Semi auf Platz 1, beim Publikum auf Platz 3. Übrigens fließt in seinen Adern blaues Blut, denn sein Vater ist der Neffe des 4º Conde de Sobral, Luís José Aimable Braamcamp Sobral (1874–1934).

YouTube Preview ImageSalvador Sobral – Amar pelos dois
(Luisa Sobral)

 

5. Fernando Daniel 

Fernando Daniel, am 11. Mai 1996 geboren, stammt aus Estarreja, einer Stadt in der Nähe von Aveiro mit knapp 7.500 Einwohnern. Fernando Daniel begann seine Casting-Laufbahn bei X-Factor, jedoch der große Durchbruch gelang ihm 2016 mit dem Sieg bei The Voice. Hier wird vor allem sein Vortrag von Adeles „When we were young“ hervorgehoben. Hierbei wurde er auch von Nuno Feist entdeckt, der selbst als junger Mensch 1985 mit seinem Bruder national teilnahm und sich mehrfach in den letzten Jahren um eine Fahrkarte als Komponist zur Eurovision bemühte. Vom Publikum im zweiten Semi mit Platz 2 verehrt, bekam Fernando Daniel nur Platz 4 von der Jury.

YouTube Preview ImageFernando Daniel – Poema a dois
(Nuno Feist, Nuno Marques da Silva)

 

6. Celina da Piedade

Die Siegerin bei der Jury und Vierte im Televoting im ersten Semifinale begann sich schon mit 5 Jahren mit Musik zu befassen. Als gebürtige Alentejanerin studierte Celina da Piedade in Sétubal, wo sie ihren Abschluss im Fachbereich Kulturerbe ablegte. Es folgte ein weiterer für Popularmusik. Nebenbei widmete sie sich dem Akkordeonspielen und den traditionellen Klängen des Landes. Der Alentejo, die vergessene Region Portugals vergleichbar wirtschaftlich mit Ostfriesland, bietet den Portugiesen einen immensen Schatz an Kultur. Celina arbeitete in verschiedenen Formationen wie zum Beispiel Cinema Ensemble oder Tais Quais. 2011 fuhr sie mit Homens da Luta nach Düsseldorf, um dort im Halbfinale Vorletzter zu werden.

YouTube Preview ImageCelina da Piedade – Primavera
(Celina da Piedade, Alex Caspar)

 

7. Deolinda Kinzimba

Eine weitere Siegerin von The Voice. Sie gewann die dritte Staffel der Casting Show und hat wie Fernando Daniel am 11. Mai Geburtstag, nur kam sie schon 1995 in Ingombota, Luanda (Angola) zur Welt. Erst 2014 verschlug es sie in die ehemalige Kolonialmacht Portugal. Seit 2015 studiert sie Recht an der Universität in Porto. Sie wählte bei The Voice den gleichen Coach wie Fernando Daniel nämlich Mickael Carreira. Die Jury im ersten Semifinale hob sie auf Platz 3, das Publikum sah es anders mit Platz 6.

YouTube Preview ImageDeolinda Kinzimba – O que eu vi nos meus sonhos
(Rita Redshoes, Senhor Vulcão)

 

8. Viva La Diva

João Paulo Ferreira, geboren am 2. Dezember 1988 in Brasilien, begann seine internationale Karriere als Contratenor 2015 in Mexiko, Panama und Costa Rica. Zusammen mit Luís Peças formt er das Duo EnCanto. Luis wurde am 31. Oktober 1969 geboren, seine musikalischen Wege führten ihn schon auf viele Bühnen in Europa und Nordamerika. Er hat am Konservatorium in Lissabon studiert und fühlt sich dem Kulturerbe Portugals in Form des Mosteiro de Alcobaça verbunden. Für Viva la Diva formieren sie sich mit Kika Cardoso, die am 25. Februar 1981 in Maputo, Mosambik zur Welt kam. Neben einem Sieg bei X-Factor konnte sie sich schon in viele Projekte einbringen, eine eigene CD ist jedoch noch in der Mache. Bei der Jury im ersten Semifinale kam das Trio auf Rang 2, das Televoting gewannen sie.

YouTube Preview ImageViva La Diva – Nova glória
(Nuno Gonçalves)

 

Das sind nun die acht Hoffnungsvollen für Kiew. Kein Leichtes, den Sieger zu ermitteln, da man nicht weiß, wie sich die regionalen Jurys verhalten wird. Viva la Diva und Salvador Sobral könnten es unter sich ausmachen. Sie fanden den größten gemeinsamen Nenner. Die Lieblinge des Publikums Gonçalves und Fernando Daniel könnten aber auch ein Wort mitreden. Oder es siegt die Tradition mit Celina da Piedade. Nicht gut wäre es, wenn Jorge Benvinda nach Kiew fahren würde. Das wäre Homens da Luta reloaded.

Am Sonntag werden wir es sehen. Es wird einen LiveBlog mit allen Informationen geben. Moderieren werden das Ganze Silvia Alberto und Catarina Furtado. Bei den Moderatoren fährt RTP im Übrigen das Who is Who des Senders auf, denn Catarina Furtado ist in Portugal so etwas wie der weibliche Thomas Gottschalk. Sie moderiert alles.

Viel Spaß schon mal beim Voten!

 

Wer soll für Portugal in Kiew singen?

  • Salvador Sobral (40%, 68 Stimmen)
  • Pedro Gonçalves (22%, 37 Stimmen)
  • Viva La Diva (13%, 23 Stimmen)
  • Fernando Daniel (10%, 18 Stimmen)
  • Celina da Piedade (9%, 15 Stimmen)
  • Jorge Bevinda (3%, 6 Stimmen)
  • Deolinda Kinzimba (2%, 4 Stimmen)
  • Lena d'Água (1%, 1 Stimmen)

Wähler gesamt: 172

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28 Kommentare Kommentar schreiben

  1. alkibernd

    28.02.2017 | 17:46

    Salvador natürlich – who else?

  2. Little Imp

    28.02.2017 | 18:37

    Ich bin für Jorge Benvinda. Wenn schon scheitern, dann mit Spaß! Salvador und Pedro wären allerdings auch okay.

  3. Usain

    28.02.2017 | 18:45

    Salvador!!! Muss mir bis Sonntag noch einen portugiesischen Handyvertrag besorgen, damit ich ca. 500 Smse für ihn schicken kann :)

  4. togravus

    28.02.2017 | 18:51

    @ Usain, lohnt sich nicht. Man kann zwar mehrmals abstimmen, aber RTV zählt nur die zuletzt abgegebene Stimme.

  5. Festivalknüller

    28.02.2017 | 18:55

    Celina da Piedade wäre eine geeignete Vertreterin mit einem schönen landestypischen Lied.

  6. Jorge

    28.02.2017 | 18:58

    Es kommen für mich ohnehin nur 2 Möglichkeiten infrage: Entweder nimmt man den konkurrenzlosen Pedro Goncalves (dessen Bewährungsauflagen ihn offensichtlich zur Teilnahme an der Sendung zwingen) oder eben Salvador, die freigeistige Antithese mit Wurzeln bei Bing Crosby. Beide führen unweigerlich zu der Frage: Gibt es Waldorfschulen in Portugal?
    Es gibt ja coole Elektro-Projekte, wo Künstler mit 8-Bit-Videospielsound Musik machen, dazu zählt der schräge pseudohippe Ansatz von Jorge Benvinda eben nicht, also gibt’s dafür auch keine Originalitätspunkte.

    Die Auswahl ist mir total rästelhaft. Rein rhetorisch gefragt, wieviel davon findet in Portugal überhaupt statt? Woher rührt das Bedürfnis des Senders zu diesen getragenen Melodiebögen, gedämpften Rhythmen und gruseligen Arrangements? Irgendwie habe ich das Bedürfnis abzuchecken, was in Portugal wirklich angesagt ist und die Musikszene treibt. Vielleicht wühle ich mich mal durch Playlists entsprechender Webradios, durch Youtube oder das LineUp von lokalen Veranstaltungszentren (ich versuche das lieber ohne vorbelastete bloginterne Erklärbären).

  7. Usain

    28.02.2017 | 18:59

    Oh, na gut, dann eben 500 verschiedene portugiesische Handyverträge… :))

  8. melodifestivalenfan

    28.02.2017 | 19:08

    Salvador Sobral mit „Amar pelos dois “ ist für mich die ungewöhnlichste und faszinierende Kombination von Gefühl und Musik seit: ich weiß nicht wann. Sein berührender Vortrag einer tragische Liebe zu zweit geht mir sehr zu Herzen. Ich wünsche Portugal den Mut, diese echte Perle nach Kiew zu schicken. Ja, es ist nicht aus unserer Zeit, aber das ist Sangeskunst, großes Gefühlskino und ganz anders als alles bisher Dagewesene beim ESC.

  9. Stefano

    28.02.2017 | 19:13

    Das Jahr Auszeit hat leider nicht viel gebracht. Nicht zu glauben, aber Jorge fand ich hier am besten.

  10. togravus

    28.02.2017 | 19:47

    @ Jorge, ich hatte Dir im Halbfinalartikel ein paar Tips zur portugiesischen Musikszene gegeben. Ich empfehle Amor electro, Linda Martini (LOL), Peixe: Avião und Sequin.
    —-
    Oben meinte ich natürlich RTP.

  11. togravus

    28.02.2017 | 19:48

    @ Usain, klingt wie ein Plan. LOL

  12. Bandido

    28.02.2017 | 20:05

    Dieser Fan-Hype um Salvador Sobral ist irgendwie ne Luftnummer für mich. Der mag ja im Rahmen des konservativen FdC ganz putzig und skurril sein, im Kontext des ESC betrachtet ist das leider eine fade plätschernde Arthouse-Schnulze, während der sich in Kiew die Massen vermutlich Richtung Toilette bewegen werden. So offen ich für unterschiedliche Stile beim ESC bin, die goldene Regel lautet immer noch: du sollst nicht langweilen. Da hilft auch alle Welpenhaftigkeit nichts.
    .
    So richtig zusagen tut mir keiner der Finalisten. Mal wieder. Hege leider eine Antipathie gegen das Festival da Cancao. Einfach weil ich ständig das Gefühl habe, dass so unendlich viel Potential verschenkt wird. Jorge hat da schon einen guten Punkt genannt: das kann doch einfach nicht repräsentativ für die portugiesische Musikszene sein!? Wo sind die Alternative-Bands, die HipHopper, die knackigen Pop-Acts, die, die Folklore mit frischem Elektro mixen, die Innovativen? Stattdessen seit 35 Jahren immer das gleiche Gesaudade und Gefade über den Frühling, die Salzigkeit des Meeres, und der Sehnsucht nach dem Vergangenen. Ich frage mich, wie viele Portugiesen – vor allem die Jungen – überhaupt noch Bezug zu diesem Paralleluniversum von Wettbewerb haben.

    Nicht falsch verstehen: traditionalistischen Grand-Prix-Fans, die sich nach der Zeit zurücksehnen als Marlene Charell noch vor Blumengestecken stand und den Chef d’Orchestre ansagte sei dieses letzte Refugium narürlich herzlich vergönnt. Als ernstzunnehmendes Aushängeschild für portugiesische (Pop-)Musik taugt das FdC aber ungefähr so viel wie der Musikantenstadl. Sorry. Viel Folklore, viel gewollter Anspruch, null Relevanz.

  13. tomudu

    28.02.2017 | 20:25

    Jeder einzelne Song klingt furchtbar altmodisch und hätte in Kiew nicht den Hauch einer Chance aufs Finale…

  14. Festivalknüller

    28.02.2017 | 21:14

    Sehr schön, dass es immer noch Leute gibt, die anderen sagen, wo es lang geht.
    Und kann mir mal einer die ominöse Stelle nennen, bei der alles repräsentatives und esc-geeignetes Material gesichtet und mit einem „So muss es sein“- Label, versehen wird. Aber jetzt bitte nicht an den Kommentarteil vom Prinzblog denken….
    Das war übrigens ironisch gemeint.
    Ich finde, RTP kann seinen VE so gestalten wie er will. Macht der NDR ja auch. Was bei raus kommt, ist deren Sache.
    Das einzige was man festhalten kann: eine grosse Bedeutung spielt der aktuelle ESC für den portugiesischen Fernsehsender auf Grund der eher altmodischen und dürftigen Auswahl der Songs offensichtlich nicht.

  15. manuel d.

    28.02.2017 | 21:20

    Salvador Sobral ist hier wohl der hell leuchtende Juwel im Matsch aller anderen Songs. Und ich glaube, dass das auch in Kiew (eine stimmige Performance mal vorausgesetzt) ganz weit vorne landen wird (Top 5).
    Ja klar ist das altbacken, hat aber Herz und eine unglaubliche Wärme und wird damit nicht nur die Jurys begeistern.
    .
    Für den Rest ist meiner Meinung nach jede Kritik gerechtfertigt. Ein Graus was die portugiesischen Verantwortlich sich da leisten bei einer doch eigentlich recht spannenden Musikszene.

  16. Matty

    28.02.2017 | 22:09

    Pedro Gonçalves und Celina da Piedade sind die einzigen Beiden, die in Kiew Chancen auf das Finale haben, alle anderen sechs würden bereits im Halbfinale aussortiert.

  17. Jorge

    28.02.2017 | 23:11

    @togravus: Fast alles sehr schön. Sowohl der Elektro von Sequin, als auch der Alternative Rock. Peixe: Avião gefällt mir sehr gut. Mein Favorit im Schnelldurchhören war Avesso. Erinnert etwas an ältere Post-Punk/Dark Wave Sachen wie Joy Division („Love Like Blood“ von Killing Joke ist btw. einer meiner Lieblingssongs). Von Amor Elektro mag ich A Máquina, wegen des Stils, bin aber sonst nicht so Fan von dem schwermütigen Gesang,

  18. KerJoe

    28.02.2017 | 23:14

    Wenn man den SaSo nur hört und nicht sieht, ist es, finde ich, nur 1/10 so spannend. Bin für Celina: Erinnert mich ein bisserl an Flor-de-Lis und die mochte ich. Hatte gerade Tonichas Menina von 1971 gehört. Moderner als alle Titel hier zusammen, wie ich meine. Deswegen mein Senf zu Portugal, sorry!
    Halleluja!

  19. togravus

    28.02.2017 | 23:28

    @ Jorge, „A Máquina“ ist auch mein Lieblingssong von Amor Electro, aber ich mag fast alles von ihnen, weil man immer die portugiesische Tradition hören kann, manchmal sogar Fadoanklänge. Peixe:Avião sind allerdings meine portugiesische Lieblingsband, vor allem ihr Album Peso morto, das es komplett auf YT gibt. Von Linda Martini liebe ich dieses Lied ganz besonders:

    https://www.youtube.com/watch?v=sejxgBvI_ig

  20. Frederic

    01.03.2017 | 00:23

    Auch hier wieder: warum soll es in Portugal anders sein als in Spanien, Großbritannien(!), Deutschland und sonstwo (in gewisserweise auch Schweden)? Warum sollten ganz toll innovative und ehrgeizige Künstler, gerade das FdC als supi Karriere-Sprungbrett begreifen, wenn das hier oder in UK auch schon längst keiner mehr tut? Es zeigt sich mal wieder, dass die Bedeutung des ESC und seinen Vorentscheiden für die nationalen Musikszenen zumeist gering ist (mag im Osten Europas noch etwas anders sein, aber auch da habe ich meine Zweifel, dass die VEs allzu repräsentativ ausfallen).
    Hat man sich mit der Auswahl dann mal abgefunden, ist auch für mich Salvador der Favorit, wobei ich ein bisschen in Sorge bin, ob die besondere Wirkung seines Auftritts in völlig gesunden Zustand vielleicht verloren gehen könnte. Nichtsdestotrotz: chegar bem cedo!

  21. kaspar

    01.03.2017 | 03:14

    Ich bin in diesem Jahr extrem enttäuscht von der portugiesischen Auswahl. In den vergangenen Jahren habe ich Portugal immer recht gerne geschaut – aber das, was Portugal dieses Jahr schicken könnte, hat nicht ansatzweise das Niveau der Songs in den Vorentscheiden von 2014 oder 2015! Weder schmissige Gute-Laune-Songs a la Suzy, Catarina Pereira oder Gonçalo Tavares noch tollen Fado wie von Raquel Guerra oder Filipa Sousa (ich weiß, die war 2012 dabei). Nichtmals eine starke Ballade ist dabei (ich denke sehnsüchtig an Teresa Radamanto zurück). Portugal wird zwar nicht Letzter in Kiew; aber dürfte es schwer haben, auch nur den 15. Platz im Halbfinale zu belegen.

  22. flo

    01.03.2017 | 08:22

    Weckt mich auf, wenn Schnarchugal gewählt hat.

  23. Mariposa

    01.03.2017 | 12:26

    Auf alle Fälle: Für Portugal möchte ich keinen englischsprachigen Titel – das würde ich selbst auch dann schreiben, wenn mir dieser alberne Pedro Goncalves zumindest halbwegs zusagen würde (ist nicht der Fall).

    KLar, natürlich die meisten Titel irgendwie total im letzten Jahrhundert steckengeblieben, aber dem recht hübschen „Frühling“ bestünde zumindest eine schwache Chance für das Finale.

  24. Andi

    01.03.2017 | 15:17

    Beim Lied von Salvador muss ich merkwürdigerweise immer an City of Stars aus LaLa Land denken und das hat immerhin einen Oscar gewonnen.

  25. Simon

    01.03.2017 | 19:03

    Man kann über Portugal immer wieder nur den Kopf schütteln :-( Es ist so schade, dass sie sich selbst immer im Weg zu stehen scheinen.

    Die einzige, die mir aufgrund der Instrumente positiv aufgefallen ist, ist Celina. Ich hoffe, gehe aber nicht davon aus, dass sie gewinnen wird.
    Aber egal, wie Portugal wählt, das Finale sehe ich für keinen der acht Teilnehmer.

  26. Chupacabra

    02.03.2017 | 00:35

    Mag Portugal, mag echten Fado, hoffe immer auf was Starkes aus Portugal, aber diese Beiträge bringen mich dazu, für Portugal nicht die Daumen zu drücken.

  27. Peter Philipp

    05.03.2017 | 16:02

    @Jorge,
    Hilft nicht auch schon ein Klick auf Portugal Top 100?

  28. Peter Philipp

    05.03.2017 | 16:10

    Ich glaube es ist in allen Teilnehmenden Ländern nicht anders wie in Deutschland, die ESC Beiträge sind oft an den Haaren herbei gezogen .Musik die wirklich angesagt ist taucht nicht auf. Warum auch immer.

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