Deutschland

Wir wollen Anke!

Es ist bereits Oktober. Aus allen Ecken Europas kommen erste oder schon ganz konkrete Informationen zu den nationalen Vorentscheiden. Vom NDR, dem wir diesbezüglich hier auf dem Blog einige Tipps gegeben haben, ist nichts zu hören. Droht uns ein zweites 2009? Lieber NDR, wir wissen, was wir wollen. Wir wollen einen spektakulären Vorentscheid! Wir wollen tolle Lieder, Künstler und Performances! Wir wollen eine spannende Sendung! Und als Moderatorin wollen wir Anke Engelke!

Die Einschaltquoten des deutschen Vorentscheids haben in den letzten Jahren immer wieder Negativrekorde aufgestellt. Dieser Trend muss gebrochen werden! Das Vorentscheidpaket setzt sich aus vielen Elementen zusammen. Eins davon ist die Moderation. Routinierte, aber inhaltlich unengagierte Wegmoderatorierer helfen dabei genauso wenig wie Radiostimmen. Wir brauchen Spannung, Spiel und Unterhaltung, ohne Klischees, aber mit viel Freude. Einen Allrounder. Wir brauchen Anke Engelke!

Eigentlich muss man diese Forderung nicht mehr begründen, schließlich hat sich Anke mit ihrer Leistung beim Eurovision Song Contest 2011 nicht nur in die Herzen der Grand-Prix-Fans moderiert. Sie hat dafür sogar den Deutschen Fernsehpreis erhalten! Dennoch wollen wir hier unsere zehn wichtigsten Gründe nennen, warum sie den deutschen Eurovision-Vorentscheid 2013 moderieren muss. Los geht’s!

Anke spricht alle Zielgruppen an

Ob im Radio, im Fernsehen oder auf der Musikclub-Bühne – Anke ist mit allen Entertainmentwassern gewaschen und spricht dabei Jung und Alt an. Kein Wunder: So dauerhaft präsent wie sie ist kaum jemand im deutschen Showgeschäft. Viele kennen sie noch vom ZDF Ferienprogramm (Foto links mit Wuschel und Benny, v.l.n.r.), wo sie die Kinder begeisterte und deren Eltern entlastete. Im Südwesten war sie als Redakteurin bei SWF3 und Radio Regenbogen jahrelang täglicher Begleiter. Im TV ist sie bis heute ein vertrautes Gesicht. Damit ist klar:

Anke kann moderieren

Das können andere sicher auch. Sie bringt aber noch weitere Talente mit, die sie besonders für die Moderation des Deutschen Vorentscheids qualifizieren und klassische Wegmoderierer nicht haben.

Anke ist spontan

Wenn Anke moderiert, wünscht man sich fast, dass die Technik ausfällt und sie improvisieren muss. Denn dann zeigt sich ihr wahres Talent! Der Adolf-Grimme-Preis, den sie 2003 zusammen mit Olli Dittrich für die Improvisionssendung Blind Date 2 – Taxi nach Schweinau erhielt, belegt das. Aber auch Eurovision-Fans konnten sich von Ankes Spontaneität überzeugen, als sie in der Finalprobe überraschend den ukrainischen Beitrag Angel intepretierte – auf Englisch, Russisch, Japanisch und Chinesisch.

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Diese Performance zeigt aber nicht nur ihre Spontaneität. Mehr noch:

Anke ist urkomisch

Wer „Danke, Anke“ hört, denkt automatisch an die Sat.1-Sendung Die Wochenshow und dort an Ricky’s Popsofa. Klamauk vom Feinsten – gespielt von Anke Engelke. Und natürlich gibt es auch wieder eine offizielle Auszeichnung als fachlichen Beleg ihrer humoristischen Qualifikation: Den Deutschen Fernsehpreis für den Comedy-Langläufer Ladykracher.

Klar, dass Anke auch bei der Moderation des Eurovision Song Contests alles für die Unterhaltung gab: Sie wirbelte Stefan Raab ihren Pferdeschwanz ins Gesicht und sang mit ihm einen wunderbaren Pausenfilm.

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Wir lernen: Anke ist nicht nur lustig,

Anke kann singen

Bereits als 13-jährige sang Anke mit der Kombi Manuel & Pony den Hit Das Lied von Manuel, der es bis auf Platz 1 der ZDF-Hitparade schaffte (im Video im Chor einmal ganz links und einmal ganz rechts).

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Seit 1989 steht sie (fast) jedes Jahr mit Fred Kellner und den famosen Soulsisters auf der Bühne. Am 10. Februar wird das 25-jährige Jubiläum der Kombo in Köln gefeiert. Lieber NDR, diesen Termin bitte NICHT für den Vorentscheid wählen!

Anke behält die Übersicht

Bei längeren Shows mit viel Abwechslung kann man schon mal die Übersicht verlieren (Markus Lanz kann nach seiner ersten Wetten, dass-Sendung davon ein Lied singen). Anke hält hingegen die Zügel fest in der Hand. Ob beim Deutschen Fernsehpreis, den sie 2001, 2005 und 2009 moderierte, oder beim Eurovision Song Contest 2011. Selbst bei der Punktevergabe der 43 Länder kam sie nicht durcheinander. Viel mehr war sie dabei konzentriert und zielgerichtet, aber nie distanziert oder kühl. Denn …

Anke ist charmant

Und vor allem kann sie auch kritische Töne charmant verpacken. Alle einigermaßen Politisch-Interessierten, die den Eurovision Song Contest 2012 aus Baku verfolgt haben, waren sich bewusst, dass das Gastgeberland alles andere als eine lupenreine Demokratie ist. Trotz der von der EBU verordneten Politikfreiheit der Show, hofften sie auf einen Kratzer in der aserbaidschanischen TV-Hochglanzoberfläche. Gesetzt wurde dieser präzise und nicht von oben herab von Anke bei der Punktevergabe.

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Die von ihr selbst gewählten Worte zeigen ihr politisches Bewusstsein. Dieses Statement, das einzige explizit-kritische in der gesamten Sendung, hatte eine weitere Folge:

Anke genießt internationales Ansehen

Zumindest in Fankreisen ist Anke durch ihre charmante Moderation des Eurovision Song Contest 2011 und die Punktevergabe 2012 auch international eine angesehene TV-Größe. Das kann sich positiv auswirken: Als Moderatorin könnte Anke auch jenseits der deutschen Grenze Zuschauer ziehen. Je mehr Fans, die häufig Journalisten oder anderweitig Multiplikatoren sind, die Sendung sehen, desto mehr Aufmerksamkeit gibt es von Beginn an international für den deutschen Beitrag.

Anke ist vielsprachig

Anke ist im kanadischen Montreal geboren worden und spricht fließend Englisch und Französisch. Deutsch natürlich auch. Wichtiger aber: Anke hat in ihren diversen Comedy-Einsätzen bewiesen, dass sie auch die deutschen Dialekte hervorragend versteht – und imitieren kann. Woher also immer auch die Interpreten beim Deutschen Vorentscheid kommen werden, Anke kann sich bestens mit ihnen verständigen und – je nach Bedarf – vor dem Auftritt beruhigen oder motivieren sowie danach bejubeln oder mit den Interpreten mitfühlen.

Anke ist nicht Carolin Reiber, Carmen Nebel, Axel Bulthaupt oder Thomas Herrmanns

Alle früheren Vorentscheidmoderatoren haben ganz eigene Unterhaltungskompetenzen und so der Sendung ihre persönliche Note gegeben. Dermaßen multitalentierte Allrounder wie Anke sind aber kaum unter ihnen (bei denkbaren Einwänden: Carmen Nebel ist nicht absichtlich lustig!). Genau das braucht der deutsche Vorentscheid für seinen Neustart aber. Das und ganz viele Ideen, wunderbare Interpreten, tolle Lieder und grandiose Auftritte!

Lieber NDR, wir wollen eine allseits beliebte, spontane, urkomische und charmante Moderatorin, die singen kann und vielsprachig ist, internationales Ansehen genießt und auch dann die Übersicht behält, wenn’s hoch her geht. Mit anderen Worten: Wir wollen Anke!

ESC-News, ESC-Vorentscheid

15 Kommentare Kommentar schreiben

  1. deutscheland

    09.10.2012 | 17:09

    Das kann ich nur unterschreiben!
    Ein Vorentscheid mit Anke Engelke könnte bestimmt die Quoten steigen lassen.
    Die Frau hat den beiden Moderatoren in Baku ja wirklich das Gegrinse ausgetrieben. xD

  2. Usain

    09.10.2012 | 20:13

    Anke wäre natürlich ein Traum! Aber vielleicht wäre sie auch schlicht zu teuer für die ARD…

    Und Carmen Nebel wäre wirklich ein Albtraum… hab neulich mal bei “Willkommen bei Carmen Nebel” rein gezappt. Gott, wie schlimm!!!
    Zu Gast waren u.a. “Geschwister Hofmann”, die statt auf Volksmusik jetzt auf Schlagerpop machen. Schlimm, schlimm, schlimm!!!

  3. Aufrechtgehn

    09.10.2012 | 22:09

    Danke für diesen wunderschönen, wohlbegründeten Aufsatz und natürlich hundertprozentige Zustimmung! Ich mochte Anke schon immer, seit ihrer so wunderbar charmanten wie treffsicheren Zwischenbemerkung bei der Punktevergabe liebe ich sie! Sie als Moderatorin für den Vorentscheid wäre also fabelhaft.
    Also, NDR: wir wollen Anke!

  4. Mirjam

    10.10.2012 | 01:04

    Ja, ich will.

  5. Torsten

    10.10.2012 | 12:27

    Großartiger Artikel, vielen Dank!

  6. nestbeschmutzer

    10.10.2012 | 14:04

    2009 reloaded

    Jede Wette dass der NDR diese Jahr sparen und auf keinen Falll den ESC gewinnen möchte. Also wird man auf einen Vorentscheid verzichten, intern irgendetwas ganz Furchtbares nominieren und damit in Kopenha Ääh Malmö untergehen.

  7. Emalaith89

    10.10.2012 | 14:18

    Jupp, der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf! :) Aber eine vernünftige Auswahl an Songs wäre immer noch das Wichtigste für einen guten Vorentscheid…

  8. dilbert

    10.10.2012 | 15:27

    … bei Lenas auftritt auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg sassen im publikum die Herren Grabosch, Schreiber und Appelt wieder vereint.
    Vorausgesetzt dass man nicht blos gemeinsam privaten interessen fröhnte riecht das nicht nach interner wahl ohne show, sondern nach gross genug dass Brainpool möglicherweise wieder teil des produktionsteam wird.
    Das Pro7 nicht dabei ist heisst ja nur das es bei einer reinen ARD übertragung bleibt ;)

    Zu Anke: ja bitte, gern. Sofort wieder !

  9. Rainer

    10.10.2012 | 16:18

    Okay, ich bin auch für Anke – sie hat es verdient und hat seit Düsseldorf einen Bonus bei mir … ach ja, meine Frau mag die auch und womöglich hätte die VE 2013 dann eine Zuseherin mehr :)

  10. Tamara

    10.10.2012 | 16:27

    Oh ja bittebittebitte! Anke ist einfach die Wucht in Tüten! Alles weitere habt Ihr ja oben schon wunderbar erläutert!

  11. Torsten

    10.10.2012 | 19:41

    Ganz ohne Gewanke
    mag ich den Gedanke:
    Vorentscheid mit Anke!

  12. Douze Points

    11.10.2012 | 13:08

    Ihr fleißigen Leser und Kommentatoren: Wir machen Ernst und haben eine “Wir wollen Anke”-Facebook-Seite gestartet! http://blog.prinz.de/grand-prix/prinz-grand-prix-blog-startet-wir-wollen-anke-aktion-auf-facebook/

  13. deutscheland

    11.10.2012 | 16:41

    Ich hab diese Seite auch schon geliket. Insgesamt haben 157 Leute auf “Gefällt mir” gedrückt.
    UND ES MÜSSEN MEHR WERDEN, LEUTEEEE !!! Durch Anke Engelke wird unser Vorentscheid zumindest moderatortechnisch vorzeigbarer, also sorgt dafür, dass hinter die Zahl 157 noch ein paar Nullen kommen. Schaka Schaka SCHAAAAAKAAAAA !!!!

  14. Jan

    31.10.2012 | 01:59

    Die Konkurrenz schläft auch nicht und bringt sich in Position:

    http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/judith-rakers-wuerde-wieder-shows-zum-song-contest-moderieren-id7245789.html

  15. Frank

    20.12.2012 | 12:27

    Anke ist Mainstream. Ich will Sabine Heinrich und Obdi zurück. Gründe sind bekannt: http://blog.prinz.de/grand-prix/lieber-nikolaus-wir-wollen-sabine-heinrich-zuruck/

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