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Politik

› Jutta Ditfurth


Zur Frage, ob ich nicht doch weiterblogge…

Viele fragen mich, ob ich nicht weiterbloggen könnte. Es hat mir auch ein solches Vergnügen gemacht, dass ich darüber nachdenken werde. Erstmal muss ich angestaute Arbeit erledigen, auf Ulrike-Meinhof-75. Geburtstag-Tournee gehen, dann kommt das Rebellionsgespräch am 10./11. Okt. in Frankfurt/Main, anschließend die Frankfurter Buchmesse.

Schaut bitte einfach ab Mitte Oktober ab und an auf meine website (www.jutta-ditfurth.de) unter »JuDit bloggt«, dort wird dann stehen, ob und wann und wo ich vielleicht doch wieder blogge. Vielen herzlichen Dank für Eure Beiträge. Macht’s gut. Tschüss!

Politik

› Jutta Ditfurth


Was tun? Und mit wem? Abschiedsblog.

Dies ist mein vorerst letzter Blog-Beitrag. Ich bedanke mich sehr herzlich für die lebhafte und kontroverse Diskussion. Vorher hatte ich das Vorurteil, dass Blog-Debatten oft nur aus hingerotzten Bemerkungen und wüsten Beschimpfungen bestehen. Das mag ja sein, hier war es nicht so, hier wurde richtig diskutiert. Das war eine interessante Erfahrung.  In nächster Zeit werde ich nicht bloggen, oder falls einmal wieder, erfahrt ihr das auf meiner website unter »JuDit bloggt«. Jetzt werde ich an meinen Büchern und anderen Texten weiterarbeiten, auf Lesereise gehen – außerdem gibt es politisch viel zu tun, links und vorzugsweise außerparlamentarisch. Vielleicht sehen wir uns beim »Bundesweiten Rebellionsgespräch« am 10./11. Oktober (siehe unten), vielleicht auf einer der nächsten guten Demos. Herzlichen Dank und tschüss!

Aber vorher noch einige Thesen zu den 

1. PERSPEKTIVEN:

Wir erleben mit der Weltwirtschaftskrise nicht den Anfang vom Ende des Kapitalismus, wie einige gehofft hatten, sondern wir beobachten, wie der Kapitalismus sich auf Kosten der Ausgebeuteten und Erniedrigten »gesundschrumpft«, um »modernisiert« sowie autoritärer und mörderischer denn je aus der Weltwirtschaftskrise hervorzugehen.

Damit die sozialen Probleme hier nicht zum Aufstand führen 

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Politik

› Jutta Ditfurth


»Wählt ungültig! – Warum und wie?«

Ungültigwahlzettel I. WARUM ungültig wählen? Wir haben am Sonntag keine Wahl. Es ist keine Partei im Angebot, die wenigstens dazu beitrüge, diese Gesellschaft zu humanisieren und das Leben der Menschen grundsätzlich ein wenig zu erleichtern. Es steht erst recht keine Partei zur Wahl, die ernsthaft die Abschaffung des Kapitalismus betreibt oder dies Vorhaben wenigstens unterstützt. Im Angebot steht ein bürgerlicher Parteienblock aus CDU/CSU/FDP/Grüne und eine sich selbst links nennende Partei, die nichts sehnsüchtiger will, als genau zu diesem Block zu gehören.

Der Kapitalismus hat keine Krise, er ist die Krise des einzigen Lebens von Milliarden Menschen. Er mordet und versklavt. Er vernichtet die Natur, die wir Menschen für ein gesundes Leben brauchen. Polkappen schmelzen, die Tundra wird zu Giftfabrik, das Klima kippt, leerer und leerer gefischte Meere verrotten an Gifteinleitungen, Erwärmung und Abfallwellen, ein Wüstenband umschlingt die halbe Erde.

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Politik

› Jutta Ditfurth


»Durchgeknallt: Claudia Roth und ihre grüne Partei der Besserverdienenden«

Claudia Roth, Bundesvorsitzende der Grünen, sagte: »Die Grünen und grünes Klientel sind die am besten ausgebildeten Menschen, die den höchsten Bildungsstand haben und dann ist es auch logisch, dass sie mit so ‘ner Voraussetzung auch gute Jobs kriegen.« Hajo Schumacher, Moderator der N24-Talkrunde »Links-Rechts« (12.5.2009) hatte sie gefragt, ob die Grünen nicht die Partei der Besserverdienenden sind. Sie hätte einfach nur ja sagen müssen. Die grüne Parteivorsitzende ist der Meinung: wer arbeitslos ist, hat einfach nur eine zu schlechte Bildung.

Auf die Frage, ob sie nachvollziehen kann, dass es Leute gibt, die sich keine Bio-Lebensmittel leisten können, erwidert sie, sie kenne auch Arbeitslose, »Leute, die manchmal wirklich nicht wissen, wie sie an Monatsmitte noch bis zum Ende kommen…«. Co-Moderator Tiedje: »Die können sich dann doch nie Bio leisten?« »Aber die können sich dann auch nix anderes leisten«, antwortete Roth kalt. 

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Politik

› Jutta Ditfurth


»Deutschland ist ein sehr eigenartiges, oft schwer erträgliches Land«

Am Wochenende 19./20.9.2009 erschien im Nordkurier (Mecklenburg-Vorpommern) das folgende Interview, das ich hier ein- und zur Diskussion stelle. Das Interview führte Matthias Wolf (Redaktion Neubrandenburg).

Die Publizistin und Politikerin Jutta Ditfurth vertritt eine ökologisch-sozialistische Grundposition und fordert unter anderem Basisdemokratie und die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Warum es im Moment ihrer Ansicht nach keine wählbare linke Partei gibt, hat Jutta Ditfurth im Interview Matthias Wolf erzählt.

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TV

› Prinz


So machen TV-Duelle Spaß!

Die ARD (WDR) zeigt in der Nacht vom Freitag, 25. auf Samstag 26. September (23:30 bis 5:25 Uhr) “Die lange Nacht der Bundestagswahlen mit Jörg Schönenborn”. ARD: “Die Zuschauer werden staunen, wie lustvoll sich Schmidt und Kohl, Strauß und Ditfurth in TV-Duellen attackierten”.

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Politik

› Jutta Ditfurth


»Große Koalition und ‚nationale Anstrengung’«

Beim so genannten TV-»Duell« (ARD/ZDF/RTL/SAT1, 13.9.2009) saßen 500 JournalistInnen Ellenbogen an Ellenbogen in einer großen Halle, starrten auf die Riesenleinwand mit Merkel und Steinmeier, dann auf ihre Laptops, flüsterten miteinander wie bei einem unbeaufsichtigten Examen. Eine Meinungsvervielfältigungsfabrik. 500 JournalistInnen – 500 Meinungen? Wenigstens 20 unterschiedliche? Bitte, wenigstens sieben?

Der Fliegenschiss einer banalen Diskussion wurde zu Mount Everest-Größe aufgebläht. JournalistInnen interviewten JournalistInnen, die vorher die Spin-Doctors der Parteien befragt hatten. TV-Kameras jagten dem »Volk« Statements ab, sie bedrängten sogar die Patientinnen einer gynäkologischen Krankenhausstation (ZDF). Aber die ZuschauerInnen waren unsicher und schielten auf die KommentatorInnen, die vorher … Eine endlose Reihe von sich ineinander spiegelnden Spiegelbildern, eine Herrschende-Meinung-Verwertungskette.

Dabei ist längst klar: Nach der Bundestagwahl gibt es wieder eine große Koalition aus CDU und SPD. Warum?

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Politik

› Jutta Ditfurth


»Warum Oskar Lafontaine kein Sozialist ist«

Einige Leute haben auf meinen Blog »Sackgasse Linkspartei« vom 10.9.2009 mit vager Hoffnung auf die Linkspartei geantwortet.

Carsten hält es taktisch für richtig »die Linken zu wählen, weil sie zur Zeit keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung« haben. Der »Bürger/Wähler braucht letztlich als Ergebnis der Aufklärung Handlungsempfehlungen«. frjo
 kann die Kritik an Lafontaine und seinem Austritt aus der SPD/Grüne-Regierung »absolut nicht verstehen«.
 Rainer Kranzusch nimmt die Anpassung der Linkspartei durch »Machtinhabe
anpassen« als »Preis der Demokratie bzw. des Föderalismus« in Kauf – und empfiehlt die Wahl der SPD. andyocean hingegen möchte gern »die widerliche SPD-‚Führung’« ärgern: »Das ist für mich z.Zt. der einzige Grund, überhaupt zur Wahl zu schreiten«.

Ok, Leute, es gibt nur zwei Möglichkeiten:

1. Euch ist der sozialdemokratisch-reformistische Kurs der Linkspartei recht, dann haben wir hier deutlich getrennte Interessen, denn ‚ne staatstragende Pro-Kapital-Politik, die sich irgendwie links verbrämt, ist mit mir nicht zu machen, auch nicht aus »taktischen« Gründen

oder

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Politik

› Jutta Ditfurth


»Sackgasse Linkspartei«

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, bekanntermaßen mein Hausblatt, vermisste kürzlich »links inspirierte intellektuelle Szene«, die ihr »ausgerechnet jetzt« fehle, »zu einem Zeitpunkt, da Gesellschaftskritik in ihrem Element sein könnte … kein revolutionäres Tönchen weit und breit. Rot stellt sich tot.« (1) Rührend. Die Bourgeoisie hat Identitätsprobleme. Sie braucht Widersacher, damit die Fronten klar sind.

Aber es gibt doch die Linkspartei, eine linke Partei – oder nicht?

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Radiointerviews

› Prinz


Radiointerviews mit Jutta Ditfurth

Audiobeiträge zum Anhören zu der Sendung Eins zu Eins. Der Talk vom Bayrischen Rundfunk, am 23. Juni 2009, 16.05 Uhr mit Jutta Ditfurth.

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